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Gesunder Brei: Quinoa, Hirse, Buchweizen mit Apfel und Gojibeeren

img_2884Schon lange sind wir auf der Suche nach gesunden Süßspeisen bzw. einem richtig guten “grøt” (Brei). Die Dänen und Norweger haben uns da einiges voraus mit Kopenhagens “Grødbar” , verschiedenen trockenen Fertigmischungen sowie vielerlei Rezepten. Nach einigem experimentieren mit u. a. Amaranth, der nicht unser Freund geworden ist, haben wir jetzt endlich auch unseren ultimativen “Gesundheitsbrei” gefunden.

Er schmeckt angenehm nussig, sättigt aufgrund seiner langsam verdaulichen Kohlehydrate lange, ist glutenfrei, enthält einen Teil Protein, viele Mineralstoffe und geht zusätzlich auch noch unseren Apfelvorräten an den Kragen. Die geriebenen Äpfel steuern eine leichte Säuerlichkeit, Frische und Vitamine bei. Die Gojibeeren mussten einfach mit aufs Foto, sind sie doch zurzeit einer der Superfoodstars. Wer keine hat, nimmt Rosinen, hier geht es eigentlich mehr darum, dem Brei etwas Zucker zukommen zu lassen.

Wir haben den Gesundheitsbrei an unserem Süßspeisentag als richtige Mahlzeit gegessen, als Frühstück eignet er sich ebenso gut, vorausgesetzt man hat genug Zeit dafür.

Gesunder Brei: Quinoa, Hirse, Buchweizen mit Apfel und Gojibeeren für 4 Personen

Zutaten:

  • 1,5 dl Quinoa
  • 1,5 dl Hirse
  • 1,5 dl Buchweizen, ganz
  • 3 EL gehackte Mandeln
  • 3 EL gequetschter bzw. geschroteter Leinsamen
  • 2 Pr. Salz
  • 8 dl Wasser
  • ca. 4 dl Milch (alternativ Wasser)
  • ca. 1 TL Zimt
  • 3 mittelgroße Äpfel, gerieben
  • 1 Apfel in Scheiben
  • 4 EL Gojibeeren (alternativ Rosinen)
  • evtl. etwas Zimt und Zucker oder Honig

Zubereitung:

Am Abend vorher Quinoa, Buchweizen und Hirse mischen und mit kochendem Wasser übergießen. Etwa eine Minute ziehen lassen, danach in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser nochmals abspülen. Diese Prozedur entfernt einen Teil der im Quinoa enthaltenen Saponine (Bitterstoffe) sowie Gerbstoffe, die auch in Hirse und Buchweizen zu finden sind. Dadurch wird der Brei milder und ist für unseren Körper besser verdaulich.

Nun Mandeln, Leinsamen und Salz dazugeben und die Mischung mit 8 dl kochendem Wasser in einem Topf übergießen. Abdecken und über Nacht quellen lassen. Diese Prozedur verkürzt die Kochzeit am nächsten Tag.

Am “Kochtag” den Brei mit zunächst 3 dl Milch und dem Zimt zum Kochen bringen und für 15 – 20 Minuten köcheln lassen. Evtl. mehr Milch hinzufügen, je nachdem, welche Konsistenz ihr bevorzugt.

3 Äpfel grob reiben, den vierten in Scheiben schneiden.

Kurz nach Ende der Kochzeit die geriebenen Äpfel in den Brei einrühren. Sie sollen jedoch nicht mit gekocht werden.

Den Brei mit den Apfelscheiben belegen, Gojibeeren darüber streuen und mit etwas flüssigem Honig oder Zimt und Zucker versehen. Den Herbst gesund genießen.

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Buchweizen-Hafer-Brei mit Apfel, Rosinen und Kiwi

IMG_1400Nein, es handelt sich nicht um Babykost, vielmehr um Resteverwertung. Genau genommen um diese plastiksperrigen Tüten, die sich in den hintersten Winkel des Küchenschrankes verkrümeln, dort den Ablauf ihres Verfallsdatums in aller Seelenruhe abwarten, um schlussendlich dem armen im Vorratsschrank nichtsahnend etwas Suchenden urplötzlich vor die Füße zu springen ;-). So hat mich auf jeden Fall diese Tüte Buchweizen behandelt. Es hat ihr jedoch nichts genützt, wir haben sie trotzdem am Donnerstag, unserem Süßspeisentag, gegessen.

Beim Kochen entwickelt Buchweizen einen etwas eigenartigen Geruch, finde ich zumindest, der jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Geschmack des fertigen Essens hat. Das ist positiv und zusammen mit den milden Haferflocken, frischen Apfelstückchen und süßen Rosinen entsteht ein nahrhafter Brei, der gut schmeckt und sättigt. Die Kiwi bildet einen angenehmen säuerlichen Kontrast, die solltet ihr also nicht vergessen.

Buchweizen-Hafer-Brei mit Apfel, Rosinen und Kiwi für 3 Personen

Zutaten:

  • 2,5 dl Buchweizen, ganz
  • Wasser zum Spülen und Einweichen
  • ca. 7,5 dl Milch
  • 1 Pr. Salz
  • 1 dl Rosinen oder getrocknete Beeren (wir: getrocknete Beerenmischung)
  • 2 dl zarte Haferflocken
  • 1 großer, süßer Apfel
  • 2 Kiwis
  • evtl. Zimt und Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Buchweizen unter fließendem, warmem Wasser abspülen, danach am besten über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Vor der Zubereitung das Einweichwasser weggießen.

Den Buchweizen zusammen mit der Milch und der Prise Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Den Brei abgedeckt für ca. 15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

In der Zeit die Kiwis schälen und in Scheiben schneiden. Zunächst zur Seite stellen.

Den Apfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Stückchen schneiden.

Nun Haferflocken, Apfel und Rosinen bzw. die Trockenbeeren in den Brei einrühren und für weitere ca. 3 Minuten köcheln lassen, so dass die Haferflocken aufquellen. Jetzt sollte man auch die Konsistenz des Breis über die Milch- bzw. Haferflockenmenge anpassen. Ist er zu fest, mehr Milch zugeben, ist er zu flüssig, mehr Haferflocken benutzen.

Den Buchweizenbrei nun auf Teller verteilen, mit den Kiwischeiben belegen und ggf. mit Zimt und Zucker bestreuen. Den Tag genießen.

Ofengebackener Fisch auf Apfel-Gemüsebett

IMG_1043Wir hatten noch kleine Äpfel aus der herbstlichen Ernte im Keller. Inzwischen kann man diese allerdings je nach Zustand nur noch zum Kochen oder als Futter für die Amseln verwenden. In diesem einfach herzustellenden Mittagessen fügten sich die vorletzten Exemplare jedoch zusammen mit Staudensellerie und Möhren zu einer guten Einheit zusammen. Es sieht auf dem Foto leider nicht ganz so lecker aus, das sollte einen jedoch nicht vom Nachkochen abhalten. Es schmeckt trotzdem.

Ofengebackener Fisch auf Apfel-Gemüsebett für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Kabeljaufilet (alternativ: Seelachsfilet)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 3 – 4 Stangen Staudensellerie
  • 2 mittelgroße, möglichst grüne Äpfel
  • 1 große rote Zwiebel
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bio-Zitrone
  • 100 g Crème fraîche
  • 125 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • ca. 1 TL Kurkuma
  • getrockneter Thymian
  • Olivenöl
  • frisches Basilikum
  • frischer oder TK-Dill
  • Zubehör: Kartoffeln oder Reis

Zubereitung:

Die Fischfilets vor der Verwendung möglichst auftauen lassen. Danach von beiden Seiten salzen und pfeffern.

Das Gemüse und die Äpfel waschen, putzen, ggf. schälen und in Stücke bzw. Scheiben schneiden. Je kleiner die Stücke, desto schneller ist das Gemüse fertig gebacken.

Eine Auflaufform mit Olivenöl einfetten. Das Gemüse darin verteilen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer, etwas getrocknetem Thymian und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Apfelstücke bleiben noch draußen.

Das Gemüse im vorgeheizten Backofen bei 220 °C (Umluft) auf der mittleren Schiene für 15 – 20 Minuten vorbacken. Das ergibt angenehme Röstaromen beim Gemüse, aber aufpassen, damit nichts verbrennt.

In dieser Zeit Sahne, Crème fraîche und den gehackten Dill miteinander verrühren. Alles mit Salz, Pfeffer, Kurkuma und etwas Muskatnuss würzen. Die Bio-Zitrone waschen und in Scheiben schneiden.

Nun Apfelstücke und Sahnesauce über das Gemüse gießen und die Fischstücke darauf legen. Jedes Fischfilet mit einer Zitronenscheibe belegen.

Die Auflaufform wieder zurück in den Backofen schieben und bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für weitere ca. 15 Minuten backen lassen. Der Fisch ist fertig, wenn er auf leichten Druck hin anfängt, sich in Segmente aufzuteilen.

Die Pfanne vor dem Essen mit etwas frischem Basilikum garnieren und zu gekochten Kartoffeln oder gekochtem Reis genießen.

Kürbissuppe mit Süßkartoffeln, Kokosmilch und Ingwer

IMG_0780Diese vegane Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer stand am Montag bei uns auf dem Essensplan. Langweilig? Nö, überhaupt nicht, eher wohlschmeckend zwischen angenehm scharf durch Chili und Ingwer, wärmend und leicht süßlich-frischer Note durch Süßkartoffel und Kokosmilch. Darüber hinaus ist die Suppe durch ihren Gemüseanteil und die Gewürze durchaus gesund. Obendrein ist sie schnell zubereitet, wodurch sie sich endgültig als eine richtig gute Alltagssuppe für den Herbst qualifiziert.

Kürbissuppe mit Süßkartoffeln, Kokosmilch und Ingwer für 3 Personen

Zutaten:

  • ca. 500 g Kürbis, wir: Hokkaido
  • 2 kleine Süßkartoffeln
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 15 g frischer Ingwer
  • ca. 1/2 rote Chilischote
  • etwas Olivenöl
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • 300 ml Kokosmilch
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • etwas gemahlener Koriander
  • Saft von ca. 1/2 Limette
  • frischer Koriander
  • 1 Apfel als Suppeneinlage

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und würfeln. Die Chilischote der Länge nach aufschneiden, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch fein hacken.

Etwas Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin die Zwiebel glasig anbraten, jedoch nicht bräunen.

Kürbis, Süßkartoffeln, Knoblauchzehen, Ingwer und Chilischote hinzufügen und ebenfalls für mehrere Minuten mit braten lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt.

Die Gemüsebrühe angießen und die Suppe für 15 – 20 Minuten abgedeckt köcheln lassen, bis die Gemüsestücke weich geworden sind.

Nun die Kokosmilch angießen und die Suppe mithilfe eines Stabmixers fein pürieren. Sollte die Suppenkonsistenz jetzt zu dick sein, dann noch etwas Gemüsebrühe hinzufügen.

Die Suppe zurück auf die Herdplatte stellen und erneut erhitzen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss, gemahlenem Koriander, ggf. einigen getrockneten Chiliflocken und frisch gepresstem Limettensaft abschmecken.

Den Apfel putzen und in Scheiben schneiden. Die Suppe mit etwas frischem Koriander bestreut und einigen Apfelscheiben belegt genießen.

Quitten-Apfel-Gelee

IMG_0732Gestern Abend haben wir uns endlich unseren Quittenvorräten im Keller gewidmet. Die Birnenquitten haben die Lagerzeit zum Nachreifen genutzt und sehen jetzt wunderschön gelb aus.

Da wir für Marmelade- oder Geleekochen gern vorrätige Zutaten aus eigener Ernte verwenden, fiel die Wahl auf ein Quitten-Apfel-Gelee. Dieses Mal sollte es eine einfache Variante werden, in der man deutlich die Aromen von Apfel und Quitte schmecken könnte, deshalb wurden alle Gewürze außen vor gelassen.

Das Ergebnis ist ein oranger Gelee, der nicht so süß, dafür jedoch sehr aromatisch ist. Quitte und Apfel passen wunderbar zusammen. Dank des verwendeten Dampfentsafters ist das Gelee auch ohne viel Arbeitsaufwand herzustellen, der Einsatz eines scharfen Messers zum Quittenteilen lohnt jedoch trotzdem.

Quitten-Apfel-Gelee (ca. 8 Gläser zu 300 ml)

Zutaten:

  • ca. 3 l Apfelstücke
  • ca. 3 l Quittenstücke (wir hatten Birnenquitten)
  • Saft von 2 Zitronen
  • 2 Pck. Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

Die Äpfel und Quitten waschen, putzen und in samt Schale und Kerngehäuse in Stücke schneiden. Sollten die Quitten nach dem Waschen noch “Pelz” haben, dann diesen mithilfe von Küchentüchern abreiben. Die Härchen enthalten nämlich Bitterstoffe, die man nicht im Gelee haben möchte.

Die Fruchtstücke in einen Dampfentsafter geben und für 60 – 90 Minuten (Gebrauchsanweisung des Dampfentsafters beachten) entsaften.

Währenddessen die zu verwendenden Gläser heiß auswaschen, die Deckel kurz in kochendes Wasser legen.

Nun die entstandene Saftmenge abmessen, wir erhielten 1,6 l Saft. Damit entschieden wir uns, 2 Pck. Gelierzucker zu benutzen, da wir das Gelee nicht so fest mögen.

Den Saft nun mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker in einem großen Topf vermischen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.

Das Gelee für 3-4 Minuten sprudelnd weiter kochen lassen, dabei regelmäßig rühren und den sich bildenden Schaum abschöpfen.

Das Gelee danach sofort in die ausgespülten Marmeladengläser füllen. Dabei am besten eine Einfüllhilfe verwenden, damit die Glasränder nicht beschmutzt werden, da sonst Schimmelgefahr besteht. Die Gläser sofort fest zuschrauben und abkühlen lassen.

Ob man die Gläser danach kurz umdreht und auf den Deckel stellt oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden, wir tun es nicht und haben bisher keine Nachteile erfahren.

Bratäpfel mit Haferflocken-Walnuss Füllung und Vanillesauce

IMG_0743Optimalerweise wäre es jetzt draußen schön novemberig nasskalt, so dass man so richtig Lust auf ein wärmendes und herrlich duftendes Wohlfühldessert hat. Da sich der Herbst bzw. Winter jedoch in absehbarer Zeit nicht zu zeigen scheint, unsere Äpfelvorräte jedoch so ganz langsam dem Ende entgegen gehen, konnten wir nicht länger auf die Wärmekapriolen Rücksicht nehmen. Denn Bratäpfel müssen wir haben, unbedingt, mit unseren eigenen Äpfeln vom Baum.

In dieser Variante werden die Bratäpfel mit einer nicht so süßen Mischung aus Haferflocken, Nüssen, winterlichen Gewürzen, Orangenlikör und Honig gefüllt, die für etwas Biss beim Essen sorgt. Zusammen mit einer Vanillesauce entsteht ein schmackhaftes Herbst- bzw. Winterdessert, das sich sehr einfach zubereiten lässt.

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Bratäpfel mit Haferflocken-Walnuss Füllung und Vanillesauce (4 – 6 Stück)

Zutaten:

  • 4 große oder 6 kleinere aromatische, saftige Äpfel
  • 50 g zarte Haferflocken
  • 25 g Walnüsse
  • 1/2 TL Zimt
  • ca. 2 Pr. gemahlene Nelken
  • 1 knapper EL Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)
  • 25 g Butter, geschmolzen
  • 25 – 30 g flüssiger Honig (je nach Süße der Äpfel)
  • 1 – 1,5 EL Orangenlikör oder Orangensaft
  • ca. 1,5 dl Orangensaft, am besten frisch gepresst
  • 300 – 400 ml fertig zubereitete Vanillesauce

Zubereitung:

Die Walnüsse grob zerkleinern, die Butter schmelzen, jedoch nicht bräunen. Die Orange auspressen.

Haferflocken, Walnüsse, Vollkornmehl, Zimt und gemahlene Nelken in einer Schüssel vermischen. Honig, geschmolzene Butter und Orangenlikör (alternativ Orangensaft) hinzugeben und unterrühren. Die Honigmenge richtet sich dabei nach der Süße der Äpfel.

Die Äpfel waschen. Danach entscheiden, auf welcher Seite der Apfel besser steht. Auf der anderen Seite eine kleine Scheibe des Apfels wegschneiden und das Kerngehäuse entfernen. Das geht mit einem spitzen Messer relativ einfach. Achtung, nicht bis ganz durch den Apfel bohren, sonst fällt die Füllung heraus.

Die Äpfel nun füllen und nebeneinander in eine Auflaufform setzen. Die restliche Füllung als Deckel auf den Äpfeln verteilen. Den Orangensaft über die gefüllten Äpfel in die Form gießen.

Die Äpfel im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 30 Minuten backen. Dabei alle 10 Minuten mit dem Orangensaft aus der Auflaufform begießen.

Die Backzeit hängt dabei von der Größe der Äpfel ab und davon, wie weich man sie gebacken haben möchte. Wir mögen es, wenn sie noch etwas Festigkeit im Fruchtfleisch aufweisen. Um den Garzustand zu prüfen, kann man mit einem dünnen, angespitzten Holzstäbchen in den Apfel stechen.

Die Äpfel entweder richtig heiß oder lauwarm am besten mit kalter Vanillesauce servieren. Diese kann man entweder selbst herstellen (hier) oder halbfertig bzw. ganz fertig kaufen. Das richtet sich nach euren Vorlieben und der verfügbaren Zeit.

Die Bratäpfel lassen sich auch prima im Kühlschrank aufbewahren, dann kann man sie am nächsten Tag entweder morgens klein geschnitten im Müsli essen oder nochmals als Dessert für ca. 10 Minuten im Backofen aufwärmen.

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Lächelndes Apfelgebiss für Halloween oder Zahnarzttermine

IMG_7521Morgen ein Zahnarzttermin, am Samstag Halloween, was benötigt man für beide Termine? Ein lächelndes Apfelgebiss vielleicht? Ganz klar!

Gesehen habe ich die witzigen Apfelgebisse letztes Jahr auf einem Foto bei instagram, leider weiß ich nicht mehr wo, sonst würde ich es hier verlinken.

Lächelndes Apfelgebiss für Halloween oder Zahnarzttermine

Zutaten:

  • 1 rotschaliger Apfel
  • etwas Zitronensaft
  • Nutella oder Erdnussbutter
  • kleine weiße Marshmallows

Zubereitung:

Den Apfel waschen und in Spalten schneiden. Mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht so schnell braun anlaufen.

Die Apfelspalten nun auf jeweils einer Seite mit Nutella oder Erdnussbutter bestreichen. Die kleinen Marshmallows darauf ankleben und die Lippen montieren. Als Backenzähne eventuell kleine Apfelstücke verwenden, dann halten die Lippen besser zusammen. Alternativ kann man auch eine dritte Apfelspalte von der nichtbezahnten Seite aus zwischen die Apfellippen legen, auch dadurch wird das Gebiss etwas stabiler.

Happy Halloween oder zumindest einen gruselfreien Zahnarztbesuch!

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln für eine runde Form

IMG_0682Dieser traditionelle Apfelkuchen mit Quark und Streuseln, die auf einem lockeren Hefeteigboden ruhen, ist als Blechkuchen ein alter Bekannter, auch hier auf dem blog. Nicht immer benötigt man jedoch ein ganzes Blech voll Kuchen, sondern möchte einfach nur die “kleinfamilientaugliche” Menge in einer runden Form backen. Nun kann man natürlich die Mengen alle ineinander umrechnen, sucht ihr jedoch die schnelle Lösung, gibt es ein bereits fertig berechnetes Rezept.

Gegenüber der Blechkuchenvariante habe ich den Teiganteil etwas verringert, während sich die Apfelmenge etwas erhöht hat. Das hat uns sehr gut gefallen. Der Kuchen ist dadurch sehr schön fruchtig und nicht allzu süß. Wenn ihr also bei durchschnittlichem Bäckerkuchen nicht das Gefühl habt, dass er tendenziell zu viel Zucker abbekommen hat, dann solltet ihr den Zuckeranteil im folgenden Rezept etwas erhöhen.

IMG_0704Unser Kuchen war 10 Minuten zu lange im Herd, daher ist der Boden etwas zu dunkel geworden. Also aufpassen und den Küchenwecker auf die richtige Zeit einstellen :-).

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln (Springform ø 28 cm)

Zutaten Teig:

  • 80 g Weizenmehl (550, alternativ 405)
  • 50 ml Milch, lauwarm
  • 8 g Frischhefe
  • 90 g Weizenmehl (550, alternativ 405)
  • 40 g Butter, zimmerwarm
  • 30 g Zucker
  • 1 kleines Ei, zimmerwarm
  • 1 Pr. Salz
  • evtl. 10 ml Milch (bei 405er Mehl in der Regel nicht notwendig)

Zutaten Quark:

  • 250 g Quark (20 % Fett)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 2 leicht gehäufte EL Zucker
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 3/4 EL Butter, zerlassen
  • 40 – 50 ml Milch
  • ca. 1 gehäuften EL Mehl
  • abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Zutaten Belag:

  • ca. 400 g feste, säuerliche Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • evtl. 1 EL Zucker bei sehr sauren Äpfeln
  • 50 g Rosinen
  • Rum oder Wasser zum Einweichen der Rosinen
  • 25 g gehackte Mandeln

Zutaten Streusel:

  • 110 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Frischhefe mit der lauwarmen Milch (ca. 35 °C) vermischen und mit den 80 g Mehl zu einem kleinen Hefestück verkneten. Dieses abgedeckt an einem warmen Ort (24 °C) ca. 30 Minuten gehen lassen. Es sollte sich dabei deutlich vergrößern.

Danach die restlichen Teigzutaten zugeben und den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam, danach für weitere ca. 5 Minuten schneller kneten. Der Teig sollte sich einfach von der Schüssel lösen und auch nicht mehr an den Händen bzw. Knethaken kleben bleiben. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) erneut ca. 45 Minuten gehen lassen. Er sollte sein Volumen dabei etwa verdoppeln.

Danach den Teig ausrollen bzw. ausziehen und in die gefettete Kuchenform geben. Mit einer Gabel an mehreren Stellen einstechen.

Die Zitrone gründlich mit warmem Wasser waschen, dünn schälen (Achtung nur das Gelbe) und die Schale sehr fein hacken.

Für die Quarkmasse alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Über das Mehl kann die Konsistenz der Masse gesteuert werden, entstehen sollte eine relativ dickflüssige Masse. Die Quarkmasse abschmecken und ggf. noch etwas mehr Zitronenschale oder Zucker hinzufügen.

Für den Belag die Äpfel waschen, putzen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelspalten ggf. je nach Säuerlichkeit mit dem Zucker vermischen. Wenn man Rosinen verwenden möchte, diese in etwas Rum oder Wasser für ca. 15 Minuten einweichen.

Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen und am besten per Hand kurz verkneten.

Nun die Quarkmasse auf dem ausgerollten Hefeteig gleichmäßig verstreichen. Darauf dicht an dicht die Apfelspalten legen. Rosinen (ohne Einweichflüssigkeit) und die grob gehackten Mandeln darüberstreuen. Zum Schluss die Streusel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen nochmals abgedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 45 Minuten backen.

Vor dem Anschneiden den Kuchen auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Norwegische Apfelmarmelade

IMG_0577Heute ist norwegischer Apfeltag, ein Tag, der den in Norwegen angebauten Exemplaren des Obstes gewidmet ist. Eine schöne Idee, um die Qualität und Wertigkeit des einheimischen Obstes zu würdigen.

Nun haben wir zurzeit zwar keine norwegischen Äpfel, dafür jedoch anständige Exemplare aus unserem erzgebirgischen Garten. Diese haben wir unter anderem zu einer norwegischen Apfelmarmelade verarbeitet. Diese minimalistisch anmutende, den Apfelgeschmack betonende Marmelade genießt in ihrem Heimatland große Verbreitung und Popularität. Es gibt sie im Gegensatz zu Deutschland in jedem Supermarkt zu kaufen, noch viel besser schmeckt sie allerdings in der selbst gekochten Variante, ergänzt um Zimt und Zitronensaft.

Da es in Norwegen keinen Gelierzucker gibt, wird normaler Zucker verwendet. Dadurch darf beim Kochen der Apfelstückchen nur wenig Wasser zugesetzt werden, was den Geschmack der Marmelade intensiviert. Gleichzeitig sorgt das Pektin der Äpfel für ausreichende Festigkeit, so dass die Marmelade nicht von der Brotscheibe läuft. So entsteht eine fruchtige, nicht zu süße Marmelade, die einfach nur lecker schmeckt.

Norwegische Apfelmarmelade (ca. 4,5 Gläser zu 300 ml)

Zutaten:

  • ca. 1,4 kg säuerliche, saftige Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • 50 ml Wasser
  • 1 – 1,5 Zimtstangen
  • Saft von 1 Zitrone
  • 350 – 400 g Zucker

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Die Äpfel waschen, schälen und das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.

Die Äpfel nun mit dem Wasser, dem Zitronensaft und den Zimtstangen in einen Topf geben und alles für ca. 20 – 25 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel stückig zerfallen sind. Eventuell kann man dem Zerfall mit einem Kartoffelstampfer etwas nachhelfen, jedoch sollten einige Apfelstücke im Gegensatz zum Apfelmus erhalten bleiben.

Danach den Zucker zugeben. Die Menge richtet sich je nach Säuerlichkeit der Äpfel und der gewünschten Süße für die Marmelade. Wir tendieren eher zu 350 g Zucker bei ziemlich sauren Äpfeln.

Die Marmelade nun für weitere 5 – 6 Minuten köcheln lassen, bis sie etwas, dank des Apfelpektins, eingedickt ist.

Die Marmelade heiß in die vorbereiteten Gläser füllen. Dabei am besten eine Einfüllhilfe verwenden, damit die Glasränder nicht beschmutzt werden, da sonst Schimmelgefahr besteht. Die Gläser sofort fest zuschrauben und abkühlen lassen.

Aufgrund des nicht allzu hohen Zuckergehalts ist die Apfelmarmelade nur eingeschränkt haltbar. Am besten ist es daher, sie entweder in Portionen einzufrieren oder die Gläser zumindest in den Kühlschrank zu stellen.

Herbst-Risotto mit Kürbis, Sellerie, Äpfeln und Blauschimmelkäse

IMG_0651Kürbis, Sellerie und Äpfel mit Blauschimmelkäse sind eine knallgute Kombination, sowohl farblich als auch geschmacklich. Nachdem ich sie letzte Woche schon im Ofengemüse verwendet hatte, durften sie heute in ein farbenfrohes Herbst-Risotto.

Wie immer in unseren Risottos ist der Gemüse- bzw. in diesem Fall Apfelanteil relativ hoch, so dass viele Nährstoffe enthalten sind. Deshalb sieht man vom Reis auf den Fotos nicht allzu viel. Trotzdem erreicht das Risotto diese typische, angenehm cremige Konsistenz.

Herbst-Risotto mit Kürbis, Sellerie, Äpfeln und Blauschimmelkäse für 3 Personen

Zutaten:

  • 200 g Kürbis, z. B. Hokkaido (geputzt gewogen)
  • 100 g Sellerie (geputzt gewogen)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 200 g Risottoreis
  • 1 EL Butter
  • 1 – 2 EL Olivenöl
  • 125 ml Weißwein, trocken
  • ca. 750 ml Gemüsebrühe
  • 40 g geriebener Parmesan
  • 3 kleinere, säuerliche Äpfel
  • etwas Pfeffer
  • etwas Salz (abhängig von Gemüsebrühe)
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • ca. 100 g Blauschimmelkäse
  • frischer Dill und / oder frischer Thymian

Zubereitung:

Frühlingszwiebeln, Sellerie und Kürbis schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Äpfel waschen, putzen und das Fruchtfleisch in Stückchen schneiden. Damit die Apfelstücke nicht braun werden, sollte man sie in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen oder mit Zitronensaft beträufeln.

Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und warm stellen, da sie nach und nach auf das Risotto gegeben wird.

Butter und Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebelstückchen darin hell anschwitzen. Danach Kürbis, Sellerie und den Risottoreis zugeben und ebenfalls kurz mitbraten bis der Reis glasig geworden ist.

Das Risotto mit dem Weißwein ablöschen und diesen unter Rühren einkochen lassen. Nun portionsweise die heiße Gemüsebrühe hinzufügen. Dabei immer wieder rühren und erst dann neue Flüssigkeit hinzufügen, wenn die vorherige aufgesogen worden ist. Damit so lange fortfahren, bis die auf der Reispackung angegebene Garzeit erreicht ist. Jetzt sollte der Reis bissfest sein. Während der Garzeit mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen.

Danach den Parmesan einrühren. Je nach Würzigkeit der verwendeten Gemüsebrühe das Risotto mit etwas Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken.

Jetzt noch die Äpfel hinzufügen und mit warm werden lassen.

Den Blauschimmelkäse in Stücke schneiden und die Kräuter fein hacken.

Das Risotto auf Tellern anrichten, mit Blauschimmelkäse belegen und mit Kräutern bestreuen.

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