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Kleine Kokosnester für Ostern

Letztes Jahr hatten wir zu Ostern die Großfamilie zu Besuch. Der Osterhase wollte nun jedem eine möglichst dekorative Kleinigkeit an seinen Tischplatz stellen. Leider kam ihm die Idee erst relativ kurz vor dem Festsonntag, so dass ich mich im Internet auf die Suche begab. Etwas erschwert wurde das ganze Vorhaben dadurch, dass wir mit den Zutaten auskommen mussten, die bereits im Haus waren – Karfreitag ist schließlich nicht der beste Tag zum Einkaufen. Schließlich blieb ich bei diesen kleinen Kokosnestern hängen, denn Kokosflocken hatten wir noch zur Genüge von Weihnachten übrig.

Mit verschiedenen Schokofiguren bzw. -eiern gefüllt geben sie einen hübschen Farbfleck auf der Ostertafel ab. Geschmacklich entsprechen sie Kokosmakronen, wobei sie aufgrund ihrer Form nicht ganz so saftig sind. Man sollte sie daher am besten relativ kurz (1 – 3 Tage) vor der Verwendung herstellen.

Kleine Kokosnester für Ostern (ca. 10 Stück)

Zutaten:

  • 2 Eiweiße
  • 1 dl Zucker
  • ca. 125 g Kokosflocken
  • Butter zum Fetten der Muffinsformen

Zubereitung:

Ein Muffinblech gut mit Butter fetten.

Eiweiße, Zucker und Kokosflocken mischen und in einem Topf mit möglichst dickem Boden bei relativ stärker Wärme erhitzen. Dabei gut rühren, damit nichts anbrennt. Wenn die Masse gut warm, gebunden und glasig glänzend geworden ist, den Topf vom Herd nehmen und alles etwas abkühlen lassen.

Nun die Kokosmasse in den Muffinvertiefungen des Blechs zu kleinen Nestern formen.

Im vorgeheizten Backofen bei 190°C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 15 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.

Die Nester abkühlen lassen und danach in einer dicht schließenden Dose aufbewahren. Nach euren Vorlieben mit Schokoladeneiern, -figuren, Marzipan oder ähnlichem füllen.

Wie schält man Mandeln?

IMG_2149Mitten im Sommer Mandeln schälen? Ja, man benötigt geschälte Mandeln schließlich nicht nur zur Weihnachtsbäckerei für Plätzchen, Stollen und Co., sondern auch zum Beispiel für Mandelböden, ich sage nur Himbeertorte, für französische Macarons oder die Marzipanproduktion. Kurz, für alle Produkte, die zwar Mandeln enthalten aber eine helle Farbe behalten sollen, müssen die Mandeln vor der Verwendung geschält werden.

Wir sind zum Beispiel gerade mitten in einem Hochzeitskuchenbackprojekt, für das wir eine Makronenmasse benötigen. Das Rezept verlangt nach einer Mischung von 50 % geschälten und 50 % ungeschälten, gemahlenen Mandeln. Während ich nun zusammen mit meiner Mutter beim “Mandelschnipsen” saß, fiel mir einer meiner allerersten, studentischen Kuchenbackversuche ein.

Es handelte sich um einen Möhrenkuchen, in den ebenfalls geschälte Mandeln gehörten. Diese gab es damals in dem ländlichen Supermarkt jedoch nicht fertig zu kaufen. Das stellte meinen Freund zunächst vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe, er stellte sich nämlich schon mit Schrecken vor, wie er gleich die Haut mühevoll von jeder einzelnen Mandel kratzen müsste. Zum Glück gibt es jedoch eine viel einfachere Methode, die auch noch richtig Spaß macht. Hat man Kinder, kann man sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für das “Mandelnschnipsen” begeistern, man muss dann nur Aufpassen, dass die Mandeln nicht durch die halbe Küche fliegen ;-).

Für alle bisher Unwissenden in Sachen Mandelnschälen, folgt hier nun die Anleitung.

IMG_2136Zuerst Wasser in einem Topf aufkochen. Den Topf von der Kochstelle nehmen, die Mandeln hineinschütten und abgedeckt ca. 10 Minuten in dem heißen Wasser ziehen lassen. Danach das Wasser abgießen.

IMG_2140Die Mandeln nun auf ein Küchentuch schütten und etwas Auskühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Hier zu sehen sind übrigens 400 g Mandeln, man muss eine etwas größere Menge nehmen, als im Rezept angegeben, da die Schale auch ein wenig ins Gewicht fällt.

IMG_2146Nun die feuchten Mandeln zwischen Daumen und Zeigefinger klemmen und einen leichten Druck auf die Schale ausüben, dadurch “schnipsen” die Mandeln ganz einfach aus ihrer Haut.

IMG_2152Dadurch erhält man einen Schalenhaufen und das eigentliche Endprodukt, schöne, helle, geschälte Mandeln.

IMG_2157Diese kann man nun für 3 – 5 Tage zum Trocknen auslegen und danach wie gewünscht mahlen oder hacken.

Man kann auf das Trocknen auch verzichten, wenn die Mandeln in einem feuchten Teig, wie zum Beispiel einem Stollenteig, Verwendung finden sollen. Für eher trockene Teige, für die keine Schüttflüssigkeit verwendet wird, wie zum Beispiel Makronenteige, würde ich sie hingegen tatsächlich vor dem Mahlen wie oben angegeben trocknen lassen.

So einfach ist das also mit dem Mandelnhäuten, viel Spaß beim “Schnipsen”!

Schweizer Nusstaler

IMG_1028Sehen diese Taler nicht lustig aus? Ein bisschen wie durchgesägte Äste. Mit ihrem dunklen Rand aus Kakao sind sie auf jeden Fall ein Hingucker auf dem weihnachtlichen Keksteller.

Geschmacklich sind sie angenehm nussig und nicht so süß. Ich befürchte fast, dass richtige Süßschlecks die Zuckermenge etwas erhöhen müssten. Das ist wahrscheinlich einfach möglich, indem man vielleicht 20 g der Speisestärke durch Puderzucker ersetzt.

Nussplätzchen hatten wir bisher noch nie im Backprogramm, dieses Jahr standen sie jedoch plötzlich auf der familiären Wunschliste. Ich begab mich daher Anfang der Woche auf die Suche nach einem tauglichen Rezept mit hohem Nussanteil. Unsere 2 Keks-Backbücher enthielten eher fragwürdige Rezepturen, u. a. mit Diätsüße (was ist das denn?). Ich war daher durchaus froh, als ich u. a. hier über diese interessanten Taler gestolpert bin.

Sie haben uns nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, angenehm mürbe sind sie ohne dabei trocken zu sein.

Schweizer Nusstaler (2 Bleche, ca. 80 Stück)

Zutaten:

  • 130 g Haselnüsse (ganze Kerne)
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 250 g Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 100 g Speisestärke
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ca. 1 EL Kakao
  • 1 EL Zucker
  • ca. 1 EL Milch zum Einpinseln der Keksrollen

Zubereitung:

Die Haselnusskerne in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit für mehrere Minuten unter häufigem Rühren anrösten, bis die braune Haut anfängt aufzuspringen. Die Haselnüsse entfalten dadurch ihr volles Aroma. Außerdem kann man so die Haut relativ einfach entfernen, wodurch der Keksteig heller bleibt.

Die Haselnusskerne kurz auskühlen lassen. Noch warm zwischen den Händen reiben, wodurch man einen Großteil der Haut entfernen kann. Man muss dabei übrigens nicht super perfektionistisch sein.

Die Nüsse nun fein zerhacken bzw. grob mahlen. Bleiben dabei einige etwas größere Stücke erhalten, macht das nichts.

Die Haselnüsse mit dem Mehl, dem Backpulver, dem Salz, der Speisestärke und dem Vanillezucker vermischen. Den Puderzucker darüber sieben. Zum Schluss die Butter in Stücke teilen und zu den weiteren Zutaten geben.

Alles zunächst mit einem Knethaken, danach am besten von Hand schnell zu einem gleichmäßigen, geschmeidigen Teig verrühren.

Den Teig vierteln und zu 4 Rollen mit ca. 3 cm Durchmesser formen.

Auf einem Teller das Kakaopulver mit dem Zucker vermischen.

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Die Rollen ringsherum mit Milch bepinseln und danach in der Kakaomischung wälzen.

IMG_1018Jetzt muss der Teig für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank wieder fest werden. Dazu legt man die Rollen am besten in eine flache Schale, die man mit Frischhaltefolie abdeckt, damit der Teig nicht austrocknet. So kann er ohne Probleme auch über Nacht stehen gelassen werden.

Die kalten Stangen nun in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Das geht übrigens nur gut, wenn der Teig wirklich kalt ist.

Die Taler mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Gebacken werden sie im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche eine leichte goldbraune Färbung angenommen hat.

Die Nusstaler vollständig abkühlen lassen und danach in einer dicht schließenden Dose aufbewahren.

Winterkekse mit Haferflocken, Schokolade und Orange

IMG_0974Mit Haferkeksen kann man viele Leute begeistern. Ich sage nur Kekskisten bei Ikea. Wer die mag, wird diese Winterkekse lieben. Haferflocken in Kombination mit dunkler Schokolade, versehen mit einer Orangennote schmecken nämlich einfach nur gut.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer vielleicht noch, dass diese locker knusprigen Kekse ganz und gar unkompliziert herzustellen sind.

Winterkekse mit Haferflocken, Schokolade und Orange (ca. 24 Stück)

Zutaten:

  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • 150 g Weizenmehl (405)
  • 50 g kernige Haferflocken
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 100 g Schokolade (gern 70 % Kakaogehalt)
  • Schale von 1 Bio-Orange

Zubereitung:

Zuerst die Schokolade mit einem stabilen Messer in Stücke hacken. Die Bio-Orange gut waschen und mit einem Zestenreißer oder ähnlichem dünn schälen. Dabei nur die orangen Teile er Schale verwenden, sonst schmecken die Kekse bitter. Eventuell die Schalenstücke mit einem Messer fein hacken.

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Die Butter mit einem Handrührgerät oder in einer Küchenmaschine cremig rühren. Den Zucker hinzugeben und so lange weiterrühren, bis eine helle, leicht schaumige Masse entstanden ist.

Danach das Ei in die Masse für ca. 2 Minuten einrühren.

Das Mehl mit den Haferflocken, dem Backpulver und dem Salz vermischen.

Die Mehlmischung unter die Butter-Zuckermasse mischen. Dazu benutzt man am besten einen stabilen Löffel. Zum Schluss noch Schokolade und Orangenschalen hineinkneten. Es entsteht ein ziemlich klebriger, feuchter Teig.

Den Teig auf eine Plastfolie geben und mithilfe dieser zu einer ca. 25 cm langen Rolle formen. Die Rolle für ca. 45 Minuten in den Gefrierschrank legen, so dass die Butter hart wird.

Die Plastfolie entfernen und die Rolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Kekse darauf mit relativ weitem Abstand verteilen. Wenn es notwendig ist, kann man die Kekse jetzt auch noch in eine runde Form zurecht drücken.

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Die Kekse im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 12 – 14 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie eine goldbraune Farbe angenommen haben. Jeder Backofen weist andere Backeigenschaften auf, daher ist die Zeitangabe nur als Richtschnur zu verstehen. Nach dem Abkühlen sollten die Kekse knusprig, jedoch weder hart noch saftig-weich sein.

Mit dem 2. Blech ebenso verfahren.

Die Kekse ca. 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, ehe man sie auf ein Gitterrost zum vollständigen Abkühlen umsortieren kann.

Wenn die Kekse vollständig abgekühlt sind, sollte man sie in einer dicht schließenden Dose aufbewahren.

Der rohe Keksteig lässt sich gut einfrieren, so dass man im Bedarfsfall schnell frische Kekse backen kann. Der Teig sollte vor dem Backen jedoch aufgetaut sein, was aber nicht allzu lang dauert.

Genießt die Adventszeit!

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Alpenbrot

IMG_0957Nun haben auch wir mit dem weihnachtlichen Backen begonnen, ade schlechtes Gewissen. Als erstes sollte es ein neues Rezept sein, das einfach und schnell herzustellen ist. Wir wollten nämlich auch noch dem Weihnachtsmarkt in Freiberg einen Besuch abstatten und wenigstens ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen, damit das schlechte Gewissen es nicht so einfach haben sollte, sich von Punkt Keks auf Punkt Geschenke zu verlagern ;-). Immerhin hat diese Strategie ganz gut funktioniert. Ebenso gut wie das Alpenbrot-Keksrezept, das uns wirklich begeistert hat.

Es schmeckt pfefferkuchen-würzig, zitronig-frisch durch den Guss und schokoladig durch den Kakao. Darüber hinaus ist es wirklich unkompliziert in der Herstellung und damit auch sehr gut für Backanfänger geeignet.

Gesehen habe ich das Rezept bei Chili und Ciabatta und es bis auf eine Verlängerung der Backzeit genauso übernommen.

Alpenbrot (1 Blech)

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl (405)
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 250 g brauner Rohrzucker (Original Muscovadozucker)
  • 2 Eier (M)
  • 30 g Kakao
  • 1/2 EL Zimt
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 1/4 TL geriebene Muskatnuss
  • knapp 1/2 TL Salz

Guss:

  • 35 – 40 g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft, frisch gepresst

Zubereitung:

Zuerst das Mehl mit dem Kakao, den Gewürzen und dem Salz vermischen.

In einer anderen Schüssel die Butter mit einem Rührgerät cremig rühren.

Den Zucker hinzugeben und zusammen mit der Butter für mehrere Minuten kräftig weiter rühren, bis die Masse eine hellere Farbe angenommen hat und leicht schaumig aufgeschlagen ist.

Nun die Eier einzeln in die Masse geben und jeweils für ca. 2 Minuten unterrühren.

Die Mehl-Gewürzmischung hinzufügen und kurz einrühren. Es entsteht ein relativ fester, weicher Teig.

Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. Danach 6 Teile zu je ca. 190 g abstechen und diese zu Rollen formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

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Die Alpenbrote im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 25 Minuten backen. Im Original war die Backzeit mit 15 – 20 Minuten angegeben, da waren unsere Brote innen allerdings noch roh, das müsst ihr also mit eurem Herd individuell ausprobieren. Die Laibchen sollten noch etwas weich sein, die Oberfläche leicht gerissen.

Während die “Brote” backen den Guss zusammenrühren. Dafür den Puderzucker sieben und mit dem frisch gepressten Zitronensaft verrühren. Dabei entsteht ein sehr dünnflüssiger Guss, der vollständig in die Alpenbrote einzieht und ihnen dadurch eine Art Glanzstreiche verleiht, die man auch vom richtigen Brotbacken kennt.

Den Guss sofort nach dem Backen auf die Laibchen streichen.

Diese kurz auskühlen lassen und danach schräg in Scheiben schneiden.

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Auf einem Rost komplett auskühlen lassen, dabei werden sie etwas fester in ihrer Konsistenz.

In einer dicht schließenden Dose aufbewahren.

Mokka-Häschen: Kaffee-Kakao Kekse zum Ausstechen

IMG_9013Bei diesen wunderbaren, knusprigen Osterkeksen handelt es sich um enge Verwandte unserer traditionellen hellen Butterkekse zum Ausstechen. Seit ich denken kann, zählen diese Kekse zu meinen Lieblingssorten, übrigens gerade wegen des “verdünnten” Kaffeegeschmacks, von dem ich auch beim Karlsbader Softeis gar nicht genug bekommen konnte. Die dunklen Mokka-Kekse sind damit ein echter Klassiker in unseren Keksdosen, egal ob zu Ostern oder Weihnachten.

Der Keksteig lässt sich übrigens sehr gut bearbeiten und ist damit auch hervorragend für das Backen mit Kindern geeignet. Die Kekse sind mehrere Wochen in einer dicht schließenden Dose haltbar. 

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Mokka-Häschen: Kaffee-Kakao Kekse zum Ausstechen

Zutaten:

  • 525 – 550 g Weizenmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 10 – 15 g gemahlener Bohnenkaffee (wir: 15 g)
  • 30 – 35 g Kakao (wir: 30 g)
  • 275 – 300 g Zucker (je nachdem, wie süß man seine Kekse mag)
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier

Zubereitung:

Zuerst die Eier mit der Butter und dem Zucker in einer Schüssel gut verrühren. Danach 525 g Mehl mit dem Backpulver, der Prise Salz, dem Kaffee und dem Kakao vermischen und nach und nach in den Teig einrühren bzw. -kneten. Es sollte ein mittelfester Teig entstehen.IMG_9010

Nun eine Arbeitsfläche mit restlichen Mehl bestäuben und einen Teil des Teiges auf dieser mit einem Nudelholz gleichmäßig dünn ausrollen. Wenn der Teig beim Ausrollen am Nudelholz kleben bleibt, dann auch das Nudelholz dünn mit Mehl bestäuben. Sollte der Teig danach immer noch nicht ausrollbar sein, noch etwas mehr Mehl einkneten.

Nun mit Ausstechförmchen die Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Günstig ist es dabei, ungefähr gleich große Kekse pro Blech auszustechen, damit diese gleichzeitig fertig gebacken werden.

Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 170 – 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen.

Nach dem Backen die Kekse auskühlen lassen und danach in eine dicht schließende Keksdose umlagern.

Die Kekse ggf. mit Zitronenguss verzieren, wobei man jedoch in Kauf nehmen muss, dass sie nach einigen Tagen ihre Knusprigkeit einbüßen. Daher warten einige unserer Kekse bis kurz vor dem Osternest auf ihre Bemalung, während der Rest unbemalt bleiben wird.

Kakao-Doppelkekse mit frühlingsfrischer Limettencreme

IMG_1731Die Narzissen, Osterglocken und Tulpen haben es dieses Jahr wirklich schwer mit dem Wetter. Heute morgen unter einer geschlossenen Schneedecke gefangen, werden sie inzwischen vom Sturm gebeutelt und zerzaust. Genauso wie unsere Osterdeko im Garten, die uns soeben zu einer vorösterlichen Suchaktion aus unserer warmen Wohnung lockte. Wo war sie nur hingeflogen? Munter verteilt hatte sie sich zwischen Gartenzaun, der Wiese und dem Waldrand.

Nein, das wird so schnell wohl nichts werden mit dem “Draußen in der Sonne im Garten leben”. Da müssen wir uns unsere Blümchen ersatzweise eben selbst herstellen, als Kekse zum Beispiel. Da sich oreoartige Kekse bei uns großer Beliebtheit erfreuen und wir mit dem Rezept mit Vanillecremefüllung großen Erfolg im Bekannten- und Verwandtenkreis hatten, kommt jetzt die Frühlingsvariante des Kekses. Diese zeichnet sich durch eine kleine Änderung in der Creme aus, die durch die Zugabe von Limettensaft und fein geriebener -schale angenehm frühlingsfrisch und leicht säuerlich schmeckt. Damit harmoniert sie sehr gut mit dem intensiv nach Kakao schmeckenden Keks.

Aufgrund der Füllung sollten die Kekse allerdings nicht ewig gelagert bzw. aufgehoben werden, aber so lange reicht der Vorrat bei uns auch nie. Ebenfalls ist es ganz praktisch, wenn man die Kekse etwas kühler, z. B. im Schlafzimmer oder im Kühlschrank, in einer dicht schließenden Dose aufheben kann, dann schmecken sie am allerbesten.

Jetzt fehlt uns nur noch eine Kekssorte, dann können wir die Osternester bestücken. Hoffe, ihr liegt ebenfalls im Plan mit allen Ostervorbereitungen – Sturm und schlechtes Wetter hin oder her.

Schoko-Doppelkekse mit frühlingsfrischer Limettencreme (ca. 25 große oder 40 kleine Doppelkekse)

Zutaten Kekse:

  • 200 g Mehl
  • 135 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 40 g Kakao
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Natron
  • 130 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei

Zutaten Limettencremefüllung:

  • 80 g Butter, zimmerwarm
  • Mark 1 Vanilleschote
  • ca. 2 dl Staubzucker
  • 2 – 3 TL Limettensaft
  • abgeriebene Schale von ca. 1/2 Bio-Limette

Zubereitung:

Für den Keksteig als erstes alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Danach die Butter und das verschlagene Ei zugeben und alles zu einem gleichmäßigen, weichen Teig verkneten. Das Kneten geht am besten von Hand.

Den Teig danach in eine Plastikfolie wickeln und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank zwischenlagern, sonst ist er weder roll- noch ausstechbar.

Nach der Kühlzeit den Teig kurz durchkneten, sollte er jetzt immer noch zu weich erscheinen, dann noch etwas mehr Mehl hinzufügen. Nun den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsplatte gleichmäßig dünn ausrollen und die Kekse mit Keksförmchen oder einem Glas ausstechen. Dabei die spätere Deckplatte mit einem oder mehreren Löchern versehen. Das geht entweder mit speziellen Förmchen oder einem Reagenzglas.

Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 10 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit unbedingt aufpassen, damit die Kekse nicht zu dunkel werden.

Danach die Kekse auskühlen lassen.

Für die Füllung das Mark einer Vanilleschote auskratzen, den Staubzucker sieben sowie die Schale der Bio-Limette fein abreiben. Danach alle Zutaten vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Abschmecken nicht vergessen, die Creme sollte frisch nach Limette schmecken. Die Füllung lässt sich einfacher weiter verarbeiten, wenn man sie für ca. 10 Minuten im Kühlschrank etwas erkalten lässt.

Danach den unteren Keks mit der Limettencreme bestreichen bzw. belegen und den oberen darauf setzen. Dabei immer in der Mitte des oberen Kekses drücken, damit er nicht zerbricht.

Die Kekse in einer dicht schließenden Dose möglichst kühl (z. B. im Schlafzimmer oder Kühlschrank) bis zum Vernaschen aufbewahren. 

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Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse: der besondere Snack

IMG_7994Eigentümliche Kombination denkt ihr jetzt wahrscheinlich. Richtig, sie kommt ja auch aus dem Land, in dem man Waffeln mit karamellisiertem, braunem Ziegenkäse isst. Da liegt es nahe, auch norwegische Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse zu essen. Als krönende Ergänzung sind die gebrannten Nüsse ein optimaler Begleiter. Solltet ihr also noch auf der Suche nach einem überraschenden, leckeren und etwas ungewöhnlichen Snack auf der Weihnachtstafel sein, dann probiert doch einfach mal diese Pfefferkuchen-Käse-Nuss Kombination.

Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse und gebrannten Nüssen

Zutaten:

Zubereitung:

Pfefferkuchen mit einem kleinen Stück Blauschimmelkäse belegen und darauf ein oder zwei gebrannte Nüsse oder Mandeln platzieren. Genießen.

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Hellgrünes Spritzgebäck mit Pistazien

IMG_7965Für unsere letzte Sorte Kekse haben wir uns von Annemarie Wildeisen und ihren Pistazien-Stängelchen verführen lassen. Sie sehen einfach so schön hellgrün aus und bilden sowohl farblich als auch geschmacklich einen interessanten Kontrast zu den sonstigen Keksen. Traditionell stehen wir mit Spritzgebäck eher auf dem Kriegsfuß, aber dieses hier funktioniert wirklich und schmeckt toll. Der Teig hat die passende Konsistenz und lässt sich gut spritzen, das Kaltstellen der Backbleche vor dem Backen verhindert ein Breitlaufen der Kekse. Schnell hergestellt sind sie außerdem. Wer möchte, kann sie wie im Original noch in Schokolade tauchen, wir fanden jedoch, dass sie ohne schon perfekt sind.

Hellgrünes Spritzgebäck mit Pistazien (40 – 50 Stück)

Zutaten:

  • 60 g + 10 g grüne Pistazien (gemahlen)
  • 150 g Butter, zimmerwarm
  • 110 g feiner Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 50 g süße, geschälte Mandeln (gemahlen)
  • 1 Eiweiß (ca. 45 g)
  • 150 g Mehl

Zubereitung:

Geschälte Mandeln und Pistazien getrennt in einem Mixer zu Mehl zerkleinern. Ca. 10 g der Pistazien zur Seite stellen, da mit diesen die Kekse vor dem Backen bestreut werden. Hat man normalen Zucker, sollte man ihm ebenfalls eine Runde im Mixer gönnen, damit er wirklich feinkörnig wird.

Weiche Butter und Zucker mit einem Handrührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Pistazien und Mandeln dazugeben und unterrühren. Nun das Eiweiß einrühren, ehe Mehl und Salz hinzugefügt werden.

Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und verschiedene Formen auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Dabei darauf achten, dass die Kekse ungefähr gleich groß sind. Das Spritzgebäck mit den 10 g gemahlenen Pistazien bestreuen.

Die Bleche vor dem Backen unbedingt für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Kekse beim Backen nicht breit laufen.

Das Spritzgebäck im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 8 – 10 Minuten backen. Dabei sollen die Kekse nicht braun werden, sondern hellgrün bleiben.

Die Kekse vollständig auskühlen lassen und danach in eine dicht schließende Keksdose umlagern.

Norwegische Pfefferkuchen

IMG_4739Diese Pfefferkuchen gehören seit Jahren zu unserem festen Backprogramm. Schon beim Kochen der Zucker-Gewürz-Masse wird die Küche von diesem herrlichen Duft nach Weihnachten erfüllt. Das Ausstechen der Pfefferkuchen gestaltet sich einfach, deshalb sind sie ausgezeichnet für das Backen mit Kindern geeignet. Beim Verzieren sind die Kleinen sowieso topp und haben einen Riesenspaß.

Das Rezept ergibt eine große Anzahl Pfefferkuchen, deshalb kann man es auch gern halbieren. Die genaue Stückzahl kann ich hier nicht angeben, da sie von der Größe der Ausstechförmchen abhängt.

Die norwegischen Pfefferkuchen habe ich das erste Mal in einem Backbuch in Trondheim entdeckt. Ich war als Austauschstudent auch über Weihnachten in Norwegen geblieben und hatte mir ein Koch- und Backbuch in der Bibliothek ausgeliehen, eigentlich mehr um meine Norwegischkenntnisse im Lebensmittelbereich zu verbessern. Ich blieb jedoch erstmal an den Fotos mit den Weihnachtskeksen und den Torten hängen. Dann begann ich, teilweise mithilfe des Wörterbuches, einige Rezepte zu übersetzen und abzuschreiben. Dabei waren auch die Pfefferkuchen, eigentlich Ingwerkuchen. Zum Glück hatte ich sie auf norwegisch abgeschrieben, so dass sich kein Übersetzungsfehler einschleichen konnte. Bis zum ersten Nachbacken dauerte es jedoch noch etwas, da dies mit der geringen Küchenausrüstung, die man als Austauschstudent besitzt, nicht wirklich möglich war. Seit ich sie jedoch das erste Mal gebacken habe, bin ich ein überzeugter Anhänger des Rezeptes.

Die Pfefferkuchen schmecken himmlisch nach Gewürzen, angenehm süß, sie fallen nach dem Backen nicht zusammen und sie werden unbemalt nicht steinhart. Sie sind also perfekt, behaupte ich jetzt einfach mal.

Norwegische Pfefferkuchen

Zutaten:IMG_7974

  • 2 dl Karamellsirup
  • 250 g Zucker
  • 1 EL Zimt
  • 1/2 EL Ingwer, gemahlen
  • 1/4 EL Nelken, gemahlen
  • 1/4 EL Kardamom, gemahlen
  • 1 große Pr. Salz
  • 1 EL Natron
  • 250 g Butter
  • 2 Eier (Größe M)
  • 800 – 850 g Weizenmehl

Zubereitung:

Die kalte Butter in mehrere Stücke schneiden und in eine Metallschüssel legen.

Karamellsirup und Zucker in einem Topf mit dickem Boden vorsichtig unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Dabei aufpassen, dass sich weder Zucker noch Sirup verbrennen.

Die Gewürze und das Salz hinzufügen und alles gut umrühren. Den herrlichen Duft genießen. Jetzt hat man eine fast kaffeedunkle Flüssigkeit.IMG_7976Das Natron hinzufügen. Rühren und einmal aufkochen lassen. Die Flüssigkeit wird jetzt hellbraun und ein bisschen cremig. Keine Angst, dass muss so sein.

IMG_7977Jetzt den heißen Topfinhalt auf die Butter in der Schüssel gießen. Achtung, eventuelle Spritzer sind sehr heiß auf der Haut. Rühren, rühren und nochmals rühren bis sich die Butter vollständig aufgelöst hat und die Masse erkaltet ist.

Die Eier in einer kleinen Schüssel miteinander verquirlen und in die erkaltete Pfefferkuchenmasse einrühren. Nun nach und nach das Mehl hinzufügen und in den Teig einkneten. Dabei soviel Mehl verwenden, bis man einen relativ festen und nur wenig klebrigen Teig erhalten hat. Diesen für mehrere Stunden, am besten jedoch über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Damit er nicht austrocknet, muss er dafür in Plastikfolie gewickelt werden.

IMG_4672Am nächsten Tag lässt sich der kühle Teig gut auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen, es ist jedoch etwas Kraft von Nöten. Am besten lässt sich der Teig rollen, wenn er 10 – 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank geholt worden ist. Da der Teig sehr gut zusammenhält, lassen sich auch große Pfefferkuchen bzw. Förmchen mit fitzeligen Teilen (z. B. Rehe oder andere Tiere mit dünnen Beinen) problemlos herstellen.

IMG_4707Die Pfefferkuchen mit relativ weitem Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Dabei aufpassen, dass auf dem Blech alle Kekse ungefähr gleich groß sind, damit sie eine identische Backzeit haben. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 7 – 10 Minuten backen, bis sie karamellbraun geworden sind. Gegen Ende der Backzeit unbedingt den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd andere Backeigenschaften aufweist. Die Backzeit ist zudem von der Dicke des Teiges und der Größe der Pfefferkuchen abhängig. Je größer und dicker, desto länger die Backzeit.

IMG_4711Die Pfefferkuchen vollständig auskühlen lassen und danach in einer dicht schließenden Keksdose aufbewahren. Dort sind sie mehrere Wochen haltbar.

Nun kann man die Pfefferkuchen gern noch verzieren. Dafür kann man entweder Kuvertüre benutzen oder diesen Schokoguss und natürlich Zuckerstreusel oder Smarties. Der eigenen Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Allerdings werden bemalte Pfefferkuchen schneller weich als ihre unbemalten Kollegen. Deshalb sollte man sie innerhalb von 1 bis max. 2 Wochen aufessen.

IMG_4743Hier sind sie in schöner Vereinigung mit unseren Traditionskeksen zum Ausstechen zu sehen.

Lasst euch von dem Duft verführen und habt viel Spaß als Pfefferkuchenbäcker.

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