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Schokoladentarte mit Sommerbeeren

IMG_2453Unsere Heidelbeeren sind reif, beinahe kirschgroß sind sie dank des regenreichen Sommers dieses Jahr geworden. Für diese Prachtexemplare musste daher ein geeigneter Unterboden geschaffen werden. Eine Tarte mit zitronigem Mürbeteig wäre gut und Schokolade? Hmm, vielleicht, Schokolade? Doch Schokolade.

Eine Himbeertarte bei Trines matblogg gab schließlich den inspirierenden Ausschlag, die Füllung habe ich jedoch zusätzlich mit einer Orangennote versehen, was sich als sehr gute Idee herausstellte. Dadurch wird sie frischer, interessanter und nicht zu schokoladig.

Eine Auswahl an Sommerbeeren, gern auch einige säuerliche, perfektioniert diese herrliche Schokoladentarte.

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Schokoladentarte mit Sommerbeeren (Tarteform mit herausnehmbarem Boden, ø 24 cm)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Weizenmehl
  • 100 g Butter, kalt + etwas Butter zum Fetten der Form
  • 65 g Zucker
  • 2 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei
  • Schale von 1 Bio-Zitrone

Zutaten Füllung:

  • 3 dl Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 2 – 3 cm einer frischen, roten Chilischote
  • Schale von einer halben Bio-Orange
  • 150 g Zartbitterschokolade (wir: 75 g mit 50 % Kakaoanteil und 75 g mit 70 % Kakaoanteil)
  • 3 Blätter Gelatine (30 g)
  • 2 – 3 EL Orangenlikör (für Kinder weglassen)
  • reichlich Johannis-, Him- und Heidelbeeren

Zubereitung Boden: 

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ei auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Tartebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Tarteform ausrollen. Danach die gefettete Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Für ca. 20 Minuten im Tiefkühlschrank zwischenlagern. Dadurch wird der Teig wieder fest und verliert beim Backen nicht seine Form.

Den Boden danach mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o.ä. verteilen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Tarteboden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden auskühlen lassen. Man kann ihn gern auch schon am Vorabend backen und mit einem Tuch bedeckt bis zum nächsten Tag lagern.

Zubereitung Füllung: 

Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark auskratzen, aus der Chilischote die Kerne entfernen, die Bio-Orange gut waschen und die orangefarbenen Bestandteile der Schale mithilfe eines Zestenreißers abschälen. Alles, auch die Vanilleschote, in die Sahne geben.

Die Sahne einmal aufkochen und für 10 – 15 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Sie müssen dabei vollständig von Wasser bedeckt sein.

Die Schokolade in Stücke teilen und in einer Schüssel über heißem Wasserdampf schmelzen lassen. Dabei regelmäßig rühren.

Nun die Vanille- und die Chilischote aus der Sahne entfernen. Die Sahne erneut aufkochen lassen.

Die Gelatineblätter gut ausdrücken und in der heißen, nicht mehr kochenden Sahne unter Rühren auflösen.

Nun die Sahne mit einem dünnen Strahl in die Schokolade einrühren. Es soll eine homogene Masse entstehen. Orangenlikör je nach Geschmack hineingeben.

Die flüssige Schokofüllung auf den Tarteboden gießen und im Kühlschrank erkalten lassen. Das dauert ca. 4 Stunden.

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Die Tarte ca. 15 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen und mit Sommerbeeren belegen. Zusätzliche Beeren in einer extra Schüssel sind eine sehr schöne Ergänzung.

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Sommerfrische Johannisbeer-Quarktorte (ohne Backen)

IMG_2251Letzte Woche waren wir bei einer Hochzeit eingeladen. Dort begegnete ich beim Kuchenschneiden einer Erdbeer-Quarktorte, von der ich sofort dachte, dass ich ein Stück von ihr kosten möchte. Da ich jedoch als einer der Kuchenbuffethelfer eingeteilt war, gab es hier und da noch kleinere Aufgaben zu erledigen. Ehe ich damit die Chance hatte, mir einen Kuchenteller zu nehmen, war die Torte bereits restlos alle und aufgefuttert, nicht mal ein Krümel war übrig, haha. Hat wohl geschmeckt.

Also wurde noch auf der Rückfahrt im Auto zusammen mit der restlichen Familie beschlossen, dass es nächstes Wochenende bei uns eine Quarktorte geben würde. Unbedingt. Die im Garten bereits abgeernteten Erdbeeren tauschten wir kurzerhand mit Johannisbeeren und ich begab mich auf die Suche nach einem passenden Rezept im Internet. Fündig wurde ich wieder einmal bei Chili und Ciabatta.

Die Torte schmeckt richtig fruchtig, frisch und sommerlich. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man sie relativ einfach und ohne allzu großen Zeitaufwand herstellen kann. Durch den Keksboden benötigt man noch nicht mal einen Backofen. Praktisch.

Die Menge des Johannisbeerpürees in der Quarkcreme habe ich etwas erhöht, da mir der Geschmack beim Cremekosten noch nicht intensiv genug erschien. Da die Creme bei uns insgesamt etwas weich war, würde ich beim nächsten Mal 8 statt 6 Blätter Gelatine verwenden.

IMG_2256Damit haben wir unseren Tortenhunger für diesen Sommer gestillt und begeben uns jetzt satt und zufrieden in den Garten und morgen auf eine lange Lauftour mit darauf folgendem Krafttraining…

Sommerfrische Johannisbeer-Quarktorte (runde Form ø 26 cm)

Zutaten Boden:

  • 150 g Löffelbiskuits
  • 50 g Amarettini
  • 100 g Butter, geschmolzen
  • etwas Rapsöl zum Fetten der Tortenplatte bzw. der Kuchenform

Zutaten Belag:

  • 350 – 400 g rotes Johannisbeerpüree aus 450 g frischen oder TK-Johannisbeeren
  • 500 g Magerquark
  • 250 g Mascarpone
  • 1 TL Vanillezucker
  • 120 g Zucker
  • 5 EL schwarzer Johannisbeerlikör, alternativ schwarzer Johannisbeersaft
  • 8 Blatt Gelatine
  • 250 g Sahne
  • 150 g rote Johannisbeeren zum Belegen der Torte

Zubereitung:

Die Torte bereitet man am besten entweder in einer runden Kuchenform oder direkt auf einer Tortenplatte mithilfe eines Tortenringes zu. Vor der Verwendung muss der Boden jedoch in jedem Fall mit etwas geschmacksneutralem Öl eingepinselt werden.

Die Butter bei mittlerer Hitze auf dem Herd schmelzen. Die Kekse in einen Plastikbeutel füllen und mit einem Kartoffelstampfer, Fleischklopfer oder ähnlichem zu Krümeln verarbeiten. Kekskrümel und Butter nun miteinander vermischen und als Boden in die Form drücken. Im Kühlschrank zwischenlagern, damit die Butter wieder fest werden kann.

Die Johannisbeeren waschen, verlesen und von den Stielen streifen. 150 g der Beeren zur Seite stellen, sie werden später zur Garnierung verwendet. Die restlichen Beeren mit einem Stabmixer fein pürieren. 350 – 400 g Püree abwiegen.

Die Gelatineblätter in einer Schüssel mit kaltem Wasser für ca. 10 Minuten einweichen.

Magerquark, Mascarpone, Vanillezucker, Zucker und Likör/Saft miteinander verrühren. Ca. 300 g Johannisbeerpüree hinzufügen. Das restliche Püree in einem Topf oder in der Mikrowelle etwas erhitzen.

Nun die Gelatineblätter leicht ausdrücken und mit dem heißen Johannisbeerpüree verrühren. Diese Mischung unter die Tortencreme rühren. Die Creme nun im Kühlschrank erkalten lassen, bis sie anfängt fest zu werden. Das hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert.

Die Sahne steif schlagen und unter die Creme heben.

Alles auf dem Keksboden verteilen und glattstreichen. Die restlichen 150 g Johannisbeeren (frische eignen sich hierfür besser als eingefrorene) auf der Creme verteilen.

Die Torte, am besten über Nacht, im Kühlschrank vollständig erkalten lassen.

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Bunter Obststreuselkuchen vom Blech: Johannisbeere, Pflaume und Aprikose in sommerlicher Allianz

IMG_9940Wenn sich die letzten roten Johannisbeeren mit Pflaumen und Aprikosen zusammentun, dann entsteht ein wunderbar bunter und saftiger Sommerkuchen, bei dem sich die Säure der Johannisbeeren mit der Süße der Aprikosen bei jedem Biss abwechselt. Ein spannendes Geschmackserlebnis für alle Sommerfeste, Gartenfeten oder Geburtstagskaffeetrinken.

Mit einem Blechkuchen bekommt man viele Esser satt, so dass man getrost auch den Wespen ein kleines Stückchen abseits des Esstisches spendieren kann. Die sind nämlich auf diesen Kuchen geradezu wild und man muss schon ein bisschen kämpfen, um in einigermaßen Ruhe essen zu können. Aber macht nicht gerade so etwas den Sommer aus?

Wie man auf dem Foto gut sehen kann, saften die Johannisbeeren ganz ordentlich. Zum Glück macht das dem Hefeteig nicht viel aus, er ist standhaft und weicht nicht durch. Für die Optik wäre es jedoch günstig, einen hohen Teigrand zu formen. Als Faustregel kann man durchaus sagen, wenn man denkt, man hat einen genügend hohen Rand gezogen, dann verdoppele man ihn getrost noch einmal – ich übe einstweilen noch ein bisschen. Die besafteten Teigränder sind ja nach Meinung einiger meiner menschlichen “Mitesser” auch nicht gerade zu verachten :-).

Bunter Obststreuselkuchen vom Blech

Zutaten Hefeteig:

  • 20 g Frischhefe
  • ca. 140 ml Wasser, lauwarm
  • 400 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Pr. Salz
  • 1 großes Ei (Größe L)
  • 80 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Belag:

  • 300 g Aprikosen
  • 500 g Pflaumen
  • ca. 1 EL Zimtzucker
  • 350 g Johannisbeeren
  • ca. 2 EL Zucker

Zutaten Streusel:

  • 220 g Mehl
  • 120 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 120 – 130 g Butter, zimmerwarm

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Hefeteig. Wenn man Frischhefe verwendet, ist es günstig, damit einen kleinen Vorteig herzustellen. Dazu die Hefe in 100 ml des lauwarmen Wassers auflösen und mit 150 g des Mehles zu einem Hefestück vermischen. Dieses abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Es sollte sich dabei deutlich vergrößern.

Danach die restlichen Teigzutaten zugeben und den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam, danach für weitere ca. 5 Minuten schneller kneten. Sollte der Teig zu trocken erscheinen, das restliche Wasser zugeben. Der Teig sollte sich leicht klebend von der Arbeitsfläche und den Händen lösen. Den relativ weichen Teig abgedeckt in einer leicht bemehlten Schüssel an einem warmen Ort erneut ca. 1 Stunde gehen lassen. Er sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln.

Während der Teig geht, die Pflaumen waschen, entsteinen und pro Hälfte einmal einschneiden. Danach mit dem Zimtzucker vermischen und ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Die Johannisbeeren waschen und entrispeln, mit dem Zucker vermischen und ebenfalls ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Die Aprikosen ebenfalls waschen, halbieren und entsteinen.

Für die Streusel Mehl, Vanillezucker, Zucker und Butter in einer Schüssel miteinander verkneten.

Ein tiefes Blech mit Backpapier belegen und den Herd auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Hefeteig auf der Arbeitsplatte kurz durchkneten und auf dem Blech ausziehen oder gleichmäßig ausrollen. Dabei einen etwas höheren Teigrand formen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

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Pflaumen und Aprikosen mit der Innenseite nach oben mit etwas Abstand auf dem Boden verteilen. In die Zwischenräume die Johannisbeeren füllen.

Danach mit den Streuseln bestreuen.

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Den Kuchen auf der 2. Schiene des Backofens bei Ober- und Unterhitze mit 180 °C für 40 – 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd unterschiedliche Backeigenschaften aufweist. Der Kuchen ist fertig, wenn Streusel sowie Teigränder leicht gebräunt sind.

Den Kuchen auf einem Rost mit einem Tuch abgedeckt auskühlen lassen. Vor Wespen geschützt transportieren und servieren sowie beim genüsslichen Essen auf die Plagegeister achten.

Haferflocken-Beeren-Bananen Auflauf mit Walnüssen

IMG_8329Der Nebel wabert über alle Höhen, nieseliger Schneeregen fällt vom mausgrauen Himmel, das dünne Schneedeckchen auf der Laufstrecke reicht nicht, um den Schlamm von den Schuhen fernzuhalten, nein, so macht Winter keinen richtigen Spaß. Man könnte glatt einfach nur unter einer kuscheligen Decke und mit einem Buch ausgestattet auf dem Sofa sitzenbleiben. Könnte man, kann man aber nicht! Da die meisten von uns während des Arbeitstages sowieso schon viel zu viel sitzen, wir inklusive, haben wir für uns eine eiserne Regel aufgestellt – erst trainieren, dann essen. Umgedreht ist es sowieso keine gute Idee. Und wenn es danach unseren neuen Wintersüßspeisenfavoriten gibt, dann läuft man doch gleich doppelt so schnell.

Dieses Rezept beobachte ich schon eine Weile auf seinem Weg durch diverse norwegische Kochblogs. In allerlei Varianten tauchte es dort auf und begeisterte die meisten, auch die Haferflockensuppennichtmöger. Dazu muss man sagen, dass es mit einer klassischen Haferflockensuppe, die mit Wasser oder Milch gekocht wird, auch nicht viel gemeinsam hat.Dieser gebackene Haferflockenbrei ist viel spannender. Die Bananen liefern Süße, die Sommerbeeren eine angenehme frische Säure und die Walnüsse ein nussiges Röstaroma. Sehr lecker und nicht die ungesündeste Süßspeise, die man essen kann.

Schnell und einfach zubereitet ist sie außerdem, allerdings dauert es durch ihren etwas längeren Ofenaufenthalt etwas, bis sie fertig auf dem Tisch steht. In der Zeit kann man ja dann noch ein kurzes Krafttraining oder eine kleine Yogaeinheit einschieben. So, alle bereit und fertig trainiert? Dann kommt jetzt meine Variante dieses ofengebackenen Haferflockenbreis.

Haferflocken-Beeren-Bananen Auflauf mit Walnüssen für 4 Personen

Zutaten:

  • 200 g kernige Haferflocken
  • 80 g Walnüsse, grob gehackt
  • 50 g Zucker
  • 2 TL echter Vanillezucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1,5 TL Ceylon-Zimt
  • 0,5 TL Salz
  • 4,5 dl Milch
  • 30 g Butter, geschmolzen + etwas Butter zum Fetten der Auflaufform
  • 2 Eier (Größe M)
  • 2 reife Bananen
  • 300 g Beeren-Mix (frisch oder TK)
  • etwas Griechischer Joghurt zum Garnieren

Zubereitung:

Die Beeren auftauen lassen.

Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Zugabe von Fettigkeit kurz anrösten. Dabei die Nüsse regelmäßig wenden. Wenn sie anfangen zu duften, sind sie fertig und können zum Abkühlen gestellt werden.

In der gleichen Pfanne die Butter zerlassen und danach ebenfalls etwas auskühlen lassen.

In einer Schüssel alle Trockenzutaten und die Hälfte der Walnüsse miteinander vermischen.

Milch, Eier und die zerlassene Butter in einer anderen Schüssel gut miteinander verquirlen.

Eine Auflaufform mit etwas Butter fetten. Die Bananen in Scheiben schneiden und als unterste Schicht in die Form legen. Darauf ca. 2/3 der Beerenmischung verteilen. Als oberste Schicht die Haferflockenmischung in die Auflaufform geben.

Nun die Eimilch gleichmäßig über die Haferflocken gießen. Damit diese sich gut verteilt, mehrmals kurz an der Auflaufform rütteln. Die restlichen Beeren und Walnüsse auf den Auflauf legen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 190 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 45 Minuten backen, bis der Auflauf fest geworden und die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Den Auflauf zusammen mit etwas Griechischem Joghurt genießen.

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Sollte etwas übrig bleiben, kann man es im Kühlschrank bis zum nächsten Tag aufbewahren und für das Frühstück erneut kurz aufwärmen.

Lila Herbstbeeren-Smoothie

IMG_3681Beeren sind gut für uns. Soweit kann man wohl die ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfassen. Allgemein gelten die verschiedenen Beeren mit ihren Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen als gesundheitsförderlich. In eine detaillierte Diskussion über “Superfood” oder einzelne präventive Wirkungen der Beeren möchte ich mich hier jetzt nicht einlassen. Häufig ist die wissenschaftliche Studienlage dazu zu dünn, zu widersprüchlich oder die Ergebnisse beruhen auf methodisch nicht ausgereiften Studien. Für einen Epidemiologen durchaus mitunter frustrierend, wie einzelne Produkte teuer vermarktet werden, ohne dass die angepriesenen Vorteile wirklich zuverlässig wissenschaftlich nachgewiesen worden sind.

Anyway, für mich besteht der Reiz der Beerenverarbeitung nicht zuletzt auch darin, dass diese uns teils völlig kostenlos durch die Natur zur Verfügung gestellt werden oder wir sie einfach selbst anbauen können. Deshalb verarbeiten wir mit großem Vergnügen u.a. Holunder- und Heidelbeeren, ebenso wie Brom- und Himbeeren. Einfach im Wald sammeln, verarbeiten und fertig. Ein kleines Work-out an frischer Luft gibt es gleich noch gratis dazu. Und sollte es dann am Abend regnen, kann man es sich mit diesem veganen Herbstbeeren-Smoothie auf dem Sofa bequem machen.

Jetzt bin ich schon gespannt, was den anderen Bloggern zum Eventthema Holunderbeeren auf dem Gärtnerblog eingefallen ist.

Lila Herbstbeeren-Smothie für 2 Personen (ergibt ca. 700 ml)

Zutaten:

  • 3 dl Holunderbeersaft
  • 2 Handvoll Heidelbeeren
  • 10 – 15 Aronia* (botanisch keine Beere, ich weiß)
  • 1 Handvoll schwarze Johannisbeeren (im Sommer eingefrostet)
  • 1 Handvoll Brombeeren
  • 3 dl Hafermilch, alternativ Reis- oder Mandelmilch
  • ggf. noch ein bisschen Zucker, wenn notwendig

Zubereitung:

Den Holunderbeersaft wie hier beschrieben herstellen. Die restlichen Beeren waschen und ggf. verlesen.

Nun alle Zutaten mit Ausnahme des Zuckers in einen Mixer geben und gut pürieren. Sollte der Smoothie zu dick erscheinen, dann einfach etwas mehr Hafermilch dazugeben.

Anstelle der Hafermilch kann man ebenso Reis- oder Mandelmilch verwenden, unser Favorit ist in diesem Fall jedoch die Hafervariante.

Nun den Smoothie eventuell noch mit etwas Zucker oder einem Steviaprodukt abschmecken, wenn einem dies als notwendig erscheint.

Damit bleibt nur noch zu sagen: Enjoy and relax!

* Noch eine kleine Anmerkung zur Aronia. Roh enthält diese geringe Mengen an Blausäure, die unser Körper jedoch gut entschärfen kann. Trotzdem würde ich keine großen Mengen rohe Aronias essen. Wer besondere Bedenken hinsichtlich der Blausäure hat, könnte die kleinen Kerne, die in der Aronia enthalten sind, entfernen. In diesen befindet sich die höchste Konzentration an Blausäure. Der Vorteil der Rohverarbeitung der Aronia liegt darin, dass alle Vitamine unbeschadet erhalten bleiben. Daher sollte jeder selbst für sich Vor- und Nachteil der Verwendung roher Aronias abwägen, der Smoothie schmeckt sicher auch ohne Aronia.

Sommerbeerenkuchen

IMG_6504Beeren, Beeren und nochmals Beeren, Garten und Wald haben diesen Sommer wirklich große Mengen dieser Leckerbissen anzubieten. Da wir uns jedoch auf einen Kurzurlaub in Deutschlands Süden begeben wollten, haben wir vorher im Garten unsere Beerensträucher nochmals gründlich durchgepflückt. Dies ergab eine reichhaltige Ernte, die wir noch fix verarbeiten mussten. Ein Teil ist in diesen sommerlich frischen und locker saftigen reisetauglichen Beerenkuchen geflossen, der sich in Windeseile zubereiten und backen lässt. Sieht er nicht toll aus? Wir haben für unseren Kuchen Him-, Blau- und rote Johannisbeeren verwendet, er funktioniert jedoch auch mit schwarzen Johannis- oder Brombeeren.

Sommerbeerenkuchen (1 Blech, ca. 40 x 35 cm groß)

Zutaten: IMG_6462

  • 4 Eier, zimmerwarm
  • 3 dl Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 TL Backpulver
  • 5 dl Weizenmehl
  • 100 g Butter, geschmolzen
  • ca. 1,5 dl Milch
  • ca. 1 Handvoll Himbeeren
  • ca. 2 Handvoll Johannisbeeren (rot, schwarz oder weiß)
  • ca. 2 Handvoll Heidelbeeren
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Butter schmelzen, danach abkühlen lassen.

Die zimmerwarmen Eier mit dem Zucker zu einer luftigen Masse aufschlagen. Dies dauert ca. 5 Minuten bis die Masse eine hellgelbe bis weißliche Farbe angenommen hat.

In einer anderen Schüssel Mehl, Vanillezucker, Salz und Backpulver vermischen, sieben und ca. die Hälfte unter die Ei-Zucker Masse heben. Nun die Hälfte der geschmolzenen Butter hinzufügen und ebenfalls in den Teig einrühren. Jetzt den Rest des Mehls, danach die Butter wie beim ersten Mal unter den Teig heben. Dabei vorsichtig vorgehen, damit möglichst viel der eingeschlagenen Luft erhalten bleibt. Nur dadurch wird der Kuchen luftig, locker. IMG_6499

Zum Schluss die Milch unterrühren. Es entsteht ein relativ flüssiger Teig.

Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig darauf gießen und mit einem Teigschaber gleichmäßig verteilen.

Die Beeren waschen, putzen und gut abtropfen lassen. Die Beeren auf dem Teig verteilen.IMG_6516

Den Kuchen auf der 2. Schiene von unten im vorgeheizten Backofen bei 200 °C mit Ober- und Unterhitze für 15 – 20 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist.

Den Kuchen abgedeckt auskühlen lassen und kurz vor dem Verzehr mit Puderzucker bestäuben.

Sommerlich beim Picknick, auf Reisen oder im Garten genießen. Sollten Reste übrig bleiben, kann man sie gut einfrieren.

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Hefeklöße mit Vanillesauce und Johannisbeeren

IMG_6427Leuchtend rote Johannisbeeren, jetzt sind sie bei uns hier auch richtig reif geworden und haben das Maximum ihrer Süße erreicht. Da das jedoch immer noch eine ganze Menge Säure bedeutet, ist es eine gute Idee, wenn man die Beeren mit etwas Süßem und Milderndem verbinden kann. Daher habe ich sie gestern mit einer Vanillesauce zu Hefeklößen kombiniert. Der Kontrast zwischen der Süße der Vanillesauce und der frischen Säure der Johannisbeeren führt zu einem spannenden Geschmackserlebnis. Farbenfroh sieht es auch noch aus, schön.

Einziger Nachteil ist, dass das Herstellen der Hefeklöße erfordert, dass man ca. 2,5 Stunden vor dem Essen zu Hause ist. Das klappt jedoch nicht immer, so dass wir auf die Fluffigkeit selbst hergestellter Hefeklöße in diesem Fall verzichten mussten und auf Industrieware zurückgegriffen haben. Das geht natürlich auch, wenn es notwendig ist. Wer die Klöße gern selbst herstellen möchte, der findet hier auf dem scheckenlaks ein Rezept.

Hefeklöße mit Vanillesauce und roten Johannisbeeren für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 dl Schlagsahne
  • 3 dl Milch
  • 6 Eigelb
  • 1 Vanilleschote
  • ca. 60 g Zucker (abschmecken)
  • 400 g rote Johannisbeeren
  • ca. 20 g Zucker

Zubereitung:

Die Hefeklöße entweder selbst nach diesem Rezept herstellen oder entsprechend der Packungsanweisung zubereiten. Unsere sollten 10 Minuten über Wasserdampf garen. Dazu haben wir Wasser in einem breiten Topf erhitzt, ein Tuch fest darüber gespannt, die Hefeklöße nebeneinander auf das Tuch gelegt und alles erneut mit einem Tuch abgedeckt.

Die Johannisbeeren waschen, entrispeln und mit dem Zucker mischen. Alles leicht zerdrücken und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Danach abschmecken, dabei jedoch bedenken, dass die Vanillesauce auch ordentlich Süße mitbringt.

Für die Vanillesauce zunächst die Eier trennen, es wird nur das Eigelb benötigt. Das Eiweiß kann man z. B. für eine Pavlova verwenden, dann hat man auch gleich einen Sonntagskuchen.

Schlagsahne und Milch in einem Topf mit dickem Boden vermischen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und in die Sahne-Milch-Mischung geben.

Danach die Eigelbe mit dem Zucker und etwas der Sahne-Milch-Mischung in einer Schüssel verquirlen.

Nun die Sahne-Milch-Mischung aufkochen, kurz abkühlen lassen, so dass sie nicht mehr kocht und unter ständigem Rühren mit einem dünnen Strahl in die Eigelb-Zucker-Mischung gießen.

Die Sauce danach zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sie leicht eindickt. Sie darf dabei nicht kochen, sonst erhält man Rührei. Während des Erwärmens ständig, besonders auf dem Topfboden, rühren, damit sich keine Eiklümpchen bilden.

Die Sauce abschmecken.

Die Vanillesauce auf Teller verteilen, je einen Hefekloß darauf setzen und mit einigen Löffeln Johannisbeeren garnieren. Den Sommer genießen.

Schwarzer Johannisbeer Rührkuchen mit Knusperstreuseln

IMG_6235Unser Schwarzer Johannisbeerstrauch hat dieses Jahr fleißig produziert, leider nicht unbedingt das Richtige: Holz hat er auf jeden Fall viel neues hervorgebracht, Beeren nur wenige. Kann natürlich an dem späten Nachtfrost gelegen haben, der ihn genau zur Blütezeit traf oder daran, dass ich schlecht verschnitten habe. Letzteres ist nicht auszuschließen, da ich ihn erst das zweite Mal unter die Schere genommen habe. Da muss ich also bis zum nächsten Schnittversuch noch ein bisschen was dazulernen. Mit den wenigen Beeren lohnte es sich nicht, schwarzen Johannisbeergelee herzustellen, sehr schade. Während wir einige Beeren direkt vernascht haben, ist die knappe Hälfte der Ernte in diesen herrlich frischen Rührkuchen gewandert. Der Rührkuchen mit Walnüssen und knusprigen Nuss-Streuseln (Inspiration von Chili und Ciabatta, die Streusel und Kuchen mit Pecannüssen hergestellt hat) ist sehr schön saftig, mit feiner Säure und schwarzem Johannisbeeraroma sowie ausgewogener Süße. Er bleibt mehrere Tage frisch und macht beim Kaffeetrinken im Garten, Picknick im Grünen oder bei Regen auch drinnen auf dem Wohnzimmertisch eine gute Figur.

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Schwarzer Johannisbeer Rührkuchen mit Knusperstreuseln (Kastenform)

Zutaten Teig:

  • 130 g weiche Butter
  • 190 g Zucker
  • 3 Eier (Größe L)
  • 200 g Mehl
  • 1 Pr. Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 80 g Walnüsse, gehackt
  • 200 g schwarze Johannisbeeren

Zutaten Streusel:

  • 50 g Mehl
  • 20 g Walnüsse, gehackt
  • 30 g brauner Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 TL Zimt
  • 30 g Butter

Zubereitung:

Die Walnüsse für den Kuchen grob hacken, für die Streusel etwas feiner. Johannisbeeren waschen und putzen.

Für die Streusel alle Zutaten mit Ausnahme der Butter in einer Schüssel gut vermischen. Danach die Butter in kleinen Stücken hinzugeben und alles mit den Händen zu Streuseln verkneten. Die Streusel zunächst beiseite stellen.

Nun den Teig herstellen. Dafür die weiche Butter mit dem Zucker schaumig zu einer hellgelben Masse aufschlagen. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Kuchen schön locker wird. Nun 1 Ei nach dem anderen einzeln einrühren, bis es sich jeweils vollständig mit der Butter-Zucker-Masse vermischt hat.

In einer anderen Schüssel das Mehl mit Salz und Backpulver mischen. Das Mehl danach auf die Butter-Zucker-Ei-Masse sieben und darin einrühren, bis der Teig klümpchenfrei ist. Es entsteht ein mittelfester Rührkuchenteig. Jetzt die Walnüsse einrühren.

Die Johannisbeeren mit etwas Mehl bestäuben. Dadurch erhöhen sich die Chancen, dass sie nicht auf den Kuchenboden sinken. Die Johannisbeeren nun vorsichtig in den Teig einrühren, dabei darauf achten, dass sie trotzdem relativ gleichmäßig im Teig verteilt werden.

Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden. Den Teig gleichmäßig einfüllen und mit den Streuseln bestreuen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 °C für ca. 70 Minuten auf der 2. Schiene von unten mit Ober- und Unterhitze backen. Gegen Ende der Backzeit sollte man mithilfe der Holzstäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Dazu das Stäbchen in den Kuchen einstechen, bleiben beim Herausziehen noch Teigkrümel hängen, dann die Backzeit verlängern. Bleibt es hingegen trocken, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen mit einem Geschirrtuch abgedeckt etwas auskühlen lassen. Danach aus der Form stürzen und abgedeckt auf einem Rost vollständig abkühlen lassen. Genießen.

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Biskuitrolle mit Sahne – wenn der Überraschungsbesuch klingelt

IMG_6379Das kennen sicher viele, am Nachmittag klingelt das Telefon, am anderen Ende sind Freunde oder Verwandte, die gerade in der Nähe sind und ihren Überraschungsbesuch ankündigen. Juhu. Kurzer Blick in die Runde, ob man noch schnell den Müll rausbringen oder den Staubsauger über den Teppich schleudern sollte und natürlich die Überlegung, woher man jetzt mal eben schnell noch einen Kuchen zaubern kann, wenn man gerade keinen fertig gebacken herumstehen hat, der Bäcker am Samstagnachmittag auf dem Dorf längst geschlossen ist und auch im Tiefkühlschrank diesbezüglich Ebbe herrscht. In dem Fall ist die Biskuitrolle einfach nur klasse, vermutlich ist sie eine der am schnellsten zu backenden Kuchen der Welt. Insgesamt braucht man ca. 25 Minuten für die Herstellung, danach noch etwas Kühlzeit im Kühlschrank. Lässt einem der Besuch also 45 Minuten Vorbereitungszeit ist alles geritzt und sogar die Küche wieder aufgeräumt, da man nur wenige Zutaten und damit auch nur wenig Herstellungsgeschirr benötigt.IMG_6391

Biskuitrolle mit Sahne und schwarzen Johannisbeeren

Zutaten Boden:

  • 3 Eier
  • 75 g Zucker
  • 75 g Mehl
  • 3/4 TL Backpulver

Zutaten Füllung:

  • ca. 5 EL schwarzer Johannisbeergelee
  • 1 Handvoll schwarze Johannisbeeren, TK
  • 300 ml Schlagsahne
  • 1,5 EL Zucker
  • Schokoraspel zum Bestreuen

Zubereitung:

Für den Boden Eier und Zucker schaumig rühren. Backpulver mit dem Mehl mischen und beides in die Ei-Zucker-Masse sieben. Das Mehl vorsichtig in die Masse einrühren.

Den Biskuitteig nun auf 2/3 eines mit Backpapier belegten Backbleches streichen. Dabei aufpassen, dass der Teig möglichst an allen Stellen gleichmäßig dick ist.

Den Biskuitboden im vorgeheizten Backofen bei 210 °C mit Ober- und Unterhitze für 5 – 7 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist.

Den Boden kurz auskühlen lassen, danach umdrehen und das Backpapier vorsichtig abziehen. Das geht einfacher, als man erwarten würde, wenn der Boden noch warm ist. Den Boden danach wieder zurück auf das Backpapier legen. IMG_4239

Während der Boden bäckt, die Schlagsahne zusammen mit dem Zucker steif schlagen, ggf. bis zur Verwendung wieder zurück in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung zunächst das Johannisbeergelee auf dem Boden gleichmäßig verteilen. Man kann selbstverständlich auch andere Gelees oder Marmeladen verwenden.IMG_4240

Als nächstes eine dünne Schicht der geschlagenen Sahne auf dem Boden verstreichen. Darauf die noch gefrorenen schwarzen Johannisbeeren oder andere kleine Beeren verteilen.

Den Kuchen nun zusammenrollen, das geht einfach, wenn man das Backpapier zu Hilfe nimmt. Die Rolle danach auf einen Kuchenteller legen.IMG_6376

Die Biskuitrolle mit der geschlagenen Sahne wellenförmig bestreichen und mit zur Füllung passenden Beeren sowie Schokoraspeln dekorieren.

Den Kuchen bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Nun bleibt noch der Genuss zusammen mit dem Überraschungsbesuch. Sollte etwas übrig bleiben, ist es zur Not möglich, den Rest einzufrieren, aber am besten schmeckt die Rolle frisch, daher gern insgesamt aufessen. Habt einen schönen Adventssonntag.

Johannisbeerkuchen – traditionell

IMG_3036Dieser traditionelle Johannisbeerkuchen mit Streuseln und einem Hefeteigboden wird für mich immer mit Sommerurlaub an der Ostsee verbunden bleiben und der Erinnerung an herrlich lange Strandtage mit meinem Urlaubsfreund, Wellentauchen, zur Boje schwimmen, Minigolf und Federball spielen, Softeis essen und Muscheln sammeln. Da wir uns mehr im Wasser als draußen am Strand aufhielten, waren wir immer hungrig, besonders nachmittags. Und dann tauchte dieser leckere Kuchen auf, den unsere liebe Zimmervermieterin jeden Urlaub mindestens einmal für uns auf einem großen Blech gebacken hat. Obwohl sie den ganzen Tag arbeiten ging, durften wir ihr abends bei der Kuchenherstellung oder beim Entrispeln der Johannisbeeren nicht helfen, denn wir hatten ja schließlich Urlaub und sollten uns erholen. Wenn dann der herrliche Kuchenduft durch die gemeinsam genutzte Küche strömte, war die Vorfreude auf den nächsten Strandnachmittag, denn erst dann durften wir den Kuchen kosten, ungeheuer groß.

Wenn ich euch jetzt auch den Mund wässrig gemacht habe, hier ist das Rezept, allerdings auf eine runde Kuchenform angepasst, denn wir sind inzwischen ja nicht mehr 7 Personen.

Johannisbeerkuchen für runde Springform (ø 28 cm)

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Zutaten Boden:

  • 250 g Mehl
  • 1/2 Pck. Trockenhefe oder 10 g Frischhefe
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei (Größe M)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • 70 – 100 ml Wasser
  • etwas Butter zum Fetten der Form

Zutaten Belag:

  • 600 g rote Johannisbeeren (wir hatten noch ein paar restliche schwarze Beeren, die haben wir mit untergemischt)
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 EL Butter

Zutaten Streusel:

  • 110 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • etwas Staubzucker zum Bestreuen beim Servieren

Zubereitung:

Zuerst den Hefeteig herstellen. Dafür die trockenen Zutaten mischen, danach Ei, zimmerwarme Butter und das Wasser, bis auf einen kleinen Rest, zugeben. Alles gründlich miteinander verrühren und danach für ca. 8 Minuten ordentlich von Hand durchkneten. Evtl. noch Wasser hinzufügen, wenn der Teig zu trocken erscheint. Am Ende des Knetprozesses sollte ein relativ weicher Teig entstanden sein, der nicht mehr an der Tischplatte festklebt.

Den Teig in eine leicht bemehlte Schüssel geben, etwas mit Mehl bestreuen und abgedeckt 1,5 – 2 Stunden (Trockenhefe) an einem warmen Ort gehen lassen. Mit Frischhefe geht der Teig nach meiner Erfahrung schneller und braucht nur 1 – 1,5 Stunden. Das Teigvolumen sollte sich in beiden Fällen mindestens verdoppeln.

Während der Teig geht, die Johannisbeeren waschen und entrispeln, mit dem Zucker vermischen und mind. 1 Stunde durchziehen lassen.

Für die Streusel Mehl, Zucker und Butter in einer Schüssel miteinander verkneten.

Die Backform fetten und den Herd auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Hefeteig kurz durchkneten und in der Kuchenform gleichmäßig ausziehen. Dabei unbedingt einen höheren Teigrand formen, wir hatten das nicht getan, wodurch der Johannisbeersaft zwischen Teig und Kuchenform gelaufen ist, was nicht sehr schön aussieht. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen, danach ca. 1/2 EL Butter als Butterflöckchen auf dem Teig verteilen.

Die in Zucker eingelegten Johannisbeeren auf den Boden geben und mit den Streuseln bestreuen.

IMG_3023Den Kuchen auf der mittleren Schiene des Backofens bei Ober- und Unterhitze mit 180 °C für 40 – 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd unterschiedliche Eigenschaften aufweist.

Den Kuchen auf einem Rost mit einem Tuch abgedeckt auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestreuen. Wer möchte, kann ihn gern mit einem Klecks Schlagsahne genießen.