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Herbstliches Ofengemüse mit Äpfeln, Blauschimmelkäse und Portwein-Zwiebel-Sauce

IMG_0561Die Äpfel müssen verbraucht werden, jetzt, wenn sie am besten schmecken. Gleichzeitig benötigen wir Platz im Tiefkühlschrank, es muss also alles an “Einzelstücken”, was in Dosen eingelagert ist, dem neuen Vorrat an Apfelmus und -kuchen weichen. So “entdeckten” wir bei der Räumaktion zwei Mini-Portionen von bereits gebratenem Fleisch in Scheiben, ohne Sauce.

Nun ist es nicht ganz so einfach aus dem Nichts eine Sauce zu zaubern, außer man lässt das Konzept einer deutschen Bratensauce ganz außen vor und konzentriert sich auf andere Beilagen. Mit dem herbstlichen Ofengemüse, das durch säuerlich-fruchtige Äpfel, angeröstete Walnüsse und würzigen Blauschimmelkäse ergänzt wird, ist man auf der sicheren Seite. Es schmeckt auch ohne dunkle Sauce einfach nur gut.

Möchte man noch etwas mehr Spannung und geschmackliche Abwechslung haben, kann man sich diese aus der Portwein-Zwiebel-Sauce holen. Intensiv und süß-säuerlich im Geschmack ist sie die perfekte Ergänzung zu Fleisch und Ofengemüse.

Zusammen erhält man ein interessantes Wohlfühlessen für neblig-graue Herbsttage.

Herbstliches Ofengemüse mit Äpfeln, Blauschimmelkäse und Portwein-Zwiebel-Sauce für 3 Personen als Beilage zu z. B. Schweinefleisch

Zutaten Herbstliches Ofengemüse:

  • 1 kleine oder ca. 1/3 große Sellerieknolle
  • 5 – 6 kleinere, festkochende Kartoffeln
  • 1/4 – 1/3 Hokkaido-Kürbis
  • 2 – 3 säuerliche, festfleischige Äpfel
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • frischer Thymian
  • 1 große Handvoll Walnüsse
  • Blauschimmelkäse
  • frischer Thymian

Zutaten Portwein-Zwiebel-Sauce:

  • 3 rote Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • ca. 50 ml dunkler Balsamicoessig
  • ca. 200 ml Portwein
  • etwas Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung Herbstliches Ofengemüse:

Kartoffeln und Sellerie schälen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Stücke sollten nicht zu unterschiedlich groß sein, damit beides gleichmäßig gar wird.

Hokkaido und Äpfel waschen und putzen, beides ebenfalls in Stückchen schneiden, ein Schälen ist nicht notwendig.

Da Sellerie und Kartoffeln eine längere Backzeit als Kürbis und Äpfel benötigen, sollten sie nicht gleichzeitig in den Backofen geschoben werden.

Ein Backblech mit etwas Olivenöl bestreichen. Das geputzte Gemüse ebenfalls mit etwas Olivenöl vermischen. Danach Kartoffeln und Sellerie gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und mit etwas Salz, Pfeffer und Thymian würzen.

Kartoffeln und Sellerie bei 225 °C für 10 – 15 Minuten auf der mittleren Schiene bei Ober- und Unterhitze garen.

Danach Kürbis- und Apfelstücke, die ebenfalls mit Salz und Pfeffer gewürzt sind, auf das Blech geben und für weitere 10 – 15 Minuten backen. Die Backzeit ist sehr davon abhängig, wie klein man Kartoffeln und Gemüse vorher geschnitten hat, daher am besten gegen Ende der Garzeit ein Kartoffelstück kosten.

In den letzten 5 Minuten die gehackten Walnüsse mit auf das Blech streuen.

Vor dem Servieren mit frischem Thymian bestreuen.

Zubereitung Portwein-Zwiebel-Sauce:

Während sich das Gemüse im Ofen vergnügt, kann man sich in aller Ruhe der Portwein-Zwiebel-Sauce zuwenden. Dazu die Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden.

Die Butter in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebeln anbraten, bis sie glasig und weich geworden sind.

Balsamicoessig und Portwein angießen und mit etwas Zucker (abhängig davon, wie sauer der Essig ist) würzen. Die Sauce danach einkochen lassen, bis sie eine etwas dickere Konsistenz erlangt hat. Das dauert ca. 15 Minuten.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Das Ofengemüse zusammen mit etwas Fleisch, der Portwein-Zwiebel-Sauce und einigen Stücken Blauschimmelkäse anrichten.

Herbstsalat mit Chinakohl, Äpfeln, Sesam und Mandeln

IMG_0588Chinakohl im Angebot! Nur was macht man mit diesem Kohl? Oder ist er doch eher ein Salat? Wir haben ein bisschen herumprobiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass er als Salatersatz ganz hervorragend schmeckt. Er ist mild und ähnelt von seiner Konsistenz her eher einem Eisbergsalat als zum Beispiel unserem heimischen Weiß- oder Wirsingkohl.

Damit nimmt er sich unheimlich gut in einem Herbstsalat aus, in den natürlich auch frische Äpfel aus dem Garten gehören. Zusammen mit dem nussigen, gerösteten Sesam und den Mandeln entsteht ein angenehm fruchtiger Salat, der durch die Röstaromen auf das Beste ergänzt wird.

Wir haben den Salat als Beilage zu einer Lasagne gegessen, er eignet sich jedoch sicher auch hervorragend für Geflügel- oder Fischgerichte. Unsere sonst nicht so für Salat zu begeisternde Familie war jedenfalls vollständig zufrieden und wir hatten an einem weiteren Tag unser Motto:  “Kein Mittagessen ohne Gemüse” wohlschmeckend befolgt.

Herbstsalat mit Chinakohl, Äpfeln, Sesam und Mandeln für 4 Personen als Beilage

Zutaten:

  • ca. 1/4 Chinakohl
  • 2 mittelgroße, säuerliche Äpfel
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 3 – 4 EL Sesam
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 – 3 EL Apfelessig
  • 1 EL flüssiger Honig
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Zugabe von Fettigkeit kurz anrösten. Achtung, man muss aufpassen, dass sie nicht anbrennen.

Danach den Sesam ebenfalls kurz anrösten. Auch hier wieder Achtung, der Sesam fängt leicht an, bei zu hoher Temperatur aus der Pfanne zu springen. Er ist fertig, wenn er einen angenehmen Duft verströmt.

Chinakohl und Äpfel waschen und putzen. Chinakohl in feine Streifen, Äpfel in Stücke schneiden.

Für das Dressing Olivenöl, Apfelessig und flüssigen Honig miteinander verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun Chinakohl, Äpfel, geröstete Mandeln und gerösteten Sesam miteinander vermischen und alles mit dem Dressing übergießen. Gründlich mischen, so dass alle Chinakohlstücke etwas abbekommen.

Sofort als Beilage zu Fisch-, Geflügel- oder Fleischgerichten genießen.

Apfelstrudelmarmelade mit Rum und Rosinen

IMG_0595Das ist die perfekte Marmelade für alle, die Apfelstrudel oder Apfelkuchen mit Rosinen mögen. Mit ihr kann man ohne Weiteres ein Stück helles Brot oder Brötchen am Sonntagmorgen in einen kuchenähnlichen Genusshappen verwandeln. So gefällt mir die Apfelverwertung!

Apfelstrudelmarmelade mit Rum und Rosinen (ca. 5 Gläser zu 250 ml)

Zutaten:

  • 1,2 kg Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • 50 ml Wasser
  • Saft von 1 großen Zitrone
  • 100 g Rosinen
  • 100 ml Rum
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

Die Rosinen waschen und in einer Schüssel mit dem Rum übergießen. Durchziehen lassen, während man die Äpfel vorbereitet.

Die Äpfel waschen, putzen, schälen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.

Apfelstücke, Wasser und Zitronensaft in einem großen Topf aufkochen und 20 – 25 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen, bis die Apfelstücke weich geworden sind. Wir mögen die Marmelade stückig, daher verzichten wir auf das Pürieren mit einem Stabmixer.

Während die Apfelstücke kochen, die zu verwendenden Gläser heiß auswaschen und die Deckel kurz in kochendes Wasser legen.

Nun Zimt, Vanillezucker, Gelierzucker, Rosinen und den gesamten “Einweich”Rum in die Marmeladenmasse einrühren und alles zusammen unter Rühren zum Kochen bringen. Die Marmelade für 3-4 Minuten sprudelnd weiter kochen lassen.

Da die Äpfel bereits durch ihren Pektingehalt gut beim Gelieren helfen und wir keine so feste Marmelade mögen, fanden wir 500 g Gelierzucker ausreichend. Süß genug wird die Marmelade trotzdem.

Die Marmelade heiß in die vorbereiteten Gläser füllen. Dabei am besten eine Einfüllhilfe verwenden, damit die Glasränder nicht beschmutzt werden, da sonst Schimmelgefahr besteht. Die Gläser sofort fest zuschrauben und abkühlen lassen.

Gedeckter Apfelkuchen gefüllt mit Vanillecreme

IMG_0515Apfelkuchen lecker! Vanillecreme lecker! Beides zusammen? Ein unschlagbares Team. Wenn sich die aromatische Säuerlichkeit der Äpfel mit der Süße der Vanillecreme verbindet, kann geschmacklich nichts schief gehen.

Der Kuchen basiert auf einem traditionell norwegischen Rezept, das noch aus einer Zeit stammt, als es keine fertige Vanillecreme oder Puddingpulvertüten zu kaufen gab. Daher wird die Vanillecreme selbst hergestellt, was jedoch nicht sonderlich schwierig ist. Die Butter- und Zuckermenge habe ich wie häufig bei alten Rezepten reduziert, dem Teig dafür ein paar gemahlene Mandeln gegönnt.

Das so erzielte, modernisierte Ergebnis war geschmacklich ein Volltreffer, fanden wir.

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Gedeckter Apfelkuchen gefüllt mit Vanillecreme (runde Springform, ø 26 cm)

Zutaten Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl
  • 50 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 90 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 2 kleine Eier (Größe S oder M)
  • 150 g kalte Butter
  • etwas Butter und Semmelbrösel zum Fetten und Bestreuen der Kuchenform

Zutaten Füllung:

  • 5 Eigelb von großen Eiern (Größe L)
  • 110 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker (8 g)
  • knapp 3 gestrichene EL Speisestärke
  • 420 ml Milch (3,8 % Fett)
  • 5 mittelgroße, säuerliche Äpfel (ca. 400 g geputzt gewogene Apfelscheibchen)
  • evtl. 1 EL Zucker, wenn die Äpfel sehr sauer sind
  • Puderzucker zum Bestäuben des fertigen Kuchens

Zubereitung Teig:

Die Mandeln ggf. schälen und mahlen. Das Schälen von ganzen Mandeln geht einfach, wenn man sie mit heißem Wasser überbrüht und kurz darin liegen lässt. Die noch warmen Mandeln lassen sich dadurch einfach aus der Schale schnipsen.

Danach den Teig zubereiten, da er vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist.

Dazu Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Salz und die 2 Eier in eine Schüssel geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Nach der Kühlzeit etwa ein Drittel des kalten Teiges mit Mehl bestäuben und dünn für den Deckel ausrollen. Das geht am besten auf Backpapier. Die Teigplatte mithilfe der Kuchenform auf die richtige Größe schneiden. Danach mit der Plastikfolie bedecken und bis zur Verwendung zurück in den Kühlschrank legen.

Für den Boden den restlichen kalten Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Kuchenform ausrollen. Die Form mit etwas Butter fetten und mit einigen Semmelbröseln ausstreuen.

Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen 3 – 4 cm hohen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Für etwa 20 Minuten im Kühlschrank kalt und fest werden lassen.

Den Boden danach vollständig inkl. der Ränder mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o. ä. verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Boden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Zubereitung Füllung:

Für die Vanillecreme Eigelbe, Zucker, Vanillezucker und Speisestärke in einer Metallschüssel gut verquirlen. Die Milch aufkochen.

Jetzt ca. 1/4 der heißen Milch unter ständigem Rühren in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Mischung geben. 

Danach alles wieder zurück in den Topf schütten und unter kräftigem Rühren erhitzen, bis die Creme eingedickt ist. Die Konsistenz entspricht einem sehr dicken Pudding. Achtung, während des Erhitzens darf nichts anbrennen! Etwas abkühlen lassen, während man die Äpfel zubereitet.

Die Vanillecreme kann auch bereits am Tag vorher zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Scheibchen schneiden. Bei noch sehr sauren, unreifen Äpfeln einen Esslöffel Zucker über die Scheiben streuen.

Äpfel und Vanillecreme miteinander mischen und gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Den Teigdeckel aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig auf die Füllung legen. In den Deckel einige kleine Löcher stechen, damit der Dampf während des Backens entweichen kann.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten mit 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 1 Stunde backen bis der Teigdeckel leicht gebräunt ist.

IMG_0496Den Apfelkuchen aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestäuben.

Er schmeckt sowohl lauwarm als auch kühlschrankkalt.

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Versunkener Apfelkuchen – Apfelrose Versuch Nr. 2

IMG_7345Vor knapp zwei Jahren hatte ich diesen Versunkenen Apfelkuchen bereits auf dem scheckenlaks verbloggt. Er schmeckte ausgezeichnet, hatte jedoch optisch noch so seine Schwächen. Er sah nämlich überhaupt nicht nach Apfelblume oder -rose aus, da ich damals die Apfelscheiben zu dick geschnitten und zu gleichmäßig auf den Boden gelegt hatte.

Jetzt habe ich einen erneuten Versuch unternommen, der deutlich besser gelungen ist. Das Rezept ist gleich geblieben, allerdings habe ich dieses Mal die Apfelscheiben fast hauchdünn geschnitten, also pro Apfelviertel bestimmt 8 Scheibchen. Das ist zwar etwas arbeitsintensiv, aber nur so kann man die Rose aufbauen.

Man beginnt am besten in der Mitte und formt mittels aufrecht stehender Scheibchen das Roseninnere. Danach arbeitet man sich nach außen, indem man viele Apfelspalten sehr dicht, zunehmend flacher werdend und immer versetzt zueinander auf den Boden schichtet. Wenn man glaubt, dass jetzt keine weitere Scheibchen mehr auf den Kuchen passen, zwängt man die letzten trotzdem noch dazwischen. Nur so kann man verhindern, dass zu viel Teig zwischen den Apfelspalten nach oben gedrückt wird.

Da der Kuchen in der Mitte etwas höher wird als am Rand, wird der Blumeneffekt zusätzlich unterstützt. Dadurch ist er ein schöner Hingucker auf der Kaffeetafel.

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Apfel-Minz-Salat: perfekt zu gegrilltem Fisch

IMG_9880Dieser frisch-säuerliche, fruchtige Salat ist zwar nicht der hübscheste, jedoch geschmacklich ein perfekter Begleiter zu gegrilltem, gebratenem oder ofengebackenem Fisch jeglicher Art. Wahrscheinlich passt er auch sehr gut zu Hähnchen oder anderem gegrillt, gebratenem ehemaligem Federvieh. Verwandt ist er mit dem amerikanischen Cole Slaw, wobei er statt auf Kohl auf knackige Äpfel setzt, die durch die Würzigkeit der Minze in ihrem Geschmack betont werden.

Bei solchen inneren Werten kann das Äußerliche ja ausnahmsweise einmal vernachlässigt werden, oder?

Apfel-Minz-Salat: perfekt zu gegrilltem Fisch für 3 Personen als Beilage

Zutaten:

  • 2 große, säuerliche Äpfel
  • 5 – 6 Stiele Minze
  • 1 dl Saure Sahne, 20 % Fett
  • 2 EL Mayonnaise
  • ca. 3/4 EL Apfelessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1/2 TL Zucker

Zubereitung:

Die Äpfel waschen, putzen, vom Kerngehäuse befreien und in dünne Streifen schneiden. Die Minzblätter abzupfen und fein hacken. Dabei einige Blätter zwecks Garnierung ganz lassen.

Saure Sahne, Mayonnaise und Apfelessig vermischen. Vorsichtig Äpfel und Minze unterrühren.

Alles mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Mit einigen Minzblättern garnieren.

Bis zum Verzehr abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und als Beilage zu gegrilltem, gebratenem Fisch oder Federvieh genießen.

Liebstöckel-Kohlrabi Suppe mit Apfel

IMG_9671Liebstöckel, das fast unverwüstliche “Liebes-” oder auch Maggikraut, weil es ähnlich wie die Würzsauce schmeckt, obwohl es in ihr nicht enthalten ist. Da finde ich doch die in Norwegen mitunter anzutreffende Bezeichnung als “Liebeskraut” viel attraktiver, wer würde schon zu einer Suppe mit dieser Zutat nein sagen? Eben. Noch dazu, wenn sie wirklich gut schmeckt.

Deshalb habe ich mich auch von einem nordischen Rezept inspirieren lassen, in dem passend zu den heißen Sommertemperaturen, Sauermilch verwendet wird, die der Suppe eine wohlschmeckende Frische verleiht. Die Sauermilch kann man hier zum Beispiel in Bioläden als “Schwedenmilch” kaufen. Ein ähnliches Rezept habe ich übrigens auch bei Annemarie Wildeisen gefunden, die jedoch etwas andere Zutaten verwendet.

Wer sich unter “Stöckel” übrigens ein kleines Kraut vorstellt, der liegt völlig daneben. Verglichen mit seinen Nachbarn im Kräuterbeet ist es nämlich riesig. Gut, dass man von ihm viel in der Suppe verwenden kann.

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Liebstöckel-Kohlrabi Suppe mit Apfel für 3 Personen

Zutaten: 

  • 1 große Zwiebel
  • ca. 700 g Kohlrabi (etwa 3 Stück, geputzt gewogen)
  • 1 säuerlicher Apfel
  • ca. 1 EL Butter
  • 7 dl Gemüsebrühe
  • 2 dl Sauermilch, z. B. Schwedenmilch (gibt es im Bioladen)
  • 20 g Liebstöckel
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Apfelessig
  • 1 Pr. Zucker
  • 1 Apfel als Suppeneinlage
  • 1 EL Zitronensaft
  • etwas Walnussöl zum Beträufeln

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und hacken. Kohlrabis und Apfel putzen und ebenfalls in Stücke schneiden.

In einem Topf die Butter erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Danach die Kohlrabi- sowie die Apfelstücke hinzufügen und ebenfalls für einige Minuten mitbraten.

Die Gemüsebrühe angießen und alles für 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kohlrabistücke weich geworden sind.

Währenddessen den Apfel, der als Suppeneinlage dienen soll, waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Stücke sofort mit Zitronensaft vermischen, damit sie nicht braun werden.

Nun den Liebstöckel waschen und am besten mit einer Schere in Stücke schneiden. Hat man sehr harte Stiele, sollte man nur die Blätter verwenden.

Liebstöckel und Sauermilch in die Suppe geben und alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Die Suppe erneut erhitzen und mit Salz, Pfeffer, Apfelessig und einer Prise Zucker abschmecken.

Die Suppe in Teller geben, mit den Apfelstücken sowie einigen Liebstöckelblättern garnieren. Zum Schluss noch etwas Walnussöl darüber träufeln und mit etwas schwarzem Pfeffer bestreuen.

Ofengebackener Kräuter-Lachs mit Sellerie-Apfel-Salat

IMG_9415Frische Kräuter aus dem Garten, von der Terrasse oder vom Balkon sind eine wunderbare Ergänzung für die allermeisten Gerichte. Dies gilt auch für ofengebackenen Lachs, der durch sie eine angenehme Würzigkeit erhält.

Dazu gab es, passend zu den warmen Temperaturen, einen knackig, frischen Salat aus säuerlichen Granny Smith Äpfeln und Staudenselleriestangen, was eine einmalig gute Kombination ergibt. Kostet man so eine Selleriestange ohne alles, schmeckt sie nicht gerade aufregend, sogar etwas unangenehm, finde ich. Im Salat ist davon jedoch überhaupt nichts mehr zu spüren, so dass auch Sellerieskeptiker zu überzeugen sein sollten. Als Bonus kommt noch hinzu, dass es Spaß macht diesen Salat zu essen. Er ist so knackig frisch, dass er fast im Mund zu explodieren scheint, wenn man zubeißt. Herrlich.

Kombiniert haben wir das Rezept mit etwas Selleriepüree. Dafür habe ich jedoch die Knolle verwendet. Das Rezept ist ein alter Bekannter auf dem Blog und hier zu finden. Wenn man gerade viele frische Kräuter hat, können sie selbstverständlich gern mit unter das Mus gemischt werden.

Ofengebackener Kräuter-Lachs mit Sellerie-Apfel-Salat für 3 Personen

Zutaten ofengebackener Lachs:

  • 500 g Lachsfilets
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1,5 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • Schale von 1/3 Bio-Zitrone
  • 1 EL Petersilie
  • 1 EL Schnittlauch
  • 1/2 EL Thymian
  • 1/2 EL Dill (kann auch entfallen)
  • 3/4 EL gehackter, frischer Ingwer
  • 3 TL Sweet Chili Sauce
  • einige getrocknete Chiliflocken

Zutaten Sellerie-Apfel-Salat:

  • 3 – 4 Stangen Staudensellerie
  • 2 Äpfel, am besten Granny Smith
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 – 3 EL Weißwein, halbtrocken (für Kinder weglassen und etwas mehr Zitronensaft verwenden)
  • Salz
  • Pfeffer
  • einige getrocknete Chiliflocken

Selleriepüree siehe hier

Zubereitung:

Wenn man Tiefkühllachs verwendet, diesen ca. 4 Stunden vor der Zubereitung aus dem Gefrierschrank nehmen und in einer Schale auftauen lassen.

Die Kräuter waschen, putzen und hacken. Den Ingwer schälen und in sehr kleine Stücke schneiden. Die Bio-Zitrone gut waschen, mit einem Zestenreißer dünn schälen. Alle Zutaten für die Marinade miteinander vermischen.

Die Lachsfilets danach von beiden Seiten salzen und pfeffern. Nun die Filets nebeneinander in eine leicht mit Öl ausgestrichene Auflaufform legen und mit der Kräutermarinade bestreichen.

Den Lachs im vorgeheizten Herd bei 200 °C (Ober- und Unterhitze, mittlere Einschubhöhe) für 12 – 14 Minuten backen, abhängig von der Dicke der Filetstücke. 

Für den Salat die Selleriestangen und die Äpfel waschen, putzen und in Stücke schneiden. Apfel mit Schale verwenden, das erspart Zeit und schmeckt. Sellerie und Apfel vermischen.

Die Bio-Zitrone gut waschen und die Schale mithilfe eines Zestenreißers entfernen. Den Zitronensaft auspressen.

Alle Zutaten für das Dressing miteinander verschlagen, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken. Vorsicht, der Salat benötigt nur wenig Gewürz.

Das Dressing über den Salat gießen und für 15 Minuten durchziehen lassen.

Wie das Selleriepüree zubereitet wird, findet ihr hier.

Jetzt nur noch alles auf Tellern anrichten, die Familie zusammenrufen und genießen.

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Apfelpfannkuchen mit Chèvre, Honig und Thymian

IMG_7405Also diese Pfannkuchen, was soll ich sagen! Sie sind perfekt, süß, frisch, salzig, luftig locker und angenehm würzig. Spannend und ungewöhnlich. Da wir genau für solche Kombinationen immer zu haben sind, war klar, dass wir diese Apfelpfannkuchen probieren müssten, nachdem ich sie bei Godt.no entdeckt hatte. Ergebnis? Sie lohnen sich.

Beim Kauf des Ziegenkäses (Chèvre) sollte man eine festere Sorte bevorzugen, die eine camembertähnliche Konsistenz hat. Hier im Supermarkt gibt es auch Chèvresorten, die ähnlich wie Frischkäse sind. Diese sind jedoch für diese Pfannkuchen ungeeignet. Neben der interessanten Geschmackskombination weisen die Pfannkuchen einen weiteren Vorteil auf, sie sind sehr gut in der Pfanne zu handhaben und deshalb auch für wenig erfahrene Pfannkuchenbäcker gut geeignet.

Apfelpfannkuchen mit Chèvre, Honig und Thymian für 3 Personen

Zutaten:

  • 3 dl Mehl
  • 3 dl Milch oder Kokosmilch
  • 2 kleine Eier (Größe M)
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 1,5 säuerliche Äpfel
  • etwas Butter zum Braten
  • ca. 150 g Chèvre
  • einige kleine Ästchen frischer Thymian
  • flüssiger Honig zum Beträufeln der Pfannkuchen, wir hatten Orangenblütenhonig

Zubereitung:

Zuerst Milch und Eier miteinander gut verquirlen. Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen und zum Teig hinzufügen. Alles gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.

Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch, gern mit Schale, grob raspeln. In den Teig einrühren. Der Teig sollte so dickflüssig sein, dass kleine pancakes gebacken werden können. Erscheint er dafür zu flüssig, dann noch etwas Mehl hinzufügen.

Etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Mit einem Esslöffel je 3 kleine Teigportionen nebeneinander in die Pfanne geben. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Wenn sie an der Oberfläche Bläschen werfen und etwas fest geworden sind, wenden. 

Die Pfannkuchen mit je einer Scheibe Chèvre belegen, die beim Fertigbacken leicht zerläuft.

Die fertigen Apfelpfannkuchen mit frischem Thymian bestreuen und mit flüssigem Honig beträufeln. Sofort genießen.

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Kürbis-Apfel-Pfannkuchen

IMG_7270Na, noch jemand Kürbisfleisch vom Aushöhlen des Halloweenkürbisses übrig? Wenn ja, dann könnt ihr euch auf diese leckeren Herbst-Pfannkuchen freuen. Der Kürbis spielt bei diesen eine schöne Nebenrolle, was den Geschmack anbelangt, der Apfel drängt sich etwas mehr in der Vordergrund und liefert angenehme Frische und leichte Säuerlichkeit. Die lockeren Pfannkuchen sind dadurch sowohl pur als auch mit etwas Marmelade, vielleicht ja Apfel-Kürbis, bestrichen ein richtiger Leckerbissen. Am besten ihr probiert es aus, vielleicht morgen zum Wochenendbrunch?

Kürbis-Apfel-Pfannkuchen für 4 Personen (ca. 25 kleine Stück)

Zutaten:

  • 200 g Kürbisfleisch (geputzt gewogen)
  • 2 große säuerliche Äpfel
  • 2 Eier, getrennt
  • 250 ml Milch
  • 125 ml Kefir
  • 1/2 TL Natron + 1 TL Zitronensaft
  • 3 EL Zucker
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 1 EL Butter, zerlassen
  • ca. 350 ml Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • Butter zum Braten der Pfannkuchen
  • Marmelade oder Honig zum Servieren

Zubereitung:

Den Kürbis putzen, das Kürbisfleisch entweder reiben oder mit einem Mixer zu kleinen Schnitzen zerteilen.

Eier trennen, das Eiweiß in einer sauberen Schüssel zunächst zur Seite stellen.

Eigelbe mit Milch und Kefir verschlagen. Natron in Zitronensaft auflösen und zur Milchmischung geben.

Zitrone gut waschen, Zitronenschale abreiben. Die Butter zerlassen, jedoch nicht bräunen.

Zucker, zerlassene Butter, Zitronenschale und den Kürbis nun mit der Milchmischung verrühren.

Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach in den Teig einrühren. Je nach Saftigkeit des Kürbisses kann die Mehlmenge etwas variieren. Es sollte ein recht dickflüssiger Teig entstehen, da kleine Pfannkuchen gebacken werden sollen.

Den Teig abgedeckt für 30 Minuten quellen lassen. Nun die Eiweiße mit 1 Pr. Salz zu Eischnee schlagen. Diesen vorsichtig unter den Teig heben. Dadurch werden die Pfannkuchen schön locker.

Die zwei Äpfel waschen, aufschneiden, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in dünne Scheiben (ca. 5 mm) schneiden. IMG_7265

Wenig Butter in einer Pfanne erhitzen. Mit einem großen Esslöffel bzw. einer kleinen Saucenkelle den Teig für 3 bis 4 Pfannkuchen je Pfanne einfüllen. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze braten, bis sie von der Unterseite goldbraun geworden sind. Kurz vor dem Wenden jeden Pfannkuchen mit je 2 Apfelscheiben belegen und diese leicht andrücken. Danach von der anderen Seite fertigbraten.

Die Kürbis-Apfel-Pfannkuchen warm mit etwas Marmelade bestrichen oder pur genießen.

Happy Halloween!

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