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Schoko-Granola mit Nüssen, Mandeln und Leinsamen

Unser bisher veröffentlichtes Lieblingsgranolarezept erfreut sich nicht nur bei uns, sondern auch in der gesamten Verwandt-, Bekannt- und Nachbarschaft großer Beliebtheit. Leider wird es jedoch von dieser nur selten selbst hergestellt, da offenbar die umfangreiche Zutatenliste abschreckt. Das ist natürlich gut für uns, so haben wir immer kleine Weihnachts-, Oster- und Geburtstagsgeschenke :-).

Trotzdem möchten wir jedoch eigentlich, dass noch mehr von euch, sich dazu verleiten lassen, ihr eigenes Granola herzustellen. Vielleicht klappt das ja mit dem folgenden Rezept. Weniger Zutaten, kürzere Backzeit und dazu noch Schokoladengeschmack, wenn sich das nicht gut anhört.

Wir sind jedenfalls begeistert, auch wenn es durch das Schokopulver ein bisschen ungesünder ist als unser Lieblingsgranola. Es passt hervorragend zu griechischem Joghurt oder leicht säuerlichen Fruchtjoghurts bzw. -quarkspeisen. Zitrone oder Himbeere oder Erdbeere harmonieren sehr gut mit dem leichten Schokogeschmack des Granolas. Am besten, ihr probiert es selbst aus.

Bei dem Rezept habe ich mich an diesem norwegischen blog orientiert, jedoch noch Walnüsse hinzugefügt und ein anderes Öl benutzt.

Schoko-Granola mit Nüssen, Mandeln und Leinsamen (ca. 1/2 Backblech)

Zutaten:

  • 2 dl Mandeln, grob gehackt
  • 1 dl Haselnüsse, grob gehackt
  • 1 dl Walnüsse, grob gehackt
  • 1 dl Leinsamen (wir: Leinsamen gold)
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Walnussöl
  • 4 EL Schokoladenpulver, möglichst dunkel und zuckerarm
  • evtl. einige Tropfen Stevia
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Mandeln und Nüsse in einem Mixer grob hacken. Danach mit dem Leinsamen mischen.

Die Butter schmelzen. Öl, Salz und Kakaopulver hinzufügen und gut verrühren. Je nach Süße des Schokoladenpulvers und eurem individuellen Geschmack, evtl. noch ein paar Tropen Stevia hinzufügen. Wir haben 5 – 6 Tropfen ergänzt, da wir das Granola meist zu wenig gesüßtem Joghurt essen.

Nun die Kakaomasse über die Nüsse, Mandeln und den Leinsamen gießen und alles sehr gut vermischen. Auf einem Backblech verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 150 °C auf der mittleren Schiene mit Ober- und Unterhitze für ca. 30 Minuten backen. Dabei nach 15 Minuten einmal das Granola “wenden”. Die Backzeit ist sehr von den Eigenschaften des Ofens abhängig, daher unbedingt gegen Ende der 30 Minuten nachsehen, damit nichts verbrennt.

Das Granola auf zum Beispiel griechischem Joghurt, Zitronenjoghurt, Bananenquark, Erdbeer-Minz-Joghurt oder Himbeerjoghurt genießen.

Gesunder Brei: Quinoa, Hirse, Buchweizen mit Apfel und Gojibeeren

img_2884Schon lange sind wir auf der Suche nach gesunden Süßspeisen bzw. einem richtig guten “grøt” (Brei). Die Dänen und Norweger haben uns da einiges voraus mit Kopenhagens “Grødbar” , verschiedenen trockenen Fertigmischungen sowie vielerlei Rezepten. Nach einigem experimentieren mit u. a. Amaranth, der nicht unser Freund geworden ist, haben wir jetzt endlich auch unseren ultimativen “Gesundheitsbrei” gefunden.

Er schmeckt angenehm nussig, sättigt aufgrund seiner langsam verdaulichen Kohlehydrate lange, ist glutenfrei, enthält einen Teil Protein, viele Mineralstoffe und geht zusätzlich auch noch unseren Apfelvorräten an den Kragen. Die geriebenen Äpfel steuern eine leichte Säuerlichkeit, Frische und Vitamine bei. Die Gojibeeren mussten einfach mit aufs Foto, sind sie doch zurzeit einer der Superfoodstars. Wer keine hat, nimmt Rosinen, hier geht es eigentlich mehr darum, dem Brei etwas Zucker zukommen zu lassen.

Wir haben den Gesundheitsbrei an unserem Süßspeisentag als richtige Mahlzeit gegessen, als Frühstück eignet er sich ebenso gut, vorausgesetzt man hat genug Zeit dafür.

Gesunder Brei: Quinoa, Hirse, Buchweizen mit Apfel und Gojibeeren für 4 Personen

Zutaten:

  • 1,5 dl Quinoa
  • 1,5 dl Hirse
  • 1,5 dl Buchweizen, ganz
  • 3 EL gehackte Mandeln
  • 3 EL gequetschter bzw. geschroteter Leinsamen
  • 2 Pr. Salz
  • 8 dl Wasser
  • ca. 4 dl Milch (alternativ Wasser)
  • ca. 1 TL Zimt
  • 3 mittelgroße Äpfel, gerieben
  • 1 Apfel in Scheiben
  • 4 EL Gojibeeren (alternativ Rosinen)
  • evtl. etwas Zimt und Zucker oder Honig

Zubereitung:

Am Abend vorher Quinoa, Buchweizen und Hirse mischen und mit kochendem Wasser übergießen. Etwa eine Minute ziehen lassen, danach in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser nochmals abspülen. Diese Prozedur entfernt einen Teil der im Quinoa enthaltenen Saponine (Bitterstoffe) sowie Gerbstoffe, die auch in Hirse und Buchweizen zu finden sind. Dadurch wird der Brei milder und ist für unseren Körper besser verdaulich.

Nun Mandeln, Leinsamen und Salz dazugeben und die Mischung mit 8 dl kochendem Wasser in einem Topf übergießen. Abdecken und über Nacht quellen lassen. Diese Prozedur verkürzt die Kochzeit am nächsten Tag.

Am “Kochtag” den Brei mit zunächst 3 dl Milch und dem Zimt zum Kochen bringen und für 15 – 20 Minuten köcheln lassen. Evtl. mehr Milch hinzufügen, je nachdem, welche Konsistenz ihr bevorzugt.

3 Äpfel grob reiben, den vierten in Scheiben schneiden.

Kurz nach Ende der Kochzeit die geriebenen Äpfel in den Brei einrühren. Sie sollen jedoch nicht mit gekocht werden.

Den Brei mit den Apfelscheiben belegen, Gojibeeren darüber streuen und mit etwas flüssigem Honig oder Zimt und Zucker versehen. Den Herbst gesund genießen.

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Gesunde herzhafte Muffins für die Brotbüchse

IMG_2356Herzhafte Muffins mit vielen gesunden Zutaten für unterwegs, damit man beim Wandern, in der Schule oder beim Ausflug ordentlich Energie bekommt, ohne dass man so eine “langweilige” belegte Schnitte mitnehmen muss. Sie sind schnell hergestellt und schmecken sowohl kalt als auch warm ganz ausgezeichnet.

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Gesunde herzhafte Muffins für die Brotbüchse (12 – 14 Stück)

Zutaten:

  • 4 Eier (Größe L)
  • 4 dl Vollkorn-Haferflocken (kernig)
  • 400 g Magerquark
  • 150 – 200 g magerer Kochschinken
  • 150 g Mozzarella
  • 1 Avocado
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Paprika
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • getrocknete Chiliflocken

Zubereitung:

Die Eier leicht miteinander verschlagen. Haferflocken und Quark unterrühren. Den Schinken in kleine Stücke schneiden, den Mozzarella grob raspeln oder kleinschneiden. Avocado und Paprika würfeln, die Knoblauchzehen fein hacken und die Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden.

Nun alles in den Teig einrühren und nicht zu schwach mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Chiliflocken würzen. Am besten ist es, den Teig zu kosten.

Das Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden und den Teig darin gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 220°C auf der 2. Schiene von unten (Ober- und Unterhitze) für  25 – 30 Minuten backen. Abkühlen lassen und ggf. im Kühlschrank lagern, bis sie in die Brotbüchse dürfen. Sie schmecken kalt ganz hervorragend, wenn sie ausreichend gewürzt hat.

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Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse

IMG_2377Keine Lust auf mehr oder weniger sommerwärmegeschädigte belegte Schnitten für unterwegs? Keine Lust darauf, überteuerte und meist vollständig ungesunde Snacks von der Frittenbude oder ähnlichen Essensanbietern zu kaufen? Dann sind diese Mini-Frittatas vielleicht etwas für euch. Man könnte sie übrigens auch als herzhafte Eiermuffins bezeichnen.

Sie enthalten neben besagten Eiern weitere gesunde und nährstoffliefernde Zutaten. Sie schmecken ausgezeichnet und haben genug Transportstabilität für die Brotbüchse. Kombiniert mit etwas frischem Gemüse und / oder Obst ist der Ausflug oder der Schultag schwuppdiwupp mit einer spannenden Alternative zum klassischen Brot essenstechnisch abgedeckt.

Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse (8 Stück)

Zutaten:

  • 5 große Eier (Größe L)
  • 100 g TK-Spinat oder frischer Babyspinat
  • 200 g Cottage Cheese (körniger Frischkäse)
  • 2 – 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL gehackte Petersilie
  • ca. 1 EL gehackter Dill

Zubereitung:

Zuerst den frischen Spinat waschen und verlesen. Danach mit heißem Wasser überschütten, abtropfen lassen und ausdrücken, damit nicht die gesamte Flüssigkeit in den Muffins landet. Grob hacken.

TK-Spinat vollständig auftauen lassen und mit den Händen etwas ausdrücken, damit etwas Flüssigkeit entfernt wird.

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Röllchen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.

In einer Schüssel alle Zutaten miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Mischung abschmecken.

Ein Muffinblech mit 8 Papiertüllen auslegen und den Teig darin gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 20 – 25 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie beim vorsichtigen Wackeln am Blech auch in der Mitte eine feste Oberfläche aufweisen.

Die Mini-Frittatas auskühlen lassen und im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose bis zum Verzehr bzw. zur Mitnahme in der Brotbüchse aufbewahren.

Erdbeer-Buttermilch Smoothie

IMG_1920Gestern konnte ich einfach nicht an den schönen, dunkelroten Erdbeeren im Supermarkt vorbeigehen. So landeten sie bei uns zu Hause im Kühlschrank. Den ersten Teil der bereits gut schmeckenden Erdbeeren haben wir uns zum gemütlichen Frühstück gegönnt, der zweite ist in diesen Smoothie gewandert, den wir nach dem Training in der Sonne sitzend genossen haben. Stark zu empfehlen.

Erdbeer-Buttermilch Smoothie (3 Gläser)

Zutaten:

  • 500 ml Buttermilch
  • 350 g Erdbeeren, kühlschrankkalt
  • 3 EL zarte Haferflocken
  • 10 g geschmacksneutrales Proteinpulver (kann man natürlich auch weglassen)
  • 2 TL echter Vanillezucker
  • evtl. einige Tropfen Stevia

Zubereitung:

Erdbeeren waschen und putzen.

Alle Zutaten mit einem Mixer oder Stabpürierer zu einem Smoothie verarbeiten.

Je nach Süße der Erdbeeren evtl. noch etwas Stevia zugeben und schon kann man den Smoothie in der Sonne sitzend genießen.

Chia und Kokos mit Mandelmilch und Himbeeren zum Frühstück

IMG_1387Chia-Pudding mit Kokos und Himbeeren zum Frühstück hört sich fast an wie “Himbeereis zum Frühstück” und ja, da gibt es eine entfernte Verwandtschaft. Diese Variante hier ist nur ein ganzes Stück gesünder.

Wer jetzt bei dem Wort Pudding gleich denkt: “Ich hab doch morgens nicht noch Zeit, einen Pudding zu kochen!” Nein, die haben wir auch nicht. Zum Glück wird dieser Pudding weder gekocht, noch mit viel Zucker versehen. Er wird abends ganz einfach zusammengerührt, um dann die Nacht im Kühlschrank zu verbringen. Dabei sind die Chiasamen mit Ausquellen beschäftigt, so dass die flüssige Masse an Festigkeit gewinnt und eine brei- oder eben puddingartige Konsistenz annimmt. Morgens muss dann nur noch die Kühlschranktür geöffnet, ein Löffel herzugeholt und gegessen werden. Wer dazu auch keine Zeit hat, tja, dem kann ich auch nicht helfen.

Unsere Schälchen sind am Valentinstag fotografiert worden, daher das “Herzdesign”. Vielleicht noch ein Wort zur Mengenangabe. Ich bin kein ausgeprägter Frühstücksmensch, der Rest meiner Familie isst gern noch etwas Brot zum Pudding. Möchtet ihr nur von dem Pudding satt werden, würde ich vermuten, dass die unten angegebene Menge nur für 2 Personen reicht.

Chia und Kokos mit Mandelmilch und Himbeeren zum Frühstück für 4 Personen

Zutaten:

  • 250 g TK oder frische Himbeeren
  • 4 EL Chiasamen
  • 4 EL Kokosflocken
  • 330 ml Mandelmilch oder Kokosmilch
  • ca. 2 TL echter Vanillezucker oder das von euch bevorzugte Süßungsmittel
  • einige frische Beeren, gehackte Mandeln, Kokosflocken oder ähnliches als Topping

Zubereitung:

TK Himbeeren auftauen lassen. Danach die Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken.

Chiasamen, Kokosflocken und Mandelmilch gut miteinander verrühren. Es dürfen sich dabei keine Klumpen bilden.

Die Himbeeren ebenfalls unterrühren. Mit Vanillezucker abschmecken. Dabei kommt es natürlich auf die Süße der Himbeeren sowie die verwendete Milch an. Gekaufte Mandelmilch enthält häufig bereits eine ziemliche Menge Zucker, so dass eine zusätzliche Zuckerzugabe entfallen kann.

Die Schale abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank zum Ausquellen stellen. Dabei wird der “Pudding” deutlich fester.

Am nächsten Morgen nur noch das gewünschte Topping auf den Schälchen verteilen und genießen. Unsere Variante ist vom Valentinstag geprägt.

Mandelmilch – selbst hergestellt

IMG_1381Mit zunehmender Anzahl von Veganern und Kuhmilchallergikern (echten oder gefühlten), ist Pflanzenmilch als Ersatz auf dem Vormarsch. Eine relativ junge und wie ich finde ganz leckere Variante ist dabei Mandelmilch. Aber: Bei einem Verkaufspreis von 2,50 € pro Liter zucke ich dann gern schon mal zusammen, besonders wenn der Mandelanteil nur 2 % beträgt. Und gleich noch ein Aber: die Zutatenliste auf der Rückseite der Packung führt meist noch deutlich mehr Inhaltsstoffe auf, als man von so einer Mandelmilch erwarten würde, so zum Beispiel Stabilisatoren, Emulgatoren und künstlich zugesetzte Vitamine (wer braucht denn sowas?). Zudem ist häufig eine ganze Menge Zucker enthalten, auch wenn Mandelmilch komplett ohne Süßungsmittel tatsächlich gewöhnungsbedürftig schmeckt, würde ich gern über die Menge des Zuckers selbst entscheiden.

Genügend Gründe also die Mandelmilch selbst herzustellen. Das ist nicht schwierig, man benötigt jedoch einen leistungsfähigen Mixer. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man zerschlägt eine bestimmte Menge Mandeln zusammen mit Wasser und etwas Zucker, so wie man es bei einem Smoothie machen würde. Dann behält man allerdings die restlichen Festbestandteile in der Milch. Das mag nicht jeder.

Alternativ kann man auch richtige Milch ohne Mandelreste herstellen.

Mandelmilch – selbst hergestellt (ca. 750 ml)

Zutaten:

  • 200 g Mandeln
  • ca. 750 ml Wasser
  • ggf. 1 – 1,5 TL Zucker oder eine entsprechende Menge anderer Süßungsmittel

Zubereitung:

Die Mandeln in reichlich kaltem Wasser über Nacht oder für 8 – 10 Stunden einweichen. Das Wasser danach abgießen.

Mandeln mit dem frischen Wasser (ca. 750 ml) und ggf. etwas Zucker mischen und in einem leistungsstarken Mixer zerschlagen, bis man eine weiße Flüssigkeit erhalten hat. Das hat bei mir ca. 2 – 3 Minuten gedauert.

Nun die Milch durch ein Leinensäckchen oder ähnliches filtern. Dabei das Säckchen gut auspressen, so dass eine relativ trockene Mandelmasse zurückbleibt.

Die Milch in ein Gefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Ich würde sie innerhalb von 2 – 3 Tagen aufbrauchen. Ähnlich wie bei Kokosmilch setzen sich festere Bestandteile der Milch ab, so dass man vor der Verwendung die Flasche gut schütteln sollte. Tja, und das war es schon mit der Herstellung von Mandelmilch.

Jetzt hat man noch Mandelmasse aus dem Leinensäckchen übrig. Diese kann man entweder wie herkömmliche gemahlene Mandeln frisch weiterverwenden und daraus zum Beispiel Kuchen oder Kekse backen. Alternativ kann man die Mandelmasse auch auf einem Blech ausbreiten und im Backofen bei 80 °C (Umluft) für etwa 1,5 Stunden trocknen. Dann erhält man so etwas wie Mandelmehl, allerdings noch mit Schalenbestandteilen. Wenn es richtig trocken ist, hält es sich in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank für mehrere Wochen.

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Proteinreiche Bananenpfannkuchen mit Haferflocken

IMG_1174Richtig gute Bananenpfannkuchen für Sportler sind das, viel Eiweiß, kein zugesetzter Zucker, kein Weißmehl, stattdessen Haferflocken. Was will man mehr? Doch, man will mehr. Zeitsparend und einfach herzustellen müssen sie sein und wenige Zutaten umfassen. Ok, auch diese Kriterien erfüllen die Bananenpfannkuchen leicht. Der dickflüssige Teig klebt gut zusammen, so dass sie beim Braten deutlich leichter zu wenden sind als die bisher auf dem scheckenlaks veröffentlichten Banana-Pancakes.

Bleibt noch die Frage, wo ich dieses Rezept aufgegabelt habe. In einem lustigen norwegischen Kochbuch, das “Gull i munn” (Gold im Mund) heißt. In ihm werden nicht nur Ernährungshinweise für Sportler gegeben, sondern es sind auch eine Vielzahl von Lieblingsrezepten norwegischer Spitzensportler abgedruckt. Die Bananenpfannkuchen hat Aksel Lund Svindal (Skirennläufer) beigesteuert.

Jetzt müsste nur noch jemand ordentlich viel Schnee ins Erzgebirge schicken, damit wir die Wirkung der Pfannkuchen auf unsere Skifahrkünste ausprobieren können. Vielleicht wird man damit ja noch ein bisschen schneller?

Proteinreiche Bananenpfannkuchen mit Haferflocken für 4 Personen (ca. 16 Stück)

Zutaten:

  • 3 dl Vollkorn-Haferflocken
  • 3 mittelgroße, möglichst reife Bananen
  • 6 Eier
  • 1 gute Pr. Salz
  • evtl. 1/2 TL Zimt
  • evtl. 1/2 TL Kardamom
  • ca. 2 TL Butter zum Braten (1/2 TL je Pfanne)

Zubereitung:

Bananen schälen und in grobe Stücke schneiden.

Alle Zutaten mit Ausnahme der Butter in eine Schüssel geben und mit einem Stabmixer zu einem recht dickflüssigen Teig pürieren. Wer weder Zimt noch Kardamom im Haus hat oder diese Gewürze nicht mag, lässt sie einfach weg.

Etwas Butter (ca. 1/2 TL je Pfanne) in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Pfannkuchen von beiden Seiten braten, bis sie goldbraun geworden sind. Bei uns passten 4 Stück gleichzeitig in die Pfanne.

Das war es schon, fertig ist das Essen. Schneller und einfacher geht es eigentlich kaum, oder?

Gut eingepackt in Butterbrotpapier lassen sich die Bananenpfannkuchen ohne Weiteres bis zum nächsten Tag aufbewahren. Kalt schmecken sie nämlich auch richtig gut.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar

IMG_1062Diese lichtgelben schwedischen mit Marzipan gefüllten Schnecken sind gewissermaßen die “neureichen Luxusverwandten” der gewöhnlichen lussekatter. Letztere durften sich zwar auch schon in einem der teuersten Gewürze der Welt, dem Safran, wälzen, mussten dafür jedoch auf eine Füllung verzichten. Stattdessen wickelten sie sich kunstvoll zu verschiedenen Gebilden.

Ganz anders diese “Luxusschnecken” hier, die eigentlich Knoten heißen müssten und in ihrem Äußeren keinem traditionellen Muster folgen. Durch die Füllung werden sie sehr schön saftig und angenehm süß. Beim Teig habe ich mich an das altbewährte Zimtschneckenrezept hier auf dem blog gehalten, so dass auch diese Safranschnecken ausgesprochen locker und fluffig werden.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar (12 Stück)

Zutaten Teig:

  • 500 g Weizenmehl (550)
  • ca. 265 ml Milch (etwa 25 °C warm)
  • 12 g Frischhefe
  • 70 g Zucker
  • 0,5 g Safran
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • 75 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Füllung:

  • 40 g Zucker
  • 50 g Marzipan (mind. 50 % Mandelanteil)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • knapp 1 TL Zimt

Zutaten Fertigstellung:

  • 1 verquirltes Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Als erstes lohnt es sich, die Safranfäden zu zermahlen. Das geht am einfachsten, indem man die Fäden mit 1 TL Zucker vermischt und in einem Mörser pulverisiert. Den Schritt kann man natürlich weglassen, wenn man Safranpulver gekauft hat. Da wir keinen Mörser besitzen, haben wir die Fäden pur verwendet, weswegen unser Teig etwas “gefleckt” aussieht.

Für den Teig das Mehl mit den weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter in einer Schüssel vermischen. Den Teig nun von Hand ca. 10 Minuten kneten, bis man einen mittelfesten, wenig klebenden Teig erhalten hat.

Die Butter in kleine Stückchen schneiden und auf dem Teig verteilen. Nun die Butter für weitere ca. 10 Minuten in den Teig einkneten. Diese Methode erscheint vielleicht zunächst ungewöhnlich, liefert jedoch sehr flaumig, lockere Hefegebäcke.

Nun den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) für 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen. Dabei sollte sich das Teigvolumen ungefähr verdoppeln. Je kälter die Temperatur, um so länger benötigt der Teig zum Aufgehen, daher sollte man ihm mehr Zeit lassen, wenn man die 24 °C nicht erreichen kann.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Marzipan, dem Zucker und dem Zimt vermengen.

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Wenn sich der Hefeteig entsprechend vergrößert hat, dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz ausstoßen und zu einem großen Rechteck ausrollen. Das Rechteck nun gedanklich in drei Streifen einteilen. Den mittleren Streifen mit der Hälfte der Füllung bestreichen.

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Jetzt einen der beiden Seitenstreifen auf den Mittelstreifen klappen und mit dem Nudelholz erneut etwas breit rollen. Darauf die zweite Hälfte der Füllung verteilen und den anderen Seitenstreifen daraufklappen. Erneut etwas ausrollen.

Jetzt hat man 3 Teigschichten mit 2 Füllungsschichten dazwischen erhalten. Um zu den Knoten zu kommen folgt man am besten diesem Video oder diesem oder probiert eine eigene Verknotungsweise. Aufpassen sollte man, dass alle Stücke ungefähr gleich groß werden, damit keine unterschiedlichen Backzeiten entstehen.

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Kurz beschrieben schneidet man den gefalteten Teig mithilfe eines Pizzarollers in 12 ungefähr gleich große Streifen. Diese verdreht man dann zu einer Art Kordel. Diese Kordel wickelt man zu einer Schnecke, wobei man das letzte Teigende unter die Schnecke legt und dort etwas festdrückt, damit der Knoten während des Backens zusammenhält.

Die Knoten mit einem Tuch abgedeckt erneut für ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben. Unmittelbar vor dem Backen die Safranschnecken mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen.

Die Teiglinge nun im gut vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine schöne braune Färbung auf der Oberseite angenommen haben. Die Schnecken auf einem Rost unabgedeckt auskühlen lassen.

Alle Exemplare, die man nicht am gleichen Tag essen möchte, frostet man am besten nach dem Auskühlen ein. Bei Bedarf können sie dann aufgetaut und im Backofen mit Umluft bei 120 °C für 3-4 Minuten wieder aufgewärmt werden. Dadurch werden sie wieder wie “neu”.

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Nachgebacken: Doppelbrötchen

IMG_0772Seit etwa einem Jahr backen wir nahezu 100 % unserer Brote und Brötchen selbst. Das war nicht unbedingt eine freiwillige Wahl, eher eine Notmaßnahme, als die Qualität der Brötchen unseres Bäckers so tief gesunken war, dass wir mehrmals zwiebacktrockene, als “frisch” angepriesene Krümelmonster auf unserem samstäglichen Frühstückstisch vorfanden. Dafür wollten wir nicht nochmals Geld ausgeben, so dass der Backtagvorsatz in mir reifte.

Die Idee dazu hatte ich schon länger, hauptsächlich damit der einmal aufgeheizte Backofen und -stein nicht nur für eine Sorte Brot genutzt würde. Außerdem steht man damit nur alle 2 bis 3 Wochen einen Vormittag in der Küche, um die Familie mit Brot und Brötchen zu versorgen, sehr praktisch. Zugegeben, die ersten zwei Backtage waren hart oder zumindest gewöhnungsbedüftig, bis ich die Logistik im Griff hatte. Welcher Vorteig gehörte jetzt wohin?  Wie lange sollte der Teig nochmal gehen? Wie soll ich die beiden Teige eigentlich gleichzeitig kneten? Das waren zum Beispiel einige der Probleme. Ab dem dritten Tag lief es jedoch reibungslos mit wunderbarem “Backofenkino” und meist guten Ergebnissen.

Eines der Rezepte sind diese aromatischen Doppelbrötchen, die unserer Familie so gut schmecken, dass sie als einzige bei jedem Backtag mit dabei sein müssen. Der Teig ist ausnehmend gut zu verarbeiten und robust, so dass man ohne Probleme zwei Bleche nacheinander backen kann. Dass sie lecker schmecken, muss ich jetzt eigentlich nicht betonen, oder?

Die Quelle des Rezeptes sollte ich jedoch noch erwähnen. Die Doppelbrötchen stammen aus dem Brotbackbuch Nr. 1 von Lutz Geißler. Wer sich für das Brotbacken interessiert, sollte genau dieses Buch kaufen oder das Brotbackbuch Nr. 2 (für diese Werbung werde ich nicht bezahlt, ich bin also unabhängig).

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Doppelbrötchen (12 Stück)

Zutaten Vorteig:

  • 390 g Weizenmehl (550)
  • 270 g Wasser
  • 9 g Frischhefe
  • 9 g Salz

Zutaten Hauptteig:

  • Vorteig
  • 915 g Weizenmehl (550)
  • 210 g Wasser
  • 300 g Milch (3,8 % Fett)
  • 18 g Frischhefe
  • 18 g Salz
  • 18 g Zucker

Zubereitung:

Für den Vorteig alle Zutaten in einer Schüssel miteinander zu einem homogenen Teig vermischen. Die Schüssel luftdicht abschließen und für 1 Stunde bei 20 – 22 °C zur Gare stellen. Danach den Vorteig für weitere 48 Stunden bei 6 °C (unteres Fach im Kühlschrank) reifen lassen. Dabei vergrößert sich das Teigvolumen deutlich (mind. auf das Doppelte). Der Teig ist von vielen Blasen durchzogen.

Am Backtag den Vorteig so kalt wie er aus dem Kühlschrank kommt mit den weiteren Zutaten mischen (ca. 5 Min. auf der niedrigsten Stufe der Knetmaschine). Danach den Teig auf zweiter Stufe der Knetmaschine für weitere 8 Minuten kneten. Es entsteht ein straffer, fester, nicht klebender Teig.

Man kann den Teig auch sehr gut von Hand kneten. Dabei verlängert sich die Knetzeit nach dem Mischen jedoch auf ca. 15 Minuten.

Den Teig nun gut abgedeckt für 1 Stunde bei 24 °C gehen lassen. Dabei nach 30 Minuten den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsfläche dehnen und falten. Danach wieder zurück in die Schüssel geben und ihn weiter ruhen lassen.

Nun den Teig auf der sparsam bemehlten Arbeitsfläche kurz ausstoßen (durchkneten) und 24 Teiglinge zu je 85 – 90 g abstechen.

Die Teiglinge rundschleifen und paarweise mit dem Schluss nach unten und weitem Abstand zwischen den Brötchen auf Backpapier legen. Es entstehen 2 Bleche mit je 6 Doppelbrötchen. Die Rohlinge mit einem Tuch abdecken und für 45 – 60 Minuten bei 24 °C zur Gare stellen. Dabei vergrößern sich die Teiglinge deutlich.

Der Teig ist so robust, dass es kein Problem darstellt, wenn sich die Stückgare für das zweite Blech etwas verlängert.

Vor dem Backen die Teiglinge längs mit einem scharfen Messer etwa 1,5 cm tief einschneiden. Danach mit kaltem Wasser abstreichen.

Die Brötchen im gut vorgeheizten Backofen, am besten auf einem heißen Backstein, auf der zweiten Schiene von unten bei Ober- und Unterhitze und 230 °C für 10 Minuten anbacken. Dabei ordentlich Schwaden, zum Beispiel indem man Wasser auf ein mit vorgeheiztes Blech schüttet, nachdem man die Brötchen frisch auf dem Backstein platziert hat. Das Wasser verdampft und hält die Kruste der Brötchen geschmeidig, so dass sie ihr Volumen länger vergrößern können.

Nach 10 Minuten die Ofentür weit öffnen, den Dampf entweichen lassen und die Temperatur auf 210 °C senken. Die Brötchen für weitere 10 – 12 Minuten backen, bis sie die gewünschte Färbung angenommen haben. Damit die Kruste knusprig wird, die Ofentür in den letzten 3 – 4 Minuten einen Spalt öffnen.

Die Brötchen sofort nach dem Backen mit heißem Wasser abstreichen. Dadurch erhält die Kruste ihren Glanz. Danach auf einem Rost unabgedeckt auskühlen lassen.

Mit dem zweiten Blech ebenso verfahren.

Die abgekühlten Brötchen lassen sich problemlos einfrieren.

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