Category Archives: Suppe

Cremige Fenchelsuppe mit gebratenen Seelachswürfeln

Wir haben in den letzten Jahren schon aus vielerlei Gemüse Suppen gekocht, eine beinahe reine Fenchelsuppe war jedoch noch nicht dabei. Höchste Zeit also das Fenchelknollenangebot im Supermarkt auszunutzen, um daraus diese wohlschmeckende, cremige Suppe mit gebratenem Seelachs herzustellen.

Fenchel passt hervorragend zu Fisch und wer jetzt Bedenken hat, nein, es schmeckt nicht wie Fencheltee. Die Knolle entwickelt beim Kochen einen würzigen Geschmack, der durch etwas Sternanis und Koriander betont werden kann.

Wem es zu aufwendig ist, die Fischstücke zu braten, der kann sie auch in den letzten 10 Minuten der Suppenkochzeit mit in der Suppe durchziehen lassen.

Cremige Fenchelsuppe mit gebratenen Seelachswürfeln für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 kleine, gelbe Zwiebel
  • 1 mittlere Möhre
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 1/2 Chilischote (mehr oder weniger, je nach Schärfe der Schote)
  • 3 größere Fenchelknollen
  • 1 EL Butter
  • 7 dl milde Gemüsebrühe
  • 100 g Creme fraiche
  • Salz
  • Pfeffer
  • Sternanis
  • gemahlener Koriander
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/4 Zitrone)
  • 400 g Seelachsfilet
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL Butter zum Braten

Zubereitung:

Zwiebel, Möhre und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden. Die Chilischote längs halbieren und die Kerne entfernen.

Von den Fenchelknollen das Grün abschneiden, hacken und zunächst zur Seite legen. Das wird später zum Bestreuen der Suppe benutzt. Die Knollen putzen und den inneren harten Strunk herausschneiden. Den Rest in Streifen schneiden.

1 EL Butter in einem Suppentopf erhitzen und darin Zwiebel, Knoblauch sowie Möhren für mehrere Minuten anbraten. Die Zwiebel sollte dabei glasig werden. Danach Fenchel und Chilischote hinzufügen und ebenfalls kurz mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe angießen sowie mit gemahlenem Koriander und etwas Sternanis würzen. Die Suppe aufkochen und abgedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Während die Suppe kochte, die Seelachsfilets in Würfel schneiden sowie salzen und pfeffern. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und darin die Fischstücke anbraten. Das dauert ca. 10 Minuten.

Creme fraiche in die Suppe geben und diese anschließend fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Ist die Suppe zu dick, hilft die Zugabe von etwas mehr Gemüsebrühe bzw. Wasser.

Die Suppe auf Teller geben, die gebratenen Seelachswürfel in die Mitte setzen und alles mit dem Fenchelgrün bestreuen.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst

Kurz vor der letzten Wochenmenüplanung kamen wir am Familientisch zu der Erkenntnis, dass wir trotz des, verglichen mit anderen Jahren, langen Winters bisher noch nicht einmal einen richtigen herzhaften Linseneintopf gegessen hatten. Da das laptop gerade in Reichweite stand (nein, das ist keine gute Angewohnheit, dass es mit auf dem Familientisch steht), blätterte ich fix auf der Suche nach Inspiration durch meine inzwischen beinahe unendlich lange Linksammlung zu Fotos und Rezepten, auf die ich im Laufe der Zeit gestoßen bin.

Beim diesem Eintopf, im Original hier bei Chili und Ciabatta verbloggt, blieben wir hängen. Er hörte sich so hervorragend an, dass ich ihn mit nur wenigen Mengenänderungen direkt nachgekocht habe. Er wärmt richtig gut durch, ist ausgewogen würzig und lohnt das Nachkochen.

Herzhafter Linseneintopf mit Debrecziner Wurst für 3 Personen

Zutaten:

  • 190 g braune Tellerlinsen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 750 ml Rinderbrühe (am besten selbst hergestellt aus ausgekochten Knochen)
  • 1 größere Kartoffel (ca. 100 g)
  • 1 Stück Porree (ca. 100 g)
  • 1 große Möhre (ca. 100 g)
  • ca. 50 g Knollensellerie
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Majoran
  • getrocknete Chiliflocken
  • 120 g Debrecziner, alternativ Cabanossi
  • Schalenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 – 2 EL heller Balsamico-Essig (oder mehr, wir mögen Linsen nicht so sauer)
  • frische, gehackte Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Linsen für mehrere Stunden in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser danach weggießen.

Das Gemüse, die Zwiebel und die Knoblauchzehe putzen, schälen und in Würfel bzw. kleine Stücke schneiden.

Etwas Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauchzehe anbraten, bis die Zwiebel glasig geworden ist. Das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitbraten. Danach die abgetropften Linsen zusammen mit der Rinderbrühe ergänzen und alles für 20 – 30 Minuten abgedeckt köcheln lassen (Kochzeit richtet sich nach der Einweichzeit und der Zubereitungsbeschreibung der Linsen auf der Verpackung).

In einer Pfanne ebenfalls etwas Olivenöl erhitzen und darin die Gemüsewürfel bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten anbraten, jedoch nicht nennenswert bräunen. Dabei mit Salz, Pfeffer, Majoran und getrockneten Chiliflocken würzen.

Die Wurst in Scheiben schneiden.

Angebratenes Gemüse und Wurst zu den Linsen geben und für weitere 5 Minuten durchziehen lassen. Dabei mit Essig und Zitronenschale sowie ggf. etwas Salz abschmecken.

Mit gehackter Petersilie bestreuen und genießen.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffel und Staudensellerie in Kokosmilch

Gestern waren bei uns morgens -18 °C, der Himmel leuchtete in kaltrosa und hellblau, während die Sonne langsam aufstand und ein herrliches Licht über die Schneelandschaft zauberte. So schade, dass ich genau da keinen Fotoapparat im Auto dabei hatte. Obwohl das magische Licht am Nachmittag natürlich “nur” blauem Himmel und glitzerndem Schnee gewichen war, konnte ich eine wunderbare Skitour genießen.

Wieder zurück war der Hunger groß und damit musste ein schnelles Essen auf den Tisch, mit Gemüse und gut durchwärmend sollte es sein. Dieser Kichererbseneintopf erfüllt genau diese Kriterien, wobei das Gemüse variabel ist und sich nach dem Inhalt des Gemüsefachs richten kann. Super im Geschmack, einfach in der Herstellung = Alltagsessen, das wir gern haben.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffeln und Staudensellerie in Kokosmilch für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große Süßkartoffel (ca. 350 g)
  • 4 – 5 Stangen Staudensellerie
  • 3 Möhren
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • etwas Olivenöl zum Anbraten
  • 1 – 2 TL Currypulver (je nach Schärfegrad des Pulvers)
  • ca. 1 TL Kurkuma
  • ca. 1/2 TL Korianderpulver
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • 1 – 2 TL frischer, fein gehackter Ingwer
  • Pfeffer
  • Salz
  • ca. 250 g gekochte Kichererbsen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • ca. 2 dl Wasser
  • etwas Zitronensaft
  • frische Petersilie oder frischer Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

Das Gemüse schälen, putzen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden. Den Ingwer ebenfalls schälen und sehr fein hacken.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Darin die Zwiebel glasig anbraten. Das Currypulver hinzufügen und kurz mitbraten lassen, bis es anfängt intensiv zu duften.

Das restliche Gemüse mit Ausnahme der Kichererbsen hinzufügen und unter mehrmaligen Rühren für einige Minuten anbraten. Dabei die Gewürze zugeben.

Die Kokosmilch sowie das Wasser angießen, abdecken und alles für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Kichererbsen hinzugeben und für 3 – 5 Minuten mit kochen lassen.

Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischer gehackter Petersilie oder frischem Koriander bestreut genießen.

Cremig milde Rosenkohl-Spinatsuppe mit Rosmarin

Hallo, hallo, nach einer längeren Weihnachtspause ist wieder mit neuen Rezepten auf dem blog zu rechnen. Wir starten das neue Jahr mit einer richtig gesunden grünen Suppe, in der mit Rosenkohl und Spinat zwei Superstars der Gesundheitskochecke enthalten sind. Außerdem ist Rosenkohl gerade in der Saison und damit relativ kurz gereist, falls ihr darauf Wert legt.

Ganz abgesehen von diesen Vorteilen ist eine wärmende Suppe bei diesem idealen Winterwetter, egal ob nach dem Skifahren, Rodeln oder Winterwandern, immer eine gute Idee. Da lässt sich der gerade aufziehende Sturm, der den Schnee vor dem Fenster entlangfegt, locker wegstecken.

Als letztes sei jetzt nur noch erwähnt, dass sie wie schon diese Rosenkohlsuppe erstaunlich mild und überhaupt nicht rosenkohlig bitter schmeckt. Also, liebe Rosenkohlskeptiker, diese Suppe ist auch etwas für euch.

Cremig milde Rosenkohl-Spinatsuppe mit Rosmarin für 3 Personen

Zutaten:

  • ca. 250 g Rosenkohl (geputzt gewogen)
  • 125 g TK-Blattspinat
  • 1 kleinere Porreestange
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 – 1,5 Zweige frischer Rosmarin
  • 100 ml Sahne
  • ca. 1,5 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • Saft von ca. 1/2 Limette

Zubereitung:

Den Rosenkohl putzen und halbieren. Die Porreestange gut waschen, ebenfalls putzen und in Ringe schneiden. Die Kartoffel und den Knoblauch schälen und würfeln bzw. in Stückchen schneiden. Rosmarinblätter vom Stiel streifen und fein hacken.

Rosenkohl, Porree, Kartoffel und Knoblauch nun in einem Topf zusammen mit der Gemüsebrühe und dem Rosmarin zum Kochen bringen und für ca. 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen.

Den Spinat und die Sahne hinzufügen und die Suppe für weitere ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe mit einem Stabmixer pürieren, die Butter einrühren und alles mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss, ggf. etwas mehr Rosmarin und dem Limettensaft abschmecken.

Heilbuttsuppe mit Chorizo

img_3044Diese Fischsuppe ist ja super lecker. Das meinte mein Vater, als er sie zum ersten Mal bei mir zum Kosten bekam. Das traut man dem Heilbutt nicht unbedingt zu. Die Filets bringen nicht sehr viel Eigengeschmack mit und sind so zart, dass sie bei Bratversuchen den Koch ganz ordentlich in Schwitzen oder wahlweise auch zur Weißglut bringen können. Nein, der Heilbutt ist kein ganz einfacher Fisch.

In dieser Suppe benimmt er sich jedoch mustergültig. Er hat sich mit der Chorizo einen würzigen Begleiter gesucht, der der ansonsten eher milden Suppe Pfiff verleiht. Die zerbrechlichen Heilbuttfilets werden in Würfel geschnitten und gen Ende der Zubereitung in der Suppe nur erwärmt. Dadurch hat man keine Zerfallprobleme und bekommt diese fast cremige, typische Heilbuttkonsistenz.

Insgesamt ist die Suppe übrigens schnell hergestellt, so dass sie wirklich gut in einen nicht langweiligen Alltag passt.

Heilbuttsuppe mit Chorizo für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Heilbuttfilet
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 100 g Chorizo
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 4 – 5 Stangen Staudensellerie
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 400 ml Fischfond
  • 100 ml Wasser
  • 200 ml Sahne
  • 1 Lorbeerblatt
  • ca. 1/2 TL mildes Paprikapulver
  • ca. 3/4 TL Currypulver
  • ca. 150 g TK-Erbsen
  • etwas Zitronensaft (knapp 1/4 Zitrone)
  • etwas Schnittlauch zum Garnieren

Zubereitung:

Heilbuttfilets auftauen lassen, in nicht zu kleine Würfel schneiden sowie salzen und pfeffern.

Chorizo in Stücke schneiden.

Zwiebel und Kartoffeln schälen, Staudensellerie waschen und putzen sowie alles in Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin die Chorizo bei mittlerer Hitze braten, bis sie knusprig geworden ist. Das dauert 4 – 5 Minuten. Die Chorizostücke aus dem Topf löffeln und in einer Schüssel zwischenlagern. Das Öl jedoch im Topf belassen.

Darin Zwiebel, Staudensellerie und Kartoffelstücke für ca. 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten.

Fischfond, Wasser und Sahne angießen, die Gewürze hinzufügen und alles für 10 Minuten köcheln lassen. In den letzten 2 Minuten die Erbsen hinzufügen.

Die Temperatur reduzieren und die Heilbuttwürfel in die Suppe geben. Für 5 – 6 Minuten ziehen, jedoch nicht mehr kochen, lassen.

Die Suppe mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller geben, mit der angebratenen Chorizo sowie etwas Schnittlauch garnieren und heiß genießen.

Kalte Kefir-Avocadosuppe mit Minze, Gurke und Stremellachs

IMG_2461Unsere Milch-Kefir Produktion läuft hervorragend, weshalb ich auf die Idee gekommen bin, den Kefir am nächsten heißen Sommertag in einer herzhaften, kalten Suppe auszutesten. Was soll ich sagen, der Milch-Kefir verträgt sich ausnehmend gut mit Avocados, Limetten, Gurke und Lachs. Es entsteht eine cremige, hellgrüne, erfrischende Suppe, die voller probiotischer Kulturen steckt. Da man bei der Suppe auf jegliches Kochen verzichtet, ist man außerdem in Rekordzeit fertig.

Unser Kefir hatte beim letzten Ansatz viel Nachwuchs an Kefirkörnern gebildet, so dass ich den Überschuss ebenfalls in die Suppe gemischt habe. Dort war er richtig gut untergebracht.

Sollte der Sommer sich noch einmal blicken lassen, steht diese Suppe bestimmt bald wieder bei uns auf dem Tisch.

Kalte Kefir-Avocadosuppe mit Minze, Gurke und Stremellachs für 3 Personen als kleine Hauptspeise

Zutaten:

  • 750 ml Milch-Kefir
  • 2 reife Avocados
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine kleine Handvoll frische Minzeblätter gemischt mit Zitronenmelisse
  • frischer Koriander oder ca. 1/2 TL getrockneter Koriander
  • Salz
  • 3 – 4 Pr. Zucker
  • einige Tropfen Tabasco
  • Saft von ca. 3 Limetten (abhängig von der Säure des Milch-Kefirs)
  • 1/2 Gurke
  • 3 Stremellachsfilets zu je 125 g

Zubereitung:

Avocados schälen, Stein entfernen sowie das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch ebenfalls schälen und grob hacken.

Alle Zutaten mit Ausnahme von Gurke, Lachs und Limettensaft in einen Becher geben und fein pürieren. Mit Salz, Zucker, Tabasco und Limettensaft abschmecken.

Die Gurke waschen, putzen und auf dem Reibeisen grob raspeln. Den Stremellachs in Stücke teilen.

Gurke und Lachs auf die Suppe geben und mit einigen Zitronenmelisseblättern oder Minze garnieren. Die kühlende Suppe genießen.

“Geröstete” Auberginensuppe

IMG_2264Geröstete Suppe? Ehe ihr jetzt denkt, dass bei mir die Sommerhitze einen kleinen Schaden angerichtet hat, kläre ich lieber gleich auf. Die Suppe ist gekocht, natürlich, aber die Auberginen werden geröstet, bevor sie die Suppe bereichern dürfen.

Im Laufe der Zeit haben wir ja aus allen möglichen Gemüsesorten und -kombinationen schon Suppe gekocht, aber mit Auberginen? Auf diese Idee waren wir bisher noch nicht gekommen. Nun lungerten allerdings zwei Exemplare bei uns im Gemüsefach herum, die plötzlich in keinem Essen mehr unterkommen wollten. Es blieb also nur die wöchentliche Suppe. Zugegebenermaßen in Bezug auf Auberginen bin ich nicht sonderlich kreativ, so dass ich mir Inspiration bei einem türkisch-norwegischen Kochblog holte.

Etwas skeptisch war ich schon, wie die Aubergine als Hauptgemüse in der Suppe schmecken würde. Sie weiß jedoch zu überraschen und zu überzeugen. Sie schmeckt interessant, ein bisschen nach Pilzsuppe, aromatisch und wirklich gut. Dafür ist natürlich das Anrösten im Herd ein entscheidener Faktor.

Neben den Auberginen hatte ich auch noch ein Stück Blumenkohl im Gemüsefach aufgegriffen, aus diesem habe ich eine Art “Blumenkohlreis” hergestellt, den ich in Paprikabutter angebraten hatte. Das hat uns allerdings nicht so gut gefallen, der würzige Paprikageschmack war einfach zu stark für die delikate Suppe. Das würden wir also nicht wieder kombinieren.

“Geröstete” Auberginensuppe für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 große Auberginen (ca. 600 g)
  • ca. 30 ml + 1,5 EL Olivenöl
  • ca. 10 Cherrytomaten
  • 1 mittlere gelbe Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3/4 – 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/4 Zitrone)
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver, edelsüß
  • frische Kräuter (Minze, Zitronenmelisse, Koriander, Schnittlauch)

Zubereitung:

Die Auberginen waschen, putzen und in dicke (ca. 1 cm) Scheiben schneiden. Die Scheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit ca. 30 ml Olivenöl einpinseln. Salzen und pfeffern.

Die Scheiben nun im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 35 – 40 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie weich und gebräunt sind.

Die Cherrytomaten waschen und halbieren. Die Hälften in den letzten 10 Minuten der Backzeit zu den Auberginen legen und leicht mit anrösten.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und hacken.

1,5 EL Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig anbraten, nicht bräunen. Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriander hinzufügen und unter Rühren für ca. 1 Minute mit braten. Danach die Gemüsebrühe hinzugießen und alles einmal aufkochen.

Wenn die Auberginen und Tomaten fertig gebacken sind, einige Scheiben vierteln und zusammen mit 6 Tomatenhälften zur Seite legen. Sie dienen später als Suppeneinlage.

Das restliche Gemüse kommt sofort in die Suppe, die mit einem Stabmixer püriert wird. Die Sahne hinzugeben und alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Zitronensaft würzen. Abschmecken.

Die Suppe zusammen mit dem zur Seite gelegten Gemüse sowie den frischen, gehackten Kräutern bestreut genießen und sich hoffentlich positiv vom Geschmack überraschen lassen.

Gazpacho – eine sommerlich erfrischende Gemüsesuppe

IMG_2110Gazpacho ist eine kalt zu genießende Gemüsesuppe mit spanischen Wurzeln. Sie ist denkbar einfach zuzubereiten. Hat man einen Stabmixer, kann man Smoothies oder eben auch Gazpacho in ca. 15 Minuten herstellen. Das Besondere an diesem Rezept ist, dass fast die gesamte Flüssigkeit der Suppe aus dem Gemüse stammt, so dass der Geschmack von Gurke, Tomate und Co. intensiviert wird.

Die Suppe schmeckt nicht nur gut, sie führt dem Körper auch jede Menge wichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie Flüssigkeit in der sommerlichen Wärme zu. Perfekt für alle, die in der Sonne etwas Frisches und wirklich Gesundes zu essen haben möchten.

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Gazpacho für 3 – 4 Personen oder 8 Personen als Vorspeise

Zutaten:

  • 1 kg wirklich reife Tomaten
  • 1 Gurke
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/2 frische Chilischote
  • 3 EL kaltgepresstes gutes Olivenöl
  • 3 – 4 EL trockener Rotwein, alternativ ca. 1 EL Rotweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • frische Kräuter zur Garnierung, z. B. Basilikum, Zitronenmelisse, Minze, Koriander

Zubereitung:

Das kühlschrankkalte Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Chilischote halbieren und die Kerne entfernen.

Alle Zutaten mit Ausnahme der Kräuter sowie von Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischen und mit einem leistungsstarken Stabpürierer / Mixer fein pürieren.

Mit Salz und Pfeffer würzen und die Suppe abschmecken.

Bis zum Verzehr kalt stellen, evtl. Eiswürfel verwenden.

Mit Kräutern bestreut eiskalt in der sommerlichen Wärme genießen.

Blumenkohl-Tomatensuppe: Indian Style

IMG_2066Dieser Suppe merkt man beim ersten Löffel den Blumenkohlgehalt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an. Sie schmeckt hingegen herrlich würzig und nach Urlaub in Indien. Das feucht schwüle Wetter passt ja schon einmal perfekt dazu. Eine wohlschmeckende, vegetarische (ohne Joghurteinlage vegane) Suppe für alle, die die Gewürze Indiens lieben.

Blumenkohl-Tomatensuppe: Indian Style für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • ca. 12 g frischer Ingwer (geschält gewogen)
  • 1/2 rote Chilischote (ca. 8 g)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl oder Ghee (geklärte Butter)
  • 3/4 TL gemahlener Koriander
  • 3/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • etwas schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • ca. 1/2 TL Zucker
  • ca. 350 g Blumenkohl
  • 250 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 7 dl Gemüsebrühe
  • frische Minze oder Zitronenmelisse
  • frischer Koriander
  • ca. 3 EL Joghurt, naturell

Zubereitung:

Gewürze zusammensuchen und abmessen.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und hacken. Die Chilischote in feine Stückchen schneiden, dabei die Kerne entfernen. Blumenkohl putzen und in Röschen zerteilen.

Öl in einem Suppentopf erhitzen und darin die Zwiebel glasig anbraten, bis sie weich geworden ist. Knoblauch, Ingwer, Chilischote sowie die Gewürze hinzufügen und für kurze Zeit mitbraten lassen. Zum Schluss darf der Blumenkohl zum ebenfalls kurzen Braten mit dazu.

Tomaten und Gemüsebrühe hinzufügen und alles abgedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit etwas Salz, Zucker, getrockneten Chiliflocken und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Die Suppe mit etwas Joghurt und frischem Koriander und ggf. Minze- oder Zitronenmelisseblättchen bestreut genießen.

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Cremige Süßkartoffel-Blumenkohlsuppe

IMG_1802Da sind wir nach den ganzen Feiertagen im Mai zurück im mehr oder weniger schnöden Alltag. Das bedeutet jedoch nicht, dass man dadurch automatisch langweilige Mahlzeiten mit altbekannten Zutatenkombinationen essen muss. Stattdessen kann man einfach mal in der Küche seiner Phantasie freien Lauf lassen und herumexperimentieren. Im besten Fall kommt etwas Geniales heraus, häufig etwas Neues, das einfach nur gut schmeckt und selten etwas, bei dem man feststellen muss, dass die verwendeten Zutaten nicht gut zueinander passen.

Mit dieser Suppe bewegen wir uns in Kategorie zwei, Süßkartoffel und Blumenkohl sind sicher keine gewöhnliche Kombination, ergeben aber eine interessante, wohlschmeckende Alltagssuppe. Die Süßkartoffel kompensiert dabei den leicht bitteren Geschmack von püriertem Blumenkohl. Die angebratene Chorizo liefert extra Würze und Schärfe, die Minze besondere Frische. Insgesamt ergibt das eine durchaus leckere Suppe.

Cremige Süßkartoffel-Blumenkohlsuppe für 3 Personen

Zutaten:

  • 1/2 großer oder 3/4 kleiner Blumenkohl
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 mittlere Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 – 2 EL Olivenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • ca. 1 EL Butter
  • 50 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • evtl. etwas Zucker
  • Chorizo (spanische Paprikasalami)
  • einige Minzeblätter

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und in kleine Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin zunächst die Zwiebelstücke, danach das restliche Gemüse für wenige Minuten unter Rühren anbraten.

Die Gemüsebrühe angießen und alles für 15 – 20 Minuten kochen lassen, so dass Kartoffeln und Gemüse weich werden.

Währenddessen die Chorizo in Stücke schneiden und in einer Pfanne abraten. In der Regel benötigt man dafür keine extra Zugabe von Fettigkeit.

Butter und Sahne in die Suppe geben und alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und eventuell etwas Zucker abschmecken. Gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit hinzufügen, wenn die Suppe zu dickflüssig ist und nochmals aufkochen.

Die Suppe mit Chorizo und frischer Minze bestreut genießen.