Gratis Biogemüse für die Suppe – Brennessel

IMG_5864Heute waren wir in den Brennesseln – hinter unserem Garten am Waldrand – und haben mit Gartenhandschuhen geschützt gratis Gemüse in Bioqualität für die Suppe gepflückt. Ich liebe solche Zutaten, die uns die Natur einfach so zum Ernten zur Verfügung stellt, ohne dass wir sie anbauen oder pflegen oder in irgendeiner Form kaufen müssten. Essen, das einfach nur so da ist. Ein Gedanke, der uns in der heutigen Zeit ein bisschen fremd geworden ist.

Verarbeitet haben wir die Brennesseln in einer Suppe, die ähnlich grün wie unsere Chlorophyllsuppe geworden ist und sehr gut, irgendwie rein nach Natur, geschmeckt hat.

Für die Suppe sollte man nur Blätter von jungen Brennesseln verarbeiten und da am besten nur die an der Pflanzenspitze wachsenden. Die ergeben das beste Aroma. Da die Nesselblätter sehr leicht sind, muss man mehr pflücken als man schätzen würde, daher am besten gleich mit einem großen Gefäß / Korb losziehen. Die Zubereitung dieser vom Erzgebirge bis nach Norwegen bekannten Suppe ist dann sehr einfach und schnell erledigt. Also folgt am besten unserem Beispiel und spart euch für die nächste Suppe die Geldausgabe für das Hauptgemüse. Auf zum Waldrand.

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Brennesselsuppe für 3 Personen

Zutaten:

  • 180 g Brennesselblätter (junge, zarte Blätter ohne Stiele)
  • 300 g Kartoffeln, mehlig kochende Sorte
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • ca. 1 EL Olivenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL kaltes Wasser
  • ca. 1 EL Mehl
  • ca. 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • ca. 1/2 TL Liebstöckel, getrocknet
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • ca. 1 EL Sahne
  • einige Zitronenspritzer (ca. 1 Zitronenscheibe)
  • 1 große rote Paprikaschote
  • einige Mandelblättchen
  • ca. 1 EL Olivenöl
  • etwas Salz
  • Chiliflocken, getrocknet
  • Paprikapulver, scharf
  • 3 hart gekochte Eier

Zubereitung:

Die Brennesselblätter nach dem Sammeln gründlich waschen und abtropfen lassen. Ab jetzt kann man die Handschuhe zur Seite legen, die Blätter sollten nun nicht mehr brennen.

Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einem großen Suppentopf erhitzen und darin die Zwiebel- und Knoblauchstücke anbraten, bis sie weich und glasig geworden sind. Die Kartoffeln hinzufügen und unter Rühren ebenfalls kurz anbraten lassen.

Nun die Nesselblätter, die Gemüsebrühe, den Kreuzkümmel und Liebstöckel hinzufügen. Die Suppe aufkochen und für ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffelstücke weich geworden sind. Danach alles mit einem Pürierstab fein pürieren.

Wer die Suppe nicht so dünnflüssig mag, kann sie mit etwas Mehl anquirlen. Dazu das Mehl in ca. 2 EL kaltem Wasser gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Danach diese Mischung unter beständigem Rühren langsam in die Suppe gießen, einmal aufkochen lassen.

Die Suppe zum Schluss mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft sowie ca. 1 EL Sahne abschmecken.

Für die Suppeneinlage den Paprika waschen und putzen. Danach in kleine Stückchen schneiden.

Während die Suppe kocht, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin die Paprikastücke und die Mandelscheiben unter häufigem Wenden für ca. 10 Minuten anrösten, bis die Paprikawürfel gar und die Mandelscheibchen etwas gebräunt sind. Die Stückchen dabei mit Salz, Chiliflocken und Paprikapulver relativ scharf würzen.

Die Eier hart kochen, abschrecken, schälen und danach halbieren. Die Schnittflächen mit ein wenig Salz bestreuen.

Die Suppe in Teller geben, mit den scharfen Paprikawürfeln sowie den halbierten Eiern und ggf. einer halben Zitronenscheibe anrichten. Natur pur und (fast) umsonst genießen.

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