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Indisch gewürzte Hackfleischbällchen in Kokosmilchsauce

img_2961Sich endlich einmal wieder quer durch den Gewürzschrank kochen, genau das kann man mit diesen indisch gewürzten Hackfleischbällchen, die in einer nicht zu scharfen, jedoch ungeheuer wärmenden, cremigen Sauce baden.

Praktischerweise bäckt man bei diesem Rezept die Fleischbällchen im Herd, so dass das spritzende Anbraten in der Pfanne entfällt. Das bedeutet, hat man alle Gewürze zusammengesucht, ist das Essen trotz der längeren Zutatenliste relativ schnell auf dem Tisch.

Indisch gewürzte Hackfleischbällchen in Kokosmilchsauce für 4 Personen

Zutaten:

  • 190 g Basmatireis
  • 3,2 dl Wasser
  • etwas Salz
  • 500 g Hackfleisch (Schwein)
  • 1 Scheibe Toastbrot
  • etwas Milch oder Wasser zum Einweichen
  • 1 großes Ei
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • knapp 1/4 TL gemahlene Nelken (Vorsicht beim Würzen, Nelken schmecken sehr intensiv)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 große Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • frischer Ingwer (Stück ca. 3/4 Daumen groß)
  • 3 EL Olivenöl oder Ghee (geklärte Butter)
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Zimt, ggf. etwas mehr
  • 4 dl Kokosmilch
  • 2 gehäufte EL griechischer Joghurt
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • etwas Cayennepfeffer
  • Salz
  • Pfeffer
  • einige Spritzer Limettensaft
  • frischer Koriander zum Garnieren, alt. Petersilie

Zubereitung:

Für die Hackfleischbällchen das Toastbrot in etwas Milch einweichen. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Danach alle Zutaten für die Bällchen vermischen und gut durchkneten. Den Teig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit nassen Händen 16 kleine Bällchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.

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Die Bällchen im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 15 Minuten backen. Sie erhalten dabei eine leichte Bräunung. Danach dürfen sie noch ca. 10 Minuten in der Sauce baden.

Währenddessen die Sauce zubereiten. Dafür Zwiebel, Knoblauchzehen und Ingwer schälen und grob hacken. Danach in Öl in einem Topf anschwitzen. Die Zwiebel soll dabei nicht bräunen. Koriander, Kurkuma und Zimt hinzufügen und bei mittlerer Hitze mitbraten lassen, bis sie anfangen zu duften.

Kokosmilch und Joghurt hinzugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren. Für 5 Minuten köcheln lassen. Die gemahlenen Mandeln hinzufügen und die Sauce mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer bis zur gewünschten Schärfe würzen. Etwas Limettensaft liefert eine angenehm säuerlich frische Note. Schmeckt die Sauce wie gewünscht, dürfen die gebackenen Fleischbällchen hinein und für weitere 10 Minuten mitköcheln. Vor dem Genuss mit einigen frischen Korianderblättern bestreuen, als Alternative kann auch frische Petersilie genutzt werden.

Den Reis in einem Topf mit dickem Boden zusammen mit dem Wasser und dem Salz zum Kochen bringen und für 10 – 15 Minuten (siehe Packungsanweisung) köcheln lassen. Den Reis vor dem Servieren mit einer Gabel etwas auflockern.

Dazu passt ein grüner Salat oder Raita, ein indischer Gurken-Joghurt Salat.

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Blumenkohl-Tomatensuppe: Indian Style

IMG_2066Dieser Suppe merkt man beim ersten Löffel den Blumenkohlgehalt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an. Sie schmeckt hingegen herrlich würzig und nach Urlaub in Indien. Das feucht schwüle Wetter passt ja schon einmal perfekt dazu. Eine wohlschmeckende, vegetarische (ohne Joghurteinlage vegane) Suppe für alle, die die Gewürze Indiens lieben.

Blumenkohl-Tomatensuppe: Indian Style für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • ca. 12 g frischer Ingwer (geschält gewogen)
  • 1/2 rote Chilischote (ca. 8 g)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl oder Ghee (geklärte Butter)
  • 3/4 TL gemahlener Koriander
  • 3/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • etwas schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • ca. 1/2 TL Zucker
  • ca. 350 g Blumenkohl
  • 250 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 7 dl Gemüsebrühe
  • frische Minze oder Zitronenmelisse
  • frischer Koriander
  • ca. 3 EL Joghurt, naturell

Zubereitung:

Gewürze zusammensuchen und abmessen.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und hacken. Die Chilischote in feine Stückchen schneiden, dabei die Kerne entfernen. Blumenkohl putzen und in Röschen zerteilen.

Öl in einem Suppentopf erhitzen und darin die Zwiebel glasig anbraten, bis sie weich geworden ist. Knoblauch, Ingwer, Chilischote sowie die Gewürze hinzufügen und für kurze Zeit mitbraten lassen. Zum Schluss darf der Blumenkohl zum ebenfalls kurzen Braten mit dazu.

Tomaten und Gemüsebrühe hinzufügen und alles abgedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit etwas Salz, Zucker, getrockneten Chiliflocken und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Die Suppe mit etwas Joghurt und frischem Koriander und ggf. Minze- oder Zitronenmelisseblättchen bestreut genießen.

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Gulasch mit indischen Gewürzen und Cashewkernen

IMG_9655Hah, nicht nur wir Menschen können verreisen, auch unser Schwarzbiergulasch war unterwegs und hat sich in Indien umgesehen, virtuell natürlich. Als Reisemitbringsel hat er sich mit einigen, exotischen Gewürzen angereichert und mit Cashewkernen zusammengetan. Auf seiner Reise hat er zudem die Kartoffeln und das Sauerkraut verloren, stattdessen ist er nun mit einem hübschen, currygelben und würzigen Couscous liiert.

Uns bleibt angesichts dieses Abenteuers nur zu sagen, dass die neue Verbindung ebenso glücklich ausgefallen ist wie die alte. Sie ist exotischer, spannend und weckt ganz ordentlich die Urlaubsstimmung.

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Gulasch mit indischen Gewürzen und Cashewnüssen für 4 Personen

Zutaten:

  • 600 g Schweinefleisch
  • 2 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 Möhren
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 3 dl Schwarzbier
  • 1 Dose Stückige Tomaten (400 g)
  • 1 Zimtstange
  • 2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • ca. 3/4 TL getrocknete Chiliflocken
  • etwas Zucker
  • etwas Limettensaft
  • frischer Koriander oder frische Petersilie
  • 2 Handvoll Cashewkerne
  • 190 g Couscous
  • 225 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 EL Butter
  • ca. 1 TL Curry
  • frischer Koriander oder frische Petersilie

Zubereitung:

Schweinefleisch, am besten noch im leicht gefrorenen Zustand, in Würfel schneiden.

Knoblauchzehen, Zwiebeln und Möhren schälen und putzen. Knoblauch fein, Zwiebeln grob hacken, Möhren in große Stücke zerschneiden.

Auf dem Herd eine große Pfanne und einen Fleischtopf bereitstellen.

Den Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die gewürzten Gulaschstücke darin von jeder Seite anbraten, bis sie ringsherum gebräunt sind. Dafür ist es wichtig, dass alle Fleischstücke mit dem Pfannenboden in Berührung kommen. Deshalb am besten in 2 oder 3 Durchgängen braten. Das Fleisch nach dem Braten mit Salz und Pfeffer würzen und in den Fleischtopf umfüllen.

Danach Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und den Kreuzkümmelsamen in der Pfanne anbraten, bis die Zwiebeln glasig bis leicht gebräunt sind. Ebenfalls in den Fleischtopf umfüllen.

Nun mit der Hälfte des Schwarzbiers die Pfanne “deglasieren”, d.h. auskochen. Dazu das Bier in die heiße Pfanne gießen, alles einmal aufkochen und währenddessen mit einem hölzernen Pfannenwender den Pfannenboden abschaben. Dadurch nimmt das Bier die Röstaromen des Fleisch- und Gemüseanbratens auf. Das Bier nun in den Fleischtopf umgießen.

Das restliche Bier, die stückigen Tomaten sowie die Gewürze (außer Zucker und Limettensaft) in den Fleischtopf geben und kurz umrühren. Es sollte soviel Flüssigkeit zugegeben werden, dass das Fleisch knapp davon bedeckt ist.

Ab jetzt sollte man dem Gulasch ca. 1,5 Stunden Zeit geben, in dem er bei geringer Hitze abgedeckt vor sich hinköcheln kann. Dann zieht er ordentlich durch und entwickelt sein volles Aroma.

10 Minuten vor Ende der Kochzeit den Deckel entfernen und den Gulasch offen weiter köcheln lassen. Sollte die Sauce zu dünn sein, diese mit etwas in Wasser verquirltem Mehl andicken. Ganz zum Schluss den Gulasch mit etwas Zucker, Salz, ggf. weiteren Chiliflocken und Limettensaft abschmecken. Mit den Cashewkernen sowie frischem Koriander oder gehackter Petersilie bestreuen.

Für die Zubereitung des Couscous, die Gemüsebrühe zusammen mit der Butter und dem Currypulver in einem Topf aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen, den Couscous einrühren und abgedeckt 5 Minuten quellen lassen. Dabei saugt der Couscous die gesamte Flüssigkeit auf. Den Couscous danach mit einer Gabel auflockern. Kurz vor dem Servieren mit frischem Koriander oder etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Den exotischen Gulasch zusammen mit dem Couscous genießen.

Raita – indischer Gurken-Joghurt Salat

Raita ist ein indischer Gurken-Joghurt Salat, der eine frische Ergänzung zu z. B. einem Curry darstellt. Man könnte auch sagen, dass dies das indisches Pendant zu griechischem Tzatziki ist, natürlich mit deutlich anderer Würzung.

Raitarezepte gibt es verschiedene, bei diesem hier hat uns besonders der Geschmack des gerösteten Kreuzkümmels gefallen. Die ergänzte Minze und Zitronenmelisse verleihen extra Frische und bilden einen interessanten Kontrast zum Kreuzkümmel.

Raita für 3 Personen

Zutaten:

  • 3/4 Gurke
  • 350 g Naturjoghurt
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 3/4 grüne milde Chilischote
  • 3/4 TL Kreuzkümmel, ganz
  • knapp 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer
  • ca. 1 EL gehackte frische Minze, Zitronenmelisse oder frischen Koriander

Zubereitung:

Die Gurke waschen, ggf. schälen und raspeln. Die Zwiebel schälen und sehr klein schneiden. Die Chilischote ebenfalls fein hacken, vorher die Kerne und die Innenhäutchen entfernen. Kräuter hacken.

Den Kreuzkümmelsamen in einer heißen Pfanne ohne Zugabe von Fettigkeit kurz anrösten, bis er anfängt zu duften. Das dauert 1 – 2 Minuten. Den Kreuzkümmel danach in einem Mörser fein zerstoßen.

Nun alle Gewürze mit dem Joghurt vermischen. Danach Gurke, Zwiebel, Chilischote und die Kräuter unterheben. Zum Schluss abschmecken nicht vergessen. Wer das Raita eher scharf mag, muss sicher die Cayennepfeffer- und Pfeffermenge etwas erhöhen.

Das Raita vor dem Servieren für mindestens 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.

Wir haben das Raita zusammen mit einem Kürbiscurry gegessen, eine ausgezeichnete Kombination.

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Indisch: Kürbiscurry mit Reis

IMG_7374Das war jetzt aber ein abrupter Wetterumschwung. Am Sonntag noch 20 °C, am Mittwoch die ersten Schneeflocken und heute Nebel total mit Nieselregen, diesem gemeinen, der sich überall hinlegt und einen so richtig durchfeuchtet. Laufrunde musste natürlich trotzdem sein und es war toll, ok, vielleicht nicht ganz während der Tour, aber hinterher dafür umso mehr. Voller Energie habe ich mich ans Essenkochen gemacht – und was passt besser zu diesem Wetter als ein indisches wärmendes Gericht? Vielleicht auch noch in Sonnenorange? Kürbiscurry, namm! Dazu gab es Thai-Duftreis, Basmatireis wäre jedoch genauso gut geeignet gewesen und Raita, einen indischen Gurken-Joghurt Salat. So lecker schmeckt der Herbst, kann ich dazu nur sagen.

Das Curry ist nicht zu scharf und besticht durch seinen Kontrast zwischen süßlichem Kürbis und der milden Schärfe der Gewürze. Ein weiterer Vorteil dieses Currys besteht darin, dass nicht zu exotische Gewürze verwendet werden. Zu dem Rezept habe ich mich übrigens von einem wunderbaren indisch-norwegischem blog inspirieren lassen und es mit einigen kleinen Änderungen nachgekocht.

Indisch: Kürbiscurry mit Reis für 3 Personen

Zutaten:

  • 700 g Hokkaido oder anderer festfleischiger Kürbis (geputzt gewogen)
  • 1,5 EL Butterschmalz bzw. für die vegane Variante Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Tomaten, möglichst reif und weich
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 3/4 TL gemahlener Koriander
  • ca. 1 TL Salz
  • 1/4 – 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • 1 grüne milde Chilischote
  • 1 EL frischer gehackter Ingwer (ca. 10 g)
  • ca. 1/2 TL Zucker
  • 2 dl Wasser
  • 180 g Thai-Duftreis oder Basmatireis
  • 3 dl Wasser
  • etwas Salz

Zubereitung:

Den Hokkaido waschen, das faserige Innere mit den Kernen entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Verwendet man einen Hokkaido muss man den Kürbis nicht schälen, sonst schon. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Die Chilischote aufschneiden, Kerne und Häutchen entfernen, danach die Schote ebenfalls sehr fein hacken. Tomaten waschen und in Würfel schneiden.

Butterschmalz bzw. Öl in einem Topf erhitzen. Darin Zwiebel, Knoblauch und Kreuzkümmel anbraten, bis die Zwiebel glasig und weich, jedoch nicht braun, geworden ist.

Nun die Tomatenwürfel hinzugeben und alles abgedeckt für ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten Flüssigkeit abgeben haben. Danach den gehackten Ingwer und die weiteren Gewürze bis auf das Garam Masala hinzufügen und abgedeckt für eine weitere Minute köcheln lassen.

Jetzt den Kürbis und das Wasser hineingeben. Alles abgedeckt für ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kürbisstücke passend gar geworden sind. Dabei gelegentlich im Curry rühren, damit sich nichts am Topfboden festsetzt.

Zum Schluss das Garam Masala einrühren und mit abschmecken. Etwas frischer Koriander macht sich sicher gut auf dem Kürbiscurry, wir hatten nur gerade keinen verfügbar.

Den Reis in einem Topf mit dickem Boden zusammen mit dem Wasser und dem Salz zum Kochen bringen und für ca. 15 Minuten (siehe Packungsanweisung) köcheln lassen. Den Reis vor dem Servieren mit einer Gabel etwas auflockern.

Das Kürbiscurry zusammen mit dem Reis oder frischem Naan und Raita anrichten.

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Indisch: Gemüse Reis (Sabzi Pulao) mit warmer Joghurt-Sauce (Kadhi)

IMG_2553Indisch – herrlich. Hat noch jemand Lust bei diesem trüben Wetter, sich durch die “Hälfte” des Gewürzschrankes zu kochen? Gut, dann habe ich heute ein leckeres Rezept für euch. Es gibt einen angenehm würzigen Gemüsereis mit warmer Joghurtsauce. Hört sich ungewöhnlich an, ist aber auf jeden Fall die Mühe wert.

Allerdings sollte man möglichst alle Gewürze auf Lager haben, sonst läuft man Gefahr, dass es einfach nicht richtig gut schmecken will. Für die Sauce haben wir festgestellt, dass sowohl Kichererbsenmehl als auch Curryblätter essentiell für den ausgewogenen Geschmack sind. Kichererbsenmehl kann man inzwischen in einigen großen Supermärkten, auf jeden Fall jedoch in Naturkostläden kaufen. Curryblätter sind schwieriger zu bekommen, am besten bestellt man sie über einen Gewürzversand im Internet.

So, jetzt gehts aber los, deshalb ran an den Gewürzschrank. Ach ja, das Rezept habe ich übrigens aus dem Kochbuch: “Indisch vegetarisch”, mit einigen kleinen Änderungen nachgekocht.

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Gemüse-Reis mit Kadhi-Sauce für 3 Personen

Zutaten Reis:

  • 200 g Basmatireis
  • 2 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1 kleine Zwiebel
  • Samen von 2 Kardamomkapseln
  • 3 Nelken
  • 4 schwarze Pfefferkörner
  • 100 g Erbsen (TK)
  • 1 große Möhre
  • 2 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
  • 1 Handvoll Cashewnüsse
  • Saft von 1/2 kleinen Zitrone
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • ca. 1/2 TL Salz
  • ca. 270 ml heißes Wasser
  • frische Korianderblätter zum Garnieren

Zutaten Sauce:

  • 250 ml Naturjoghurt, 3,5 % Fett
  • 1 EL Kichererbsenmehl (Besan)
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 3/4 grüne Chilischote, gehackt
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Kurkumapulver
  • ca. 1/2 l Wasser
  • 1 TL Ghee oder Butterschmalz
  • 2 Nelken
  • 1/4 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 2 Curryblätter (nicht durch Curry ersetzbar)
  • frische Korianderblätter zum Garnieren

Zubereitung Reis:

Zwiebel schälen und in Stücke schneiden. Möhre und Kartoffeln schälen und in Scheiben bzw. Würfel schneiden.

Butterschmalz in einem Topf erhitzen, die Kreuzkümmelsamen hinzugeben und so lange braten lassen, bis sie anfangen zu platzen. Jetzt die Zwiebelstücke hinzufügen und glasig andünsten.

Das Wasser in einem Wasserkocher erhitzen.

Kardamom, Nelken und Pfefferkörner hineingeben und ebenfalls kurz mit anbraten lassen.

Nun Reis, Möhre, Kartoffeln, Erbsen, Cashewnüsse, Zitronensaft, Kurkuma und Salz in den Topf geben und einmal gut umrühren. Das heiße Wasser hineingießen und alles einmal aufkochen lassen. Den Gemüsereis bei geringer Hitze abgedeckt für 20 – 25 Minuten köcheln lassen.

Abschmecken, ggf. nachwürzen. Den Reis vor dem Servieren mit einer Gabel auflockern und mit frischen Korianderblättern bestreuen.

Zubereitung Sauce:

Die Chilischote aufschneiden, Kerne entfernen, danach fein hacken.

Joghurt, Kichererbsenmehl, Zucker, gemahlenen Kreuzkümmel, fein gehackte Chilischote, Salz und Kurkumapulver in eine Schüssel geben und gut verrühren. Das Wasser angießen und alles gut verschlagen, bis die Sauce klümpchenfrei ist.

Den Butterschmalz in einem großen Topf mit dickem Boden erhitzen und darin die Nelken, den Kreuzkümmelsamen und die Curryblätter für ca. 1/2 Minute anrösten, bis sie duften und leicht gebräunt sind.

Die Joghurtmischung in den Topf gießen und unter ständigem Rühren bei großer Hitze zum Kochen bringen. Kurz köcheln lassen, nochmals kräftig durchrühren. Abschmecken, evtl. noch mehr Salz oder Zucker zufügen.

Die Sauce mit den Korianderblättern bestreuen und warm zusammen mit dem Reis servieren.

Parippu – ein Linsengericht (Dhal) aus Sri Lanka

IMG_5922Ich liebe Dhals, diese cremigen, würzig-scharfen Linsen. Bisher kannte ich nur indische Varianten, bei einer Suche nach exotischen Rezepten bin ich jedoch auf Parippu gestoßen. Lustiger Name, oder? Daher öffnete ich die Rezepte-Seiten und fand, dass auch in Sri Lanka wunderbare Linsen gegessen werden. Da war klar, dass das als nächstes auf unseren Essensplan gesetzt werden musste. Montags gibt es bei uns meist etwas Vegetarisches, da passt Parippu also hervorragend. Wenn es etwas Negatives an Dhals gibt, dann ist es, dass sie nicht so fotogen sind, aber der Geschmack, der ist einfach nur himmlisch. Daher nun ruckzuck zum Rezept, von dem es im Internet eine Vielzahl von Varianten gibt. Ich habe aus mehreren kombiniert, u.a. danach, was in unserem Gewürzschrank vorhanden ist. Bei diesem Parippu wird am Ende eine Art Gewürzbutter hinzugefügt, was den Linsen zusätzlich Geschmack verleiht, daher Vorsicht mit der Schärfe beim vorherigen Abschmecken. Die Linsen kann man zusammen mit Reis oder Naan oder anderem indischen Brot essen.

Parippu ist auch toll für Veganer geeignet, wenn man die Butter durch Öl ersetzt.

Parippu – ein Linsengericht (Dhal) aus Sri Lanka für 3 Personen

Zutaten:

  • ca. 1/2 EL Butter, Öl oder Ghee (geklärte Butter)
  • 200 g rote Linsen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 große Tomate
  • 400 ml Kokosmilch
  • ca. 150 ml Wasser
  • 1/2 grüne Chilischote, evtl. mehr nach Abschmecken
  • 3/4 TL Kurkuma
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 Pr. Zucker
  • etwas Salz
  • 1 Frühlingszwiebel
  • einige frische Korianderblätter
  • ca. 1 EL Butter oder Öl oder Ghee (geklärte Butter)
  • 1 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1/2 TL schwarze Senfkörner
  • 1 kleine Zwiebel
  • ca. 1 TL gerebelte Curryblätter
  • Reis für 3 Personen

Zubereitung:

Die Linsen unter fließendem Wasser gut waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Zwiebel, Frühlingszwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die grünen Röllchen der Frühlingszwiebeln zur Seite stellen, sie kommen erst zum Schluss auf das Parippu. Tomate waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Chilischote waschen, längsseitig aufschneiden, die Kerne entfernen und die Schote fein hacken.

Für das Dhal in einem Topf die Butter zerlassen und darin Zwiebel, Knoblauchzehe, Chilischote und Gewürze unter Rühren kurz anbraten, bis alles anfängt zu duften und die Zwiebel glasig geworden ist.

Alle weiteren Zutaten mit Ausnahme des Wassers und Salzes hinzufügen und alles für 20 bis 30  Minuten abgedeckt köcheln lassen, bis die Linsen breiartig zerfallen sind. Zwischendurch immer mal umrühren. Sollte das Dhal zu trocken erscheinen, dann etwas Wasser hinzufügen.

Zum Schluss mit Salz abschmecken.

Für die Gewürzbutter die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und Senfkörner sowie Kreuzkümmel darin anrösten, bis die Körner bzw. Samen anfangen aufzuplatzen. Jetzt die Temperatur reduzieren und Zwiebel sowie Curryblätter hinzufügen. Alles so lange braten lassen, bis die Zwiebel leicht gebräunt ist und es wunderbar in der Küche duftet.

Die Gewürzbutter in das Dhal geben und für 2 bis 3 Minuten durchziehen lassen, danach nochmals abschmecken. Zum Schluss das Dhal mit frischen Korianderblättern und den grünen Frühlingszwiebelröllchen bestreuen.

Den Reis entsprechend der Packungsanweisung zubereiten.

Parippu zusammen mit dem Reis genießen.

Herrliches Gemüsecurry mit Basmatireis

IMG_4638Mehr Gemüse auf den Teller? Kein Problem mit diesem herrlichen, schmackhaften und farbenfrohen Gemüsecurry, das mehrere Gemüsearten mit leckeren Gewürzen kombiniert. Lasst Euch nicht durch die lange Zutatenliste abschrecken, das Curry lohnt die Mühe und allzu exotische Zutaten sind nicht enthalten.

Gemüsecurry mit Basmatireis für 4 – 5 Personen

Zutaten: 

  • Basmatireis für 4 – 5 Personen (ca. 250 g)
  • 4 mittelgroße Möhren
  • 2 kleinere Süßkartoffeln (ca. 250 g)
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1 Stück Sellerie (ca. 150 g)
  • 2 Paprikaschoten (1 grün, 1 rot)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 400 ml Kokosmilch (1 Dose)
  • ca. 100 ml Wasser
  • 1 Limette, Saft
  • 70 g Tomatenmark (1 kleine Dose)
  • ca. 2 cm frischer Ingwer
  • 1 rote Chilischote, scharf
  • 2 EL Erdnussbutter
  • ca. 1 EL Sojasauce
  • ca. 1 TL Zucker
  • 3/4 – 1 TL Salz
  • etwas Zimt
  • etwas gemahlener Koriander
  • etwas Garam Masala
  • etwas Pfeffer

Zubereitung: 

Für die Zubereitung des Currys beginnt man mit dem Gemüseputzen. Dazu das Wurzelgemüse schälen und in kleine Scheiben bzw. ca. 1 cm große Stücke schneiden.

Zwiebeln, Knoblauchzehen, Frühlingszwiebeln und Paprikaschoten ebenfalls putzen und in kleine Stücke schneiden.

Die Chilischote längs aufschneiden, die Kerne entfernen und die Schote fein hacken. Den Ingwer schälen und ebenfalls fein zerteilen. Die Limette auspressen.

Das Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Wurzelgemüsestücke für ca. 5 Minuten unter Rühren anbraten. Danach Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Chilischote und Ingwer hinzufügen und alles kurz weiterbraten lassen.

Währenddessen das Wasser z. B. im Wasserkocher erhitzen und über die Erdnussbutter gießen. Unter Rühren die Erdnussbutter vollständig darin auflösen. Nun das Tomatenmark, die Sojasauce sowie den Limettensaft hinzufügen und alles gut verrühren. Die Saucenmischung danach zusammen mit der Kokosmilch über das Gemüse in der Pfanne gießen.

Bei der Kokosmilch kann man sowohl die Light- als auch die Vollfettvariante verwenden. Mit der Lightvariante wird das Curry nur etwas flüssiger. IMG_4632

Das Curry nun einmal aufkochen lassen, mit einem Deckel abdecken und für ca. 25 Minuten köcheln, bis die Gemüsestücke weich geworden sind.

Zum Schluss das Curry mit gemahlenem Koriander, etwas Zucker, Salz, Pfeffer, Zimt und Garam Masala abschmecken. Da die Sojasauce bereits salzig ist, unbedingt vor dem salzen das Curry kosten. Je nach Schärfegrad der Chilischote evtl. noch ein paar getrocknete Chiliflocken hinzufügen.

Nun nur noch den Reis entsprechend der Anweisung auf der Packung in Wasser gar kochen, schon ist alles genussfertig.

Indisch: Gemüse in Joghurt

IMG_5169Indisches Gemüse in Joghurt, hört sich zunächst für uns eher ungewöhnlich an, ist jedoch eine frische und durch den Joghurt schärfedämpfende interessante Beilage zu z. B. scharfen Reisgerichten. Auch ein indisches Menü wird durch dieses Gericht sowohl optisch als auch geschmacklich bereichert. Wenn ihr also ebenfalls mitunter nicht wisst, was ihr zu Reis, Curry und Co. essen könnt, probiert Gemüse in Joghurt. Außerdem lässt sich diese Beilage in Rekordzeit herstellen, insbesondere wenn man bereits über gekochte Kartoffeln verfügt. Und natürlich, sind diese frischen Frühlingsfarben nicht toll an einem eher trüb-grauen Tag?

Indisch: Gemüse in Joghurt für 3 – 6 Personen (abhängig von der Anzahl der Beilagen)

Zutaten:

  • 2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht
  • 1/2 Gurke
  • 2 Tomaten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 300 g Naturjoghurt
  • ca. 1/2 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • ca. 3/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • frische Korianderblätter

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen, schälen und in Würfel schneiden. Gurke und Zwiebel ebenfalls schälen und zusammen mit den Tomaten in kleine Stücke schneiden.

Den Joghurt mit den Gewürzen in einer Schüssel gut verrühren. Danach die Kartoffel- und Gemüsestückchen unterrühren und den Salat zum Durchziehen für mind. 1 Stunde kühl stellen.

Kurz vor dem Servieren den Salat mit den Korianderblättern garnieren.

Wir haben dazu ein Reisgericht mit Erbsen, Cashewnüssen und Weißkraut gegessen, da uns das jedoch im Gegensatz zum Gemüse in Joghurt nicht ganz so überzeugt hat, wird das Rezept nicht hier erscheinen.

Die Inspiration zu dem Gemüserezept stammt übrigens aus dem Kochbuch Indisch Vegetarisch.

Die Speise der Götter – ein indisches Quarkdessert

IMG_2233Diesen schmuddelwetterigen, aber gemütlich aktiven Sonntag mit ausführlicher Yogaübung und Brotbacken haben wir uns mit der “Speise der Götter” (Shrikhand) noch zusätzlich versüßt. Diese indische Quarkspeise kommt mit ihrem herrlichen Gelb als Sonnenersatz ohne weiteres in Frage. Im Kochbuch Indisch vegetarisch wird sie als eine der beliebtesten Süßspeisen Indiens bezeichnet. Lasst euch verführen.

Speise der Götter für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g Quark
  • etwas Milch
  • 40 g Zucker
  • 1 EL Rosinen
  • 1/2 Tütchen Safranpulver
  • 1/2 EL Mandeln, gestiftelt
  • 1 EL Pistazien

Zubereitung:

Quark, Zucker und Safran in einer Schüssel mit so viel Milch verrühren, bis die gewünschte cremige Konsistenz erreicht ist und der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Die Rosinen danach in die Quarkspeise einrühren. Abschmecken nicht vergessen, ggf. mit Zucker oder Safranpulver nachwürzen.

Nun alles auf Dessertschälchen verteilen und bis zum Verzehr kühl stellen.

Vor dem Servieren mit den gehackten Mandeln und den Pistazien bestreuen und schon scheint die Sonne auf dem Mittagstisch.