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Möhrenkuchen-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Letzten Samstag feierten meine Eltern ihren 5x. (genaue Zahl darf ich nicht bekanntgeben) Hochzeitstag. Dafür hatten sie sich eine Torte gewünscht, die aber eigentlich nicht wie eine richtige Torte sein sollte. Das heißt, man soll das Gefühl haben, man isst Torte, ohne dass das einzelne Stück gar so mächtig und schwer wie eine richtige Torte ist. Hmmm, solch “komischen” Ansprüchen genügt zum Beispiel eine luftig lockere Biskuitrolle oder Windbeutel wären natürlich auch eine Möglichkeit gewesen. Die fielen mir jedoch erst später ein, da hatte ich längst mein Auge auf diese Möhren-Biskuitrolle (im Original hier) geworfen.

Passend ungewöhnlich, mit der frischen süß-säuerlichen Frischkäsecreme typisch norwegisch und angenehm winterlich. Perfekt! Übrigens nicht nur für Hochzeitstage, sondern auch für den Valentinstag gut geeignet. Einfach und schnell herzustellen ist diese “Torte” jedenfalls, so dass sie sogar mitten in der Woche abends zu bewerkstelligen ist.

Möhren-Biskuitrolle mit zitronig süßer Frischkäsecreme

Zutaten Boden:

  • 3 Eier, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker
  • 100 g geriebene Möhren
  • 70 g Mehl
  • 50 g Kartoffelmehl
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 knapper TL Zimt
  • 1 TL Backpulver

Zutaten Creme:

  • 200 g neutraler Frischkäse
  • 70 g Butter, zimmerwarm
  • 120 g Puderzucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • ca. 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Für den Boden Eier und braunen Zucker schaumig schlagen. Das dauert einige Minuten.

Backpulver, Mehl, Kartoffelmehl, Zimt und Vanillezucker miteinander vermischen und in die Ei-Zucker-Masse sieben. Vorsichtig unterheben bis der Teig klümpchenfrei ist. Dabei jedoch nicht die ganze Luft aus dem Teig herausrühren.

Zum Schluss die geriebenen Möhren gleichmäßig untermischen.

Den Biskuitteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Dabei aufpassen, dass der Teig möglichst an allen Stellen gleich dick ist.

Den Boden im vorgeheizten Backofen bei 175 °C mit Ober- und Unterhitze für 15 – 20 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist. Wir haben ein recht großes Backblech, da waren 15 Minuten Backzeit ausreichend.

Den Boden kurz auskühlen lassen, danach auf Backpapier umdrehen und das Backpapier von der Unterseite vorsichtig abziehen. Das geht einfacher als man erwarten würde, wenn der Boden noch warm ist. Den Boden danach vollständig auskühlen lassen.

Für die Frischkäsecreme die weiche Butter mit dem Puderzucker zu einer hellen Masse verrühren. Den Frischkäse hinzufügen und untermischen. Das geht mit einem Handrührgerät am besten. Danach Vanillezucker und Zitronensaft unterrühren und die streichfeste Creme süß-säuerlich abschmecken.

Etwa 2/3 der Creme auf dem Boden verstreichen und diesen daran anschließend eng zusammenrollen.

Die Rolle nun außen mit der restlichen Creme bestreichen und nach Anlass sowie individuellen Vorlieben mehr oder weniger minimalistisch verzieren.

Die Rolle hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Tage wunderbar frisch.

Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube zu Möhren-Orangen-Rohkost

Immer wieder taucht die Frage in e-mails oder der Bekannt- und Verwandtschaft auf, was wir mit Süßkartoffeln anfangen. Es scheint ein großes Interesse an dieser kräftig orangefarbenen Knolle vorhanden zu sein, ohne dass man so genau wüsste, wozu man sie nun verwenden kann. So ähnlich wie eine Kartoffel, jedoch nicht genauso. Das wäre meine kurze Antwort. Man kann aus ihr Süßkartoffelmus oder -suppe ebenso kochen wie sie in verschiedenen Zubereitungsweisen im Ofen oder der Pfanne backen bzw. braten. Anders als bei der Kartoffel sollte man jedoch dem süßlichen Geschmack der Süßkartoffel etwas stärkere Gewürze wie Chiliflocken, Knoblauch oder auch Kreuzkümmelsamen entgegensetzen. Auch mit etwas Säure aus Limetten- oder Zitronensaft liegt man selten falsch.  

Beachtet man dies, erhält man zum Beispiel ein leckeres farbenfrohes Süßkartoffelmus, unter dem man, wie in diesem Rezept, ein traditionelles norwegisches Fischgratin mit moderner Würzung verstecken kann. Abgeriebene Orangenschale und Sternanis verleihen diesem Gratin nämlich das besondere, winterliche Etwas. Dazu gibt es einen frischen Möhrenrohkost, in den anstelle eines geriebenen Apfels die um ihre Schale gebrachte Orange wandert.

Ihr dürft viel interessanten Geschmack erwarten, der allerdings auch einen Preis hat. Man sollte nicht bereits hungrig sein, wenn man sich für dieses Essen entscheidet, erfordert es doch einen nicht ganz unerheblichen Kücheneinsatz. Die Mühe lohnt sich jedoch und vielleicht findet sich ja ein Schlechtwettertag mit Tauwetter, an dem man richtig Lust aufs Kochen hat.

Winterliches Fischgratin mit Süßkartoffelhaube zu Möhren-Orangen-Rohkost für 3 Personen

Zutaten Gratin:

  • 400 g Alaska-Seelachsfilet
  • Salz für das Fischkochwasser
  • 500 g Süßkartoffel (ca. 2 Exemplare)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • etwas Milch bis zur passenden Konsistenz
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • getrocknete Chiliflocken
  • 35 g Butter
  • 45 g Mehl
  • 3 dl Milch
  • ca. 1/3 TL Sternanispulver
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • abgeriebene Schale von 1 kleineren Bio-Orange
  • 125 g TK-Erbsen
  • 3 Eier
  • Butter zum Fetten der Gratinform
  • Semmelbrösel

Zutaten Möhren-Orangen-Rohkost:

  • 3 Möhren
  • 1 Orange
  • ggf. 1/2 Granatapfel
  • Zitronensaft
  • Zucker

Zubereitung:

Zuerst die Seelachsfilets in einem Topf mit heißem Salzwasser für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Das Wasser soll dabei nicht kochen, sondern kurz vor dem Siedepunkt sein. Die Filets danach mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen und etwas abkühlen lassen. In Stücke teilen und dabei evtl. vorhandene Gräten entfernen.

Nun das Süßkartoffelmus herstellen. Dazu die Süßkartoffeln schälen und in kleine, etwa gleich große Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und fein hacken. Die Süßkartoffelstückchen zusammen mit dem Knoblauch in einem Topf mit Wasser für ca. 15 Minuten kochen lassen, bis die Stücke weich geworden sind. Das Wasser abgießen. Anschließend die Stücke zu Mus zerdrücken und mit Butter, Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss und einigen getrockneten Chiliflocken würzig abschmecken. So viel Milch zugeben, bis die gewünschte Konsistenz des Süßkartoffelmuses erreicht ist.

Danach die weiße Sauce zubereiten. Dazu die Butter in einer Pfanne schmelzen, das Mehl nach und nach hinzugeben und gut verrühren, dabei jedoch nicht bräunen. Jetzt langsam und nur in kleinen Mengen die Milch unter stetigem Rühren hinzufügen. Das ist ein etwas kritischer Punkt, Ziel ist es, eine klümpchenfreie Sauce hinzubekommen. Sollte das nicht geklappt haben, dann ist das auch kein Beinbruch, so lange man einen Pürierstab besitzt. Mit diesem kann man den eventuell in der Sauce vorhandenen Klumpen ordentlich Beine machen und sie zum Auflösen zwingen. Spätestens jetzt sollte man eine recht dickflüssige und glatte Sauce haben. 5 Minuten köcheln lassen und dabei mit Salz, Pfeffer, Sternanis und geriebener Muskatnuss abschmecken. Die abgeriebene Schale der Orange ebenfalls hinzufügen. Die weiße Sauce etwas abkühlen lassen.

Eine Gratinform mit etwas Butter einfetten. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Die Erbsen und den gekochten Fisch vorsichtig in die weiße Sauce einrühren. Mit einem Handmixer die Eier luftig aufschlagen und ebenfalls unter die Sauce heben. Nochmals abschmecken.

Die Fischmasse in die Gratinform füllen und das Süßkartoffelmus darauf verteilen. Mit einigen Semmelbröseln bestreuen.

Bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 40-45 Minuten backen. Es ist fertig, wenn es eine hellbraune Farbe an den Rändern angenommen und sich insgesamt leicht vergrößert hat.

Während das Gratin bäckt, kann man den Rohkostsalat herstellen. Dazu die Möhren schälen und raspeln. Die Orangen filetieren. Beides mischen und mit etwas Zucker und Zitronensaft abschmecken. Wer hat, kann gern noch einige Granatapfelkerne darüber streuen.

Zusammen mit dem Fischgratin genießen.

Lachsburger mit Mango

IMG_1732Ohhh regengrauer Freitag, bald ist Wochenende. Wir schnellstarten einfach jetzt schon mit diesen oberleckeren und etwas gesünderen Lachsburgern. Mit ihren Fastfoodverwandten teilen sie nur einige äußere Gemeinsamkeiten, innerlich sind sie sehr verschieden. Obwohl, da ist doch noch eine weitere Ähnlichkeit, sie sind relativ schnell hergestellt, jedenfalls, wenn man schon über Burger Buns verfügt. Das würde man ihnen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zutrauen, ist aber so.

Die Lachsfrikadellen sind schön saftig und dank des enthaltenen Kartoffelmehls lassen sie sich auch völlig unkompliziert in der Bratpfanne handhaben. Dadurch sind sie bestens für uns Nichtküstenbewohner und “Frostfischesser” geeignet. Einmal gefrorener Fisch hält deutlich schlechter zusammen als Frischfisch. Deshalb wird häufig empfohlen nur letzteren für die Boulettenherstellung zu verwenden. Das nützt allerdings hier im Erzgebirge leider gar nix.

Die lockeren, aromatischen und trotzdem stabilen Burger Buns habe ich beim letzten Brotbacktag nach einem Rezept vom Brotdoc mitgebacken und danach eingefroren.

Als Dipp hatte ich eigentlich eine Avocadocreme vor meinem inneren Auge gesehen, nur leider stellte sich selbige Frucht als vergammelt heraus. Da musste schnell umdisponiert werden und so entstand spontan eine nicht minder schmackhafte Variante aus Crème fraîche und Sweet Chili Sauce. Zusammen mit der süß-säuerlichen Mango und den Zwiebelringen ein ordentliches Freitagshighlight, das bei uns die vollständige Wochenendstimmung hervorgelockt hat. Als Beilage eignen sich sowohl ein Salat als auch ofengebackene Süßkartoffelspalten.

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Lachsburger mit Mango (4 Stück)

Zutaten Lachsfrikadellen:

  • 250 g Lachsfilets (TK)
  • 1 Scheibe leicht trockenes Toastbrot
  • ca. 50 ml Milch oder Milch-Sahne-Mischung 50:50
  • 1 Ei
  • 1/2 – 1 EL Kartoffelmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Butter und Olivenöl zum Braten

Zutaten Dipp:

  • ca. 3 EL Crème fraîche
  • 1,5 – 2 EL Sweet Chili Sauce
  • etwas Salz

Zutaten Zubehör:

  • 4 Burger Buns, wir haben diese vom Brotdoc verwendet
  • 4 Salatblätter, z. B. Eisbergsalat
  • 1/2 Mango
  • 1 kleine rote Zwiebel

Zubereitung:

Burger Buns und Lachsfilets auftauen lassen.

Die Zutaten für den Dipp zusammenrühren und abschmecken.

Salatblätter waschen, trocken schütteln, Zwiebel schälen und in dünne Ringe, Fruchtfleisch der Mango in Scheiben schneiden.

Für die Fischfrikadellen müssen alle Zutaten vor der Verarbeitung kühlschrankkalt sein. Zunächst das Toastbrot in grobe Stücke reißen und mit der Milch oder einer Milch-Sahne-Mischung übergießen. Warten, bis das Brot schön vollgesogen ist. Eventuell vorhandene Restflüssigkeit abgießen.

Nun Toastbrot, Ei und 1/2 EL Kartoffelmehl in einem Mixer zu einer gleichmäßigen Masse zerschlagen. Die Lachsfilets danach hinzugeben und grob zerhacken. Das geht am einfachsten, wenn man den Mixer immer wieder kurz ein- und ausschaltet. Der Lachs soll nicht vollständig zermust werden.

Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig würzen. Erscheint der Teig sehr unverbunden, kann man noch etwas mehr Kartoffelstärke hinzufügen.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Unter die Fischmasse mischen und diese abschmecken.

Mit den Händen flache Frikadellen formen und diese in einer Mischung aus Butter und Olivenöl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten. Grob geschätzt dauert das ca. 3 Minuten je Seite.

Währenddessen die Burger Buns kurz entweder im Herd oder auf dem Toaster erwärmen.

Die Burger montieren und zusammen mit einem gemischten Salat oder zum Beispiel gebackenen Süßkartoffelspalten genießen.

Möhrenkuchenmuffins mit Heidelbeeren und Frischkäseglasur

IMG_1558Möhrenkuchen mit weißer Frischkäseglasur sind in Norwegen ebensolche Standardkuchen wie in Deutschland Streuselkuchen vom Blech. Es gibt sie in mehreren Varianten, mitunter dürfen gemahlene Nüsse, Schokostückchen oder, wie in diesem Fall, frische Heidelbeeren die Möhren im Rührteig begleiten.

Gemeinsam ist jedoch den meisten Rezepten die Frischkäseglasur. Ja, es ist wirklich Käse gemeint, kein Quark oder ähnliches, den gab es nämlich bis vor Kurzem gar nicht in Norwegen. Skeptisch? Das war ich auch, als ich meinen ersten Möhrenkuchen als Studentin in Trondheim gebacken habe. Es endete damit, dass ich die Glasur nach Beratung mit meinem österreichischen Freund, der ebenso an ihr zweifelte, kurzerhand wegließ. Hätte ich damals nur geahnt, wie gut der gesüßte Frischkäse den Kuchen ergänzt, nie hätte ich ihn um sein “I-Tüpfelchen” betrogen.

Kurz und gut, diese Muffins sind schön saftig, nicht zu süß und schmecken auch dank der Glasur angenehm frisch. Und vielleicht lässt sich mit ihnen ja auch der Osterhase anlocken, immerhin sind ja Möhren enthalten. Einen Versuch wäre es wert.

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Möhrenkuchenmuffins mit Heidelbeeren und Frischkäseglasur (6 Stück)

Zutaten Muffins:

  • 50 g Zucker
  • 25 g brauner Zucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • 30 g Butter, zerlassen
  • 95 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 3/4 TL Zimt
  • 45 g Möhre, gerieben
  • 60 g Heidelbeeren (frische sind am besten, TK geht auch, dann wird der Teig durch den sofort austretenden Saft allerdings dunkler)

Zutaten Glasur:

  • 50 g Frischkäse, naturell (z. B. Philadelphia)
  • 18 g Butter, weich
  • ca. 30 g Puderzucker
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1/2 EL Zitronensaft
  • Garnierung: z. B. Schokoladenblättchen, bunte Streusel oder frische Heidelbeeren

Zubereitung:

Für die Muffins die Heidelbeeren auftauen lassen, wenn man TK Exemplare verwendet. Die Möhre schälen und raspeln.

Die Butter schmelzen, jedoch nicht bräunen und etwas abkühlen lassen.

Das Ei zusammen mit dem Zucker mit einem Handrührgerät luftig aufschlagen.

In einer anderen Schüssel das Mehl mit den weiteren Trockenzutaten vermischen. Diese Mischung in die Ei-Zucker Masse sieben und alles kurz unterrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.

Nun die zerlassene Butter und die Möhrenraspel einrühren, zum Schluss vorsichtig die Heidelbeeren untermischen.

Ein Muffinblech mit 6 Papierförmchen auskleiden und jeweils ca. 50 g des Teiges einfüllen.

Die Muffins im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 20 – 25 Minuten backen. Sie werden dabei goldbraun. Ob sie durchgebacken sind, kann man mittels eines Holzstäbchens prüfen. Dieses sticht man in der Mitte in einen Muffin ein und zieht es sofort wieder heraus. Kleben noch Teigkrümel daran, muss die Backzeit verlängert werden, ist es trocken und unklebrig, sind die Muffins fertig.

Während die Muffins auskühlen, die Cremeglasur herstellen.

Dazu die weiche Butter mit dem gesiebten Puderzucker vermischen. Frischkäse, Vanillezucker und Zitronensaft unterrühren. Abschmecken, bis man eine süß-säuerliche Glasur erhalten hat.

Die abgekühlten Muffins mit der Glasur bestreichen und nach eigenen Vorlieben verzieren.

Bis zum Verzehr am besten wegen der Glasur kühl stellen. Muffins schmecken frisch am besten, daher ist es gut, nur eine kleine Menge zu backen und sie am selben Tag zu genießen.

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Norwegian Pizza mit Lachs, Avocado und Pinienkernen

IMG_1416Letzten Freitag haben wir uns nach langer Zeit wieder einmal eine Pizza gegönnt – mit Lachs! Lachs passt schließlich zu fast allem, selbstverständlich auch als Pizzabelag. Wer daran zweifelt, sollte diese Pizza dringend ausprobieren, sie ist richtig lecker.

Zu diesem hierzulande eher ungewöhnlichen Pizzabelag habe ich mich bei Trines matblogg inspirieren lassen und sie als Norwegian Pizza zu uns nach Hause in die Küche geholt.

Als Beilage gab es einen frischen, gemischten Salat mit u. a. Chicoree, Orangen, einer halben Paprikaschote und Walnüssen. Ein Knoblauchdressing verleiht Pizza und Salat einen extra Schuss Würzigkeit, wer jedoch keinen Knoblauch mag, kann die Pizza selbstverständlich auch pur genießen.

Norwegian Pizza mit Lachs, Avocado und Pinienkernen für 4 Personen

Zutaten:

  • euer Favoritpizzateig (wir haben 1/2 von diesem vom Plötzblog benutzt)
  • 1 Portion Tomatensauce
  • 1 größere Zwiebel (gern rot, hatten wir jedoch gerade nicht)
  • 1 Kugel Mozzarella
  • ca. 1,5 Handvoll geriebener Parmesan
  • 125 g Lachsfilet
  • 1 Avocado
  • ca. 2 EL Pinienkerne
  • 4 Scheiben einer Bio-Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Portion Knoblauchdressing als Zubehör
  • frischer, gemischter Salat als Zubehör

Zubereitung:

Pizzateig, Tomatensauce und Knoblauchdressing wie in den jeweilen Rezepten beschrieben herstellen.

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Den Mozzarella in relativ dünne Scheiben schneiden, den Parmesan reiben. Den Lachs in dünne Streifen schneiden und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit anrösten, bis sie eine hellbraune Farbe angenommen haben. Dabei regelmäßig wenden und aufpassen, dass sie nicht anbrennen. Zunächst zur Seite stellen.

Den Pizzateig zur gewünschten Größe und Form ausziehen und mit der Tomatensauce bestreichen. Mozzarella und Zwiebeln darauf verteilen. Den Mozzarella mit ein wenig Salz und Pfeffer bestreuen. Den geriebenen Parmesan darauf verteilen.

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Die Pizza, gern auf einem vorgeheizten Pizzastein, bei 250 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 12 – 15 Minuten backen. 2 Minuten vor Ende der Backzeit den Lachs auf der Pizza verteilen und kurz mitbacken lassen. Alternativ kann man ihn auch sofort nach dem Backen auf die Pizza geben, da bleibt er uns jedoch zu roh.

Währenddessen die Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale heben und längs in Scheiben schneiden. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen sowie mit Zitronensaft beträufeln, damit es nicht braun wird.

Die Bio-Zitrone gut waschen und aus der Mitte heraus 4 Scheiben schneiden.

Die Avocado- und Zitronenscheiben auf der Pizza verteilen und alles mit den Pinienkernen bestreuen. Zusammen mit einem gemischten, grünen Salat und Knoblauchdressing genießen.

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Norwegische Apfelmarmelade

IMG_0577Heute ist norwegischer Apfeltag, ein Tag, der den in Norwegen angebauten Exemplaren des Obstes gewidmet ist. Eine schöne Idee, um die Qualität und Wertigkeit des einheimischen Obstes zu würdigen.

Nun haben wir zurzeit zwar keine norwegischen Äpfel, dafür jedoch anständige Exemplare aus unserem erzgebirgischen Garten. Diese haben wir unter anderem zu einer norwegischen Apfelmarmelade verarbeitet. Diese minimalistisch anmutende, den Apfelgeschmack betonende Marmelade genießt in ihrem Heimatland große Verbreitung und Popularität. Es gibt sie im Gegensatz zu Deutschland in jedem Supermarkt zu kaufen, noch viel besser schmeckt sie allerdings in der selbst gekochten Variante, ergänzt um Zimt und Zitronensaft.

Da es in Norwegen keinen Gelierzucker gibt, wird normaler Zucker verwendet. Dadurch darf beim Kochen der Apfelstückchen nur wenig Wasser zugesetzt werden, was den Geschmack der Marmelade intensiviert. Gleichzeitig sorgt das Pektin der Äpfel für ausreichende Festigkeit, so dass die Marmelade nicht von der Brotscheibe läuft. So entsteht eine fruchtige, nicht zu süße Marmelade, die einfach nur lecker schmeckt.

Norwegische Apfelmarmelade (ca. 4,5 Gläser zu 300 ml)

Zutaten:

  • ca. 1,4 kg säuerliche, saftige Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • 50 ml Wasser
  • 1 – 1,5 Zimtstangen
  • Saft von 1 Zitrone
  • 350 – 400 g Zucker

Zubereitung:IMG_0571

Die Äpfel waschen, schälen und das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.

Die Äpfel nun mit dem Wasser, dem Zitronensaft und den Zimtstangen in einen Topf geben und alles für ca. 20 – 25 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel stückig zerfallen sind. Eventuell kann man dem Zerfall mit einem Kartoffelstampfer etwas nachhelfen, jedoch sollten einige Apfelstücke im Gegensatz zum Apfelmus erhalten bleiben.

Danach den Zucker zugeben. Die Menge richtet sich je nach Säuerlichkeit der Äpfel und der gewünschten Süße für die Marmelade. Wir tendieren eher zu 350 g Zucker bei ziemlich sauren Äpfeln.

Die Marmelade nun für weitere 5 – 6 Minuten köcheln lassen, bis sie etwas, dank des Apfelpektins, eingedickt ist.

Die Marmelade heiß in die vorbereiteten Gläser füllen. Dabei am besten eine Einfüllhilfe verwenden, damit die Glasränder nicht beschmutzt werden, da sonst Schimmelgefahr besteht. Die Gläser sofort fest zuschrauben und abkühlen lassen.

Aufgrund des nicht allzu hohen Zuckergehalts ist die Apfelmarmelade nur eingeschränkt haltbar. Am besten ist es daher, sie entweder in Portionen einzufrieren oder die Gläser zumindest in den Kühlschrank zu stellen.

Gedeckter Apfelkuchen gefüllt mit Vanillecreme

IMG_0515Apfelkuchen lecker! Vanillecreme lecker! Beides zusammen? Ein unschlagbares Team. Wenn sich die aromatische Säuerlichkeit der Äpfel mit der Süße der Vanillecreme verbindet, kann geschmacklich nichts schief gehen.

Der Kuchen basiert auf einem traditionell norwegischen Rezept, das noch aus einer Zeit stammt, als es keine fertige Vanillecreme oder Puddingpulvertüten zu kaufen gab. Daher wird die Vanillecreme selbst hergestellt, was jedoch nicht sonderlich schwierig ist. Die Butter- und Zuckermenge habe ich wie häufig bei alten Rezepten reduziert, dem Teig dafür ein paar gemahlene Mandeln gegönnt.

Das so erzielte, modernisierte Ergebnis war geschmacklich ein Volltreffer, fanden wir.

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Gedeckter Apfelkuchen gefüllt mit Vanillecreme (runde Springform, ø 26 cm)

Zutaten Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl
  • 50 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 90 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 2 kleine Eier (Größe S oder M)
  • 150 g kalte Butter
  • etwas Butter und Semmelbrösel zum Fetten und Bestreuen der Kuchenform

Zutaten Füllung:

  • 5 Eigelb von großen Eiern (Größe L)
  • 110 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker (8 g)
  • knapp 3 gestrichene EL Speisestärke
  • 420 ml Milch (3,8 % Fett)
  • 5 mittelgroße, säuerliche Äpfel (ca. 400 g geputzt gewogene Apfelscheibchen)
  • evtl. 1 EL Zucker, wenn die Äpfel sehr sauer sind
  • Puderzucker zum Bestäuben des fertigen Kuchens

Zubereitung Teig:

Die Mandeln ggf. schälen und mahlen. Das Schälen von ganzen Mandeln geht einfach, wenn man sie mit heißem Wasser überbrüht und kurz darin liegen lässt. Die noch warmen Mandeln lassen sich dadurch einfach aus der Schale schnipsen.

Danach den Teig zubereiten, da er vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist.

Dazu Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Salz und die 2 Eier in eine Schüssel geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Nach der Kühlzeit etwa ein Drittel des kalten Teiges mit Mehl bestäuben und dünn für den Deckel ausrollen. Das geht am besten auf Backpapier. Die Teigplatte mithilfe der Kuchenform auf die richtige Größe schneiden. Danach mit der Plastikfolie bedecken und bis zur Verwendung zurück in den Kühlschrank legen.

Für den Boden den restlichen kalten Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Kuchenform ausrollen. Die Form mit etwas Butter fetten und mit einigen Semmelbröseln ausstreuen.

Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen 3 – 4 cm hohen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Für etwa 20 Minuten im Kühlschrank kalt und fest werden lassen.

Den Boden danach vollständig inkl. der Ränder mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o. ä. verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Boden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Zubereitung Füllung:

Für die Vanillecreme Eigelbe, Zucker, Vanillezucker und Speisestärke in einer Metallschüssel gut verquirlen. Die Milch aufkochen.

Jetzt ca. 1/4 der heißen Milch unter ständigem Rühren in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Mischung geben. 

Danach alles wieder zurück in den Topf schütten und unter kräftigem Rühren erhitzen, bis die Creme eingedickt ist. Die Konsistenz entspricht einem sehr dicken Pudding. Achtung, während des Erhitzens darf nichts anbrennen! Etwas abkühlen lassen, während man die Äpfel zubereitet.

Die Vanillecreme kann auch bereits am Tag vorher zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Scheibchen schneiden. Bei noch sehr sauren, unreifen Äpfeln einen Esslöffel Zucker über die Scheiben streuen.

Äpfel und Vanillecreme miteinander mischen und gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Den Teigdeckel aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig auf die Füllung legen. In den Deckel einige kleine Löcher stechen, damit der Dampf während des Backens entweichen kann.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten mit 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 1 Stunde backen bis der Teigdeckel leicht gebräunt ist.

IMG_0496Den Apfelkuchen aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestäuben.

Er schmeckt sowohl lauwarm als auch kühlschrankkalt.

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Gebratener Kabeljau, Bacon und Erbsenpüree – norwegische Alltagsküche

IMG_0436Kabeljau, knuspriger Bacon, mild-würziges Erbsenpüree, Möhren und Kartoffeln, das ist klassische, norwegische Alltagsküche mit einem interessanten modernen Einschlag (der Bacon und die Vanilleschote).

Aber Moment mal. Alltagsküche? Mit so vielen Einzelbestandteilen? Das ist ziemlich anstrengend beim Kochen. Ja, das stimmt, aber mit ein paar kleinen Tricks und etwas Übung ist das leicht zu meistern.

  1. Gemüse, Kartoffeln, Kräuter, Zwiebeln etc. grundsätzlich vor dem Kochbeginn waschen, schälen, putzen und schneiden.
  2. Beim Gemüseschneiden kann man einiges an Zeit sparen. Wer sagt denn, dass Möhren immer in “deutschen Scheibchen” daherkommen müssen, “norwegische Stücke” schmecken ebenso gut und sehen schräg geschnitten attraktiv aus.
  3. Öl, Butter und ggf. Töpfe und Pfannen bereitstellen. Dies ist für alle wichtig, die mit relativ wenig Schrankplatz auskommen müssen und somit immer erst etwas anderes zur Seite räumen müssen, ehe sie an die richtige Pfannengröße gelangen.
  4. Kochzeiten kennen und entsprechend nacheinander die Töpfe aufsetzen.
  5. Prüfen, welche Bestandteile vorher zubereitet werden können und keinen Schaden beim Warmhalten nehmen.
  6. Ruhe bewahren und ja nicht stressen lassen ;-).

Jetzt habe ich mich ja ordentlich weit weg vom eigentlichen Rezept geschrieben. Dabei wollte ich doch noch sagen, dass knuspriger Bacon zu Kabeljau genauso passt wie Vanillesauce zu Äpfeln, Sahne zu Erdbeeren oder Tomatensauce zu Pasta, eine super Kombination also.

Probiert es aus und vielleicht habt ihr mit dem mild-würzigen Erbsenpüree auch eine Chance bei gemüsemuffeligen Kids.

Gebratener Kabeljau, Bacon und Erbsenpüree mit Möhren und Kartoffeln für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Kabeljaufiltes
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  • 15 g Butter
  • 300 g TK-Erbsen (mit Dosenerbsen wird das Püree nicht so schön grün)
  • 2 EL Butter
  • 1 Vanilleschote oder Vanillepulver
  • ca. 3,5 EL Kaffeesahne
  • Salz
  • etwas Pfeffer
  • 4 – 5 mittlere bis große Möhren
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter, gemahlener Ingwer
  • 1 TL Gemüsebrühpulver
  • 1 – 2 Pr. Zucker
  • Kartoffeln für 3 Personen
  • Salz für das Kochwasser
  • 6 Scheiben American Bacon
  • frischer Schnittlauch
  • evtl. 3 EL Butter

Zubereitung:

Die Kartoffeln benötigen die längste Kochzeit, daher müssen sie als Erstes auf den Herd. Deshalb Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser für ca. 20 Minuten kochen, bis sie gar sind.

Danach sind die Möhren an der Reihe. Die Möhren schälen, putzen und schräg in grobe Stücke schneiden. In Wasser, das mit Salz, Pfeffer, gemahlenem Ingwer, Gemüsebrühpulver und ein wenig Zucker gewürzt ist, für knapp 15 Minuten köcheln lassen.

Nun wendet man sich den Erbsen zu. Diese für ca. 5 Minuten in wenig Wasser kochen lassen. Das Wasser abgießen. Butter, Vanillepulver oder das Mark der Vanilleschote sowie den größten Teil der Kaffeesahne zu den Erbsen geben und mit einem Stabmixer grob pürieren. Evtl. mehr Kaffeesahne hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und etwas Pfeffer mild würzen. Bis zum Servieren warm stellen.

Währenddessen den Bacon in einer heißen Pfanne ohne weitere Zugabe von Fettigkeit von beiden Seiten (einmal Wenden reicht aus) knusprig braun braten. Die fertigen Stücke auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zum Schluss die aufgetauten Kabeljaufilets von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl und die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Filets mit der Hautseite nach unten (auch wenn keine Haut mehr vorhanden ist) für 4 – 5 Minuten anbraten. Danach wenden und für weitere 2 – 3 Minuten weiterbraten. Die Bratzeit ist dabei von der Dicke der Filets abhängig und natürlich davon wie gar bzw. roh man seinen Fisch mag.

Jetzt nur noch den Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen schneiden.

Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen, jedoch nicht bräunen. Wem das jetzt zu viel Butter am Essen ist, lässt sie einfach weg, es schmeckt trotzdem.

Alles auf Tellern anrichten, mit dem Schnittlauch bestreuen und ggf. der Butter begießen und ein kleines, feines und buntes Festessen im Alltag genießen.

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Lachstürme – Canapés mit Räucherlachs, Frischkäsecreme und Rogen

IMG_0486Canapés, die mit geräuchertem Lachs großzügig belegt werden, sind wohl ebenso beliebt wie altbekannt. Man könnte fast schon sagen, sie sind ein bisschen langweilig. Für unsere “Festwoche” sollte deshalb eine neue, moderne, witzige Variante auf den Tisch, am besten ein farbenfroher Hingucker, der sich problemlos als Fingerfood essen lässt und leicht vorzubereiten ist.

Darauf sind die Lachstürme die perfekte Antwort. Frischkäse, Zitrone und Lachs bilden immer eine wohlschmeckende Kombination. Ergänzt man noch kräftiges Brot, ich habe das Roggen-Dinkel-Vollkornbrot verwendet und würzigen Fischrogen, steht dem Servieren einer besonderen Vorspeise nichts mehr im Wege.

Lachstürme – Canapés mit Räucherlachs, Frischkäsecreme und Rogen für 6 Personen als Snack oder Vorspeise

Zutaten:

  • 200 g Frischkäse, naturell (Doppelrahmstufe)
  • ca. 1/2 große Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • ca. 1/4 TL Salz
  • 1/4 – 1/2 TL Zucker
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 4 Scheiben Vollkorn- oder Roggenkastenbrot
  • 200 g geräucherter Lachs oder geräucherte Lachsforelle
  • 3 TL Forellen- oder Lachsrogen
  • 3 TL Seehasenrogen
  • einige Schnittlauchstängel

Zubereitung:

Zuerst bereitet man die Frischkäsecreme zu. Dafür die Zitrone gut waschen, das Gelbe der Schale dünn mit einem Zestenreißer oder ähnlichem abschälen und den Zitronensaft auspressen. Schale, Saft und Frischkäse miteinander verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. etwas mehr Zitronensaft frisch säuerlich abschmecken.

Vom Brot relativ dünne Scheiben schneiden. Am besten sind herzhafte Kastenbrote (Vollkorn oder mit hohem Roggenanteil) ohne zu harte Kruste geeignet.

Nun die Scheiben mit der Frischkäsecreme bestreichen, danach mit dem geräucherten Lachs belegen. Darauf erneut Frischkäse streichen, eine nächste Schicht Lachs ergänzen, noch einmal Frischkäse, Lachs und dann Frischkäse + Brotscheibe. Die Lachsstücke dabei so zurechtschneiden, dass sie nicht über den Rand der Brotscheibe hinausragen.

Die belegten Brote in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Creme fester wird und sich der Geschmack entwickelt.

Die Scheiben mit einem scharfen Messer in 6 Würfel schneiden und mit der restlichen Frischkäsecreme bestreichen. Je einen halben TL Fischrogen auf die Lachstürme setzen und mit etwas Schnittlauch garnieren.

Die Lachstürme sind gut vorzubereiten, auch im geschnittenen Zustand bleiben sie für mind. 2 Stunden im Kühlschrank frisch, standhaft und “wie neu”.

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Die Inspiration zu diesen Lachstürmen stammt von einem norwegischen blog (fru timian), wobei ich das Rezept hier und da ein bisschen verändert habe.

Zitronen-Pfannkuchen

IMG_0446Zitronensaft auf Pfannkuchen? Das hört sich hierzulande für viele nach einer eher ungewöhnlichen Kombination an. Für mich verbindet sich mit diesen Eierkuchen jedoch eine ganz besondere Erinnerung – an Trondheim, an Skitouren, an die Studenten-Skihütte, an Pfannkuchentürme auf Tellern und an Wettkampf. Besonders an Wettkampf. Im Skifahren? Nein, im Pfannkuchenessen :-).

Jeden Samstag servierte die Studenten-Skihütte im Trondheimer Stadtwald Berge von diesen Pfannkuchen für alle ausgehungerten Langläufer. Man konnte essen so viele man wollte und schnell entfachte sich eine Art Wettkampf, besonders unter den Jungs (wir Mädchen hatten sowieso keine Chance), wer die meisten vertilgen konnte. Waren es 14 oder 18 oder gar 20? Ich weiß nicht mehr, wo der Rekord am Ende des Winters stand, ich weiß nur, dass die Zitrone nicht nur eine sehr schmackhafte Ergänzung zu den Pfannkuchen ist, sondern auch beim Vielessen hilft. Wegen der Säure, die die Süß- und Fettlast etwas reduziert.

Sicher bin ich mir jedoch, dass diese norwegischen Pfannkuchen hervorragend schmecken, auch, wenn man keinen Rekordversuch anstrebt. Die letzten Gartenheidelbeeren bilden übrigens eine ausgezeichnete Ergänzung zu den Eierkuchen.

Zitronen-Pfannkuchen für 3 Personen (ca. 11 Stück)

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 5 dl Milch
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • ca. 4 dl Mehl (evtl. etwas mehr)
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • Butter zum Braten (1 Msp. pro Pfannkuchen)
  • 1 Bio-Zitrone in Scheiben
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • ggf. Beeren zum Garnieren

Zubereitung:

Die Bio-Zitrone gut unter heißem Wasser waschen und die Schale dünn (nur das Gelbe) mit zum Beispiel einem Zestenreißer abschälen.

Eier, Milch und Zitronenschale in einer Schüssel gut miteinander verschlagen.

Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz hinzufügen und so lange verrühren, bis ein klümpchenfreier Teig entstanden ist.

Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten quellen lassen, wenn man Zeit hat. Sonst lässt man diesen Schritt weg und fügt evtl. noch etwas mehr Mehl hinzu, um einen nicht zu dünnflüssigen Teig zu erhalten.

In einer mittelgroßen Pfanne etwas Butter heiß werden lassen und eine knappe Suppenkelle voll Teig darin verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braten, bis sie eine ganz leichte Braunfärbung angenommen haben. 

Die für den Teig bereits dünn geschälte Bio-Zitrone in Scheiben schneiden.

Die fertigen Pfannkuchen zum Schluss mit Zitronensaft beträufeln und mit etwas Puderzucker bestäuben. Zusammen mit einigen Heidel- oder Himbeeren, etwas säuerlicher Marmelade oder auch ganz und gar pur genießen.

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