Dickmilch-Sahne Pudding mit Heidelbeeren

IMG_0047Die Heidelbeeren sind reif und was für Prachtexemplare das dieses Jahr sind. Die Wärme hat sie besonders süß und aromatisch werden lassen. Natürlich, ich weiß, die Waldheidelbeeren, speziell die am Femunden (großer norwegisch-schwedischer See) mit angrenzendem, ausgedehntem Wald und einem Naturschutzgebiet, sind die besten und schlagen die Kulturheidelbeeren in Geschmack und Antioxidantiengehalt. Trotzdem lohnt es sich eigene Heidelbeeren im Garten anzubauen, wenn man nicht an einem dieser “Heidelbeerwälder” wohnt.

Im Gegensatz zu z. B. Johannisbeeren oder Aronia schmecken sie pur und roh ganz hervorragend und eignen sich darüber hinaus für die Zubereitung von Kuchen, süßem Gebäck, Torten, Desserts, Marmelade, Blaubeersuppe, Pfannkuchen oder Crêpes, Smoothies und Frühstücksvariationen. Damit sind sie nicht nur gesunde, vitaminreiche Allrounder, sondern sie eignen sich auch als Zuckerersatz. Wer Heidelbeeren, z. B. in Desserts oder beim Frühstück verwendet kann den Zuckergehalt der Speisen deutlich reduzieren.

All dies kommt auch in dem folgenden, erfrischendem, fein säuerlichem und fruchtigem Dessert zum Tragen. Es besteht aus einem Dickmilch-Sahne Pudding, der mit Zitronen- und Limettensaft versetzt und einer frischen Sauce aus Heidelbeeren versehen wird. Die Sauce bleibt dabei ungekocht, damit alle Vitamine der aromatischen Beeren erhalten bleiben.

Der Dickmilchpudding mit Beerensauce (Him- oder Brombeeren eignen sich ebenfalls) ist als moderner Klassiker in der norwegischen Küche anzusiedeln, wobei der gut gekühlte, sommerliche Genuss von Dickmilch oder Dikmelk auch in Norddeutschland nicht unbekannt ist. Dort bin ich ihm jedoch eher als Dickmilch bestreut mit Zimt und Zucker begegnet.

Wenn ihr etwas Fruchtigeres ausprobieren wollt, können wir den folgenden Pudding mit Heidelbeersauce uneingeschränkt empfehlen. Ein wunderbares Sommerdessert, das eine angenehm kühlende Wirkung erzielt und sehr interessant schmeckt.

Dickmilch-Sahne Pudding mit Heidelbeeren für 4 – 6 Personen (4 große oder 6 kleinere Portionen)

Zutaten:

  • 2 dl Sahne
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 45 g Zucker
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Zitronensaft
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 2 Blätter Gelatine
  • 2,5 dl Dickmilch
  • 200 g Heidelbeeren + ca. 40 Beeren zwecks Garnierung
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Pr. Sternanispulver
  • 1 EL Limettensaft
  • ca. 1/2 EL geraspelte weiße Schokolade

Zubereitung:

Zuerst den Pudding zubereiten, da dieser vor dem Verzehr mind. 4 Stunden im Kühlschrank zubringen sollte, um fest zu werden.

Die Gelatineplatten in einem Becher mit kaltem Wasser einweichen. Die Platten müssen dabei vollständig mit Wasser bedeckt sein.

Die Bio-Zitrone gut waschen und mit einem Zestenreißer die Schale dünn abschälen (nur das Gelbe verwenden, sonst wird es bitter).

In einem Topf Sahne, Vanillezucker, Zucker, Limetten- und Zitronensaft sowie die Zitronenschale verquirlen und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Die Mischung für 5 -10 Minuten leicht köcheln lassen.

Danach alles durch ein Sieb abgießen, damit die Zitronenschale entfernt wird.

Die Gelatineplatten aus dem Wasser nehmen, gut ausdrücken und in den Pudding einrühren. Den Pudding etwas abkühlen lassen, ehe die Dickmilch hinzugefügt und gut untergeschlagen wird.

Nun die Masse in 4 große oder 6 kleine Dessertgläser oder Schalen füllen. Für mind. 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

IMG_0046Für die Heidelbeersauce kann man frische oder tiefgekühlte (vor der Verwendung auftauen lassen) Beeren verwenden. Die Beeren zusammen mit dem Limettensaft, Vanillezucker und Sternanis kurz pürieren, bis man eine etwas stückige Sauce erhalten hat.

Abschmecken und ggf. noch etwas mehr Sternanispulver hinzufügen. Die Sauce soll nicht direkt nach Sternanis schmecken, sondern nur eine interessante Note erhalten.

Kurz vor dem Verzehr die Heidelbeersauce auf den Pudding geben und mit den frischen Heidelbeeren sowie etwas geraspelter weißer Schokolade garnieren. Gekühlt genießen.

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