Apfel-Zimtschnecken oder besser -knoten

IMG_7166Mit einem Keller voller Apfelstiegen und Lust auf duftende, luftig-weiche, norwegische Zimtschnecken, lag die Entstehung der Apfel-Zimtschnecke oder besser des Apfel-Zimtknotens nicht so fern. Und hier sind sie also, unsere Knoten. In einer Vorversion hatten wir sie bereits in richtiger Schneckenform gebacken, dabei jedoch Probleme mit herausfallender Füllung und sich auftrennender Schneckenringe gehabt. Das war nicht so toll, daher sind wir jetzt zur traditionell norwegisch, schwedischen Verknotung der süßen Hefeteiggebäcke übergegangen. Diese halten wesentlich besser zusammen als Schnecken, sehen cool aus, finden wir jedenfalls und sie behalten die Füllung dort, wo man sie haben möchte. Wie man diese nun herstellt, lässt sich nicht so sehr gut beschreiben, deshalb gibt es hier einen link zu einem Video, das das richtige Verdrehen zeigt. Ein kleiner Tipp noch: lasst bloß kein Teigende in der Mitte nach oben stehen, sonst ähneln die Knoten schnell etwas anderem :-).

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Apfel-Zimtknoten (ca. 25 Stück) 

Zutaten Teig:

  • 1 kg Weizenmehl (550)
  • ca. 5,5 dl Milch (etwa 25 °C warm)
  • 25 g Frischhefe
  • 140 g Zucker
  • 1,5 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei (Größe L)
  • 150 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Füllung:

  • 4 mittelgroße, säuerliche Äpfel
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker, je nach Süße der Äpfel evtl. weniger, unsere sind noch sehr sauer
  • 1 EL Zimt

Zutaten Fertigstellung:

  • 1 Ei zum Bestreichen
  • evtl. Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Für den Teig das Mehl mit den weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter und 1/2 dl Milch in einer Schüssel vermischen. Den Teig nun von Hand ca. 10 Minuten kneten, dabei ggf. die restliche Milch zugeben, um einen mittelfesten, wenig klebenden Teig zu erhalten.

Die Butter in kleine Stückchen schneiden und auf dem Teig verteilen. Nun die Butter für weitere ca. 10 Minuten in den Teig einkneten. Diese Methode erscheint vielleicht zunächst ungewöhnlich, liefert jedoch sehr flaumig, lockere Hefegebäcke. Abgeschaut habe ich sie mir aus dem Backbuch von Morten Schakenda, der in Lom eine kleine, aber feine Bäckerei betreibt.

Nun den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) für 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen. Dabei sollte sich das Teigvolumen ungefähr verdoppeln. Je kälter die Temperatur, um so länger benötigt der Teig zum Aufgehen, daher sollte man ihm mehr Zeit lassen, wenn man die 24 °C nicht erreichen kann.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Zucker und dem Zimt vermengen. Die Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch reiben.

Wenn sich der Hefeteig entsprechend vergrößert hat, dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz ausstoßen und zu einem großen Rechteck ausrollen. Das Rechteck nun gedanklich in drei Streifen einteilen. Den mittleren Streifen nun mit der Hälfte der Zimt-Zucker-Butter bestreichen und mit der Hälfte der Apfelschnitze bestreuen. Jetzt einen der beiden Seitenstreifen auf den Mittelstreifen klappen und mit dem Nudelholz erneut etwas breit rollen. Darauf nun die andere Hälfte der Füllung verteilen und den anderen Seitenstreifen daraufklappen. Erneut etwas ausrollen. Beim Verteilen der Apfelschnitze nicht den durch das Reiben entstandenen Fruchtsaft mit verwenden, sonst wird die Füllung zu feucht und beim Knoten schwer zu handhaben.

Jetzt hat man 3 Teigschichten mit 2 Füllungsschichten dazwischen erhalten. Um zu den Knoten zu kommen folgt man am besten diesem Video oder probiert eine eigene Verknotungsweise. Aufpassen sollte man, dass alle Stücke ungefähr gleich groß werden, damit keine unterschiedlichen Backzeiten entstehen.

Kurz beschrieben schneidet man den gefalteten Teig mithilfe eines Pizzarollers in 25 ungefähr gleich große Streifen. Diese verdreht man dann zu einer Art Kordel. Diese Kordel wickelt man zu einer Schnecke, wobei man das letzte Teigende unter die Schnecke legt und dort etwas festdrückt, damit der Knoten während des Backens zusammenhält.

Die Knoten mit einem Tuch abgedeckt erneut für 30 – 45 Minuten gehen lassen, bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben. Unmittelbar vor dem Backen die Apfel-Zimtknoten mit dem verquirlten Ei bestreichen und ggf. mit Hagelzucker bestreuen.

Die Teiglinge nun im gut vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine schöne braune Färbung auf der Oberseite angenommen haben. Die Apfel-Zimtknoten auf einem Rost unabgedeckt auskühlen lassen.

Alle Exemplare, die man nicht am gleichen Tag essen möchte, frostet man am besten nach dem Backen ein. Bei Bedarf können sie dann aufgetaut und im Backofen mit Umluft bei 150 °C für 3-4 Minuten wieder aufgewärmt werden. Dadurch werden sie wieder wie “neu”.

Dann genießt mal das Nebelwetter mit einem frischen, warmen Apfel-Zimtknoten, am besten zusammen mit einem heißen Kaffee oder Tee.

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One thought on “Apfel-Zimtschnecken oder besser -knoten

  1. Pingback: Norwegische Zimtschnecken – kanelboller | scheckenlaks

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