Sächsische Kartoffelsuppe

IMG_4095Betrachtet man historische Rezeptesammlungen aus dem Erzgebirge, kann man zu dem Schluss kommen, dass sich die Bevölkerung in diesem eher armen Landesteil hauptsächlich von Kartoffeln, Quark, Leinöl und wer hatte Speck oder einem Hering ernährt zu haben scheint. Kein Wunder also, dass es auch eine traditionelle sächsische Kartoffelsuppe gibt, die kräftig mit Majoran und / oder Liebstöckel gewürzt wird. Die Suppe ist nahrhaft, sättigt sehr gut, schmeckt lecker und ist schnell zubereitet. Passte perfekt, denn wir sind heute etwas durchgefroren, da wir zuerst bei einem Termin in Dresden waren und danach noch dem heute eröffneten Freiberger Weihnachtsmarkt einen Kurzbesuch abgestattet haben. An die -4 °C muss man sich doch erst wieder gewöhnen. Die Kartoffelsuppe hilft da ganz ausgezeichnet beim Wiederaufwärmen.

Sächsische Kartoffelsuppe für 3 Personen

Zutaten:

  • 550 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 100 g Möhren
  • 100 g Sellerie
  • 75 g Kohlrabi
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • ca. 700 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter oder 50 g Speck
  • ca. 1 gestrichener TL getrockneter Majoran
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas Thymian
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • etwas Kümmel, gemahlen
  • frische Petersilie
  • 2 EL Kaffeesahne
  • 3 Paar Wiener oder 3 Bockwürste

Zubereitung:

Kartoffeln und Gemüse schälen, putzen und in kleine Stücke schneiden.

Die Kartoffelstücke in einem Topf in Salzwasser für ca. 10 Minuten kochen lassen, bis die Stücke weich geworden sind. Danach das Kochwasser abgießen.

In einem anderen Topf das klein geschnittene Gemüse in der Gemüsebrühe für ca. 15 Minuten gar kochen. Das Gemüse mithilfe einer Schaumkelle aus der Brühe angeln und zu den Kartoffelstücken geben. Beides zusammen mit einem Kartoffelstampfer zu Mus verarbeiten, wobei gern noch einige Stücke erhalten bleiben dürfen. Dafür sollte man auf keinen Fall einen Pürierstab verwenden, da man damit eine eigenartige, etwas schleimige Suppenkonsistenz erhält.

Das Kartoffel-Gemüsemus nun mit der heißen Brühe aufgießen, bis die gewünschte recht dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Majoran (ganz wichtig), gemahlenem Kümmel, Muskatnuss und etwas Thymian würzen und für weitere ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

Während die Suppe kocht, in einer Pfanne den Speck aus- bzw. die Butter zerlassen und die Zwiebelstückchen darin kurz anbraten. Diese danach ebenfalls in die Suppe einrühren und alles kurz durchziehen lassen.

Nun nur noch die Suppe abschmecken, etwas Kaffeesahne unterrühren und die Würstchen heiß werden lassen. Die Suppe mit frischer gehackter Petersilie dekoriert genießen und sich dabei richtig aufwärmen.

Sollten Reste übrig bleiben, macht das übrigens gar nichts, da die Suppe am nächsten Tag noch mal so gut schmeckt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *