Pavlova mit Zitronencreme und Beeren

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Für alle die auf der Suche nach einer leichten und frischen Sommertorte sind, kann eine Pavlova eine ideale Lösung sein. Sie ist wohl nach der russischen Ballerina Anna Pavlova benannt, wer die Torte jedoch erfunden hat, ist umstritten, Neuseeland oder Australien? Ich möchte mich an diesem Streit nicht beteiligen und ordne sie frecherweise sogar der Blogkategorie “norwegisch” zu. Warum? Pavlovas sind in Norwegen gerade sehr beliebt und weit verbreitet, in etwas abgewandelter Form auch als gerollte Torte zu finden, auf jeden Fall als Dessert-Rezept bei nahezu allen Koch- und Backbloggern, gern auch als 17. Mai Torte (Nationalfeiertag). Da darf sie hier natürlich nicht fehlen, zumal sie unglaublich lecker, leicht und frisch schmeckt, eine richtige Sommertorte eben. 

Mini-Pavlova (4 Portionsstücke)

Zutaten:
Boden
  • 2 Eiweiße, zimmerwarm
  • 100 g fein gemahlener Zucker
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • ca. 1 TL Zitronensaft

Zitronencreme und Beeren

  • 200 g Creme Fraiche
  • 1-2 TL Zucker
  • ca. 1 EL Zitronensaft
  • Schale 1/2 Zitrone
  • frische Himbeeren, Blaubeeren oder andere Beeren
  • Zitronenmelisseblätter und etwas Puderzucker zur Garnierung

Zubereitung:

Der Boden sollte bereits mindestens einen Tag vor der Verwendung hergestellt werden, er hält sich in einer trockenen und dicht verschlossenen Dose jedoch auch wesentlich länger.

Für die Herstellung der Böden zunächst die Eier sauber trennen, es werden nur die Eiweiße benötigt. Die Eiweiße sollten sich danach bis auf Raumtemperatur erwärmen können.

Die Baisermasse wird am besten, wenn man wirklich feinkörnigen Zucker verwendet. Dies kann man relativ einfach dadurch erreichen, dass man den haushaltsüblichen Zucker in einem Food Processor für einige Minuten auf hoher Stufe fein zerschlagen lässt.

Nach diesen Vorbereitungen werden die Eiweiße steif geschlagen, wenn sie schaumig geworden sind, wird nach und nach der Zucker zugefügt, bis sich eine feste und weiß glänzende Masse gebildet hat. Danach werden der Zitronensaft und das Vanillemark kurz eingerührt.

Daran anschließend die Baisermasse in einen Spritzbeutel füllen und 4 kleine Böden (ca. 8 cm Durchmesser) auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen. Dabei am Rand der Böden eine Runde extra als Erhöhung spritzen, dadurch lässt sich die Zitronencreme später leichter “einfüllen”.

Den Backofen inzwischen auf 200 °C vorheizen. Das Blech mit den Pavlovaböden auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und die Temperatur sofort auf 120 °C reduzieren. Die Böden für ca. 50 – 60 Minuten mit Umluft backen, sie dürfen außen im Gegensatz zu herkömmlichem Baisergebäck durchaus leicht gebräunt sein. Auf jeden Fall sollen sie außen spröde, innen jedoch noch etwas weich sein. Die Böden am besten im Herd bei leicht geöffneter Tür auskühlen lassen. Da die Backöfen sehr unterschiedlich hinsichtlich ihrer Hitzeentwicklung sein können, kommt man um ein bisschen Experimentieren nicht herum, bis man die optimalen Einstellungen für Backtemperatur und -dauer für einen perfekten Pavlovaboden gefunden hat. Diese Torte sollte man daher am besten vorher ausprobiert haben, ehe man sie Gästen serviert.

Die Zitronencreme sollte man erst an dem Tag zubereiten, an dem man die Pavlovas servieren möchte. Dafür die Zitrone sehr gut waschen, am besten ist es, eine ungespritzte Zitrone zu verwenden. Danach die Schale (nur das gelbe) z.B. mit einem Gemüseschäler dünn abschälen und in kleine Stückchen schneiden. Den Zitronensaft auspressen. Die Creme Fraiche mit Zitronensaft und Zucker abschmecken, danach steif schlagen. Dies funktioniert mit der normal fetten Variante der Creme Fraiche wesentlich besser als mit der Light-Variante, die eine relativ flüssige Creme ergibt.

Die Beeren und die Zitronenmelisse waschen. Die Pavlovaböden erst kurz vor dem Servieren mit der Zitronencreme füllen und mit den Beeren belegen. Danach mit den Zitronenmelisseblättern garnieren und mit der gehackten Zitronenschale sowie ein bisschen Puderzucker bestreuen. Sofort servieren und genießen.

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