Schwarzer-Johannisbeer-Gelee

IMG_2924Die Sommersonne konservieren und für nasskalt neblige Novembertage aufheben? Wenn das nur gehen würde, dann könnten wir jetzt etwas von ihr aufheben, in unserem Keller, obwohl, Moment, vielleicht ist das ja doch möglich! Schließlich heißen die Schwarzen Johannisbeeren in Norwegen doch nicht umsonst “solbær”, also Sonnenbeeren. Wenn man die jetzt in ein Glas z.B. als Gelee abfüllt, dann hat man doch auch ein bisschen der Sommersonne gespeichert, oder? Also los und an die Arbeit…

Als gestern Abend endlich etwas Schatten auf unseren Johannisbeerstrauch fiel, haben wir ihm einen Teil seiner Fruchtlast abgeknöpft. Er hat dieses Jahr leider nicht so viele Beeren produziert, dafür sind sie jedoch besonders aromatisch und würzig geworden. Während wir bei anderen Früchten und Beeren gern schon einmal mit den Zutaten zum Gelee oder zur Marmelade experimentieren und vielfältig mischen, sind wir bei den Schwarzen Johannisbeeren Puristen. Sie schmecken einfach allein schon so lecker und charakteristisch gut – nach Sommersonne eben.

Schwarzer-Johannisbeer-Gelee (5 Gläser zu 350 ml)

Zutaten: IMG_2907

  • ca. 1,5 kg Schwarze Johannisbeeren, daraus sind 1,1 l Saft entstanden
  • 730 g Gelierzucker 2:1
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 Pck. Vanillezucker oder 
  • 1 Pck. Vanillezucker und 1 Zimtstange

Zubereitung:

Die Beeren nach dem Pflücken gründlich waschen, Blätter und Stielchen entfernen.

Danach die Beeren am besten mit einem Dampfentsafter ohne Zugabe von Zucker oder anderen Zutaten entsaften. Dazu die Bedienungsanleitung des Entsafters beachten, unserer benötigt 45 Minuten zum Entsaften.

Hat man keinen Dampfentsafter, kann man die Beeren in einem großen Topf zusammen mit etwas Wasser aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis sie anfangen zu zerfallen. Danach kann man sie nach und nach in ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb, das auf einer großen Schüssel steht, gießen und abtropfen lassen. Damit man eine möglichst große Saftausbeute erhält, ist es bei diesem Verfahren ratsam, das Tuch mitsamt den Beeren mit der Hand auszupressen. Dafür müssen die Beeren jedoch noch ordentlich heiß sein, gleichzeitig können sie nur in relativ kleinen Portionen ausgedrückt werden. Das ist für die Hände mit der Zeit unangenehm heiß. Die Beeren färben außerdem sowohl Tuch als auch Hände, dort besonders die Fingernägelränder, sehr schön lila ein, das sollte man also bedenken, falls man am Abend noch etwas vorhat ;-).

Nach dieser Prozedur sollte man den Johannisbeersaft erhalten haben, den man nun zunächst abmessen sollte, da die Beeren nicht immer gleich viel Saft enthalten. Kennt man die Saftmenge, kann man die benötigte Menge Gelierzucker einfach berechnen (Dosierungsangaben siehe Rückseite des Gelierzuckerpäckchens). Für gewöhnlich benötigt man für 750 ml Saft 500 g Gelierzucker 2:1.

Während des Entsaftens außerdem die zu verwendenden Schraubgläser gründlich mit heißem Wasser auswaschen und die Deckel kurz in kochendes Wasser legen.

Danach den Johannisbeersaft mit der entsprechenden Menge Gelierzucker sowie den weiteren Zutaten in einem großen Topf mischen, unter ständigem Rühren aufkochen und für 3 Minuten sprudelnd weiter kochen lassen.

Das Gelee sofort in die Gläser füllen, dazu benutzt man am besten eine Einfüllhilfe, damit die Glasränder nicht beschmutzt werden, sonst besteht Schimmelgefahr. Nun die Gläser fest zuschrauben und abkühlen lassen.

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Ob man die Gläser danach kurz umdreht und auf den Deckel stellt oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden, wir tun es nicht und haben bisher keine Nachteile erfahren.

An einem grauen Nebelnovembertag ein Glas des “Sonnenbeerengelees” aus dem Keller oder Vorratsschrank holen und ein bisschen der konservierten Sommersonne genießen.

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2 thoughts on “Schwarzer-Johannisbeer-Gelee

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