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Figur-Meisenknödel – Vogelfutter in Pfefferkuchenförmchen

Diesen Winter können wir mit Fug und Recht behaupten, dass das Erzgebirge tief verschneit ist. Mit einer Schneehöhe von ca. 60 cm und bis zu -15 °C in unserem Dorf ist es für die Wildtiere und -vögel sicher nicht so einfach, genug Futter zu finden. Da wir direkt am Waldrand wohnen und somit sowohl jede Menge Vögel, als auch Eichhörnchen, eine Füchsin und Rehe unsere direkten Nachbarn sind, helfen wir zumindest den kleineren Tieren gern etwas mit Futter aus. Belohnt werden wir damit, dass wir Vögel und Eichhörnchen einfach am Futterplatz beobachten können und im Frühjahr ein herrliches Vogelkonzert bekommen.

In den letzten Jahren probierten wir fertig gekaufte Meisenringe, die sich allerdings nicht so großer Beliebtheit erfreuten. Zudem sind viele Meisenknödel in Plastiknetze verpackt. Diese findet man dann nach der Schneeschmelze bunt im Wald verstreut, da Raben, Elstern und Eichhörnchen offenbar gern die gesamten Meisenknödel aus dem Baum pflücken und mitnehmen. Das Netz bleibt dann auf ewig in der Natur zurück.

Deshalb haben wir dieses Jahr nach Inspiration von einem Gartenblog selbst gebastelt. Da wir regelmäßig Brot backen, hatten wir alle Trockenfutterbestandteile mit Ausnahme der Nüsse bereits im Haus, nur das Fett mussten wir zukaufen. Bei den Erdnüssen haben wir Erdnussbruch-Vogelfutter verwendet.

Wichtig bei der Vogelfutterherstellung ist, dass keine verdorbenen, verschimmelten oder ranzigen Zutaten verwendet werden. Ebenso sollte alles ungewürzt und ungesalzen sein. Der Faden zum Aufhängen sollte nicht aus Plastik sein, wir haben Wolle verwendet.

Wir hatten viel Spaß bei der abendlichen Herstellung des Meisenfutters und den Vögeln sowie einem Eichhörnchen scheint es zu schmecken.

Figur-Meisenknödel (12 – 14 Stück bei Nutzung von eher großen Pfefferkuchenförmchen)

Zutaten:

  • ca. 200 g Kokosfett (z. B. Palmin) oder eine Mischung aus Kokosfett und tierischem Fett (ungesalzen!)
  • 80 g Vollkornmehl oder Getreideschrot
  • 80 g geschälte Sonnenblumenkerne oder eine Mischung mit anderen Saaten wie Sesam, Mohn, Leinsamen
  • ca. 50 g Haferflocken oder andere Getreideflocken
  • 120 – 140 g Erdnüsse oder andere ungewürzte, ungesalzene Nüsse
  • einige ungeschwefelte Korinthen oder Rosinen, gehackte Nüsse oder Getreideflocken zum Verzieren
  • Wollfäden, Backpapier, Pfefferkuchenförmchen ohne allzu fitzelige Teile

Zubereitung:

Das Kokosfett bei mittlere Hitze schmelzen, danach etwas abkühlen lassen.

Alle Zutaten, mit Ausnahme der zur Verzierung vorgesehenen Anteile, grob mit einem Mixer hacken.

Danach mit dem geschmolzenen Fett vermischen und so lange abkühlen lassen, bis die Masse nicht mehr flüssig und damit leichter zu verarbeiten ist.

Ein großes Brett oder Backblech mit Backpapier auslegen. Etwas der Masse in die Pfefferkuchenförmchen füllen. Danach einen Wollfaden einlegen. Da Meisenknödel oft von oben nach unten gefressen werden, sollte der Faden sich über die gesamte Formlänge erstrecken. Die Förmchen nun bis zum Rand mit dem Fettfutter ausfüllen. Dabei aufpassen, dass alle Ecken und Zacken mit befüllt werden.

Das Futter mit einigen gehackten Nüssen, Korinthen oder Getreideflocken verzieren.

Nun das Brett im Kühlschrank oder direkt draußen in der Kälte zwischenlagern, bis die Masse hart geworden ist.

Das Backpapier abziehen und das Vogelfutter vorsichtig aus den Förmchen drücken. Das geht leichter, wenn man das Metall etwas in der Hand erwärmt.

Die Meisenknödel trocken und kühl in einer verschlossenen Dose entweder im Kühlschrank oder draußen auf dem Fensterbrett aufbewahren. Sie können auch eingefroren werden.

Wir konnten beobachten, dass unsere Meisen das Futter nach etwa einem Tag der Beobachtung und des vorsichtigen Probierens ausgesprochen gern fressen. Ist es jedoch, so wie letzte Woche, kälter als -10 °C, schaffen sie es mit ihren Schnäbeln nicht mehr, von den Meisenknödeln etwas abzupicken. Da sollte man dann doch loses Futter verwenden.

Paprikapfanne mit Kichererbsen und Chorizo: ein Verfall der Kochkultur?

IMG_2305Heute gibt es ein einfaches “Protestessenrezept” auf dem blog. Warum? Weil es gut schmeckt, sättigt, viel Gemüse enthält, passend gesund und alltagstauglich ist. Gut, das ist der Hauptgrund. Der Nebengrund ergibt sich aus einem Kommentar, der mich gestern erreichte, den ich jedoch nicht veröffentlichen soll. Normalerweise ignoriere ich diese Art von Kommentaren, da ich finde, dass man, wenn man es Ernst meint, auch zu einer Veröffentlichung stehen muss.

Trotzdem fand ich das, was der Schreiber zu sagen hatte, ganz interessant. Er kritisierte mich für meine “allzu simplen, langweiligen Rezepte mit alltäglichen Zutaten”, die ja wohl jeder ohne Anweisung spontan kochen könnte. Es gäbe also keinen Grund, mit so etwas Banalem das Internet vollzustopfen. Außerdem würden wir jüngeren Blogger damit jegliche noch vorhandene Kochkultur durch Absenken der Ansprüche verderben.

Während der erste Punkt ganz klar im individuellen Ermessen jedes Einzelnen liegt und niemand gezwungen ist, einen blog zu lesen, der ihn nicht inspiriert, habe ich zum zweiten Punkt eine ganz andere Meinung. Zur Kochkultur gehören für mich nämlich Gourmetessen genauso wie ganz normale Mittagessen, die ohne exklusive, ungewöhnliche oder teure Zutaten auskommen (müssen). Auch der Zeitfaktor spielt bei mir eine klare Rolle. So sehr ich aufwändig hergestellte Menüs an einem Festtag schätze und genieße, so sehr mag ich schnell und meinetwegen auch simpel zu kochende Rezepte für den Alltag, so lange sie wohlschmeckend, weitgehend gesund und keine reinen Fertigprodukte sind. Im Gegenteil, gerade durch so hohe Ansprüche an Exklusivität und zeitaufwändiges Essenkochen steht meiner Meinung nach die Kochkultur am heimischen Herd in Gefahr. Wird das tägliche Essenkochen als anstrengende, teure Küchenschlacht empfunden, für die man spezielle Ausrüstung und Kenntnisse benötigt, steigt die Verlockung, gleich auf billige Fertigpizza, -sauce und Fast Food umzusteigen. Dies wäre ohne Zweifel keine sehr gute Alternative.

Und genau deshalb gibt es heute auf dem scheckenlaks erneut ein simples Rezept für den Alltag. Die Paprikapfanne schmeckt nämlich ausgezeichnet, würzig unlangweilig, eignet sich zur Resteverwertung und ist unkompliziert hergestellt. Perfekt. Man benötigt sogar nur eine große Pfanne mit Deckel, so dass auch der Abwasch sich in Grenzen hält ;-).

Genießt das Kochen und lasst euch nicht einreden, dass nur “Gourmetessen” richtig gekochtes Essen sei!

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Paprikapfanne mit Kichererbsen, roten Bohnen und Chorizo für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 Paprikaschoten (rot, gelb)
  • ca. 200 g Chorizo (spanische Paprikasalami)
  • 1 Dose Rote Bohnen (Füllmenge 420 g)
  • 1 Dose Kichererbsen (Füllmenge 400 g)
  • 150 g Spinat (frisch oder TK)
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • ca. 3 TL Rotweinessig
  • Salz
  • ca. 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • ca. 1/2 TL Cayennepfeffer (Menge reduzieren, wenn ihr nicht gern scharf esst)
  • etwas getrockneter oder frischer Thymian
  • 1/2 Bund frische Petersilie
  • 150 – 200 g Feta
  • 3 – 4 EL Joghurt, naturell

Zubereitung:

Das Gemüse putzen bzw. waschen und in Stücke schneiden. Die Chorizo schälen und in Scheiben schneiden. Kichererbsen und rote Bohnen in ein Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen bis nichts mehr schäumt. Abtropfen lassen.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin anbraten, bis sie glasig geworden ist.

Knoblauch, Paprika und Chorizo hinzufügen und für mehrere Minuten mitbraten lassen. Danach Rote Bohnen, Kichererbsen, den Essig sowie die Gewürze hinzufügen und alles abgedeckt für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach sollte der Paprika bissfest gar sein. Achtung bei der Zugabe des Cayennepfeffers, wer nicht gern scharf isst, nimmt weniger oder lässt ihn ggf. ganz weg.

Den Spinat hinzufügen und so lange köcheln lassen, bis er zusammenfällt bzw. aufgetaut ist.

Die Paprikapfanne abschmecken, mit frischer, gehackter Petersilie sowie zerkrümeltem Feta bestreuen und mit etwas Joghurt garniert genießen. Der Joghurt mildert die Schärfe, er kann also ggf. weggelassen werden, wenn ihr auf den Cayennepfeffer verzichtet habt.

Wie schält man Mandeln?

IMG_2149Mitten im Sommer Mandeln schälen? Ja, man benötigt geschälte Mandeln schließlich nicht nur zur Weihnachtsbäckerei für Plätzchen, Stollen und Co., sondern auch zum Beispiel für Mandelböden, ich sage nur Himbeertorte, für französische Macarons oder die Marzipanproduktion. Kurz, für alle Produkte, die zwar Mandeln enthalten aber eine helle Farbe behalten sollen, müssen die Mandeln vor der Verwendung geschält werden.

Wir sind zum Beispiel gerade mitten in einem Hochzeitskuchenbackprojekt, für das wir eine Makronenmasse benötigen. Das Rezept verlangt nach einer Mischung von 50 % geschälten und 50 % ungeschälten, gemahlenen Mandeln. Während ich nun zusammen mit meiner Mutter beim “Mandelschnipsen” saß, fiel mir einer meiner allerersten, studentischen Kuchenbackversuche ein.

Es handelte sich um einen Möhrenkuchen, in den ebenfalls geschälte Mandeln gehörten. Diese gab es damals in dem ländlichen Supermarkt jedoch nicht fertig zu kaufen. Das stellte meinen Freund zunächst vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe, er stellte sich nämlich schon mit Schrecken vor, wie er gleich die Haut mühevoll von jeder einzelnen Mandel kratzen müsste. Zum Glück gibt es jedoch eine viel einfachere Methode, die auch noch richtig Spaß macht. Hat man Kinder, kann man sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für das “Mandelnschnipsen” begeistern, man muss dann nur Aufpassen, dass die Mandeln nicht durch die halbe Küche fliegen ;-).

Für alle bisher Unwissenden in Sachen Mandelnschälen, folgt hier nun die Anleitung.

IMG_2136Zuerst Wasser in einem Topf aufkochen. Den Topf von der Kochstelle nehmen, die Mandeln hineinschütten und abgedeckt ca. 10 Minuten in dem heißen Wasser ziehen lassen. Danach das Wasser abgießen.

IMG_2140Die Mandeln nun auf ein Küchentuch schütten und etwas Auskühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Hier zu sehen sind übrigens 400 g Mandeln, man muss eine etwas größere Menge nehmen, als im Rezept angegeben, da die Schale auch ein wenig ins Gewicht fällt.

IMG_2146Nun die feuchten Mandeln zwischen Daumen und Zeigefinger klemmen und einen leichten Druck auf die Schale ausüben, dadurch “schnipsen” die Mandeln ganz einfach aus ihrer Haut.

IMG_2152Dadurch erhält man einen Schalenhaufen und das eigentliche Endprodukt, schöne, helle, geschälte Mandeln.

IMG_2157Diese kann man nun für 3 – 5 Tage zum Trocknen auslegen und danach wie gewünscht mahlen oder hacken.

Man kann auf das Trocknen auch verzichten, wenn die Mandeln in einem feuchten Teig, wie zum Beispiel einem Stollenteig, Verwendung finden sollen. Für eher trockene Teige, für die keine Schüttflüssigkeit verwendet wird, wie zum Beispiel Makronenteige, würde ich sie hingegen tatsächlich vor dem Mahlen wie oben angegeben trocknen lassen.

So einfach ist das also mit dem Mandelnhäuten, viel Spaß beim “Schnipsen”!

Knoblauchdressing

IMG_1411Am Beginn meiner “Kochkarriere” hatte ich häufig das Problem eine passende Sauce bzw. ein Dressing oder einen Dipp schmackhaft herzustellen. Das nicht allzu große Geheimnis liegt natürlich im Abschmecken. Es sollte eine feine Balance zwischen säuerlich, scharf, würzig und leicht süß entstehen. Um diese zu treffen hilft nichts anderes als üben und üben und üben, bis man ein Gefühl dafür entwickelt hat, was der Sauce noch fehlt, um sie in die richtige bzw. eine spannende Richtung zu ziehen. Das braucht etwas Zeit, sollte aber niemanden vom immer wieder Probieren abschrecken.

Bei diesem Dressing ist das Abschmecken nicht allzu schwer, dafür sorgen zum einen natürlich der würzige Knoblauch, zum anderen die Mayonnaise. Es ist daher anfängertauglich und schnell zusammengerührt.

Es begleitet besonders gern Kebab, Döner, ofengebackenes Gemüse, Burger oder auch Pizza.

Knoblauchdressing für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 dl Saure Sahne (20 % Fett)
  • 1/2 dl Mayonnaise
  • 3 kleinere Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • einige Tropfen Zitronensaft
  • frischer Schnittlauch oder frisches Frühlingszwiebelgrün

Zubereitung:

Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken. Alternativ kann man sie auch durch eine Knoblauchpresse quetschen.

Saure Sahne mit der Mayonnaise sowie dem Knoblauch verrühren. Alles mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Zucker abschmecken, bis ihr die richtige Balance zwischen säuerlich, süß und scharf gefunden habt.

Den Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen schneiden. Auf das Dressing streuen.

Das Dressing profitiert von ca. 30 Minuten kühler Ruhezeit, schmeckt aber auch, wenn man dies ihm nicht geben kann.

Zu Kebab, Döner, Pizza, Burgern oder ofengebackenem Gemüse genießen.

Gutes neues Jahr und der Jahresrückblick auf 2015

IMG_2723Ich hoffe ihr seid alle wohlbehalten und mit einer schönen Party in das neue Jahr gerutscht. Wir hatten perfektes Feuerwerkswetter mit einem kleinen bisschen Schnee, klarer Sicht und wenig Wind. Von unserem Bergwohnsitz aus konnten wir damit ein ordentliches Feuerwerk genießen, das das unter uns liegende Dorf produziert. Auch wir haben uns nicht lumpen lassen und uns an der Vertreibung der bösen Geister ein bisschen beteiligt. Damit möge 2016 euch allen viel Glück, Gesundheit, Kreativität und natürlich ein gutes Gelingen der Koch- und Backaktivitäten bringen.

Heute wabert hier dichter Nebel um uns herum, so dass ich die Zeit für das Studium der Blogstatistik genutzt habe. Er ist ganz ordentlich gewachsen, der scheckenlaks, im letzten Jahr. Viele neue Rezepte sind hinzugekommen und ihr habt fleißig die verschiedenen blogposts angeklickt. Vielen Dank für euer Interesse und eure Kommentare, ohne die das Bloggen nur wenig Spaß machen würde.

Wie immer haben es euch einige der Rezepte besonders angetan, die Kuchen standen hoch im Kurs und belegen wie in den letzten beiden Jahren auch den 1. Platz. Dieses Jahr ist es der mit Puddingcreme gefüllte Streuselkuchen, der den klaren Sieg für sich einheimsen konnte.

Eure 5 Kuchenfavoriten 2015

  1. Mit Puddingcreme gefüllter Streuselkuchen
  2. Norwegische Zimtschnecken
  3. Kirschkuchen mit Schoko-Nuss Boden
  4. Apfel-Zimtschnecken
  5. Apfelkuchen mit Quark und Streuseln in der Blechkuchenvariante

Auch Mittagessen finden sich unter den 10 beliebtesten Rezepten.

Eure 5 Mittagessenfavoriten 2015

  1. Pilzbohnen mit Rosmarinkartoffeln
  2. Krautrouladen
  3. Gebackener gefüllter Flaschenkürbis
  4. Norwegische Fischsuppe
  5. Sächsische Kartoffelsuppe

Schön bunt gemischt sieht die Jahresstatistik aus mit Fisch-, Fleisch- und vegetarischen Rezepten. Richtig gut auch, dass erneut sowohl typisch sächsische als auch norwegische Essen vertreten sind.

Kopenhagen – Streetfood, Torvehallerne und mehr

Kopenhagen: Drehkreuz des Nordens, was den Flug- und Zugverkehr anbetrifft. Da steigt man um, Flughafen und Bahnhof sind modern, ja fast ein bisschen luxuriös, so kommt es einem vor, zumindest wenn man vorher von Berlin-Tegel gestartet ist. Aber sonst? Was will man denn in Kopenhagen? Bei Regenwetter Egon Olsen begegnen?

Eher nicht, obwohl, wenn Egon uns ein paar Millionen Kronen überlassen würde, dann vielleicht doch. Eigentlich wollten wir jedoch eine weitere der skandinavischen Hauptstädte kennenlernen. Und was für eine. Bisher fand ich London cool, Paris beeindruckend, Rom vor allem historisch interessant. Und Kopenhagen? Spannend, trifft es wohl am besten, voller Gegensätze und gleichzeitig ebenso ohne riesige Unterschiede in der Gesellschaft. Moderne Architektur trifft historische Gebäude und bildet eine Einheit mit ihnen, belebte Einkaufsstraßen mit einer betörenden Auswahl an Geschäften treffen auf ruhige Parks, in denen mitten in der Stadt gepicknickt wird, teuerste Restaurants wie das noma treffen auf einen coolen Streetfoodmarket, wobei beide gleichermaßen “ausgebucht” sind. So bietet Kopenhagen für alle und für (fast) jeden Geldbeutel etwas.

Denn teuer ist sie schon, diese schöne, spannende City. Da wir jedoch mit Airbnb eine kleine, wunderschöne und voll ausgestattete Stadtwohnung gemietet hatten, konnten wir beruhigt, auch ohne Egons Millionen, unseren Geldbeutel schonen. Einkaufen beim Netto mit Hund und Selbstkochen war das Motto an den meisten Tagen.

An den anderen gaben wir uns u. a. den Genüssen der Lagkagehus-Bäckereien hin, ebenso wie  denjenigen von Papirøen (Streetfoodmarkt) und den Torvehallernen (Markthalle mit allen Waren, die das Herz begehrt). Hervorragendes Brot, das in der Bäckerei sogar klar beschriftet ist mit z. B. Roggenbrot 70:30, Bigabrot, Weizen Sauerteigbrot, wohlschmeckender Kuchen, “Wienerbrød”, das weder aus Wien stammt noch Brot ist, sondern ein süßer, gefüllter Blätterteig, Biofleisch von Rind, Schwein oder Lamm, frischer Fisch und anderes Meeresgetier, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Tee und Schokolade, dazu noch Streetfood, das von dem typisch dänischen Smørrebrød über Kuchen bis zu exotischen Zubereitungen aus Korea oder Indien reicht. Ein kleines Paradies also für Foodblogger, Essens- und Kochliebhaber.

Papirøen: Die Auswahl ist nicht leicht, es gibt so viel Leckeres.

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Wir entscheiden uns für typisch dänisches smørrebrød und kommen am Kuchenstand nicht ohne Geldausgabe vorbei.

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Genießen kann man die Herrlichkeiten entweder in der Halle oder draußen, bei Sonne mit Blick auf Hafen, Ostsee, Boote, die neue Oper und viele andere Menschen. Ach ja, man kann zwischen Tischen mit Bänken und Liegestühlen wählen. Mit etwas Glück bekommt man auch noch einen Platz in der ersten Reihe.

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In den Torvehallernen gibt es “alles”, was man in der Küche verarbeiten möchte. Damit man dabei nicht zunimmt, kann man ja mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren. 

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Ein paar weitere Fotos mit einigen Sehenswürdigkeiten und Beobachtungen am Rande folgen im Laufe der nächsten Woche. Bis dahin – genießt das Wochenende.

6 einfache und leckere Rezepte für den Muttertag

Am nächsten Sonntag ist es soweit, es ist Muttertag, Zeit für ein kleines Dankeschön an die Mama. Wie wäre es, sie mit etwas Besonderem zum Frühstück oder einem selbst gebackenen Kuchen zu überraschen? Ihr habt noch nie Kuchen gebacken oder seid nicht so geübt darin? Keine Angst, die folgenden Rezepte könnt ihr auch ohne (viel) Vorwissen gut hinbekommen. Außerdem bin ich mir sicher, dass die meisten Mütter auch das Bemühen sehr zu schätzen wissen und über den einen oder anderen kleinen Makel des Muttertagskunstwerkes ohne Probleme hinwegsehen können.

Frühstück

Als erstes ein ganz einfaches Rezept für eine Frühstücksüberraschung – gesund, leicht und schmackhaft sowie stressfrei am Abend vorher vorzubereiten. Perfekt für einen guten Start in den Tag.

Chiapudding mit Vanillegeschmack

IMG_8570Für bereits etwas am Backofen Geübtere würde sich die Herstellung von diesem wunderbaren gerösteten Granola anbieten. Herrlich nussig im Geschmack, leicht süß und gut auf Joghurt, Quark oder einem festeren Smoothie zu essen.

Geröstetes Granola = Weltbestes Hamstermüsli

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Kuchen für den Nachmittag

Zuerst wieder etwas ganz Einfaches, ein Käsekuchen im Glas, für den man weder Backofen noch Kochplatte benötigt. Mit frischen Beeren ist er eine leckere Alternative zu einem herkömmlichen Kuchen.

Käsekuchen im Glas

IMG_5799Der Kuchen soll eher wie ein richtiger Kuchen aussehen, aber trotzdem ohne Herdeinsatz auskommen? Dann würde sich dieser vegane, glutenfreie Möhrenkuchen anbieten. Ungewöhnlich, aber trotzdem toll. Für die Herstellung benötigt ihr jedoch einen leistungsstarken Mixer.

Möhrenkuchen mit Cashewcreme

IMG_7814Diese herrliche Biskuitrolle ist hingegen etwas für alle, die schon ein klitzekleines bisschen Backerfahrung haben und der Mama am liebsten eine Torte servieren möchten, jedoch nicht die dafür nötige Zeit haben. Die Rolle ist in weniger als einer Stunde, inklusive Küchenaufräumen, hergestellt und steht geschmacklich einer Sahnetorte in nichts nach.

Biskuitrolle mit Sahne

IMG_6379Zum Schluss noch ein ganz großer Blogfavorit, eines der von euch am meisten angeklickten Rezepte: Der fruchtige Kirschkuchen auf Schoko-Nuss-Boden, ein traditioneller Kuchen, der ebenfalls schnell und einfach zuzubereiten ist. Mit etwas Schlagsahne versehen, macht er immer einen guten Eindruck auf dem Kaffeetisch.

Kirschkuchen mit Schoko-Nuss-Boden

IMG_3145Gutes Gelingen bei der Zubereitung der Muttertagsüberraschung!

Winterland Erzgebirge

IMG_8459Heute gibt es eine etwas andere Blogpost auf dem scheckenlaks. Verursacher ist dieser herrliche Winter mit ausreichend Schnee und viel Sonne – mitten im Februar im Erzgebirge.

Glitzernd beschneite Bäume, früh morgens noch leere Loipen und weite Aussicht über die Erzgebirgskämme, schön, wenn man dann in jeder freien Minute Skifahren kann.

Und damit ich euch jetzt noch ein bisschen mehr Lust auf das Erzgebirge, Skifahren und den Winter machen kann, gibt es heute ausnahmsweise mal kein Rezept sondern Schneefotos.

Genießt das Winterwochenende!

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Jahresrückblick 2014 – die 10 beliebtesten Rezepte

IMG_1464Nun hat die Weihnachtspause des blogs etwas länger gedauert als erwartet. Aber wer konnte schon ahnen, dass so schöner Schnee fallen sollte. Nach dem letzten Regenwinter wagte man ja kaum zu hoffen. Da war klar, dass wir diese Chance nutzen müssten und deshalb waren wir Skifahren und der scheckenlaks blieb noch etwas länger im Urlaub.

Das hat jetzt allerdings ein Ende, denn am 30.12. wird es nun wirklich Zeit für einen kleinen Jahresrückblick und ein großes Dankeschön an Euch Leser des scheckenlakses für Euer Interesse und Eure Kommentare. Von den inzwischen hier versammelten 232 Rezepten sind einige häufiger als andere angeklickt worden. 2014 hatten es Euch die folgenden 10 Rezepte besonders angetan. Eine schöne Mischung zwischen Kuchen und Mittagessen sowie zwischen sächsisch, norwegisch und sonstigem. Wie es scheint, ist es nicht verkehrt, auch ganz traditionelle Rezepte wie Pflaumenkuchen mit Streuseln, Pilzbohnen oder Krautrouladen zu posten, denn auch diese ziehen Aufmerksamkeit auf sich.

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Kirschkuchen mit Schoko-Nuss-Boden
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Pilzbohnen und Rosmarinkartoffeln
Eierschecke
Eierschecke ohne Boden
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Pflaumenkuchen mit Streuseln
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Grüner Smoothie – Zitronenmelisse, Spinat und Apfel
Waffel
17. Mai – Waffeln für Norwegenfans
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Suksesskake – ein norwegischer Klassiker
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Norwegische Fischsuppe
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Krautrouladen – ein Klassiker
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Ofengebackener Seelachs mit Pinienkernen, Süßkartoffelmus und Soja-Buttersauce

Damit wünsche ich Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge 2015 euch allen viel Glück, Gesundheit, Kreativität und natürlich ein gutes Gelingen der Koch- und Backaktivitäten bringen.

Frohe Weihnachten – God Jul

PfefferkuchenhausFröhliche Weihnachten und erholsame Feiertage, ganz ohne Stress, dafür jedoch mit vielen Überraschungen und kulinarischen Genüssen in netter Familien- oder Freundesrunde wünsche ich euch allen.

Wir freuen uns auf Familienbesuch und natürlich den Weihnachtsmann, alias julenisse, der ganz vielleicht hier vorbeischauen wird. Wir sind gespannt. Der scheckenlaks legt indes eine kurze Weihnachtspause ein, meldet sich jedoch noch vor dem Jahresende wieder zurück. Bis dahin und genießt die Weihnachtszeit!