Norwegischer Gewürzrührkuchen – krydderkake

IMG_8418Oh, ich bin ein Fan von diesen norwegischen Gewürzrührkuchen (krydderkake, krydder = Gewürze, kake = Kuchen). Für mich ist er ein richtiger Wintergenuss, besonders wenn draußen Schnee liegt und man mit müden Beinen und glühendem Gesicht nach dem Skifahren wieder in der Wärme sitzt und unbedingt etwas Süßes zum Kaffee naschen möchte.

Krydderkake gibt es in Norwegen in vielen Rezeptvarianten, wobei wichtig ist, dass klassische Wintergewürze wie Kardamom, gemahlene Nelken und Sternanis oder Anis verwendet werden. Dadurch schmeckt der Kuchen ähnlich wie ein weicher Pfefferkuchen und wäre natürlich auch als Weihnachtskuchen geeignet. In seinem Heimatland ist er jedoch nicht zwangsläufig mit Weihnachten verbunden, eher mit Herbst und Winter.

Der Gewürzrührkuchen ist dabei gut mit dem “friluftsliv” (Outdoor-Aktivitäten) verträglich, da er völlig unkompliziert und schnell herzustellen ist, aufgrund seiner Stabilität gern mit auf Tour gehen kann und gut verpackt mehrere Tage frisch bleibt. Es spricht also nichts dagegen, ihn, am besten ohne Glasur, zum Skifahren im Rucksack mitzunehmen. Dann muss man nur aufpassen, dass man nicht drauffällt ;-).

IMG_8406

Norwegischer Gewürzrührkuchen – krydderkake (Kastenform ca. 1,5 l)

Zutaten Kuchen:

  • 3 Eier
  • 120 g brauner Zucker
  • 5 dl Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 3 EL Kakao
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kardamom
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL Sternanis oder Anis
  • ca. 1 dl Milch
  • 100 g Butter, zerlassen
  • 100 g eingekochte Preiselbeeren im Glas oder Preiselbeermarmelade
  • Butter zum Fetten der Kastenform

Zutaten Glasur:

  • 125 g Puderzucker
  • 1,5 EL Cointreau oder anderer Orangenlikör
  • 1,5 – 2 EL Orangensaft
  • einige Zesten von einer Bio-Orange

Zubereitung:

Eier und braunen Zucker mit einem Handrührgerät schaumig aufschlagen bis eine Art lockerer Eischnee entstanden ist. Das dauert mehrere Minuten.

In einer anderen Schüssel das Mehl mit allen weiteren Trockenzutaten vermischen.

Die Butter zerlassen, dabei jedoch nicht bräunen. Abkühlen lassen.

Nun die Mehl-Mischung auf den Ei-Zucker-Schaum sieben und vorsichtig unterrühren. Dabei ebenfalls die Milch hinzufügen.

Zum Schluss die zerlassene Butter und die Preiselbeeren einrühren. Bei eingekochten Preiselbeeren sollte man bevorzugt die festeren Bestandteile ohne den gesamten Saft verwenden, da sonst der Teig zu flüssig wird.

Insgesamt den Teig nicht zu intensiv rühren, damit der Kuchen schön locker wird.

Eine Kastenform gut mit Butter fetten. Nun den dickflüssigen Teig gleichmäßig einfüllen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 50 – 60 Minuten backen.

Gegen Ende der Backzeit sollte man mithilfe der Holzstäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Dazu das Stäbchen mittig in den Kuchen einstechen, bleiben beim Herausziehen noch Teigkrümel hängen, dann die Backzeit verlängern. Ist das Stäbchen hingegen trocken, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen mit einem Geschirrtuch abgedeckt auskühlen lassen.

Bei der Glasur habe ich mich für eine fruchtig-frische Schnellvariante entschieden, die zudem an den Kuchenseiten so etwas wie “Eiszapfen” bilden sollte. Unordentliche Glasur kann man dazu durchaus auch sagen, gebe ich zu.

Dafür den Puderzucker in eine Schüssel sieben und nach und nach mit dem Cointreau und dem Orangensaft vermischen, bis die gewünschte eher dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Den Kuchen damit besteichen. Mit einigen Zesten einer Bio-Orange dekorieren. Danach den Kuchen kühl stellen, damit die Glasur fest wird.

So, jetzt nur noch ein gemütliches Plätzchen suchen, Kaffee hervorholen und den schönen Wintertag genießen.

One thought on “Norwegischer Gewürzrührkuchen – krydderkake

  1. Pingback: Wochenmenü 47/2016 | scheckenlaks

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *