Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar

IMG_1062Diese lichtgelben schwedischen mit Marzipan gefüllten Schnecken sind gewissermaßen die “neureichen Luxusverwandten” der gewöhnlichen lussekatter. Letztere durften sich zwar auch schon in einem der teuersten Gewürze der Welt, dem Safran, wälzen, mussten dafür jedoch auf eine Füllung verzichten. Stattdessen wickelten sie sich kunstvoll zu verschiedenen Gebilden.

Ganz anders diese “Luxusschnecken” hier, die eigentlich Knoten heißen müssten und in ihrem Äußeren keinem traditionellen Muster folgen. Durch die Füllung werden sie sehr schön saftig und angenehm süß. Beim Teig habe ich mich an das altbewährte Zimtschneckenrezept hier auf dem blog gehalten, so dass auch diese Safranschnecken ausgesprochen locker und fluffig werden.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar (12 Stück)

Zutaten Teig:

  • 500 g Weizenmehl (550)
  • ca. 265 ml Milch (etwa 25 °C warm)
  • 12 g Frischhefe
  • 70 g Zucker
  • 0,5 g Safran
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • 75 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Füllung:

  • 40 g Zucker
  • 50 g Marzipan (mind. 50 % Mandelanteil)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • knapp 1 TL Zimt

Zutaten Fertigstellung:

  • 1 verquirltes Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Als erstes lohnt es sich, die Safranfäden zu zermahlen. Das geht am einfachsten, indem man die Fäden mit 1 TL Zucker vermischt und in einem Mörser pulverisiert. Den Schritt kann man natürlich weglassen, wenn man Safranpulver gekauft hat. Da wir keinen Mörser besitzen, haben wir die Fäden pur verwendet, weswegen unser Teig etwas “gefleckt” aussieht.

Für den Teig das Mehl mit den weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter in einer Schüssel vermischen. Den Teig nun von Hand ca. 10 Minuten kneten, bis man einen mittelfesten, wenig klebenden Teig erhalten hat.

Die Butter in kleine Stückchen schneiden und auf dem Teig verteilen. Nun die Butter für weitere ca. 10 Minuten in den Teig einkneten. Diese Methode erscheint vielleicht zunächst ungewöhnlich, liefert jedoch sehr flaumig, lockere Hefegebäcke.

Nun den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) für 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen. Dabei sollte sich das Teigvolumen ungefähr verdoppeln. Je kälter die Temperatur, um so länger benötigt der Teig zum Aufgehen, daher sollte man ihm mehr Zeit lassen, wenn man die 24 °C nicht erreichen kann.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Marzipan, dem Zucker und dem Zimt vermengen.

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Wenn sich der Hefeteig entsprechend vergrößert hat, dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz ausstoßen und zu einem großen Rechteck ausrollen. Das Rechteck nun gedanklich in drei Streifen einteilen. Den mittleren Streifen mit der Hälfte der Füllung bestreichen.

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Jetzt einen der beiden Seitenstreifen auf den Mittelstreifen klappen und mit dem Nudelholz erneut etwas breit rollen. Darauf die zweite Hälfte der Füllung verteilen und den anderen Seitenstreifen daraufklappen. Erneut etwas ausrollen.

Jetzt hat man 3 Teigschichten mit 2 Füllungsschichten dazwischen erhalten. Um zu den Knoten zu kommen folgt man am besten diesem Video oder diesem oder probiert eine eigene Verknotungsweise. Aufpassen sollte man, dass alle Stücke ungefähr gleich groß werden, damit keine unterschiedlichen Backzeiten entstehen.

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Kurz beschrieben schneidet man den gefalteten Teig mithilfe eines Pizzarollers in 12 ungefähr gleich große Streifen. Diese verdreht man dann zu einer Art Kordel. Diese Kordel wickelt man zu einer Schnecke, wobei man das letzte Teigende unter die Schnecke legt und dort etwas festdrückt, damit der Knoten während des Backens zusammenhält.

Die Knoten mit einem Tuch abgedeckt erneut für ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben. Unmittelbar vor dem Backen die Safranschnecken mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen.

Die Teiglinge nun im gut vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine schöne braune Färbung auf der Oberseite angenommen haben. Die Schnecken auf einem Rost unabgedeckt auskühlen lassen.

Alle Exemplare, die man nicht am gleichen Tag essen möchte, frostet man am besten nach dem Auskühlen ein. Bei Bedarf können sie dann aufgetaut und im Backofen mit Umluft bei 120 °C für 3-4 Minuten wieder aufgewärmt werden. Dadurch werden sie wieder wie “neu”.

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