Gløgg – der skandinavische Luxus-Glühwein

IMG_1516Der skandinavische Gløgg hat es in Deutschland inzwischen zu einer erstaunlichen Bekanntheit gebracht, kaum jemand, der nicht den Glühwein mit oben schwimmenden Mandeln und auf dem Tassenboden versteckten Rosinen kennt. Trotz zumindest in Norwegen nach wie vor wirklich hoher Alkoholpreise gibt es viele verschiedene Gløgg-Rezepturen, die neben Rotwein gern auch noch Cognac, Aquavit, Cointreau oder Portwein enthalten. Da haben wir es hier preismäßig doch etwas besser, wenngleich der Geldbeutel für die hier vorgestellte Luxusvariante durchaus nicht ganz ungeschont bleibt. Belohnt wird man jedoch mit einem hervorragenden und vielfältigen Geschmack. Gleichzeitig wärmt der Gløgg richtig durch, die Heizung kann man also getrost zurückdrehen.

Am besten genießt man den skandinavischen Glühwein in einer größeren Runde mit Freunden oder der Familie zusammen mit z. B. selbst gebackenen Pfefferkuchen. Dann macht es auch nicht mehr ganz so viel, wenn sowohl Kälte als auch Schnee fehlen.

Gløgg – der skandinavische Luxus-Glühwein für ca. 10 Personen (ergibt 2,5 l Gløgg)

Zutaten:

  • 160 g Rosinen
  • 120 g gestiftelte Mandeln
  • Saft von 2 Zitronen
  • 3 dl Orangensaft
  • 6 dl roter Portwein
  • 4 Zimtstangen
  • 20 – 25 Nelken (je nach Größe der Nelken)
  • 8 Kardamomkapseln
  • 1,5 l Rotwein, halbtrocken (sollte nicht der billigste sein)
  • ca. 6 EL brauner Zucker
  • 3 EL echter Vanillezucker
  • 8 – 10 EL Cointreau

Zubereitung:

Rosinen waschen, Zitronen und Orangen auspressen. Alternativ kann man auch gekauften Orangensaft verwenden. Nelken und Kardamom in einen Teebeutel geben, dadurch kann man sie im fertigen Gløgg einfacher wieder entfernen.

Portwein, Orangen- und Zitronensaft zusammen mit den Gewürzen, Rosinen und Mandeln in einem großen Topf erwärmen, nicht über 70 °C, sonst löst sich ein entscheidender Teil des Gebräus in Luft auf. Abgedeckt für mind. 3 Stunden ziehen lassen. Dadurch saugen sich die Rosinen voll und schmecken hinterher umso besser.

Nach dem Durchziehen den Rotwein sowie den Zucker zufügen. Abschmecken ist dabei wichtig, da der Rotwein unterschiedlich in seinem Säuregehalt sein kann.

Den Gløgg erneut langsam erwärmen, nicht über 70 °C, keinesfalls aufkochen. Den Beutel mit den Gewürzen sowie die Zimtstangen herausangeln. Jetzt nur noch den Cointreau hineingeben, umrühren, finales Abschmecken und heiß genießen. Namm.

Ach ja, beim Ausgeben mit der Suppenkelle immer schön bis zum Topfboden herunterangeln, dort liegen nämlich die herrlich “betrunkenen” Rosinen.