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Salat mit Spargel, Erdbeeren, Schinkenchips und Lakritzdressing

Ungewöhnliche Kombinationen? Für die sind wir immer zu haben, auch wenn sie manchmal nicht funktionieren. Diese hier war jedoch außerordentlich interessant und wirklich schmackhaft. Spargel und Schinken sowie Spargel und Erdbeeren sind schon lange als gute Partner bekannt, aber Lakritz im Dressing? Das war wirklich spannend. Dem Salat bringt es übrigens eine angenehm frische Note.

Gefunden habe ich das Rezept hier, jedoch sowohl den Salat als insbesondere auch das Dressing ganz erheblich abgewandelt. Im Original stimmen meiner Meinung nach die Mengenverhältnisse überhaupt nicht und zumindest mit unserem Lakritzpulver würde die Lakritzdosis viel zu hoch ausfallen. Das Lakritzpulver habe ich übrigens bei Johann Bülow auf dem Copenhagener Flughafen gekauft, alternativ kann man es auch im Internet bestellen (ich bin nicht gesponsert).

Salat mit Spargel, Erdbeeren, Schinkenchips und Lakritzdressing für 3 Personen

Zutaten:

  • Pflücksalat, z. B. Lollo Rosso
  • 1 große Handvoll Rucola
  • 1 Avocado
  • 9 Erdbeeren (oder mehr)
  • 30 g Schinkenchips
  • 1 kg weißer Spargel
  • ca. 1/2 TL Salz für das Spargelkochwasser
  • ca. 1/2 TL Zucker für das Kochwasser
  • etwas Zitronensaft (1/3 Zitrone) für das Kochwasser

Zutaten Dressing:

  • 100 g Ricotta
  • ca. 4 EL Saure Sahne (20 % Fett)
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zucker
  • 1/2 – 3/4 TL Lakritzpulver
  • einige frische Blätter Zitronenmelisse

Zubereitung:

Man beginnt am besten mit dem Dressing, damit es noch etwas durchziehen kann. Dafür die Zitronenmelisseblätter grob hacken und mit allen anderen Zutaten vermischen. Zunächst nur wenig Lakritzpulver zugeben, das Dressing soll schließlich nicht wie ein Lakritzbonbon schmecken, sondern nur eine interessante Note erhalten. Zum Schluss abschmecken, bis ihr die richtige Balance zwischen säuerlich, salzig, würzig und süß-lakritzig gefunden habt.

Danach den Spargel schälen, das untere holzige Ende abschneiden und die Stangen in ca. 1,5 cm lange Stücke schneiden. Je näher man der Spitze kommt, desto länger können die Stücke werden.

In einem Topf etwa 1 l Wasser mit Salz, Zucker und dem Zitronensaft zum Kochen bringen. Die Spargelstücke hineingeben und für ca. 5 Minuten kochen lassen, bis sie gar sind. Den optimalen Zeitpunkt findet man am besten durch das Kosten von einem dickeren Spargelstück heraus. Nun den Spargel aus dem Kochwasser nehmen und gut abtropfen lassen.

Den Salat waschen, trockenschütteln und in kleinere Stücke reißen. Die Avocado schälen, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren.

Den Salat zusammen mit dem Rucola, den Erbeeren, Schinkenchips, der Avocado sowie dem Spargel auf Tellern anrichten und mit dem Dressing beträufeln.

Alternativ zum Lakritzdressing passt zu diesem Salat sicher auch ein ganz normales Joghurtdressing.

Pasta mit vegetarischer Linsenbolognese

An Wochentagen essen wir in der Regel vegetarisch oder Fisch und kochen gern so, dass das Essen ziemlich schnell auf dem Tisch steht. Ich weiß, “schnell” ist relativ, ich habe es so definiert, dass 30 Minuten oder weniger aktiver Küchenzeiteinsatz dieser Kategorie entspricht. Soviel meiner eigenen Zeit ist mir die Mittagessenszubereitung auf jeden Fall wert.

Diese vegetarische “Bolognese” mit Linsen und Staudensellerie ist genau so ein Rezept, das unkompliziert in der Zubereitung ist und richtig gut schmeckt. Die Linsen ersetzen das Hackfleisch und liefern Eiweiß. Fenchel, Basilikum und Oregano lassen die Sauce angenehm würzig werden und schmecken nach Italien. Einfach, schnell, gut und somit perfekt für einen hektischen Wochenstart geeignet.

Pasta mit vegetarischer Linsen”bolognese” für 4 Personen

Zutaten:

  • 350 – 400 g (Vollkorn)Pasta / Spaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • 2,3 dl rote Linsen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 – 4 Stangen Staudensellerie
  • ca. 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • ca. 4 dl Gemüsebrühe
  • 2 TL Fenchelsamen, zerdrückt
  • ca. 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Oregano
  • 1 große Handvoll frisches Basilikum
  • geriebener Parmesan zum Bestreuen
  • 3 kleine Handvoll Rucola

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauchzehen und Staudensellerie putzen und in kleine Stücke schneiden. Fenchelsamen in einem Mörser zerkleinern. Die frischen Basilikumblätter von den Stielen zupfen und fein hacken.

Die Linsen unter fließendem, kaltem Wasser gut abspülen, danach abtropfen lassen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin anbraten, bis sie glasig geworden ist. Danach Knoblauchzehen und Staudensellerie hinzugeben und für wenige Minuten mitbraten lassen. Zuletzt die Linsen und den Fenchelsamen zufügen und ebenfalls 2 Minuten mitbraten.

Nun die Gemüsebrühe sowie die Dosentomaten in den Topf schütten, mit Zucker, frischem Basilikum, getrocknetem Oregano, Salz und Pfeffer würzen und abgedeckt für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Kochzeit richtet sich dabei nach der Garzeit der Linsen, diese ist auf der Verpackung angegeben. Wird die Sauce zu trocken, dann noch etwas mehr Gemüsebrühe / Wasser angießen.

Die Nudeln in gut gesalzenem Wasser gar kochen (Kochzeit siehe Verpackung).

Den Rucola waschen, abtropfen lassen und verlesen.

Die Sauce vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer, Basilikum und ggf. Zucker abschmecken.

Pasta mit der vegetarischen Linsenbolognese auf Teller geben und mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen. Rucola eignet sich sehr gut als frische, würzige Beilage.

Kartoffel Lauch Gratin mit gebratenem Lachs

Dieses Nebelpieselregenwetter ruft geradezu nach Wohlfühlessen an einem Freitag. Dieses Kartoffel-Lauch Gratin habe ich bei Chili und Ciabatta entdeckt und sofort, auch aufgrund unserer positiven Erfahrungen mit dem Sellerie-Pastinaken-Kartoffel-Gratin, auf meine Nachkochliste gesetzt. Ich habe hier und da ein paar kleine Änderungen eingefügt und anstelle von Fleisch gebratenen Lachs dazu kombiniert, was allen in der Familie sehr gut geschmeckt hat. Der Porree verleiht dem Gratin zusammen mit dem würzigen Käse einen ausgezeichneten Geschmack, so dass sich ein Nachkochen in jedem Fall lohnt. Einen extra Dipp o. ä. benötigt man nicht, da durch die Sahne-Milch Sauce des Gratins genug Saftigkeit zur Verfügung steht.

Kartoffel Lauch Gratin mit gebratenem Lachs für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Lachsfilet
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl und Butter zum Braten
  • etwas Dill zum Bestreuen
  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 3 Stangen Porree / Lauch
  • 2 kleine Möhren
  • 200 ml Schlagsahne
  • 100 ml Milch
  • 1 TL Gemüsebrühpulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • ca. 1 TL Paprikapulver
  • 40 g geriebener Bergkäse oder Parmesan
  • etwas Olivenöl zum Fetten der Gratinform

Zubereitung:

Zuerst die feuerfeste Auflaufform dünn mit Olivenöl auspinseln, damit später nichts kleben bleibt.

Die Kartoffeln und Möhren schälen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Den Lauch ebenfalls putzen, gründlich waschen und in ca. 1 cm breite Rollen schneiden.

Bergkäse und / oder Parmesan ggf. reiben.

Für die Sauce Milch, Sahne und Gemüsebrühpulver gut miteinander verquirlen und mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver sowie geriebener Muskatnuss herzhaft abschmecken.

Kartoffeln und Lauch im Wechsel in die Auflaufform einschichten. Die Möhren dazwischen streuen und alles etwas würzen.

Die Sahne-Milch Mischung darüber gießen.

Das Gratin im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 30 – 35 Minuten backen. Danach den darüberstreuen und für weitere 15 Minuten backen lassen, so dass der Käse etwas bräunt.

Während das Gratin fertigbäckt, die Lachsfilets zubereiten. Diese sollten vor der Verwendung möglichst vollständig aufgetaut sein. Die Stücke von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Filets von jeder Seite für etwa 3 – 4 Minuten braten. Sind die Stücke noch etwas gefroren, verlängert sich die Bratzeit. Gegen Ende der Bratzeit etwas Butter auf die Lachsfilets legen, das gibt extra Geschmack und Saftigkeit. Den Lachs vor dem Verzehr kurz ruhen lassen.

Die Lachsfilets mit etwas gehacktem Dill bestreuen und zusammen mit dem saftigen Gratin genießen.

Avocadosalat mit Orangen, Tomaten, Feldsalat, Feta und Ei

Die Sonne strahlt vom frühlingsblauen Himmel und wir laden mit diesem einfachen, gesunden Salat den Körper mit einer guten Dosis Vitaminen und Mineralstoffen auf. Die Avocado liefert gesundes Fett, die gekochten Eier sorgen für Eiweiß, so dass der Salat locker als leichtes Mittagessen daher kommen kann.

Denkbar einfach in der Zubereitung ist er außerdem, wodurch er perfekt in den Alltag passt. Die einzige Schwierigkeit bei diesem Salat besteht darin, dass man reife, weiche Avocados verwenden sollte und keine harten, da diese häufig einen leicht bitteren Geschmack aufweisen, was sich im Salat nicht sehr gut macht. Ansonsten ist dieser Salat tipptopp für einen noch etwas frühlingsmüden Körper.

Avocadosalat mit Orangen, Tomaten, Feldsalat, Feta und Ei für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 Orangen
  • 3 eher kleine Möhren
  • 2 Tomaten
  • ca. 15 Cherrytomaten
  • ca. 1/4 Porreestange, grüner Anteil
  • 2 große Avocados
  • 100 – 120 g Feta
  • 2 Handvoll Feldsalat
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 4 hart gekochte Eier
  • etwas Paprikapulver

Zubereitung:

Die Eier für ca. 8 Minuten kochen. Danach mit kaltem Wasser abschrecken, etwas abkühlen lassen, schälen und vierteln. Mit etwas Paprikapulver und Salz bestreuen.

Die Orangen schälen und filetieren. Den dabei entstehenden Saft in der Salatschüssel auffangen. Den nach dem Filetieren verbleibenden Orangenrest ebenfalls über der Salatschüssel auspressen.

Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Cherrytomaten halbieren und die beiden großen Tomaten in Scheiben schneiden. Das Stück Porreestange gründlich waschen und in dünne Ringe schneiden.

Die Avocados ebenfalls halbieren, den Stein mithilfe eines Messers entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben. Dieses in Stücke schneiden.

Den Feldsalat waschen, verlesen und gut abtropfen lassen. Den Feta würfeln.

Alle Salatzutaten miteinander vorsichtig vermischen und mit Salz, Pfeffer sowie Zitronensaft würzen. Abschmecken und zusammen mit den Eivierteln genießen.

Gebackenes Wurzelgemüse mit herzhaften Käsestreuseln und Joghurtdipp

Bei manchen Rezepten kann man sich wirklich fragen, warum man selbst nicht auf diese Idee gekommen ist. Wir lieben ofengebackenes Gemüse und wir lieben auch Streusel und trotzdem habe ich bisher den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, oder besser gesagt, diese geniale Kombinationsmöglichkeit. Nein, dafür musste ich mich erst von diesem blog inspirieren lassen. Denn natürlich schmeckt gebackenes Wurzelgemüse mit seinen Röstaromen hervorragend zusammen mit buttrigen, herzhaften Streuseln, die durch Walnüsse und einen milden Blauschimmelkäse verfeinert werden. Ein einfacher Joghurtdipp sorgt für Frische und schon kann man sich selbst und seine Familie mit einem wirklichen vegetarischen Leckerbissen verwöhnen. Der März mit seinem Aprilwetter ist noch lang, daher dringend ausprobieren, ehe es kein Wurzelgemüse mehr zu kaufen gibt.

Gebackenes Wurzelgemüse mit herzhaften Käsestreuseln und Joghurtdipp für                  3 Personen

Zutaten:

  • 4 mittlere Rote Bete
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 mittlere Pastinaken
  • 2 mittlere Petersilienwurzeln
  • etwas Olivenöl
  • Meersalz
  • 1 – 1,5 TL getrockneter Thymian
  • 100 g gemahlene Haferflocken
  • 1 kräftige Pr. Salz
  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g Blauschimmelkäse (wir: eine milde Sorte, sonst schmeckt es sehr intensiv nach Käse)
  • ca. 100 g grob gehackte Walnüsse
  • etwas Pfeffer
  • etwas getrockneter Koriander (wer hat, sonst weglassen)
  • 4 EL Joghurt, naturell
  • Zitronensaft
  • etwas Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL frischer oder TK-Dill, gehackt

Zubereitung:

Wurzelgemüse und die Zwiebel schälen und putzen. Zwiebel vierteln, rote Bete in relativ dünne Scheiben, Pastinaken und Petersilienwurzeln in größere Stücke schneiden.

Ein Blech dünn mit Öl einfetten. Das Gemüse in einer Schüssel ebenfalls mit etwas Olivenöl vermischen und mit Meersalz sowie getrocknetem Thymian würzen. Danach auf dem Blech möglichst einlagig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen.

Für die Streusel die Haferflocken in einem Mixer zu grobem Mehl vermahlen. Auch die Walnüsse darin grob hacken. Den Blauschimmelkäse und die Butter in Stücke schneiden. Nun alle Streuselzutaten in einer Schüssel miteinander zu einem Teig verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Koriander würzen. Abschmecken.

Das Ofengemüse nach den 20 Minuten Backzeit wenden und mit den Streuseln bestreuen. Für weitere 20 Minuten backen.

Währenddessen den Dipp zubereiten. Dafür Joghurt mit Zitronensaft, Salz, Zucker, Pfeffer und frischem Dill mischen. Abschmecken, bis ihr die perfekte Mischung zwischen würzig, süß und säuerlich gefunden habt.

Wenn ihr noch ein paar Cherrytomaten habt, dürfen die sich gern dazu gesellen.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst

Kurz vor der letzten Wochenmenüplanung kamen wir am Familientisch zu der Erkenntnis, dass wir trotz des, verglichen mit anderen Jahren, langen Winters bisher noch nicht einmal einen richtigen herzhaften Linseneintopf gegessen hatten. Da das laptop gerade in Reichweite stand (nein, das ist keine gute Angewohnheit, dass es mit auf dem Familientisch steht), blätterte ich fix auf der Suche nach Inspiration durch meine inzwischen beinahe unendlich lange Linksammlung zu Fotos und Rezepten, auf die ich im Laufe der Zeit gestoßen bin.

Beim diesem Eintopf, im Original hier bei Chili und Ciabatta verbloggt, blieben wir hängen. Er hörte sich so hervorragend an, dass ich ihn mit nur wenigen Mengenänderungen direkt nachgekocht habe. Er wärmt richtig gut durch, ist ausgewogen würzig und lohnt das Nachkochen.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst für 3 Personen

Zutaten:

  • 190 g braune Tellerlinsen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 750 ml Rinderbrühe (am besten selbst hergestellt aus ausgekochten Knochen)
  • 1 größere Kartoffel (ca. 100 g)
  • 1 Stück Porree (ca. 100 g)
  • 1 große Möhre (ca. 100 g)
  • ca. 50 g Knollensellerie
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Majoran
  • getrocknete Chiliflocken
  • 120 g Debrecziner, alternativ Cabanossi
  • Schalenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 – 2 EL heller Balsamico-Essig (oder mehr, wir mögen Linsen nicht so sauer)
  • frische, gehackte Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Linsen für mehrere Stunden in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser danach weggießen.

Das Gemüse, die Zwiebel und die Knoblauchzehe putzen, schälen und in Würfel bzw. kleine Stücke schneiden.

Etwas Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauchzehe anbraten, bis die Zwiebel glasig geworden ist. Das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitbraten. Danach die abgetropften Linsen zusammen mit der Rinderbrühe ergänzen und alles für 20 – 30 Minuten abgedeckt köcheln lassen (Kochzeit richtet sich nach der Einweichzeit und der Zubereitungsbeschreibung der Linsen auf der Verpackung).

In einer Pfanne ebenfalls etwas Olivenöl erhitzen und darin die Gemüsewürfel bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten anbraten, jedoch nicht nennenswert bräunen. Dabei mit Salz, Pfeffer, Majoran und getrockneten Chiliflocken würzen.

Die Wurst in Scheiben schneiden.

Angebratenes Gemüse und Wurst zu den Linsen geben und für weitere 5 Minuten durchziehen lassen. Dabei mit Essig und Zitronenschale sowie ggf. etwas Salz abschmecken.

Mit gehackter Petersilie bestreuen und genießen.

Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube zu Möhren-Orangen-Rohkost

Immer wieder taucht die Frage in e-mails oder der Bekannt- und Verwandtschaft auf, was wir mit Süßkartoffeln anfangen. Es scheint ein großes Interesse an dieser kräftig orangefarbenen Knolle vorhanden zu sein, ohne dass man so genau wüsste, wozu man sie nun verwenden kann. So ähnlich wie eine Kartoffel, jedoch nicht genauso. Das wäre meine kurze Antwort. Man kann aus ihr Süßkartoffelmus oder -suppe ebenso kochen wie sie in verschiedenen Zubereitungsweisen im Ofen oder der Pfanne backen bzw. braten. Anders als bei der Kartoffel sollte man jedoch dem süßlichen Geschmack der Süßkartoffel etwas stärkere Gewürze wie Chiliflocken, Knoblauch oder auch Kreuzkümmelsamen entgegensetzen. Auch mit etwas Säure aus Limetten- oder Zitronensaft liegt man selten falsch.  

Beachtet man dies, erhält man zum Beispiel ein leckeres farbenfrohes Süßkartoffelmus, unter dem man, wie in diesem Rezept, ein traditionelles norwegisches Fischgratin mit moderner Würzung verstecken kann. Abgeriebene Orangenschale und Sternanis verleihen diesem Gratin nämlich das besondere, winterliche Etwas. Dazu gibt es einen frischen Möhrenrohkost, in den anstelle eines geriebenen Apfels die um ihre Schale gebrachte Orange wandert.

Ihr dürft viel interessanten Geschmack erwarten, der allerdings auch einen Preis hat. Man sollte nicht bereits hungrig sein, wenn man sich für dieses Essen entscheidet, erfordert es doch einen nicht ganz unerheblichen Kücheneinsatz. Die Mühe lohnt sich jedoch und vielleicht findet sich ja ein Schlechtwettertag mit Tauwetter, an dem man richtig Lust aufs Kochen hat.

Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube zu Möhren-Orangen-Rohkost für 3 Personen

Zutaten Gratin:

  • 400 g Alaska-Seelachsfilet
  • Salz für das Fischkochwasser
  • 500 g Süßkartoffel (ca. 2 Exemplare)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • etwas Milch bis zur passenden Konsistenz
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • getrocknete Chiliflocken
  • 35 g Butter
  • 45 g Mehl
  • 3 dl Milch
  • ca. 1/3 TL Sternanispulver
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • abgeriebene Schale von 1 kleineren Bio-Orange
  • 125 g TK-Erbsen
  • 3 Eier
  • Butter zum Fetten der Gratinform
  • Semmelbrösel

Zutaten Möhren-Orangen-Rohkost:

  • 3 Möhren
  • 1 Orange
  • ggf. 1/2 Granatapfel
  • Zitronensaft
  • Zucker

Zubereitung:

Zuerst die Seelachsfilets in einem Topf mit heißem Salzwasser für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Das Wasser soll dabei nicht kochen, sondern kurz vor dem Siedepunkt sein. Die Filets danach mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen und etwas abkühlen lassen. In Stücke teilen und dabei evtl. vorhandene Gräten entfernen.

Nun das Süßkartoffelmus herstellen. Dazu die Süßkartoffeln schälen und in kleine, etwa gleich große Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und fein hacken. Die Süßkartoffelstückchen zusammen mit dem Knoblauch in einem Topf mit Wasser für ca. 15 Minuten kochen lassen, bis die Stücke weich geworden sind. Das Wasser abgießen. Anschließend die Stücke zu Mus zerdrücken und mit Butter, Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss und einigen getrockneten Chiliflocken würzig abschmecken. So viel Milch zugeben, bis die gewünschte Konsistenz des Süßkartoffelmuses erreicht ist.

Danach die weiße Sauce zubereiten. Dazu die Butter in einer Pfanne schmelzen, das Mehl nach und nach hinzugeben und gut verrühren, dabei jedoch nicht bräunen. Jetzt langsam und nur in kleinen Mengen die Milch unter stetigem Rühren hinzufügen. Das ist ein etwas kritischer Punkt, Ziel ist es, eine klümpchenfreie Sauce hinzubekommen. Sollte das nicht geklappt haben, dann ist das auch kein Beinbruch, so lange man einen Pürierstab besitzt. Mit diesem kann man den eventuell in der Sauce vorhandenen Klumpen ordentlich Beine machen und sie zum Auflösen zwingen. Spätestens jetzt sollte man eine recht dickflüssige und glatte Sauce haben. 5 Minuten köcheln lassen und dabei mit Salz, Pfeffer, Sternanis und geriebener Muskatnuss abschmecken. Die abgeriebene Schale der Orange ebenfalls hinzufügen. Die weiße Sauce etwas abkühlen lassen.

Eine Gratinform mit etwas Butter einfetten. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Die Erbsen und den gekochten Fisch vorsichtig in die weiße Sauce einrühren. Mit einem Handmixer die Eier luftig aufschlagen und ebenfalls unter die Sauce heben. Nochmals abschmecken.

Die Fischmasse in die Gratinform füllen und das Süßkartoffelmus darauf verteilen. Mit einigen Semmelbröseln bestreuen.

Bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 40-45 Minuten backen. Es ist fertig, wenn es eine hellbraune Farbe an den Rändern angenommen und sich insgesamt leicht vergrößert hat.

Während das Gratin bäckt, kann man den Rohkostsalat herstellen. Dazu die Möhren schälen und raspeln. Die Orangen filetieren. Beides mischen und mit etwas Zucker und Zitronensaft abschmecken. Wer hat, kann gern noch einige Granatapfelkerne darüber streuen.

Zusammen mit dem Fischgratin genießen.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffel und Staudensellerie in Kokosmilch

Gestern waren bei uns morgens -18 °C, der Himmel leuchtete in kaltrosa und hellblau, während die Sonne langsam aufstand und ein herrliches Licht über die Schneelandschaft zauberte. So schade, dass ich genau da keinen Fotoapparat im Auto dabei hatte. Obwohl das magische Licht am Nachmittag natürlich “nur” blauem Himmel und glitzerndem Schnee gewichen war, konnte ich eine wunderbare Skitour genießen.

Wieder zurück war der Hunger groß und damit musste ein schnelles Essen auf den Tisch, mit Gemüse und gut durchwärmend sollte es sein. Dieser Kichererbseneintopf erfüllt genau diese Kriterien, wobei das Gemüse variabel ist und sich nach dem Inhalt des Gemüsefachs richten kann. Super im Geschmack, einfach in der Herstellung = Alltagsessen, das wir gern haben.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffeln und Staudensellerie in Kokosmilch für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große Süßkartoffel (ca. 350 g)
  • 4 – 5 Stangen Staudensellerie
  • 3 Möhren
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • etwas Olivenöl zum Anbraten
  • 1 – 2 TL Currypulver (je nach Schärfegrad des Pulvers)
  • ca. 1 TL Kurkuma
  • ca. 1/2 TL Korianderpulver
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • 1 – 2 TL frischer, fein gehackter Ingwer
  • Pfeffer
  • Salz
  • ca. 250 g gekochte Kichererbsen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • ca. 2 dl Wasser
  • etwas Zitronensaft
  • frische Petersilie oder frischer Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

Das Gemüse schälen, putzen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden. Den Ingwer ebenfalls schälen und sehr fein hacken.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Darin die Zwiebel glasig anbraten. Das Currypulver hinzufügen und kurz mitbraten lassen, bis es anfängt intensiv zu duften.

Das restliche Gemüse mit Ausnahme der Kichererbsen hinzufügen und unter mehrmaligen Rühren für einige Minuten anbraten. Dabei die Gewürze zugeben.

Die Kokosmilch sowie das Wasser angießen, abdecken und alles für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Kichererbsen hinzugeben und für 3 – 5 Minuten mit kochen lassen.

Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischer gehackter Petersilie oder frischem Koriander bestreut genießen.

Spaghetti mit Rosenkohl und Bacon in Sahnesauce

Nun hatten wir diese Woche zwar bereits eine Rosenkohlsuppe gekocht, jedoch damit nicht das gesamte 1 kg schwere Netz mit frischem Rosenkohl verbrauchen können. Was mit dem Rest anstellen? In meiner Vorstellung sollte das Essen auch noch schnell zubereitbar sein, da ja immer noch Schnee liegt und damit beste Skifahrzeit ist.

Ich schaute daher abends ein bisschen im Internet umher und ließ mich durch diverse Fotos inspirieren. Entstanden ist dabei diese vielleicht eher ungewöhnliche Kombination von Spaghetti mit Rosenkohl und Schinkenspeck, die übrigens hervorragend würzig schmeckt. Durch das Anbraten entwickelt der Rosenkohl einen leicht nussigen Geschmack, so dass die Bitterstoffe so gut wir gar nicht zu schmecken sind. Ein Ausprobieren lohnt sich also!

Spaghetti mit Rosenkohl und Bacon in Sahnesauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • ca. 300 g Rosenkohl (geputzt gewogen)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Bacon
  • ca. 150 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • geriebener Parmesan

Zubereitung:

Rosenkohl, Zwiebel und Knoblauchzehen putzen und schälen. Zwiebel und Knoblauch in kleine Stückchen schneiden. Kleinen Rosenkohl kann man ungeteilt verwenden, große Röschen halbieren oder vierteln.

Den Bacon ggf. ebenfalls in Stücke oder Würfel schneiden.

Zuerst den Bacon in einer Pfanne bei nicht so starker Hitze knusprig braun braten. In der Regel ist keine extra Zugabe von Fett notwendig. Den Bacon auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und zunächst zur Seite stellen.

In derselben Pfanne nun die Zwiebeln glasig anbraten. Danach Rosenkohl und Knoblauch hinzufügen und so lange mitbraten lassen, bis der Rosenkohl ganz leicht gebräunt ist.

Nun 150 ml Wasser angießen, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und den Rosenkohl abgedeckt für 5 – 10 Minuten köcheln lassen, bis er weich geworden ist. Je kleiner der Rosenkohl, desto kürzer die Garzeit.

Danach die Sahne hinzufügen, einmal aufkochen lassen und würzig abschmecken.

Währenddessen die Spaghetti in reichlich Salzwasser entsprechend der Anweisung auf der Verpackung gar kochen.

Die Spaghetti abgießen und sofort mit der Sauce vermischen.

Auf Teller geben, mit dem knusprigen Bacon und dem geriebenen Parmesan bestreuen.

Den Winter mit Rosenkohl genießen.

Cremig milde Rosenkohl-Spinatsuppe mit Rosmarin

Hallo, hallo, nach einer längeren Weihnachtspause ist wieder mit neuen Rezepten auf dem blog zu rechnen. Wir starten das neue Jahr mit einer richtig gesunden grünen Suppe, in der mit Rosenkohl und Spinat zwei Superstars der Gesundheitskochecke enthalten sind. Außerdem ist Rosenkohl gerade in der Saison und damit relativ kurz gereist, falls ihr darauf Wert legt.

Ganz abgesehen von diesen Vorteilen ist eine wärmende Suppe bei diesem idealen Winterwetter, egal ob nach dem Skifahren, Rodeln oder Winterwandern, immer eine gute Idee. Da lässt sich der gerade aufziehende Sturm, der den Schnee vor dem Fenster entlangfegt, locker wegstecken.

Als letztes sei jetzt nur noch erwähnt, dass sie wie schon diese Rosenkohlsuppe erstaunlich mild und überhaupt nicht rosenkohlig bitter schmeckt. Also, liebe Rosenkohlskeptiker, diese Suppe ist auch etwas für euch.

Cremig milde Rosenkohl-Spinatsuppe mit Rosmarin für 3 Personen

Zutaten:

  • ca. 250 g Rosenkohl (geputzt gewogen)
  • 125 g TK-Blattspinat
  • 1 kleinere Porreestange
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 – 1,5 Zweige frischer Rosmarin
  • 100 ml Sahne
  • ca. 1,5 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • Saft von ca. 1/2 Limette

Zubereitung:

Den Rosenkohl putzen und halbieren. Die Porreestange gut waschen, ebenfalls putzen und in Ringe schneiden. Die Kartoffel und den Knoblauch schälen und würfeln bzw. in Stückchen schneiden. Rosmarinblätter vom Stiel streifen und fein hacken.

Rosenkohl, Porree, Kartoffel und Knoblauch nun in einem Topf zusammen mit der Gemüsebrühe und dem Rosmarin zum Kochen bringen und für ca. 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen.

Den Spinat und die Sahne hinzufügen und die Suppe für weitere ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe mit einem Stabmixer pürieren, die Butter einrühren und alles mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss, ggf. etwas mehr Rosmarin und dem Limettensaft abschmecken.