Süßer Hirsebrei – Töpfchen koche

IMG_5969Gestern Abend war es soweit, ich konnte die Tatsache, dass der Küchenschrank voll, zu voll ist, nicht länger ignorieren. Aufräumen war dringend nötig. Erstaunlicherweise, wenn auch nicht ganz unerwartet, tauchten aus den hinteren Tiefen des Schranks einige mir eher unbekannt erscheindende Tüten auf, zumindest kann ich mich nicht mehr erinnern, wie und warum sie in meinen Schrank gekommen sind. Da sie nun jedoch offenbar beschlossen hatten, sich bei mir zu versammeln, kann ich den Inhalt wie Buchweizen, Gerste, Hirse und Kichererbsenmehl natürlich auch verwenden. Jedenfalls dann, wenn mir ein Rezept dazu einfällt. Bei der Hirsetüte (wieso kann man die eigentlich nur in einer 1 kg Abpackung kaufen?) war das einfach, mir fiel natürlich, was auch sonst, das Märchen “Der süße Brei” der Gebrüder Grimm ein. Gut, dann wusste ich zumindest schon einmal, was ich mit 150 g der Hirse machen könnte, nämlich zu meinem Topf sprechen “Töpfchen koche” und mal sehen, was herauskommt. Wegen der bereits im Märchen beschriebenen Volumenentwicklung des Breis, habe ich es jedoch vorgezogen, einen ausgewachsenen, also großen Topf zu verwenden und auch streng darauf geachtet, die Beendigungsformel “Töpfchen steh” bloß nicht zu vergessen. Zum Glück hat alles reibungslos geklappt, wir können die Küche immer noch betreten :-). Geschmeckt hat der Hirsebrei so wie im Märchen beschrieben, sehr lecker, damit ist er eine schöne Alternative zu Milchreis. Positiv an der Hirse ist auch, dass sie mineralstoffreicher als der geschälte weiße Reis sein dürfte. Hirse ist zudem glutenfrei, daher auch für Menschen mit einer diesbezüglichen Allergie geeignet.

Fazit: Es lohnt sich, diesem uralten Getreide eine Chance zu geben und es wie im Märchen zu einem süßen Brei zu verkochen. Probiert es aus.

Noch ein positiver Aspekt der Räumaktion ist, dass ich mich in letzter Minute am blogevent “Schatzsuche im Vorratsschrank”, das Susanne von magentratzerl auf kochtopf.me ausgerufen hat, beteiligen kann.

Süßer Hirsebrei mit Waldbeerensauce für 3 Personen

Zutaten Hirsebrei:

  • 2 dl (ca. 150 g) Hirse, ganz
  • 3,5 dl Wasser
  • 2 Pr. Salz
  • 3,5 dl Milch
  • 4 dl Kokosmilch

Zutaten Waldbeerensauce:

  • 300 g Waldbeerenmix (TK)
  • ca. 20 g brauner Zucker

Zubereitung:

Die Hirse gründlich mit heißem Wasser waschen, dadurch werden ggf. vorhandene Bitterstoffe ausgespült. Das Spülwasser nicht zum Kochen weiterverwenden.

Danach 350 ml Wasser in einem nicht zu kleinen Topf zum Kochen bringen und die Hirse einrühren. Bei kleiner Hitze alles weiter köcheln lassen, bis das Wasser nach etwa 10 Minuten von der Hirse fast vollständig aufgesogen worden ist.

Nun Milch und Kokosmilch hinzufügen und den Brei erneut unter Rühren aufkochen. Die Hitze reduzieren und die Hirse unter nun gelegentlichem Rühren für 40 – 50 Minuten ausquellen lassen, bis der Brei eine milchreisartige Konsistenz aufweist. Mit 1 – 2 Pr. Salz abschmecken.

Für die Beerensauce die Beeren auftauen lassen und einige schöne Exemplare zwecks Garnierung zur Seite stellen. Den Rest zusammen mit dem Zucker in einem Topf unter Rühren vorsichtig zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Beeren wie beim Marmeladekochen leicht zerfallen sind. Die Sauce abschmecken, ggf. noch Zucker hinzufügen und heiß zum Hirsebrei servieren. Den Brei mit den zur Seite gestellten Beeren garnieren und evtl. noch mit etwas Zimt und Zucker bestreuen. Danach märchenhaft genießen.

One thought on “Süßer Hirsebrei – Töpfchen koche

  1. Susanne

    Hirse hab ich auch. Etwas Süßes daraus zu kochen, ist eine gute Idee. Und dann noch mit Kokosmilch und Beeren – sehr fein 🙂

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