Marmorkuchen

img_3004Darf ich vorstellen, unser “Familientraditionsmarmorkuchen”, alias “tigerkake”, wie er in Norwegen auch heißt. Diesen Kuchen hat meine Mutter unzählige Male gebacken, allerdings, und da liegt das Problem, immer ohne festes Rezept. Es ist auch völlig unmöglich, von ihr genaue Mengenangaben zu bekommen, denn “Man sieht ja, wie viel Kakao man ungefähr in den Teig geben muss”, oder “man gibt so viel Milch zum Teig, bis die richtige Konsistenz erreicht ist”. Kommt euch das bekannt vor?

Deshalb habe ich mich neulich also als “Schreiberling” betätigt und meine Mutter auf Schritt und Tritt beim Marmorkuchenteigherstellen beobachtet. Das Aufschreiben hat ganz gut geklappt, mit Ausnahme der Milchmenge. Erst wurde noch schön mit EL abgemessen, ehe dann doch plötzlich wieder ein Schluck Milch direkt in den Teig gegossen wurde. Hmmmm, “aber darauf kommt es nicht ganz so genau an”. Das stimmt.

“Unser” Marmorkuchen ist sicherlich ein ziemlich normaler Rührkuchen, nicht ganz so fett und auch nicht quietschesüß wie manche seiner Kollegen, jedoch wohlschmeckend und ausgewogen. Das finden zumindest wir. Er liebt es, mit einem Kakaoguss überzogen zu werden, lässt sich gut auf Wanderungen mitnehmen und unkompliziert einfrieren. Ein richtiger Familienkuchen eben.

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Marmorkuchen

Zutaten:

  • 400 g Mehl
  • 12 g Backpulver (1 knappes Pck.)
  • 1 Pr. Salz
  • 160 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 große Eier (L)
  • 8 – 12 EL Milch

Zutaten Kakaoteil nach Teigteilung:

  • 40 g Kakao
  • 4 – 8 EL Milch
  • 40 g Zucker
  • Butter zum Fetten der Form
  • Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form

Zubereitung:

Für den Hauptteig Mehl mit Backpulver und Salz vermischen.

Die Butter cremig rühren. Eier, Zucker und Vanillezucker nach und nach zugeben und alles gut verrühren. Die Mehlmischung unterrühren und so viel Milch zugeben, bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist, der von allein aus der gekippten Schüssel zäh herausfließen würde.

Den Teig teilen. Eine Hälfte mit Kakao, Zucker und Milch mischen und gleichmäßig verrühren. Die Teigkonsistenz sollte ungefähr der des hellen Teiges entsprechen.

Eine Kuchenform mit Butter einfetten sowie mit Semmelbröseln ausstreuen.

Zuerst etwas hellen Teig, danach dunklen, dann wieder hellen Teig einfüllen. Mit einer Gabel den Teig leicht vermischen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 60 – 70 Minuten backen.

Gegen Ende der Backzeit sollte man mithilfe der Holzstäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Dazu das Stäbchen an der dicksten Stelle in den Kuchen einstechen, bleiben beim Herausziehen noch Teigkrümel hängen, dann die Backzeit verlängern. Bleibt es hingegen trocken, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen mit einem Geschirrtuch abgedeckt in der Form etwas auskühlen lassen, danach herausstürzen.

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Wenn man möchte, kann man den abgekühlten Kuchen noch mit einem Kakaoguss überziehen. Für das genaue Rezept muss ich mich allerdings erneut auf die Lauer legen, denn auch dazu existieren nur ungefähre Angaben, wie: “Man nimmt ein bisschen Palmin, so ein bis zwei Würfel, gesiebten Puderzucker, vielleicht 3 EL Kakao, etwas heißes Wasser und einen Schuss Rum. Dann vermischt man alle Trockenzutaten und gibt nach und nach das flüssige, erhitzte Palmin, das Wasser und den Rum hinzu, bis die richtige Konsistenz erreicht ist und man den Kuchen damit einpinseln kann.” Danach kann man ihn natürlich noch zum Beispiel mit Zuckerstreuseln dekorieren und sich natürlich neugierig auf den Anschnitt freuen. Welche Muster wohl dieses Mal zum Vorschein kommen wird?

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