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Pasta mit vegetarischer Linsenbolognese

An Wochentagen essen wir in der Regel vegetarisch oder Fisch und kochen gern so, dass das Essen ziemlich schnell auf dem Tisch steht. Ich weiß, “schnell” ist relativ, ich habe es so definiert, dass 30 Minuten oder weniger aktiver Küchenzeiteinsatz dieser Kategorie entspricht. Soviel meiner eigenen Zeit ist mir die Mittagessenszubereitung auf jeden Fall wert.

Diese vegetarische “Bolognese” mit Linsen und Staudensellerie ist genau so ein Rezept, das unkompliziert in der Zubereitung ist und richtig gut schmeckt. Die Linsen ersetzen das Hackfleisch und liefern Eiweiß. Fenchel, Basilikum und Oregano lassen die Sauce angenehm würzig werden und schmecken nach Italien. Einfach, schnell, gut und somit perfekt für einen hektischen Wochenstart geeignet.

Pasta mit vegetarischer Linsen”bolognese” für 4 Personen

Zutaten:

  • 350 – 400 g (Vollkorn)Pasta / Spaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • 2,3 dl rote Linsen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 – 4 Stangen Staudensellerie
  • ca. 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • ca. 4 dl Gemüsebrühe
  • 2 TL Fenchelsamen, zerdrückt
  • ca. 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Oregano
  • 1 große Handvoll frisches Basilikum
  • geriebener Parmesan zum Bestreuen
  • 3 kleine Handvoll Rucola

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauchzehen und Staudensellerie putzen und in kleine Stücke schneiden. Fenchelsamen in einem Mörser zerkleinern. Die frischen Basilikumblätter von den Stielen zupfen und fein hacken.

Die Linsen unter fließendem, kaltem Wasser gut abspülen, danach abtropfen lassen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin anbraten, bis sie glasig geworden ist. Danach Knoblauchzehen und Staudensellerie hinzugeben und für wenige Minuten mitbraten lassen. Zuletzt die Linsen und den Fenchelsamen zufügen und ebenfalls 2 Minuten mitbraten.

Nun die Gemüsebrühe sowie die Dosentomaten in den Topf schütten, mit Zucker, frischem Basilikum, getrocknetem Oregano, Salz und Pfeffer würzen und abgedeckt für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Kochzeit richtet sich dabei nach der Garzeit der Linsen, diese ist auf der Verpackung angegeben. Wird die Sauce zu trocken, dann noch etwas mehr Gemüsebrühe / Wasser angießen.

Die Nudeln in gut gesalzenem Wasser gar kochen (Kochzeit siehe Verpackung).

Den Rucola waschen, abtropfen lassen und verlesen.

Die Sauce vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer, Basilikum und ggf. Zucker abschmecken.

Pasta mit der vegetarischen Linsenbolognese auf Teller geben und mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen. Rucola eignet sich sehr gut als frische, würzige Beilage.

Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas

Back to the 80th! Mit Dosenananas und Schinken im Essen! In den 80er war ich Kind in der DDR, damit wusste ich natürlich sehr genau, welchen ungeheuren Wert Dosenananas oder eigentlich jegliche Konserve mit Südfrüchten hatte. Die waren nämlich Mangelware und kamen eigentlich nur in Form von weihnachtlichen Westpäckchen zu uns.

Eines Tages besuchte uns jedoch unsere “Tante”, eigentlich eine Cousine meiner Mutter, aus den USA. Das allein war schon so aufregend, als ob man heute Besuch von einem Marsbewohner bekäme. Dem aussergewöhnlichen Anlass entsprechend gingen wir in den besten Gasthof essen, den wir kannten. Um eventuell schuhsohlenlederzähes Fleisch auf dem Teller unseres Besuchs zu verhindern, orderten wir für sie gleich mit. Mangels fleischfreier Auswahl landeten wir bei Toast Hawaii, das musste schließlich etwas Supertolles sein. War es auch, für uns. Toastbrot, Schinken und Ananas mit roter Belegkirsche! So etwas hatte ich noch nie gegessen und fand es himmlisch. Unser Besuch war hingegen weniger beeindruckt und hätte vermutlich lieber ein richtiges, zu Hause gekochtes, erzgebirgisches Essen genossen. Aber so viel Normalität hielten wir damals für den USA-Besuch nicht für ausreichend, obwohl meine Mutter sehr gut kochte.

Daran haben wir uns beim letzten Familientreffen erinnert und deshalb gibt es jetzt diese One-Pot-Pasta im 80er Jahre Style. Sie ist schnell und unkompliziert zubereitet und schmeckt fantastisch. Schinken und Dosenananas zusammen mit einem Getreideprodukt ist eine spannende Geschmackskombination, bei der nicht viel schief gehen kann. Auf etwas Gemüse kann bei uns natürlich auch nicht verzichtet werden, deshalb durften Zucchini, Tomaten (aus der Dose), Zwiebel und Knoblauch ebenfalls in den Topf huschen, ehe alles mit Mozzarella überbacken wird.

Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas für 3 Personen

Zutaten:

  • 100 g American Bacon
  • evtl. 1/2 EL Olivenöl
  • 1 mittlere (rote) Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • ca. 375 ml Gemüsebrühe
  • ca. 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • knapp 1 TL getrockneter Oregano
  • 100 g Kochschinken
  • 220 g Vollkornnudeln
  • ca. 1 dl Sahne
  • 1 kleine Dose Ananas (ca. 200 g)
  • 2 Mozzarella (zusammen 200 – 250 g)
  • frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Zucchini waschen, putzen und würfeln. Bacon und Schinken ebenfalls zerteilen.

In einem großen Topf, der auch im Backofen stehen kann, den American Bacon bei mittlerer Hitze knusprig anbraten. Dabei ggf. etwas Olivenöl hinzufügen, wenn der Bacon eher fettarm ist.

Kurz bevor der Bacon fertig ist, Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und so lange mitbraten lassen, bis die Zwiebel ebenfalls leicht gebräunt und weich ist.

Danach die Zucchiniwürfel hinzufügen und für 1 – 2 Minuten anbraten lassen.

Nun den Kochschinken, die Tomaten, die Sahne sowie die Gemüsebrühe dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Aufkochen lassen. Die Nudeln in den Topf schütten, umrühren und abgedeckt köcheln lassen, bis die Nudeln knapp gar sind (Kochzeit siehe Nudelverpackung). Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, etwas Wasser nachgießen.

Die Ananasringe gut abtropfen lassen und in kleine Stücke teilen. Einen Mozzarella in dünne Scheiben, den anderen in Stücke schneiden.

Ananas und Mozzarella-Stücke unter die Nudeln mischen, die Mozzarella-Scheiben auf den Nudeln verteilen.

Den Topf ohne Deckel in den Backofen unter das Grillelement stellen und den Mozzarella schmelzen sowie leicht bräunen lassen. Wie lange das dauert, ist sehr von eurem Backofen abhängig, bei uns sind es ca. 5 Minuten.

Die One-Pot-Pasta mit frischen Basilikumblättern garnieren und genießen.

Spaghetti mit Rosenkohl und Bacon in Sahnesauce

Nun hatten wir diese Woche zwar bereits eine Rosenkohlsuppe gekocht, jedoch damit nicht das gesamte 1 kg schwere Netz mit frischem Rosenkohl verbrauchen können. Was mit dem Rest anstellen? In meiner Vorstellung sollte das Essen auch noch schnell zubereitbar sein, da ja immer noch Schnee liegt und damit beste Skifahrzeit ist.

Ich schaute daher abends ein bisschen im Internet umher und ließ mich durch diverse Fotos inspirieren. Entstanden ist dabei diese vielleicht eher ungewöhnliche Kombination von Spaghetti mit Rosenkohl und Schinkenspeck, die übrigens hervorragend würzig schmeckt. Durch das Anbraten entwickelt der Rosenkohl einen leicht nussigen Geschmack, so dass die Bitterstoffe so gut wir gar nicht zu schmecken sind. Ein Ausprobieren lohnt sich also!

Spaghetti mit Rosenkohl und Bacon in Sahnesauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • ca. 300 g Rosenkohl (geputzt gewogen)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Bacon
  • ca. 150 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • geriebener Parmesan

Zubereitung:

Rosenkohl, Zwiebel und Knoblauchzehen putzen und schälen. Zwiebel und Knoblauch in kleine Stückchen schneiden. Kleinen Rosenkohl kann man ungeteilt verwenden, große Röschen halbieren oder vierteln.

Den Bacon ggf. ebenfalls in Stücke oder Würfel schneiden.

Zuerst den Bacon in einer Pfanne bei nicht so starker Hitze knusprig braun braten. In der Regel ist keine extra Zugabe von Fett notwendig. Den Bacon auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und zunächst zur Seite stellen.

In derselben Pfanne nun die Zwiebeln glasig anbraten. Danach Rosenkohl und Knoblauch hinzufügen und so lange mitbraten lassen, bis der Rosenkohl ganz leicht gebräunt ist.

Nun 150 ml Wasser angießen, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und den Rosenkohl abgedeckt für 5 – 10 Minuten köcheln lassen, bis er weich geworden ist. Je kleiner der Rosenkohl, desto kürzer die Garzeit.

Danach die Sahne hinzufügen, einmal aufkochen lassen und würzig abschmecken.

Währenddessen die Spaghetti in reichlich Salzwasser entsprechend der Anweisung auf der Verpackung gar kochen.

Die Spaghetti abgießen und sofort mit der Sauce vermischen.

Auf Teller geben, mit dem knusprigen Bacon und dem geriebenen Parmesan bestreuen.

Den Winter mit Rosenkohl genießen.

Gratinierte Cannelloni mit Zucchini Ricotta Füllung in Tomatensauce

img_2473Bei so viel Regenwetter ist Wochenendwohlfühlessen angesagt. Dafür braucht man etwas länger in der Küche, aber das macht ja nix, wenn Garten und Laufstrecke pudelnass sind. Da ich keinen Spinat vorrätig hatte, habe ich ihn in diesem klassischen italienischen Gericht kurzerhand durch Zucchini ersetzt. Das klappt ganz wunderbar und ergibt ein oberleckeres vegetarisches Wochenendessen.

(Hier auf dem Dorf war es übrigens nicht ganz so einfach an ungefüllte Cannelloni heranzukommen, ich bin letztendlich bei edeka fündig geworden.)

Gratinierte Cannelloni mit Zucchini Ricotta Füllung in Tomatensauce für 3 Personen

Zutaten Tomatensauce:

  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g Zucchini
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrocknete Oregano
  • 1 – 2 TL Zucker

Zutaten Füllung:

  • 300 g Zucchini
  • 250 g Ricotta
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1 Ei
  • abgeriebene Schale von 1 kleinen Bio-Zitrone
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

Zutaten Cannelloni und Zubehör:

  • ca. 150 g Cannelloni (12 Stück)
  • 2 Bio-Mozzarella (150 – 200 g)
  • frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Die Zucchini waschen, putzen und relativ fein reiben. 300 g der Zucchini in ein Sieb geben, salzen und für ca. 10 Minuten abtropfen lassen.

Für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauch glasig anbraten. Die Tomaten und die Zucchini zugeben, würzen und für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Danach abschmecken.

Währenddessen die Füllung zubereiten. Die Zucchinischnitzel aus dem Sieb nehmen und ggf. noch etwas mit den Händen auspressen. Die Bio-Zitrone gut waschen und die Schale (nur das Gelbe) dünn abraspeln. Alle Zutaten für die Füllung miteinander verrühren und würzig abschmecken.

img_2467Die Füllung in einen Spritzbeutel oder eine Plastiktüte geben. Ein Loch in die gefüllte Tüte schneiden und jedes Cannellonirohr füllen. Das geht einfacher als man vermuten würde.

Nun etwa 1/3 der Tomatensauce in eine Auflaufform geben. Darauf die Cannelloni legen. Die restliche Sauce darüber schütten. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und auf den Cannelloni verteilen.

img_2469Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 30 Minuten backen, bis die Nudeln weich und der Mozzarella leicht gebräunt ist.

Vor dem Servieren mit frischen Basilikumblättern garnieren.

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Pasta in Gemüsesauce mit sizilianischem Flair

IMG_2113Das ist komisch, die ganze Zeit denke ich, dass es bereits Mitte Juli ist, muss wohl an dem hochsommerlichen Wetter der letzten Wochen liegen. Aber nein, es ist erst Juni, der ganze lange schöne Sommer mit hoffentlich unzähligen Sonnentagen liegt noch vor uns. Damit bietet sich auch jede Menge Gelegenheit, dieses wunderbar sommerliche Rezept mit einer Gemüsesauce aus Aubergine, Zucchini, Kapern und Tomaten, die sich mit Sardellen und Mozzarella zusammengefunden haben, auszuprobieren. Für mich fühlt sich da die heimische Gartenterrasse gleich wie Süditalien oder eben Sizilien an. Am besten, ihr probiert das gleich selbst aus.

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Pasta in Gemüsesauce mit sizilianischem Flair für 3 Personen

Zutaten:

  • Vollkornnudeln für 3 Personen (bei uns reichen 180 – 200 g)
  • Salz für das Kochwasser
  • 1 Aubergine
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 große Zwiebel
  • 4 – 5 Knoblauchzehen
  • 2 reife Tomaten
  • 1 gut gefüllter EL Kapern
  • 8 Sardellenfilets (in Öl eingelegte)
  • 1 kleine Dose Tomatenmark (70 g)
  • 2 Mozzarella (je 125 g)
  • 2 – 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 – 2 TL Rotweinessig
  • geriebener Parmesan
  • frisches Basilikum oder frische Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Gemüse, Zwiebeln und Knoblauchzehen putzen und in Stücke schneiden. Die Sardellenfilets fein hacken. Den Mozzarella würfeln.

Die Nudeln entsprechend der Anweisung auf der Verpackung in gut gesalzenem Wasser gar kochen.

In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Auberginenstücke darin für mehrere Minuten bei relativ großer Hitze anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.

Zwiebel und Zucchini hinzufügen und ebenfalls für mehrere Minuten mit braten lassen.

Danach dürfen die Tomaten, das Tomatenmark, die Kapern und Sardellen sowie der Knoblauch hinzu. Alles gut vermischen und für kurze Zeit köcheln lassen. Dabei mit Rotweinessig, Salz und Pfeffer würzen. Beim Salz etwas aufpassen, da sowohl Kapern als auch Sardellen bereits salzig sind. Abschmecken.

Nun die fertig gegarten und abgetropften Nudeln in die Gemüsesauce mischen und den Mozzarella hinzufügen. Letzterem beim Schmelzen zusehen, dabei den Parmesan reiben.

Mit Parmesan sowie frischen Kräutern bestreut in der Sonne sitzend genießen und vielleicht vom nächsten Urlaub träumen.

Spaghetti mit Fleischbällchen in Tomatensauce

IMG_1811Selten, selten kommt es vor, dass ich im Alltag einem Essen erlaube, mehrere Stunden vor sich hin zu köcheln. Dazu fehlt mir normalerweise einfach die Zeit. Hier jedoch habe ich eine Ausnahme gemacht und diese Tomatensauce rechtfertigt wirklich den Zeitaufwand. Sie entwickelt zwischen Stunde 2 und 3 ein wunderbares Aroma, das man bei Kurzkochsaucen einfach nicht hinbekommt. Dazu dann noch wohlschmeckende Fleischbällchen und fertig ist so ein richtiges Schlechtwetterwohlfühlessen.

Bei dem Aufwand kocht man am besten gleich eine größere Portion und friert den Rest von Sauce und Hackfleischbällchen ein. Und wenn man schon einmal an die Küche gebunden ist, kann man die Zeit natürlich effektiv nutzen und zum Beispiel nebenbei noch ein Suppenhuhn verarbeiten oder Knochenbrühe aus Rinderknochen kochen. Das gibt dann zwar einen ordentlichen Geruchswirrwarr, aber man hat den Gefrierschrank hinterher mit vielen guten “Fertiggerichten” gefüllt.

Jedoch noch einmal zurück zu diesem Rezept. Ich habe mich dazu von Chili und Ciabatta inspirieren lassen, jedoch für 6 Personen die Saucenmenge halbiert und die Hackfleisch- sowie Spaghettimenge reduziert.

Spaghetti mit Fleischbällchen in Tomatensauce für 6 Personen

Zutaten Sauce:

  • 2 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/4 TL getrocknete Chiliflocken, evtl. etwas mehr
  • 4 Dosen (je 400 g) stückige Tomaten
  • 1 – 2 Lorbeerblätter
  • ca. 1 TL getrockneter Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 1/2 Bund frisches Basilikum

Zutaten Fleischbällchen:

  • 500 g gemischtes Hackfleisch (am besten Schwein, Rind und Kalb, Schwein und Rind geht jedoch auch)
  • 2 große Eier (L)
  • ca. 40 g Weiß- oder Toastbrot, leicht trockenIMG_1806
  • etwas Milch zum Einweichen
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 65 g frisch geriebener Parmesan
  • 15 g gehackte, frische Petersilie
  • 1/2 TL Salz, evtl. etwas mehr
  • 3/4 TL getrockneter Oregano
  • ca. 1/3 TL Pfeffer
  • 1/3 TL gemahlene Fenchelsaat
  • 1/3 TL getrocknete Chiliflocken
  • Olivenöl zum Braten

Zutaten Zubehör für 3 Personen:

  • 225 g Vollkornspaghetti (3 Personen)
  • Salz für das Kochwasser
  • frisch geriebener Parmesan zum Bestreuen
  • frische Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Man beginnt mit der Tomatensauce. Dafür die Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden. Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und darin den Knoblauch leicht anbraten. Die Chiliflocken hinzufügen, umrühren und ebenfalls kurz mitbraten lassen.

Nun die Tomaten, Lorbeerblätter, Oregano sowie Salz, Pfeffer und etwas Zucker hinzufügen. Gut umrühren und dann alles abgedeckt für 2,5 – 3 Stunden vor sich hin köcheln lassen. Dabei ab und zu rühren. Die Sauce entwickelt dabei viel Aroma und dickt ein.

Kurz vor Ende der Garzeit, die Lorbeerblätter aus der Sauce fischen und das Basilikum hinzufügen. Mit einem Stabmixer alles grob pürieren. Abschmecken und evtl. mehr Salz, Pfeffer und Zucker hinzufügen.

Während die Sauce köchelt, die Hackfleischbällchen zubereiten. Dafür das leicht trockene Brot in etwas Milch einweichen. Danach gut ausdrücken. Nun alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander verkneten und den Teig abschmecken. 16 – 18 Fleischbällchen formen. Das geht am einfachsten mit leicht feuchten Händen.

Die Bällchen in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne portionsweise für 5 – 8 Minuten ringsherum anbraten, bis sie gebräunt sind. Danach die Bällchen in die Tomatensauce legen und für 10 – 15 Minuten darin köcheln lassen, bis sie vollständig gar sind.

Die Spaghetti entsprechend der Anweisung auf der Verpackung in reichlich Salzwasser kochen. Danach nicht mit kaltem Wasser abschrecken, sondern nur in einem Sieb gut abtropfen lassen und mit einigen Esslöffeln Sauce vermischen.

Spaghetti, Fleischbällchen und Sauce auf Tellern anrichten und mit Parmesan sowie gehackter Petersilie bestreut genießen.

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Überbackene Makkaroni mit Tomatensauce, Würstchen und Gemüse

IMG_1710Unsere ältere Nachbarin erzählte mir neulich, dass sie immer, wenn ihr Enkel sie besucht, Makkaroni mit Tomatensauce und Würstchen für ihn kocht. Genau wie meine Oma das früher häufig, wenn auch meist mit etwas Protest, für mich als Wunschessen hergestellt hatte. Ihr Protest bezog sich darauf, dass erstens Nudeln kein richtiges Mittagessen seien und zweitens gar kein Gemüse in dem Essen vorkam, was unmöglich gesund sein konnte. Letzterem Punkt kann ich inzwischen uneingeschränkt zustimmen.

Trotzdem, seit dem Gespräch mit unserer Nachbarin hatte ich so richtig große Lust auf Makkaroni mit Tomatensauce und Würstchen. Mit Gemüse. Das bekommt man nämlich ganz einfach mit in die Sauce gelockt. Als Pluspunkt verleiht es ihr sogar noch einen intensiveren, abwechslungsreicheren Geschmack. Das hätte meiner Oma sicher auch gefallen, nur leider konnte man in den 1980er Jahren in der DDR weder Zucchini, noch Paprika oder Dosentomaten kaufen. Und Rot- oder Sauerkraut passte nun wirklich nicht zu diesem Essen. Wie gut, dass es heute so einfach ist, zu jeder Jahreszeit verschiedenstes Gemüse kaufen zu können.

Bleibt nur noch ein Minuspunkt: Wir hatten keine Makkaroni im Haus! Stattdessen mussten Spiralnudeln als Ersatz herhalten. Sowas aber auch…

Überbackene Makkaroni mit Tomatensauce, Würstchen und Gemüse für 3 Personen

Zutaten:

  • 190 g Makkaroni oder andere kurze Nudeln (wir hatten nur Spiralen im Haus)
  • Salz für das Kochwasser
  • 200 g Wiener Würstchen
  • ggf. etwas Olivenöl
  • ggf. etwas Currypulver
  • 2 mittlere Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl
  • 1 große, rote Paprikaschote
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • etwas Wasser (ca. 1/3 der Tomatendose)
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter oder frischer Oregano
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • ca. 1 TL Zucker
  • einige Tropfen Worcestersauce
  • 50 – 75 g geriebener Käse, z. B. Gouda

Zubereitung:

Die Würstchen in nicht zu kleine Stücke schneiden und wenn gewünscht in etwas Öl und mit Currypulver bestreut kurz anbraten, bis sie leicht hellbraun geworden sind. Diesen Schritt kann man jedoch auch weglassen und die Wiener ungebraten verwenden.

Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stückchen schneiden. Das Gemüse putzen und würfeln.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (gern in der gleichen, in der man die Würstchen angebraten hat) und Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten, bis die Stücke weich geworden sind. Danach das Gemüse hinzufügen und für ca. 10 Minuten unter regelmäßigem Wenden bei mittlerer Hitze mitbraten lassen.

Danach die Tomaten und etwas Wasser angießen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Oregano, Zucker und Worcestersauce kräftig würzen. Alles für 5 Minuten köcheln lassen. Abschmecken.

Die Nudeln entsprechend der Packungsanweisung in reichlich Salzwasser gar kochen. Nach dem Garen, das Wasser weggießen, die Nudeln jedoch nicht abschrecken.

Nun die Nudeln mit der Tomatensauce sowie den Würstchen mischen und in eine Auflaufform füllen. Mit geriebenem Käse bestreuen und bei 250 °C (Ober- und Unterhitze) im vorgeheizten Backofen im oberen Drittel für ca. 5 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen ist.

Genießen.

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Zucchinispaghetti mit Avocadosauce und Lachs mit Feta-Walnuss Topping

IMG_1608Von wegen! Gesundes Essen schmeckt nicht oder Gemüse ist langweilig. Nicht bei diesem Rezept! Heute gab es ein richtiges Freitagsverwöhnessen, das die Familie als essenstechnischen Volltreffer bezeichnet hat. Ja, ich weiß, ich lobe jedes Essen hier im blog, aber würdet ihr etwas nachkochen wollen, was nicht funktioniert oder geschmeckt hat? Wohl kaum. Daher gelangen nur Rezepte auf den scheckenlaks, die wir für lecker befunden haben. Aus dieser Masse stechen dann einige in besonderer Weise hervor und dieses Rezept gehört eindeutig dazu.

Warme, cremige Avocado, Zucchinispaghetti, die sich in etwas Butter gewälzt haben und saftiger ofengebackener Lachs mit herzhaft, nussigem und leicht süßem Belag,… Am besten, ihr probiert es einfach aus, ehe ich mir hier noch den Mund wässrig schreibe.

Die Inspiration zu Spaghetti und Sauce habe ich mir hier geholt.

Zucchinispaghetti mit Avocadosauce und Lachs mit Feta-Walnuss Topping für 3 Personen

Zutaten Zucchinispaghetti:IMG_1601

  • 3 mittelgroße Zucchini (600 – 700 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL Butter zum Braten
  • 12 – 15 Cocktail-Tomaten

Zutaten Avocadosauce:

  • 2 reife Avocados
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine Handvoll Basilikumblätter
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Cayennepfeffer
  • ggf. etwas Wasser

Zutaten Lachs mit Feta-Walnuss Topping:

  • 500 g Lachsfilets
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Olivenöl zum Fetten der Form
  • ca. 80 g Feta
  • 40 g Walnüsse
  • etwas frischer oder getrockneter Rosmarin
  • 2 TL flüssiger Honig

Zubereitung:

Die Zucchinis waschen, putzen und am besten mit einem Spiralizer zu Spaghettis verarbeiten.

Benutzt man frisch geerntete Gartenzucchinis kann es günstig sein, sie mit etwas Salz bestreut für ca. 30 Minuten in einem Sieb zu entwässern. Im Supermarkt gekaufte Exemplare sind meist trockener, da ist dieser Schritt nicht notwendig.

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Die Tomaten waschen und halbieren.

Die Lachsfilets auftauen lassen und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl fetten. Die Lachsfilets nebeneinander hineinlegen.

Die Walnüsse grob hacken. Den Feta in eine Schüssel krümeln und mit den Walnüssen sowie den geschnittenen Rosmarinblättern vermischen. Gleichmäßig auf den Fischfilets verteilen und mit etwas flüssigem Honig (ca. 1/2 TL je Filet) beträufeln.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 15 – 17 Minuten backen. Durch das Topping brauchen die Lachsfilets etwas länger als unbelegte Exemplare.

Während der Lachs im Ofen ist, kann man die Avocadosauce zubereiten. Dafür die Avocados halbieren, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch aus der Schale heben. Die Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Die Basilikumblätter abzupfen, die Zitrone auspressen.

Alles zusammen mit dem Olivenöl mit einem Stabmixer zu einer grünen Sauce pürieren. Mit etwas Wasser bis zur gewünschten cremigen Konsistenz verdünnen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.

Etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Zucchinispaghetti für 5 – 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis das dabei austretende Wasser verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. (Achtung: vorher bereits zur Entwässerung gesalzene Gartenzucchini nicht erneut salzen.)

Kurz vor Ende der Garzeit die Tomatenhälften sowie die Avocadosauce hinzugeben und sich kurz mit erwärmen lassen. Finales abschmecken und Familie an den Tisch rufen.

Die Zucchinispaghetti zusammen mit den Lachsfilets genießen.

Bunte Nudeln mit veganer Cashew-Petersilien-Zitronen Sauce

IMG_0726Wer benötigt schon Sahne, wenn man Cashewkerne hat? Mit diesen kann man ebenso cremige Saucen herstellen, die ausgezeichnet zu Nudeln passen. Gut zu wissen, wenn man vergessen hat, die Sahne einzukaufen oder vegan essenden Besuch hat.

Dieses schnell zuzubereitende Gericht ist ein zudem ein ausgezeichneter Wochenenderöffner für einen Freitag, an dem noch Training und Hausarbeit auf dem Plan stehen, die die küchenverfügbare Zeit einschränken.

Bunte Nudeln mit veganer Cashew-Petersilien-Zitronen Sauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 3 Portionen Nudeln (bei uns 260 g)
  • Salz für das Kochwasser
  • 2 dl Cashewkerne, ungesalzen
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 1 Bund Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • ca. 1,5 dl Wasser
  • Saft von 1/2 – 3/4 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • gemahlener, getrockneter Koriander
  • Paprikapulver
  • ca. 3 EL Pinienkerne
  • Salat als Beilage (wir: Zucchini, Cherrytomaten, Äpfel mit Essig-Öl-Dressing)

Zubereitung:

Zuerst die Cashewkerne mit Wasser bedecken und für 15 Minuten köcheln lassen. Das Kochwasser danach abschütten.

Währenddessen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit anrösten, bis sie eine hellbraune Farbe angenommen haben und die ganze Küche mit ihrem Röstaroma erfüllen.

Die Knoblauchzehen schälen, die Petersilie waschen und putzen.

Nun die Cashewkerne zusammen mit den Knoblauchzehen, der Petersilie, dem Wasser, dem Olivenöl sowie dem Saft einer halben Zitrone in einen Mixer geben und zu einer glatten, cremigen Sauce pürieren. Erscheint die Saucenkonsistenz zu fest, sollte etwas mehr Wasser hinzugefügt werden.

Die Sauce mit den Gewürzen und ggf. noch etwas mehr Zitronensaft abschmecken.

Die Nudeln in Salzwasser entsprechend der Anweisung auf der Packung gar kochen. Das Kochwasser abgießen und die Nudeln kurz abschrecken.

Die Nudeln zusammen mit der Sauce anrichten und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen. Ein Salat sorgt als Beilage bei diesem schnellen Pastagericht für den ansonsten fehlenden Gemüseanteil. Fix fertig in Rekordzeit.

Spaghetti mit Pilzen, Haselnüssen und Sahne

IMG_0420Schnelle Alltagsküche, die gut schmeckt! Perfekt für einen Montag oder Dienstag oder eben anderen Wochentag, an dem nur wenig Zeit zum Kochen bleibt. Aufgegabelt habe ich dieses einfache, jedoch sehr gut sättigende und wohlschmeckende Rezept eines abends in Kopenhagen, als ich fußlahm durch diverse dänische und norwegische Fernsehsender blätterte. Typisch Kochblogger, ich blieb bei einer Art Kochsendung hängen. Wer die Köchin war, weiß ich leider nicht, auch nicht den Sender, aber das Rezept habe ich mir gemerkt und so gab es das heute bei uns.

Spaghetti mit Pilzen, Haselnüssen und Sahne für 3 Personen

Zutaten:

  • 210 g Vollkornspaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • 250 g Pilze, z. B. Champignons, Steinpilze o.ä.
  • 50 g Haselnüsse
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • etwas Butter
  • 2 dl Sahne
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 1/2 TL Trüffelöl (kann man auch weglassen)
  • ca. 1 TL Zitronensaft
  • geriebener Parmesan
  • frische Petersilie
  • einige in Butter gebratene Pilze, wenn vorhanden

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die Haselnusskerne in einem Mixer grob zerkleinern.

Die Pilze ggf. putzen bzw. auftauen lassen und vor der Verwendung trockentupfen. Die Pilze ebenfalls in einem Mixer zerkleinern.

Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, bis die Zwiebel glasig und weich geworden ist. Haselnusskerne und Pilze hinzufügen. Für einige Minuten unter Rühren mitbraten lassen.

Die Sahne angießen, umrühren und alles für mehrere Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, ggf. etwas Trüffelöl und Zitronensaft abschmecken. Das Trüffelöl verleiht der Sauce einen etwas intensiveren Geschmack, so lange man nicht zu viel davon nimmt.

Die Spaghetti in reichlich Salzwasser entsprechend der Packungsanweisung gar kochen. Das Kochwasser abgießen, die Spaghetti jedoch nicht mit kaltem Wasser abschrecken.

Die Sauce mit den Spaghetti vermischen und mit frischer, gehackter Petersilie und geriebenem Parmesan bestreuen. Wenn ihr jetzt noch so glücklich wart, ein paar Pilze im Wald zu finden, sind diese in Butter angebraten sicher ein richtig gutes I-Tüpfelchen zu den Spaghetti. Angesichts der Trockenheit muss das wohl bis nächstes Jahr warten, hier zeigt sich nämlich absolut kein Pilz.