Grießpudding mit Himbeersauce

IMG_7235Samstag! Das bedeutet Desserttag bei uns! Und heute kann ich mit einem klassischen Grießpudding mit Himbeersauce aufwarten, den es schon bei meiner Oma gab. Damals allerdings meist ohne Himbeersauce, da die Himbeererntesaison im Garten kurz war und es in der DDR keine TK-Beeren zu kaufen gab. Dafür wurde jedoch jedes Mal, wenn der Pudding ohne Sauce daher kam, davon geschwärmt, dass er mit Sauce ja nochmals viel besser wäre. Das stimmt.

Auf seltsame Weise verschwand dieser Nachtisch jedoch in den folgenden Jahren von unserem Essensplan, bis ich ihm völlig unerwartet in leicht veränderter Form in Norwegen wieder begegnet bin. Wir waren nach einem freiwilligen Arbeitseinsatz auf einem Campingplatz von den beiden älteren Betreiberinnen als Dankeschön zum Essen eingeladen worden. Es gab Fischsuppe und danach Grießpudding mit roter Sauce als Dessert. Unglaublich, der Pudding schmeckte genauso wie bei meiner Oma. Nur die rote Sauce war aus einem Beerenmischsirup hergestellt, was aber auch sehr lecker war. Sehr interessant. Und wenn ein Dessert so weit verbreitet ist, dann kann es doch nur gut sein, oder? Deshalb gibt es jetzt das Rezept, eines der wenigen, bei denen ich ein Aroma verwende, aber die Bittermandeltropfen gehören einfach dazu und zwar sowohl in Norwegen als auch hier.

Grießpudding mit Himbeersauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 ml Milch
  • 45 g Weichweizengrieß
  • ca. 1,5 EL Zucker
  • 2 – 4 Tropfen Bittermandelaroma (abschmecken)
  • 200 g Himbeeren
  • Saft von 1/3 Limette
  • 1 – 1,5 EL brauner Zucker

Zubereitung:

Einen Topf mit dickem Boden verwenden. Die Milch aufkochen, nach und nach den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Es sollen sich keine Klümpchen bilden. Den Grießbrei bei schwacher Hitze 10 Minuten quellen lassen. Dabei die ganze Zeit weiter rühren, damit nichts anbrennt.

Zum Schluss Zucker und Mandelaroma unterrühren. Abschmecken, ggf. mehr Zucker oder Mandelaroma hinzufügen, bis die gewünschte Geschmacksintensität erreicht ist. Der Grießbrei ist jetzt noch relativ flüssig, erhält aber beim Abkühlen die richtige Konsistenz. Den Brei in Portionsschälchen füllen und im Kühlschrank erkalten lassen.

Für die Himbeersauce kann man frische oder tiefgekühlte (vor der Verwendung auftauen lassen) Himbeeren verwenden. Einige schöne Himbeeren zwecks Deko zur Seite legen. Die restlichen Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken, Limettensaft und Zucker untermischen. Die Zuckermenge richtet sich nach der Süße der Himbeeren, deshalb zunächst nur wenig Zucker zufügen und abschmecken. Wer die Körnchen der Himbeeren nicht mag, streicht die Masse durch ein Sieb (evtl. sollten dann mehr Himbeeren verwendet werden). Uns stören die Körnchen nicht, daher lassen wir diesen Schritt weg.

Jetzt nur noch die Himbeersauce auf dem erkalteten Grießpudding verteilen und ggf. mit Himbeeren garnieren. Traditionell genießen.

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