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Erdbeeren Romanoff

IMG_9739Süße und aromatische Erdbeeren aus dem Garten, hurra! Wir haben viele gegen die elenden Wühlmäuse verteidigt. Die haben jetzt ihren Hauptwohnsitz unter das Bohnenbeet verlagert, auch nicht gut, aber immerhin ist der erste Schlag ausgeführt. Wir haben die Erdbeeren behalten können.

Das haben wir auch gleich gefeiert, fürstlich sogar, mit diesem eigentlich französisch stämmigen Dessert, namens Erdbeeren Romanoff oder auch Romanov. Benannt natürlich nach dem russischen Zarengeschlecht, für die dieses leckere Dessert von einem französischen Koch zubereitet worden ist. Etwas mehr Hintergrund zur Benennung wäre hier zu finden, wenn euch das interessiert.

Bei diesem Leckerbissen werden die Erdbeeren in Orangenlikör und/oder -saft mariniert und mit Schlagsahne bedeckt genossen. Es ist also ganz einfach, dafür umso besser, da der Erdbeergeschmack nicht durch andere Zutaten ungebührlich überdeckt wird. Natürlich gibt es verschiedene Varianten des Desserts. Da ich kein Rezept mit zuverlässiger historischer Quelle gefunden habe, habe ich mir die Freiheit genommen, unsere eigene Variante zu entwickeln. Schließlich sind wir in unserer Küche unsere eigenen Fürsten ;-). Hier kommt sie nun also, die fruchtig süße, cremige und leicht säuerliche Variante der Erdbeeren Romanoff.

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Erdbeeren Romanoff für 4 Personen

Zutaten:

  • ca. 400 g aromatisch, süße Erdbeeren
  • 1/2 – 1 EL Zucker, je nach Süße der Beeren
  • 2 EL Grand Marnier (für Kinder weglassen, stattdessen mehr Orangensaft verwenden)
  • Saft von 1/2 großen Orange
  • 100 ml Schlagsahne
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 100 ml Saure Sahne, möglichst 20 % Fett
  • Zesten von 1/2 Bio-Orange

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen und putzen. 4 besonders schöne Exemplare zur Seite legen, sie dienen zur Garnierung. Die restlichen Beeren halbieren oder vierteln.

Mit dem Zucker, dem Saft der 1/2 Orange sowie dem Grand Marnier vermischen und für mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur abgedeckt durchziehen lassen. Die Zuckermenge ist stark von der Süße der Erdbeeren abhängig, daher am besten kosten und abschmecken.

Die Schlagsahne zusammen mit dem Vanillezucker steif schlagen. Die kalte saure Sahne einrühren. Sie verleiht dem Dessert zusätzlich eine angenehm frische Note.

Die 1/2 Bio-Orange gut waschen und mit einem Zestenreißer schälen. Die Zesten ebenfalls unter die Sahne mischen.

Nun die Erdbeeren in Gläser oder Dessertschälchen füllen und mit der Sahnemischung bedecken. Zur Garnierung die Sahne mit je einer Erdbeere belegen. Servieren und den Sommer genießen.

Rhabarber überbacken mit Kokosmasse

IMG_9558Der Rhabarber wächst und gedeiht, zumindest im Nachbargarten, was dem Besitzer gar nicht unbedingt nur gefällt. So meinte er neulich, was soll ich denn noch alles mit diesem Rhabarber anfangen? Kompott und Kuchen und Marmelade haben wir alles schon gegessen, wisst ihr nicht noch ein neues Rezept? Ja, wusste ich.

Schon lange hatte ich ein bereits etwas in die Jahre gekommenes norwegisches Dessertrezept ausprobieren wollen. Rhabarber mit Kokosmasse überbacken hört sich nämlich für mich nach einer genauso guten Kombination an wie Rhabarber und Vanillesauce. Und es stimmt, es ist eine leckere Verbindung, die süß, saftig, säuerlich und gleichzeitig angenehm mild schmeckt, da die Kokosmasse die Rhabarberschärfe mildert.

Schnell und unkompliziert hergestellt ist das Dessert ebenfalls, was es noch perfekter für den Frühsommer macht. Schließlich wollen wir doch alle den Sonnenschein maximal ausnutzen, oder? Gegessen werden kann das Dessert lauwarm und pur. Mit einer Kugel Vanilleeis ergänzt, erhält man einen richtig luxoriösen Sommergenuss, der auch den Wochenendkuchen ohne Probleme ersetzen kann.

Rhabarber überbacken mit Kokosmasse für 6 Personen als Dessert (Pieform ø 24 cm)

Zutaten:

  • ca. 350 g Rhabarber (geputzt gewogen)
  • 1 dl Zucker
  • knapp 2 EL Kartoffelstärke
  • 2,5 EL Butter + etwas Butter zum Fetten der Form
  • 2,5 dl Kokosflocken
  • 1 Ei (Größe L)
  • 1/2 dl Staubzucker

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen, dünn schälen und in Stücke schneiden. Die Stücke nebeneinander in eine leicht mit Butter gefettete Pie- oder Auflaufform legen.

Zucker und Kartoffelmehl vermischen und gleichmäßig über den Rhabarber streuen. Das Kartoffelmehl bindet die beim Backen entstehende Flüssigkeit des Rhabarbers, so dass das Dessert fast wie ein Kuchen wird.

Die Butter in einem Topf zerlassen, jedoch nicht bräunen. Kokosflocken unter die Butter mischen.

Ei und Staubzucker luftig aufschlagen, bis die Masse weiß geworden ist. Die Kokosmasse unterheben. Nun alles auf dem Rhabarber verteilen.

Im vorgeheizten Backofen mit 190 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 15 – 18 Minuten backen, bis die Kokosmasse etwas gebräunt ist.

Das Dessert lauwarm genießen, entweder pur oder mit z. B. einer Kugel Vanilleeis.

Luftige Windbeutel mit Heidelbeeren und Sahne

IMG_9420Windbeutel – allein der Name fasziniert! In knusprigem Teig eingefangener Frühlingswind. Oder Sommerwind. Wie wohl diese viele Luft in die Beutel kommt? Werden sie ausgehöhlt oder vielleicht nach dem Backen aufgeblasen? Das waren die Fragen, die ich als Kind hatte, wenn aus ganz seltenem Anlass Windbeutel vom Bäcker den Weg zu uns nach Hause fanden. Durch intensives Bitten brachte ich dann meine Mutter zu einem Nachbackversuch, der jedoch leider nicht den gewünschten Erfolg zeigte. Der Wind ließ sich eben mit dem damals verwendeten Rezept doch nicht so einfach einfangen.

Später, als Student, entdeckte ich dann an einem grauen Winterabend in meinem norwegischen Grundkochbuch ein wunderschönes Foto von einem Gebäck, das mit “vannbakkels” (Wassergebackenes) bezeichnet war. Auch davon war ich beeindruckt, hielt jedoch die Zubereitung für so weit jenseits meines Könnens, dass ich nicht einmal das Rezept durchgelesen habe. Sonst wäre mir nämlich (ganz eventuell) nicht erst nach Jahren aufgefallen, dass vannbakkels gleich Windbeutel sind. Fast jedenfalls.

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zu den alten DDR-Backbuchrezepten. Für die norwegischen Windbeutel wird keine Milch verwendet, stattdessen jedoch der Butteranteil erhöht. Dadurch klumpt der Teig beim Zusammenrühren nicht. Außerdem ist er sehr schön stabil beim weiteren Verarbeiten.

Mit dem langen Pfingstwochenende direkt vor unserer Tür, lag es also nahe, dass theoretisch Gelernte in die Praxis umzusetzen. Zugegeben, ich war etwas nervös und hatte immer noch riesigen Respekt vor diesem als kompliziert in meinem Gehirn gespeicherten Gebäck. Dabei alles unnötig, mit diesem Rezept ist es überhaupt nicht schwierig, den Wind im Beutel einzufangen. So was.

Man erhält wunderbar buttrige Beutel, die innen luftig, außen zart knusprig sind und um ein Vielfaches besser schmecken, als die tiefgefrorenen pappig weichen und übersüßen Exemplare aus dem Supermarkt. Wer sie überhaupt nicht süß mag, kann sie natürlich auch mit einer herzhaften Creme füllen und zum Abendbrot oder Brunch servieren.

Luftige Windbeutel mit Heidelbeeren und Sahne (ca. 12 mittelgroße Stück)

Zutaten Windbeutel:

  • 200 g Wasser
  • 100 g Butter
  • 100 g Mehl
  • 1 Pr. Salz
  • 2,5 – 3 Eier (Größe M)

Zutaten Füllung:

  • 200 g Heidelbeeren (frisch oder TK)
  • 250 ml Sahne
  • ca. 30 g Zucker
  • Staubzucker zum Bestäuben der Beutel

Zubereitung:

Wasser und Butter in einem Topf aufkochen. Den Topf von der Herdplatte nehmen und Mehl sowie Salz hinzufügen. Den Topf zurück auf die Herdplatte setzen und den Teig bei verhältnismäßig hoher Hitze kräftig rühren. Achtung: Es darf trotzdem nichts anbrennen!

So lange intensiv rühren, bis der Teig eindickt und zu einer Art Kloß wird, der sich von den Topfwänden löst. Zieht man den Topf zu zeitig von der Platte, erhält man einen zu flüssigen Teig, der sich nicht zu Windbeuteln spritzen lässt.

Den Teig etwas abkühlen lassen. Die Eier nun eins nach dem anderen gründlich in den Teig einrühren. Das geht am Einfachsten mit einem Handrührgerät. Beim letzten Ei aufpassen. Der Teig darf nicht zu dünnflüssig werden, sondern sollte wie dickflüssiger Rührkuchenteig sein. Deshalb das letzte Ei verschlagen und schluckweise zum Teig geben. Unser Teig war nach 2,5 Eier perfekt.

Den Teig nun in einen Spritzbeutel füllen und 12 milchbrötchengroße Häufchen mit deutlichem Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen.

Die Windbeutel im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 40 – 50 Minuten backen. Sie sollen außen goldbraun werden. Achtung! Das Öffnen der Ofentür während des Backens, führt zum Zusammenfallen der Beutel. Die Backzeit hängt stark von der Größe der Windbeutel ab. Unsere entsprachen ungefähr Milchbrötchen. IMG_9408

Nach dem Abkühlen mit einem scharfen Messer vorsichtig einen kleinen Deckel abschneiden, so dass das hohle Innere der Beutel zum Vorschein kommt.IMG_9418

Für die Füllung die Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Beeren und Sahne in die Windbeutel füllen. Den Deckel wieder darauf setzen und alles mit Staubzucker bestäuben. Frisch gefüllt sofort servieren, damit der Teig nicht aufweicht.

Ungefüllt lassen sich die Windbeutel übrigens gut einfrosten.

Voila! Schwierig? Nicht wirklich, oder? Dafür jedoch unglaublich lecker. Habt schöne Pfingsten!

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Farbenfrohes, frisches Orangendessert mit Walnuss-Honig-Joghurt

IMG_9062Zum Wochenendstart habe ich heute für euch dieses fruchtig-frische und farbenfrohe Orangendessert mit Joghurtdipp im Angebot. Damit könnt ihr euch die Sonne von draußen direkt auf den Teller in der Küche holen.

Das Orangendessert besticht nicht nur durch sein dekoratives Äußeres, es schmeckt auch richtig lecker, ist ein vergleichsweise gesundes Dessert und super schnell und einfach zuzubereiten. Damit ist es ein richtig schöner Nachtisch, um ohne Aufwand den Süßhunger zu stillen.

Farbenfrohes, frisches Orangendessert mit Walnuss-Honig-Joghurt für 3 Personen

Zutaten:

  • 3 kleine Blutorangen
  • 1 große Orange
  • 1 kleine Handvoll Pistazienkerne
  • 200 g Griechischer Joghurt
  • 1/4 – 1/2 EL flüssiger Honig
  • eine kleine Handvoll Walnüsse

Zubereitung:

Die Schale von den Orangen so abschneiden, dass auch die weißen Schalenbestandteile mit entfernt werden. Danach die Orangen in Scheiben schneiden. Eventuell vorhandene Kerne dabei entfernen.

Die Scheiben wechselnd zwischen den Farben auf einem flachen Teller anrichten und mit den Pistazienkernen bestreuen.

Den Joghurt mit dem flüssigen Honig gut verrühren. Je nach Säure der Orangen 1/4 bis 1/2 EL Honig verwenden.

Einige Walnüsse grob hacken und unter den Joghurt mischen. Die restlichen Walnusshälften auf den Joghurt legen.

Die Sonne auf dem Teller genießen.

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Ananas-Kokos-Buttermilch Smoothie

IMG_8881Resteverwertung hier im Haus oder wie verarbeitet man eine angefangene Kokosmilch und eine offene Buttermilch? Smoothie? Smoothie! Als Frucht konnte ich mir Ananas zu Kokosmilch besonders gut vorstellen, daher wanderte die halbe sofort in den Mixer. Herausgekommen ist ein hellgelber aromatischer Drink, der nach Sommerwärme und Karibik schmeckt. Die Sonne hat er zwar heute noch nicht für längere Zeit hinter den Wolken vorgelockt, aber das kann ja noch werden. Vielleicht auf der Lauttour? Wäre schön.

Ananas-Kokos-Buttermilch Smoothie (3 – 4 Gläser)

Zutaten:

  • 1/2 Ananas (ca. 450 g geputzt gewogen)
  • 250 ml Kokosmilch
  • 200 ml Buttermilch
  • evtl. etwas Vanillezucker, wenn die Ananas sehr unsüß ist

Zubereitung:

Ananas schälen und putzen sowie das harte Mittelstück entfernen. Das Fruchtfleisch würfeln.

Alle Zutaten in einem Mixer pürieren. Eisgekühlt genießen und vom Sommer träumen.

Rote Bete Waldbeeren Smoothie – Vitamine zum Löffeln

IMG_8808Noch hat der Frühling den Kampf gegen den Winter nicht gewonnen, es schneit aus einem tristgrauen Himmel. Ein Stimmungsaufheller wäre jetzt nicht verkehrt, oder? Wir hätten da sogar etwas anzubieten: Eine Extraladung Vitamine und Mineralstoffe in viel Farbe verpackt. Die machen sowohl der Winterstimmung als auch der Frühjahrsmüdigkeit Beine.

Die Rote Bete ist verglichen mit Spinat, Sellerie oder Möhren nicht das am leichtesten in einem Smoothie zu “versteckende” Gemüse. Sie hat einen so intensiven Eigengeschmack, dass wir mehrere Versuche benötigt haben, bis der Smoothie nicht nur gesund, sondern auch gut geschmeckt hat. Jetzt sind wir jedoch zufrieden, der Drink ist würzig, aromatisch, nicht so süß und vor allem nicht erdig.

Ehe ihr euch jetzt wundert, warum unser Smoothie in Schälchen daherkommt, wir mögen ihn eher zum Löffeln als zum Trinken, da er gern den Nachtisch nach einem leichten Mittagessen bildet. Wenn ihr ihn flüssiger haben möchtet, dann könnt ihr ihn einfach mit etwas mehr Wasser bis zur gewünschten Konsistenz verdünnen.

Rote Bete Waldbeeren Smoothie – Vitamine zum Löffeln für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g rohe Rote Bete (geschält und geputzt gewogen)
  • 130 g Waldbeeren-Mix (TK)
  • ca. 5 g frischer Ingwer (geschält gewogen)
  • 3 EL Griechischer Joghurt
  • ca. 100 ml Wasser (evtl. mehr)
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • einige getrocknete Chiliflocken

Zubereitung:

Rote Bete schälen, putzen und in Stücke schneiden. Ingwer ebenfalls schälen.

Rote Bete, Ingwer, TK-Waldbeeren, Joghurt und Wasser pürieren. Die Waldbeeren können gern noch gefroren sein, allerdings benötigt man dann einen leistungsstarken Mixer bzw. Stabpürierer.

Soviel Wasser zufügen, bis ihr die von euch gewünschte Konsistenz erreicht habt. Mit Vanillezucker und einigen Chiliflocken abschmecken. Wer sehr saure Beeren erwischt hat, kann ggf. auch noch einen weiteren TL Zucker oder Honig hinzufügen.

Mit Kokoschips, Nüssen oder Mandeln dekorieren und dem Winter eiskalt die Schulter zeigen.

Brotpudding – ein altes norwegisches Dessert

IMG_8726Unserem heutigen Wochenenddessert sieht man nicht auf den ersten Blick an, dass es sich um Pudding handelt, das gebe ich sofort zu. ABER, es ist ein Pudding. Die Konsistenz ist saftig, weich, der Geschmack ist durch Vanille, Sahne, Zucker und das Röstaroma der Brotscheiben geprägt. Genossen wird er lauwarm, zubereitet ist er ohne viel Arbeit und er schmeckt hervorragend.

Wer schon immer mal wissen wollte, wie man zu Uromas Zeiten ganz ohne Puddingpulvertüte eine Art Pudding hergestellt hat, ist hier genau richtig. Gleichzeitig ist der Pudding gut dazu geeignet, älteres, bereits leicht trockenes Brot zu verarbeiten. Der Brotpudding erinnert ein bisschen an Arme Ritter, die jedoch nicht im Wasserbad im Backofen, sondern in einer Pfanne gebraten werden.

Brotpudding – ein altes norwegisches Dessert für 3 Personen

Zutaten:

  • 4 Scheiben Weiß- oder Toastbrot, leicht trocken
  • ca. 20 g Butter
  • 1 dl Sahne
  • 1,5 dl Milch
  • 1 großes Ei (Größe L)
  • 20 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • etwas Puderzucker zum Bestreuen (kann man auch weglassen)

Zubereitung:

Für den Brotpudding ist leicht angetrocknetes Brot am besten geeignet, da es dadurch mehr Flüssigkeit aufnehmen kann. Wir hatten kein trockenes Brot, daher habe ich es im Toaster auf niedriger Stufe getoastet, jedoch nicht gebräunt.

Eine kleine Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen.

Die restliche Butter auf den Brotscheiben verteilen. Die Scheiben danach halbieren und mit der Butterseite nach oben in die Form schichten.

In einer Schüssel die restlichen Zutaten mit Ausnahme des Puderzuckers gut miteinander verquirlen. Diese Mischung über die Brotscheiben gießen. Dabei aufpassen, dass alle Scheiben gleichmäßig viel Flüssigkeit erhalten, damit keine trocken wird. Die Scheiben etwas zurück in die Auflaufform drücken.

Im Wasserkocher ca. 1,5 l Wasser erhitzen. Die Auflaufform auf ein tiefes Blech stellen und soviel heißes Wasser auf das Blech gießen, bis es bis zur Hälfte der Brotpuddingform reicht.

Das Blech im vorgeheizten Herd bei 160 °C auf der mittleren Schiene mit Ober- und Unterhitze für 35 – 40 Minuten backen. In den letzten 2 – 3 Minuten das Grillelement des Ofens zuschalten, damit die Scheiben leicht gebräunt werden. Während der Grillzeit unbedingt den Bräunungsgrad fortlaufend kontrollieren, die Scheiben verbrennen schnell. Ich habe den Pudding gerade im allerletzten Moment noch aus dem Herd gezogen.

Den Brotpudding etwas auskühlen lassen, mit etwas Puderzucker bestäuben und dann lauwarm genießen.

Joghurt Panna Cotta mit Mokkageschmack

IMG_8542An alle Kaffeeliebhaber – dieses Dessert ist genau das Richtige für euch.

Die leicht säuerliche Note des Joghurts ergibt einen frischen Kontrast zum süßen Kaffeegeschmack. Bei der Garnierung kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen, die Himbeeren waren gut geeignet, Orangenfilets oder ein paar frische Bananenscheiben könnte ich mir genau so gut vorstellen. Insgesamt ein leckeres und schnell vorzubereitendes Dessert.

Joghurt Panna Cotta mit Mokkageschmack für 4 Personen

Zutaten:

  • 2 dl Sahne
  • 20 g echter Vanillezucker
  • 30 g Zucker
  • 2 leicht gehäufte TL Instant – Espressopulver
  • 2 Gelatineblätter
  • 2 dl Griechischer Joghurt
  • 1 dl Milch
  • Himbeeren, Raspelschokolade, Kakao- oder Kaffeepulver zur Garnierung

Zubereitung:

Die Gelatineblätter in einer Schale mit kaltem Wasser für ca. 10 Minuten einweichen. Die Blätter müssen dabei vollständig mit Wasser bedeckt sein.

Sahne, Vanillezucker und Zucker in einem Topf mit dickem Boden einmal aufkochen lassen. Dabei rühren, damit nichts anbrennt und der Zucker aufgelöst wird.

Den Topf von der Herdplatte nehmen und das Espressopulver einrühren. Alles erneut aufkochen, danach etwas abkühlen lassen.

Die Gelatineplatten aus dem Wasser nehmen und etwas ausdrücken. Danach in das Panna Cotta geben und verrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst haben.

In einer anderen Schüssel den Joghurt mit der Milch verschlagen. Diese Mischung in das lauwarme Panna Cotta einrühren.

Nun alles in Portionsgläser füllen und für mind. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit es durchzieht sowie kalt und fest wird.

Mit Himbeeren, Kakaopulver und weißer Raspelschokolade kurz vor dem Servieren garnieren.

Winterliches Orangen-Hirse-Dessert mit Cointreau

IMG_8381Es schneit in dicken Flocken und bei uns gibt es mitten in der Woche ein Dessert. Das kommt äußerst selten vor, denn eigentlich ist Samstag unser Nasch- und Desserttag. An dem lockte jedoch das Winterwetter zum Skifahren, so dass keine rechte Zeit für die Nachtischherstellung blieb. Dafür heute, auch schön.

Dieses orangenfrische Winterdessert begleitet uns schon mehrere Jahre und ist immer wieder ein Highlight. Der nussige Hirsegeschmack passt sehr gut zur säuerlichen Orange und zur leichten Bitternote des Likörs.

Winterliches Orangen-Hirse-Dessert mit Cointreau für 3 – 4 Personen

Zutaten:

  • 75 g Hirse
  • 1 Pr. Salz
  • 190 ml Wasser
  • 35 g Zucker
  • 1,5 TL echter Vanillezucker
  • 190 g Joghurt, naturell, gern Griechischer Joghurt
  • ca. 2 EL Cointreau oder anderer Orangenlikör
  • 2 Orangen
  • Mokkabohnen oder Schokostreusel zum Garnieren

Zubereitung:

Die Hirse gründlich mit heißem Wasser waschen, dadurch werden ggf. vorhandene Bitterstoffe ausgespült. Das Spülwasser nicht zum Kochen weiterverwenden.

Danach 190 ml Wasser in einem nicht zu kleinen Topf zum Kochen bringen und die Hirse sowie 1 Pr. Salz einrühren. Bei kleiner Hitze abgedeckt für 15 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser vollständig aufgesogen worden ist.

Nun den Zucker hinzugeben und alles für weitere 20 Minuten abgedeckt bei kleiner Hitze quellen lassen. Evtl. noch etwas Wasser ergänzen, wenn die Hirse zu trocken erscheint. Danach die Hirse auskühlen lassen.

Naturjoghurt mit dem Vanillezucker und dem Cointreau verrühren. Mit der erkalteten Hirse vermengen.

Eine Orange filetieren, die Filets in kleine Stücke schneiden. Den dabei entstehenden Saft auffangen und zusammen mit den Orangenstückchen in das Dessert geben. Abschmecken und danach im Kühlschrank für mind. 1 Stunde durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren die zweite Orange filetieren. Das Hirsedessert in Portionsschalen füllen und mit den Orangenfilets sowie den Mokkabohnen oder Schokostreuseln garnieren.

Grießpudding mit Himbeersauce

IMG_7235Samstag! Das bedeutet Desserttag bei uns! Und heute kann ich mit einem klassischen Grießpudding mit Himbeersauce aufwarten, den es schon bei meiner Oma gab. Damals allerdings meist ohne Himbeersauce, da die Himbeererntesaison im Garten kurz war und es in der DDR keine TK-Beeren zu kaufen gab. Dafür wurde jedoch jedes Mal, wenn der Pudding ohne Sauce daher kam, davon geschwärmt, dass er mit Sauce ja nochmals viel besser wäre. Das stimmt.

Auf seltsame Weise verschwand dieser Nachtisch jedoch in den folgenden Jahren von unserem Essensplan, bis ich ihm völlig unerwartet in leicht veränderter Form in Norwegen wieder begegnet bin. Wir waren nach einem freiwilligen Arbeitseinsatz auf einem Campingplatz von den beiden älteren Betreiberinnen als Dankeschön zum Essen eingeladen worden. Es gab Fischsuppe und danach Grießpudding mit roter Sauce als Dessert. Unglaublich, der Pudding schmeckte genauso wie bei meiner Oma. Nur die rote Sauce war aus einem Beerenmischsirup hergestellt, was aber auch sehr lecker war. Sehr interessant. Und wenn ein Dessert so weit verbreitet ist, dann kann es doch nur gut sein, oder? Deshalb gibt es jetzt das Rezept, eines der wenigen, bei denen ich ein Aroma verwende, aber die Bittermandeltropfen gehören einfach dazu und zwar sowohl in Norwegen als auch hier.

Grießpudding mit Himbeersauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 ml Milch
  • 45 g Weichweizengrieß
  • ca. 1,5 EL Zucker
  • 2 – 4 Tropfen Bittermandelaroma (abschmecken)
  • 200 g Himbeeren
  • Saft von 1/3 Limette
  • 1 – 1,5 EL brauner Zucker

Zubereitung:

Einen Topf mit dickem Boden verwenden. Die Milch aufkochen, nach und nach den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Es sollen sich keine Klümpchen bilden. Den Grießbrei bei schwacher Hitze 10 Minuten quellen lassen. Dabei die ganze Zeit weiter rühren, damit nichts anbrennt.

Zum Schluss Zucker und Mandelaroma unterrühren. Abschmecken, ggf. mehr Zucker oder Mandelaroma hinzufügen, bis die gewünschte Geschmacksintensität erreicht ist. Der Grießbrei ist jetzt noch relativ flüssig, erhält aber beim Abkühlen die richtige Konsistenz. Den Brei in Portionsschälchen füllen und im Kühlschrank erkalten lassen.

Für die Himbeersauce kann man frische oder tiefgekühlte (vor der Verwendung auftauen lassen) Himbeeren verwenden. Einige schöne Himbeeren zwecks Deko zur Seite legen. Die restlichen Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken, Limettensaft und Zucker untermischen. Die Zuckermenge richtet sich nach der Süße der Himbeeren, deshalb zunächst nur wenig Zucker zufügen und abschmecken. Wer die Körnchen der Himbeeren nicht mag, streicht die Masse durch ein Sieb (evtl. sollten dann mehr Himbeeren verwendet werden). Uns stören die Körnchen nicht, daher lassen wir diesen Schritt weg.

Jetzt nur noch die Himbeersauce auf dem erkalteten Grießpudding verteilen und ggf. mit Himbeeren garnieren. Traditionell genießen.

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