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Erdbeer-Buttermilch Smoothie

IMG_1920Gestern konnte ich einfach nicht an den schönen, dunkelroten Erdbeeren im Supermarkt vorbeigehen. So landeten sie bei uns zu Hause im Kühlschrank. Den ersten Teil der bereits gut schmeckenden Erdbeeren haben wir uns zum gemütlichen Frühstück gegönnt, der zweite ist in diesen Smoothie gewandert, den wir nach dem Training in der Sonne sitzend genossen haben. Stark zu empfehlen.

Erdbeer-Buttermilch Smoothie (3 Gläser)

Zutaten:

  • 500 ml Buttermilch
  • 350 g Erdbeeren, kühlschrankkalt
  • 3 EL zarte Haferflocken
  • 10 g geschmacksneutrales Proteinpulver (kann man natürlich auch weglassen)
  • 2 TL echter Vanillezucker
  • evtl. einige Tropfen Stevia

Zubereitung:

Erdbeeren waschen und putzen.

Alle Zutaten mit einem Mixer oder Stabpürierer zu einem Smoothie verarbeiten.

Je nach Süße der Erdbeeren evtl. noch etwas Stevia zugeben und schon kann man den Smoothie in der Sonne sitzend genießen.

Mandelmilch – selbst hergestellt

IMG_1381Mit zunehmender Anzahl von Veganern und Kuhmilchallergikern (echten oder gefühlten), ist Pflanzenmilch als Ersatz auf dem Vormarsch. Eine relativ junge und wie ich finde ganz leckere Variante ist dabei Mandelmilch. Aber: Bei einem Verkaufspreis von 2,50 € pro Liter zucke ich dann gern schon mal zusammen, besonders wenn der Mandelanteil nur 2 % beträgt. Und gleich noch ein Aber: die Zutatenliste auf der Rückseite der Packung führt meist noch deutlich mehr Inhaltsstoffe auf, als man von so einer Mandelmilch erwarten würde, so zum Beispiel Stabilisatoren, Emulgatoren und künstlich zugesetzte Vitamine (wer braucht denn sowas?). Zudem ist häufig eine ganze Menge Zucker enthalten, auch wenn Mandelmilch komplett ohne Süßungsmittel tatsächlich gewöhnungsbedürftig schmeckt, würde ich gern über die Menge des Zuckers selbst entscheiden.

Genügend Gründe also die Mandelmilch selbst herzustellen. Das ist nicht schwierig, man benötigt jedoch einen leistungsfähigen Mixer. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man zerschlägt eine bestimmte Menge Mandeln zusammen mit Wasser und etwas Zucker, so wie man es bei einem Smoothie machen würde. Dann behält man allerdings die restlichen Festbestandteile in der Milch. Das mag nicht jeder.

Alternativ kann man auch richtige Milch ohne Mandelreste herstellen.

Mandelmilch – selbst hergestellt (ca. 750 ml)

Zutaten:

  • 200 g Mandeln
  • ca. 750 ml Wasser
  • ggf. 1 – 1,5 TL Zucker oder eine entsprechende Menge anderer Süßungsmittel

Zubereitung:

Die Mandeln in reichlich kaltem Wasser über Nacht oder für 8 – 10 Stunden einweichen. Das Wasser danach abgießen.

Mandeln mit dem frischen Wasser (ca. 750 ml) und ggf. etwas Zucker mischen und in einem leistungsstarken Mixer zerschlagen, bis man eine weiße Flüssigkeit erhalten hat. Das hat bei mir ca. 2 – 3 Minuten gedauert.

Nun die Milch durch ein Leinensäckchen oder ähnliches filtern. Dabei das Säckchen gut auspressen, so dass eine relativ trockene Mandelmasse zurückbleibt.

Die Milch in ein Gefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Ich würde sie innerhalb von 2 – 3 Tagen aufbrauchen. Ähnlich wie bei Kokosmilch setzen sich festere Bestandteile der Milch ab, so dass man vor der Verwendung die Flasche gut schütteln sollte. Tja, und das war es schon mit der Herstellung von Mandelmilch.

Jetzt hat man noch Mandelmasse aus dem Leinensäckchen übrig. Diese kann man entweder wie herkömmliche gemahlene Mandeln frisch weiterverwenden und daraus zum Beispiel Kuchen oder Kekse backen. Alternativ kann man die Mandelmasse auch auf einem Blech ausbreiten und im Backofen bei 80 °C (Umluft) für etwa 1,5 Stunden trocknen. Dann erhält man so etwas wie Mandelmehl, allerdings noch mit Schalenbestandteilen. Wenn es richtig trocken ist, hält es sich in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank für mehrere Wochen.

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Kürbis-Smoothie, ein Trunk nicht nur für Halloween

IMG_7636Kürbis im Smoothie? Wirklich? Ja klar, wenn er vorher gebacken wird, ist das nicht nur kein Problem, sondern auch noch richtig lecker. Ein bisschen, wirklich nur ein bisschen Gewürzunterstützung ist dabei nicht verkehrt, auch etwas Süße von Honig und Vanillezucker nimmt er gern an.

Im Ergebnis entsteht ein schmackhafter Kürbistrunk, der sicher nicht nur zu Halloween als Dessert oder Snack Anwendung finden kann.

Kürbis-Smoothie für 3 Personen

Zutaten:

  • 280 g Kürbis (geputzt gewogen)
  • 2 Pr. Salz
  • etwas gemahlener Ingwer
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • 400 g Joghurt, naturell
  • 1 EL Saure Sahne
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • evtl. etwas Wasser
  • 2 EL gemahlener Mohn

Zubereitung:

Den Kürbis putzen, schälen und in Stücke schneiden. Mit etwas Salz, gemahlenem Ingwer und einigen getrockneten Chiliflocken würzen.

Die Kürbisstücke im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 15 – 25 Minuten backen, bis sie weich geworden sind. Danach abkühlen lassen. Die Backzeit unterscheidet sich ja nach gewähltem Kürbis und natürlich nach der Größe der Stücke. Wir hatten einen Butternut-Kürbis in kleinen ca. 1,5 cm Würfeln.

Joghurt, Saure Sahne, Honig und Vanillezucker in einem Becher mit dem gebackenen, ausgekühlten Kürbis mischen und mit einem Stabmixer gut pürieren.

Erscheint der Smoothie zu dick, kann man jetzt gern noch etwas Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Den Kürbistrunk abschmecken, in Gläser füllen und mit dem gemahlenen Mohn bestreuen.

Historischer norwegischer Zitronentrunk

IMG_9486Historische Rezepte, also richtig alte Kochanweisungen, üben auf mich einen besonderen Reiz aus. Wäre es nicht toll zu wissen, was unsere Urururgroßeltern so gegessen haben? Ich habe deshalb schon mal unseren ganzen Boden, auf dem viele Bücher lagern, durchstöbert in der Hoffnung ein möglichst altes Kochbuchexemplar zu finden. Leider erfolglos, dabei bin ich mir fast sicher, dass meine Urgroßmutter auch ein Heftchen besessen haben muss, in dem sie einiges aus ihrer Küche notiert hat. Schade, dass es wohl irgendwie verschwunden ist.

Deshalb kann ich gut verstehen, welche Begeisterung sich im norwegischen Riksarkivet (Staatsarchiv) breit gemacht haben muss, als sie auf ein altes handgeschriebenes Büchlein mit Rezepten gestoßen sind, die ungefähr aus dem Zeitraum zwischen 1750 und 1820 stammen. Spannend, auch wenn es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Rezepte aus einem wohlsituierten Haushalt handelt, die für besondere Anlässe zubereitet wurden. Alltagsrezepte hätte man wohl kaum aufgeschrieben.

Damit nun alle etwas von dem Fund hatten, haben die Archivare einen Blog gegründet, in dem sie die Rezepte veröffentlich haben. Natürlich nicht, ohne sie vorher auszuprobieren und, wenn notwendig, etwas an heutige Verhältnisse anzupassen.

Mich hatte als erstes dieser Zitronentrunk (im Original als “Citron Suppe” bezeichnet) richtig neugierig werden lassen. Eine Art Zitronenlimo musste doch auch vor reichlich 200 Jahren ähnlich wie heute hergestellt werden, oder? Nicht ganz, es kamen Eier mit hinein. Skeptisch? Ja, war ich auch. Gerinnt nicht das Eiweiß und wird das Ei beim Kochen nicht fest oder bildet Klümpchen? Nein, es geschieht nichts dergleichen. Stattdessen wird die Säure der Zitronen angenehm abgemildert, während der Kardamom der Suppe eine interessante, irgendwie typisch norwegische, Note verleiht.

Unklar bleibt allerdings, ob die Altvorderen die “Citron Suppe” kühl oder warm gegessen oder getrunken haben. Auch ist nicht klar, welche Rolle der Zucker in diesem Rezept spielt. Im Original steht nichts davon. Er könnte natürlich beim Aufschreiben einfach vergessen worden sein oder seine Zugabe wurde für so selbstverständlich gehalten, dass er nicht aufgeschrieben wurde. Dafür würde auch sprechen, dass solche Grundzutaten in den seltensten Fällen abgemessen oder gar -gewogen wurden, vielmehr dosierte man nach Gefühl. Als letzte Alternative kann es natürlich auch möglich gewesen sein, dass man die Suppe quietschesauer gegessen hat, wer weiß. Vielleicht wollte man damit das Besondere der exotischen Zitronen herausstellen.

Für uns bleiben Fragezeichen bestehen und damit ein gewisser Interpretationsspielraum. In diesem haben wir uns entschieden, dass sich die Zutaten wie eine historische Zitronenlimonade lesen, weshalb wir den norwegischen Archivaren gefolgt sind und deshalb eine Variante mit Zucker gewählt sowie die Suppe gekühlt serviert haben.

Fazit: Wir wissen, was es beim nächsten Sommerfest als Begrüßungsdrink geben wird. Genau diesen Zitronentrunk. Ich freu mich jetzt schon darauf.

Historischer norwegischer Zitronentrunk (ca. 8 dl)

Zutaten:

  • Schale von 1 großen Bio-Zitrone
  • Saft von 4 Bio-Zitronen
  • 3,3 dl Wasser
  • 1 dl Zucker (fehlt im Originalrezept)
  • 2 Eier
  • 1/2 leicht gehäufter TL gemahlener Kardamom
  • 3,3 dl Weißwein (im Original von ca. 1750 stand Rheinwein)

Zubereitung:

Die Bio-Zitrone gut waschen, danach mit einem Zestenreißer abschälen. Den Saft von allen 4 Zitronen auspressen. Alle Zutaten in einem Topf miteinander vermischen.

Unter ständigem, kräftigem Rühren bis kurz vor dem Kochpunkt erhitzen. Dabei dickt der Trunk ganz leicht ein. Abschmecken und evtl. noch etwas Kardamom ergänzen.

Alternativ könnte ich mir vorstellen, dass man den Wein erst nach dem Erhitzen des Trunks zusetzen kann, wenn man auf den Alkoholgehalt Wert legt. Das bliebe bei nächster Gelegenheit noch einmal auszuprobieren.

Danach unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen. Wenn es schnell gehen sollen, den Topf am besten in ein Wasserbad mit eiskaltem Wasser setzen.

Den Trunk durch ein Sieb gießen und dabei in eine Karaffe umfüllen. Bis zum Servieren kühl (modern: im Kühlschrank) aufbewahren.

Ananas-Kokos-Buttermilch Smoothie

IMG_8881Resteverwertung hier im Haus oder wie verarbeitet man eine angefangene Kokosmilch und eine offene Buttermilch? Smoothie? Smoothie! Als Frucht konnte ich mir Ananas zu Kokosmilch besonders gut vorstellen, daher wanderte die halbe sofort in den Mixer. Herausgekommen ist ein hellgelber aromatischer Drink, der nach Sommerwärme und Karibik schmeckt. Die Sonne hat er zwar heute noch nicht für längere Zeit hinter den Wolken vorgelockt, aber das kann ja noch werden. Vielleicht auf der Lauttour? Wäre schön.

Ananas-Kokos-Buttermilch Smoothie (3 – 4 Gläser)

Zutaten:

  • 1/2 Ananas (ca. 450 g geputzt gewogen)
  • 250 ml Kokosmilch
  • 200 ml Buttermilch
  • evtl. etwas Vanillezucker, wenn die Ananas sehr unsüß ist

Zubereitung:

Ananas schälen und putzen sowie das harte Mittelstück entfernen. Das Fruchtfleisch würfeln.

Alle Zutaten in einem Mixer pürieren. Eisgekühlt genießen und vom Sommer träumen.

Ananas-Chili-Smoothie – die Sonne im Glas

IMG_8800Trotz Sonnenfinsternis am wolkenlosen Himmel haben wir mit diesem Smoothie heute ein bisschen Sonnenlicht in unseren Gläsern eingefangen. Durch die Chilischote ist der Drink gerade scharf genug, um einen früh morgens, wenn man noch keine Lust auf ein ordentliches Frühstück hat, richtig wach zu machen. Auch nach dem Training fanden wir ihn erfrischend und gut. Jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Regentag, den können wir dann sicher mit diesem sonnengelben Smoothie aufhellen. Mal sehen, ob es funktioniert.

Ananas-Chili-Smoothie – die Sonne im Glas (3 – 4 Gläser)

Zutaten:

  • 1/2 Ananas
  • 1 orange Chilischote
  • evtl. 1 TL Vanillezucker, wenn die Ananas recht herb ist

Zubereitung:

Ananas putzen, hartes Mittelstück entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke teilen. Die Chilischote waschen, längs aufschneiden und die Kerne entfernen.

Mit einem leistungsstarken Mixer die Ananas zusammen mit der Chilischote fein pürieren. Schmeckt die Ananas nicht süß, gewinnt der Smoothie durch die Zugabe von etwas Vanillezucker.

Wer die Schärfe nicht scheut, kann gern auch 2 Chilischoten verwenden.

Den Smoothie sofort oder gut gekühlt genießen.

Rote Bete Waldbeeren Smoothie – Vitamine zum Löffeln

IMG_8808Noch hat der Frühling den Kampf gegen den Winter nicht gewonnen, es schneit aus einem tristgrauen Himmel. Ein Stimmungsaufheller wäre jetzt nicht verkehrt, oder? Wir hätten da sogar etwas anzubieten: Eine Extraladung Vitamine und Mineralstoffe in viel Farbe verpackt. Die machen sowohl der Winterstimmung als auch der Frühjahrsmüdigkeit Beine.

Die Rote Bete ist verglichen mit Spinat, Sellerie oder Möhren nicht das am leichtesten in einem Smoothie zu “versteckende” Gemüse. Sie hat einen so intensiven Eigengeschmack, dass wir mehrere Versuche benötigt haben, bis der Smoothie nicht nur gesund, sondern auch gut geschmeckt hat. Jetzt sind wir jedoch zufrieden, der Drink ist würzig, aromatisch, nicht so süß und vor allem nicht erdig.

Ehe ihr euch jetzt wundert, warum unser Smoothie in Schälchen daherkommt, wir mögen ihn eher zum Löffeln als zum Trinken, da er gern den Nachtisch nach einem leichten Mittagessen bildet. Wenn ihr ihn flüssiger haben möchtet, dann könnt ihr ihn einfach mit etwas mehr Wasser bis zur gewünschten Konsistenz verdünnen.

Rote Bete Waldbeeren Smoothie – Vitamine zum Löffeln für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g rohe Rote Bete (geschält und geputzt gewogen)
  • 130 g Waldbeeren-Mix (TK)
  • ca. 5 g frischer Ingwer (geschält gewogen)
  • 3 EL Griechischer Joghurt
  • ca. 100 ml Wasser (evtl. mehr)
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • einige getrocknete Chiliflocken

Zubereitung:

Rote Bete schälen, putzen und in Stücke schneiden. Ingwer ebenfalls schälen.

Rote Bete, Ingwer, TK-Waldbeeren, Joghurt und Wasser pürieren. Die Waldbeeren können gern noch gefroren sein, allerdings benötigt man dann einen leistungsstarken Mixer bzw. Stabpürierer.

Soviel Wasser zufügen, bis ihr die von euch gewünschte Konsistenz erreicht habt. Mit Vanillezucker und einigen Chiliflocken abschmecken. Wer sehr saure Beeren erwischt hat, kann ggf. auch noch einen weiteren TL Zucker oder Honig hinzufügen.

Mit Kokoschips, Nüssen oder Mandeln dekorieren und dem Winter eiskalt die Schulter zeigen.

Orangen-Grapefruit-Buttermilch Smoothie mit Honig und Ingwer

IMG_8714Es schnupft und hustet da draußen, fast überall und rings um uns herum. Zum Glück sind wir diesen Winter bisher verschont geblieben. Das soll auch so bleiben. Dazu kann dieser frisch-fruchtige Smoothie mit seiner ordentlichen Ladung Vitamin C einen kleinen Beitrag leisten. Er erfrischt auf angenehme Weise, besonders nach der Lauftour oder dem Training und sorgt für Energienachschub. Gut! Richtig gut sogar!

Orangen-Grapefruit-Buttermilch Smoothie mit Honig und Ingwer (4 Gläser)

Zutaten:

  • 1 Grapefruit mit rotem Fruchtfleisch, z. B. Ruby Star
  • 2 Orangen
  • 500 ml Buttermilch
  • 1,5 – 2 EL flüssiger Honig, wir Orangenblütenhonig
  • etwas frischer Ingwer, je nach Geschmack 1/4 – 1/2 TL
  • 2 Pr. Zimt

Zubereitung:

Grapefruit, Orangen und Ingwer schälen. Grapefruit filetieren, da der Smoothie sonst bitter schmecken kann. Den beim Filetieren entstehenden Saft auffangen. Orangen und Ingwer in Stücke schneiden.

Mit einem leistungsstarken Stabmixer zunächst das Fruchtfleisch und den Ingwer gut pürieren. Danach Buttermilch, Honig und Zimt hinzufügen. Die Honigmenge sollte je nach individuellem Empfinden und der Süße der Orangen bzw. der Grapefruit variiert werden.

Sofort in Gläser füllen und trinken, am besten windgeschützt in der Sonne sitzend.

Lila Herbstbeeren-Smoothie

IMG_3681Beeren sind gut für uns. Soweit kann man wohl die ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfassen. Allgemein gelten die verschiedenen Beeren mit ihren Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen als gesundheitsförderlich. In eine detaillierte Diskussion über “Superfood” oder einzelne präventive Wirkungen der Beeren möchte ich mich hier jetzt nicht einlassen. Häufig ist die wissenschaftliche Studienlage dazu zu dünn, zu widersprüchlich oder die Ergebnisse beruhen auf methodisch nicht ausgereiften Studien. Für einen Epidemiologen durchaus mitunter frustrierend, wie einzelne Produkte teuer vermarktet werden, ohne dass die angepriesenen Vorteile wirklich zuverlässig wissenschaftlich nachgewiesen worden sind.

Anyway, für mich besteht der Reiz der Beerenverarbeitung nicht zuletzt auch darin, dass diese uns teils völlig kostenlos durch die Natur zur Verfügung gestellt werden oder wir sie einfach selbst anbauen können. Deshalb verarbeiten wir mit großem Vergnügen u.a. Holunder- und Heidelbeeren, ebenso wie Brom- und Himbeeren. Einfach im Wald sammeln, verarbeiten und fertig. Ein kleines Work-out an frischer Luft gibt es gleich noch gratis dazu. Und sollte es dann am Abend regnen, kann man es sich mit diesem veganen Herbstbeeren-Smoothie auf dem Sofa bequem machen.

Jetzt bin ich schon gespannt, was den anderen Bloggern zum Eventthema Holunderbeeren auf dem Gärtnerblog eingefallen ist.

Lila Herbstbeeren-Smothie für 2 Personen (ergibt ca. 700 ml)

Zutaten:

  • 3 dl Holunderbeersaft
  • 2 Handvoll Heidelbeeren
  • 10 – 15 Aronia* (botanisch keine Beere, ich weiß)
  • 1 Handvoll schwarze Johannisbeeren (im Sommer eingefrostet)
  • 1 Handvoll Brombeeren
  • 3 dl Hafermilch, alternativ Reis- oder Mandelmilch
  • ggf. noch ein bisschen Zucker, wenn notwendig

Zubereitung:

Den Holunderbeersaft wie hier beschrieben herstellen. Die restlichen Beeren waschen und ggf. verlesen.

Nun alle Zutaten mit Ausnahme des Zuckers in einen Mixer geben und gut pürieren. Sollte der Smoothie zu dick erscheinen, dann einfach etwas mehr Hafermilch dazugeben.

Anstelle der Hafermilch kann man ebenso Reis- oder Mandelmilch verwenden, unser Favorit ist in diesem Fall jedoch die Hafervariante.

Nun den Smoothie eventuell noch mit etwas Zucker oder einem Steviaprodukt abschmecken, wenn einem dies als notwendig erscheint.

Damit bleibt nur noch zu sagen: Enjoy and relax!

* Noch eine kleine Anmerkung zur Aronia. Roh enthält diese geringe Mengen an Blausäure, die unser Körper jedoch gut entschärfen kann. Trotzdem würde ich keine großen Mengen rohe Aronias essen. Wer besondere Bedenken hinsichtlich der Blausäure hat, könnte die kleinen Kerne, die in der Aronia enthalten sind, entfernen. In diesen befindet sich die höchste Konzentration an Blausäure. Der Vorteil der Rohverarbeitung der Aronia liegt darin, dass alle Vitamine unbeschadet erhalten bleiben. Daher sollte jeder selbst für sich Vor- und Nachteil der Verwendung roher Aronias abwägen, der Smoothie schmeckt sicher auch ohne Aronia.

Holunderbeersaft ohne Entsafter

IMG_3645Die Holunderbeersaison hat bei uns noch nicht begonnen, allerdings sind wir hier im Erzgebirge auch immer spät dran, wenn es um die Ernte verschiedener Beeren geht. Damit die Rezepte nicht wieder zu spät für diejenigen kommen, die in wärmeren Bereichen Deutschlands wohnen, habe ich zwei Rezepte vom letzten Jahr hervorgeholt, die ich mit euch teilen will. Im ersten entsteht Holunderbeersaft, den man wunderbar mit Wasser oder Tee mischen oder als Grundlage für Smoothies verwenden kann. Zur Saftherstellung benötigt man in diesem Fall keinen Entsafter, sondern nur einen Topf, ein Sieb, ein Tuch und seine Hände. Falls ihr noch allgemeine Hinweise zum Pflücken und Putzen der Holunderbeeren benötigt, könnt ihr diese hier finden.

Holunderbeersaft (ca. 1,3 l)

Zutaten:

  • 500 g Holunderbeeren (geputzt gewogen)
  • 1 l Wasser
  • 1 Zimtstange
  • ca. 50 g Zucker
  • Saft 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Die reifen Holunderbeerdolden pflücken und in einem offenen Pappkorb ggf. bis zur Verarbeitung kühl zwischenlagern. Die Dolden gut waschen, danach die Beeren von den Dolden streifen. Dabei darauf achten, grüne (roh giftig) und vertrocknete (geben keinen Saft mehr) Beeren ebenso wie Kleingetier auszulesen.

Die Beeren in einem großen Topf (Holunderbeeren schäumen beim Kochen) zusammen mit dem Wasser, der Zimtstange und dem Zucker aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis sie anfangen zu zerfallen. Die Zimtstange entfernen. Danach alles in mehreren Durchgängen in ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb, das auf einer großen Schüssel steht, gießen und abtropfen lassen. Damit man eine möglichst große Saftausbeute erhält, ist es ratsam, das Tuch mitsamt den Beeren mit der Hand auszupressen. Dafür müssen die Beeren jedoch noch ordentlich heiß sein, gleichzeitig können sie nur in relativ kleinen Portionen ausgedrückt werden. Das ist für die Hände mit der Zeit unangenehm heiß. Die Beeren färben außerdem sowohl Tuch als auch Hände, dort besonders die Fingernägelränder, sehr schön lila ein, das sollte man also bedenken, falls man am Abend noch etwas vorhat ;-).

Den so erhaltenen Saft nochmals kurz aufkochen, danach mit Zitronensaft und ggf. weiterem Zucker abschmecken.

Den Saft kalt oder warm, verdünnt mit Wasser oder Tee trinken. Auch in lila Smoothies macht er sich gut, ein Rezept dazu gibt es morgen.

Der Saft verfügt über nicht genug Zucker, um lange haltbar zu sein, daher am besten kühl lagern und innerhalb der nächsten 2 – 3 Tage aufbrauchen.