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Möhrenkuchen-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Letzten Samstag feierten meine Eltern ihren 5x. (genaue Zahl darf ich nicht bekanntgeben) Hochzeitstag. Dafür hatten sie sich eine Torte gewünscht, die aber eigentlich nicht wie eine richtige Torte sein sollte. Das heißt, man soll das Gefühl haben, man isst Torte, ohne dass das einzelne Stück gar so mächtig und schwer wie eine richtige Torte ist. Hmmm, solch “komischen” Ansprüchen genügt zum Beispiel eine luftig lockere Biskuitrolle oder Windbeutel wären natürlich auch eine Möglichkeit gewesen. Die fielen mir jedoch erst später ein, da hatte ich längst mein Auge auf diese Möhren-Biskuitrolle (im Original hier) geworfen.

Passend ungewöhnlich, mit der frischen süß-säuerlichen Frischkäsecreme typisch norwegisch und angenehm winterlich. Perfekt! Übrigens nicht nur für Hochzeitstage, sondern auch für den Valentinstag gut geeignet. Einfach und schnell herzustellen ist diese “Torte” jedenfalls, so dass sie sogar mitten in der Woche abends zu bewerkstelligen ist.

Möhren-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Zutaten Boden:

  • 3 Eier, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker
  • 100 g geriebene Möhren
  • 70 g Mehl
  • 50 g Kartoffelmehl
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 knapper TL Zimt
  • 1 TL Backpulver

Zutaten Creme:

  • 200 g neutraler Frischkäse
  • 70 g Butter, zimmerwarm
  • 120 g Puderzucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • ca. 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Für den Boden Eier und braunen Zucker schaumig schlagen. Das dauert einige Minuten.

Backpulver, Mehl, Kartoffelmehl, Zimt und Vanillezucker miteinander vermischen und in die Ei-Zucker-Masse sieben. Vorsichtig unterheben bis der Teig klümpchenfrei ist. Dabei jedoch nicht die ganze Luft aus dem Teig herausrühren.

Zum Schluss die geriebenen Möhren gleichmäßig untermischen.

Den Biskuitteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Dabei aufpassen, dass der Teig möglichst an allen Stellen gleich dick ist.

Den Boden im vorgeheizten Backofen bei 175 °C mit Ober- und Unterhitze für 15 – 20 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist. Wir haben ein recht großes Backblech, da waren 15 Minuten Backzeit ausreichend.

Den Boden kurz auskühlen lassen, danach auf Backpapier umdrehen und das Backpapier von der Unterseite vorsichtig abziehen. Das geht einfacher als man erwarten würde, wenn der Boden noch warm ist. Den Boden danach vollständig auskühlen lassen.

Für die Frischkäsecreme die weiche Butter mit dem Puderzucker zu einer hellen Masse verrühren. Den Frischkäse hinzufügen und untermischen. Das geht mit einem Handrührgerät am besten. Danach Vanillezucker und Zitronensaft unterrühren und die streichfeste Creme süß-säuerlich abschmecken.

Etwa 2/3 der Creme auf dem Boden verstreichen und diesen daran anschließend eng zusammenrollen.

Die Rolle nun außen mit der restlichen Creme bestreichen und nach Anlass sowie individuellen Vorlieben mehr oder weniger minimalistisch verzieren.

Die Rolle hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Tage wunderbar frisch.

Marmorkuchen

img_3004Darf ich vorstellen, unser “Familientraditionsmarmorkuchen”, alias “tigerkake”, wie er in Norwegen auch heißt. Diesen Kuchen hat meine Mutter unzählige Male gebacken, allerdings, und da liegt das Problem, immer ohne festes Rezept. Es ist auch völlig unmöglich, von ihr genaue Mengenangaben zu bekommen, denn “Man sieht ja, wie viel Kakao man ungefähr in den Teig geben muss”, oder “man gibt so viel Milch zum Teig, bis die richtige Konsistenz erreicht ist”. Kommt euch das bekannt vor?

Deshalb habe ich mich neulich also als “Schreiberling” betätigt und meine Mutter auf Schritt und Tritt beim Marmorkuchenteigherstellen beobachtet. Das Aufschreiben hat ganz gut geklappt, mit Ausnahme der Milchmenge. Erst wurde noch schön mit EL abgemessen, ehe dann doch plötzlich wieder ein Schluck Milch direkt in den Teig gegossen wurde. Hmmmm, “aber darauf kommt es nicht ganz so genau an”. Das stimmt.

“Unser” Marmorkuchen ist sicherlich ein ziemlich normaler Rührkuchen, nicht ganz so fett und auch nicht quietschesüß wie manche seiner Kollegen, jedoch wohlschmeckend und ausgewogen. Das finden zumindest wir. Er liebt es, mit einem Kakaoguss überzogen zu werden, lässt sich gut auf Wanderungen mitnehmen und unkompliziert einfrieren. Ein richtiger Familienkuchen eben.

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Marmorkuchen

Zutaten:

  • 400 g Mehl
  • 12 g Backpulver (1 knappes Pck.)
  • 1 Pr. Salz
  • 160 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 große Eier (L)
  • 8 – 12 EL Milch

Zutaten Kakaoteil nach Teigteilung:

  • 40 g Kakao
  • 4 – 8 EL Milch
  • 40 g Zucker
  • Butter zum Fetten der Form
  • Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form

Zubereitung:

Für den Hauptteig Mehl mit Backpulver und Salz vermischen.

Die Butter cremig rühren. Eier, Zucker und Vanillezucker nach und nach zugeben und alles gut verrühren. Die Mehlmischung unterrühren und so viel Milch zugeben, bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist, der von allein aus der gekippten Schüssel zäh herausfließen würde.

Den Teig teilen. Eine Hälfte mit Kakao, Zucker und Milch mischen und gleichmäßig verrühren. Die Teigkonsistenz sollte ungefähr der des hellen Teiges entsprechen.

Eine Kuchenform mit Butter einfetten sowie mit Semmelbröseln ausstreuen.

Zuerst etwas hellen Teig, danach dunklen, dann wieder hellen Teig einfüllen. Mit einer Gabel den Teig leicht vermischen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 60 – 70 Minuten backen.

Gegen Ende der Backzeit sollte man mithilfe der Holzstäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Dazu das Stäbchen an der dicksten Stelle in den Kuchen einstechen, bleiben beim Herausziehen noch Teigkrümel hängen, dann die Backzeit verlängern. Bleibt es hingegen trocken, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen mit einem Geschirrtuch abgedeckt in der Form etwas auskühlen lassen, danach herausstürzen.

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Wenn man möchte, kann man den abgekühlten Kuchen noch mit einem Kakaoguss überziehen. Für das genaue Rezept muss ich mich allerdings erneut auf die Lauer legen, denn auch dazu existieren nur ungefähre Angaben, wie: “Man nimmt ein bisschen Palmin, so ein bis zwei Würfel, gesiebten Puderzucker, vielleicht 3 EL Kakao, etwas heißes Wasser und einen Schuss Rum. Dann vermischt man alle Trockenzutaten und gibt nach und nach das flüssige, erhitzte Palmin, das Wasser und den Rum hinzu, bis die richtige Konsistenz erreicht ist und man den Kuchen damit einpinseln kann.” Danach kann man ihn natürlich noch zum Beispiel mit Zuckerstreuseln dekorieren und sich natürlich neugierig auf den Anschnitt freuen. Welche Muster wohl dieses Mal zum Vorschein kommen wird?

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Einfach leckerer Pflaumenkuchen mit Walnussstreuseln

img_2859Unser Supermarkt hatte sattrote runde Pflaumen im Angebot, denen ich beim Wocheneinkauf nicht widerstehen konnte. Eigentlich Quatsch, schließlich haben wir den Keller voller Äpfel aus dem Garten und sind dadurch reichlich mit Obst versorgt. Trotzdem, die Pflaumen schmeckten süß, aromatisch und saftig, so dass die Idee entstand, sie auf einem Kuchen zu verwenden. Die letzten 3 Kuchen hatten jeweils einen Apfelbelag, da war es trotz der Kellervorräte Zeit für eine Abwechslung.

Zuerst dachte ich an unseren Pflaumenkuchen mit Streuseln auf Hefeteigboden, stieß dann jedoch bei Chili und Ciabatta auf dieses Rezept. Das hörte sich sowohl spannend als auch zeitsparend bei der Herstellung an. Genau richtig für unsere Wochenendplanung.

Heute habe ich also den Kuchen gebacken und dabei etwas an den Mengenverhältnissen herum geändert. Mehr Walnüsse, weniger Zucker und Muskatnuss, dafür mehr Pflaumen war das Ergebnis. Uns hat der Kuchen hervorragend geschmeckt, so dass ich ihn auch gleich auf dem scheckenlaks verewigen muss.

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Einfach leckerer Pflaumenkuchen mit Walnussstreuseln (runde Springform ø 26 cm)

Zutaten Teig und Belag:

  • 120 g Butter, zimmerwarm + etwas Butter zum Fetten der Kuchenform
  • 120 g Zucker
  • 5 g Vanillezucker
  • 2 große Eier (Größe L)
  • 175 g Mehl
  • 1 Pr. Salz
  • 1 TL Backpulver
  • ca. 500 g runde, rote Pflaumen

Zutaten Streusel:

  • 75 g Walnüsse, grob zerkleinert
  • 75 g Mehl
  • 1 TL Zimt
  • 1 kräftige Pr. gemahlene Muskatnuss
  • 80 g Butter, zimmerwarm
  • 80 g brauner Zucker, bei sehr sauren Pflaumen ggf. etwas mehr

Zubereitung:

Zuerst die Streusel herstellen. Dafür die Walnusshälften in eine Plastiktüte füllen und mithilfe eines Fleischklopfers o. ä. grob zerkleinern. Nun alle Streuselzutaten in einer Schüssel mischen und von Hand zu einem Teig verkneten. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Die Pflaumen waschen und das Fruchtfleisch in Spalten schneiden.

Für den Teig zuerst die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker zu einer hellgelben cremigen Masse aufschlagen. Ein Ei nach dem anderen unterrühren und die Masse so lange weiterschlagen, bis sie cremig ist.

Das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver vermischen und in den Teig sieben. Kurz unterrühren.

Boden und Rand einer runden Springform dünn mit Butter fetten. Den Teig einfüllen und gleichmäßig verstreichen. Die Pflaumenspalten ringförmig darauf verteilen. Zum Schluss die Streusel darüber krümeln.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 50 – 60 Minuten (wir: 60 Minuten) backen.

Abkühlen lassen und mit oder ohne einen Klecks Schlagsahne genießen.

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Zucchinikuchen mit Schokolade und Zitronenguss

IMG_2745Unsere Riesenzucchini mit 2,8 kg hatte ich ja schon erwähnt, was ich nicht gesagt habe, ist, dass die zweite Zucchinipflanze ebenfalls ein ziemliches Brummerexemplar während unserer Abwesenheit produziert hat. Weitere stolze 1,9 kg galt es damit in unserem Essen unterzubringen. Deshalb stand unser Brownie-Rezept mit Zucchini auf dem Wochenendbackplan.

Daraus wurde jedoch nichts, denn vorher entdeckte ich bei Chili und Ciabatta ein Rührkuchenrezept mit Zucchini. Klar, dass wir dann das für uns unbekannte Rezept ausprobieren wollten, wäre auch ganz untypisch, wenn wir während eines Sommers zweimal den gleichen Kuchen essen müssten ;-). Das ist übrigens einer der klaren Vorteile, einen Kochblog zu betreiben, Langeweile am Essenstisch oder in der Küche kommt nicht auf.

Zurück zum Rührkuchen. Der ist schnell hergestellt und unkompliziert hergestellt. Der Kuchen ist richtig saftig, nicht zu süß und hat einen wattig weichen Teig mit leicht hellgrünem Schimmer. Das finde ich super, dann sieht man wenigstens, dass Zucchini drin ist.

IMG_2746Der Zitronenguss verleiht dem Kuchen noch etwas Säure, die perfekt die süßen Schokostückchen im Teig ausbalanciert. Wir waren ausgesprochen zufrieden mit dem Kuchen und hätten glatt noch mehr davon essen können, wäre da nicht die bremsende Vernunft, die nach 2 Stück laut “Stopp” ruft. Er soll ja für morgen auch noch reichen.

Gegenüber dem Rezept bei Chili und Ciabatta habe ich ein bisschen mit den Mengenverhältnissen gespielt, einen Teil des weißen durch braunen Zucker ersetzt, die Prise Salz weggelassen und den Zitronenguss ergänzt.

Zucchinikuchen mit Schokolade und Zitronenguss (Napfkuchenform)

Zutaten:

  • 175 g Butter, zimmerwarm + Butter zum Fetten der Form
  • 150 g Zucker
  • 75 g brauner Zucker
  • 4 Eier
  • 275 g grüne Zucchini
  • 100 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 225 g Mehl
  • 1 leicht gehäufter TL Backpulver
  • 130 g dunkle Schokolade mit 70 % Kakaoanteil
  • Semmelbrösel zum Ausstreuen der Kuchenbackform
  • 75 g Puderzucker
  • Saft von ca. 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Zuerst die Schokolade in nicht zu kleine Stücke hacken. Die Zucchini waschen, putzen und mitsamt der Schale grob raspeln. Das kann man zeitsparend von seiner Küchenmaschine erledigen lassen. Gegebenenfalls die Mandeln schälen und mahlen.

Eine Napf- oder Kastenkuchenform gut mit weicher Butter einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Nach diesen Vorbereitungen ist der Teig in Rekordzeit zusammengerührt. Die weiche Butter mit dem Zucker gut verrühren, bis sich eine gleichmäßige, möglichst wenig körnige Masse gebildet hat. Nun ein Ei nach dem anderen einrühren.

Zucchini und Mandeln hinzufügen. Bei mir entstand jetzt ein Teig, der aussah als hätte er sich in seine Bestandteile getrennt. Ich habe mich jedoch nicht abschrecken lassen. Dem fertigen Kuchen merkt man davon nichts mehr an. Also unbeeindruckt weiterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zum Teig geben. Vorsichtig unterrühren, damit nicht alle Luft aus der Teigmasse verschwindet.

Zum Schluss die Schokolade unterheben.

Den dickflüssigen Teig gleichmäßig in die Kuchenform füllen. Im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 175°C (Ober- und Unterhitze) für 50 – 60 Minuten backen lassen.

Gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen fertig ist. Dazu das Stäbchen in die dickste Stelle des Kuchens stechen. Bleiben beim Herausziehen noch Teigreste daran haften, sollte die Backzeit um 5 – 10 Minuten verlängert werden. Danach die Probe wiederholen.

Den Kuchen abkühlen lassen und danach aus der Form stürzen.

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Für den Guss den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit soviel Zitronensaft vermischen, dass eine dickflüssige Masse entsteht. Keinesfalls den gesamten Zitronensaft auf einmal in den Puderzucker geben, damit der Guss nicht zu flüssig wird. Den Guss mit einem Pinsel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Danach trocknen lassen und am besten im Garten oder unterwegs in der Natur genießen.

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Schokoladentarte mit Sommerbeeren

IMG_2453Unsere Heidelbeeren sind reif, beinahe kirschgroß sind sie dank des regenreichen Sommers dieses Jahr geworden. Für diese Prachtexemplare musste daher ein geeigneter Unterboden geschaffen werden. Eine Tarte mit zitronigem Mürbeteig wäre gut und Schokolade? Hmm, vielleicht, Schokolade? Doch Schokolade.

Eine Himbeertarte bei Trines matblogg gab schließlich den inspirierenden Ausschlag, die Füllung habe ich jedoch zusätzlich mit einer Orangennote versehen, was sich als sehr gute Idee herausstellte. Dadurch wird sie frischer, interessanter und nicht zu schokoladig.

Eine Auswahl an Sommerbeeren, gern auch einige säuerliche, perfektioniert diese herrliche Schokoladentarte.

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Schokoladentarte mit Sommerbeeren (Tarteform mit herausnehmbarem Boden, ø 24 cm)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Weizenmehl
  • 100 g Butter, kalt + etwas Butter zum Fetten der Form
  • 65 g Zucker
  • 2 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei
  • Schale von 1 Bio-Zitrone

Zutaten Füllung:

  • 3 dl Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 2 – 3 cm einer frischen, roten Chilischote
  • Schale von einer halben Bio-Orange
  • 150 g Zartbitterschokolade (wir: 75 g mit 50 % Kakaoanteil und 75 g mit 70 % Kakaoanteil)
  • 3 Blätter Gelatine (30 g)
  • 2 – 3 EL Orangenlikör (für Kinder weglassen)
  • reichlich Johannis-, Him- und Heidelbeeren

Zubereitung Boden: 

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ei auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Tartebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Tarteform ausrollen. Danach die gefettete Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Für ca. 20 Minuten im Tiefkühlschrank zwischenlagern. Dadurch wird der Teig wieder fest und verliert beim Backen nicht seine Form.

Den Boden danach mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o.ä. verteilen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Tarteboden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden auskühlen lassen. Man kann ihn gern auch schon am Vorabend backen und mit einem Tuch bedeckt bis zum nächsten Tag lagern.

Zubereitung Füllung: 

Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark auskratzen, aus der Chilischote die Kerne entfernen, die Bio-Orange gut waschen und die orangefarbenen Bestandteile der Schale mithilfe eines Zestenreißers abschälen. Alles, auch die Vanilleschote, in die Sahne geben.

Die Sahne einmal aufkochen und für 10 – 15 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Sie müssen dabei vollständig von Wasser bedeckt sein.

Die Schokolade in Stücke teilen und in einer Schüssel über heißem Wasserdampf schmelzen lassen. Dabei regelmäßig rühren.

Nun die Vanille- und die Chilischote aus der Sahne entfernen. Die Sahne erneut aufkochen lassen.

Die Gelatineblätter gut ausdrücken und in der heißen, nicht mehr kochenden Sahne unter Rühren auflösen.

Nun die Sahne mit einem dünnen Strahl in die Schokolade einrühren. Es soll eine homogene Masse entstehen. Orangenlikör je nach Geschmack hineingeben.

Die flüssige Schokofüllung auf den Tarteboden gießen und im Kühlschrank erkalten lassen. Das dauert ca. 4 Stunden.

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Die Tarte ca. 15 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen und mit Sommerbeeren belegen. Zusätzliche Beeren in einer extra Schüssel sind eine sehr schöne Ergänzung.

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Sommerfrische Johannisbeer-Quarktorte (ohne Backen)

IMG_2251Letzte Woche waren wir bei einer Hochzeit eingeladen. Dort begegnete ich beim Kuchenschneiden einer Erdbeer-Quarktorte, von der ich sofort dachte, dass ich ein Stück von ihr kosten möchte. Da ich jedoch als einer der Kuchenbuffethelfer eingeteilt war, gab es hier und da noch kleinere Aufgaben zu erledigen. Ehe ich damit die Chance hatte, mir einen Kuchenteller zu nehmen, war die Torte bereits restlos alle und aufgefuttert, nicht mal ein Krümel war übrig, haha. Hat wohl geschmeckt.

Also wurde noch auf der Rückfahrt im Auto zusammen mit der restlichen Familie beschlossen, dass es nächstes Wochenende bei uns eine Quarktorte geben würde. Unbedingt. Die im Garten bereits abgeernteten Erdbeeren tauschten wir kurzerhand mit Johannisbeeren und ich begab mich auf die Suche nach einem passenden Rezept im Internet. Fündig wurde ich wieder einmal bei Chili und Ciabatta.

Die Torte schmeckt richtig fruchtig, frisch und sommerlich. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man sie relativ einfach und ohne allzu großen Zeitaufwand herstellen kann. Durch den Keksboden benötigt man noch nicht mal einen Backofen. Praktisch.

Die Menge des Johannisbeerpürees in der Quarkcreme habe ich etwas erhöht, da mir der Geschmack beim Cremekosten noch nicht intensiv genug erschien. Da die Creme bei uns insgesamt etwas weich war, würde ich beim nächsten Mal 8 statt 6 Blätter Gelatine verwenden.

IMG_2256Damit haben wir unseren Tortenhunger für diesen Sommer gestillt und begeben uns jetzt satt und zufrieden in den Garten und morgen auf eine lange Lauftour mit darauf folgendem Krafttraining…

Sommerfrische Johannisbeer-Quarktorte (runde Form ø 26 cm)

Zutaten Boden:

  • 150 g Löffelbiskuits
  • 50 g Amarettini
  • 100 g Butter, geschmolzen
  • etwas Rapsöl zum Fetten der Tortenplatte bzw. der Kuchenform

Zutaten Belag:

  • 350 – 400 g rotes Johannisbeerpüree aus 450 g frischen oder TK-Johannisbeeren
  • 500 g Magerquark
  • 250 g Mascarpone
  • 1 TL Vanillezucker
  • 120 g Zucker
  • 5 EL schwarzer Johannisbeerlikör, alternativ schwarzer Johannisbeersaft
  • 8 Blatt Gelatine
  • 250 g Sahne
  • 150 g rote Johannisbeeren zum Belegen der Torte

Zubereitung:

Die Torte bereitet man am besten entweder in einer runden Kuchenform oder direkt auf einer Tortenplatte mithilfe eines Tortenringes zu. Vor der Verwendung muss der Boden jedoch in jedem Fall mit etwas geschmacksneutralem Öl eingepinselt werden.

Die Butter bei mittlerer Hitze auf dem Herd schmelzen. Die Kekse in einen Plastikbeutel füllen und mit einem Kartoffelstampfer, Fleischklopfer oder ähnlichem zu Krümeln verarbeiten. Kekskrümel und Butter nun miteinander vermischen und als Boden in die Form drücken. Im Kühlschrank zwischenlagern, damit die Butter wieder fest werden kann.

Die Johannisbeeren waschen, verlesen und von den Stielen streifen. 150 g der Beeren zur Seite stellen, sie werden später zur Garnierung verwendet. Die restlichen Beeren mit einem Stabmixer fein pürieren. 350 – 400 g Püree abwiegen.

Die Gelatineblätter in einer Schüssel mit kaltem Wasser für ca. 10 Minuten einweichen.

Magerquark, Mascarpone, Vanillezucker, Zucker und Likör/Saft miteinander verrühren. Ca. 300 g Johannisbeerpüree hinzufügen. Das restliche Püree in einem Topf oder in der Mikrowelle etwas erhitzen.

Nun die Gelatineblätter leicht ausdrücken und mit dem heißen Johannisbeerpüree verrühren. Diese Mischung unter die Tortencreme rühren. Die Creme nun im Kühlschrank erkalten lassen, bis sie anfängt fest zu werden. Das hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert.

Die Sahne steif schlagen und unter die Creme heben.

Alles auf dem Keksboden verteilen und glattstreichen. Die restlichen 150 g Johannisbeeren (frische eignen sich hierfür besser als eingefrorene) auf der Creme verteilen.

Die Torte, am besten über Nacht, im Kühlschrank vollständig erkalten lassen.

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Wie schält man Mandeln?

IMG_2149Mitten im Sommer Mandeln schälen? Ja, man benötigt geschälte Mandeln schließlich nicht nur zur Weihnachtsbäckerei für Plätzchen, Stollen und Co., sondern auch zum Beispiel für Mandelböden, ich sage nur Himbeertorte, für französische Macarons oder die Marzipanproduktion. Kurz, für alle Produkte, die zwar Mandeln enthalten aber eine helle Farbe behalten sollen, müssen die Mandeln vor der Verwendung geschält werden.

Wir sind zum Beispiel gerade mitten in einem Hochzeitskuchenbackprojekt, für das wir eine Makronenmasse benötigen. Das Rezept verlangt nach einer Mischung von 50 % geschälten und 50 % ungeschälten, gemahlenen Mandeln. Während ich nun zusammen mit meiner Mutter beim “Mandelschnipsen” saß, fiel mir einer meiner allerersten, studentischen Kuchenbackversuche ein.

Es handelte sich um einen Möhrenkuchen, in den ebenfalls geschälte Mandeln gehörten. Diese gab es damals in dem ländlichen Supermarkt jedoch nicht fertig zu kaufen. Das stellte meinen Freund zunächst vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe, er stellte sich nämlich schon mit Schrecken vor, wie er gleich die Haut mühevoll von jeder einzelnen Mandel kratzen müsste. Zum Glück gibt es jedoch eine viel einfachere Methode, die auch noch richtig Spaß macht. Hat man Kinder, kann man sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für das “Mandelnschnipsen” begeistern, man muss dann nur Aufpassen, dass die Mandeln nicht durch die halbe Küche fliegen ;-).

Für alle bisher Unwissenden in Sachen Mandelnschälen, folgt hier nun die Anleitung.

IMG_2136Zuerst Wasser in einem Topf aufkochen. Den Topf von der Kochstelle nehmen, die Mandeln hineinschütten und abgedeckt ca. 10 Minuten in dem heißen Wasser ziehen lassen. Danach das Wasser abgießen.

IMG_2140Die Mandeln nun auf ein Küchentuch schütten und etwas Auskühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Hier zu sehen sind übrigens 400 g Mandeln, man muss eine etwas größere Menge nehmen, als im Rezept angegeben, da die Schale auch ein wenig ins Gewicht fällt.

IMG_2146Nun die feuchten Mandeln zwischen Daumen und Zeigefinger klemmen und einen leichten Druck auf die Schale ausüben, dadurch “schnipsen” die Mandeln ganz einfach aus ihrer Haut.

IMG_2152Dadurch erhält man einen Schalenhaufen und das eigentliche Endprodukt, schöne, helle, geschälte Mandeln.

IMG_2157Diese kann man nun für 3 – 5 Tage zum Trocknen auslegen und danach wie gewünscht mahlen oder hacken.

Man kann auf das Trocknen auch verzichten, wenn die Mandeln in einem feuchten Teig, wie zum Beispiel einem Stollenteig, Verwendung finden sollen. Für eher trockene Teige, für die keine Schüttflüssigkeit verwendet wird, wie zum Beispiel Makronenteige, würde ich sie hingegen tatsächlich vor dem Mahlen wie oben angegeben trocknen lassen.

So einfach ist das also mit dem Mandelnhäuten, viel Spaß beim “Schnipsen”!

Luftig lockerer Bananenkuchen mit Rhabarber

IMG_2102Hier kommt nichts weniger als unser diesjähriger Rhabarberkuchenfavorit, gerade noch rechtzeitig, bevor die Saison Ende Juni endet. Der Kuchen ist fantastisch locker, superleicht und schnell herzustellen, passend robust, damit er mit auf Tour, zum Picknick oder ähnlichem gehen kann und natürlich schmeckt er auch noch richtig gut. Er spielt zwischen süßem Teig mit Bananengeschmack und säuerlich, frischem Rhabarber sowie knusprigem Hagelzucker auf der Oberfläche. Spannend.

Also ran an die überreifen, braunen Bananen im Obstkorb, die keiner mehr essen möchte, ab in den Garten zur Rhabarberernte und zurück in die Küche an den Backofen. Dann könnt ihr kurze Zeit später diesen wunderbaren Kuchen genießen.

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Luftig lockerer Bananenkuchen mit Rhabarber (ca. 2/3 Blech, 25 x 35 cm)

Zutaten:

  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 3 mittelgroße, sehr reife Bananen (sie geben dem Kuchen den besten Geschmack)
  • 250 g Mehl
  • 1 Pr. Salz
  • 2 TL Vanillezucker
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1,5 – 2 große Stangen Rhabarber, möglichst rot gefärbte
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen, putzen und schälen. Danach in nicht zu kleine Stücke (1,5 – 2 cm lang) schneiden.

Danach die weiche Butter zusammen mit dem Zucker luftig aufschlagen. 

Ein Ei nach dem anderen hinzufügen und gut unterrühren. 

Die Bananen schälen und mit einer Gabel zerdrücken, ebenfalls in den Teig einrühren.

In einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und dem Vanillezucker mischen. Diese Mischung in den Teig sieben und vorsichtig unterrühren. Rührt man zu lange bzw. zu stark, wird der Kuchen nicht so schön locker, sondern eher fest und kompakt. Also aufpassen!

Eine entsprechend große Form oder einen Teil des Backbleches mit Backpapier auslegen. Den Teig daraufgießen und gleichmäßig verteilen.

Die Rhabarberstücke in den Teig drücken. Achtung, man kann die Stücke später nur schwer durchschneiden, deshalb sollte man möglichst gleich “Schnittlinien” für die Kuchenstücke vorsehen. 

Den Kuchen reichlich mit Hagelzucker bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C mit Umluft auf der mittleren Schiene für 25 – 30 Minuten backen.
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Brownies mit Zucchini – ??? – eine etwas gesündere Alternative

IMG_2063What? Brownies mit Zucchini? Schmeckt das? Und wie.

Eigentlich bin ich kein großer Fan davon, Kuchenrezepte zu “vergesunden”, besonders nicht, wenn es bedeutet, jede Menge künstliche Zutaten wie Aspartam, Halbfettbutter, Eiersatzpulver und ähnliche Stoffe aus dem Chemiebaukasten zu verwenden. Deshalb bin ich gegenüber vermeintlich gesunden Kuchenrezepten zunächst eher skeptisch. Auch weil ich der Meinung bin, dass man durchaus richtigen Kuchen, Kekse oder Eis essen kann, wenn man sich schon dafür entschieden hat.

Nun weisen allerdings jedoch gerade viele Brownie-Rezepte eine mir unheimliche Menge von Zucker auf. Neulich las ich eines, das mit “Weltbester Brownie” bezeichnet war und in dem tatsächlich auf ein kleines Blech (ca. 2/3 unserer normalen Blechgröße) 800 g Zucker !!! verwendet worden sind + jede Menge Schokolade. Da hört bei mir eindeutig der Spaß auf. So ungesund muss Kuchen nun auch wieder nicht sein.

Und genau deshalb habe ich mich sofort von diesem Brownie-Rezept mit Zucchini (hier), Honig und Mandeln inspirieren lassen. Ein bisschen musste ich die Mandelmenge und auch die Backzeit anpassen und schwupps hatten wir einen innen wunderbar saftigen, außen spröden und tatsächlich etwas gesünderen Sonntagskuchen. Er schmeckt übrigens nicht nach Zucchini, sondern kräftig nach Kakao und deshalb ist es gut, noch etwas Frisches wie zum Beispiel Erdbeeren oder Wassermelone dazu zu essen. Extra Plus für ein paar zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe.

Die Zucchinierntezeit im Garten kann also getrost beginnen. Noch ist es ja längst nicht soweit.

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Brownies mit Zucchini für eine Auflaufform (Größe ca. 25 x 20 cm)

Zutaten:

  • 1 große (bezogen auf Supermarktgrößen) Zucchini
  • 3 EL Kokosöl
  • 1 knapper dl Honig
  • 2 Eier
  • 1 leicht gehäufter TL Vanillepulver
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • evtl. 1 EL Mehl (je nach Größe der Zucchini)
  • 1 dl Kakao
  • 1 große Pr. Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1,5 TL Backpulver
  • 50 g Schokotropfen, zartbitter
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Eine Auflaufform mit Backpapier auslegen. Das erleichtert das Herausheben des Kuchens nach dem Backen erheblich.

Die Zucchini mit einem Reibeisen grob reiben. Ist sie sehr feucht, da frisch aus dem Garten geerntet, die Schnitzel in einem Sieb abtropfen lassen.

Nun alle Trockenzutaten in einer Schüssel miteinander vermischen.

In einer anderen Schüssel die Eier zusammen mit dem Kokosöl und dem Honig verschlagen. Die ggf. abgetropften Zucchinischnitzel unterrühren.

Danach die Trockenzutatenmischung nach und nach einrühren. Es entsteht ein recht dünnflüssiger Teig, etwa so, wie ein etwas zu dünner Rührkuchenteig, jedoch nicht völlig suppig. Erscheint der Teig zu flüssig, hilft die Zugabe von ein wenig Mehl oder ggf. weiteren gemahlenen Mandeln.

Zum Schluss die Schokotropfen unterrühren.

Den Teig in die Form gießen und gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 35 – 40 Minuten backen. Der Brownie enthält ziemlich viel Feuchtigkeit, daher benötigt er seine Zeit, bis er fertig und innen nicht mehr roh ist. Am besten prüft man gegen Ende mit einem Holzstäbchen, ob noch feuchter Teig kleben bleibt. Wenn nicht, ist der Kuchen fertig.

Wird er beim Backen zu dunkel, sollte er tiefer im Herd eingeschoben werden.

Den Brownie abkühlen lassen und kurz vor dem Verzehr mit etwas Puderzucker bestäuben. Zusammen mit frischen Beeren oder zum Beispiel Wassermelone genießen.

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Mini Fruchtpizza

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Oh ho, diese kleinen Pizzen mit frischen Beeren und Obst sind definitiv unsere diesjährigen Sommerfavoriten. Ich liebe Kuchen, die Beeren und Sahne enthalten, allerdings nur, wenn sie wesentlich einfacher und schneller herzustellen sind als herkömmliche Sahnetorten. Diese farbenfrohen und nicht ganz so kalorienreichen Portionskuchen sind da genau das Richtige. Das Obst ruht dabei auf einem luftigen Biskuitboden, der ganz simpel mit Vanilleschlagsahne verfeinert wird. Eine Idee für Pfingsten? Bei uns ganz bestimmt.

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Aufpassen beim Backen, die Böden werden schnell etwas zu dunkel, siehe oben, unten sind sie perfekt.

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Mini Fruchtpizza 7 – 8 Stück

Zutaten:

  • 2 Eier (Größe L), zimmerwarm
  • 50 g Zucker
  • 25 g Mehl
  • 25 g Kartoffelmehl
  • 150 ml Schlagsahne
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • ca. 2 TL Zucker (oder mehr, wenn ihr sehr saure Beeren / Früchte habt)
  • frische Beeren und / oder Obst nach eigener Wahl (wir hatten Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Mango und Kiwi)

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Zubereitung:

Für die Böden Zucker und zimmerwarme Eier mit einem Handrührgerät sehr gut verschlagen. Dabei muss sich die anfänglich gelbe, flüssige Masse zu einem weißlichen schaumartigen Gebilde umwandeln. Das dauert mehrere Minuten.

Mehl und Kartoffelmehl miteinander vermischen und in den Teig sieben. Vorsichtig mit einem Löffel unterheben. Dabei darauf achten, dass möglichst viel Luft im Teig erhalten bleibt.

Den Teig nun zu 7 oder 8 kleinen Portionen auf zwei mit Backpapier belegten Blechen verteilen und leicht breit streichen. Dabei etwas mehr Abstand lassen, als auf dem Foto zu sehen ist.

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Die Böden im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 210 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 7 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun geworden sind. Das beste Resultat erhält man, wenn die beiden Bleche einzeln nacheinander gebacken werden. Das dauert ja nicht lang.

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Mit einem Tuch bedeckt abkühlen lassen. Das Backpapier lässt sich im lauwarmen Zustand der Böden einfach abziehen.

Das Mark einer halben Vanilleschote auskratzen und mit der kalten Schlagsahne vermischen. Die Sahne danach steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen.

Die Sahne auf die Böden streichen und die Pizzen mit Beeren oder klein geschnittenem Obst nach eigenen Vorlieben belegen. Bis zum Verzehr kalt stellen und am besten in der Sonne sitzend mit einer Tasse Kaffee genießen.

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