Figur-Meisenknödel – Vogelfutter in Pfefferkuchenförmchen

Diesen Winter können wir mit Fug und Recht behaupten, dass das Erzgebirge tief verschneit ist. Mit einer Schneehöhe von ca. 60 cm und bis zu -15 °C in unserem Dorf ist es für die Wildtiere und -vögel sicher nicht so einfach, genug Futter zu finden. Da wir direkt am Waldrand wohnen und somit sowohl jede Menge Vögel, als auch Eichhörnchen, eine Füchsin und Rehe unsere direkten Nachbarn sind, helfen wir zumindest den kleineren Tieren gern etwas mit Futter aus. Belohnt werden wir damit, dass wir Vögel und Eichhörnchen einfach am Futterplatz beobachten können und im Frühjahr ein herrliches Vogelkonzert bekommen.

In den letzten Jahren probierten wir fertig gekaufte Meisenringe, die sich allerdings nicht so großer Beliebtheit erfreuten. Zudem sind viele Meisenknödel in Plastiknetze verpackt. Diese findet man dann nach der Schneeschmelze bunt im Wald verstreut, da Raben, Elstern und Eichhörnchen offenbar gern die gesamten Meisenknödel aus dem Baum pflücken und mitnehmen. Das Netz bleibt dann auf ewig in der Natur zurück.

Deshalb haben wir dieses Jahr nach Inspiration von einem Gartenblog selbst gebastelt. Da wir regelmäßig Brot backen, hatten wir alle Trockenfutterbestandteile mit Ausnahme der Nüsse bereits im Haus, nur das Fett mussten wir zukaufen. Bei den Erdnüssen haben wir Erdnussbruch-Vogelfutter verwendet.

Wichtig bei der Vogelfutterherstellung ist, dass keine verdorbenen, verschimmelten oder ranzigen Zutaten verwendet werden. Ebenso sollte alles ungewürzt und ungesalzen sein. Der Faden zum Aufhängen sollte nicht aus Plastik sein, wir haben Wolle verwendet.

Wir hatten viel Spaß bei der abendlichen Herstellung des Meisenfutters und den Vögeln sowie einem Eichhörnchen scheint es zu schmecken.

Figur-Meisenknödel (12 – 14 Stück bei Nutzung von eher großen Pfefferkuchenförmchen)

Zutaten:

  • ca. 200 g Kokosfett (z. B. Palmin) oder eine Mischung aus Kokosfett und tierischem Fett (ungesalzen!)
  • 80 g Vollkornmehl oder Getreideschrot
  • 80 g geschälte Sonnenblumenkerne oder eine Mischung mit anderen Saaten wie Sesam, Mohn, Leinsamen
  • ca. 50 g Haferflocken oder andere Getreideflocken
  • 120 – 140 g Erdnüsse oder andere ungewürzte, ungesalzene Nüsse
  • einige ungeschwefelte Korinthen oder Rosinen, gehackte Nüsse oder Getreideflocken zum Verzieren
  • Wollfäden, Backpapier, Pfefferkuchenförmchen ohne allzu fitzelige Teile

Zubereitung:

Das Kokosfett bei mittlere Hitze schmelzen, danach etwas abkühlen lassen.

Alle Zutaten, mit Ausnahme der zur Verzierung vorgesehenen Anteile, grob mit einem Mixer hacken.

Danach mit dem geschmolzenen Fett vermischen und so lange abkühlen lassen, bis die Masse nicht mehr flüssig und damit leichter zu verarbeiten ist.

Ein großes Brett oder Backblech mit Backpapier auslegen. Etwas der Masse in die Pfefferkuchenförmchen füllen. Danach einen Wollfaden einlegen. Da Meisenknödel oft von oben nach unten gefressen werden, sollte der Faden sich über die gesamte Formlänge erstrecken. Die Förmchen nun bis zum Rand mit dem Fettfutter ausfüllen. Dabei aufpassen, dass alle Ecken und Zacken mit befüllt werden.

Das Futter mit einigen gehackten Nüssen, Korinthen oder Getreideflocken verzieren.

Nun das Brett im Kühlschrank oder direkt draußen in der Kälte zwischenlagern, bis die Masse hart geworden ist.

Das Backpapier abziehen und das Vogelfutter vorsichtig aus den Förmchen drücken. Das geht leichter, wenn man das Metall etwas in der Hand erwärmt.

Die Meisenknödel trocken und kühl in einer verschlossenen Dose entweder im Kühlschrank oder draußen auf dem Fensterbrett aufbewahren. Sie können auch eingefroren werden.

Wir konnten beobachten, dass unsere Meisen das Futter nach etwa einem Tag der Beobachtung und des vorsichtigen Probierens ausgesprochen gern fressen. Ist es jedoch, so wie letzte Woche, kälter als -10 °C, schaffen sie es mit ihren Schnäbeln nicht mehr, von den Meisenknödeln etwas abzupicken. Da sollte man dann doch loses Futter verwenden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *