Holunderbeersaft ohne Entsafter

IMG_3645Die Holunderbeersaison hat bei uns noch nicht begonnen, allerdings sind wir hier im Erzgebirge auch immer spät dran, wenn es um die Ernte verschiedener Beeren geht. Damit die Rezepte nicht wieder zu spät für diejenigen kommen, die in wärmeren Bereichen Deutschlands wohnen, habe ich zwei Rezepte vom letzten Jahr hervorgeholt, die ich mit euch teilen will. Im ersten entsteht Holunderbeersaft, den man wunderbar mit Wasser oder Tee mischen oder als Grundlage für Smoothies verwenden kann. Zur Saftherstellung benötigt man in diesem Fall keinen Entsafter, sondern nur einen Topf, ein Sieb, ein Tuch und seine Hände. Falls ihr noch allgemeine Hinweise zum Pflücken und Putzen der Holunderbeeren benötigt, könnt ihr diese hier finden.

Holunderbeersaft (ca. 1,3 l)

Zutaten:

  • 500 g Holunderbeeren (geputzt gewogen)
  • 1 l Wasser
  • 1 Zimtstange
  • ca. 50 g Zucker
  • Saft 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Die reifen Holunderbeerdolden pflücken und in einem offenen Pappkorb ggf. bis zur Verarbeitung kühl zwischenlagern. Die Dolden gut waschen, danach die Beeren von den Dolden streifen. Dabei darauf achten, grüne (roh giftig) und vertrocknete (geben keinen Saft mehr) Beeren ebenso wie Kleingetier auszulesen.

Die Beeren in einem großen Topf (Holunderbeeren schäumen beim Kochen) zusammen mit dem Wasser, der Zimtstange und dem Zucker aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis sie anfangen zu zerfallen. Die Zimtstange entfernen. Danach alles in mehreren Durchgängen in ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb, das auf einer großen Schüssel steht, gießen und abtropfen lassen. Damit man eine möglichst große Saftausbeute erhält, ist es ratsam, das Tuch mitsamt den Beeren mit der Hand auszupressen. Dafür müssen die Beeren jedoch noch ordentlich heiß sein, gleichzeitig können sie nur in relativ kleinen Portionen ausgedrückt werden. Das ist für die Hände mit der Zeit unangenehm heiß. Die Beeren färben außerdem sowohl Tuch als auch Hände, dort besonders die Fingernägelränder, sehr schön lila ein, das sollte man also bedenken, falls man am Abend noch etwas vorhat ;-).

Den so erhaltenen Saft nochmals kurz aufkochen, danach mit Zitronensaft und ggf. weiterem Zucker abschmecken.

Den Saft kalt oder warm, verdünnt mit Wasser oder Tee trinken. Auch in lila Smoothies macht er sich gut, ein Rezept dazu gibt es morgen.

Der Saft verfügt über nicht genug Zucker, um lange haltbar zu sein, daher am besten kühl lagern und innerhalb der nächsten 2 – 3 Tage aufbrauchen.

 

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