Gebackenes Wurzelgemüse mit herzhaften Käsestreuseln und Joghurtdipp

Bei manchen Rezepten kann man sich wirklich fragen, warum man selbst nicht auf diese Idee gekommen ist. Wir lieben ofengebackenes Gemüse und wir lieben auch Streusel und trotzdem habe ich bisher den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, oder besser gesagt, diese geniale Kombinationsmöglichkeit. Nein, dafür musste ich mich erst von diesem blog inspirieren lassen. Denn natürlich schmeckt gebackenes Wurzelgemüse mit seinen Röstaromen hervorragend zusammen mit buttrigen, herzhaften Streuseln, die durch Walnüsse und einen milden Blauschimmelkäse verfeinert werden. Ein einfacher Joghurtdipp sorgt für Frische und schon kann man sich selbst und seine Familie mit einem wirklichen vegetarischen Leckerbissen verwöhnen. Der März mit seinem Aprilwetter ist noch lang, daher dringend ausprobieren, ehe es kein Wurzelgemüse mehr zu kaufen gibt.

Gebackenes Wurzelgemüse mit herzhaften Käsestreuseln und Joghurtdipp für                  3 Personen

Zutaten:

  • 4 mittlere Rote Bete
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 mittlere Pastinaken
  • 2 mittlere Petersilienwurzeln
  • etwas Olivenöl
  • Meersalz
  • 1 – 1,5 TL getrockneter Thymian
  • 100 g gemahlene Haferflocken
  • 1 kräftige Pr. Salz
  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g Blauschimmelkäse (wir: eine milde Sorte, sonst schmeckt es sehr intensiv nach Käse)
  • ca. 100 g grob gehackte Walnüsse
  • etwas Pfeffer
  • etwas getrockneter Koriander (wer hat, sonst weglassen)
  • 4 EL Joghurt, naturell
  • Zitronensaft
  • etwas Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL frischer oder TK-Dill, gehackt

Zubereitung:

Wurzelgemüse und die Zwiebel schälen und putzen. Zwiebel vierteln, rote Bete in relativ dünne Scheiben, Pastinaken und Petersilienwurzeln in größere Stücke schneiden.

Ein Blech dünn mit Öl einfetten. Das Gemüse in einer Schüssel ebenfalls mit etwas Olivenöl vermischen und mit Meersalz sowie getrocknetem Thymian würzen. Danach auf dem Blech möglichst einlagig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen.

Für die Streusel die Haferflocken in einem Mixer zu grobem Mehl vermahlen. Auch die Walnüsse darin grob hacken. Den Blauschimmelkäse und die Butter in Stücke schneiden. Nun alle Streuselzutaten in einer Schüssel miteinander zu einem Teig verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Koriander würzen. Abschmecken.

Das Ofengemüse nach den 20 Minuten Backzeit wenden und mit den Streuseln bestreuen. Für weitere 20 Minuten backen.

Währenddessen den Dipp zubereiten. Dafür Joghurt mit Zitronensaft, Salz, Zucker, Pfeffer und frischem Dill mischen. Abschmecken, bis ihr die perfekte Mischung zwischen würzig, süß und säuerlich gefunden habt.

Wenn ihr noch ein paar Cherrytomaten habt, dürfen die sich gern dazu gesellen.

Wochenmenü 11/2017

Willkommen Frühling und hallo ihr Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge im Garten. Schön, dass ihr trotz intensiver Wühlmausattacken während des Winters blüht, wenn auch nicht immer dort, wo wir euch hingepflanzt hatten. Die Vögel zwitschern ebenfalls schon in bester Frühlingslaune, da können auch wir uns im nächsten Wochenmenü mit orange-gelben Sonnentönen auf dem Teller verwöhnen. Genießt den Frühling und hoffentlich bald wieder die warme Sonne!

Montag


Cremige Süßkartoffelsuppe
Dienstag


Sonniger Salat mit Quinoa, Möhren, Orangen und Granatapfel
Mittwoch


Fisch-Curry mit Gemüse, Kokosmilch und Reis
Donnerstag

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Süßer Hirsebrei mit Beerensauce
Freitag


Tacogratin – Norwegian Style
Samstag


Kartoffeln mit Leinölquark und Rote Bete Salat
Sonntag


Lachsbouletten mit Fenchelsalat und Zitronendressing
Dessert


Himbeer-Kokoskugeln
Extras


Bananenmuffins mit Schokolade

Sonniger Vorfrühlingssalat mit Quinoa, Möhren, Orangen und Granatapfel

Bei diesem wechselhaften Märzwetter mit eingestreuten Schneeregenschauern und all den Schnupfennasen um uns herum, benötigen wir nicht nur Sonne auf dem Teller, sondern auch alles, was wir an Vitaminen und Mineralstoffen bekommen können, um gesund zu bleiben. Dieser bunte Vorfrühlingssalat erfüllt genau diese Kriterien, dazu schmeckt er fruchtig und frisch. Durch die roh verwendeten Möhren hat er Biss und ist gleichzeitig schnell zubereitet. Damit ist er ein ausgesprochen guter Alltagssalat.

Sonniger Vorfrühlingssalat mit Quinoa, Möhren, Orangen und Granatapfel für                   3 Personen

Zutaten:

  • 2,3 dl Quinoa
  • 4,6 dl mild würzige Gemüsebrühe
  • 3 eher kleinere Möhren
  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 2 große Orangen
  • 1 Avocado
  • ca. 125 g Feta
  • 1 Handvoll (gestiftelte) Mandeln
  • ca. 1/2 großer Granatapfel + ca. 1/4 Granatapfel als Saft
  • 2 EL frische, gehackte Petersilie
  • 1 – 2 EL frische, gehackte Minze
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung:

Quinoa unter warmem fließendem Wasser gut waschen, abtropfen lassen.

Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen. Quinoa hinzufügen, aufkochen und für 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Nun den Deckel abnehmen, mit einer Gabel den Quinoa auflockern und kurz auskühlen lassen. Er sollte die gesamte Gemüsebrühe aufgesaugt haben.

Während der Quinoa köchelt, kann man die restlichen Zutaten zubereiten. Möhren, Zwiebel, Orangen und Avocado schälen sowie in Würfel schneiden. Den Feta ebenfalls in Stücke schneiden.

Petersilie und Minzeblätter abzupfen und fein hacken. Einen Teil der Granatapfelkerne auslösen.

Alle Salatzutaten vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronen- und einem Teil des Granatapfelsaftes übergießen. Vorfrühlingshaft gesund genießen.

Wochenmenü 10/2017 und Übung für Ostern

Gestern haben wir das wunderbare frühlingshaft sonnige Wetter genutzt und eine “Generalprobe für Ostern” gestartet. Wir haben das Suchen geübt. Dazu gingen wir mit Müllbeuteln und Handschuhen bewaffnet in “unserem” Wald auf die Suche nach Plastik-, Glas- und Metallmüll. Die Ausbeute nach einer Stunde mit zwei Suchmenschen war überraschend negativ. Mit gleich zwei vollen Müllbeuteln Plastik und diversen Flaschen bzw. Glas hatten wir in unserem wenig genutzten Dorfwald nicht gerechnet. Dazu entdeckten wir auch noch, dass jemand mehrere qm PVC-Fußbodenbelag entsorgt hatte (nicht auf dem Foto zu sehen). Gleichzeitig warfen die Funde auch einige Fragen auf und regten unsere Phantasie an. Wie kommen zum Beispiel eine halbe Kaffeetasse aus DDR-Produktion und eine leere Fischdose mitten in den Wald? Trotz der vielen Funde hatten wir eine lustige Wanderung, die uns mit einem guten Gefühl zurückließ, wenigstens einen kleinen Beitrag zur Säuberung des Waldes geleistet und unseren “Ostereiersuchblick” geschult zu haben.

Jetzt jedoch zu etwas völlig anderem. Die Wochenmenüplanung steht an, ich setze noch einmal auf eher winterliche Essen, da das Wetter hier schon wieder kälter und grauer als gestern ist. Da kann ordentlich Farbe von Roter Bete und Tomaten zum Beispiel nicht schaden.

Genießt die nächste Woche mit den ersten Schneeglöckchen und Krokussen.

Montag


Rote Bete Suppe mit Meerrettich Creme
Dienstag


Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas
Mittwoch

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Süßkartoffel-Paprika Pfanne mit Walnüssen
Donnerstag


Kaiserschmarrn mit Apfelmus
Freitag

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Pizza mit Lachs, Avocado und Pinienkernen
Samstag

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Kabeljau, Bacon und Erbsenpüree
Sonntag


Krautrouladen – ein Klassiker
Dessert


Orangen-Grapefruit-Ingwer Smoothie mit Buttermilch
Extras

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Knusprig gebackene Avocadospalten

Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas

Back to the 80th! Mit Dosenananas und Schinken im Essen! In den 80er war ich Kind in der DDR, damit wusste ich natürlich sehr genau, welchen ungeheuren Wert Dosenananas oder eigentlich jegliche Konserve mit Südfrüchten hatte. Die waren nämlich Mangelware und kamen eigentlich nur in Form von weihnachtlichen Westpäckchen zu uns.

Eines Tages besuchte uns jedoch unsere “Tante”, eigentlich eine Cousine meiner Mutter, aus den USA. Das allein war schon so aufregend, als ob man heute Besuch von einem Marsbewohner bekäme. Dem aussergewöhnlichen Anlass entsprechend gingen wir in den besten Gasthof essen, den wir kannten. Um eventuell schuhsohlenlederzähes Fleisch auf dem Teller unseres Besuchs zu verhindern, orderten wir für sie gleich mit. Mangels fleischfreier Auswahl landeten wir bei Toast Hawaii, das musste schließlich etwas Supertolles sein. War es auch, für uns. Toastbrot, Schinken und Ananas mit roter Belegkirsche! So etwas hatte ich noch nie gegessen und fand es himmlisch. Unser Besuch war hingegen weniger beeindruckt und hätte vermutlich lieber ein richtiges, zu Hause gekochtes, erzgebirgisches Essen genossen. Aber so viel Normalität hielten wir damals für den USA-Besuch nicht für ausreichend, obwohl meine Mutter sehr gut kochte.

Daran haben wir uns beim letzten Familientreffen erinnert und deshalb gibt es jetzt diese One-Pot-Pasta im 80er Jahre Style. Sie ist schnell und unkompliziert zubereitet und schmeckt fantastisch. Schinken und Dosenananas zusammen mit einem Getreideprodukt ist eine spannende Geschmackskombination, bei der nicht viel schief gehen kann. Auf etwas Gemüse kann bei uns natürlich auch nicht verzichtet werden, deshalb durften Zucchini, Tomaten (aus der Dose), Zwiebel und Knoblauch ebenfalls in den Topf huschen, ehe alles mit Mozzarella überbacken wird.

Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas für 3 Personen

Zutaten:

  • 100 g American Bacon
  • evtl. 1/2 EL Olivenöl
  • 1 mittlere (rote) Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • ca. 375 ml Gemüsebrühe
  • ca. 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • knapp 1 TL getrockneter Oregano
  • 100 g Kochschinken
  • 220 g Vollkornnudeln
  • ca. 1 dl Sahne
  • 1 kleine Dose Ananas (ca. 200 g)
  • 2 Mozzarella (zusammen 200 – 250 g)
  • frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Zucchini waschen, putzen und würfeln. Bacon und Schinken ebenfalls zerteilen.

In einem großen Topf, der auch im Backofen stehen kann, den American Bacon bei mittlerer Hitze knusprig anbraten. Dabei ggf. etwas Olivenöl hinzufügen, wenn der Bacon eher fettarm ist.

Kurz bevor der Bacon fertig ist, Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und so lange mitbraten lassen, bis die Zwiebel ebenfalls leicht gebräunt und weich ist.

Danach die Zucchiniwürfel hinzufügen und für 1 – 2 Minuten anbraten lassen.

Nun den Kochschinken, die Tomaten, die Sahne sowie die Gemüsebrühe dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Aufkochen lassen. Die Nudeln in den Topf schütten, umrühren und abgedeckt köcheln lassen, bis die Nudeln knapp gar sind (Kochzeit siehe Nudelverpackung). Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, etwas Wasser nachgießen.

Die Ananasringe gut abtropfen lassen und in kleine Stücke teilen. Einen Mozzarella in dünne Scheiben, den anderen in Stücke schneiden.

Ananas und Mozzarella-Stücke unter die Nudeln mischen, die Mozzarella-Scheiben auf den Nudeln verteilen.

Den Topf ohne Deckel in den Backofen unter das Grillelement stellen und den Mozzarella schmelzen sowie leicht bräunen lassen. Wie lange das dauert, ist sehr von eurem Backofen abhängig, bei uns sind es ca. 5 Minuten.

Die One-Pot-Pasta mit frischen Basilikumblättern garnieren und genießen.

Wochenmenü 8/2017

Hoffe, ihr habt auch ein spannendes Wochenende hinter euch und seid klar, frisch und fit für eine neue Woche. Ich habe gestern zum ersten Mal Blätterteig selbst hergestellt und daraus Schweinsohren gebacken. Es ging noch nicht ganz ohne Fehler ab, da der Teig beim vorletzten Ausrollen zu warm geworden war und gerissen ist. Jedoch habe ich eine Menge beim Ausprobieren gelernt und selbst hergestellte Schweinsohren schmecken schon ganz super oberlecker, das fand auch die Familie. Für den übernächsten Regensonntag könnte ich mir daher glatt einen Wiederholungsversuch vorstellen, jetzt will ich es nämlich wissen und einen möglichst fehlerfreien Teig herstellen. Als Rezept habe ich die Dinkel-Schweinsohren vom Plötzblog nachgebacken.

Jetzt jedoch zurück zu den weniger butterlastigen Mahlzeiten und damit zum Wochenmenüvorschlag. Wie immer gibt es eine Suppe am Montag, eine Süßspeise, zweimal Fisch und an den restlichen Tagen gemischte Rezepte mit oder ohne Fleisch. Für das Wochenende stehen passend zur Faschingsfeierei norwegische Fastnachtsbrötchen auf dem Plan. Damit bleibt mir nur, euch eine schöne Ferien- oder Arbeitswoche zu wünschen.

Montag


Borschtsch
Dienstag

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Schnelle Küche: Lachs, Gemüse und Nudeln
Mittwoch

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Bacondatteln auf Möhren-Couscous
Donnerstag


Sächsische Quarkkeulchen
Freitag

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Ofengebackener Seelachs mit Pinienkernen, Süßkartoffelmus und Soja-Buttersauce
Samstag

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Quinoa-Salat mit Ruccola, gebratenen Süßkartoffeln und Avocado
Sonntag


Historischer Kalbfleischtopf mit Zitronen, Anchovis und Oliven
Dessert


Mokkacreme mit Sahne
Extras


Norwegische Fastnachtsbrötchen - Fastelavnsboller

Mokkacreme mit einem Hauch von Zitrone und Sahne

Schokolade und Kaffee, diese Mischung mochte ich schon als Kindergartenkind, damals am liebsten in Form von Softeis. Heute gibt es das leider nicht mehr zu kaufen, die Eisdiele ist längst verschwunden. Zum Glück kann man jedoch Kaffee auch selbst mit Schokolade mischen und das ganze auch noch etwas spannender gestalten, zum Beispiel, indem man Zitrone oder Orange ergänzt. Die Schale natürlich nur.

Dabei entsteht ein geschmacksintensives Festdessert mit einer cremig-leichten Konsistenz, das man in kleinen Portionen zum Beispiel nach einem Fleischessen genießen kann. In unserer mokkaliebenden Familie ein klarer neuer Dessertfavorit.

Mokkacreme mit einem Hauch von Zitrone und Sahne für 4 kleine Portionen

Zutaten:

  • 1 Blatt Gelatine
  • 1 dl Milch (mind. 3,5 % Fett)
  • ca. 125 g dunkle Schokolade (wir: 50 g Schokolade mit 50% Kakao, 75 g mit 70 % Kakao)
  • 2 leicht gehäufte TL Instant Espressopulver
  • ca. 1 EL brauner Zucker
  • 1 dl Sahne
  • 1 dl Sahne
  • 1 TL Vanillezucker
  • etwas fein gehackte Zitronenschale von 1 Bio-Zitrone
  • Zesten von ca. 1/2 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Die Blattgelatine in kaltem Wasser für ca. 5 Minuten einweichen.

Milch, Schokolade, Espressopulver und braunen Zucker in einem Topf mischen und so lange erwärmen, bis die Schokolade geschmolzen ist.

Die Gelatine leicht ausdrücken und in der warmen Schokoladenmasse auflösen.

Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dabei regelmäßig im Topf rühren, damit die Creme nicht am Topfboden bereits fest wird.

Die Sahne aufschlagen und unter die Creme mischen. Sofort in Portionsschälchen füllen und kühl stellen.

Kurz vor dem Servieren die “Deko”-Sahne zusammen mit dem Vanillezucker und etwas fein abgeriebener Zitronenschale steif schlagen.

Die Mokkacreme mit einem Klecks Sahne versehen und mit einigen Zesten einer Bio-Zitrone garnieren.

Wochenmenü 7/2017

Höchste Zeit für das Planen der nächsten Woche nach einem spannenden Winterwochenende. Gestern konnten wir im Skigebiet Nassau beim Internationalen Schlittenhunderennen jede Menge Huskies in voller Fahrt erleben. Natürlich haben wir auch Hunde gestreichelt, Gespanne angefeuert und generell nochmals den Schnee genossen.

Heute morgen überraschte uns dann ein ganz anderer Gast in unserem Garten. Nach lautem Getschilpe “unserer” Vögel, einem aufgeregt umherflatternden Eichelhäher und einer nervös hin und her hopsenden Amsel, nahmen wir doch das Fernglas zur genaueren Situationsuntersuchung zur Hand. Und, was stellte sich heraus? Ein Eichhörnchen saß quietschvergnügt in unserem Vogelfutterhäuschen und ließ sich sowohl Erdnüsse als auch Sonnenblumenkerne schmecken. Damit blieb den Vögeln nichts anderes übrig, als auf ihr Frühstück zu verzichten, bis das Hörnchen nach langen Minuten fertiggefuttert hatte.

So, damit jetzt nicht auch hier gleich noch Futterneid aufkommt, gibt es den Wochenmenüvorschlag für euch. Dienstag ist Valentinstag und vielleicht möchtet ihr ja eure/n Liebste/n mit einem gesunden “Chiapudding” zum Frühstück oder einem Stück Biskuitrolle am Nachmittag überraschen.

Montag


Herzhafter Linseneintopf
Dienstag

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Ofengebackene Fischfilets auf Apfel-Gemüsebett
Mittwoch

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Pasta à la puttanesca
Donnerstag

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Gebackenes Wurzelgemüse mit Honig und Gorgonzola
Freitag

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Vegetarische Burritos mit Guacamole und Tomatensalsa
Samstag


Keulchen oder auch Klitscher
Sonntag

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Rindswürfel-Bratkartoffelpfanne mit Brokkoligemüse
Dessert


Himbeer-Chiapudding mit Kokos und Mandelmilch
Extras


Möhrenkuchen-Biskuitrolle mit Frischkäsecreme

Möhrenkuchen-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Letzten Samstag feierten meine Eltern ihren 5x. (genaue Zahl darf ich nicht bekanntgeben) Hochzeitstag. Dafür hatten sie sich eine Torte gewünscht, die aber eigentlich nicht wie eine richtige Torte sein sollte. Das heißt, man soll das Gefühl haben, man isst Torte, ohne dass das einzelne Stück gar so mächtig und schwer wie eine richtige Torte ist. Hmmm, solch “komischen” Ansprüchen genügt zum Beispiel eine luftig lockere Biskuitrolle oder Windbeutel wären natürlich auch eine Möglichkeit gewesen. Die fielen mir jedoch erst später ein, da hatte ich längst mein Auge auf diese Möhren-Biskuitrolle (im Original hier) geworfen.

Passend ungewöhnlich, mit der frischen süß-säuerlichen Frischkäsecreme typisch norwegisch und angenehm winterlich. Perfekt! Übrigens nicht nur für Hochzeitstage, sondern auch für den Valentinstag gut geeignet. Einfach und schnell herzustellen ist diese “Torte” jedenfalls, so dass sie sogar mitten in der Woche abends zu bewerkstelligen ist.

Möhren-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Zutaten Boden:

  • 3 Eier, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker
  • 100 g geriebene Möhren
  • 70 g Mehl
  • 50 g Kartoffelmehl
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 knapper TL Zimt
  • 1 TL Backpulver

Zutaten Creme:

  • 200 g neutraler Frischkäse
  • 70 g Butter, zimmerwarm
  • 120 g Puderzucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • ca. 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Für den Boden Eier und braunen Zucker schaumig schlagen. Das dauert einige Minuten.

Backpulver, Mehl, Kartoffelmehl, Zimt und Vanillezucker miteinander vermischen und in die Ei-Zucker-Masse sieben. Vorsichtig unterheben bis der Teig klümpchenfrei ist. Dabei jedoch nicht die ganze Luft aus dem Teig herausrühren.

Zum Schluss die geriebenen Möhren gleichmäßig untermischen.

Den Biskuitteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Dabei aufpassen, dass der Teig möglichst an allen Stellen gleich dick ist.

Den Boden im vorgeheizten Backofen bei 175 °C mit Ober- und Unterhitze für 15 – 20 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist. Wir haben ein recht großes Backblech, da waren 15 Minuten Backzeit ausreichend.

Den Boden kurz auskühlen lassen, danach auf Backpapier umdrehen und das Backpapier von der Unterseite vorsichtig abziehen. Das geht einfacher als man erwarten würde, wenn der Boden noch warm ist. Den Boden danach vollständig auskühlen lassen.

Für die Frischkäsecreme die weiche Butter mit dem Puderzucker zu einer hellen Masse verrühren. Den Frischkäse hinzufügen und untermischen. Das geht mit einem Handrührgerät am besten. Danach Vanillezucker und Zitronensaft unterrühren und die streichfeste Creme süß-säuerlich abschmecken.

Etwa 2/3 der Creme auf dem Boden verstreichen und diesen daran anschließend eng zusammenrollen.

Die Rolle nun außen mit der restlichen Creme bestreichen und nach Anlass sowie individuellen Vorlieben mehr oder weniger minimalistisch verzieren.

Die Rolle hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Tage wunderbar frisch.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst

Kurz vor der letzten Wochenmenüplanung kamen wir am Familientisch zu der Erkenntnis, dass wir trotz des, verglichen mit anderen Jahren, langen Winters bisher noch nicht einmal einen richtigen herzhaften Linseneintopf gegessen hatten. Da das laptop gerade in Reichweite stand (nein, das ist keine gute Angewohnheit, dass es mit auf dem Familientisch steht), blätterte ich fix auf der Suche nach Inspiration durch meine inzwischen beinahe unendlich lange Linksammlung zu Fotos und Rezepten, auf die ich im Laufe der Zeit gestoßen bin.

Beim diesem Eintopf, im Original hier bei Chili und Ciabatta verbloggt, blieben wir hängen. Er hörte sich so hervorragend an, dass ich ihn mit nur wenigen Mengenänderungen direkt nachgekocht habe. Er wärmt richtig gut durch, ist ausgewogen würzig und lohnt das Nachkochen.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst für 3 Personen

Zutaten:

  • 190 g braune Tellerlinsen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 750 ml Rinderbrühe (am besten selbst hergestellt aus ausgekochten Knochen)
  • 1 größere Kartoffel (ca. 100 g)
  • 1 Stück Porree (ca. 100 g)
  • 1 große Möhre (ca. 100 g)
  • ca. 50 g Knollensellerie
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Majoran
  • getrocknete Chiliflocken
  • 120 g Debrecziner, alternativ Cabanossi
  • Schalenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 – 2 EL heller Balsamico-Essig (oder mehr, wir mögen Linsen nicht so sauer)
  • frische, gehackte Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Linsen für mehrere Stunden in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser danach weggießen.

Das Gemüse, die Zwiebel und die Knoblauchzehe putzen, schälen und in Würfel bzw. kleine Stücke schneiden.

Etwas Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauchzehe anbraten, bis die Zwiebel glasig geworden ist. Das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitbraten. Danach die abgetropften Linsen zusammen mit der Rinderbrühe ergänzen und alles für 20 – 30 Minuten abgedeckt köcheln lassen (Kochzeit richtet sich nach der Einweichzeit und der Zubereitungsbeschreibung der Linsen auf der Verpackung).

In einer Pfanne ebenfalls etwas Olivenöl erhitzen und darin die Gemüsewürfel bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten anbraten, jedoch nicht nennenswert bräunen. Dabei mit Salz, Pfeffer, Majoran und getrockneten Chiliflocken würzen.

Die Wurst in Scheiben schneiden.

Angebratenes Gemüse und Wurst zu den Linsen geben und für weitere 5 Minuten durchziehen lassen. Dabei mit Essig und Zitronenschale sowie ggf. etwas Salz abschmecken.

Mit gehackter Petersilie bestreuen und genießen.