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Schokoladentarte mit Sommerbeeren

IMG_2453Unsere Heidelbeeren sind reif, beinahe kirschgroß sind sie dank des regenreichen Sommers dieses Jahr geworden. Für diese Prachtexemplare musste daher ein geeigneter Unterboden geschaffen werden. Eine Tarte mit zitronigem Mürbeteig wäre gut und Schokolade? Hmm, vielleicht, Schokolade? Doch Schokolade.

Eine Himbeertarte bei Trines matblogg gab schließlich den inspirierenden Ausschlag, die Füllung habe ich jedoch zusätzlich mit einer Orangennote versehen, was sich als sehr gute Idee herausstellte. Dadurch wird sie frischer, interessanter und nicht zu schokoladig.

Eine Auswahl an Sommerbeeren, gern auch einige säuerliche, perfektioniert diese herrliche Schokoladentarte.

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Schokoladentarte mit Sommerbeeren (Tarteform mit herausnehmbarem Boden, ø 24 cm)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Weizenmehl
  • 100 g Butter, kalt + etwas Butter zum Fetten der Form
  • 65 g Zucker
  • 2 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei
  • Schale von 1 Bio-Zitrone

Zutaten Füllung:

  • 3 dl Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 2 – 3 cm einer frischen, roten Chilischote
  • Schale von einer halben Bio-Orange
  • 150 g Zartbitterschokolade (wir: 75 g mit 50 % Kakaoanteil und 75 g mit 70 % Kakaoanteil)
  • 3 Blätter Gelatine (30 g)
  • 2 – 3 EL Orangenlikör (für Kinder weglassen)
  • reichlich Johannis-, Him- und Heidelbeeren

Zubereitung Boden: 

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ei auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Tartebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Tarteform ausrollen. Danach die gefettete Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Für ca. 20 Minuten im Tiefkühlschrank zwischenlagern. Dadurch wird der Teig wieder fest und verliert beim Backen nicht seine Form.

Den Boden danach mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o.ä. verteilen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 15 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Tarteboden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden auskühlen lassen. Man kann ihn gern auch schon am Vorabend backen und mit einem Tuch bedeckt bis zum nächsten Tag lagern.

Zubereitung Füllung: 

Sahne in einen Topf geben. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark auskratzen, aus der Chilischote die Kerne entfernen, die Bio-Orange gut waschen und die orangefarbenen Bestandteile der Schale mithilfe eines Zestenreißers abschälen. Alles, auch die Vanilleschote, in die Sahne geben.

Die Sahne einmal aufkochen und für 10 – 15 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Sie müssen dabei vollständig von Wasser bedeckt sein.

Die Schokolade in Stücke teilen und in einer Schüssel über heißem Wasserdampf schmelzen lassen. Dabei regelmäßig rühren.

Nun die Vanille- und die Chilischote aus der Sahne entfernen. Die Sahne erneut aufkochen lassen.

Die Gelatineblätter gut ausdrücken und in der heißen, nicht mehr kochenden Sahne unter Rühren auflösen.

Nun die Sahne mit einem dünnen Strahl in die Schokolade einrühren. Es soll eine homogene Masse entstehen. Orangenlikör je nach Geschmack hineingeben.

Die flüssige Schokofüllung auf den Tarteboden gießen und im Kühlschrank erkalten lassen. Das dauert ca. 4 Stunden.

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Die Tarte ca. 15 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen und mit Sommerbeeren belegen. Zusätzliche Beeren in einer extra Schüssel sind eine sehr schöne Ergänzung.

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Grünkohlpie mit Chevre

IMG_1315Wir sind auf den Grünkohl gekommen, diesen ausgesprochen nährstoffreichen Verwandten von Brokkoli, Rosenkohl und Co. Er schmeckt ein klein wenig würzig, nicht zu intensiv und vor allem ist er nicht bitter. Damit hat er doch eine Chance auf dem Mittagstisch verdient, oder?

Einziger Nachteil hierzulande ist, dass es ihn selten zu kaufen gibt und wenn doch, dann meist in 1 kg Beuteln abgepackt. Zum Glück kann man ihn blanchieren und danach einfrosten, wenn man nicht gerade über eine 10-köpfige Familie verfügt. Kleinere Packungsgrößen wären also sehr willkommen. Alternativ kann man ihn auch als Tiefkühlware kaufen, leider kommt er jedoch meist so klein geschnipselt daher, dass er auf einem Pie oder als Gemüse albern aussieht. Für Suppen hingegen sind die “Grünkohlflocken” gut zu gebrauchen.

Für diesen überaus leckeren, vegetarischen, gut sättigenden Grünkohlpie verwendet man daher am besten frischen oder selbst tiefgefrorenen Grünkohl. Bei der Wahl des Käses sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, es muss kein Chèvre sein, ein milder Blauschimmelkäse oder ein würziger Schnittkäse sind ebenso geeignet. Man kann dabei also gut Reste verwerten, die der Kühlschrank zu bieten hat.

Das Gleiche gilt für den begleitenden Salat, der dem buttrigen Pie etwas frisch Fruchtiges entgegensetzt. Auch hier kann man nehmen, was man im Gemüsefach finden kann. Wir hatten noch Rucola, Apfel und Tomaten von gestern übrig, so dass diese zusammen mit etwas Chicoree hineindurften. Da Lebensmittel wegwerfen nicht aktuell ist, gab es daher heute den zweiten Tag in Folge etwas mit Salat, trotz der gestern beschriebenen Salatskepsis in unserer Familie ;-).

Der Pie schmeckt übrigens kalt wie warm, so dass ggf. die nächste Brotbüchse damit gefüllt werden kann.

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Grünkohlpie für 4 Personen (24er Pieform)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 3-4 EL kaltes Wasser

Zutaten Füllung:

  • ca. 200 g Grünkohl
  • 3 Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl
  • 2 große Eier (L)
  • 200 g Crème fraîche
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • 100 g würziger Käse (wir: ca. 70 g Chèvre und 30 g Blauschimmelkäse)

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl und Salz auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten, dabei je nach Bedarf das kalte Wasser zugeben, bis man einen relativ festen, jedoch geschmeidigen Teig erhält. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Piebereitung, den kalten Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Pieform ausrollen. Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Damit der Boden beim Vorbacken gut in Form bleibt, sollte man ihn am besten mit Backpapier bedecken und mit getrockneten Bohnen, Linsen o. ä. füllen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten vorbacken. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Für die Füllung die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. Den Grünkohl waschen und die groben Stiele entfernen. Große Blätter grob hacken.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und darin Grünkohl sowie Knoblauchzehen bei mittlerer Hitze für mehrere Minuten anbraten, bis der Kohl etwas glasig aussieht.

Die Eier mit der Crème fraîche verschlagen und den Guss mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzig abschmecken. 

Den Käse in Stücke schneiden.

Nun Grünkohl und Käse auf dem Pieboden verteilen und gleichmäßig mit dem Guss übergießen.

Den Grünkohlpie im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 35 – 40 Minuten backen. Er ist fertig, wenn der Guss fest geworden ist. Den Pie vor dem Anschneiden ca. 5 Minuten ruhen lassen, dann lässt er sich einfacher schneiden.

Er schmeckt sowohl warm als auch kalt und gesellt sich gern zu einem frischen Salat. Wir haben dafür Chicoree, Rucola, Tomaten und Apfel gemixt.

Sommerfrische Zitronentarte

IMG_9772Ist euch auch so heiß? So, als ob ihr in mitten im Sommer in Frankreich unterwegs sein würdet? Dann habe ich die perfekte Tarte für euch, die genau zu diesem “Frankreich im Sommer Gefühl” passt.

Uns erinnert sie jedenfalls immer an einen unserer Frankreichurlaube, bei dem wir nach einer ungeplant durchfahrenen Nacht völlig übermüdet in dem schönen Ort Allevard aus unserem Auto krabbelten. Kaum hatten wir jedoch unsere Nasen aus dem Auto gesteckt, umwehte uns vom Marktplatz her schon ein ungeheuer leckerer Duft. Es roch nach frischem Baguette und süß nach Kuchen oder Croissants.

Wir beschleunigten das Zusammensammeln und Strecken unserer in Sitzhaltung festgerosteten Knochen, um sofort unseren Nasen folgen zu können. Die führten uns dann schnurstracks zu einer Boulangerie, deren Auslage uns vorkam, als wären wir im Paradies gelandet. Kleine Tartes mit den verschiedensten Füllungen, Eclairs, Croissants und anderes Backwerk, Baguettes gab es natürlich auch.

In unserem müden Zustand, von der Auswahl etwas überfordert, endeten wir bei einem Baguette, zwei Eclairs und einer kleinen Zitronentarte. Seitdem fühlen wir uns jedes Mal wie in Frankreich, wenn wir eine gute Zitronentarte essen. Natürlich kennen wir das Rezept der Boulangerie in Allevard nicht, aber unsere Tarte schmeckt ganz ähnlich. In jedem Fall ist sie im Hochsommer ein frischer, leicht säuerlicher Genuss, der durch verschiedene Beeren oder essbare Blüten aus dem Garten prima ergänzt werden kann.

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Sommerfrische Zitronentarte (Tarteform mit herausnehmbarem Boden, ø 24 cm)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Weizenmehl
  • 100 g Butter, kalt
  • 65 g Zucker
  • 2 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei
  • Schale von 1 Bio-Zitrone

Zutaten Füllung:

  • 5 große Eier (L)
  • 150 g Zucker (Rohmasse abschmecken, evtl. etwas mehr)
  • 170 ml Sahne
  • 125 – 150 ml frisch gepresster Zitronensaft (ca. 3 Bio-Zitronen)
  • Schale von 1,5 kleineren Bio-Zitronen
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • frische Him- oder Erdbeeren oder essbare Blüten zur Garnierung

Zubereitung Boden: 

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ei auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Tartebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Tarteform ausrollen. Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden danach vollständig inkl. der Ränder mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o.ä. verteilen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Tarteboden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Zubereitung Füllung: 

Die Bio-Zitronen gut waschen, danach die Schale mit einem Zestenreißer dünn abreiben. Achtung, dabei nur das Gelbe der Schale verwenden. Den Saft aus den Zitronen pressen.

Nun Eier, Zucker und Sahne mit einem Handrührgerät gut miteinander verschlagen. Zitronenschale und -saft hinzufügen und unterrühren. Es entsteht eine dünnflüssige Masse.

Die Füllung abschmecken, evtl. noch etwas mehr Zitronensaft hinzufügen, wenn es säuerlicher werden soll oder noch etwas mehr Zucker, wenn sie zu sauer erscheint.

Die Füllung vorsichtig auf den vorgebackenen Boden gießen.

Die Zitronentarte auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober- und Unterhitze) für 30 – 35 Minuten backen. Die Tarte ist fertig, wenn die Füllung zwar noch weich, jedoch nicht mehr flüssig ist.

Die Tarte abkühlen lassen und vor dem Verzehr für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Gut gekühlt schmeckt sie so richtig sommerlich frisch.

Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben und mit frischen Beeren oder Blüten garnieren. Wir fanden Erd- oder Himbeeren besonders lecker dazu.

Die Tarte hält sich ohne Probleme bis zum nächsten Tag im Kühlschrank frisch.

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Zwetschgen-Tarte mit Baiserhaube

Zwetschgen bzw. Pflaumen in Hülle und Fülle = Zeit für ein neues Kuchenrezept. Nachdem wir unseren traditionellen Pflaumenkuchen mit Streuseln am letzten Wochenende bereits gebacken hatten, schwebte mir nun eine Tarte mit knusprig-buttrigem Mürbeteig vor. Auf der Suche nach einem Rezept stieß ich auf einen Blogeintrag bei Chili und Ciabatta, die von einer herrlichen Zwetschgentarte mit Baiserhaube schwärmte.

Nun habe ich mit Baiserhauben auf Kuchen bisher eher gemischte Erfahrungen gemacht, die von knochenhart bis fast flüssig, zusammengefallen und quietschesüß reichen. Ich bin also bisher kein Fan davon gewesen. Das hat sich jedoch mit diesem Rezept eindeutig geändert, denn diese Baiserhaube ist toll, angemessen süß, luftig und weich, ich würde sagen, die beste Haube, die ich bisher auf einer Tarte gegessen habe.

Als Tarteboden habe ich nicht den aus dem oben verlinkten Originalrezept verwendet, sondern unsere Standardmürbeteigvariante. Der Boden ist einfach herzustellen und schmeckt angenehm süß-buttrig. Die Knusprigkeit erhält er durch das Vorbacken, dadurch ist er auch für saftig-flüssige Beläge gut geeignet. Jetzt aber los und ran an die Zwetschgen-, Pflaumenernte.

Zwetschgen-Tarte mit Baiserhaube (24er Tarteform)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Weizenmehl
  • 100 g Butter, kalt
  • 65 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 kleines Ei

Zutaten Füllung:

  • 550 g Zwetschgen
  • 10 g Butter
  • 1 knapper EL Zucker
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 150 ml Schlagsahne
  • 20 g Zucker
  • 10 g Mehl
  • 1 Ei

Zutaten Baiserhaube:

  • 2 Eiweiß von großen Eiern, sonst eher 3 Eiweiß
  • 1 Pr. Salz
  • 80 g Zucker

Zubereitung Boden: 

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl, Zucker und Salz auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ei auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Tartebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Tarteform ausrollen. Danach die mit Butter ausgestrichene und mit Semmelbröseln bestreute Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden danach erneut für ca. 30 Minuten im Kühlschrank oder für ca. 10 Minuten im Gefrierschrank erkalten lassen.

Den Boden nun vollständig inkl. der Ränder mit Backpapier bedecken, darauf getrocknete Erbsen, Bohnen o.ä. verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten vorbacken. Das Backpapier samt der Erbsen oder Bohnen entfernen und den Tarteboden für weitere ca. 10 Minuten backen, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Zubereitung Füllung:

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Die Bio-Zitrone gut waschen und die Schale abreiben. Nun die Zwetschgen zusammen mit dem Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale in einer Pfanne in der heißen Butter anschwitzen bis sie leicht karamellisiert sind. Die Zuckermenge richtet sich dabei nach der Süße der Pflaumen und kann von der hier angegebenen Menge abweichen. Die Zwetschgen abkühlen lassen.

Für den Guss Schlagsahne, Zucker, Mehl und Ei gut verquirlen.

Die Zwetschgen jetzt mit der Innenseite nach oben auf dem vorgebackenen Tarteboden kreisförmig verteilen und alles mit dem Guss übergießen. IMG_6961

Die Tarte im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 40 – 50 Minuten backen bis der Guss leicht gebräunt und fest geworden ist. Die kürzere Backzeit bei kleineren Hauspflaumen, die lange Backzeit bei großen Pflaumen verwenden. Die Tarte etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200 °C aufheizen.

Zubereitung Baisermasse / Fertigstellung:

Für die Baisermasse die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen. Nach und nach den Zucker einrieseln lassen und für mehrere Minuten weiterschlagen, bis eine weiß glänzende, steife Masse entstanden ist.

Die Masse auf der Tarte verteilen, mit einem Teelöffel als Muster einige wellenförmige Vertiefungen formen. Nun die Tarte bei 200 °C zurück in den Backofen schieben und erneut für ca. 10 Minuten backen, bis die Baisermasse leicht gebräunt ist.

Die Tarte vor dem Verzehr abkühlen lassen, sie schmeckt sowohl lauwarm als auch ganz kalt. Die Baisermasse bleibt erstaunlicherweise auch bis zum nächsten Tag luftig locker.

Hat man alles richtig gemacht, wird man für seine Mühen mit kleinen Goldtröpfchen auf der Baiserdecke belohnt, na wenn das nichts ist!

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TexMex-Pie – eine ungewöhnlich leckere Kombination

IMG_5153Kennt ihr so etwas auch? Die Familie kann sich einfach nicht einigen, was es an einem bestimmten Wochentag geben soll. Das Problem haben wir auch, zum Glück nur ab und zu, trotzdem war der letzte Freitag so ein Fall. Die Wahl stand zwischen TexMex und einer Quiche bzw. einem Pie und damit zwischen Gerichten, die aus völlig unterschiedlichen Welten kommen. Trotzdem war es in diesem Fall nicht schwer, einen Kompromiss zu finden – den Pie mit TexMex Füllung – wenn es nur immer so einfach wäre mit den Einigungen, wie in diesem Fall. Herausgekommen ist übrigens eine ungewöhnlich leckere Kombination, die hervorragend durch einen frischen Tomatensalat ergänzt wird.

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TexMex-Pie für 3 Personen (24er – 26er Pieform)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 3-4 EL kaltes Wasser

Zutaten Füllung: IMG_5133

  • 200 g Hackfleisch
  • ca. 1 EL Rapsöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 2 TL Tacogewürzmischung
  • ca. 2 EL Wasser
  • 1/2 rote Paprikaschote
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 100 g Mais
  • 1/2 Dose Rote Bohnen (Füllmenge 420 g)
  • Salz
  • ca. 1 TL Zucker
  • Saft von 1/2 Limette
  • 2 Eier
  • 150 g Crème fraîche, light
  • ggf. 50 ml Wasser
  • Salz
  • 1/4 TL gemahlener Koriander
  • ca. 1 TL Tacogewürzmischung
  • 8 – 10 Cherrytomaten
  • ca. 1 Handvoll geriebener Käse

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl und Salz auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten, dabei je nach Bedarf das kalte Wasser zugeben, bis man einen relativ festen, jedoch geschmeidigen Teig erhält. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Piebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Pieform ausrollen. Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 10 – 15 Minuten vorbacken, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Für die Füllung die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. Die halbe Paprikaschote und die Frühlingszwiebeln waschen und putzen, danach in kleine Stücke bzw. Röllchen schneiden.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Darin den Knoblauch und das Hackfleisch braten, bis das Fleisch durchgegart ist. Dabei Salz, 2 EL Wasser, Zucker und Tacogewürzmischung hinzugeben. Das Wasser verdampft während des Bratprozesses.

Gegen Ende der Bratzeit die Paprikastückchen und die Frühlingszwiebeln dazugeben, beides ebenfalls mit anbraten lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und alles mit den roten Bohnen, dem Mais und dem Limettensaft vermischen. Abschmecken nicht vergessen.

Für den Guss Eier, Crème fraîche und die Gewürze miteinander verquirlen. Erscheint der Guss sehr fest, noch etwas Wasser hinzufügen. Abschmecken. 

Nun die Füllung in die vorgebackene Pieschale füllen, mit dem Guss übergießen und dem geriebenen Käse bestreuen. Nun nur noch die Cherrytomaten waschen, halbieren und mit der Schnittfläche nach oben in den Pie drücken.

Den TexMex-Pie im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 30 Minuten backen. Er ist fertig, wenn der Käse zerlaufen und die Füllung fest geworden ist.

Während der Pie im Ofen ist, den Salat zubereiten. Praktischerweise kann man dafür die Reste der Bohnen- und Maisdose sowie die andere Hälfte der Paprikaschote verwenden.

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TexMex-Salat für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 – 3 Tomaten
  • 1/2 Dose rote Bohnen (Füllmenge 420 g)
  • ca. 100 g Mais
  • 1/2 rote Paprikaschote
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 milde, grüne Chilischote
  • 1/2 – 1 Limette, Saft
  • frischer Koriander
  • etwas Salz

Zubereitung:

Gemüse, Zwiebel und Knoblauch putzen und in kleine Stücke schneiden. Die Chilischote aufschneiden, die Kerne entfernen, danach fein hacken.

Alles in einer Schüssel miteinander vermischen. Mit Limettensaft, etwas Salz und dem frischen Koriander abschmecken, danach kurz durchziehen lassen.

Zum TexMex-Pie servieren.

Frühlingsquiche mit Erbsen und Tomaten

IMG_4661Seit Tagen strahlt die Sonne vom frühlingsblauen Himmel und hat im Garten bereits zahlreiche Schneeglöckchen, Krokusse und Märzenbecher geweckt. Nach dem ewigen Novembergrau des weitgehend schneelosen Winters ist die Sonne jetzt wirklich hoch willkommen und was passt besser zu diesem fröhlichen Sonnengefühl als eine lindgrüne Quiche? Nichts, fanden wir zumindest. Die Inspiration zu diesem Rezept habe ich mir von dem hervorragenden norwegischen blog von Fru Timian geholt, jedoch einige Anpassungen vorgenommen, u.a. einen anderen Quicheboden verwendet. Das Ergebnis ist eine sehr schmackhafte, milde Quiche, die einfach nur gute Laune verbreitet.

Frühlingsquiche mit Erbsen und Tomaten für 3 Personen (24er – 26er Pieform)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 3-4 EL kaltes Wasser

Zutaten Füllung:

  • 250 g TK-Erbsen
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca. 1 EL Rapsöl
  • ca. 1 TL Salz
  • Pfeffer
  • 3 Eier
  • 2 dl Creme fraiche
  • ca. 1 dl Milch
  • 1-2 Tomaten

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl und Salz auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten, dabei je nach Bedarf das kalte Wasser zugeben, bis man einen relativ festen, jedoch geschmeidigen Teig erhält. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Piebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Pieform ausrollen. Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 10 – 15 Minuten vorbacken, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Für die Füllung Knoblauchzehe und Frühlingszwiebeln putzen sowie kleinschneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebeln sowie den Knoblauch zusammen mit der Hälfte des Salzes darin für einige Minuten andünsten, bis sie weich geworden sind.

Die Erbsen zugeben und ebenfalls kurz (2-3 Minuten) mit garen lassen.

Die Mischung nun in eine Schüssel umfüllen und mit einem Stabmixer pürieren. Creme fraiche, Eier und Milch zufügen und unterrühren. Es sollte eine relativ dickflüssige Masse entstehen. Erscheint die Masse zu dick, dann noch etwas mehr Milch zufügen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Füllung nun in den vorgebackenen Quicheboden füllen. Die Tomaten waschen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Die Tomatenscheiben salzen und pfeffern und dekorativ auf der Erbsenfüllung verteilen. Wenn man eine runde Form verwendet, sollte man anders als auf dem Foto gezeigt, keine Tomatenscheibe in der Mitte platzieren, da diese später das Aufschneiden unnötig erschwert.

Die Quiche im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 30 – 40 Minuten backen, bis die Füllung fest geworden ist. Das kann man einfach prüfen, indem man vorsichtig an der Quicheform rüttelt. Die Frühlingsquiche vor dem Aufschneiden kurz ruhen lassen und dann in vollen Zügen genießen.

Shepherd’s Pie

IMG_4938Ein schönes Winterwochenende mit ordentlichem Telemarkskivergnügen, sogar mit Sonne, liegt hinter uns. Wieder zu Hause angelangt, waren wir gut ausgepowert und hungrig. Zu Essen gab es etwas Britisches und ja, die Briten können auch lecker kochen. Auf dem Plan stand eine Art Shepherd’s Pie, den wir jedoch wahrscheinlich eher Farmer’s Pie nennen müssten. Da wir hier im Erzgebirge so gut wie nie an Lammhackfleisch herankommen, mussten wir es auch dieses Mal wieder durch gemischtes Schweine- und Rinderhackfleisch ersetzen. Das schadet dem Geschmack nicht, allerdings doch dem Namen “Schäferspie”. Das schöne an diesem Gericht ist, dass man es ohne großen Aufwand und relativ schnell herstellen kann. Und es schmeckt gut, das natürlich auch.

Shepherd’s Pie für 3 Personen

Zutaten:

  • 400 g Lammhackfleisch (kann auch durch Schweine- oder Rinderhack ersetzt werden)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 EL Rapsöl zum Braten
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 150 g Sellerie
  • 1 kleine Dose (70 g) Tomatenmark (2-fach konzentriert)
  • 1 Dose (400 g) Tomaten in Stücken
  • 1-2 dl Gemüsebrühe
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter
  • Rosmarin frisch oder getrocknet
  • evtl. frische Kräuter (z.B. Petersilie) zum Bestreuen des Pies
  • 400 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 200 g Pastinaken
  • 1 EL Butter
  • etwas Milch
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung: 

Kartoffeln und Pastinaken schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Stücke in einem Topf mit Wasser für ca. 15 Minuten kochen, bis sie weich sind.

Das Wasser abgießen und die Stücke zu Mus zerdrücken. Das geht entweder mit einem Kartoffelstampfer von Hand oder einem dafür geeigneten Aufsatz eines Stabpürierers.

Butter und soviel Milch hinzufügen, bis die gewünschte weiche, jedoch auch leicht feste Kartoffelmuskonsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Kartoffeln kochen, das restliche Gemüse putzen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und darin das Hackfleisch und die Zwiebelstücke anbraten, bis das Fleisch gebräunt ist. Dabei bereits mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen.

Nun Möhren- und Selleriestücke zugeben und ebenfalls kurz mit braten lassen. Danach das Tomatenmark in der Pfanne etwas verteilen und alles für ca. 1 Minute weiter braten. Dabei aufpassen, dass das Tomatenmark nicht zu dunkel wird. Mit den stückigen Tomaten und der Gemüsebrühe ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken, gehacktem Rosmarin und den Lorbeerblättern würzen.

Alles für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Es sollte eine dickflüssige “Sauce” entstehen, daher ggf. etwas mehr Wasser hinzugeben, wenn es zu trocken wirkt. Zum Schluss herzhaft abschmecken und die Lorbeerblätter entfernen.

Die Fleisch-Gemüse-Masse in eine Auflaufform füllen und das Kartoffel-Pastinaken-Mus darauf gleichmäßig verteilen. Wer möchte, kann es natürlich auch als Linien oder kleine Häubchen aufspritzen. Mit etwas gehacktem Rosmarin, Salz und Pfeffer bestreuen.

Den Pie im vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen, bis das Kartoffelmuss ganz leicht gebräunt ist. Bei unserem Herd erreichen wir das dadurch, dass wir 5 Minuten Backzeit zugeben und den Grill bei 190 °C dazustellen.

Zum Shepherd’s Pie passt ein grüner Salat, aber auch Erbsengemüse ganz hervorragend.

IMG_4944Viel Zeit zum Fotografieren und schön anrichten blieb nicht, wir waren zu hungrig ;-). Gut, dass ich von einer vorherigen Zubereitung noch ein Foto gefunden habe, dass einen Einblick in das “Innere” des Pies gewährt.

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Gemüsequiche mit Minze

IMG_4370Zurzeit haben wir ein bisschen hektische Tage, es gibt einfach so viel zu tun, so viel, was uns interessiert, so viel, auf das wir neugierig sind. Da muss ich ein bisschen aufpassen, dass der blog nicht viel zu kurz kommt und die Rezeptanstehschlange gar zu lang wird. Essenkochen schaffen wir mit nur ganz wenigen Ausnahmen auch an vollgepackten Tagen, da wir dem neben regelmäßiger Bewegung eine Top-Prioritätsstufe zugewiesen haben. Ganz so hoch rangiert der Blog nicht, trotzdem sollte auch er regelmäßig gefüttert werden. Heute mit einer leckeren Gemüsequiche, in der wir einen Teil unserer fast letzten Gartenminze verarbeitet haben. Eigentlich unglaublich, dass sich diese Ende November immer noch im erntefähigen Zustand befindet, der Schnittlauch hat sich schon längst in die Erde zurückgezogen und die Petersilie ist nur noch krümelweise zu ernten.

Die Kombination aus süßer Pastinake, Möhren, Brokkoli und frischer Minze hat uns sehr gut geschmeckt, insgesamt ist es eine eher milde Quiche, die unkompliziert zuzubereiten ist. Unsere neue Tarteform von Le Creuset ist übrigens ganz hervorragend.

Gemüsequiche mit Minze für 3 Personen (24er Tarteform)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 3-4 EL kaltes Wasser

Zutaten Füllung:

  • 350 g Möhren
  • 1 Pastinake
  • 100 g Brokkoli-Röschen
  • 1 EL Rapsöl
  • 1-2 TL flüssiger Honig
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 TL Muskat, gerieben
  • 1 gehäufter TL Ingwer, gemahlen
  • Kurkuma
  • 3 Eier (Größe M)
  • 200 g Frischkäse, pur
  • 1/2 EL Speisestärke
  • ca. 60 g Gorgonzola
  • 1 Handvoll frische Minze

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl und Salz auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten, dabei je nach Bedarf das kalte Wasser zugeben, bis man einen relativ festen, jedoch geschmeidigen Teig erhält. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Piebereitung, den kaltenIMG_4142 Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Pieform ausrollen. Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 10 – 15 Minuten vorbacken, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Für die Füllung das Gemüse waschen, putzen und klein schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Darin das Gemüse für ca. 8 Minuten unter Rühren dünsten, bis die Stückchen bissfest weich geworden sind. Das Gemüse mit dem flüssigen Honig, etwas Salz, Pfeffer, Ingwer und geriebener Muskatnuss kräftig würzen.

Die Minze waschen, Blätter abzupfen und fein hacken. Gorgonzola in Stücke schneiden.IMG_4364

Für den Guss Eier, Frischkäse, Speisestärke und Gewürze vermischen, die gehackte Minze zum Schluss unterrühren. Der Guss sollte relativ kräftig gewürzt werden.

Das gedünstete Gemüse und die Gorgonzolastücke nun auf dem vorgebackenen Quicheboden verteilen, danach den Guss gleichmäßig darübergießen.

Die Quiche im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 30 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn die Füllung fest geworden ist und eine gold-braune Farbe angenommen hat.

Die Quiche warm z. B. zusammen mit einem Salat servieren und das Wochenende genießen. Sollten Reste übrig bleiben, kann man diese auch noch wunderbar am nächsten Tag kalt essen.

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Spinatpie mit Feta und sonnengetrockneten Tomaten

IMG_3437Freitag, mit dem Wochenende vor der Tür, gibt es bei uns meist ein Essen, das wir ganz besonders gut finden. Pies oder Quiches fallen auf jeden Fall in diese Kategorie. Ich bin ein großer Fan der Pies mit ihrem buttrigen Mürbeteig und der cremigen Gemüsefüllung. Sie sind auch nicht so aufwändig in der Herstellung, man muss nur daran denken, den Mürbeteig möglichst morgens schnell zusammenzurühren und in den Kühlschrank zu legen. Dann ist er zu jeder Tageszeit sofort einsatzbereit.

Spinatpie mit Feta und sonnengetrockneten Tomaten für 3 Personen                            (24er – 26er Pieform)

Zutaten Mürbeteigboden:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 3-4 EL kaltes Wasser

Zutaten Füllung:

  • 250 g Blattspinat (frisch oder TK)
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca. 1 EL Olivenöl
  • 8 sonnengetrocknete Tomaten
  • 150 g Feta
  • 3 Eier
  • 2 dl Milch
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • Schnittlauch
  • Dill oder andere Kräuter

Zubereitung: 

Man beginnt mit dem Mürbeteigboden, da dieser vor seiner Verwendung mindestens 1 Stunde, jedoch gern auch länger, im Kühlschrank lagern sollte, damit er beim später nötigen Ausrollen leichter handhabbar ist. Der Teig ist schnell hergestellt. Dazu Mehl und Salz auf eine Arbeitsplatte geben. Die kühlschrankkalte Butter in Stückchen schneiden und auf dem Mehl verteilen. Daraus am besten mit den Händen schnell einen Teig kneten, dabei je nach Bedarf das kalte Wasser zugeben, bis man einen relativ festen, jedoch geschmeidigen Teig erhält. Wichtig ist, dass die Zutaten gleichmäßig im Teig verteilt sind. Nun den Teig in eine Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank verwahren.

Für die eigentliche Piebereitung, den kalten Teig auf der Arbeitsfläche ungefähr in der Größe der Pieform ausrollen. Danach die Form mit dem Teig auslegen, ringsherum einen Teigrand formen und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden nun im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene für 10 – 15 Minuten vorbacken, bis er eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Während man die Füllung zubereitet, den Boden etwas auskühlen lassen.

Für die Füllung das Gemüse waschen und putzen. Zwiebel, Knoblauch, Tomaten und Feta in kleine Stücke schneiden. In einer Pfanne Zwiebel und Knoblauch in dem Olivenöl anbraten, bis die Stückchen weich und blank geworden sind. Danach den Blattspinat zugeben (bei Verwendung von TK Spinat vorher auftauen lassen) und so lange mitgaren, bis er gerade anfängt zusammenzufallen.IMG_3423

Das Gemüse nun auf den Pieboden geben, Tomaten und Feta ebenfalls darauf verteilen.

Für die Sauce die Eier mit der Milch verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Vorsicht bei der Salzzugabe, da sowohl Feta als auch die Tomaten bereits relativ salzig sind. Insgesamt sollte die Sauce jedoch würzig abgeschmeckt werden. Die Kräuter waschen, hacken und ebenfalls in die Sauce mischen. Zum Schluss die Sauce auf die Füllung gießen.

Den Pie im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 30 – 40 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Füllung fest geworden ist und eine gold-braune Farbe angenommen hat.

Den Pie warm z. B. zusammen mit einem Salat servieren und den Anfang des Wochenendes genießen. Sollten Reste übrig bleiben, kann man diese auch noch wunderbar am nächsten Tag kalt essen.

Wenn sich jetzt jemand über unsere “komische Pieform” auf dem Foto gewundert haben sollte, dem sei kurz erklärt, dass wir unsere Kuchenform benutzen mussten. Das geht, ist aber nicht optimal. Da unsere Kuchenform zudem nicht so richtig dicht ist, habe ich sie mit etwas Alufolie ausgelegt, dadurch blieb die Sauce auch zu großen Teilen in der Form. Eine neue Pieform ist schon bestellt und wird sehnsüchtig erwartet.