Tag Archives: Kuchen

Kinderleicht herzustellende Bananenmuffins mit Schokolade

IMG_1541Ihr sucht ein einfaches und leckeres Rezept, vielleicht für den Muttertag? Dann sind diese saftigen Bananenmuffins mit Schokolade für euch perfekt geeignet. Allein schon die Kombination Banane und Schokolade verspricht Gutes. Die Muffins sind ausgewogen in Konsistenz und Geschmack, nicht zu süß, angenehm bananig-schokoladig und nicht so furchtbar fett.

Darüber hinaus sind sie ganz leicht herzustellen und gelingsicher, wenn ihr euch an die Beschreibung haltet. Wichtig ist es, alles genau abzuwiegen und nicht nur grob zu schätzen. Außerdem darf der Teig nicht zu intensiv gerührt werden.

Na dann, nichts wie ran an das Rezept – viel Spaß beim Backen.

IMG_1532

Kinderleicht herzustellende Bananenmuffins mit Schokolade (8 Stück)

Zutaten:

  • 60 g Butter, weich
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 mittelgroße, reife Banane
  • 1 Pr. Salz
  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Vanillezucker
  • 50 ml Milch
  • ca. 60 g dunkle Schokolade (gern mit 70 % Kakaoanteil)
  • etwas Kakaopulver zum Bestäuben
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Alle Zutaten bereit legen und alles abwiegen.

Danach die Schokolade mit einem stabilen Messer in kleine Stücke hacken.

Die weiche Butter in kleine Stückchen schneiden und mit dem Zucker in einer Schüssel verrühren. Dazu kann man ein Handrührgerät oder einen Schneebesen benutzen.

Das Ei hinzufügen und kurz unterrühren.

Die Banane schälen und mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Ebenfalls in den Teig zusammen mit einer Prise Salz einrühren.

In einem zweiten Gefäß Mehl mit Vanillezucker und Backpulver mischen. Über den Teig sieben und kurz unterrühren. Dabei die Milch hinzugießen. Es entsteht ein dickflüssiger, klümpchenfreier Teig.

Jetzt nur noch die gehackte Schokolade am besten mit einem Löffel unterheben.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Dort hinein ca. 2,5 EL Teig füllen. Wenn man alle gleich groß haben möchte, kann man die Teigmenge auch abwiegen. Da sollte man ca. bei 60 g je Muffin liegen.

IMG_1528

Die Muffins im vorgeheizten Backofen bei 180 °C mit Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen. Sie bleiben dabei schön hell, man darf also nicht warten, bis sie oben gebräunt sind. Dann hat man sie vermutlich ausgetrocknet.

Kurz vor dem Verzehr kann man sie mit etwas Puderzucker und / oder Kakaopulver bestäuben.

Kirschkuchen mit Streuseln – einfach und gut

IMG_1675Einige werden jetzt vermutlich sagen: “Typischer Hausfrauenkuchen” oder auch “Omakuchen”, modern würde ich eher “minimalistisch” zu ihm sagen. Handelt es sich doch um einen einfachen, saftigen und guten Kirschkuchen, der ausgezeichnet schmeckt und dass, obwohl er auf Creme, Quark und Co. oder sonstigen “Fixfax” verzichtet.

Darüber hinaus verbindet unsere Familie eine besondere Freundschaft mit genau diesem Kuchen. Die Verursacher dieser speziellen Verbindung sind die Kinder meiner älteren Schwester. Waren sie früher bei meinen Eltern zu Besuch, bei denen ich selbst noch wohnte, musste dieser Kuchen auf der Kaffeetafel stehen. Fehlte er, waren die Gesichter lang, egal, was wir sonst noch Leckeres anzubieten hatten. Ohne ihren Lieblingskuchen waren sie nicht zufrieden.

Also gab es diesen Kirschkuchen, jahrelang, bis zu jenem denkwürdigen Tag, an dem eines der beiden Kinder zu uns meinte: “Könnt ihr eigentlich nur Kirschkuchen backen? Wieso gibt es nie anderen Kuchen? Das ist doch eigentlich ein bisschen langweilig, immer gibt’s den gleichen Kuchen bei euch.” Hah, “endlich”, dachten wir im Stillen, ab jetzt können wir auch ab und zu wieder anderen Kuchen auf den Tisch stellen. Und trotzdem, nach einer Pause, wurde der Kirschkuchen mit Streuseln doch vermisst, so dass er jetzt mehrmals im Jahr wieder Bestandteil des Kaffeetrinkens ist. Verdient hat er es.

Besonders gut verträgt er sich übrigens mit etwas Schlagsahne als Beilage. Darüber hinaus ist er durch und durch unkompliziert herzustellen, aufzubewahren und anzubieten. Auch kann man ihn ohne Probleme einfrosten. Einfach gut eben.

IMG_1672

Kirschkuchen mit Streuseln – einfach und gut (runde Springform ø 26 cm)

Zutaten Boden:

  • 150 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 65 g Zucker
  • 65 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei
  • etwas Butter zum Fetten der Backform

Zutaten Belag:

  • 2 Gläser Sauerkirschen (je 720 ml)

Zutaten Streusel:

  • 100 g Mehl
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • 60 g Zucker

Zubereitung:

Die Sauerkirschen in ein großes Sieb gießen und gut abtropfen lassen.

Eine runde Kuchenform mit Butter fetten.

Für den Boden Ei, Zucker und die weiche Butter sehr gut miteinander verschlagen, bis eine lockere Masse entstanden ist. In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Jetzt die Trockenmasse zur Feuchtmasse geben und alles mit den Knethaken miteinander zu einem klümpchenfreien, gleichmäßigen Teig verrühren.

Den Teig nun in der gefetteten Backform mithilfe eines kleinen Teigrollers oder den Händen gleichmäßig ausrollen bzw. -drücken.

Die gut abgetropften Kirschen auf dem Boden verteilen.

Für die Streusel alle Zutaten kurz von Hand miteinander verkneten. Die Streusel auf die Kirschen krümeln.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 45 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun geworden sind.

Danach mit einem Tuch bedeckt abkühlen lassen.

Der saftige Kirschkuchen schmeckt sowohl pur als auch mit einem Klecks Schlagsahne und natürlich einer Tasse Kaffee oder Tee.

IMG_1678

Möhrenkuchenmuffins mit Heidelbeeren und Frischkäseglasur

IMG_1558Möhrenkuchen mit weißer Frischkäseglasur sind in Norwegen ebensolche Standardkuchen wie in Deutschland Streuselkuchen vom Blech. Es gibt sie in mehreren Varianten, mitunter dürfen gemahlene Nüsse, Schokostückchen oder, wie in diesem Fall, frische Heidelbeeren die Möhren im Rührteig begleiten.

Gemeinsam ist jedoch den meisten Rezepten die Frischkäseglasur. Ja, es ist wirklich Käse gemeint, kein Quark oder ähnliches, den gab es nämlich bis vor Kurzem gar nicht in Norwegen. Skeptisch? Das war ich auch, als ich meinen ersten Möhrenkuchen als Studentin in Trondheim gebacken habe. Es endete damit, dass ich die Glasur nach Beratung mit meinem österreichischen Freund, der ebenso an ihr zweifelte, kurzerhand wegließ. Hätte ich damals nur geahnt, wie gut der gesüßte Frischkäse den Kuchen ergänzt, nie hätte ich ihn um sein “I-Tüpfelchen” betrogen.

Kurz und gut, diese Muffins sind schön saftig, nicht zu süß und schmecken auch dank der Glasur angenehm frisch. Und vielleicht lässt sich mit ihnen ja auch der Osterhase anlocken, immerhin sind ja Möhren enthalten. Einen Versuch wäre es wert.

IMG_1556

Möhrenkuchenmuffins mit Heidelbeeren und Frischkäseglasur (6 Stück)

Zutaten Muffins:

  • 50 g Zucker
  • 25 g brauner Zucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • 30 g Butter, zerlassen
  • 95 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 3/4 TL Zimt
  • 45 g Möhre, gerieben
  • 60 g Heidelbeeren (frische sind am besten, TK geht auch, dann wird der Teig durch den sofort austretenden Saft allerdings dunkler)

Zutaten Glasur:

  • 50 g Frischkäse, naturell (z. B. Philadelphia)
  • 18 g Butter, weich
  • ca. 30 g Puderzucker
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1/2 EL Zitronensaft
  • Garnierung: z. B. Schokoladenblättchen, bunte Streusel oder frische Heidelbeeren

Zubereitung:

Für die Muffins die Heidelbeeren auftauen lassen, wenn man TK Exemplare verwendet. Die Möhre schälen und raspeln.

Die Butter schmelzen, jedoch nicht bräunen und etwas abkühlen lassen.

Das Ei zusammen mit dem Zucker mit einem Handrührgerät luftig aufschlagen.

In einer anderen Schüssel das Mehl mit den weiteren Trockenzutaten vermischen. Diese Mischung in die Ei-Zucker Masse sieben und alles kurz unterrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.

Nun die zerlassene Butter und die Möhrenraspel einrühren, zum Schluss vorsichtig die Heidelbeeren untermischen.

Ein Muffinblech mit 6 Papierförmchen auskleiden und jeweils ca. 50 g des Teiges einfüllen.

Die Muffins im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 20 – 25 Minuten backen. Sie werden dabei goldbraun. Ob sie durchgebacken sind, kann man mittels eines Holzstäbchens prüfen. Dieses sticht man in der Mitte in einen Muffin ein und zieht es sofort wieder heraus. Kleben noch Teigkrümel daran, muss die Backzeit verlängert werden, ist es trocken und unklebrig, sind die Muffins fertig.

Während die Muffins auskühlen, die Cremeglasur herstellen.

Dazu die weiche Butter mit dem gesiebten Puderzucker vermischen. Frischkäse, Vanillezucker und Zitronensaft unterrühren. Abschmecken, bis man eine süß-säuerliche Glasur erhalten hat.

Die abgekühlten Muffins mit der Glasur bestreichen und nach eigenen Vorlieben verzieren.

Bis zum Verzehr am besten wegen der Glasur kühl stellen. Muffins schmecken frisch am besten, daher ist es gut, nur eine kleine Menge zu backen und sie am selben Tag zu genießen.

IMG_1560

Kirschkuchen mit Marzipan und Mandelstreuseln

IMG_1474Endlich wieder einmal ein Kuchen auf dem scheckenlaks. Die Abstinenz wurde durch eine selbst auferlegte Schlemmerpause verursacht, die wir nach Weihnachten eingelegt haben. Verlängert wurde sie dann für den scheckenlaks um eine weitere Woche, als ein dänisches Apfelkuchenrezept nicht so gut gelang, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Ganz anders mit diesem schönen und leicht herzustellenden Kirsch-Marzipan-Mandelkuchen. Er hat seine Ursprünge in einem älteren Dr. Oetker Blechkuchen-Backbuch, ist inzwischen jedoch nur noch weitläufig mit dem Originalrezept verwandt, da er erhebliche Änderungen der Mengenverhältnisse erfahren hat. Dadurch ist er jetzt schön saftig, nicht zu süß und schmeckt auch ohne künstliches Mandelaroma intensiv nach Mandeln und Marzipan.

Solltet ihr also nach der Osterhasenpralinenwerkstatt oder ähnlichen Aktivitäten Marzipan-Rohmasse übrig haben, kann ich diesen Kuchen als Verwertung voll und ganz empfehlen.

Kirschkuchen mit Marzipan und Mandelstreuseln für 1/2 Blech

Zutaten Rührteig:

  • 75 g Butter, weich
  • 70 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 75 g Marzipan Rohmasse (mind. 50 % Mandelanteil)
  • 2 Eier (Größe M) + 1 Eigelb (das Eiweiß kommt in die Streusel)
  • 125 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver

Zutaten Belag:

  • 1 Glas Sauerkirschen, abgetropft (Abtropfgewicht 350 g)
  • 20 g weiche Butter
  • 70 g Marzipan Rohmasse
  • 100 g frisch gemahlene Mandeln
  • 1 Eiweiß (Größe L)
  • 1 Pr. Salz
  • 1 – 2 EL Kirschwasser, alternativ Cointreau (klarer Orangenlikör)
  • Puderzucker zum Bestäuben des gebackenen Kuchens

Zubereitung:

Die Sauerkirschen in ein Sieb schütten und gut über einem Gefäß abtropfen lassen.

Für den Teig die Butter mit einem Handrührgerät geschmeidig rühren.

Nun Zucker, Vanillezucker und Salz hinzufügen und cremig aufschlagen. Das Marzipan in Stücke schneiden und ebenfalls in den Teig einrühren. Es entsteht eine glatte Teigmasse ohne Klümpchen.

Die Eier und das Eigelb einzeln nacheinander für je 1/2 Minute intensiv in den Teig rühren. Dadurch wird der Teig schön luftig.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und über den Teig sieben. Vorsichtig unterrühren.IMG_1447

Das halbe Backblech mit Backpapier auslegen. Vor das Papier eine Sperre aus Alufolie legen, damit der Teig nicht wegläuft. Wir haben eine Metallform benutzt, die mein Vater früher beim Brotbacken verwendet hat.

Den Teig auf dem Backpapier gleichmäßig ausstreichen und mit den Kirschen belegen. Der Teig erscheint dabei sehr dünn, kommt aber beim Backen gut in die Höhe, so dass er die Kirschen umschließt.

Für die Streusel verwendet man am besten frisch gemahlene Mandeln, da sie sonst schnell etwas zu trocken werden können. Also als erstes die Mandeln mahlen. Ein vorheriges Abziehen der Mandeln ist nicht notwendig.

Das Marzipan in Stücke schneiden und zusammen mit dem Kirschwasser oder anderem klarem Likör sowie der weichen Butter zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Die Mandeln unterrühren.IMG_1452

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Streuselmasse heben.

Nun streuselartige Häufchen auf die Kirschen setzen.

Den Kuchen in vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten mit Ober- und Unterhitze bei      180 °C für ca. 30 Minuten backen, bis die Streusel gebräunt sind.

Den Kuchen auf einem Brett mit einem Tuch abgedeckt erkalten lassen.

IMG_1460

Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar

IMG_1062Diese lichtgelben schwedischen mit Marzipan gefüllten Schnecken sind gewissermaßen die “neureichen Luxusverwandten” der gewöhnlichen lussekatter. Letztere durften sich zwar auch schon in einem der teuersten Gewürze der Welt, dem Safran, wälzen, mussten dafür jedoch auf eine Füllung verzichten. Stattdessen wickelten sie sich kunstvoll zu verschiedenen Gebilden.

Ganz anders diese “Luxusschnecken” hier, die eigentlich Knoten heißen müssten und in ihrem Äußeren keinem traditionellen Muster folgen. Durch die Füllung werden sie sehr schön saftig und angenehm süß. Beim Teig habe ich mich an das altbewährte Zimtschneckenrezept hier auf dem blog gehalten, so dass auch diese Safranschnecken ausgesprochen locker und fluffig werden.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar (12 Stück)

Zutaten Teig:

  • 500 g Weizenmehl (550)
  • ca. 265 ml Milch (etwa 25 °C warm)
  • 12 g Frischhefe
  • 70 g Zucker
  • 0,5 g Safran
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • 75 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Füllung:

  • 40 g Zucker
  • 50 g Marzipan (mind. 50 % Mandelanteil)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • knapp 1 TL Zimt

Zutaten Fertigstellung:

  • 1 verquirltes Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Als erstes lohnt es sich, die Safranfäden zu zermahlen. Das geht am einfachsten, indem man die Fäden mit 1 TL Zucker vermischt und in einem Mörser pulverisiert. Den Schritt kann man natürlich weglassen, wenn man Safranpulver gekauft hat. Da wir keinen Mörser besitzen, haben wir die Fäden pur verwendet, weswegen unser Teig etwas “gefleckt” aussieht.

Für den Teig das Mehl mit den weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter in einer Schüssel vermischen. Den Teig nun von Hand ca. 10 Minuten kneten, bis man einen mittelfesten, wenig klebenden Teig erhalten hat.

Die Butter in kleine Stückchen schneiden und auf dem Teig verteilen. Nun die Butter für weitere ca. 10 Minuten in den Teig einkneten. Diese Methode erscheint vielleicht zunächst ungewöhnlich, liefert jedoch sehr flaumig, lockere Hefegebäcke.

Nun den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) für 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen. Dabei sollte sich das Teigvolumen ungefähr verdoppeln. Je kälter die Temperatur, um so länger benötigt der Teig zum Aufgehen, daher sollte man ihm mehr Zeit lassen, wenn man die 24 °C nicht erreichen kann.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Marzipan, dem Zucker und dem Zimt vermengen.

IMG_1046

Wenn sich der Hefeteig entsprechend vergrößert hat, dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz ausstoßen und zu einem großen Rechteck ausrollen. Das Rechteck nun gedanklich in drei Streifen einteilen. Den mittleren Streifen mit der Hälfte der Füllung bestreichen.

IMG_1049

Jetzt einen der beiden Seitenstreifen auf den Mittelstreifen klappen und mit dem Nudelholz erneut etwas breit rollen. Darauf die zweite Hälfte der Füllung verteilen und den anderen Seitenstreifen daraufklappen. Erneut etwas ausrollen.

Jetzt hat man 3 Teigschichten mit 2 Füllungsschichten dazwischen erhalten. Um zu den Knoten zu kommen folgt man am besten diesem Video oder diesem oder probiert eine eigene Verknotungsweise. Aufpassen sollte man, dass alle Stücke ungefähr gleich groß werden, damit keine unterschiedlichen Backzeiten entstehen.

IMG_1051

Kurz beschrieben schneidet man den gefalteten Teig mithilfe eines Pizzarollers in 12 ungefähr gleich große Streifen. Diese verdreht man dann zu einer Art Kordel. Diese Kordel wickelt man zu einer Schnecke, wobei man das letzte Teigende unter die Schnecke legt und dort etwas festdrückt, damit der Knoten während des Backens zusammenhält.

Die Knoten mit einem Tuch abgedeckt erneut für ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben. Unmittelbar vor dem Backen die Safranschnecken mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen.

Die Teiglinge nun im gut vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine schöne braune Färbung auf der Oberseite angenommen haben. Die Schnecken auf einem Rost unabgedeckt auskühlen lassen.

Alle Exemplare, die man nicht am gleichen Tag essen möchte, frostet man am besten nach dem Auskühlen ein. Bei Bedarf können sie dann aufgetaut und im Backofen mit Umluft bei 120 °C für 3-4 Minuten wieder aufgewärmt werden. Dadurch werden sie wieder wie “neu”.

IMG_1067

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln für eine runde Form

IMG_0682Dieser traditionelle Apfelkuchen mit Quark und Streuseln, die auf einem lockeren Hefeteigboden ruhen, ist als Blechkuchen ein alter Bekannter, auch hier auf dem blog. Nicht immer benötigt man jedoch ein ganzes Blech voll Kuchen, sondern möchte einfach nur die “kleinfamilientaugliche” Menge in einer runden Form backen. Nun kann man natürlich die Mengen alle ineinander umrechnen, sucht ihr jedoch die schnelle Lösung, gibt es ein bereits fertig berechnetes Rezept.

Gegenüber der Blechkuchenvariante habe ich den Teiganteil etwas verringert, während sich die Apfelmenge etwas erhöht hat. Das hat uns sehr gut gefallen. Der Kuchen ist dadurch sehr schön fruchtig und nicht allzu süß. Wenn ihr also bei durchschnittlichem Bäckerkuchen nicht das Gefühl habt, dass er tendenziell zu viel Zucker abbekommen hat, dann solltet ihr den Zuckeranteil im folgenden Rezept etwas erhöhen.

IMG_0704Unser Kuchen war 10 Minuten zu lange im Herd, daher ist der Boden etwas zu dunkel geworden. Also aufpassen und den Küchenwecker auf die richtige Zeit einstellen :-).

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln (Springform ø 28 cm)

Zutaten Teig:

  • 80 g Weizenmehl (550, alternativ 405)
  • 50 ml Milch, lauwarm
  • 8 g Frischhefe
  • 90 g Weizenmehl (550, alternativ 405)
  • 40 g Butter, zimmerwarm
  • 30 g Zucker
  • 1 kleines Ei, zimmerwarm
  • 1 Pr. Salz
  • evtl. 10 ml Milch (bei 405er Mehl in der Regel nicht notwendig)

Zutaten Quark:

  • 250 g Quark (20 % Fett)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 2 leicht gehäufte EL Zucker
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 3/4 EL Butter, zerlassen
  • 40 – 50 ml Milch
  • ca. 1 gehäuften EL Mehl
  • abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Zutaten Belag:

  • ca. 400 g feste, säuerliche Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • evtl. 1 EL Zucker bei sehr sauren Äpfeln
  • 50 g Rosinen
  • Rum oder Wasser zum Einweichen der Rosinen
  • 25 g gehackte Mandeln

Zutaten Streusel:

  • 110 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Frischhefe mit der lauwarmen Milch (ca. 35 °C) vermischen und mit den 80 g Mehl zu einem kleinen Hefestück verkneten. Dieses abgedeckt an einem warmen Ort (24 °C) ca. 30 Minuten gehen lassen. Es sollte sich dabei deutlich vergrößern.

Danach die restlichen Teigzutaten zugeben und den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam, danach für weitere ca. 5 Minuten schneller kneten. Der Teig sollte sich einfach von der Schüssel lösen und auch nicht mehr an den Händen bzw. Knethaken kleben bleiben. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) erneut ca. 45 Minuten gehen lassen. Er sollte sein Volumen dabei etwa verdoppeln.

Danach den Teig ausrollen bzw. ausziehen und in die gefettete Kuchenform geben. Mit einer Gabel an mehreren Stellen einstechen.

Die Zitrone gründlich mit warmem Wasser waschen, dünn schälen (Achtung nur das Gelbe) und die Schale sehr fein hacken.

Für die Quarkmasse alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Über das Mehl kann die Konsistenz der Masse gesteuert werden, entstehen sollte eine relativ dickflüssige Masse. Die Quarkmasse abschmecken und ggf. noch etwas mehr Zitronenschale oder Zucker hinzufügen.

Für den Belag die Äpfel waschen, putzen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelspalten ggf. je nach Säuerlichkeit mit dem Zucker vermischen. Wenn man Rosinen verwenden möchte, diese in etwas Rum oder Wasser für ca. 15 Minuten einweichen.

Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen und am besten per Hand kurz verkneten.

Nun die Quarkmasse auf dem ausgerollten Hefeteig gleichmäßig verstreichen. Darauf dicht an dicht die Apfelspalten legen. Rosinen (ohne Einweichflüssigkeit) und die grob gehackten Mandeln darüberstreuen. Zum Schluss die Streusel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen nochmals abgedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 45 Minuten backen.

Vor dem Anschneiden den Kuchen auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Gedeckter Apfelkuchen gefüllt mit Vanillecreme

IMG_0515Apfelkuchen lecker! Vanillecreme lecker! Beides zusammen? Ein unschlagbares Team. Wenn sich die aromatische Säuerlichkeit der Äpfel mit der Süße der Vanillecreme verbindet, kann geschmacklich nichts schief gehen.

Der Kuchen basiert auf einem traditionell norwegischen Rezept, das noch aus einer Zeit stammt, als es keine fertige Vanillecreme oder Puddingpulvertüten zu kaufen gab. Daher wird die Vanillecreme selbst hergestellt, was jedoch nicht sonderlich schwierig ist. Die Butter- und Zuckermenge habe ich wie häufig bei alten Rezepten reduziert, dem Teig dafür ein paar gemahlene Mandeln gegönnt.

Das so erzielte, modernisierte Ergebnis war geschmacklich ein Volltreffer, fanden wir.

IMG_0502

Gedeckter Apfelkuchen gefüllt mit Vanillecreme (runde Springform, ø 26 cm)

Zutaten Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl
  • 50 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 90 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 2 kleine Eier (Größe S oder M)
  • 150 g kalte Butter
  • etwas Butter und Semmelbrösel zum Fetten und Bestreuen der Kuchenform

Zutaten Füllung:

  • 5 Eigelb von großen Eiern (Größe L)
  • 110 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker (8 g)
  • knapp 3 gestrichene EL Speisestärke
  • 420 ml Milch (3,8 % Fett)
  • 5 mittelgroße, säuerliche Äpfel (ca. 400 g geputzt gewogene Apfelscheibchen)
  • evtl. 1 EL Zucker, wenn die Äpfel sehr sauer sind
  • Puderzucker zum Bestäuben des fertigen Kuchens

Zubereitung Teig:

Die Mandeln ggf. schälen und mahlen. Das Schälen von ganzen Mandeln geht einfach, wenn man sie mit heißem Wasser überbrüht und kurz darin liegen lässt. Die noch warmen Mandeln lassen sich dadurch einfach aus der Schale schnipsen.

Danach den Teig zubereiten, da er vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist.

Dazu Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Salz und die 2 Eier in eine Schüssel geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Nach der Kühlzeit etwa ein Drittel des kalten Teiges mit Mehl bestäuben und dünn für den Deckel ausrollen. Das geht am besten auf Backpapier. Die Teigplatte mithilfe der Kuchenform auf die richtige Größe schneiden. Danach mit der Plastikfolie bedecken und bis zur Verwendung zurück in den Kühlschrank legen.

Für den Boden den restlichen kalten Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Kuchenform ausrollen. Die Form mit etwas Butter fetten und mit einigen Semmelbröseln ausstreuen.

Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen 3 – 4 cm hohen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Für etwa 20 Minuten im Kühlschrank kalt und fest werden lassen.

Den Boden danach vollständig inkl. der Ränder mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o. ä. verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Boden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Zubereitung Füllung:

Für die Vanillecreme Eigelbe, Zucker, Vanillezucker und Speisestärke in einer Metallschüssel gut verquirlen. Die Milch aufkochen.

Jetzt ca. 1/4 der heißen Milch unter ständigem Rühren in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Mischung geben. 

Danach alles wieder zurück in den Topf schütten und unter kräftigem Rühren erhitzen, bis die Creme eingedickt ist. Die Konsistenz entspricht einem sehr dicken Pudding. Achtung, während des Erhitzens darf nichts anbrennen! Etwas abkühlen lassen, während man die Äpfel zubereitet.

Die Vanillecreme kann auch bereits am Tag vorher zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Scheibchen schneiden. Bei noch sehr sauren, unreifen Äpfeln einen Esslöffel Zucker über die Scheiben streuen.

Äpfel und Vanillecreme miteinander mischen und gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Den Teigdeckel aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig auf die Füllung legen. In den Deckel einige kleine Löcher stechen, damit der Dampf während des Backens entweichen kann.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten mit 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 1 Stunde backen bis der Teigdeckel leicht gebräunt ist.

IMG_0496Den Apfelkuchen aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestäuben.

Er schmeckt sowohl lauwarm als auch kühlschrankkalt.

IMG_0522

Versunkener Apfelkuchen – Apfelrose Versuch Nr. 2

IMG_7345Vor knapp zwei Jahren hatte ich diesen Versunkenen Apfelkuchen bereits auf dem scheckenlaks verbloggt. Er schmeckte ausgezeichnet, hatte jedoch optisch noch so seine Schwächen. Er sah nämlich überhaupt nicht nach Apfelblume oder -rose aus, da ich damals die Apfelscheiben zu dick geschnitten und zu gleichmäßig auf den Boden gelegt hatte.

Jetzt habe ich einen erneuten Versuch unternommen, der deutlich besser gelungen ist. Das Rezept ist gleich geblieben, allerdings habe ich dieses Mal die Apfelscheiben fast hauchdünn geschnitten, also pro Apfelviertel bestimmt 8 Scheibchen. Das ist zwar etwas arbeitsintensiv, aber nur so kann man die Rose aufbauen.

Man beginnt am besten in der Mitte und formt mittels aufrecht stehender Scheibchen das Roseninnere. Danach arbeitet man sich nach außen, indem man viele Apfelspalten sehr dicht, zunehmend flacher werdend und immer versetzt zueinander auf den Boden schichtet. Wenn man glaubt, dass jetzt keine weitere Scheibchen mehr auf den Kuchen passen, zwängt man die letzten trotzdem noch dazwischen. Nur so kann man verhindern, dass zu viel Teig zwischen den Apfelspalten nach oben gedrückt wird.

Da der Kuchen in der Mitte etwas höher wird als am Rand, wird der Blumeneffekt zusätzlich unterstützt. Dadurch ist er ein schöner Hingucker auf der Kaffeetafel.

IMG_7346

Heidelbeerkuchen mit Streuseln für Eilige

IMG_0124Da sind wir also wieder da und wohlbehalten zurück aus einer der spannendsten Städte Europas. Der Reisebericht über Kopenhagen folgt demnächst mit Fotos von Sehenswürdigkeiten, Fahrrädern, smørrebrød und der kleinen Meerjungfrau natürlich.

Zunächst wurden wir jedoch erst einmal von einigen reifen Heidelbeeren im Garten empfangen. Die Wespen hatten es also nicht geschafft, alles aufzufressen. Zum Glück, das hatten wir nämlich vor unserer Abreise befürchtet, da sie in großer Schar über unseren Garten hergefallen waren. (Anmerkung an alle Plagegeister da draußen: Es gibt direkt neben unserem Gelände viel Wald, mehrere Wiesen und Felder, es müssen nicht alle Schnecken-, Wühlmaus- und Wespenparties in unserem umzäunten Anbaugebiet stattfinden!)

Nun gut, wenigstens gab es genug Beeren für einen leckeren, einfachen und schnell herzustellenden Heidelbeerkuchen. Er wird mit einem Streuselteig hergestellt, der gleichzeitig als Boden und zur Bestreuung dient. Weniger Schüsseln, weniger Abwasch, praktisch. Backen kann man ihn z. B. in einer Auflaufform, so dass er gut für 8 Personen ausreicht.

Ich sage daher abschließend nur, knusprige Streusel, saftig-beerige Füllung und angenehmer weder zu harter noch zu weicher Boden. Perfekt.

Heidelbeerkuchen mit Streuseln für Eilige (1 Auflaufform ca. 22 x 30 cm)

Zutaten Teig:

  • 375 g Weizenmehl
  • 175 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 1/2 – 3/4 TL gemahlener Zimt
  • 200 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei

Zutaten Füllung:

  • 700 g Heidelbeeren, davon ca. 100 g zur Garnierung abnehmen
  • ca. 50 g Zucker
  • 2 leicht gehäufte EL Speisestärke
  • 1 mittelgroße Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • evtl. etwas Sahne oder Vanilleeis beim Servieren

Zubereitung:

Eine Auflaufform (ca. 22 x 30 cm) mit Backpapier auslegen.

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden und entweder mit einer Küchenmaschine oder von Hand in den Teig einkneten, bis eine Streuselmasse entstanden ist. Das Ei hinzufügen und ebenfalls gut einkneten. Dadurch hält der Teig etwas besser zusammen.

Etwas mehr als die Hälfte des Teiges auf dem Boden der Auflaufform gleichmäßig verteilen und andrücken, so dass ein geschlossener Boden entsteht.

Für die Füllung die Heidelbeeren waschen und ggf. verlesen. Einige besonders schöne Exemplare (ca. 100 g) zur Seite stellen, da sie zur Garnierung für den fertigen Kuchen dienen.

Die Zitrone waschen und die Schale mit einem Zestenreißer dünn abschälen. Den Saft auspressen.

Zucker und Speisestärke miteinander verrühren und mit den Heidelbeeren, dem Zitronensaft sowie der -schale vermischen. Bei sauren bzw. unreifen Heidelbeeren ggf. die Zuckermenge erhöhen. Ein Zerdrücken der Beeren ist nicht notwendig.

Die Füllmasse auf dem Boden verteilen. Aus dem restlichen Teig Streusel formen und diese auf die Heidelbeeren krümeln.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft) auf der mittleren Schiene für 40 – 45 Minuten backen, bis die Streusel goldgelb und die Heidelbeerfüllung fest geworden sind.

Den fertigen Kuchen recht bald mithilfe des Backpapiers aus der Form heben und auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Gut gekühlt, mit Heidelbeeren bestreut sowie mit einem Sahnehäubchen oder etwas Vanilleeis versehen genießen. Ein wahrhafter Spätsommergenuss.

IMG_0108Die Inspiration zu diesem Rezept habe ich mir von Trines matblogg geholt, jedoch einige Änderungen der Mengenverhältnisse (mehr Beeren, weniger Zucker, mehr Zitronensaft) vorgenommen.

Bunter Obststreuselkuchen vom Blech: Johannisbeere, Pflaume und Aprikose in sommerlicher Allianz

IMG_9940Wenn sich die letzten roten Johannisbeeren mit Pflaumen und Aprikosen zusammentun, dann entsteht ein wunderbar bunter und saftiger Sommerkuchen, bei dem sich die Säure der Johannisbeeren mit der Süße der Aprikosen bei jedem Biss abwechselt. Ein spannendes Geschmackserlebnis für alle Sommerfeste, Gartenfeten oder Geburtstagskaffeetrinken.

Mit einem Blechkuchen bekommt man viele Esser satt, so dass man getrost auch den Wespen ein kleines Stückchen abseits des Esstisches spendieren kann. Die sind nämlich auf diesen Kuchen geradezu wild und man muss schon ein bisschen kämpfen, um in einigermaßen Ruhe essen zu können. Aber macht nicht gerade so etwas den Sommer aus?

Wie man auf dem Foto gut sehen kann, saften die Johannisbeeren ganz ordentlich. Zum Glück macht das dem Hefeteig nicht viel aus, er ist standhaft und weicht nicht durch. Für die Optik wäre es jedoch günstig, einen hohen Teigrand zu formen. Als Faustregel kann man durchaus sagen, wenn man denkt, man hat einen genügend hohen Rand gezogen, dann verdoppele man ihn getrost noch einmal – ich übe einstweilen noch ein bisschen. Die besafteten Teigränder sind ja nach Meinung einiger meiner menschlichen “Mitesser” auch nicht gerade zu verachten :-).

Bunter Obststreuselkuchen vom Blech

Zutaten Hefeteig:

  • 20 g Frischhefe
  • ca. 140 ml Wasser, lauwarm
  • 400 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Pr. Salz
  • 1 großes Ei (Größe L)
  • 80 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Belag:

  • 300 g Aprikosen
  • 500 g Pflaumen
  • ca. 1 EL Zimtzucker
  • 350 g Johannisbeeren
  • ca. 2 EL Zucker

Zutaten Streusel:

  • 220 g Mehl
  • 120 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 120 – 130 g Butter, zimmerwarm

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Hefeteig. Wenn man Frischhefe verwendet, ist es günstig, damit einen kleinen Vorteig herzustellen. Dazu die Hefe in 100 ml des lauwarmen Wassers auflösen und mit 150 g des Mehles zu einem Hefestück vermischen. Dieses abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Es sollte sich dabei deutlich vergrößern.

Danach die restlichen Teigzutaten zugeben und den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam, danach für weitere ca. 5 Minuten schneller kneten. Sollte der Teig zu trocken erscheinen, das restliche Wasser zugeben. Der Teig sollte sich leicht klebend von der Arbeitsfläche und den Händen lösen. Den relativ weichen Teig abgedeckt in einer leicht bemehlten Schüssel an einem warmen Ort erneut ca. 1 Stunde gehen lassen. Er sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln.

Während der Teig geht, die Pflaumen waschen, entsteinen und pro Hälfte einmal einschneiden. Danach mit dem Zimtzucker vermischen und ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Die Johannisbeeren waschen und entrispeln, mit dem Zucker vermischen und ebenfalls ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Die Aprikosen ebenfalls waschen, halbieren und entsteinen.

Für die Streusel Mehl, Vanillezucker, Zucker und Butter in einer Schüssel miteinander verkneten.

Ein tiefes Blech mit Backpapier belegen und den Herd auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Hefeteig auf der Arbeitsplatte kurz durchkneten und auf dem Blech ausziehen oder gleichmäßig ausrollen. Dabei einen etwas höheren Teigrand formen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

IMG_9927

Pflaumen und Aprikosen mit der Innenseite nach oben mit etwas Abstand auf dem Boden verteilen. In die Zwischenräume die Johannisbeeren füllen.

Danach mit den Streuseln bestreuen.

IMG_9932

Den Kuchen auf der 2. Schiene des Backofens bei Ober- und Unterhitze mit 180 °C für 40 – 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd unterschiedliche Backeigenschaften aufweist. Der Kuchen ist fertig, wenn Streusel sowie Teigränder leicht gebräunt sind.

Den Kuchen auf einem Rost mit einem Tuch abgedeckt auskühlen lassen. Vor Wespen geschützt transportieren und servieren sowie beim genüsslichen Essen auf die Plagegeister achten.