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Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse

IMG_2377Keine Lust auf mehr oder weniger sommerwärmegeschädigte belegte Schnitten für unterwegs? Keine Lust darauf, überteuerte und meist vollständig ungesunde Snacks von der Frittenbude oder ähnlichen Essensanbietern zu kaufen? Dann sind diese Mini-Frittatas vielleicht etwas für euch. Man könnte sie übrigens auch als herzhafte Eiermuffins bezeichnen.

Sie enthalten neben besagten Eiern weitere gesunde und nährstoffliefernde Zutaten. Sie schmecken ausgezeichnet und haben genug Transportstabilität für die Brotbüchse. Kombiniert mit etwas frischem Gemüse und / oder Obst ist der Ausflug oder der Schultag schwuppdiwupp mit einer spannenden Alternative zum klassischen Brot essenstechnisch abgedeckt.

Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse (8 Stück)

Zutaten:

  • 5 große Eier (Größe L)
  • 100 g TK-Spinat oder frischer Babyspinat
  • 200 g Cottage Cheese (körniger Frischkäse)
  • 2 – 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL gehackte Petersilie
  • ca. 1 EL gehackter Dill

Zubereitung:

Zuerst den frischen Spinat waschen und verlesen. Danach mit heißem Wasser überschütten, abtropfen lassen und ausdrücken, damit nicht die gesamte Flüssigkeit in den Muffins landet. Grob hacken.

TK-Spinat vollständig auftauen lassen und mit den Händen etwas ausdrücken, damit etwas Flüssigkeit entfernt wird.

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Röllchen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.

In einer Schüssel alle Zutaten miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Mischung abschmecken.

Ein Muffinblech mit 8 Papiertüllen auslegen und den Teig darin gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 20 – 25 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie beim vorsichtigen Wackeln am Blech auch in der Mitte eine feste Oberfläche aufweisen.

Die Mini-Frittatas auskühlen lassen und im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose bis zum Verzehr bzw. zur Mitnahme in der Brotbüchse aufbewahren.

Süßkartoffel-Lauch Frittata mit Feta

IMG_1391Frittata ist die italienische Form von Omelett, man könnte auch sagen, es ist ein Pie ohne Boden, dessen Füllung mit vielen Eiern angereichert ist. Gegenüber einem klassischen Omelett hat sie einen klaren Vorteil. Man kann sie nämlich komplett im Ofen in einer gußeisernen Pfanne oder einer Kuchenform backen. Dadurch hat man kein Problem, mit einem Herstellungsdurchgang 4 hungrige Personen satt zu bekommen. Außerdem muss man das Gebilde nicht aufwändig in der Pfanne wenden. Die Frittata ist also anfängertauglich.

Darüber hinaus zeichnet sie sich durch ihre Allseitigkeit aus, man kann in ihr fast jedes Gemüse verwenden und es schmeckt trotzdem. Bei uns gab es schon wieder Süßkartoffeln im Sonderangebot. Da war es klar, wer in diesen “Gemüsekuchen” hüpfen durfte. Gesellschaftliche Begleitung erfuhren die Süßkartoffeln durch eine Porreestange, Feta und natürlich jede Menge Eier. Dazu gab es etwas frischen Salat und schon hat man ein perfekt sättigendes, leckeres, vegetarisches Mittagessen. Sollten Reste übrig bleiben, schmeckt die Frittata auch kalt oder kurz erneut erwärmt am nächsten Tag noch.

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Süßkartoffel-Lauch Frittata mit Feta für 4 Personen

Zutaten:

  • ca. 800 g Süßkartoffeln (2 – 3 Stück)
  • 1 Porreestange
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl
  • 8 große Eier (Größe L)
  • 100 ml Milch
  • 75 g Feta
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • getrocknete Chiliflocken
  • gemahlener Kreuzkümmel
  • Paprikapulver
  • Butter zum Fetten der Form

Zubereitung:

Süßkartoffeln schälen und würfeln. Lauchstange gut waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Knoblauchzehen schälen und fein hacken.

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und darin Süßkartoffeln, Lauch sowie Knoblauch anbraten, bis die Stücke bissfest weich geworden sind. Das dauert etwa 10 Minuten, im Zweifel kostet man einfach ein Stück. Mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken, geriebener Muskatnuss, Paprikapulver und Kreuzkümmel würzen.

In einer Schüssel Eier und Milch miteinander verschlagen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Das Gemüse und den grob zerkrümelten Feta unterrühren. Danach abschmecken.

Eine auslaufsichere Kuchen- oder Pieform (26 cm Durchmesser) gut mit Butter fetten. Die Ei-Gemüsemischung einfüllen. Alles im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 35 – 40 Minuten backen bis die Eimasse fest und leicht gebräunt ist.

Vor dem Verzehr 5 Minuten auskühlen lassen, danach in Stücke schneiden.

Dazu passt ein frischer grüner Salat, man kann die Frittata jedoch auch ohne jegliches Zubehör, einfach, minimalistisch, pur genießen. Sollte etwas übrig bleiben, kann man den Rest bequem am nächsten Tag kalt oder erneut kurz aufgewärmt essen.

Zucchini Frittata

IMG_0034Frittata, eine Art Omelett italienischer Herkunft, ist eine ausgesprochen einfach herzustellende Eispeise mit Gemüse. Gesund, saftig und wohlschmeckend ist sie und damit hervorragend für die Sommerküche geeignet.

Als Gemüse durfte eine unserer großen Zucchinis in die Frittata, ergänzt um Zwiebel und Knoblauch. Die hier angegebene Menge reicht für 3 Personen als Hauptmahlzeit oder für 6 – 8 Personen als Snack oder Beilage.

Zucchini Frittata für 3 Personen oder 6 – 8 Personen als Snack

Zutaten:

  • ca. 700 g Zucchini (geputzt gewogen)
  • 1,5 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl
  • 6 Eier
  • 40 g Parmesan, gerieben
  • 50 ml Sahne
  • ca. 3/4 TL Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

Zucchini waschen, putzen und grob raspeln. Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und darin Zwiebel sowie Knoblauch anbraten, bis die Stücke glasig und weich geworden sind. Die Zucchiniraspel hinzufügen und bei voller Hitze unter häufigem Rühren mitbraten, bis die Flüssigkeit der Zucchinis verdunstet ist. Das dauert etwa 5 Minuten.

In einer Schüssel Eier, Parmesan und Sahne miteinander verschlagen. Die Zucchinistückchen unterrühren. Alles mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Danach abschmecken.

Eine auslaufsichere Kuchen- oder Pieform (26 cm Durchmesser) mit Olivenöl fetten. Die Ei-Zucchinimischung einfüllen. Alles im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 25 Minuten backen bis die Eimasse fest und leicht gebräunt ist.

Vor dem Verzehr 5 Minuten auskühlen lassen, danach in Stücke schneiden.

Dazu passen zum Beispiel ein frischer Salat oder etwas Räucherlachs, man kann die Frittata jedoch auch ohne jegliches Zubehör, einfach, minimalistisch, pur genießen.

Frittata mit Spinat und Feta

IMG_8177Nicht immer hat man Lust auf ein richtiges Mittagessen, mitunter möchte man einfach nur etwas Kleines essen, im Winter gern auch warm. Ist man allein oder zu zweit ist in solchen Fällen ein Omelett perfekt geeignet. Ab 3 Personen tendiere ich eher zur italienischen Variante, der Frittata, da man sie im Backofen herstellen kann. Als Gemüse kann man eigentlich das verwenden, was man gerade im Kühl- oder Gefrierschrank findet. Bei uns war es eine halbe Spinatpackung, so dass eine Spinat-Feta-Frittata entstanden ist.

Frittata mit Spinat und Feta für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g TK-Blattspinat, gehackt
  • 1 große Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 5 Eier
  • 3 EL Parmesan, gerieben
  • 100 g Feta
  • 50 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 1/2 – 3/4 TL getrocknete Chiliflocken
  • etwas Olivenöl zum Fetten der Form

Zubereitung:

TK-Spinat auftauen lassen und ggf. in kleine Stücke hacken. Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke schneiden.

Butter in einer großen Pfanne zerlassen und darin Zwiebel sowie Knoblauch anbraten, bis die Stücke glasig und weich geworden sind. Den Spinat hinzufügen und ebenfalls kurz mit anbraten. Mit Salz, Pfeffer und etwas geriebener Muskatnuss würzen.

In einer Schüssel Eier, Parmesan, Feta und Sahne miteinander verschlagen. Den Spinat ohne ggf. beim Braten entstandene Flüssigkeit unterrühren. Alles mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Chiliflocken würzen. Danach abschmecken.

Eine auslaufsichere Kuchen- oder Pieform (26 cm Durchmesser) mit Olivenöl fetten. Die Ei-Spinatmischung einfüllen. Alles im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 25 Minuten backen bis die Eimasse fest und leicht gebräunt ist.

Vor dem Verzehr 5 Minuten auskühlen lassen, danach in Stücke schneiden. Zur Frittata passen z. B. Tomaten oder ein gemischter Salat oder auch Räucherlachs.

Bulgur-Ruccola Salat mit Sesamlachs

IMG_7042Heute war bei uns Resteverbrauchstag. Wir hatten einiges an Salat- und Gemüseresten angesammelt, die besser heute als morgen gegessen werden sollten, damit sie noch frisch schmecken. Das gleiche galt auch für unseren halb abgeernteten Basilikumtopf. In einem Bulgursalat lassen sich diese Übrigbleibsel wunderbar verwerten. Die wichtigsten Grundzutaten für diesen Salat sind neben dem Bulgur, der Ruccola und die eingelegten roten Zwiebeln. Den Rest des Gemüses kann man frei nach Verfügbarkeit dazu kombinieren. Da wir nicht so die “nur Salat zum Mittag-Esser” sind, haben wir in Sesam panierte Lachsstückchen hinzugefügt. Eine gute Wahl.

Bulgur-Ruccola Salat mit Sesamlachs für 3 Personen

Zutaten Bulgur-Ruccola Salat:

  • 1,8 dl Bulgur
  • 3,5 dl Wasser
  • 1 TL Gemüsebrühe (instant)
  • ca. 100 g Ruccola
  • 1 Paprika
  • 2 Tomaten
  • 1/2 kleiner oder 1/4 normal großer Salatkopf
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 rote Zwiebel, mittelgroß
  • 1 EL dunkler Balsamicoessig
  • 1/2 EL brauner Zucker
  • ca. 1/2 Topf Basilikum
  • 2 EL Olivenöl
  • evtl. 1 – 2 EL Wasser
  • 3 Eier, hart gekocht
  • Salz
  • Paprikapulver

Zutaten Sesamlachs:

  • 500 g Lachsfilets
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 2,5 EL Sesam
  • geröstetes Sesamöl zum Braten

Zubereitung Salat:

Die Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Den Essig mit dem Zucker vermengen und diese Mischung über die Zwiebelstreifen gießen. Alles vermischen und abgedeckt für ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Die Eier für 8 – 10 Minuten hart kochen, danach mit kaltem Wasser abschrecken und die Eischale entfernen. Die Eier entweder halbieren oder vierteln und mit etwas Salz und Paprikapulver kurz vor dem Servieren bestreuen.

Für den Salat den Bulgur unter fließendem, kaltem Wasser waschen. Mit der Gemüsebrühe in 3,5 dl Wasser zum Kochen bringen und je nach Angaben auf der Packung fertiggaren. Unserer musste 7 Minuten köcheln. Danach den Bulgur auskühlen lassen.

Basilikumblätter abzupfen und zusammen mit dem Olivenöl und etwas Wasser mit einem Mixer zu Basilikumöl verarbeiten.

Das Basilikumöl über den gekochten Bulgur gießen und gut vermischen.

Paprika, Tomaten, Ruccola und Salat waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Danach alles unter den Bulgur heben.

Zum Schluss die eingelegten Zwiebelstücke hinzufügen und den Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitung Lachs:

Die Lachsfilets in noch leicht gefrorenem Zustand in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Stücke vollständig auftauen lassen.

Den Lachs von beiden Seiten mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Nun die Stücke in Sesam wälzen. Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Lachsstücke darin von beiden Seiten bei mittlerer Hitze für insgesamt 5 – 7 Minuten (abhängig von der Dicke der Filets) braten. Beim Braten bitte aufpassen, da die Lachsstücke klein sind, können sie schnell trocken werden, wenn man sie zu lange brät.

Den Salat auf Teller verteilen, die Lachsstücke und die Eihälften darauf anordnen und genießen.

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Bratkartoffeln mit Rührei – sächsisch gewürzt

IMG_6867“Wieso schmecken eure Bratkartoffeln anders als wenn ich sie mache? Da muss ich mal auf dem scheckenlaks nachschauen, dort hast du doch bestimmt euer Rezept stehen.” “? ” “Hmm, nein bisher nicht.” Na das muss sich natürlich schnellstmöglich ändern. Als foodblogger gerät man ziemlich leicht in die Falle, dass man eher geneigt ist, ungewöhnliche, neue Rezepte zu beschreiben als die, die man schon seit gefühlten Ewigkeiten so zubereitet und von denen man denkt, dass sie allgemein bekannt sind. Bis man sich erinnert, wie es als Kochanfänger war und man wirklich gar nichts kochen konnte. Für alle diejenigen gibt es jetzt das Bratkartoffelrezept, typisch sächsisch mit viel Majoran und Kümmel gewürzt, allerdings ohne Speck, da wir den nicht darin mögen.

Bratkartoffeln mit Rührei – sächsisch gewürzt für 3 hungrige Personen

Zutaten:

  • ca. 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2 – 2,5 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 – 3 TL Kümmel, ganz
  • ca. 2 TL gerebelter getrockneter Majoran
  • 5 Eier
  • 1 gehäufter TL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • frischer Schnittlauch
  • Gewürzgurken oder andere eingelegte Gurken
  • eingelegte Rote Bete

Zubereitung:

Für die Zubereitung von Bratkartoffeln am besten kleine festkochende Kartoffeln verwenden. Die Kartoffeln am Vorabend in Wasser gar kochen. Das dauert je nach Größe zwischen 25 und 35 Minuten, im Zweifel einfach eine der größeren Kartoffeln mit einem Messer anstechen. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln auskühlen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebeln schälen und in Stücke hacken.

Damit die Bratkartoffeln von beiden Seiten goldbraun gebraten werden können, müssen alle Scheiben mit dem Pfannenboden Kontakt haben. Man verwendet also eine wirklich große Pfanne, wenn nötig auch zwei, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.

Nun den Butterschmalz in der Pfanne erhitzen, die Bratkartoffeln hinzugeben und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Dabei nicht zu häufig wenden, sonst werden die Kartoffeln nicht braun. Mit Kümmel, Majoran, Salz und Pfeffer würzen.

Nach ca. 15 Minuten die Zwiebel hinzugeben und alles für weitere ca. 5 Minuten braten, bis die Zwiebel leicht gebräunt ist. Gibt man die Zwiebel bereits am Anfang zusammen mit den Kartoffeln in die Pfanne, wird sie zu dunkel.

Für das Rührei, Butter in einer zweiten Pfanne zerlassen. Wenn die Butter heiß ist, die Eier in die Pfanne geben, kurz stocken lassen. Danach mit einem Holzlöffel zerreißen und mit Salz würzen. Die Rühreier nun mehrmals mit einem Holzlöffel wenden und so lange braten lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben. Zum Schluss mit in Röllchen geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Die Bratkartoffeln mit dem Rührei auf Tellern anrichten. Als Zubehör eignen sich eingelegte Gurken und Rote Bete.

Enjoy!

Verlorene Eier in Senfsauce mit Kartoffeln und Möhrenrohkost

IMG_4458Die besten verlorenen Eier in Senfsauce stellte meine Tante in Schleswig-Holstein her. Immer, wenn wir sie besuchten und ich mir ein Essen wünschen durfte, war es dieses. Leider habe ich jedoch als Jugendliche nie hingeschaut, wie man auf korrekte Art und Weise die Eier “verliert”, also pochiert. Bei meinen Nachkochversuchen, getreu dem Motto, so schwer kann das doch nicht sein, kamen zunächst allerlei komische Ergebnisse zustande. Der eine oder andere von euch hat vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich das Eiweiß einfach nicht um das Eigelb herumlegen möchte, sondern sich lieber getrennt, im Wasser zerfasert, herumtreibt. Aber, und das ist wirklich toll, man kann es tatsächlich dazu zwingen, sich in ein ordentlich verlorenes Ei zu verwandeln. Hier kommen daher Rezept und Anleitung zum gelingsicheren Pochieren. Traditionell fehlt diesem Gericht ja der Gemüseanteil, um dies zu ändern, habe ich eine Möhrenrohkost hinzugefügt, die das Essen sehr gut ergänzt. Damit können wir auch unserem Vorsatz treu bleiben: “Kein Mittagessen ohne Gemüse” :-).

Verlorene Eier in Senfsauce mit Kartoffeln und Möhrenrohkost für 3 Personen

Zutaten:

  • Kartoffeln für 3 Personen
  • Möhrenrohkost ohne Zucchini, dafür 1-2 Möhren mehr verwenden
  • 6 Eier
  • ca. 1 l Wasser (die Eier müssen darin schwimmen können)
  • 2 EL Essig
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 20 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 5 dl Gemüsebrühe
  • ca. 3 EL mittelscharfer Senf
  • ca. 1 TL Zucker (je nach Schärfe des Senfs, abschmecken)
  • ca. 2 EL Kaffeesahne
  • etwas weißer Pfeffer
  • etwas Salz
  • Petersilie, gehackt

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser für ca. 20 Minuten kochen, bis sie gar sind.

Möhrenrohkost wie hier beschrieben zubereiten.

Für die Senfsauce die Zwiebel (unbedingt eine weiße verwenden, sonst wird die Sauce bräunlich-rosa) schälen und in kleine Stückchen schneiden.

Die Butter in einem Topf zerlassen. Darin die Zwiebel andünsten, bis sie glasig geworden ist. Nun das Mehl darüber stäuben und unter Rühren hell anschwitzen. Nach und nach die Gemüsebrühe angießen. Dabei ständig rühren, sonst entstehen Klümpchen. Nach dem Angießen sollte man eine dickliche Sauce erhalten haben.

Sollten sich doch Klümpchen gebildet haben, ist das nicht weiter schlimm, man kann diese einfach mithilfe eines Pürierstabs beseitigen.

Jetzt den Senf in die Sauce geben und mit etwas weißem Pfeffer, Zucker, Sahne und ggf. etwas Salz abschmecken. Die Sauce bis zum Servieren warm halten. Beim Anrichten mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Nun zum Eierverlieren. Dazu das Wasser zusammen mit dem Essig in einem Topf zum Kochen bringen. Kein Salz ins Kochwasser geben, sonst wird die Eiweißgerinnung erschwert, wodurch die Gefahr des Misslingens steigt. Die Eier einzeln oder im Zweierpack in eine kleine Metallschüssel aufschlagen.

Im Kochwasser nun mithilfe eines Quirls oder Schneebesens einen Strudel erzeugen. Die Eier aus der Metallschüssel direkt in den Strudel gleiten lassen. Den Vorgang zügig wiederholen, bis alle Eier im Wasser sind. Durch den Strudel legt sich das Eiweiß schön um das Eigelb. Die Eier nun für 4-5 Minuten in dem Wasser köcheln lassen. Mit einer Schaumkelle die Eier einzeln aus dem Topf heben und abtropfen lassen, damit die Sauce nicht wässrig wird.

Die Eier mit etwas Salz bestreuen und zusammen mit den Kartoffeln, der Möhrenrohkost und der Senfsauce anrichten.

Leckere Tomatensuppe – endlich gefunden

IMG_4915So etwas einfaches wie eine schmackhafte Tomatensuppe herzustellen, sollte nicht so schwierig sein, denkt man. Während die meisten Leute um uns herum von leckeren selbst hergestellten Tomatensuppen schwärmten, saßen wir suppentechnisch auf dem Schlauch. Viele Rezepte haben wir probiert, aber nein, keine Suppe wollte so richtig unseren Geschmack treffen. Sie waren entweder zu tomatig und irgendwie sauer oder so scharf, dass man außer scharf gar nichts anderes mehr schmeckte oder wieder so wenig gewürzt, dass sie einfach nur nach salzigem Tomatensaft schmeckten. Es war ein Kampf, bei dem wir beinahe zu dem Schluss gekommen sind, dass uns eben einfach keine Tomatensuppe schmeckt. Heute habe ich jedoch noch einen allerletzten Versuch unternommen und Treffer, jippieh, jetzt gehören wir auch zu den Menschen, die von unserer Tomatensuppe schwärmen können. Die Inspiration für das Rezept ich mir bei Fru Timian geholt, jedoch wie immer hier und da einige Änderungen vorgenommen.

Die Suppe kann man in Rekordzeit herstellen, sie schmeckt jedoch erst richtig gut, wenn man ihr 30 Minuten Zeit zum Köcheln lassen kann. Dann entfaltet sie ihr volles, leckeres Aroma nach süßen Tomaten. Als Suppeneinlage eignen sich hart gekochte Eier. Selbst gebackenes frisches Brot, wir hatten Schwarzbierbrot, ergänzt die Tomatensuppe zu einem vollständigen Mittagessen, das den Geldbeutel schont und hervorragend zu eventuell gefassten Neujahrsvorsätzen bezüglich Gewichtskontrolle passt.

Leckere Tomatensuppe für 3 Personen als Hauptspeise

Zutaten:

  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 6 getrocknete Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 – 1,5 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL Kurkuma
  • ca. 1 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 7 dl passierte Tomaten von guter Qualität
  • 3 dl Gemüsebrühe
  • 1-2 TL Zucker
  • etwas frischer Oregano
  • 3 Eier, hart gekocht
  • frisches Brot und Butter

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stückchen schneiden. Die getrockneten Tomaten ebenfalls klein schneiden.

Öl in einem Suppentopf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und getrocknete Tomaten darin zusammen mit getrocknetem Oregano, Kurkuma, Salz und Pfeffer für einige Minuten unter gelegentlichem Rühren anrösten, bis die Zwiebelstückchen glasig geworden ist.

Die passierten Tomaten und die Gemüsebrühe hinzufügen, einmal aufkochen lassen. Danach mit dem Zucker würzen und die Suppe für ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Währenddessen die Eier für 8 – 10 Minuten hart kochen, danach mit kaltem Wasser abschrecken und die Eischale entfernen. Die Eier kurz vor dem Servieren entweder halbieren oder vierteln und mit etwas Salz bestreuen.

Die Suppe abschmecken und ggf. nachwürzen. Wer möchte, kann sie pürieren. Wir fanden die getrockneten Tomatenstückchen in der Suppe gut und haben sie daher unpüriert gegessen.

Zum Servieren die zerteilten Eier in die Suppe legen und alles mit etwas frischem Oregano bestreuen. Dazu schmeckt frisches Brot mit etwas Butter bestrichen.

Genießt den frühlingshaften Januar.

Grüner Spargel mit gebratenem Lachs

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Nach einer sport- und arbeitsintensiven Woche melde ich mich nun hier im scheckenlaks wieder zurück. Der Sommer hat uns mit großer Hitze erreicht, auf den Feldern um uns herum brummen diverse Landwirtschaftsmaschinen und Traktoren, die Pferde auf der Weide wiehern und wir sind den ganzen Tag draußen – Sommeridylle pur. Was passt da besser als ein leichtes Sommeressen, das mit relativ wenigen Kohlehydraten, viel grünem Gemüse und Eiweiß (für die sportgestressten Muskeln) sowie Omega-3-Fettsäuren daherkommt?

Noch ist Spargelzeit, also am besten jetzt noch einmal einheimischen Spargel genießen.

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Grüner Spargel mit gebratenem Lachs für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Lachsfilet (3-4 Stück)
  • Saft 1/2 Zitrone
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas Öl
  • 750 g frischer grüner Spargel
  • 1/2 TL Salz pro Liter Kochwasser
  • ca. 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Butter
  • 3 weich gekochte Eier
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • 1,5 EL Butter
  • 1,5 EL Dill, fein gehackt
  • etwas Pfeffer
  • etwas Salz

Zubereitung:

Wenn man Tiefkühllachs verwendet, diesen ca. 4 Stunden vor der Zubereitung aus dem Gefrierschrank nehmen und in einer Schale auftauen lassen. Ca. 1 Stunde vor der Zubereitung die Lachsfilets mit Zitronensaft beträufeln.

Die 3 Eier für 5 – 7 Minuten kochen, je nachdem wie weich man diese mag, danach mit kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen.

Die Zwiebel schälen, fein hacken und in einer kleinen Pfanne in ca. 1 EL Butter dünsten bis die Zwiebel weich und leicht gebräunt ist.

Den Spargel waschen und den untersten Teil der Spargelstangen (ca. 2 cm) abbrechen. Grünen Spargel muss man im Gegensatz zu weißem Spargel nicht unbedingt schälen, wer dies trotzdem tun möchte, sollte nur den untersten Teil der Stangen bearbeiten. In einem großen Topf Wasser, 1/2 TL Salz pro Liter Kochwasser, 1/2 TL Zucker sowie 1 TL Butter zum Kochen bringen. Den Spargel hineingeben und für ca. 10 – 12 Minuten kochen lassen.

Während der Spargel kocht, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die Lachsfilets ringsherum salzen und pfeffern und in der Pfanne für 4-5 Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze braten. Sind die Lachsfilets noch etwas gefroren oder sehr dick, erhöht sich die Bratzeit um 2-3 Minuten pro Seite. Der Lachs sollte innen rosa und saftig sein, jedoch nicht mehr glasig rot. Auch hier gilt wieder, es ist besser den Lachs etwas zu kurz als zu lang zu braten, da er sonst trocken wird.

Nun noch die gekochten Eier schälen und in kleine Stücke schneiden. Diese mit der angebratenen Zwiebel, der Butter und dem fein gehackten Dill vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit dem gekochten Spargel anrichten.

Wer möchte kann dazu auch eine Scheibe Vollkornbrot essen, dies muss jedoch nicht sein.

Eierschecke ohne Boden

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Wie startet man am besten einen norwegisch sächsischen Kochblog? Vielleicht mit einem typischen sächsischen Kuchenrezept oder doch besser einem norwegischen Lachsrezept? Nun, da ich gerade mitten in “Kaffeesachsen” sitze, ist die Wahl doch auf DEN typischen Kuchen Sachsens gefallen, die Eierschecke (nicht umsonst heißt der blog auch “scheckenlaks”). Damit also herzlich Willkommen in unserem neuen blog.

Eierscheckenrezepte gibt es natürlich sehr viele verschiedene, es gibt sie mit oder ohne Boden, mit Schokoladenüberzug oder mit Obststückchen drin. Der größte Unterschied besteht wohl zwischen der Freiberger Eierschecke, die einen eher dünnen und leicht laufigen Scheckenguss besitzt und dem als Sächsischen oder auch Dresdner Eierschecke bezeichneten Kuchen mit dickem und luftigem Scheckenguss. Obwohl in der Nähe Freibergs aufgewachsen, war mein Favorit immer der hohe Scheckenguss, den ich als Kind am liebsten pur, also ohne “störenden” Quark und Boden gegessen hätte, was aber natürlich an der Kaffeetafel nicht so gern gesehen wurde. Inzwischen bin ich zumindest mit dem Quark unter der Scheckenmasse versöhnt.

Eierschecke ohne Boden für runde Springform (ø 28 cm)

Zutaten Quarkmasse:

  • 500 g Quark (20 %)
  • 250 g Quark (40 %)
  • 180 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1,5 Pck. Puddingpulver (1 Sahnepudding; 0,5 Vanillepudding)

Zutaten Scheckenmasse:

  • 400 ml Milch
  • 1 Pck. Vanillepudding
  • 180 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 5 Eier (getrennt)
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Da die Scheckengrundlage vor der weiteren Zubereitung noch abkühlen muss, beginnt man am besten mit dieser. Dazu vermischt man das Vanillepuddingpulver (1 Pck.) mit dem Zucker und rührt dies in etwas der kalten Milch an. Die restliche Milch und die Butter zum Kochen bringen und die Puddingmischung einrühren, einmal kurz aufkochen lassen. Danach die Masse unter gelegentlichem Rühren, damit sich keine Haut bildet, erkalten lassen.

In der Zwischenzeit die Quarkmasse herstellen. Dafür den Quark mit dem Zucker, den 2 Eiern und 1,5 Pck. Puddingpulver verrühren und in die gefettete Kuchenform geben. Dabei darauf achten, dass die Quarkmasse gleichmäßig verteilt ist.

Nun gibt man die inzwischen erkaltete Scheckenmasse in eine Schüssel. Daran anschließend trennt man die 5 Eier. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass kein Eigelb mit in das Eiweiß gerät. Die 5 Eigelbe werden einzeln in die Scheckengrundlage eingerührt. Die 5 Eiweiße werden mit einer Prise Salz zu Eischnee geschlagen, der dann vorsichtig unter die Scheckenmasse gehoben wird. Dabei ist es wichtig, den Eischnee möglichst gleichmäßig in der Scheckenmasse zu verteilen. Danach gibt man die Scheckenmasse auf die Quarkmasse in die Kuchenform.

Die Eierschecke wird bei 150 °C mit Umluft ca. 1 Stunde (Einschubhöhe 2) gebacken. Droht die Eierschecke zu dunkel zu werden, kann man sie mit etwas Backpapier abdecken. Bei Verwendung von großen Eiern, sollte man die Backzeit um 10 – 15 Minuten verlängern. Da jeder Herd unterschiedliche Backeigenschaften aufweist, sollte man am Ende der Backzeit regelmäßig den Bräunungsgrad prüfen. Nach dem Backen die Eierschecke unbedingt im Herd bei nur leicht geöffneter Herdtür (nur ein kleiner Spalt) auskühlen lassen, damit sie nicht zusammenfällt.

Die Inspiration zu diesem Rezept stammt von einer lieben Nachbarin, die seit Jahren für viele Feierlichkeiten leckere Eierschecken bäckt.