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Glutenfreie Christmas-Cookies oder eine Art Elisenkuchen

IMG_7834Wir haben dieses Jahr einfach zu viel zu tun und zu viel vor in der Weihnachtszeit. Heute Nachmittag Weihnachtsmarkt in Dresden, morgen Weihnachtskonzert, zwischendurch Lauftraining und Yoga, da kommen wir einfach nicht so richtig in die Gänge mit dem Weihnachtskeksebacken. Zu den 7 verpflichtenden Sorten fehlen uns immer noch 3, aber gut, immerhin liegen wir schon über der Hälfte :-). Hier der Beweis:

IMG_7903Sonst noch auf dem Teller: Schwarzweißkekse, Honigkuchenherzen als Sterne und unsere Traditionskekse zum Ausstechen

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass sicher auch andere Familien in der Vorweihnachtszeit etwas in die Zeitklemme geraten, dann kann ich diese Christmas-Cookies empfehlen. Sie schmecken saftig, angenehm süß, fruchtig und nach Mandeln und sie sind schnell hergestellt. Sie werden ohne Mehl gebacken und sind eng verwandt mit den Elisenkuchen, zumindest, wenn man sie kunstvoller verzieren und in eine etwas breitere Form bringen würde. Aber genau dazu fehlt uns eben die Zeit. Daher bleiben wir bei den weichen Cookies, denn eine stressfreie Adventszeit ist schließlich Priorität Nummer eins.

Glutenfreie Christmas-Cookies oder eine Art Elisenkuchen (ca. 35 Stück)

Zutaten:

  • 100 g süße, gemahlene Mandeln ohne Schale
  • 100 g gehackte Haselnüsse
  • 50 g Orangeat oder eine Mischung aus Orangeat und Zitronat, je nach Vorlieben
  • 50 g Korinthen
  • 2 große Eier (L)
  • 140 – 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 2 TL Rum
  • 1/2 TL Zimt
  • Schale von 1/2 Bio-Zitrone
  • 75 g Zartbitter-Kuvertüre zum Bestreichen

Zubereitung:

Korinthen waschen, ggf. verlesen und in 1 TL Rum sowie Wasser für ca. 1 Stunde einweichen. Mandeln ggf. mahlen, Haselnüsse in kleine Stückchen hacken. Orangeat und / oder Zitronat mit dem Wiegemesser in kleine Stücke schneiden. Die Bio-Zitrone gut waschen und dünn schälen.IMG_7824

Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Vanillezucker und Backpulver miteinander vermischen. Die restlichen Zutaten mit Ausnahme der Kuvertüre hinzufügen und alles zu einem relativ klebrigen Teig verrühren. Die Korinthen dabei ohne Einweichflüssigkeit hinzugeben.IMG_7828

2 Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig mit einem großen Teelöffel (gehäuft voll) mit weitem Abstand auf das Backblech setzen. Die Cookies leicht plattdrücken und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C mit Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene für 12 – 15 Minuten backen.

Auf einem Rost erkalten lassen. Die Kuvertüre in einem Topf, der sich in einem heißen Wasserbad befindet, unter Rühren schmelzen lassen. Die Cookies mit etwas Kuvertüre bepinseln. Kalt stellen bis die Kuvertüre wieder fest geworden ist, danach in einer Keksdose bis zum Genuss lagern.

Schoko-Mandel-Baiser oder auch Wespennester

IMG_4768Diese Baiser müsst ihr probieren, luftig, locker, knusprig, weihnachtlich mit Schoko- und Mandelstückchen. Eine richtig gute Ergänzung des Kekstellers, da sie deutlich anders sind als die üblichen Plätzchen und Pfefferkuchen. Nun weiß ich nicht, warum diese Baiser in Norwegen auch Wespennester heißen, so richtig ähnlich sehen sie selbigen nicht, aber der Bienenstichkuchen hat ja auch keine Ähnlichkeit mit seinem Namensgeber. Egal, sie schmecken auf jeden Fall gut und sind unkompliziert und schnell herzustellen, diese Nester. Das Rezept dafür habe ich bei Trines matblogg abgeschaut.

Schoko-Mandel-Baiser oder auch Wespennester (2 Bleche)

Zutaten:

  • 2 Eiweiß (Größe L)
  • 125 g feinkörniger Zucker
  • 1,5 TL echter Vanillezucker
  • 125 g gestiftelte Mandeln
  • 125 g Kochschokolade, zartbitter

Zubereitung:

Kochschokolade in nicht zu kleine Stücke hacken, mit den gestiftelten Mandeln vermischen und zunächst zur Seite stellen.

Wenn die Baiser optimal gelingen sollen, gilt es einige Grundregeln zu beachten.

  1. Immer sauberes und vor allem fettfreies Küchengeschirr und Besteck benutzen.
  2. Frische Eier verwenden.
  3. Die Eier sauber trennen, es darf kein Eigelb in das Eiweiß geraten, sonst wird der Eischnee nicht fest.
  4. Die Eiweiße sollten sich vor der Verwendung auf Zimmertemperatur erwärmt haben.
  5. Möglichst feinkörnigen Zucker verwenden.
  6. Baisermasse möglichst schnell verarbeiten, sie verträgt kein langes Stehen vor dem Backen.
  7. Fertige Baiser immer luftdicht aufbewahren, so sind sie sehr lange haltbar.IMG_4758

Die Eiweiße zunächst mit niedriger Geschwindigkeit aufschlagen. Wenn sie schaumig geworden sind, werden nach und nach der Zucker und der Vanillezucker hinzugegeben. Dabei wird das Eiweiß die gesamte Zeit, nun jedoch mit höherer Geschwindigkeit, weiter geschlagen, bis es eine glänzende und steife Masse geworden ist. Die Baisermasse ist fertig aufgeschlagen, wenn sich beim Herausheben der Rührhaken kleine, stabile Spitzen in der Masse bilden.

Die gehackten Mandeln und die Schokolade nun vorsichtig mit einem großen Löffel unter die Baisermasse heben. Mithilfe von 2 Teelöffeln kleine Baiser auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Da die Baiser sich während des Backens nur geringfügig vergrößern, können sie dicht nebeneinander platziert werden. Aufpassen, dass alle Baiser ungefähr gleich groß werden, da sie sonst unterschiedliche Backzeiten benötigen, um innen trocken zu werden.

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Den Herd auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Baiser auf der mittleren Schiene für 15 – 20 Minuten backen, bis sie innen trocken sind (die Schokolade ist beim Probieren noch flüssig, sonst jedoch nichts). Nun die Baiser vollständig auskühlen lassen, ehe man sie vorsichtig in eine luftdicht schließende, nicht zu große Dose umsortieren kann.

Jetzt fehlt nur noch ein guter Espresso dazu, um das samstägliche Naschglück perfekt zu machen. Genießt das Adventswochenende!

Schwarzweißkekse = Zebraalarm in der Küche

IMG_7854Sind sie nicht faszinierend, diese Zebrakekse? Ein bisschen erinnern sie mich auch an den Kalten Hund bzw. die Kellertorte, oder? Auf dem Plätzchenteller sind sie in jedem Fall nicht zu übersehen, diese sächsischen Klassiker. Deshalb waren wir froh, als wir ein altes Familienrezept gefunden haben, mit dem wir uns dieses Jahr ans Nachbacken machen konnten.

Der Teig überzeugte während der Verarbeitung, auch die Klebeeigenschaften zwischen den Teigschichten waren ausgezeichnet. Beim Verkosten fiel allerdings auf, dass man wohl früher für unseren Geschmack eher wenig Zucker in die Kekse gegeben hat. Deshalb haben wir beim Backen der zweiten Ladung die Zuckermenge erhöht, was bei sonstigen Rezepten sehr selten vorkommt. Bei den meisten bin ich nämlich geneigt, die Zuckermenge von vornherein zu reduzieren, da wir nicht so süß essen. Jetzt ist es aber genug der Vorrede, ruft stattdessen den Zebraalarm aus.

Schwarzweißkekse oder auch Zebrakekse (ca. 40 Stück)

Zutaten:

  • 150 g Weizenmehl
  • 100 g kalte Butter
  • 1 Pr. Salz
  • 1 leicht gehäufter EL echter Vanillezucker
  • 60 g Zucker
  • 1 Eiweiß von einem kleinen Ei (ein kleines M-Ei), verquirlt
  • 1 leicht gehäufter EL Kakaopulver

Zubereitung:

Mehl, Salz, Vanillezucker und Zucker miteinander mischen. Die kalte Butter in Stückchen schneiden und auf der Mehlmischung verteilen. Daraus schnell einen krümeligen Teig kneten. Das Eiweiß verquirlen und nach und nach in den Teig einkneten. Dabei soviel Eiweiß verwenden, bis der Teig eine geschmeidige Masse ergibt.

Den Teig halbieren und in die eine Hälfte das Kakaopulver einkneten. Wer die Kekse eher süß mag, sollte hier ggf. erneut etwas Zucker zufügen.

Die Teigverknetung muss rasch gehen, da sonst die Butter zu warm wird, wodurch die Kekse nach dem Backen eine zähe Konsistenz annehmen können. Beide Teighälften getrennt voneinander und eingewickelt in Plastikfolie für mind. 1 h im Kühlschrank kalt stellen.

Die Teigstücke nun am besten auf Backpapier ca. 3 mm dick ausrollen. Beide sollten ungefähr gleich groß werden. Das eine Stück nun mit etwas Wasser bestreichen. Das andere Teigstück darauf legen und mit dem Nudelholz leicht darüberrollen. Den Teig längs halbieren, erneut mit Wasser bestreichen und aufeinanderlegen. Damit solange fortfahren, bis man mehrere Streifen übereinander liegen und die gewünschte Keksgröße erreicht hat. Den Teig erneut in Folie einwickeln und für mind. 1 h kalt stellen.

Den nun wieder festen und kalten Teig mit einem scharfen Messer in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und wenn möglich noch einmal für ca. 20 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 175 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Kekse auf der mittleren Schiene für 12 – 13 Minuten backen. Danach auskühlen lassen, ehe man sie in eine Keksdose umlagern kann.

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Karfreitag mit Dauerregen = Osterkekse bemalen

IMG_5728Da es heute den gesamten Tag mehr oder weniger bei kalten 5 °C geregnet hat, haben wir uns hingesetzt und ein paar unserer Kekse mit Schokoguss bemalt, ein schöner Spaß, auch für Erwachsene, wann kommt man schließlich sonst schon noch zum Malen? Wir benutzen für die Schokobemalung so wie beim Keksteig ein Traditionsrezept, das schon lange in unserer Familie existiert. Aufgeschrieben worden ist es bisher allerdings noch nie, daher gibt es auch keinerlei Mengenangaben, sondern nur wie in vielen alten Rezepten üblich, eine Zutatenliste.

Schokoguss für unsere Traditionskekse

Man nehme:

  • Puderzucker (ca. 4-5 EL)
  • Kakaopulver (so viel, bis die Trockenmischung mit dem Puderzucker schön braun aussieht)
  • ca. 1 Würfel Palmin (Kokosfett)
  • etwas heißes Wasser
  • 1 Schuss Rum (kann man auch weglassen)

Zubereitung: 

Den Puderzucker in eine Metallschüssel sieben, Kakaopulver dazugeben und beides miteinander vermischen. Das Kokosfett in einem kleinen Topf zerlassen. Etwas Wasser im Wasserkocher erhitzen.

Nun unter ständigem Rühren das Kokosfett nach und nach in die Staubzucker-Kakao-Mischung einrühren. Danach so viel heißes Wasser und wer mag, einen Schuss Rum, einrühren, bis die gewünschte relativ flüssige Konsistenz des Gusses erreicht ist. IMG_5735

Die Schüssel mit dem Guss auf einen Topf mit heißem Wasser stellen, damit der Guss während des Bemalens nicht zu fest wird. Nun die Kekse mit einem Pinsel kreativ verzieren.

Danach die Kekse für mehrere Stunden in einem kalten Zimmer zwischenlagern, bis der Guss fest geworden ist. Nun kann man die Kekse wieder in eine Dose schichten, allerdings sollte man sie nicht mit unbemalten Keksen mischen, da sonst letztere ebenfalls ihre Knusprigkeit verlieren.

Damit wünsche ich Euch einen versteckfreudigen Osterhasen und ein schönes Osterwochenende.

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Unsere Traditionskekse zum Ausstechen

IMG_5721Ich weiß nicht, ob ihr auch in euren Familien die Tradition habt, zu Ostern Kekse zu backen. In unserer Familie ist das der Fall, natürlich unter Verwendung anderer Ausstechförmchen als zu Weihnachten und in insgesamt kleinerer Menge und Auswahl. Ein Keksrezept ist bei beiden Keksbackanlässen immer dabei – unser Familienkeksrezept für Ausstechkekse. Das Rezept lässt sich bis zum handschriftlichen Backbuch meiner Oma (1930er Jahre) zurückverfolgen, vermutlich ist es jedoch noch älter. Die Kekse sind locker, knusprig und natürlich mit ihrem Geschmack nach Butter lecker. Verglichen mit heutigen Keksrezepten sind sie nicht so süß, was unserem Geschmacksempfinden jedoch entgegenkommt.

Die Kekse kann man natürlich auch nach Herzenslust mit Schokoladen- oder Zitronenguss verzieren, dabei muss man jedoch in Kauf nehmen, dass sie nach einigen Tagen ihre Knusprigkeit einbüßen. Daher warten einige unserer Kekse bis kurz vor dem Osternest auf ihre Bemalung, während der Rest unbemalt bleiben wird.

Der Keksteig lässt sich sehr gut bearbeiten und ist damit auch hervorragend für das Backen mit Kindern geeignet. Die Kekse sind mehrere Wochen in einer dicht schließenden Dose haltbar, also durch und durch unkompliziert.

Unsere Traditionskekse zum Ausstechen

Zutaten:

  • ca. 600 g Weizenmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 250 – 300 g Zucker (je nachdem, wie süß man seine Kekse mag)
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier

Zubereitung:

Zuerst die Eier mit der Butter und dem Zucker in einer Schüssel gut verrühren. Danach das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz vermischen und nach und nach in den Teig einrühren bzw. -kneten. Es sollte ein mittelfester Teig entstehen.

Nun eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und einen Teil des Teiges auf dieser mit einem Nudelholz dünn ausrollen. Wenn der Teig beim Ausrollen am Nudelholz kleben bleibt, dann auch das Nudelholz dünn mit Mehl bestäuben. Sollte der Teig danach immer noch nicht ausrollbar sein, dann noch etwas mehr Mehl in diesen einkneten.

Nun mit Ausstechförmchen die Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Günstig ist es dabei, ungefähr gleich große Kekse pro Blech auszustechen, damit diese gleichmäßig fertig gebacken werden. IMG_5709

Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 170 – 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine leichte goldbraune Färbung angenommen haben.

Nach dem Backen die Kekse auskühlen lassen und danach in eine dicht schließende Keksdose umlagern und ggf. mit Schoko- oder Zitronenguss verzieren.

Damit wünsche ich euch bereits jetzt frohe Ostern, genießt die Sonne, die frühlingsgrüne Natur  und natürlich den einen oder anderen Keks ;-)!

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Haferflocken-Schoko-Cookies

IMG_1662Heute kann ich euch ein sehr leckeres Keksrezept präsentieren, Knusprige Kekse mit Haferflocken und Schokostückchen, die prima als “Tourfutter” auf Reisen oder Wanderungen geeignet sind, natürlich kann man sie auch auf dem heimischen Sofa nach einer sportlichen Aktivität knabbern. Das Rezept ergibt ca. 90 normal große Kekse, ist also auf Bevorratung angelegt.

Haferflocken-Schoko-Cookies (ca. 90 Stück)

Zutaten:

  • 350 g Mehl
  • 100 g kernige Haferflocken
  • 200 g Butter, zimmerwarm
  • 110 g weißer Zucker
  • 125 g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Natron
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 200 g dunkle Schokolade, gehackt

Zubereitung:

Zuerst die Haferflocken in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit so lange anrösten, bis sie anfangen zu duften und leicht gebräunt sind. Dabei regelmäßig in der Pfanne rühren. Die Haferflocken danach abkühlen lassen.

Die Schokolade mit einem stabilen Messer in Stücke hacken.

Den Zucker mit der Butter zu einer kremartigen Masse verrühren. In diese nacheinander die beiden Eier einrühren. Das Mehl mit den abgekühlten Haferflocken, dem Salz, dem Natron und dem Vanillezucker in einer extra Schüssel vermischen. Danach die trockenen Zutaten zu den feuchten geben und gut verrühren. Zum Schluss vorsichtig die Schokoladenstückchen unterheben, bis sie gleichmäßig im Teig verteilt sind.

Nun aus dem Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 90 walnussgroße Kugeln rollen. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einer Gabel flach drücken. Sollte der Teig dabei an der Gabel kleben bleiben, dann diese mit etwas Mehl bestäuben.

Die Kekse auf der mittleren Schiene bei Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Backofen bei 175 °C für 12 – 15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt und fest geworden sind. Die Kekse danach vollständig abkühlen lassen, ehe sie in eine dicht schließende Dose gepackt werden können. Darin sind sie theoretisch mehrere Wochen haltbar, meist jedoch weit vor dieser Zeit aufgegessen.

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Glutenfreie Mandelcookies mit Schokostückchen

IMG_5242Kekse sind immer gut, egal ob als Tour- oder Abendfutter, jedenfalls solange man nicht zu viele davon isst. Da wir noch einige Weihnachtsvorräte an gemahlenen Mandeln und Schokolade aufzubrauchen hatten, entstand dieses mehl- und damit auch glutenfreie Rezept. Die Cookies sind knusprig, nicht ganz so süß, relativ einfach herzustellen und lecker, besonders in der kälteren Jahreszeit. Die Mischung mit weißer und dunkler Schokolade ergibt einen netten Farbeffekt auf den Keksen. Man kann natürlich auch nur Zartbitter- oder Milchschokolade verwenden, je nach den individuellen Vorlieben.

Glutenfreie Mandelcookies mit Schokostückchen (ca. 30 Stück)

Zutaten:IMG_5219

  • 260 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 4 gehäufte EL Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL echter Vanillezucker
  • 2 Eier (Größe L)
  • 100 g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 50 g weiße Schokolade, gehackt

Zubereitung:

Die Mandeln ggf. mahlen, man kann sie sowohl mit als auch ohne Schale verwenden. Die Schokolade in nicht ganz so kleine Stücke hacken.

Alle Trockenzutaten in einer Schüssel mischen, die Schokoladenstückchen ebenfalls unterrühren. Nun die beiden Eier hinzufügen und alles zu einem recht klebrigen Teig verkneten. Das geht am besten mit den Händen. IMG_5231

30 ungefähr gleich große Kugeln mit den Händen formen und je 15 auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Dabei gut Abstand zwischen den Keksen halten, sie vergrößern sich noch beim Backen.

Die Teigkugeln mit der Hand leicht flach drücken.

Die Kekse im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 15 Minuten backen bis sie eine leichte braune Färbung angenommen haben.

Die Cookies auf einem Rost vollständig abkühlen lassen. Dabei sollten sie eine knusprige, nicht mehr klebende Konsistenz annehmen. Sollte das nicht der Fall sein, waren sie zu kurz im Ofen, dann kann man sie nochmals auf ein Blech legen und für ca. 5 Minuten nachbacken. Uns ist das mit dem ersten Blech passiert, da hatten wir sie zunächst nur 10 Minuten gebacken, das war jedoch eindeutig nicht lang genug.

Danach die Mandelkekse in eine dicht schließende Keksdose umlagern und am besten in der frühlingshaften Wintersonne genießen.

Vanillekipferl

IMG_4692Das letzte Keksrezept für dieses Jahr, noch ist ja ein kleines bisschen Zeit, um die letzten Backwerke an diesem Wochenende fertigzustellen. Mit den klassischen Vanillekipferln haben wir allerdings einen mehrere Jahre dauernden Kampf ausgetragen, mal war der Teig zu feucht und lief beim Backen auseinander, mal war er zu wenig süß, mal ließ sich der Rohteig überhaupt nicht formen, mal zerbröselten sie beim Wälzen im Staubzucker nach dem Backen, ziemlich frustrierend war das. Nun haben wir jedoch dank des sehr guten blogs Chili und Ciabatta ein Rezept gefunden, bei dem sich der Teig ganz hervorragend und unzickig benimmt. Wir haben kleinere Änderungen bei der Zuckermenge und der Vanillezugabe vorgenommen, hier kommt daher unsere Variante der Vanillekipferl.

Vanillekipferl (grob geschätzt 50 Stück)

Zutaten:

  • 280 g Mehl
  • 90 g Zucker
  • 20 g echter Vanillezucker
  • 100 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 1 Pr. Salz
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 210 g kalte Butter
  • ca. 4 EL Staubzucker zum Wälzen
  • 2 Pck. Vanillezucker zum Wälzen

Zubereitung:

Mark der Vanilleschote auskratzen. Mehl, Salz, Zucker, Mandeln und Vanilleschotenmark in einer großen Schüssel vermischen. Die kühlschrankkalte Butter in kleine Stückchen in die Schüssel schneiden. Danach alles von Hand zu einem relativ festen, jedoch geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 2 Stunden im Kühlschrank lagern.IMG_4682

2 Backbleche mit Backpapier belegen. Von dem kalten Teig kleine Stücke abbrechen und mit den Händen hörnchenförmig zu Kipferln rollen.

Die Vanillekipferl im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 12 – 15 Minuten backen.

Staubzucker sieben und mit dem Vanillezucker in einer breiten Schale mischen. Die noch warmen Kipferl in der Mischung wälzen, danach vollständig abkühlen lassen, ehe sie in eine dicht schließende Keksdose umgelagert werden können.

Genießt die letzte Weihnachtsbäckerei, falls noch ausstehend.

Honigkuchenherzen

IMG_4719Am Samstag haben wir unseren großen Familienbacktag (3 Frauen, 1 Küche, viel Teig) abgehalten. Entstanden sind Honigkuchenherzen, viele Pfefferkuchen und Vanillekipferl. Jetzt sind alle beteiligten Familien mit Keksen versorgt und wir haben ausführlich über alles Mögliche und Unmögliche reden und kichern können :-). So schön das gemeinsame Backen ist, bekommt man es doch nach dem x-ten Blech etwas satt, so dass wir das sonnige und klare Wetter am Nachmittag zu einem langen Spaziergang genutzt haben. Danach konnten wir die Backvorhaben ohne Probleme zu Ende bringen und den Tag im vorweihnachtlich vollgepackten Programm richtig genießen. So ein Backtag mit Freunden oder der Familie lohnt sich.

Die Honigkuchenherzen sind bei uns bereits seit mehreren Jahren auf der Weihnachtsbackliste – sie schmecken süß nach Honig, säuerlich nach Johannisbeermarmelade, leicht würzig und natürlich durch den Überzug schokoladig. Einfach interessant und sehr lecker. Das Rezept haben wir uns aus dem GU Bild-Backbuch Backvergnügen wie noch nie abgeschaut, es jedoch inzwischen ein klein wenig verändert.

Honigkuchenherzen (ca. 60 Stück, abhängig von der Größe der Ausstechförmchen)

Zutaten:

  • 225 g Honig
  • 125 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Pr. Salz
  • 1 knapper EL Orangeat (kann auch weggelassen werden)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL Nelken, gemahlen
  • 500 g Mehl (550)
  • 1 Pck. Backpulver

Zubereitung:

Für den Teig den Honig zusammen mit dem Zucker und der Butter in einem Topf unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und Butter sowie Honig geschmolzen sind. Danach die Honigmasse unter ständigem Rühren abkühlen lassen.

Das Ei mit dem Salz verschlagen. Das Orangeat sehr fein hacken. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.

Nun das verquirlte Ei, die Gewürze und das Orangeat in die lauwarme Honigmasse rühren, danach das mit dem Backpulver gemischte Mehl zufügen und den Teig gut durchkneten. Es entsteht ein relativ fester Teig. IMG_4671

Den Teig danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick ausrollen und die Herzen ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier versehenes Blech legen.

Die Herzen im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 10 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie eine karamellartige Farbe angenommen haben.

Für die Füllung verwenden wir relativ säuerliches Johannisbeergelee, da die Kekse bereits recht süß sind. Jeweils die Unterseite eines Kekses nach dem Erkalten nicht zu dünn mit dem Gelee bestreichen und mit einem zweiten Keks zusammensetzen. Die Kekse für ca. 1 Stunde in einen kühlen Raum stellen, damit sie beim Bestreichen mit Schokolade besser zusammenhalten.IMG_4697

Danach die Zartbitterschokolade im Wasserbad unter Rühren schmelzen und die Herzen entweder zur Hälfte eintauchen oder mit einem Pinsel bestreichen. Die Herzen auf ein Holzbrett legen und in einen kühlen Raum stellen, bis die Schokolade wieder fest geworden ist, ehe man sie in eine dicht schließende Keksdose zur Aufbewahrung umsortieren kann.

Genießt die Adventszeit und backt etwas Leckeres!

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Zweifarbenkekse

IMG_4538Die Weihnachtsbäckerei läuft immer noch, besonders abends, wenn es dunkel ist, auf Hochtouren, auch, wenn sie ab und zu unter den vielen anderen anstehenden Aktivitäten “leidet”. Nicht immer ist es so einfach, alles unter einen Hut zu bringen, aber wir liegen dieses Jahr gut im Plan. Am Montagabend waren wir in der Frauenkirche in Dresden zum Weihnachtsoratorium – herrlich und entspannend. Dresden ist zurzeit ein einziger Weihnachtsmarkt, jedenfalls in der Innenstadt, überall duftet es nach Glühwein und Waffeln, alles ist angenehm hell erleuchtet – insgesamt sehr lohnenswert, wenn man auf der Suche nach den letzten kleinen Weihnachtsgeschenken von einem Stand zum nächsten bummeln kann.

Jetzt aber zurück zu den traditionsreichen zweifarbigen Mürbeteigkeksen. Als Kind habe ich sie immer beim Bäcker angestaunt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wer so viel Geduld hatte, jeden Keks mit einem anderen Muster zu versehen. Nun, inzwischen habe ich gelernt, dass das ganz einfach geht und diese Art Kekse sogar viel schneller hergestellt sind als Kekse zum Ausstechen. In unserer knusprig lockeren Variante wird sowohl mit weißer als auch dunkler Schokolade im Teig gearbeitet, was einen sehr leckeren Keks ergibt.

Zweifarbenkekse (ca. 50 Stück)

Zutaten:

  • 125 g Mehl, 550
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 50 g + 10 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 75 g kalte Butter
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 50 g weiße Schokolade, geraspelt
  • 50 g Zartbitterschokolade, geraspelt
  • 1 TL Kakao
  • ca. 1 TL Wasser

Zubereitung:

Die Schokolade sehr fein hacken oder raspeln, getrennt zur Seite stellen.

Mehl mit Backpulver, Salz und 50 g Zucker mischen. Eigelb und die kalte Butter dazugeben und alles von Hand zu einem homogenen Teig verkneten.

Den Teig halbieren und getrennt weiter verarbeiten. In die eine Hälfte die weiße Schokolade und den Vanillezucker einkneten. In die andere Teighälfte die Zartbitterschokolade, 10 g Zucker, den Kakao und etwas Wasser einmischen und gut verkneten. Erscheint der Teig zu trocken, dann noch etwas mehr Wasser zufügen. Je nach Süße der Zartbitterschokolade evtl. noch etwas mehr Zucker zufügen.

Beide Teige zu Stangen formen und diese daran anschließend grob miteinander verkneten. Zwei Rollen mit einem Durchmesser von 3 – 3,5 cm formen, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für mind. 1 Stunde, gern länger, erkalten lassen.

Die kalten Keksrollen mit einem scharfen Messer sofort in dünne (ca. 5 mm) Scheiben schneiden, diese mit relativ weitem Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Die Zweifarbenkekse im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 15 – 18 Minuten backen lassen. Die Kekse verbreitern sich dabei etwas. Den Bräunungsgrad gegen Ende der Backzeit kontrollieren, damit die Kekse nicht zu dunkel werden.

Direkt nach dem Backen sind die Kekse noch sehr weich, daher diese am besten auf dem Backblech abkühlen lassen, ehe man sie in eine dicht schließende Keksdose sortiert.