Möhrenkuchen mit Cashewcreme: lecker, gesund, vegan

IMG_7814Ostern bedeutet auch das Ende der Fastenzeit und damit kann es endlich wieder Kuchen geben. Wie wäre es jedoch damit, den österlichen Kuchen etwas gesünder ausfallen zu lassen und ihn so herzustellen, dass er auch dem Osterhasen schmecken könnte? Eine tolle Idee, oder?

Dann muss es natürlich ein Möhrenkuchen werden, klar. So weit, so gut. Allerdings, Häschen sind bekanntlich Veganer, eine Leidenschaft, die sie mit einigen Menschen teilen. Also muss der Kuchen ohne Eier, ohne Butter, ohne Milchprodukte und ohne Honig auskommen. Natürlich müssen die Möhren auch roh bleiben, backen entfällt damit ebenfalls. Ach ja, zu viel raffinierter Zucker ist nicht gut für die Häschenzähne und die schlanke Mittellinie. Am besten, der wird auch weggelassen. Und Mehl? Das staubtrockene Zeug, am Ende noch mit Gluten, soll doch wohl nicht mit in den Kuchen?

Spätestens jetzt steht man als Bäcker vor einem Problem, da damit alle Zutaten wegfallen, die einen Kuchen ausmachen. Aber, dank des Internets, kann man sich ja inspirieren lassen, z. B. hier.

Jetzt galt es nur noch unsere Skepsis zu überwinden. Ich hatte Bedenken bezüglich der Konsistenz des Kuchens, der Rest der Familie war um den Geschmack (Möhrenrohkost?!) besorgt. Aber jetzt kommts, der Boden hält ausgezeichnet zusammen und lässt sich gut in Kuchenstücke schneiden. Außerdem schmeckt dieser gesunde Möhrenkuchen richtig gut und überraschend anders als erwartet, also nicht wie Rohkost. Ein weiterer Vorteil, der Kuchen ist schnell zubereitet, da alle Zutaten schnell miteinander vermischt sind und die Backzeit entfällt.

Unser Fazit: Ein perfekter, aber ungewöhnlicher Kuchen für die hektische Osterzeit, der gleichermaßen für die Bewirtung von Osterhäschen und Menschen mit (fast) jeder Art von Ernährungsweise geeignet ist.

Möhrenkuchen mit Cashewcreme (Tarteform ø 24 cm)

Zutaten Boden:IMG_7812

  • 6 – 8 kleine – mittelgroße Möhren
  • 3 dl Haferflocken, gern eine glutenfreie Sorte
  • 15 getrocknete Soft-Datteln
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 TL Vanillepulver
  • 1 TL Ceylon-Zimt
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1 dl Haselnüsse
  • etwas Kokosfett oder geschmacksneutrales Öl zum Fetten der Tarteform

Zutaten Cashewcreme:

  • 3 dl Cashews
  • Saft von 1 mittelgroßen Orange
  • 2 EL Agavensirup, nicht Veganer können auch Honig verwenden
  • etwas Kakao zum Bestäuben des Kuchens

Zubereitung:

Eine Tarteform mit etwas Kokosfett oder Öl dünn einpinseln.

Die Möhren schälen und fein raspeln. Da die Möhren ein Hauptbestandteil des Kuchens sind, sollte man frische Exemplare und keine aus den Tiefen des Gemüsefachs verwenden. Auch für die anderen Zutaten gilt, je besser und frischer die Einzelzutat, umso besser schmeckt hinterher der Kuchen.

Alle Zutaten des Bodens nun in einem leistungsstarken Mixer mischen und fein zerhacken. Wenn nicht die gesamte Masse auf einmal in den Mixer passt, dann die Zutaten in mehreren Portionen zerkleinern und hinterher gut miteinander vermengen.

Diese Masse nun gleichmäßig und relativ fest in die gefettete Tarteform eindrücken. Keine Angst, der Boden ist stabil genug, um ihn hinterher problemlos in Stücke schneiden zu können und vom Kuchenformboden zu lösen.

Für die Cashewcreme alle Zutaten mit Ausnahme des Kakaopulvers ebenfalls im Mixer fein pürieren, bis eine Creme entstanden ist. Die Creme abschmecken, evtl. etwas mehr Sirup hinzufügen. Die Creme wellenförmig auf den Boden streichen.

Den Kuchen nun für mehrere Stunden, gern auch bis zum nächsten Tag im Kühlschrank durchziehen lassen. vor dem Servieren mit etwas Kakaopulver bestäuben.

Nun noch den Osterhasen zum Kaffeetrinken einladen, sich zurücklehnen und mit ruhigem Gewissen den gesunden, veganen, glutenfreien und weitgehend zuckerfreien Kuchen verputzen.

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Damit wünsche ich Euch ein frohes Osterfest. Genießt das lange Wochenende, auch wenn es bei Euch gerade ebenso weihnachtlich aussehen sollte wie hier.

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