Kvæfjordkake = Verdens beste kake = Norwegens Nationalkuchen

IMG_8851Dieser wundervolle Kuchen, bescheiden als Kvæfjordkake, nach dem Ort seiner Entstehung benannt, weniger bescheiden als “Verdens beste kake” (weltbester Kuchen) bezeichnet, gilt als Norwegens Nationalkuchen, sofern es so etwas für ein Land überhaupt geben kann. Mit der Bezeichnung “einer von Norwegens traditionellen Festkuchen” liegt man sicher nicht verkehrt, trifft man ihn doch bei Geburtstagfeiern, Konfirmationsfesten, Hochzeiten oder dem Nationalfeiertag am 17. Mai an.

Der Kuchen vereint einen klassischen, saftigen Rührteigboden mit einer knusprigen Baiserschicht, die durch geröstete Mandeln ergänzt wird. Damit jedoch noch nicht genug. Zwischen die Böden wird nämlich, wie es sich für einen richtigen Festkuchen gehört, eine luftig-weiche Sahnecreme gefüllt. Das zusammen ergibt einen Kuchengenuss der ganz besonders leckeren Art. Ob es nun der Weltbeste ist? Probiert es aus und entscheidet selbst.

Da der Kuchen insgesamt eher zu den süßen Exemplaren gehört, haben wir die Zuckermenge hier und da etwas reduziert. Die von uns verwendete Menge steht deshalb in Klammern hinter der ursprünglichen Angabe.

Kvæfjordkake oder auch Verdens beste kake (Weltbester Kuchen) für 1/2 Blech

Zutaten Rührteigboden: 

  • 75 g Butter
  • 1 Pr. Salz
  • 75 g Zucker (wir: 60 g)
  • 2,5 Eigelb
  • 75 g Mehl
  • 3/4 TL Backpulver
  • ca. 50 ml Milch

Zutaten Baisermasse:

  • 2,5 Eiweiße
  • 100 g Zucker
  • 1/4 dl Mandelscheiben

Zutaten Füllung:

  • 150 ml Sahne zum Mischen mit der Vanillecreme
  • 1/2 Vanilleschote
  • 125 ml Milch
  • 125 ml Sahne
  • 50 g Zucker (wir: 40 g)
  • 17,5 g Speisestärke
  • 2 Eigelb

Zubereitung Boden:

Möchtet ihr ein ganzes Blech backen, alle Zutaten verdoppeln.

Butter, Salz und Zucker zu einer luftigen Masse mithilfe des Handrührgerätes aufschlagen. Die Eigelbe eins nach dem anderen einrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Mehl und Milch wechselweise in den Teig einrühren.

Ein halbes Blech mit Backpapier belegen. Die Rührteigmasse darauf gleichmäßig verstreichen.

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Die Eiweiße zu Eischnee schlagen. Achtung, das geht nur mit ganz sauberen und fettfreien Rührhaken. Das gleiche gilt für das Rührgefäß. Wenn ihr nicht vertraut seid mit der Herstellung von Baisermassen, findet ihr allgemeine Hinweise dazu hier. Den Zucker während des Rührens nach und nach einrieseln lassen. Es entsteht eine glänzend weiße und feste Masse.

Die Baisermasse auf dem Rührteigboden wellenförmig verstreichen.

IMG_8840Die Mandelscheiben darüber streuen.

IMG_8843Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 160°C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für ca. 40 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, die Baisermasse sollte leicht hellbraun sein. Ist die Masse noch zu hell, dann in den letzten 10 Minuten der Backzeit auf Umluft schalten. Sollte die Masse zu dunkel werden, dann den Kuchen eine Etage tiefer einschieben.

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Zubereitung Füllung:

Eigelb, Zucker und Speisestärke in einer Metallschüssel gut miteinander verschlagen.

Das Vanillemark aus der Schote schaben. Milch und Sahne in einem Topf mischen, Vanillemark und -schote hinzufügen. Diese Mischung einmal aufkochen lassen. Achtung, es darf nicht anbrennen! Vanilleschote wieder entfernen.

Jetzt etwas der kochenden Sahnemilch unter ständigem Rühren in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Mischung geben. 

Danach alles wieder zurück in den Topf schütten und unter kräftigem Rühren erhitzen, bis die Creme eingedickt ist. Die Konsistenz soll wie ein dicker Pudding sein. Wieder Achtung, es darf nicht anbrennen!

Die Creme in eine längliche Form füllen und mit etwas Folie abdecken. Rasch im Kühlschrank vollständig erkalten lassen. 150 g der Masse abwiegen.

Die Sahne steif schlagen und mit 150 g der Vanillecreme vermischen.

Zusammenbau:

Den Boden vollständig erkalten lassen und halbieren.

IMG_8850Die eine Bodenhälfte mit der Baiserseite nach unten legen*. Darauf die Vanillecreme gleichmäßig verstreichen. Die andere Hälfte mit der Baiserseite nach oben darauf legen. Den Kuchen bis zum Verzehr mit einem Tuch abgedeckt im Kühlschrank lagern.

* Anmerkung: Es gibt eine alternative, wahrscheinlich ursprünglich verwendete, Montage, bei der der untere Boden mit der Rührteigseite nach unten gelegt wird. Das führt allerdings dazu, dass die Baisermasse direkt mit der Füllung in Berührung kommt, wodurch sie leicht aufweichen und ihre Knusprigkeit verlieren kann.

Mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden. Das geht übrigens leichter als man denken würde. Kaffee aufsetzen und danach diesen herrlichen Kuchen genießen!

IMG_8867Ganz zum Schluss noch die Tips zur Lagerung. Der Boden kann gern einen Tag im Voraus gebacken werden. Er ist mit einem Tuch abgedeckt in einem Zimmer mit möglichst niedriger Luftfeuchtigkeit gut aufzubewahren.

Die Vanillecreme kann ebenfalls einen Tag vorher hergestellt werden, sollte jedoch unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Sahne würde ich erst beim Zusammenbau des Kuchens unter die Creme mischen.

Die Montage des Kuchens sollte optimalerweise ca. 4 Stunden vor dem Verspeisen erfolgen, damit er gut durchziehen kann, die Füllung fest wird, die Baisermasse jedoch im Kühlschrank nicht weich und klebrig wird. Deshalb den Kuchen mit einem Tuch abdecken.

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