Wochenmenü 8/2017

Hoffe, ihr habt auch ein spannendes Wochenende hinter euch und seid klar, frisch und fit für eine neue Woche. Ich habe gestern zum ersten Mal Blätterteig selbst hergestellt und daraus Schweinsohren gebacken. Es ging noch nicht ganz ohne Fehler ab, da der Teig beim vorletzten Ausrollen zu warm geworden war und gerissen ist. Jedoch habe ich eine Menge beim Ausprobieren gelernt und selbst hergestellte Schweinsohren schmecken schon ganz super oberlecker, das fand auch die Familie. Für den übernächsten Regensonntag könnte ich mir daher glatt einen Wiederholungsversuch vorstellen, jetzt will ich es nämlich wissen und einen möglichst fehlerfreien Teig herstellen. Als Rezept habe ich die Dinkel-Schweinsohren vom Plötzblog nachgebacken.

Jetzt jedoch zurück zu den weniger butterlastigen Mahlzeiten und damit zum Wochenmenüvorschlag. Wie immer gibt es eine Suppe am Montag, eine Süßspeise, zweimal Fisch und an den restlichen Tagen gemischte Rezepte mit oder ohne Fleisch. Für das Wochenende stehen passend zur Faschingsfeierei norwegische Fastnachtsbrötchen auf dem Plan. Damit bleibt mir nur, euch eine schöne Ferien- oder Arbeitswoche zu wünschen.

Montag


Borschtsch
Dienstag

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Schnelle Küche: Lachs, Gemüse und Nudeln
Mittwoch

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Bacondatteln auf Möhren-Couscous
Donnerstag


Sächsische Quarkkeulchen
Freitag

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Ofengebackener Seelachs mit Pinienkernen, Süßkartoffelmus und Soja-Buttersauce
Samstag

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Quinoa-Salat mit Ruccola, gebratenen Süßkartoffeln und Avocado
Sonntag


Historischer Kalbfleischtopf mit Zitronen, Anchovis und Oliven
Dessert


Mokkacreme mit Sahne
Extras


Norwegische Fastnachtsbrötchen - Fastelavnsboller

Mokkacreme mit einem Hauch von Zitrone und Sahne

Schokolade und Kaffee, diese Mischung mochte ich schon als Kindergartenkind, damals am liebsten in Form von Softeis. Heute gibt es das leider nicht mehr zu kaufen, die Eisdiele ist längst verschwunden. Zum Glück kann man jedoch Kaffee auch selbst mit Schokolade mischen und das ganze auch noch etwas spannender gestalten, zum Beispiel, indem man Zitrone oder Orange ergänzt. Die Schale natürlich nur.

Dabei entsteht ein geschmacksintensives Festdessert mit einer cremig-leichten Konsistenz, das man in kleinen Portionen zum Beispiel nach einem Fleischessen genießen kann. In unserer mokkaliebenden Familie ein klarer neuer Dessertfavorit.

Mokkacreme mit einem Hauch von Zitrone und Sahne für 4 kleine Portionen

Zutaten:

  • 1 Blatt Gelatine
  • 1 dl Milch (mind. 3,5 % Fett)
  • ca. 125 g dunkle Schokolade (wir: 50 g Schokolade mit 50% Kakao, 75 g mit 70 % Kakao)
  • 2 leicht gehäufte TL Instant Espressopulver
  • ca. 1 EL brauner Zucker
  • 1 dl Sahne
  • 1 dl Sahne
  • 1 TL Vanillezucker
  • etwas fein gehackte Zitronenschale von 1 Bio-Zitrone
  • Zesten von ca. 1/2 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Die Blattgelatine in kaltem Wasser für ca. 5 Minuten einweichen.

Milch, Schokolade, Espressopulver und braunen Zucker in einem Topf mischen und so lange erwärmen, bis die Schokolade geschmolzen ist.

Die Gelatine leicht ausdrücken und in der warmen Schokoladenmasse auflösen.

Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dabei regelmäßig im Topf rühren, damit die Creme nicht am Topfboden bereits fest wird.

Die Sahne aufschlagen und unter die Creme mischen. Sofort in Portionsschälchen füllen und kühl stellen.

Kurz vor dem Servieren die “Deko”-Sahne zusammen mit dem Vanillezucker und etwas fein abgeriebener Zitronenschale steif schlagen.

Die Mokkacreme mit einem Klecks Sahne versehen und mit einigen Zesten einer Bio-Zitrone garnieren.

Wochenmenü 7/2017

Höchste Zeit für das Planen der nächsten Woche nach einem spannenden Winterwochenende. Gestern konnten wir im Skigebiet Nassau beim Internationalen Schlittenhunderennen jede Menge Huskies in voller Fahrt erleben. Natürlich haben wir auch Hunde gestreichelt, Gespanne angefeuert und generell nochmals den Schnee genossen.

Heute morgen überraschte uns dann ein ganz anderer Gast in unserem Garten. Nach lautem Getschilpe “unserer” Vögel, einem aufgeregt umherflatternden Eichelhäher und einer nervös hin und her hopsenden Amsel, nahmen wir doch das Fernglas zur genaueren Situationsuntersuchung zur Hand. Und, was stellte sich heraus? Ein Eichhörnchen saß quietschvergnügt in unserem Vogelfutterhäuschen und ließ sich sowohl Erdnüsse als auch Sonnenblumenkerne schmecken. Damit blieb den Vögeln nichts anderes übrig, als auf ihr Frühstück zu verzichten, bis das Hörnchen nach langen Minuten fertiggefuttert hatte.

So, damit jetzt nicht auch hier gleich noch Futterneid aufkommt, gibt es den Wochenmenüvorschlag für euch. Dienstag ist Valentinstag und vielleicht möchtet ihr ja eure/n Liebste/n mit einem gesunden “Chiapudding” zum Frühstück oder einem Stück Biskuitrolle am Nachmittag überraschen.

Montag


Herzhafter Linseneintopf
Dienstag

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Ofengebackene Fischfilets auf Apfel-Gemüsebett
Mittwoch

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Pasta à la puttanesca
Donnerstag

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Gebackenes Wurzelgemüse mit Honig und Gorgonzola
Freitag

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Vegetarische Burritos mit Guacamole und Tomatensalsa
Samstag


Keulchen oder auch Klitscher
Sonntag

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Rindswürfel-Bratkartoffelpfanne mit Brokkoligemüse
Dessert


Himbeer-Chiapudding mit Kokos und Mandelmilch
Extras


Möhrenkuchen-Biskuitrolle mit Frischkäsecreme

Möhrenkuchen-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Letzten Samstag feierten meine Eltern ihren 5x. (genaue Zahl darf ich nicht bekanntgeben) Hochzeitstag. Dafür hatten sie sich eine Torte gewünscht, die aber eigentlich nicht wie eine richtige Torte sein sollte. Das heißt, man soll das Gefühl haben, man isst Torte, ohne dass das einzelne Stück gar so mächtig und schwer wie eine richtige Torte ist. Hmmm, solch “komischen” Ansprüchen genügt zum Beispiel eine luftig lockere Biskuitrolle oder Windbeutel wären natürlich auch eine Möglichkeit gewesen. Die fielen mir jedoch erst später ein, da hatte ich längst mein Auge auf diese Möhren-Biskuitrolle (im Original hier) geworfen.

Passend ungewöhnlich, mit der frischen süß-säuerlichen Frischkäsecreme typisch norwegisch und angenehm winterlich. Perfekt! Übrigens nicht nur für Hochzeitstage, sondern auch für den Valentinstag gut geeignet. Einfach und schnell herzustellen ist diese “Torte” jedenfalls, so dass sie sogar mitten in der Woche abends zu bewerkstelligen ist.

Möhren-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Zutaten Boden:

  • 3 Eier, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker
  • 100 g geriebene Möhren
  • 70 g Mehl
  • 50 g Kartoffelmehl
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 knapper TL Zimt
  • 1 TL Backpulver

Zutaten Creme:

  • 200 g neutraler Frischkäse
  • 70 g Butter, zimmerwarm
  • 120 g Puderzucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • ca. 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Für den Boden Eier und braunen Zucker schaumig schlagen. Das dauert einige Minuten.

Backpulver, Mehl, Kartoffelmehl, Zimt und Vanillezucker miteinander vermischen und in die Ei-Zucker-Masse sieben. Vorsichtig unterheben bis der Teig klümpchenfrei ist. Dabei jedoch nicht die ganze Luft aus dem Teig herausrühren.

Zum Schluss die geriebenen Möhren gleichmäßig untermischen.

Den Biskuitteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Dabei aufpassen, dass der Teig möglichst an allen Stellen gleich dick ist.

Den Boden im vorgeheizten Backofen bei 175 °C mit Ober- und Unterhitze für 15 – 20 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist. Wir haben ein recht großes Backblech, da waren 15 Minuten Backzeit ausreichend.

Den Boden kurz auskühlen lassen, danach auf Backpapier umdrehen und das Backpapier von der Unterseite vorsichtig abziehen. Das geht einfacher als man erwarten würde, wenn der Boden noch warm ist. Den Boden danach vollständig auskühlen lassen.

Für die Frischkäsecreme die weiche Butter mit dem Puderzucker zu einer hellen Masse verrühren. Den Frischkäse hinzufügen und untermischen. Das geht mit einem Handrührgerät am besten. Danach Vanillezucker und Zitronensaft unterrühren und die streichfeste Creme süß-säuerlich abschmecken.

Etwa 2/3 der Creme auf dem Boden verstreichen und diesen daran anschließend eng zusammenrollen.

Die Rolle nun außen mit der restlichen Creme bestreichen und nach Anlass sowie individuellen Vorlieben mehr oder weniger minimalistisch verzieren.

Die Rolle hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Tage wunderbar frisch.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst

Kurz vor der letzten Wochenmenüplanung kamen wir am Familientisch zu der Erkenntnis, dass wir trotz des, verglichen mit anderen Jahren, langen Winters bisher noch nicht einmal einen richtigen herzhaften Linseneintopf gegessen hatten. Da das laptop gerade in Reichweite stand (nein, das ist keine gute Angewohnheit, dass es mit auf dem Familientisch steht), blätterte ich fix auf der Suche nach Inspiration durch meine inzwischen beinahe unendlich lange Linksammlung zu Fotos und Rezepten, auf die ich im Laufe der Zeit gestoßen bin.

Beim diesem Eintopf, im Original hier bei Chili und Ciabatta verbloggt, blieben wir hängen. Er hörte sich so hervorragend an, dass ich ihn mit nur wenigen Mengenänderungen direkt nachgekocht habe. Er wärmt richtig gut durch, ist ausgewogen würzig und lohnt das Nachkochen.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst für 3 Personen

Zutaten:

  • 190 g braune Tellerlinsen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 750 ml Rinderbrühe (am besten selbst hergestellt aus ausgekochten Knochen)
  • 1 größere Kartoffel (ca. 100 g)
  • 1 Stück Porree (ca. 100 g)
  • 1 große Möhre (ca. 100 g)
  • ca. 50 g Knollensellerie
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Majoran
  • getrocknete Chiliflocken
  • 120 g Debrecziner, alternativ Cabanossi
  • Schalenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 – 2 EL heller Balsamico-Essig (oder mehr, wir mögen Linsen nicht so sauer)
  • frische, gehackte Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Linsen für mehrere Stunden in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser danach weggießen.

Das Gemüse, die Zwiebel und die Knoblauchzehe putzen, schälen und in Würfel bzw. kleine Stücke schneiden.

Etwas Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauchzehe anbraten, bis die Zwiebel glasig geworden ist. Das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitbraten. Danach die abgetropften Linsen zusammen mit der Rinderbrühe ergänzen und alles für 20 – 30 Minuten abgedeckt köcheln lassen (Kochzeit richtet sich nach der Einweichzeit und der Zubereitungsbeschreibung der Linsen auf der Verpackung).

In einer Pfanne ebenfalls etwas Olivenöl erhitzen und darin die Gemüsewürfel bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten anbraten, jedoch nicht nennenswert bräunen. Dabei mit Salz, Pfeffer, Majoran und getrockneten Chiliflocken würzen.

Die Wurst in Scheiben schneiden.

Angebratenes Gemüse und Wurst zu den Linsen geben und für weitere 5 Minuten durchziehen lassen. Dabei mit Essig und Zitronenschale sowie ggf. etwas Salz abschmecken.

Mit gehackter Petersilie bestreuen und genießen.

Wochenmenü 6/2017

Hallo Sonntagnachmittag und Wochenmenüvorschlag. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Brotbacktag, dem Feiern des Hochzeitstages meiner Eltern mit u.a. einer leckeren Möhrenkuchenbiskuitrolle (Rezept folgt nächste Woche), dem Genießen der Sonne und zwei Laufrunden, bin ich jetzt soeben aus den Tiefen des Kühlschranks wieder aufgetaucht. Dort habe ich mir einen Überblick über unsere Vorräte verschafft, das ist immer gut für die Planung des Wochenmenüs und des Einkaufszettels. Weniger wegwerfen, mehr aufbrauchen, das sollte immer bei der Essensplanung berücksichtigt werden. Gemüse, Käse, Wurst, diese Dinge kann man bei vielen Rezepten variabel verwenden.

Jetzt steht der Plan für nächste Woche fest und vielleicht ist auch für euch etwas dabei, das ihr gern ausprobieren möchtet und das sich mit euren Vorräten vereinbaren lässt.

Montag

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Spicy Fischsuppe mit Kokosmilch
Dienstag

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Gemüsebouletten mit Gurkensalat und Honig-Senf-Dressing
Mittwoch

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Farbenfroher lauwarmer Wintersalat
Donnerstag

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Bierpfannkuchen mit Weißbiergelee
Freitag


Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube
Samstag

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Grünkohlpie mit Chevre
Sonntag

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Boeuf Bourguignon a la Julia Child
Dessert

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Winterliches Orangen-Hirse-Dessert mit Cointreau
Extras


Gesunde herzhafte Muffins für die Brotbüchse

Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube zu Möhren-Orangen-Rohkost

Immer wieder taucht die Frage in e-mails oder der Bekannt- und Verwandtschaft auf, was wir mit Süßkartoffeln anfangen. Es scheint ein großes Interesse an dieser kräftig orangefarbenen Knolle vorhanden zu sein, ohne dass man so genau wüsste, wozu man sie nun verwenden kann. So ähnlich wie eine Kartoffel, jedoch nicht genauso. Das wäre meine kurze Antwort. Man kann aus ihr Süßkartoffelmus oder -suppe ebenso kochen wie sie in verschiedenen Zubereitungsweisen im Ofen oder der Pfanne backen bzw. braten. Anders als bei der Kartoffel sollte man jedoch dem süßlichen Geschmack der Süßkartoffel etwas stärkere Gewürze wie Chiliflocken, Knoblauch oder auch Kreuzkümmelsamen entgegensetzen. Auch mit etwas Säure aus Limetten- oder Zitronensaft liegt man selten falsch.  

Beachtet man dies, erhält man zum Beispiel ein leckeres farbenfrohes Süßkartoffelmus, unter dem man, wie in diesem Rezept, ein traditionelles norwegisches Fischgratin mit moderner Würzung verstecken kann. Abgeriebene Orangenschale und Sternanis verleihen diesem Gratin nämlich das besondere, winterliche Etwas. Dazu gibt es einen frischen Möhrenrohkost, in den anstelle eines geriebenen Apfels die um ihre Schale gebrachte Orange wandert.

Ihr dürft viel interessanten Geschmack erwarten, der allerdings auch einen Preis hat. Man sollte nicht bereits hungrig sein, wenn man sich für dieses Essen entscheidet, erfordert es doch einen nicht ganz unerheblichen Kücheneinsatz. Die Mühe lohnt sich jedoch und vielleicht findet sich ja ein Schlechtwettertag mit Tauwetter, an dem man richtig Lust aufs Kochen hat.

Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube zu Möhren-Orangen-Rohkost für 3 Personen

Zutaten Gratin:

  • 400 g Alaska-Seelachsfilet
  • Salz für das Fischkochwasser
  • 500 g Süßkartoffel (ca. 2 Exemplare)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • etwas Milch bis zur passenden Konsistenz
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • getrocknete Chiliflocken
  • 35 g Butter
  • 45 g Mehl
  • 3 dl Milch
  • ca. 1/3 TL Sternanispulver
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • abgeriebene Schale von 1 kleineren Bio-Orange
  • 125 g TK-Erbsen
  • 3 Eier
  • Butter zum Fetten der Gratinform
  • Semmelbrösel

Zutaten Möhren-Orangen-Rohkost:

  • 3 Möhren
  • 1 Orange
  • ggf. 1/2 Granatapfel
  • Zitronensaft
  • Zucker

Zubereitung:

Zuerst die Seelachsfilets in einem Topf mit heißem Salzwasser für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Das Wasser soll dabei nicht kochen, sondern kurz vor dem Siedepunkt sein. Die Filets danach mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen und etwas abkühlen lassen. In Stücke teilen und dabei evtl. vorhandene Gräten entfernen.

Nun das Süßkartoffelmus herstellen. Dazu die Süßkartoffeln schälen und in kleine, etwa gleich große Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und fein hacken. Die Süßkartoffelstückchen zusammen mit dem Knoblauch in einem Topf mit Wasser für ca. 15 Minuten kochen lassen, bis die Stücke weich geworden sind. Das Wasser abgießen. Anschließend die Stücke zu Mus zerdrücken und mit Butter, Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss und einigen getrockneten Chiliflocken würzig abschmecken. So viel Milch zugeben, bis die gewünschte Konsistenz des Süßkartoffelmuses erreicht ist.

Danach die weiße Sauce zubereiten. Dazu die Butter in einer Pfanne schmelzen, das Mehl nach und nach hinzugeben und gut verrühren, dabei jedoch nicht bräunen. Jetzt langsam und nur in kleinen Mengen die Milch unter stetigem Rühren hinzufügen. Das ist ein etwas kritischer Punkt, Ziel ist es, eine klümpchenfreie Sauce hinzubekommen. Sollte das nicht geklappt haben, dann ist das auch kein Beinbruch, so lange man einen Pürierstab besitzt. Mit diesem kann man den eventuell in der Sauce vorhandenen Klumpen ordentlich Beine machen und sie zum Auflösen zwingen. Spätestens jetzt sollte man eine recht dickflüssige und glatte Sauce haben. 5 Minuten köcheln lassen und dabei mit Salz, Pfeffer, Sternanis und geriebener Muskatnuss abschmecken. Die abgeriebene Schale der Orange ebenfalls hinzufügen. Die weiße Sauce etwas abkühlen lassen.

Eine Gratinform mit etwas Butter einfetten. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Die Erbsen und den gekochten Fisch vorsichtig in die weiße Sauce einrühren. Mit einem Handmixer die Eier luftig aufschlagen und ebenfalls unter die Sauce heben. Nochmals abschmecken.

Die Fischmasse in die Gratinform füllen und das Süßkartoffelmus darauf verteilen. Mit einigen Semmelbröseln bestreuen.

Bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 40-45 Minuten backen. Es ist fertig, wenn es eine hellbraune Farbe an den Rändern angenommen und sich insgesamt leicht vergrößert hat.

Während das Gratin bäckt, kann man den Rohkostsalat herstellen. Dazu die Möhren schälen und raspeln. Die Orangen filetieren. Beides mischen und mit etwas Zucker und Zitronensaft abschmecken. Wer hat, kann gern noch einige Granatapfelkerne darüber streuen.

Zusammen mit dem Fischgratin genießen.

Wochenmenü 5/2017

War das heute schon der letzte richtige Schneetag des Winters? Es scheint fast so, denn es taut gewaltig bei Sonnenschein und +7 °C. Schade, von mir aus hätte es gern noch einen Monat Schnee und Dauerfrost geben können. Wir haben den heutigen Tag jedoch nochmals richtig wintermäßig korrekt ausgenutzt und unter anderem den Schneeskulpturen in Neu-Hermsdorf einen Besuch abgestattet. Die stehen an einem schattigen Plätzchen, gut für sie, schlecht für den Fotografen, aber vielleicht erkennt man den Barbarossa doch, der da als ziemlich unzufrieden dreinblickende Schneeskulptur dargestellt worden ist.

Ihr wartet jedoch vermutlich auf das Wochenmenü. Das kommt hier sogleich und bietet die Chance neue Rezepte, Zutaten oder noch nie gegessene Kombinationen dieser auszuprobieren. Wie wäre es denn mal mit exotisch gewürzten Linsen, Sellerie im Püree, Haferflockenbrei, der im Ofen gebacken wird oder Lachs in Boulettenform? Am besten ihr probiert das eine oder andere selbst aus.

Montag

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Brokkoli-Grünkohl-Suppe mit Fetacreme
Dienstag

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Seelachs mit Balsamicozwiebelsauce, Selleriepüree und Erbsen
Mittwoch


Kartoffeln mit Leinölquark und Rote Bete Salat
Donnerstag

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Haferflocken-Beeren-Bananen Auflauf mit Walnüssen
Freitag


Lachsbouletten mit Fenchelsalat, Kartoffeln und Zitronendressing
Samstag



Parippu – ein Linsengericht (Dhal) aus Sri Lanka
Sonntag


Schwarzbiergulasch mit Sauerkraut und Kartoffeln
Dessert


Schokoladen-Espresso Panna Cotta
Extras


Traditioneller Kokoskuchen

Grüne Klöße mit in Butter gerösteten Brotwürfeln für das Sonntagsessen

Grüne Klöße mit rohen Kartoffeln erfreuen sich hier im Erzgebirge großer Beliebtheit für das sonntägliche Mittagessen, auch wenn sie in gewisser Weise zickiger sind als ihre artverwandten “Gummiklöße“. Zickiger deshalb, weil man die Kochzeit ziemlich genau einhalten sollte, damit sie weder innen roh noch bereits am Zerfallen bzw. unschönen Ausfasern sind. Daher sollte man sich also sicher sein, dass alle pünktlich am Tisch sitzen, wenn die Klöße fertig sind.

Hat man die Familie samt Besuch also dementsprechend instruiert, steht dem sonntäglichen Kloßgenuss nichts mehr im Wege. Man benötigt nur noch einen Braten, viel Sauce und Rotkraut dazu. Lecker sind sie, besonders im kalten Winter, ja auf jeden Fall.

Grüne Klöße (6 Stück)

Zutaten:

  • 900 g mehlig kochende Kartoffeln
  • ca. 3 EL Speisestärke
  • ca. 1 TL Salz + 1 TL Salz für das Kochwasser
  • 2 Toastbrotscheiben
  • Butter
  • getrockneter Majoran
  • Salz

Zubereitung:

Etwa 300 g der Kartoffeln als Pellkartoffeln am Abend vorher kochen.

Am nächsten Tag die Pellkartoffeln schälen und entweder reiben oder durch eine Kartoffelquetsche geben.

Die 600 g rohen Kartoffeln ebenfalls schälen und in eine Schüssel reiben. Danach mithilfe eines Leinensäckchen den Großteil des Kartoffelwassers ausdrücken. Das Wasser dabei jedoch auffangen. Sollte man nämlich zu ehrgeizig Wasser ausgedrückt haben, wird der Kloßteig krümelig und trocken. Da ist es gut, wenn man wieder etwas von dem aufgefangenen Kartoffelwasser hinzugeben kann.

Nun die Kartoffeln mit der Speisestärke mischen, mit dem Salz würzen und alles zu einem relativ festen, jedoch nicht krümeligen Teig verkneten.

Mit nassen Händen 6 Klöße formen, dabei ggf. 3 Toastbrotwürfel in die Mitte des Kloßes einarbeiten. Für die Brotwürfel schneidet man das Toastbrot in kleine Stücke und brät es in Butter ringsherum unter häufigem Wenden goldbraun in einer Pfanne an. Dabei kann man die Würfel mit etwas Salz und getrocknetem Majoran würzen. Bei Verwendung von 2 Toastbrotscheiben bleibt auch noch etwas zum Brotwürfelnaschen übrig.

In einem großen Topf reichlich Wasser, mit 1 TL Salz versehen, zum Kochen bringen. Man benötigt so viel Wasser, dass die Klöße im Topf schwimmen können.

Die Klöße in das kochende Wasser geben, die Hitze etwas reduzieren und warten, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Ab dann die Klöße für 15 – 20 Minuten in dem warmen Wasser ziehen, jedoch nicht mehr kochen lassen. Sie sind fertig, wenn sie innen keine rosa gefärbten Stellen mehr aufweisen. Lässt man sie zu lange im heißen Wasser, beginnen sie auszufasern. Es ist also leider ein Essen, bei dem möglichst alle pünktlich am Tisch sitzen müssen.

Die fertigen Klöße mithilfe einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und zusammen mit Fleisch, viel Sauce und Rotkraut genießen.

Wochenmenü 4/2017

Die Wintersonne lacht verlockend von einem herrlich blauen Himmel über verschneiter Landschaft. Da muss man sich einfach frische Luft um die Nase wehen lassen. Vorher geht es jedoch noch fix zum Wochenmenüvorschlag, bevor wir uns alle von der Sonne viel Energie und extra gute Laune ins Gesicht strahlen lassen werden.

Montag

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Suppe mit Blumen- und Grünkohl
Dienstag

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Orangen-Seelachspfanne mit Porree und Möhren
Mittwoch

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Spaghetti mit Pilzen, Haselnüssen und Sahne
Donnerstag

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Kaiserschmarrn mit Apfelmus
Freitag


Gebratener Lachs mit Gemüse in Zitronen-Sahnesauce
Samstag

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Herrliches Gemüsecurry mit Reis
Sonntag

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Krautrouladen – ein Klassiker
Dessert


Die Speise der Götter – ein indisches Quarkdessert
Extras


Figur-Meisenknödel: Vogelfutter in Förmchen