Johannisbeerkuchen – traditionell

IMG_3036Dieser traditionelle Johannisbeerkuchen mit Streuseln und einem Hefeteigboden wird für mich immer mit Sommerurlaub an der Ostsee verbunden bleiben und der Erinnerung an herrlich lange Strandtage mit meinem Urlaubsfreund, Wellentauchen, zur Boje schwimmen, Minigolf und Federball spielen, Softeis essen und Muscheln sammeln. Da wir uns mehr im Wasser als draußen am Strand aufhielten, waren wir immer hungrig, besonders nachmittags. Und dann tauchte dieser leckere Kuchen auf, den unsere liebe Zimmervermieterin jeden Urlaub mindestens einmal für uns auf einem großen Blech gebacken hat. Obwohl sie den ganzen Tag arbeiten ging, durften wir ihr abends bei der Kuchenherstellung oder beim Entrispeln der Johannisbeeren nicht helfen, denn wir hatten ja schließlich Urlaub und sollten uns erholen. Wenn dann der herrliche Kuchenduft durch die gemeinsam genutzte Küche strömte, war die Vorfreude auf den nächsten Strandnachmittag, denn erst dann durften wir den Kuchen kosten, ungeheuer groß.

Wenn ich euch jetzt auch den Mund wässrig gemacht habe, hier ist das Rezept, allerdings auf eine runde Kuchenform angepasst, denn wir sind inzwischen ja nicht mehr 7 Personen.

Johannisbeerkuchen für runde Springform (ø 28 cm)

IMG_3013

Zutaten Boden:

  • 250 g Mehl
  • 1/2 Pck. Trockenhefe oder 10 g Frischhefe
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei (Größe M)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • 70 – 100 ml Wasser
  • etwas Butter zum Fetten der Form

Zutaten Belag:

  • 600 g rote Johannisbeeren (wir hatten noch ein paar restliche schwarze Beeren, die haben wir mit untergemischt)
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 EL Butter

Zutaten Streusel:

  • 110 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • etwas Staubzucker zum Bestreuen beim Servieren

Zubereitung:

Zuerst den Hefeteig herstellen. Dafür die trockenen Zutaten mischen, danach Ei, zimmerwarme Butter und das Wasser, bis auf einen kleinen Rest, zugeben. Alles gründlich miteinander verrühren und danach für ca. 8 Minuten ordentlich von Hand durchkneten. Evtl. noch Wasser hinzufügen, wenn der Teig zu trocken erscheint. Am Ende des Knetprozesses sollte ein relativ weicher Teig entstanden sein, der nicht mehr an der Tischplatte festklebt.

Den Teig in eine leicht bemehlte Schüssel geben, etwas mit Mehl bestreuen und abgedeckt 1,5 – 2 Stunden (Trockenhefe) an einem warmen Ort gehen lassen. Mit Frischhefe geht der Teig nach meiner Erfahrung schneller und braucht nur 1 – 1,5 Stunden. Das Teigvolumen sollte sich in beiden Fällen mindestens verdoppeln.

Während der Teig geht, die Johannisbeeren waschen und entrispeln, mit dem Zucker vermischen und mind. 1 Stunde durchziehen lassen.

Für die Streusel Mehl, Zucker und Butter in einer Schüssel miteinander verkneten.

Die Backform fetten und den Herd auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Hefeteig kurz durchkneten und in der Kuchenform gleichmäßig ausziehen. Dabei unbedingt einen höheren Teigrand formen, wir hatten das nicht getan, wodurch der Johannisbeersaft zwischen Teig und Kuchenform gelaufen ist, was nicht sehr schön aussieht. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen, danach ca. 1/2 EL Butter als Butterflöckchen auf dem Teig verteilen.

Die in Zucker eingelegten Johannisbeeren auf den Boden geben und mit den Streuseln bestreuen.

IMG_3023Den Kuchen auf der mittleren Schiene des Backofens bei Ober- und Unterhitze mit 180 °C für 40 – 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd unterschiedliche Eigenschaften aufweist.

Den Kuchen auf einem Rost mit einem Tuch abgedeckt auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestreuen. Wer möchte, kann ihn gern mit einem Klecks Schlagsahne genießen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *