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Kichererbseneintopf mit Süßkartoffel und Staudensellerie in Kokosmilch

Gestern waren bei uns morgens -18 °C, der Himmel leuchtete in kaltrosa und hellblau, während die Sonne langsam aufstand und ein herrliches Licht über die Schneelandschaft zauberte. So schade, dass ich genau da keinen Fotoapparat im Auto dabei hatte. Obwohl das magische Licht am Nachmittag natürlich “nur” blauem Himmel und glitzerndem Schnee gewichen war, konnte ich eine wunderbare Skitour genießen.

Wieder zurück war der Hunger groß und damit musste ein schnelles Essen auf den Tisch, mit Gemüse und gut durchwärmend sollte es sein. Dieser Kichererbseneintopf erfüllt genau diese Kriterien, wobei das Gemüse variabel ist und sich nach dem Inhalt des Gemüsefachs richten kann. Super im Geschmack, einfach in der Herstellung = Alltagsessen, das wir gern haben.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffeln und Staudensellerie in Kokosmilch für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große Süßkartoffel (ca. 350 g)
  • 4 – 5 Stangen Staudensellerie
  • 3 Möhren
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • etwas Olivenöl zum Anbraten
  • 1 – 2 TL Currypulver (je nach Schärfegrad des Pulvers)
  • ca. 1 TL Kurkuma
  • ca. 1/2 TL Korianderpulver
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • 1 – 2 TL frischer, fein gehackter Ingwer
  • Pfeffer
  • Salz
  • ca. 250 g gekochte Kichererbsen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • ca. 2 dl Wasser
  • etwas Zitronensaft
  • frische Petersilie oder frischer Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

Das Gemüse schälen, putzen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden. Den Ingwer ebenfalls schälen und sehr fein hacken.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Darin die Zwiebel glasig anbraten. Das Currypulver hinzufügen und kurz mitbraten lassen, bis es anfängt intensiv zu duften.

Das restliche Gemüse mit Ausnahme der Kichererbsen hinzufügen und unter mehrmaligen Rühren für einige Minuten anbraten. Dabei die Gewürze zugeben.

Die Kokosmilch sowie das Wasser angießen, abdecken und alles für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Kichererbsen hinzugeben und für 3 – 5 Minuten mit kochen lassen.

Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischer gehackter Petersilie oder frischem Koriander bestreut genießen.

Ingwerquinoa mit ofengebackenem Gemüse

img_2909Ofengebackenes Gemüse könnte ich fünfmal pro Woche essen, wirklich. Besonders Wurzelgemüse entwickelt einen so guten Geschmack, wenn man ihm etwas Salz, Olivenöl und Zeit im Backofen gönnt. Als Neuerung dabei war dieses Mal auch Rosenkohl, der überraschenderweise einen leicht nussigen Geschmack bekommt.Das ganze haben wir mit Ingwerquinoa kombiniert, was für etwas Schärfe und ordentlich Wärme sorgt.

Ein weiterer Vorteil dieses Essens ist ganz klar, dass man Gemüsereste aus “allen” Ecken und Enden der Küche, des Kühlschranks oder des Kellers zusammenkramen und vor dem Verschimmeln retten kann. Welches Gemüse ihr nehmt, ist also nicht so wichtig.

Ingwerquinoa mit ofengebackenem Gemüse für 3 Personen

Zutaten:

  • 1,75 dl Quinoa
  • 3,4 dl mild würzige Gemüsebrühe
  • 1 – 1,5 EL sehr fein gehackter frischer Ingwer
  • 2 TL Olivenöl
  • evtl. etwas Salz
  • 1 große rote Paprikaschote
  • 3 – 4 Möhren (lila Möhren bleiben dabei so schön zweifarbig)
  • ca. 15 Rosenkohlröschen
  • 1 Stück Sellerieknolle (bei uns war es ein Rest, vielleicht 100 g)
  • 2 Pastinaken oder Petersilienwurzeln
  • 2 kleine Rote Bete
  • 2 große Zwiebeln
  • 4 – 6 Knoblauchzehen
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter oder frischer Thymian
  • getrockneter oder frischer Rosmarin

Zubereitung:

Das aufwändigste beim Herstellen von Ofengemüse ist immer das Gemüseschnippeln. Alles andere macht sich eigentlich von selbst.

Wurzelgemüse, Zwiebel und Knoblauch schälen. Wurzeln und Paprika in Scheiben bzw. Stücke schneiden. Knoblauch kann bei uns gern ganz bleiben. Zwiebel in größere Stücke schneiden. Den Rosenkohl schälen und am Stielende über kreuz einschneiden.

Ein Blech mit etwas Olivenöl dünn einfetten. Das Gemüse mit dem restlichen Öl in einer Schüssel vermengen und danach gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Alles mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen. Da das Wurzelgemüse beim Backen viel Eigengeschmack entfaltet, benötigt man nur wenig Gewürz.

Das Blech nun im vorgeheizten Backofen bei 225 °C auf der mittleren Schiene mit Ober- und Unterhitze für 30 – 40 Minuten backen. Die Backzeit wird umso länger, je größer die einzelnen Gemüsestücke sind.

Währenddessen Quinoa unter warmem fließendem Wasser gut waschen, danach abtropfen lassen. Den Ingwer schälen und sehr fein hacken.

Das Öl in einem Topf erhitzen und darin den Ingwer leicht anbraten, bis er anfängt zu duften. Den Quinoa hinzüfügen und kurz mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe hinzugießen, aufkochen und alles für 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Nun den Deckel abnehmen und den Quinoa mit einer Gabel auflockern. Er sollte während des Kochens die gesamte Gemüsebrühe aufgesaugt haben.

Quinoa mit dem gebackenen Gemüse vermischen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.

Wir hatten einen Sesam- bzw.  Tahinidipp dazu genommen, was uns jedoch nicht so gut gefallen hat. Er war zu nussig intensiv. Das nächste Mal würde ich eher auf einen fruchtig frischen Dipp wie diesen mit Mangochutney setzen.

Spannender Quinoasalat mit Heidelbeeren, Rosinen und Minze

IMG_2390Der halbe Sommer ist rum und damit ist es Zeit für einen neuen, interessanten Grillsalat, den es diesen Sommer so noch nicht gegeben hat. Es soll schließlich keine Langeweile aufkommen. Pünktlich zum Beginn der Heidelbeersaison kommt dieser herrlich frische, durch und durch gesunde Salat mit seiner Aromenvielfalt genau Recht. Die Rosinen verleihen unaufdringliche Süße, die Heidelbeeren sorgen zusammen mit der Minze für fruchtige Frische, Quinoa, Mandeln und Pinienkerne stehen für nussigen Geschmack, während die Frühlingszwiebeln Würze verleihen.

“Richtig gut”, so lautete der Kommentar in meiner Familie und “eigentlich benötigt man dann gar kein Grillgut mehr, wenn es so einen Salat gibt”, wobei diese Aussage vom Mann des Hauses nicht bestätigt wurde. Na dann, genießt mal die zweite Hälfte der Grillsaison.

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Spannender Quinoasalat mit Heidelbeeren, Rosinen und Minze für 4 Personen

Zutaten:

  • 2,3 dl Quinoa (wir: Tricolor, weißer ist genauso gut)
  • 4,5 dl mild würzige Gemüsebrühe
  • 1,5 dl Pinienkerne und gehackte Mandeln (mischt nach euren Vorlieben)
  • 1 Gurke
  • 10 – 12 Cherrytomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ca. 1/2 Handvoll frische Minze
  • 1 dl Rosinen
  • 200 g Heidelbeeren
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft von 1 Limette (bei unsaftigen Limetten etwas mehr)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Quinoa unter warmem fließendem Wasser gut waschen, danach abtropfen lassen.

Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen. Quinoa hinzufügen, aufkochen und für 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Nun den Deckel abnehmen, mit einer Gabel den Quinoa auflockern und auskühlen lassen. Er sollte während des Kochens die gesamte Gemüsebrühe aufgesaugt haben.

Während der Quinoa köchelt, kann man die restlichen Zutaten zubereiten. Zuerst Mandeln und Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten. Dabei häufig umrühren, damit nichts anbrennt. Sie sind fertig, wenn sie anfangen zu duften und eine hellbraune Farbe angenommen haben. Abkühlen lassen.

Das Gemüse waschen und putzen. Die Gurke längs vierteln und danach in Stücke schneiden. Die Cherrytomaten halbieren, die Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden.

Die Minzblätter von den Stielen zupfen, waschen und hacken.

Rosinen und Heidelbeeren waschen und ggf. verlesen.

Nun in einer großen Schüssel alle Zutaten mit Ausnahme der Mandeln und Pinienkerne mit dem abgekühlten Quinoa vermischen. Für das Dressing Limettensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer verquirlen und über den Salat schütten. Wenn möglich den Salat für mehrere Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen. Mandeln und Pinienkerne erst kurz vor dem Servieren untermischen, damit sie nicht so aufweichen.

Kurz vor dem Essen den Salat nochmals abschmecken. Er passt besonders gut zu Fisch, aber auch zu Bratwürsten oder Steaks.

Kanarische Salzkartoffeln (Schnellvariante)

IMG_2289Kanaren = Sonne, Meer, Palmen, Strand, kurvige Straßen, Gebirge und Papas arrugadas, kleine kanarische Pellkartoffeln mit Salzkruste. Diese findet man, glaube ich, in jedem Restaurant bzw. jeder Kneipe. Wir begegneten ihnen mehrmals während unseres Urlaubs und waren begeistert.

Jetzt sollten sie auch auf den heimischen Tisch kommen als Beilage zu einem spanischen Fischgericht. Da ich nicht so viel Zeit in der Küche aufwenden wollte, habe ich mich in der Zubereitung der Kartoffeln für eine Schnellvariante entschieden, bei der nicht gewartet wird, bis das Kochwasser vollständig verdampft ist. Stattdessen wird ein Teil des Wasser nach Ende der Garzeit abgeschüttet, wodurch man natürlich mehr Salz bei der Herstellung benötigt. Es bleibt ja nur ein Teil an den Kartoffeln hängen. Trotz der zunächst wahnsinnig hoch erscheinenden Salzmenge schmecken die Kartoffeln angenehm und nur leicht salzig. Perfekt, fanden wir.

Leider traf das nicht so richtig auf die spanische Fischpfanne mit Tomaten und Paprika zu, die keine Begeisterungsstürme in der Familie auslöste. Schade eigentlich, aber so dürfen wenigstens die “Papas” die ihnen zustehende Hauptrolle spielen.

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Kanarische Salzkartoffeln (Schnellvariante) für 3 Personen als Beilage

Zutaten:

  • ca. 550 g kleine, festkochende Kartoffeln
  • 5 dl Wasser
  • 125 g Meersalz

Zubereitung:

Die Kartoffeln gut waschen, ggf. abschrubben. Dabei jedoch aufpassen, dass die Schale möglichst intakt bleibt.

Die Kartoffeln in einen großen Topf legen und so viel Wasser angießen, dass sie fast bedeckt sind. In unserem Topf reicht ein halber Liter.

Das Salz hinzufügen.

Die Kartoffeln nun für ca. 20 Minuten bei leicht geöffnetem Topfdeckel köcheln lassen bis sie gar sind. Dabei entweicht schon ein Teil des Wasser als Dampf. Das restliche Wasser nach Ende Kochzeit abgießen und die Kartoffeln auf der warmen Herdplatte im Topf für mehrere Minuten trocknen lassen. Dadurch entsteht die Salzkruste.

Alternativ kann man auch die Kartoffeln so lange kochen, bis das Wasser verdampft ist. Dann benötigt man deutlich weniger Salz als bei der oben beschriebenen Schnellvariante.

Die Kartoffeln eignen sich hervorragend als Beilage zu Fisch, Fleisch oder beim Grillen. Auch solo als Snack schmecken sie hervorragend und kombiniert man sie mit einer kanarischen Sauce wie Mojo verde oder Mojo rojo, dann kann man fast die Palmen rascheln hören.

Gazpacho – eine sommerlich erfrischende Gemüsesuppe

IMG_2110Gazpacho ist eine kalt zu genießende Gemüsesuppe mit spanischen Wurzeln. Sie ist denkbar einfach zuzubereiten. Hat man einen Stabmixer, kann man Smoothies oder eben auch Gazpacho in ca. 15 Minuten herstellen. Das Besondere an diesem Rezept ist, dass fast die gesamte Flüssigkeit der Suppe aus dem Gemüse stammt, so dass der Geschmack von Gurke, Tomate und Co. intensiviert wird.

Die Suppe schmeckt nicht nur gut, sie führt dem Körper auch jede Menge wichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie Flüssigkeit in der sommerlichen Wärme zu. Perfekt für alle, die in der Sonne etwas Frisches und wirklich Gesundes zu essen haben möchten.

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Gazpacho für 3 – 4 Personen oder 8 Personen als Vorspeise

Zutaten:

  • 1 kg wirklich reife Tomaten
  • 1 Gurke
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/2 frische Chilischote
  • 3 EL kaltgepresstes gutes Olivenöl
  • 3 – 4 EL trockener Rotwein, alternativ ca. 1 EL Rotweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • frische Kräuter zur Garnierung, z. B. Basilikum, Zitronenmelisse, Minze, Koriander

Zubereitung:

Das kühlschrankkalte Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Chilischote halbieren und die Kerne entfernen.

Alle Zutaten mit Ausnahme der Kräuter sowie von Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischen und mit einem leistungsstarken Stabpürierer / Mixer fein pürieren.

Mit Salz und Pfeffer würzen und die Suppe abschmecken.

Bis zum Verzehr kalt stellen, evtl. Eiswürfel verwenden.

Mit Kräutern bestreut eiskalt in der sommerlichen Wärme genießen.

Gebackene Süßkartoffelspalten mit Kreuzkümmel

IMG_1589Süßkartoffeln sind gut, ofengebacken werden sie noch besser, spendiert man ihnen dann noch viel Kreuzkümmel als Würzung werden sie richtig lecker. Solltet ihr diese Kombination noch nicht ausprobiert haben, wird es höchste Zeit dafür.

Man kann sie pur ebenso genießen wie zusammen mit einem Dipp (z. B. hier), Guacamole oder natürlich dem guten alten Ketchup.

Gebackene Süßkartoffelspalten mit Kreuzkümmel für 4 Personen als Beilage oder 2 – 3 Personen als Snack

Zutaten:

  • 2 große Süßkartoffeln
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • grobes Meersalz
  • Pfeffer
  • getrocknete Chiliflocken, alternativ Paprikapulver
  • viel Kreuzkümmel, ganz

Zubereitung:

Die Süßkartoffeln schälen und in grobe Spalten schneiden.

In einer Schüssel mit dem Öl vermischen und auf einem leicht gefetteten Backblech bzw. in einer feuerfesten Form ausbreiten. Dabei darauf achten, dass die Spalten nicht übereinander liegen, da sie sonst nicht gleichmäßig gar werden.

Alles mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken/Paprikapulver und reichlich Kreuzkümmel bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 30 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Spalten einmal wenden.

Die Backzeit hängt von der Größe der Spalten ab, je kleiner, desto kürzer ist die Garzeit. Süßkartoffeln kann man auch roh essen, es macht also nichts, wenn die eine oder andere Spalte im Inneren noch nicht ganz weich geworden ist.

Die Spalten zusammen mit einem Dipp oder pur, als Snack oder Beilage zu Fisch oder Fleisch genießen.

Einfache und schmackhafte Tomatensauce für Pizza

IMG_1407Pizza! Gibt es bei uns ab und zu, allerdings sind wir immer noch auf der Suche nach dem ganz perfekten Teig. Wir nähern uns aber. Bei diesen Experimenten sind wir jedoch über eine ganz hervorragende Pizza-Tomatensauce bei Trines matblogg gestolpert.

Die Sauce ist ohne langwieriges Kochen, einfach und schnell mit wenigen Zutaten herzustellen. Zudem schmeckt sie zwar sehr gut nach Tomaten, hält sich aber im Gesamtkonzept der Pizza so weit zurück, dass der Belag auch noch deutlich zur Geltung kommt.

Wie immer bei Rezepten, die mit nur wenigen Zutaten viel Geschmack produzieren sollen, gilt es auf gute Qualität der Hauptkomponenten zu achten. Schmecken die Tomaten aus der Dose nicht, dann schmeckt die Sauce natürlich auch nicht.

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Tomatensauce für Pizza für 1 kleineres Blech

Zutaten:

  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 3/4 – 1 EL trockener Weißwein
  • ca. 1/2 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten aus der Dose in ein großes, feinmaschiges Sieb schütten und ablaufen lassen. Dabei bleiben die festeren Bestandteile im Sieb zurück. Das ist wichtig, damit die Sauce nicht zu flüssig wird.

Die Knoblauchzehe schälen und sehr fein hacken.

Die Saucenzutaten nun miteinander verrühren und alles mit Salz, Zucker, Pfeffer und dem Weißwein abschmecken, bis ihr die richtige Balance zwischen Tomatensäure, Süße und Schärfe gefunden habt.

Ist die Sauce trotz des Rührens noch sehr stückig, kann man sie mit einem Stabmixer kurz anpürieren.

Der Sauce bekommt es sehr gut, wenn sie für einige Zeit bei Zimmertemperatur durchziehen kann. Hat man diese Zeit nicht, kann man sie natürlich auch sofort verwenden.

Chia und Kokos mit Mandelmilch und Himbeeren zum Frühstück

IMG_1387Chia-Pudding mit Kokos und Himbeeren zum Frühstück hört sich fast an wie “Himbeereis zum Frühstück” und ja, da gibt es eine entfernte Verwandtschaft. Diese Variante hier ist nur ein ganzes Stück gesünder.

Wer jetzt bei dem Wort Pudding gleich denkt: “Ich hab doch morgens nicht noch Zeit, einen Pudding zu kochen!” Nein, die haben wir auch nicht. Zum Glück wird dieser Pudding weder gekocht, noch mit viel Zucker versehen. Er wird abends ganz einfach zusammengerührt, um dann die Nacht im Kühlschrank zu verbringen. Dabei sind die Chiasamen mit Ausquellen beschäftigt, so dass die flüssige Masse an Festigkeit gewinnt und eine brei- oder eben puddingartige Konsistenz annimmt. Morgens muss dann nur noch die Kühlschranktür geöffnet, ein Löffel herzugeholt und gegessen werden. Wer dazu auch keine Zeit hat, tja, dem kann ich auch nicht helfen.

Unsere Schälchen sind am Valentinstag fotografiert worden, daher das “Herzdesign”. Vielleicht noch ein Wort zur Mengenangabe. Ich bin kein ausgeprägter Frühstücksmensch, der Rest meiner Familie isst gern noch etwas Brot zum Pudding. Möchtet ihr nur von dem Pudding satt werden, würde ich vermuten, dass die unten angegebene Menge nur für 2 Personen reicht.

Chia und Kokos mit Mandelmilch und Himbeeren zum Frühstück für 4 Personen

Zutaten:

  • 250 g TK oder frische Himbeeren
  • 4 EL Chiasamen
  • 4 EL Kokosflocken
  • 330 ml Mandelmilch oder Kokosmilch
  • ca. 2 TL echter Vanillezucker oder das von euch bevorzugte Süßungsmittel
  • einige frische Beeren, gehackte Mandeln, Kokosflocken oder ähnliches als Topping

Zubereitung:

TK Himbeeren auftauen lassen. Danach die Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken.

Chiasamen, Kokosflocken und Mandelmilch gut miteinander verrühren. Es dürfen sich dabei keine Klumpen bilden.

Die Himbeeren ebenfalls unterrühren. Mit Vanillezucker abschmecken. Dabei kommt es natürlich auf die Süße der Himbeeren sowie die verwendete Milch an. Gekaufte Mandelmilch enthält häufig bereits eine ziemliche Menge Zucker, so dass eine zusätzliche Zuckerzugabe entfallen kann.

Die Schale abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank zum Ausquellen stellen. Dabei wird der “Pudding” deutlich fester.

Am nächsten Morgen nur noch das gewünschte Topping auf den Schälchen verteilen und genießen. Unsere Variante ist vom Valentinstag geprägt.

Mandelmilch – selbst hergestellt

IMG_1381Mit zunehmender Anzahl von Veganern und Kuhmilchallergikern (echten oder gefühlten), ist Pflanzenmilch als Ersatz auf dem Vormarsch. Eine relativ junge und wie ich finde ganz leckere Variante ist dabei Mandelmilch. Aber: Bei einem Verkaufspreis von 2,50 € pro Liter zucke ich dann gern schon mal zusammen, besonders wenn der Mandelanteil nur 2 % beträgt. Und gleich noch ein Aber: die Zutatenliste auf der Rückseite der Packung führt meist noch deutlich mehr Inhaltsstoffe auf, als man von so einer Mandelmilch erwarten würde, so zum Beispiel Stabilisatoren, Emulgatoren und künstlich zugesetzte Vitamine (wer braucht denn sowas?). Zudem ist häufig eine ganze Menge Zucker enthalten, auch wenn Mandelmilch komplett ohne Süßungsmittel tatsächlich gewöhnungsbedürftig schmeckt, würde ich gern über die Menge des Zuckers selbst entscheiden.

Genügend Gründe also die Mandelmilch selbst herzustellen. Das ist nicht schwierig, man benötigt jedoch einen leistungsfähigen Mixer. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man zerschlägt eine bestimmte Menge Mandeln zusammen mit Wasser und etwas Zucker, so wie man es bei einem Smoothie machen würde. Dann behält man allerdings die restlichen Festbestandteile in der Milch. Das mag nicht jeder.

Alternativ kann man auch richtige Milch ohne Mandelreste herstellen.

Mandelmilch – selbst hergestellt (ca. 750 ml)

Zutaten:

  • 200 g Mandeln
  • ca. 750 ml Wasser
  • ggf. 1 – 1,5 TL Zucker oder eine entsprechende Menge anderer Süßungsmittel

Zubereitung:

Die Mandeln in reichlich kaltem Wasser über Nacht oder für 8 – 10 Stunden einweichen. Das Wasser danach abgießen.

Mandeln mit dem frischen Wasser (ca. 750 ml) und ggf. etwas Zucker mischen und in einem leistungsstarken Mixer zerschlagen, bis man eine weiße Flüssigkeit erhalten hat. Das hat bei mir ca. 2 – 3 Minuten gedauert.

Nun die Milch durch ein Leinensäckchen oder ähnliches filtern. Dabei das Säckchen gut auspressen, so dass eine relativ trockene Mandelmasse zurückbleibt.

Die Milch in ein Gefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Ich würde sie innerhalb von 2 – 3 Tagen aufbrauchen. Ähnlich wie bei Kokosmilch setzen sich festere Bestandteile der Milch ab, so dass man vor der Verwendung die Flasche gut schütteln sollte. Tja, und das war es schon mit der Herstellung von Mandelmilch.

Jetzt hat man noch Mandelmasse aus dem Leinensäckchen übrig. Diese kann man entweder wie herkömmliche gemahlene Mandeln frisch weiterverwenden und daraus zum Beispiel Kuchen oder Kekse backen. Alternativ kann man die Mandelmasse auch auf einem Blech ausbreiten und im Backofen bei 80 °C (Umluft) für etwa 1,5 Stunden trocknen. Dann erhält man so etwas wie Mandelmehl, allerdings noch mit Schalenbestandteilen. Wenn es richtig trocken ist, hält es sich in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank für mehrere Wochen.

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Linsensuppe mit Fenchel, Möhren und Orange

IMG_1261Das hört sich nach einer ungewöhnlichen Zutatenliste für eine Suppe an? Richtig, wir sind jedoch gerade beim winterlichen Aufräumen des Küchenvorratsschrankes. Dabei finden sich so einige Restbestände, einige rote Linsen und ein Restchen Quinoa, im Kühlschrank lungert noch ein Fenchel gemeinsam mit ein paar Möhren herum und in der Obstkiste gibt es noch eine Bio-Orange. Ja, auch wir haben trotz aller Planung immer einmal wieder etwas Gemüse oder Obst übrig, die dann kreativ mit oder ohne Rezept kreativ oder auch nicht verarbeitet werden dürfen. Manchmal kommt dabei nur etwas Essbares heraus, bei anderen Versuchen entsteht etwas Leckeres, was dann hier auf dem blog landen kann, wie diese vegane Linsenresteverwertungssuppe.

Linsensuppe mit Fenchel, Möhren und Orange für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 reichlicher TL frischer Ingwer, gehackt
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 kleinere Fenchelknolle
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • 1 dl rote Linsen
  • 1/4 dl Quinoa (alternativ mehr rote Linsen)
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Bio-Orange, Saft und Schale
  • knapp 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Kurkuma, evtl. etwas mehr
  • etwas getrockneter Koriander
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrocknete Chiliflocken
  • ggf. frischer Koriander

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauchzehe und Ingwer schälen und fein hacken. Möhren und Fenchel putzen und in Stücke schneiden. Vom Fenchel das Grün getrennt zur Seite stellen, damit wird dann die fertige Suppe bestreut.

Quinoa gut unter fließendem, warmem Wasser waschen und abtropfen lassen.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Fenchel und Ingwer für mehrere Minuten anbraten.

Linsen und Quinoa zusammen mit den Nelken, Kurkuma und getrocknetem Koriander hinzugeben und ebenfalls kurz mitbraten lassen. Vorsicht bei den Nelken, diese schmecken sehr intensiv, daher bloß nicht zuviel davon in die Suppe geben.

Die Gemüsebrühe hinzugießen und die Schale der gut gewaschenen Bio-Orange dünn abreiben. Ebenfalls zur Suppe geben.

Nun alles abgedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis Quinoa und Linsen gar sind (Kochanweisung auf der Verpackung beachten).

Für eine etwas cremigere Konsistenz die Suppe nun mit einem Stabmixer anpürieren. Dabei jedoch einige Gemüsestücke ganz lassen.

Die Orange auspressen und mit dem Saft die Suppe zusammen mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren mit dem Fenchelgrün und / oder etwas frischem Koriander sowie einigen getrockneten Chiliflocken bestreuen.