Category Archives: Vorspeise

Buffet Pinguine – Gruß aus der Antarktis

Hat jetzt gerade noch jemand die Ermahnung: “Mit Essen spielt man nicht!” in Erinnerung? Ich habe es trotzdem getan, nachdem ich diese Pinguine auf einem Foto gesehen hatte. Diese lustigen Gesellen musste ich einfach nachbauen. Auch wenn sie geschmacklich durch die Oliven nicht jedermanns Sache sind, ziehen sie bei einem kalten Buffet eine Menge Aufmerksamkeit auf sich und lockern das Gesamtbild lustig auf. Sie sind einfach herzustellen, schmecken gut und stehen stabil, so dass sie gut zu transportieren sind.

Na, stehen sie bei euch beim nächsten Grillfest oder vielleicht beim Osterbesuch mit auf dem Tisch?

Buffet Pinguine (12 Stück)

Zutaten:

  • ca. 1/3 einer großen Möhre
  • 12 Mozzarella-Kugeln
  • 24 schwarze Oliven mit gutem Geschmack
  • 24 Zahnstocker, am besten weiße gefiederte

Zubereitung:

Die Möhre schälen und danach am dickeren Ende in robuste Scheiben schneiden. Aus diesen ein Dreieck herausschneiden.

Das kleine Möhrendreieck evtl. zurechtschneiden und in die Olivenöffnung als Pinguinschnabel stecken.

12 Oliven halbieren. Mit den Zahnstochern zuerst die Kopfolive durchbohren, danach die Olivenhälften, die die Flügel bilden.

Nun damit die Mozzarellakugel als Pinguinbauch auf die Möhrenscheibe spießen. Fertig ist der Pinguin. Bis zum Buffet fühlen sie sich gemäß ihrer Herkunft im Kühlschrank am wohlsten.

Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse

IMG_2377Keine Lust auf mehr oder weniger sommerwärmegeschädigte belegte Schnitten für unterwegs? Keine Lust darauf, überteuerte und meist vollständig ungesunde Snacks von der Frittenbude oder ähnlichen Essensanbietern zu kaufen? Dann sind diese Mini-Frittatas vielleicht etwas für euch. Man könnte sie übrigens auch als herzhafte Eiermuffins bezeichnen.

Sie enthalten neben besagten Eiern weitere gesunde und nährstoffliefernde Zutaten. Sie schmecken ausgezeichnet und haben genug Transportstabilität für die Brotbüchse. Kombiniert mit etwas frischem Gemüse und / oder Obst ist der Ausflug oder der Schultag schwuppdiwupp mit einer spannenden Alternative zum klassischen Brot essenstechnisch abgedeckt.

Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse (8 Stück)

Zutaten:

  • 5 große Eier (Größe L)
  • 100 g TK-Spinat oder frischer Babyspinat
  • 200 g Cottage Cheese (körniger Frischkäse)
  • 2 – 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL gehackte Petersilie
  • ca. 1 EL gehackter Dill

Zubereitung:

Zuerst den frischen Spinat waschen und verlesen. Danach mit heißem Wasser überschütten, abtropfen lassen und ausdrücken, damit nicht die gesamte Flüssigkeit in den Muffins landet. Grob hacken.

TK-Spinat vollständig auftauen lassen und mit den Händen etwas ausdrücken, damit etwas Flüssigkeit entfernt wird.

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Röllchen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.

In einer Schüssel alle Zutaten miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Mischung abschmecken.

Ein Muffinblech mit 8 Papiertüllen auslegen und den Teig darin gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 20 – 25 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie beim vorsichtigen Wackeln am Blech auch in der Mitte eine feste Oberfläche aufweisen.

Die Mini-Frittatas auskühlen lassen und im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose bis zum Verzehr bzw. zur Mitnahme in der Brotbüchse aufbewahren.

Gazpacho – eine sommerlich erfrischende Gemüsesuppe

IMG_2110Gazpacho ist eine kalt zu genießende Gemüsesuppe mit spanischen Wurzeln. Sie ist denkbar einfach zuzubereiten. Hat man einen Stabmixer, kann man Smoothies oder eben auch Gazpacho in ca. 15 Minuten herstellen. Das Besondere an diesem Rezept ist, dass fast die gesamte Flüssigkeit der Suppe aus dem Gemüse stammt, so dass der Geschmack von Gurke, Tomate und Co. intensiviert wird.

Die Suppe schmeckt nicht nur gut, sie führt dem Körper auch jede Menge wichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie Flüssigkeit in der sommerlichen Wärme zu. Perfekt für alle, die in der Sonne etwas Frisches und wirklich Gesundes zu essen haben möchten.

IMG_2107

Gazpacho für 3 – 4 Personen oder 8 Personen als Vorspeise

Zutaten:

  • 1 kg wirklich reife Tomaten
  • 1 Gurke
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/2 frische Chilischote
  • 3 EL kaltgepresstes gutes Olivenöl
  • 3 – 4 EL trockener Rotwein, alternativ ca. 1 EL Rotweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • frische Kräuter zur Garnierung, z. B. Basilikum, Zitronenmelisse, Minze, Koriander

Zubereitung:

Das kühlschrankkalte Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Chilischote halbieren und die Kerne entfernen.

Alle Zutaten mit Ausnahme der Kräuter sowie von Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischen und mit einem leistungsstarken Stabpürierer / Mixer fein pürieren.

Mit Salz und Pfeffer würzen und die Suppe abschmecken.

Bis zum Verzehr kalt stellen, evtl. Eiswürfel verwenden.

Mit Kräutern bestreut eiskalt in der sommerlichen Wärme genießen.

Ei-Einlaufsuppe – traditionelle Vorsuppe aus Oberschlesien

IMG_1188Die Familie meiner Mutter stammt mehrheitlich aus dem Erzgebirge, dem “Kartoffelesserland”, diejenige meines Vaters hingegen aus Oberschlesien. Mit ihr kam eine etwas abwechslungsreichere, andere Küche in unsere Familie, die meine Mutter sowohl aus Interesse als auch einer gewissen Notwendigkeit heraus übernommen hat. Am Sonntag, so die oberschlesische Tradition, auf die mein Vater in den frühen Ehejahren noch großen Wert legte, musste nämlich ein ordentliches Drei-Gang-Menü auf dem Tisch stehen. Ein Bestandteil dieses Festessens war diese Ei-Einlaufsuppe, gefolgt von einem Fleischessen mit Rot- oder Sauerkraut und zumindest im Winter Klößen und einem Nachtisch. Wir sprechen jetzt mal nicht davon, was das für meine Vollzeit arbeitende Mutter für sonntagvormittäglichen Stress bedeutete, wenn gleichzeitig die Kinder um sie herumtanzten, ein Kuchen für den Nachmittag gebacken, die Wäsche gewaschen und die Wohnung besuchsfein aufgeräumt und geputzt sein sollte.

Genug von den Hausgeschichten, jetzt geht es zum Rezept, von dem ich nicht sicher weiß, ob es nur in unserer Familie den treffenden Namen Ei-Einlaufsuppe hat oder auch offiziell so heißt. Die Vorsuppe besteht traditionell aus einer ordentlichen selbst gekochten Fleischbrühe, Petersilie und eben dem Ei-Einlauf. Ziemlich minimalistisch und unglaublich wohlschmeckend.

Ei-Einlaufsuppe für 6 Personen als Vorsuppe oder 3 Personen als Hauptsuppe

Zutaten:

  • 750 ml selbst gekochte Fleischbrühe, bei uns auch Knochenbrühe genannt
  • 2 Eier (Größe M)
  • ca. 4,5 leicht gehäufte EL Mehl
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • frische Petersilie, gehackt
  • evtl. einige TK-Erbsen und / oder frische Möhrenwürfel (traditionell gehören die allerdings nicht in die Suppe)

Zubereitung:

Die Fleischbrühe im Suppentopf zum Kochen bringen. Je nachdem wie gut man beim Kochen der Knochenbrühe gewürzt hat, sollte man jetzt ggf. noch etwas Salz und Pfeffer ergänzen.

Möchte man in der Suppe einige Erbsen oder Möhrenstückchen haben, fügt man diese gleich hinzu und lässt alles für wenige Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist (Erbsen ca. 3 Minuten, Möhren ggf. bis zu 10 Minuten, je nach Größe der Würfel).

Währenddessen die Eier mit dem Mehl in einem Becher klümpchenfrei verquirlen und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Es sollte eine zähflüssige Masse entstehen, die schwer vom Quirl tropft.

Die Eimasse nun über den Quirl aus dem Becher in die kochend heiße Suppe tropfen lassen. Dazu den Quirl während des Tropfens regelmäßig drehen. Es sollen relativ lange, fast nudelförmige, dicke Fäden entstehen.

Die Suppe erneut bis kurz unter den Kochpunkt erhitzen und ca. 5 Minuten abgedeckt ziehen lassen. NICHT nochmals Aufkochen, sonst zerfasern die Ei-Einlauffäden.

Danach mit etwas gehackter Petersilie bestreuen und sofort heiß servieren.

IMG_1181

Lachstürme – Canapés mit Räucherlachs, Frischkäsecreme und Rogen

IMG_0486Canapés, die mit geräuchertem Lachs großzügig belegt werden, sind wohl ebenso beliebt wie altbekannt. Man könnte fast schon sagen, sie sind ein bisschen langweilig. Für unsere “Festwoche” sollte deshalb eine neue, moderne, witzige Variante auf den Tisch, am besten ein farbenfroher Hingucker, der sich problemlos als Fingerfood essen lässt und leicht vorzubereiten ist.

Darauf sind die Lachstürme die perfekte Antwort. Frischkäse, Zitrone und Lachs bilden immer eine wohlschmeckende Kombination. Ergänzt man noch kräftiges Brot, ich habe das Roggen-Dinkel-Vollkornbrot verwendet und würzigen Fischrogen, steht dem Servieren einer besonderen Vorspeise nichts mehr im Wege.

Lachstürme – Canapés mit Räucherlachs, Frischkäsecreme und Rogen für 6 Personen als Snack oder Vorspeise

Zutaten:

  • 200 g Frischkäse, naturell (Doppelrahmstufe)
  • ca. 1/2 große Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • ca. 1/4 TL Salz
  • 1/4 – 1/2 TL Zucker
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 4 Scheiben Vollkorn- oder Roggenkastenbrot
  • 200 g geräucherter Lachs oder geräucherte Lachsforelle
  • 3 TL Forellen- oder Lachsrogen
  • 3 TL Seehasenrogen
  • einige Schnittlauchstängel

Zubereitung:

Zuerst bereitet man die Frischkäsecreme zu. Dafür die Zitrone gut waschen, das Gelbe der Schale dünn mit einem Zestenreißer oder ähnlichem abschälen und den Zitronensaft auspressen. Schale, Saft und Frischkäse miteinander verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. etwas mehr Zitronensaft frisch säuerlich abschmecken.

Vom Brot relativ dünne Scheiben schneiden. Am besten sind herzhafte Kastenbrote (Vollkorn oder mit hohem Roggenanteil) ohne zu harte Kruste geeignet.

Nun die Scheiben mit der Frischkäsecreme bestreichen, danach mit dem geräucherten Lachs belegen. Darauf erneut Frischkäse streichen, eine nächste Schicht Lachs ergänzen, noch einmal Frischkäse, Lachs und dann Frischkäse + Brotscheibe. Die Lachsstücke dabei so zurechtschneiden, dass sie nicht über den Rand der Brotscheibe hinausragen.

Die belegten Brote in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Creme fester wird und sich der Geschmack entwickelt.

Die Scheiben mit einem scharfen Messer in 6 Würfel schneiden und mit der restlichen Frischkäsecreme bestreichen. Je einen halben TL Fischrogen auf die Lachstürme setzen und mit etwas Schnittlauch garnieren.

Die Lachstürme sind gut vorzubereiten, auch im geschnittenen Zustand bleiben sie für mind. 2 Stunden im Kühlschrank frisch, standhaft und “wie neu”.

IMG_0479

Die Inspiration zu diesen Lachstürmen stammt von einem norwegischen blog (fru timian), wobei ich das Rezept hier und da ein bisschen verändert habe.

Tsatsiki

IMG_9810Egal ob Tsatsiki, Tzatziki oder Zaziki, es ist das perfekte griechische Zubehör zu gegrilltem Fleisch oder Fisch. Die Zubereitung ist denkbar einfach und unkompliziert, zudem lässt es sich gut mehrere Stunden vor dem Verzehr vorbereiten, so dass kein Stress vor der Grillparty entsteht.

Wie immer bei Rezepten, die nur wenige Zutaten umfassen, ist die Qualität der Einzelzutat entscheidend für den Gesamtgeschmack. Daher verwendet man am besten eine richtig frische und wohlschmeckende Gurke, cremigen griechischen Joghurt sowie gutes Olivenöl. Wer dann noch frische Minze im Garten hat, braucht sich um den Geschmack des Gesamtkunstwerkes keine Gedanken mehr zu machen.

Genießt die Grillsaison!

Tsatsiki für ca. 4 Personen

Zutaten:

  • 300 g griechischer Joghurt (10 % Fett)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 Salatgurke
  • einige frische Minzeblätter (kann man auch weglassen)
  • Salz
  • etwas Olivenöl und 1 schwarze Olive zur Garnierung

Zubereitung:

Knoblauchzehen schälen und pressen bzw. in sehr kleine Stückchen hacken. Mit dem Joghurt und dem Olivenöl vermischen. Wer einen etwas milderen Geschmack des Tsatsikis bevorzugt, nimmt nur 1 Knoblauchzehe.

Die Gurke schälen und auf der groben Fläche des Reibeisens reiben. Danach die Flüssigkeit aus den Schnitzen ausdrücken, da das Tsatsiki sonst seine Cremigkeit verliert und zu flüssig wird.

Die Minzblätter fein hacken. Zusammen mit den Gurkenschnitzen in den Joghurt mischen und für mehrere Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen, damit der Knoblauch sich geschmacklich gut mit dem Joghurt verbindet.

Kurz vor dem Servieren mit Salz abschmecken, mit etwas Olivenöl beträufeln sowie mit einer schwarzen Olive belegen.

Schnell fertig und einmalig gut, z. B. als Zubehör zu gegrilltem Fleisch oder Fisch.

IMG_9812

Zitronengelbe Lachssuppe mit Zucchini und Schnittlauch

IMG_9573Für Tage wir heute, an denen die Sonne sich hinter dicken, grauen Wolken versteckt, ist diese schnelle und schmackhafte Suppe mit saftigem Lachs und frühlingsgrünen Zucchinistücken geradezu perfekt.

Zubereitet ist sie in weniger als einer halben Stunde, so dass sie ausgezeichnet zur Sommerküche passt. Die zitronengelbe Farbe, die durch die Zugabe von Safran und Kurkuma erreicht wird, ist definitiv ein Hingucker. Dadurch ist diese Suppe auch als Vorspeise gut geeignet.

Zitronengelbe Lachssuppe mit Zucchini für 3 Personen als Hauptspeise

Zutaten:

  • 500 g Wildlachs- oder Lachsfilets (wir: Wildlachs)
  • 5 kleine Zwiebeln, z. B. Perlzwiebeln
  • etwas Olivenöl
  • 1 mittelgroße, grüne Zucchini
  • 4 dl Fischfond
  • 4 dl Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Pr. Safran
  • ca. 1 TL Kurkuma
  • ca. 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1 – 2 TL Zitronensaft
  • evtl. etwas Sahnejoghurt

Zubereitung:

Wildlachs- oder Lachsfilets auftauen lassen. Im halbgefrorenen Zustand in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Fischstücke mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen.

Die Zwiebeln schälen und in sehr feine Stücke hacken. Die Zucchini waschen und in Stücke scheiden.

Das Olivenöl im Suppentopf erhitzen und Zwiebel sowie Safran darin anbraten, bis die Zwiebelstücke glasig und weich geworden sind.

Nun Fischfond und Sahne hinzugießen und alles einmal aufkochen lassen. Kurkuma hinzufügen und alles für ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Danach die Fisch- sowie die Zucchinistücke in die Suppe geben. Die Suppe erneut erhitzen, jedoch ab jetzt nicht mehr kochen, damit der Fisch schön saftig bleibt. Die Suppe abgedeckt für 6 – 10 Minuten (abhängig von der Größe der Fischstücke) knapp unter dem Kochpunkt ziehen lassen.

Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken sowie mit dem frischen, gehackten Schnittlauch bestreuen.

Die Fischsuppe auf Teller geben und ggf. mit etwas Sahnejoghurt garnieren.

IMG_9580

Zwiebel-Mandel-Suppe mit Kürbiskernen und Serrano

IMG_9496Suppenkasperzeit mal wieder auf dem scheckenlaks. Nicht immer ist es leicht, neue Suppengeschmacksrichtungen zu finden, die zu einem wohlschmeckenden Ergebnis führen. Das ist es gut, wenn man auf das eine oder andere Urlaubsmitbringsel zurückgreifen kann. Die Grundlage für diese Suppe bildet ein im letzten Spanienurlaub mitgenommener Zettel von einem Gemüsemarkt, der allerdings zwischenzeitlich völlig in Vergessenheit geraten, besser gesagt im Reiseführer vergraben worden war. Aber wie das häufig so ist, trifft man sich mindestens zweimal im Leben.

Ich entdeckte diese Suppe nämlich auch auf diesem norwegischen blog und erinnerte mich an den Zettel. Gesucht, entdeckt, nachgekocht, etwas an unseren Geschmack angepasst und für wohlschmeckend befunden, erscheint sie nun auch hier. Mit ihrem mild-würzigen Geschmack ist sie besonders gut als Vorsuppe geeignet, schmeckt aber natürlich auch als Hauptspeise.

Zwiebel-Mandel-Suppe mit Kürbiskernen und Serrano für 3 Personen als Hauptspeise oder 6 Personen als Vorspeise

Zutaten:

  • 3 große gelbe Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • 2 – 3 Pr. Safranfäden
  • 150 g Mandeln, gemahlen
  • 850 ml Gemüsebrühe
  • 6 – 7 EL trockener Weißwein
  • 2 – 3 TL Apfelessig
  • Paprikapulver, scharf
  • schwarzer Pfeffer
  • ggf. Salz
  • etwas Petersilie
  • ca. 3 EL Kürbiskerne
  • 3 bzw. 6 Scheiben Serrano-Schinken

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Die Mandeln ggf. in einem Mixer zu Mehl zermahlen.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren für ca. 5 Minuten anbraten, bis die Stücke weich geworden sind. Den Safran hinzufügen und für wenige Minuten mit braten lassen.

Nun die gemahlenen Mandeln ergänzen und alles unter gutem Rühren für weitere 2 – 3 Minuten braten. Dabei soll sich alles gut miteinander vermischen.

Die Gemüsebrühe und den Weißwein angießen und alles mit Essig, Paprikapulver und schwarzem Pfeffer würzen. Die Suppe verträgt einiges an Schärfe, daher nicht zu zaghaft vorgehen. Alles einmal aufkochen lassen, danach für 10 Minuten abgedeckt köcheln.

Die Suppe sollte relativ dick werden, daher ggf. etwas mehr Mandelmehl zusetzen, wenn sie zu dünn erscheint.

Die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit Pfeffer, Paprika, ggf. Salz sowie Essig abschmecken.

Während die Suppe kocht, die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit bei relativ hoher Wärme rösten. Dabei regelmäßig rühren und aufpassen, dass sie nicht verbrennen. Sie sollen knusprig hellbraun und nicht schwarz werden.

Den Serranoschinken auf ein mit Backpapier bedecktes Blech legen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 5 – 10 Minuten backen, bis er knusprig ist. Auch hier aufpassen, dass er nicht verbrennt.

Die Suppe mit dem Serranoschinken, den Kürbiskernen und der Petersilie bestreut genießen.

Knusprige Schinkenchips mit Crème Fraîche und Forellenrogen

IMG_8873Längere Zeit waren wir bereits auf der Suche nach einer einfach und schnell zuzubereitenden Vorspeise, die sich gut mit anderen Snacks auf einem Vorspeisenteller kombinieren lässt und trotzdem interessant aussieht und natürlich auch schmeckt.

Eine vage Erinnerung an einen Restaurantbesuch lies mich an eine zunächst vielleicht ungewöhnlich erscheinende Variante von knusprigem Schinken und “Fisch” denken. Kurzes Probieren mit minimalem Einsatz von Zutaten reichte aus, um uns zu diesem wohlschmeckendem Ergebnis gelangen zu lassen. Sehr schön, diese kleine Vorspeise.

Knusprige Schinkenchips mit Crème Fraîche und Forellenrogen als Vorspeise für               4 Personen

Zutaten:

  • 4 Scheiben American Bacon
  • 8 TL Crème Fraîche
  • ca. 6 TL Forellen- oder Lachsrogen
  • etwas frischer Dill oder Schnittlauch zur Garnierung

Zubereitung:

Baconscheiben halbieren und nebeneinander auf ein mit Backpapier versehenes Blech legen. Die Scheiben im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 15 Minuten backen, bis die Scheiben knusprig und braun geworden sind. Gegen Ende der Garzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, es soll nichts verbrennen.

Die Schinkenchips auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit je einem Teelöffel Crème Fraîche und einem knappen Teelöffel Forellenrogen versehen. Zum Schluss noch mit etwas frischem Dill oder Schnittlauch belegen. Das hatte ich leider vergessen, bevor ich die Fotos gemacht habe.

Außergewöhnlicher Spargelsalat mit Räuchermakrele

IMG_6022Was ist denn das heute für Wetter? Dauerregen! Und ab morgen wollen wir 3 Tage wandern gehen mit Besuch, na da präsentiert sich das Erzgebirgswetter ja von seiner besten Seite ;-). Gut, dann freuen wir uns eben über Pfützenspringen und Wolkenfetzen, die über die Höhen und durch den Wald ziehen. Zum Auftakt unseres Wanderwochenendes werden wir uns heute zum Trost und zur Vorbereitung einen etwas außergewöhnlichen Spargelsalat mit geräucherter Pfeffermakrele, Ei-Dressing, Kartoffeln und Zwiebeln gönnen. Hört sich nach einer ungewöhnlichen Kombination an, schmeckt aber hervorragend und abwechslungsreich. Wir essen den Salat als Hauptspeise, er wäre jedoch auch als Vorspeise für ca. 8 Personen sehr gut geeignet.

Außergewöhnlicher Spargelsalat mit geräucherter Makrele für 3 Personen

Zutaten:IMG_6012

  • 1 kg weißer Spargel
  • 1/2 TL Salz pro l Spargelkochwasser
  • 1/2 TL Zucker pro l Spargelkochwasser
  • 1 TL Butter
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/3 Zitrone)
  • 300 g geräucherte Pfeffermakrele
  • 9 kleine Kartoffeln
  • etwas Salz
  • 1 große rote Zwiebel, möglichst mild
  • 3 hart gekochte Eier
  • 50 g Butter
  • ca. 1 EL Kapern
  • Saft 1/2 kleinen Zitrone
  • Petersilie
  • etwas Salz

Zubereitung:

Den Spargel ringsherum schälen, den unteren holzigen Teil abschneiden und die Stangen halbieren. Danach den Spargel kochen. Wird er liegend in einem großen Topf gekocht, dann sollte er geradeso mit Wasser bedeckt sein. Dem Kochwasser Salz, Zucker, Butter und Zitronensaft zufügen. Den Spargel 10 – 15 Minuten kochen lassen. Gegen Ende der Kochzeit vorsichtig mit einer Gabel am unteren Ende einer Stange prüfen, ob der Spargel schon gar ist. 

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe der Kartoffeln).

Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Die geräucherte Makrele häuten und in gabelgerechte Stücke teilen.

Die Eier in Wasser für ca. 8 Minuten kochen. Danach etwas abkühlen lassen, schälen und in kleine Stücke schneiden.

Für das Dressing Kapern und gewaschene Petersilie grob hacken, die Zitrone auspressen. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und leicht bräunen. Nun Butter, Eistückchen, Kapern und Petersilie vermischen. Um das Dressing etwas flüssiger werden zu lassen, ca. 3-4 EL des Spargelkochwassers hinzugeben. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und warm halten.

Nun den Salat dekorativ anrichten, das Dressing in die Mitte geben und alles lauwarm genießen. Freut euch auf das lange und hoffentlich auch bei euch aktivitätsreiche Wochenende.