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Schoko-Doppelkekse mit Vanillecreme

IMG_4588Jetzt ist bei uns auch die richtige Vorweihnachtsstimmung eingezogen, der Sturm hat Schnee und leichten Frost mitgebracht, herrlich. Außerdem waren wir auf unserem traditionell jedes Jahr stattfindenden Ausflug in Seiffen, dem “Weihnachtsdorf” im Erzgebirge, um die Neuigkeiten bei Nußknackern, Pyramiden, Räuchermännern und Co. anzugucken. Dort ergibt sich dann meist auch gleich die eine oder andere Weihnachtsgeschenkidee, sehr praktisch. Besonders schön ist danach die Rückfahrt im Dunkeln durch die Erzgebirgsdörfer – in fast jedem Haus sind die Fenster durch Schwibbögen hell erleuchtet, im Garten die mit Lichterketten versehenen Bäume, einfach heimelig.

Kekse haben wir heute ebenfalls noch ein paar gebacken. Da sich Oreo- oder auch normale Doppelkekse im jüngeren Teil unserer Familie großer Beliebtheit erfreuen, haben wir seit letztem Jahr ein solches Rezept in unser Weihnachtsbackrepertoire integriert. Sehr lecker, kann ich nur sagen, allerdings sollen die Kekse aufgrund der Füllung nicht ewig gelagert bzw. aufgehoben werden, aber so lange reicht der Vorrat bei uns auch nie. Ebenfalls ist es ganz praktisch, wenn man die Kekse etwas kühler, z. B. im Schlafzimmer, in einer dicht schließenden Dose aufheben kann, dann schmecken sie am allerbesten.

Schoko-Doppelkekse mit Vanillecreme (ca. 25 große oder 40 kleine Doppelkekse)

Zutaten Kekse:

  • 200 g Mehl
  • 135 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 40 g Kakao
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Natron
  • 130 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei

Zutaten Vanillecremefüllung:

  • 80 g Butter, zimmerwarm
  • Mark 1 Vanilleschote
  • ca. 2 dl Staubzucker

Zubereitung:

Für den Keksteig als erstes alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Danach die Butter und das verschlagene Ei zugeben und alles zu einem gleichmäßigen, weichen Teig verkneten. Das Kneten geht am besten von Hand.

Den Teig danach in eine Plastikfolie wickeln und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank zwischenlagern, sonst ist er weder roll- noch ausstechbar.

Nach der Kühlzeit den Teig kurz durchkneten, sollte er jetzt immer noch zu weich erscheinen, dann noch etwas mehr Mehl hinzufügen. Nun den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsplatte gleichmäßig dünn ausrollen und die Kekse mit Keksförmchen oder einem Glas ausstechen. Dabei die spätere Deckplatte mit einem oder mehreren Löchern oder einem Gesicht versehen. Das geht entweder mit speziellen Förmchen oder einem Reagenzglas. Das Gesicht kann man natürlich auch mithilfe eines Messers in den Keks schneiden.

Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 10 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit unbedingt aufpassen, damit die Kekse nicht zu dunkel werden.

Danach die Kekse auskühlen lassen. Sollten sich z. B. die Gesichter während des Backens zu sehr geschlossen haben, kann man diese vorsichtig nachschneiden, wenn die Kekse noch warm und weich sind.

Für die Füllung das Mark einer Vanilleschote auskratzen und den Staubzucker sieben. Danach alle Zutaten vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Diese lässt sich einfacher weiter verarbeiten, wenn man sie für ca. 10 Minuten im Kühlschrank etwas erkalten lässt.

Danach den unteren Keks mit der Vanillecreme bestreichen bzw. belegen und den oberen darauf setzen. Dabei immer in der Mitte des oberen Kekses drücken, damit er nicht zerbricht. IMG_4577Die Kekse in einer dicht schließenden Dose möglichst kühl (z. B. im Schlafzimmer) bis zum Vernaschen aufbewahren. Genießt das 2. Adventswochenende.

Mandelsplitter

IMG_4462Während draußen der Sturm um die Hausecken fegt, haben wir heute Abend mit dem Backen der Weihnachtskekse angefangen. Höchste Zeit, morgen früh werden schließlich die ersten für die Nikolausstiefel benötigt. Neben unseren traditionellen Familienkeksen zum Ausstechen, Anisplätzchen und Zweifarbenkeksen sind u. a. Mandelsplitter entstanden, die sehr schnell und einfach herstellbar sind und damit sehr gut geeignet für die zum Teil hektischen Vorweihnachtszeiten. Sie schmecken super, jedenfalls wenn man leckere Schokolade verwendet hat.

Update 2016: Anstelle von Mandeln kann man auch gehackte, leicht angeröstete Macadamias verwenden. Oberlecker, wenn man Macadamias mag.

Mandelsplitter (grob geschätzt 40 Stück :-))

Zutaten:

  • 200 g Mandeln, gestiftelt oder Macadamia, gehackt
  • etwas Staubzucker (ca. 1 EL)
  • 200 g Zartbitterschokolade
  • ggf. etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange (wer mag)

Zubereitung:

Die Mandeln oder Macadamias auf einem Backblech verteilen und Staubzucker gleichmäßig darüber sieben.

Die Mandeln danach im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180 °C für ca. 7 Minuten rösten, bis sie hellbraun geworden sind. Macadamias benötigen nur ca. 4 Minuten.

Während die Mandeln abkühlen, die Schokolade grob hacken und danach im Wasserbad unter Rühren schmelzen. Dazu einen großen Topf mit Wasser erhitzen. Die Schokoladenstückchen in einen kleineren Topf geben, der dann in den großen gehalten wird. Der kleine Topf darf dabei nicht den Topfboden des großen Topfes berühren, sonst wird die Schokolade zu heiß. Außerdem darf kein Wasser mit der Schokolade in Berührung kommen.

Die geschmolzene Schokolade mit den gerösteten Mandeln / Macadamias vermischen. Ggf. etwas abgeriebene Schale einer gut gewaschenen, möglichst unbehandelten Orange hinzufügen.

Mit 2 Teelöffeln kleine Mandelsplitterhäufchen auf einem Keksteller formen und danach abkühlen lassen. Fertig in Rekordzeit.

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Halloween oder Ersatzfinger für den Umzug

IMG_4138Eigentlich bin ich kein Halloweenfan. Dieses Jahr konnte ich jedoch trotzdem nicht widerstehen und habe etwas leicht Gruseliges gebacken – Leichenfinger. Hintergrund war, dass wir gestern als Umzugs- und Möbelaufbauhelfer engagiert waren und da sind Ersatzfinger nun mal nicht zu verachten ;-). Da unsere Hände jedoch alle unversehrt geblieben sind, konnten wir den Ersatz ruhigen Gewissens aufessen. Man kann sie natürlich auch ohne “Blut” herstellen, dann sehen sie echten Leichenfingern ähnlicher und kleben deutlich weniger, wodurch man sie besser in der Keksdose stapeln kann.

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Leichenfinger für Halloween (ca. 35 Stück)

Zutaten: 

  • 2 Eier (Größe L)
  • 35 halbierte Mandeln (geschält)
  • 1 TL Vanillezucker
  • 110 g Butter
  • 60 g Staubzucker
  • 60 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 240 g Mehl
  • etwas Kakaopulver zum Bestäuben
  • etwas rote Marmelade als “Blut”

Zubereitung:

Für den Teig als erstes eines der beiden Eier trennen und das Eiweiß zur Seite stellen. Dieses wird später zum Einpinseln der Finger benötigt.

Danach in einer Schüssel Zucker, Staub- und Vanillezucker, Salz sowie Butter gut vermischen. Das Eigelb und das zweite Ei dazugeben und für ca. 2 Minuten gut verrühren. Zum Schluss das Mehl hinzufügen und ebenfalls gut in den Teig einrühren.

Den Teig halbieren, beide Teile in eine Plastikfolie wickeln und für mind. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen, damit sie fest werden.

In der Zwischenzeit die Mandeln ggf. schälen und mithilfe eines scharfen Messers halbieren.

Eine Hälfte des Teiges aus dem Kühlschrank nehmen und in 17 bis 18 Stück teilen. Da der Teig schnell seine Festigkeit verliert, sollte er so kalt wie möglich verarbeitet werden. Die Teigstücke nun auf Fingerlänge dünn ausrollen und leicht in Form drücken, um Gelenke zu erhalten. An den Gelenken die Finger mit einem Messer etwas einschneiden. Danach die Finger auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren.

Wenn alle Finger geformt sind, werden sie mit Eiweiß dünn bepinselt. Die Mandelhälften werden daran anschließend als Fingernägel in die Fingerkuppen gedrückt.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Währenddessen die Finger für 15 Minuten im Kühlschrank erneut fest werden lassen. Danach werden sie auf mittlerer Schiene bei Ober- und Unterhitze für ca. 15 Minuten gebacken, bis sie hellbraun sind.

Die Finger auf einem Rost auskühlen lassen. Damit die Gelenke etwas betont werden, kann man mit einem Pinsel etwas Kakaopulver in die Einschnitte pinseln.

Um “blutige” Finger zu erhalten etwas Marmelade an das untere Fingerende streichen. Man kann auch zwei etwa gleich große Finger mithilfe der Marmelade verbinden, dann sollte man jedoch beim Backen nicht alle mit Fingernägeln versehen ;-).

Uns haben die Kekse gestern während des Möbelaufbauens sehr gut geschmeckt.

Baiser – Grundrezept

IMG_2625In meiner letzten Blogpost zum Eton Mess hatte ich zwar von Baiser geschrieben, allerdings noch kein Rezept dazu geliefert. Das möchte ich nun mit diesem Grundrezept nachholen. Baiser sind einfach herzustellen und eignen sich hervorragend zur Dekoration von Desserts oder Eisbechern. Natürlich kann man sie auch einfach nur so essen. Sie kommen ganz ohne Fett daher, sind in der französischen Variante innen ebenfalls knusprig und luftig. Süß sind sie in jedem Fall – vielleicht haben sie deshalb in Norwegen den schönen Namen pikekyss (Mädchenkuss) bekommen? Wer weiß.

Sicher ist hingegen, dass es jede Menge unterschiedliche Rezepte gibt, wie Baiser hergestellt werden, mit oder ohne einer Prise Salz, mit oder ohne etwas Essig, mit Puderzucker oder mit Zucker oder mit beidem. Sicher haben viele ihr eigenes Hausrezept, das gut funktioniert. Hier kommt unseres.

Zutaten:

  • 3 Eiweiß (kleine Eier)
  • 90 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ca. 1/2 TL Zitronensaft

Zubereitung:

Wenn die Baiser optimal gelingen sollen, gilt es einige Grundregeln zu beachten.

  1. Immer sauberes und vor allem fettfreies Küchengeschirr und Besteck benutzen.
  2. Frische Eier verwenden.
  3. Die Eier sauber trennen, es darf kein Eigelb in das Eiweiß geraten, sonst wird der Eischnee nicht fest.
  4. Die Eiweiße sollten sich vor der Verwendung auf Zimmertemperatur erwärmt haben.
  5. Möglichst feinkörnigen Zucker verwenden.
  6. Baisermasse möglichst schnell verarbeiten, sie verträgt kein langes Stehen vor dem Backen.
  7. Fertige Baiser immer luftdicht aufbewahren, so sind sie sehr lange haltbar.

Die Eiweiße werden zunächst mit niedriger Geschwindigkeit aufgeschlagen. Wenn sie schaumig geworden sind, werden nach und nach der Zucker, Vanillezucker und der Zitronensaft hinzugegeben. Dabei wird das Eiweiß die gesamte Zeit, nun jedoch mit höherer Geschwindigkeit, weiter geschlagen, bis es eine glänzende und steife Masse geworden ist. Die Baisermasse ist fertig aufgeschlagen, wenn sich beim Herausheben der Rührhaken kleine, stabile Spitzen in der Masse bilden. Die Masse abschmecken und ggf. noch etwas mehr Zitronensaft einrühren. 

Die Baisermasse nun in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und kleine Baiser auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Da die Baiser sich während des Backens nur geringfügig vergrößern, können sie platzsparend dicht nebeneinander platziert werden.

Den Herd auf 110 °C vorheizen, beim Einschieben des Backbleches auf 90 – 100 °C reduzieren. Die Baiser nun für mindestens 1,5 Stunden im Herd backen, eigentlich ist es eher ein Trocknen. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, sie nach der eigentlichen Backzeit im Herd auskühlen zu lassen. Danach die Baiser vorsichtig in eine luftdicht schließende, nicht zu große Dose umsortieren.

Sommerkekse Zitrone und Mohn

IMG_2585Kekse mitten im Sommer? Ja, wir lieben Kekse, auch wenn weder gerade Weihnachten noch Ostern ist. Allerdings stellen wir an “echte Sommerkekse” einige Anforderungen. Sie sollten knusprig und doch locker sein, fruchtig frisch schmecken und sie dürfen in der Sommerwärme nicht zerlaufen oder klebrig werden. Da waren doch einige Ansprüche versammelt. Für diese Sommerkekse “Zitrone-Mohn” jedoch alles kein Problem, sie glänzen mit der Erfüllung aller Vorgaben.

Daher folgt nun eine kleine Warnung, wer gerade dabei ist, sich seine Bikinifigur zu erarbeiten, sollte entweder ab hier nicht weiterlesen oder sein Sportpensum entsprechend des Genusses erhöhen. Alternativ kann man natürlich auch gleich einen Teil der Kekse verschenken, auch dafür sind sie sehr gut geeignet.

Inspiriert durch ein Keksrezept auf Trines matblogg (http://trinesmatblogg.no/), haben wir auf jeden Fall mit den Zitronen-Mohn-Keksen unseren diesjährigen Sommerkeksfavoriten gefunden.

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Sommerkekse (ca. 100 Stück)

Zutaten:

  • ca. 350 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 130 g Zucker
  • 1/2 dl frisch ausgepresster Zitronensaft (ca. 1 Zitrone)
  • 100 + 100 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei (Größe L)
  • 1 – 1,5 EL fein geriebene Zitronenschale (ca. 1 große Bio-Zitrone)
  • 2 leicht gehäufte EL gemahlener Mohn

 Zitronen-Mohn-Zucker 

  • 1/2 EL fein geriebene Zitronenschale
  • knapp 1 dl Zucker
  • ca. 1 EL gemahlener Mohn

Zubereitung:

Die Zitrone sehr gut unter warmem Wasser waschen, am besten ist es natürlich ungespritzte Zitronen zu verwenden. Danach die Zitrone z.B. mit einem Gemüseschäler dünn schälen (nur das Gelbe) und die Schale in kleine Stückchen hacken. Die Zitrone auspressen.

Anschließend den 1/2 dl Zitronensaft in einem Topf erwärmen, jedoch nicht kochen. Darin   100 g der Butter schmelzen. Die Zitronenbutter etwas abkühlen lassen. Dieser Schritt ist wichtig, um eine weiche Teigkonsistenz zu erhalten, die ausreichend klebrig ist, um beim Wälzen der Teigkugeln genügend Zitronen-Mohn-Zucker aufnehmen zu können.

Danach das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver in einer Schüssel mischen.

In einer zweiten Rührschüssel zunächst die verbliebenen 100 g Butter mit dem Zucker aufschlagen. Im zweiten Schritt das Ei und die oben hergestellte Zitronenbutter zufügen und sehr gut verrühren, bis die Masse eine cremeartige Konsistenz aufweist. Dies dauert ca. 2 Minuten. Zum Schluss die Zitronenschale und den Mohn zufügen und unterrühren.

Nun die Mehlmischung aus Schüssel Nr. 1 dazugeben und so lange rühren, bis ein gleichmäßiger und gut zu verarbeitender, relativ weicher Teig entstanden ist. Sollte der Teig zu weich sein, kann man noch etwas Mehl hinzufügen.

Für den Zitronen-Mohn-Zucker die Zutaten in einer kleinen Schüssel mischen.

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Vom Keksteig nun kleine Stückchen (etwa 3/4 TL voll) abnehmen und mit der Hand zu Kugeln rollen. Diese Teigkugeln sofort nach dem Formen im Zitronen-Mohn-Zucker wälzen. Nur dadurch erhalten die Kekse ihre attraktiv ameisenhaft gesprenkelte Oberfläche.

Die Teigkugeln danach auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem Boden eines Glases flach drücken. Sollte der Teig am Glasboden kleben bleiben, dann das Glas in etwas Mehl tauchen.

Die Kekse im vorgeheizten Herd bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen bis sie am Rand eine leichte Braunfärbung aufweisen. Je nach Herdeigenschaften kann die Backzeit unterschiedlich sein, daher den Bräunungsgrad am besten bereits nach 8 Minuten kontrollieren und ggf. die Backzeit anpassen.