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Grüne Klöße mit in Butter gerösteten Brotwürfeln für das Sonntagsessen

Grüne Klöße mit rohen Kartoffeln erfreuen sich hier im Erzgebirge großer Beliebtheit für das sonntägliche Mittagessen, auch wenn sie in gewisser Weise zickiger sind als ihre artverwandten “Gummiklöße“. Zickiger deshalb, weil man die Kochzeit ziemlich genau einhalten sollte, damit sie weder innen roh noch bereits am Zerfallen bzw. unschönen Ausfasern sind. Daher sollte man sich also sicher sein, dass alle pünktlich am Tisch sitzen, wenn die Klöße fertig sind.

Hat man die Familie samt Besuch also dementsprechend instruiert, steht dem sonntäglichen Kloßgenuss nichts mehr im Wege. Man benötigt nur noch einen Braten, viel Sauce und Rotkraut dazu. Lecker sind sie, besonders im kalten Winter, ja auf jeden Fall.

Grüne Klöße (6 Stück)

Zutaten:

  • 900 g mehlig kochende Kartoffeln
  • ca. 3 EL Speisestärke
  • ca. 1 TL Salz + 1 TL Salz für das Kochwasser
  • 2 Toastbrotscheiben
  • Butter
  • getrockneter Majoran
  • Salz

Zubereitung:

Etwa 300 g der Kartoffeln als Pellkartoffeln am Abend vorher kochen.

Am nächsten Tag die Pellkartoffeln schälen und entweder reiben oder durch eine Kartoffelquetsche geben.

Die 600 g rohen Kartoffeln ebenfalls schälen und in eine Schüssel reiben. Danach mithilfe eines Leinensäckchen den Großteil des Kartoffelwassers ausdrücken. Das Wasser dabei jedoch auffangen. Sollte man nämlich zu ehrgeizig Wasser ausgedrückt haben, wird der Kloßteig krümelig und trocken. Da ist es gut, wenn man wieder etwas von dem aufgefangenen Kartoffelwasser hinzugeben kann.

Nun die Kartoffeln mit der Speisestärke mischen, mit dem Salz würzen und alles zu einem relativ festen, jedoch nicht krümeligen Teig verkneten.

Mit nassen Händen 6 Klöße formen, dabei ggf. 3 Toastbrotwürfel in die Mitte des Kloßes einarbeiten. Für die Brotwürfel schneidet man das Toastbrot in kleine Stücke und brät es in Butter ringsherum unter häufigem Wenden goldbraun in einer Pfanne an. Dabei kann man die Würfel mit etwas Salz und getrocknetem Majoran würzen. Bei Verwendung von 2 Toastbrotscheiben bleibt auch noch etwas zum Brotwürfelnaschen übrig.

In einem großen Topf reichlich Wasser, mit 1 TL Salz versehen, zum Kochen bringen. Man benötigt so viel Wasser, dass die Klöße im Topf schwimmen können.

Die Klöße in das kochende Wasser geben, die Hitze etwas reduzieren und warten, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Ab dann die Klöße für 15 – 20 Minuten in dem warmen Wasser ziehen, jedoch nicht mehr kochen lassen. Sie sind fertig, wenn sie innen keine rosa gefärbten Stellen mehr aufweisen. Lässt man sie zu lange im heißen Wasser, beginnen sie auszufasern. Es ist also leider ein Essen, bei dem möglichst alle pünktlich am Tisch sitzen müssen.

Die fertigen Klöße mithilfe einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und zusammen mit Fleisch, viel Sauce und Rotkraut genießen.

Marmorkuchen

img_3004Darf ich vorstellen, unser “Familientraditionsmarmorkuchen”, alias “tigerkake”, wie er in Norwegen auch heißt. Diesen Kuchen hat meine Mutter unzählige Male gebacken, allerdings, und da liegt das Problem, immer ohne festes Rezept. Es ist auch völlig unmöglich, von ihr genaue Mengenangaben zu bekommen, denn “Man sieht ja, wie viel Kakao man ungefähr in den Teig geben muss”, oder “man gibt so viel Milch zum Teig, bis die richtige Konsistenz erreicht ist”. Kommt euch das bekannt vor?

Deshalb habe ich mich neulich also als “Schreiberling” betätigt und meine Mutter auf Schritt und Tritt beim Marmorkuchenteigherstellen beobachtet. Das Aufschreiben hat ganz gut geklappt, mit Ausnahme der Milchmenge. Erst wurde noch schön mit EL abgemessen, ehe dann doch plötzlich wieder ein Schluck Milch direkt in den Teig gegossen wurde. Hmmmm, “aber darauf kommt es nicht ganz so genau an”. Das stimmt.

“Unser” Marmorkuchen ist sicherlich ein ziemlich normaler Rührkuchen, nicht ganz so fett und auch nicht quietschesüß wie manche seiner Kollegen, jedoch wohlschmeckend und ausgewogen. Das finden zumindest wir. Er liebt es, mit einem Kakaoguss überzogen zu werden, lässt sich gut auf Wanderungen mitnehmen und unkompliziert einfrieren. Ein richtiger Familienkuchen eben.

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Marmorkuchen

Zutaten:

  • 400 g Mehl
  • 12 g Backpulver (1 knappes Pck.)
  • 1 Pr. Salz
  • 160 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 große Eier (L)
  • 8 – 12 EL Milch

Zutaten Kakaoteil nach Teigteilung:

  • 40 g Kakao
  • 4 – 8 EL Milch
  • 40 g Zucker
  • Butter zum Fetten der Form
  • Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form

Zubereitung:

Für den Hauptteig Mehl mit Backpulver und Salz vermischen.

Die Butter cremig rühren. Eier, Zucker und Vanillezucker nach und nach zugeben und alles gut verrühren. Die Mehlmischung unterrühren und so viel Milch zugeben, bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist, der von allein aus der gekippten Schüssel zäh herausfließen würde.

Den Teig teilen. Eine Hälfte mit Kakao, Zucker und Milch mischen und gleichmäßig verrühren. Die Teigkonsistenz sollte ungefähr der des hellen Teiges entsprechen.

Eine Kuchenform mit Butter einfetten sowie mit Semmelbröseln ausstreuen.

Zuerst etwas hellen Teig, danach dunklen, dann wieder hellen Teig einfüllen. Mit einer Gabel den Teig leicht vermischen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 60 – 70 Minuten backen.

Gegen Ende der Backzeit sollte man mithilfe der Holzstäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Dazu das Stäbchen an der dicksten Stelle in den Kuchen einstechen, bleiben beim Herausziehen noch Teigkrümel hängen, dann die Backzeit verlängern. Bleibt es hingegen trocken, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen mit einem Geschirrtuch abgedeckt in der Form etwas auskühlen lassen, danach herausstürzen.

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Wenn man möchte, kann man den abgekühlten Kuchen noch mit einem Kakaoguss überziehen. Für das genaue Rezept muss ich mich allerdings erneut auf die Lauer legen, denn auch dazu existieren nur ungefähre Angaben, wie: “Man nimmt ein bisschen Palmin, so ein bis zwei Würfel, gesiebten Puderzucker, vielleicht 3 EL Kakao, etwas heißes Wasser und einen Schuss Rum. Dann vermischt man alle Trockenzutaten und gibt nach und nach das flüssige, erhitzte Palmin, das Wasser und den Rum hinzu, bis die richtige Konsistenz erreicht ist und man den Kuchen damit einpinseln kann.” Danach kann man ihn natürlich noch zum Beispiel mit Zuckerstreuseln dekorieren und sich natürlich neugierig auf den Anschnitt freuen. Welche Muster wohl dieses Mal zum Vorschein kommen wird?

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Kirschkuchen mit Streuseln – einfach und gut

IMG_1675Einige werden jetzt vermutlich sagen: “Typischer Hausfrauenkuchen” oder auch “Omakuchen”, modern würde ich eher “minimalistisch” zu ihm sagen. Handelt es sich doch um einen einfachen, saftigen und guten Kirschkuchen, der ausgezeichnet schmeckt und dass, obwohl er auf Creme, Quark und Co. oder sonstigen “Fixfax” verzichtet.

Darüber hinaus verbindet unsere Familie eine besondere Freundschaft mit genau diesem Kuchen. Die Verursacher dieser speziellen Verbindung sind die Kinder meiner älteren Schwester. Waren sie früher bei meinen Eltern zu Besuch, bei denen ich selbst noch wohnte, musste dieser Kuchen auf der Kaffeetafel stehen. Fehlte er, waren die Gesichter lang, egal, was wir sonst noch Leckeres anzubieten hatten. Ohne ihren Lieblingskuchen waren sie nicht zufrieden.

Also gab es diesen Kirschkuchen, jahrelang, bis zu jenem denkwürdigen Tag, an dem eines der beiden Kinder zu uns meinte: “Könnt ihr eigentlich nur Kirschkuchen backen? Wieso gibt es nie anderen Kuchen? Das ist doch eigentlich ein bisschen langweilig, immer gibt’s den gleichen Kuchen bei euch.” Hah, “endlich”, dachten wir im Stillen, ab jetzt können wir auch ab und zu wieder anderen Kuchen auf den Tisch stellen. Und trotzdem, nach einer Pause, wurde der Kirschkuchen mit Streuseln doch vermisst, so dass er jetzt mehrmals im Jahr wieder Bestandteil des Kaffeetrinkens ist. Verdient hat er es.

Besonders gut verträgt er sich übrigens mit etwas Schlagsahne als Beilage. Darüber hinaus ist er durch und durch unkompliziert herzustellen, aufzubewahren und anzubieten. Auch kann man ihn ohne Probleme einfrosten. Einfach gut eben.

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Kirschkuchen mit Streuseln – einfach und gut (runde Springform ø 26 cm)

Zutaten Boden:

  • 150 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 65 g Zucker
  • 65 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei
  • etwas Butter zum Fetten der Backform

Zutaten Belag:

  • 2 Gläser Sauerkirschen (je 720 ml)

Zutaten Streusel:

  • 100 g Mehl
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • 60 g Zucker

Zubereitung:

Die Sauerkirschen in ein großes Sieb gießen und gut abtropfen lassen.

Eine runde Kuchenform mit Butter fetten.

Für den Boden Ei, Zucker und die weiche Butter sehr gut miteinander verschlagen, bis eine lockere Masse entstanden ist. In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Jetzt die Trockenmasse zur Feuchtmasse geben und alles mit den Knethaken miteinander zu einem klümpchenfreien, gleichmäßigen Teig verrühren.

Den Teig nun in der gefetteten Backform mithilfe eines kleinen Teigrollers oder den Händen gleichmäßig ausrollen bzw. -drücken.

Die gut abgetropften Kirschen auf dem Boden verteilen.

Für die Streusel alle Zutaten kurz von Hand miteinander verkneten. Die Streusel auf die Kirschen krümeln.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 45 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun geworden sind.

Danach mit einem Tuch bedeckt abkühlen lassen.

Der saftige Kirschkuchen schmeckt sowohl pur als auch mit einem Klecks Schlagsahne und natürlich einer Tasse Kaffee oder Tee.

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Sächsische Quarkkeulchen oder Quarkkäulchen?

IMG_0813Oh, oh, seit heute bin ich uneins mit dem Duden, dem allmächtigen Herrscher über die deutsche Rechtschreibung. Der sagt nämlich, dass das Keulchen eigentlich “Käulchen” geschrieben werden muss, weil es von “Kaule” kommt. Na toll, aber nicht hier im Erzgebirge, da wird es Keulchen geschrieben, mit “e”, basta.

Das ist genau so sicher wie, dass Quarkkeulchen hier früher im “Armeleuteland” nicht als Nachspeise wie im gutbürgerlichen Dresden, sondern als Hauptgericht verspeist worden sind. Wer hatte schließlich schon genug Zutaten für so einen Luxus wie ein Dessert? Stattdessen musste man versuchen, aus den wenigen, allgemein verfügbaren Zutaten wie Kartoffeln, Mehl, Quark, Öl, etwas Zucker und ein bisschen Salz, immer neue Zusammensetzungen für den Mittagstisch zu finden, damit es nicht gar zu langweilig wurde. So stelle ich mir als Nichthistoriker zumindest vor, wie man auf die unzähligen Varianten von Kartoffeln mit … (irgendetwas) gekommen ist.

Die Quarkkeulchen sind eine dieser Variationen, eine besonders leckere und auch heute noch beliebte. Da sie in unserer Familie jedoch keine ausgeprägte Tradition hatten und meine Oma immer nach Gefühl und nicht nach Rezept kochte, habe ich heute auf ein altes Rezept aus dem “Ratgeber für Herd und Haus” von Bertha Dißmann zurückgegriffen. Das Kochbuch, das aus den 1930er Jahren stammt, haben wir glücklicherweise von meiner Oma geerbt.

Da wir heute, gemessen an den damaligen Verhältnissen, in wahrem Luxus leben und Zugang zu allen möglichen Rohwaren haben, bin ich hinsichtlich der zugesetzten Zitronenschalenmenge vom Originalrezept abgewichen. Ich habe sie erhöht, was den Keulchen etwas mehr Aroma verleiht.

Insgesamt sind die Keulchen nicht allzu süß, wer also den Fertigproduktgeschmack erwartet, sollte sich darauf gefasst machen, dass man bei diesem Rezept nicht nur Zucker, sondern auch die anderen Zutaten zu schmecken bekommt :-). Der Teig ist übrigens einfach zu handhaben, auch beim Braten, so dass ich nur jeden ermutigen kann, die Quarkkeulchen selbst herzustellen.

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Sächsische Quarkkeulchen für 3 Personen (14 – 15 Stück)

Zutaten:

  • 750 g mehlig kochende Kartoffeln (roh und mit Schale gewogen)
  • 375 g Quark (20 % Fett oder Magerstufe)
  • 90 g Mehl
  • 45 g Zucker
  • 8 g Salz
  • 1 kleines Ei
  • abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
  • 55 g Korinthen
  • 25 g Semmelbrösel
  • reichlich Öl oder Öl und Butter zum Braten
  • Zucker oder Zimt und Zucker zum Bestreuen
  • Apfelmus, am liebsten selbst hergestelltes, als Beilage

Zubereitung:

Die Kartoffeln in der Schale für ca. 25 Minuten kochen, bis sie gar sind. Abhängig von der Größe der Kartoffeln kann die Kochzeit abweichen.

Die Korinthen für mind. 30 Minuten in Wasser einweichen.

Die Kartoffeln noch warm schälen und mit einer Kartoffelpresse durchquetschen. Wer keine besitzt, kann die Kartoffeln auch reiben.

Die Bio-Zitrone gut waschen und die Schale dünn mit einem Zestenreißer abschälen. Achtung, nur das Gelbe der Schale darf verwendet werden, sonst schmeckt alles bitter.

Für den Teig nun die Kartoffeln mit Quark, Mehl, Salz, Zucker, Ei, Zitronenschale und Korinthen (ohne Einweichwasser) vermischen und von Hand zusammenkneten. Dabei entsteht ein homogener Teig, der sich gut formen lässt.

Den Teig mit leicht befeuchteten Händen zuerst zu Kugeln formen, die dann mithilfe der Semmelbrösel flach gedrückt werden. Dabei aufpassen, dass keine Risse entstehen. Die Keulchen sollten ungefähr handtellergroß werden.

Öl oder ein Öl-Buttergemisch in einer Pfanne erhitzen. Die Keulchen darin von beiden Seiten braun braten. Das dauert bei mittlerer Hitze (an unserem Herd Stufe 7 von 9) ca. 3 Minuten je Seite. Die fertig gebratenen Keulchen zum Warmhalten in den auf 80 °C vorgeheizten Herd stellen.

Die Quarkkeulchen mit Zucker oder Zimt und Zucker bestreuen und warm mit Apfelmus genießen.

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln für eine runde Form

IMG_0682Dieser traditionelle Apfelkuchen mit Quark und Streuseln, die auf einem lockeren Hefeteigboden ruhen, ist als Blechkuchen ein alter Bekannter, auch hier auf dem blog. Nicht immer benötigt man jedoch ein ganzes Blech voll Kuchen, sondern möchte einfach nur die “kleinfamilientaugliche” Menge in einer runden Form backen. Nun kann man natürlich die Mengen alle ineinander umrechnen, sucht ihr jedoch die schnelle Lösung, gibt es ein bereits fertig berechnetes Rezept.

Gegenüber der Blechkuchenvariante habe ich den Teiganteil etwas verringert, während sich die Apfelmenge etwas erhöht hat. Das hat uns sehr gut gefallen. Der Kuchen ist dadurch sehr schön fruchtig und nicht allzu süß. Wenn ihr also bei durchschnittlichem Bäckerkuchen nicht das Gefühl habt, dass er tendenziell zu viel Zucker abbekommen hat, dann solltet ihr den Zuckeranteil im folgenden Rezept etwas erhöhen.

IMG_0704Unser Kuchen war 10 Minuten zu lange im Herd, daher ist der Boden etwas zu dunkel geworden. Also aufpassen und den Küchenwecker auf die richtige Zeit einstellen :-).

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln (Springform ø 28 cm)

Zutaten Teig:

  • 80 g Weizenmehl (550, alternativ 405)
  • 50 ml Milch, lauwarm
  • 8 g Frischhefe
  • 90 g Weizenmehl (550, alternativ 405)
  • 40 g Butter, zimmerwarm
  • 30 g Zucker
  • 1 kleines Ei, zimmerwarm
  • 1 Pr. Salz
  • evtl. 10 ml Milch (bei 405er Mehl in der Regel nicht notwendig)

Zutaten Quark:

  • 250 g Quark (20 % Fett)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 2 leicht gehäufte EL Zucker
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 3/4 EL Butter, zerlassen
  • 40 – 50 ml Milch
  • ca. 1 gehäuften EL Mehl
  • abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Zutaten Belag:

  • ca. 400 g feste, säuerliche Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • evtl. 1 EL Zucker bei sehr sauren Äpfeln
  • 50 g Rosinen
  • Rum oder Wasser zum Einweichen der Rosinen
  • 25 g gehackte Mandeln

Zutaten Streusel:

  • 110 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter, zimmerwarm
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Frischhefe mit der lauwarmen Milch (ca. 35 °C) vermischen und mit den 80 g Mehl zu einem kleinen Hefestück verkneten. Dieses abgedeckt an einem warmen Ort (24 °C) ca. 30 Minuten gehen lassen. Es sollte sich dabei deutlich vergrößern.

Danach die restlichen Teigzutaten zugeben und den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam, danach für weitere ca. 5 Minuten schneller kneten. Der Teig sollte sich einfach von der Schüssel lösen und auch nicht mehr an den Händen bzw. Knethaken kleben bleiben. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) erneut ca. 45 Minuten gehen lassen. Er sollte sein Volumen dabei etwa verdoppeln.

Danach den Teig ausrollen bzw. ausziehen und in die gefettete Kuchenform geben. Mit einer Gabel an mehreren Stellen einstechen.

Die Zitrone gründlich mit warmem Wasser waschen, dünn schälen (Achtung nur das Gelbe) und die Schale sehr fein hacken.

Für die Quarkmasse alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Über das Mehl kann die Konsistenz der Masse gesteuert werden, entstehen sollte eine relativ dickflüssige Masse. Die Quarkmasse abschmecken und ggf. noch etwas mehr Zitronenschale oder Zucker hinzufügen.

Für den Belag die Äpfel waschen, putzen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelspalten ggf. je nach Säuerlichkeit mit dem Zucker vermischen. Wenn man Rosinen verwenden möchte, diese in etwas Rum oder Wasser für ca. 15 Minuten einweichen.

Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen und am besten per Hand kurz verkneten.

Nun die Quarkmasse auf dem ausgerollten Hefeteig gleichmäßig verstreichen. Darauf dicht an dicht die Apfelspalten legen. Rosinen (ohne Einweichflüssigkeit) und die grob gehackten Mandeln darüberstreuen. Zum Schluss die Streusel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen nochmals abgedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 45 Minuten backen.

Vor dem Anschneiden den Kuchen auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Grießpudding mit Himbeersauce

IMG_7235Samstag! Das bedeutet Desserttag bei uns! Und heute kann ich mit einem klassischen Grießpudding mit Himbeersauce aufwarten, den es schon bei meiner Oma gab. Damals allerdings meist ohne Himbeersauce, da die Himbeererntesaison im Garten kurz war und es in der DDR keine TK-Beeren zu kaufen gab. Dafür wurde jedoch jedes Mal, wenn der Pudding ohne Sauce daher kam, davon geschwärmt, dass er mit Sauce ja nochmals viel besser wäre. Das stimmt.

Auf seltsame Weise verschwand dieser Nachtisch jedoch in den folgenden Jahren von unserem Essensplan, bis ich ihm völlig unerwartet in leicht veränderter Form in Norwegen wieder begegnet bin. Wir waren nach einem freiwilligen Arbeitseinsatz auf einem Campingplatz von den beiden älteren Betreiberinnen als Dankeschön zum Essen eingeladen worden. Es gab Fischsuppe und danach Grießpudding mit roter Sauce als Dessert. Unglaublich, der Pudding schmeckte genauso wie bei meiner Oma. Nur die rote Sauce war aus einem Beerenmischsirup hergestellt, was aber auch sehr lecker war. Sehr interessant. Und wenn ein Dessert so weit verbreitet ist, dann kann es doch nur gut sein, oder? Deshalb gibt es jetzt das Rezept, eines der wenigen, bei denen ich ein Aroma verwende, aber die Bittermandeltropfen gehören einfach dazu und zwar sowohl in Norwegen als auch hier.

Grießpudding mit Himbeersauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 ml Milch
  • 45 g Weichweizengrieß
  • ca. 1,5 EL Zucker
  • 2 – 4 Tropfen Bittermandelaroma (abschmecken)
  • 200 g Himbeeren
  • Saft von 1/3 Limette
  • 1 – 1,5 EL brauner Zucker

Zubereitung:

Einen Topf mit dickem Boden verwenden. Die Milch aufkochen, nach und nach den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Es sollen sich keine Klümpchen bilden. Den Grießbrei bei schwacher Hitze 10 Minuten quellen lassen. Dabei die ganze Zeit weiter rühren, damit nichts anbrennt.

Zum Schluss Zucker und Mandelaroma unterrühren. Abschmecken, ggf. mehr Zucker oder Mandelaroma hinzufügen, bis die gewünschte Geschmacksintensität erreicht ist. Der Grießbrei ist jetzt noch relativ flüssig, erhält aber beim Abkühlen die richtige Konsistenz. Den Brei in Portionsschälchen füllen und im Kühlschrank erkalten lassen.

Für die Himbeersauce kann man frische oder tiefgekühlte (vor der Verwendung auftauen lassen) Himbeeren verwenden. Einige schöne Himbeeren zwecks Deko zur Seite legen. Die restlichen Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken, Limettensaft und Zucker untermischen. Die Zuckermenge richtet sich nach der Süße der Himbeeren, deshalb zunächst nur wenig Zucker zufügen und abschmecken. Wer die Körnchen der Himbeeren nicht mag, streicht die Masse durch ein Sieb (evtl. sollten dann mehr Himbeeren verwendet werden). Uns stören die Körnchen nicht, daher lassen wir diesen Schritt weg.

Jetzt nur noch die Himbeersauce auf dem erkalteten Grießpudding verteilen und ggf. mit Himbeeren garnieren. Traditionell genießen.

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Pfefferkuchenmarkt und Nostalgie in Pulsnitz

IMG_7408Dieses Wochenende findet in Pulsnitz der 12. Pfefferkuchenmarkt statt. Bei der kleinen Stadt Pulsnitz, östlich von Dresden gelegen, handelt es sich um nichts weniger als DIE Pfefferkuchenherstellungsstadt in Sachsen. Mit 8 verschiedenen Pfefferküchlereien und einer Pfefferkuchenfabrik mangelt es nicht an überaus leckerer Pfefferkuchenauswahl. Grund genug für uns und viele, viele andere Besucher einen Ausflug zum Markt und zum Pfefferkuchenmuseum zu unternehmen.

In Pulsnitz angekommen, offenbarte sich uns unerwarteter Weise mit jedem Schritt, dass diese Stadt noch deutlich mehr zu bieten hatte als die Pfefferkuchen. Nach einem kurzen Marktrundgang und einem längeren Anstehen in der Toilettenschlange kamen wir zum Pfefferkuchenmuseum. Ein Schild an der Eingangstür verkündete: “Besichtigung nur mit Führung, Führungen alle 30 Minuten”. Wir stellten uns neugierig in die bereits vorhandene Schlange und warteten bis zum Einlass, der uns laut Ankündigung in 15 Minuten gewährt werden sollte. Die Tür öffnete sich pünktlich, jedoch: leider zu früh gefreut. Die Türbewacherin teilte uns nämlich in bestimmtem Tonfall mit, dass jetzt nur für eine angemeldete Gruppe Platz wäre und wir daher draußen bleiben müssten. Wir könnten ja später wiederkommen und es erneut versuchen. Leichtes Stirnrunzeln bei uns und ein Verdacht: Konnte es denn sein, dass hier die Zeit stehen geblieben war, so ca. vor 25 Jahren? Wir beschlossen zunächst einen Stadtrundgang zu unternehmen, dabei Pfefferkuchen zu kaufen und unsere Hypothese zu testen.

Also auf zu einer Pfefferküchlerei – Groschkys Rietschelkuchen haben es uns besonders angetan, daher zuerst in die Rietschelstraße. Das Schlangestehen in einem finsteren, schmalen Gang steigert die Vorfreude und wird mit einer großen Auswahl an verschiedenen Pfefferkuchen im Verkaufsraum belohnt.

IMG_7371Mit 2 Beuteln bepackt, weiter vorbei am Schlosspark mit herrlicher spätherbstlicher Laubfärbung, die einen eigentümlichen Kontrast zu den grauen Häusern bildet. Je weiter wir gehen, um so mehr beginnen wir, uns zurückversetzt zu fühlen.

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IMG_7399An einer Steinmauer finden wir Schaukästen, ja so etwas gibt es noch, mit Auslagen zum Angebot, stilecht mit Filzstift beschriftet.

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Weiter auf dem Weg zurück zum Markt durch einen öffentlichen Hausdurchgang – und plötzlich ist die Illusion perfekt.

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Auf der anderen Seite vor den Marktständen: Schlangestehen für Pfefferkuchen.

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IMG_7392Auch wir erliegen dem Reiz des Anstehens – wer weiß, ob und wann es wieder Pfefferkuchen zu kaufen geben wird ;-).

Inzwischen ist es Nachmittag geworden und wir haben Hunger. Daher begeben wir uns auf die Suche nach einem Café.

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IMG_7400Keine ganz leichte Aufgabe, aber schließlich finden wir eines – mit verlockender und vielfältiger Kuchenauswahl und nach etwas Warten auch einem freien Tisch. Wir bestellen, den Kuchen können wir gleich mit zum Tisch nehmen, Kaffee dauert noch, meint die Bedienung, die sich an der Kaffeemaschine zu schaffen macht. Etwas ratlos sieht sie dabei aus, auch die 2. und die 3. Bedienung, die hinzugerufen werden, können offenbar das Problem nicht lösen. Schließlich kommt unsere Tischverantwortliche zurück und teilt uns mit: “Kaffee ist gerade nicht, sie können nur schwarzen Tee haben.” Ihr nicht DDR-authentisches “Tut mir leid” geht schon in unserem etwas mühsam unterdrückten Lachen unter. Jetzt ist uns wirklich klar, dieser Ausflug hat uns nicht nur nach Pulsnitz zum Pfefferkuchenmarkt geführt, sondern auf eine kleine Zeitreise zurück in die Welt unserer Kindheit in der DDR.

Ob wir noch im Pfefferkuchenmuseum waren? Nein, auch beim zweiten Versuch wurde wieder nur eine angemeldete Gruppe hineingelassen, aber was solls. Wir haben uns köstlich amüsiert und zum Abschluss auch die Wende authentisch im Stil von 1990 vollzogen – als waschechte Ossi-Beutelgermanen, schon mit “Westwagen”, älteren Jahrgangs selbstverständlich, ausgestattet.

IMG_7405Noch ein kleines Schlusswort – die Pfefferkuchenstadt Pulsnitz mag in meinem Bericht durch unsere nostalgische Stimmung ein kleines bisschen schlecht wegkommen sein, sie hat jedoch viel Charme und die Pfefferkuchen sind oberlecker. Also schaut mal vorbei, wenn ihr in der Nähe seid und wer weiß, was euch in dieser Stadt ganz nebenbei begegnen wird.

Sächsischer Grießkuchen

IMG_7436Was typische sächsische Kuchen anbelangt, ist der Grießkuchen das für den Wochentag, was die Eierschecke für den Sonntag ist. Außerhalb Sachsens bin ich jedenfalls noch nie einem solchen Grießkuchen begegnet.

Noch vor nicht allzu langer Zeit bestand bei der Bäckerei in unserem Dorf ein deutlicher Unterschied zwischen Wochentagen und Wochenende, was die Kuchenauswahl anbelangte. Dienstag bis Donnerstag gab es häufig nur einfache Blechkuchen wie Zucker-, Streusel- oder Grießkuchen. Letzterer mein Favorit seit Kindestagen.

Der Grießkuchen ist also ein typischer Bäcker-Blechkuchen, bei dem der Grieß vorher nicht zu Grießbrei verkocht wird, sondern roh auf den Hefeteig gegeben wird. Dadurch erhält der Kuchen seine typische leicht krümelige Konsistenz. Da nach dem Backen noch Milch auf den Kuchen gestrichen wird, ist er trotzdem nicht trocken. Ein ganzes Blech voller Kuchen ist uns ohne Besuch zu viel, deshalb haben wir das ursprüngliche Rezept auf eine runde Springform umgerechnet, was 58 % der Originalmenge entspricht. Ansonsten kann ich nur sagen, probiert den Kuchen aus, der schmeckt richtig gut und ganz frisch am allerbesten.

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Sächsischer Grießkuchen (runde Springform, ø 28 – 30 cm)

Zutaten Boden:

  • 10 g Frischhefe
  • ca. 70 ml Milch, lauwarm
  • 200 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1 Ei (Größe M), zimmerwarm
  • 40 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Belag:

  • 290 g Weichweizengrieß
  • 120 g Butter, zimmerwarm
  • 140 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • reichlich 1 EL Zitronensaft
  • 120 g Korinthen
  • Rum zum Einweichen der Korinthen
  • ca. 100 ml heiße Milch zum Bestreichen des gebackenen Kuchens

Zubereitung:

Man beginnt mit dem Hefeteig. Wenn man Frischhefe verwendet, ist es günstig, damit einen kleinen Vorteig herzustellen. Dazu die Hefe in 60 ml der lauwarmen Milch auflösen und mit 100 g des Mehles zu einem Hefestück vermischen. Dieses abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Es sollte sich dabei deutlich vergrößern.

Danach die restlichen Teigzutaten, mit Ausnahme der 10 ml Milch, zugeben und den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam, danach für weitere ca. 5 Minuten schneller kneten. Sollte der Teig zu trocken erscheinen, die restliche Milch zugeben. Der Teig sollte sich leicht klebend von der Arbeitsfläche und den Händen lösen. Den relativ weichen Teig abgedeckt in einer leicht bemehlten Schüssel an einem warmen Ort erneut ca. 1 Stunde gehen lassen. Er sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln.

Währenddessen die Korinthen waschen, ggf. verlesen und in Rum bzw. einer Rum-Wasser-Mischung für mindestens 30 Minuten einweichen.

Den fertig gegangenen Hefeteig kurz durchkneten. Eine Backform mit etwas Butter fetten. Den Hefeteig in der Form auf die richtige Größe ausdehnen. Dabei darauf achten, dass überall ungefähr gleich viel Teig vorhanden ist. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Nun Grieß, Zucker, Vanillezucker, weiche Butter, Salz und Zitronensaft in einer Schüssel am besten von Hand miteinander verkneten. Die Korinthen (ohne Einweichflüssigkeit) untermischen. Diese Masse nun gleichmäßig auf dem Hefeteig verteilen und leicht andrücken.

Den Kuchen nochmals für ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Grießkuchen auf der 2. Schiene des vorgeheizten Backofens mit 180 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 30 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd unterschiedliche Backeigenschaften aufweist. Der Grieß sollte hellbraun sein.

Die Milch in einem Topf erhitzen und den frisch gebackenen Kuchen sofort damit einpinseln, damit er an Feuchtigkeit gewinnt. Den Kuchen danach abgedeckt mit einem Tuch abkühlen lassen. 

Frisch schmeckt der Grießkuchen am allerbesten. Möchte man ihn etwas aufbewahren, sollte man ihn nach dem Abkühlen dicht, z. B. mit einer Tortenhaube abdecken, damit er nicht austrocknet.

Apfelkuchen mit Quark und Streuseln vom Blech

IMG_7207Herbstfest mit Sonnenschein und na klar, Apfelkuchen vom Blech, so einem richtigen Traditionskuchen mit buttrigen Streuseln, saftigen Äpfeln und zitronigem Quark auf fluffigem Hefeteig. Klingt gut, oder? Besonders schöner Nebeneffekt, man bekommt auch gleich ca. 1 kg Äpfel aus dem Keller verarbeitet. Also ladet Familie und Freunde ein und feiert den bunten Herbst, die Ernte oder was auch immer mit einem leckeren Apfelkuchen.

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Apfelkuchen mit Quark und Streuseln (1 Blech)

Zutaten Teig:

  • 400 g Weizenmehl
  • 1 Pr. Salz
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 75 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei (Größe M), zimmerwarm
  • 200 ml Milch, zimmerwarm
  • 60 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Quark:

  • 500 g Quark (20 % Fett)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 4 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1,5 EL Butter, zerlassen
  • 80 – 100 ml Milch
  • ca. 2 gehäufte EL Mehl
  • abgeriebene Schale von 1 kleinen Zitrone (Bio)

Zutaten Belag:

  • 750 g feste, säuerliche Äpfel (geputzt und geschält gewogen)
  • evtl. 1 – 2 EL Zucker bei sehr sauren Äpfeln
  • 100 g Rosinen
  • Rum oder Wasser zum Einweichen der Rosinen
  • 50 g Mandelblättchen

Zutaten Streusel:

  • 250 g Mehl
  • 130 g Zucker
  • 140 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

Für den Teig das gesiebte Mehl mit der Trockenhefe vermischen. Danach alle weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter hinzugeben. Den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam kneten. Danach die in kleine Stücke geteilte Butter für weitere ca. 10 Minuten schneller in den Teig einkneten. Der Teig sollte sich leicht klebend von der Arbeitsfläche und den Händen lösen. Den relativ weichen Teig abgedeckt in einer leicht bemehlten Schüssel an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Er sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln.

Nun den Teig aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech gleichmäßig ausrollen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Die Zitrone gründlich mit warmem Wasser waschen, dünn schälen (Achtung nur das Gelbe) und die Schale sehr fein hacken.

Für die Quarkmasse alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Über das Mehl kann die Konsistenz der Masse gesteuert werden, entstehen sollte eine relativ dickflüssige Masse.

Für den Belag die Äpfel waschen, putzen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelspalten ggf. je nach Säuerlichkeit mit dem Zucker vermischen. Wenn man Rosinen verwenden möchte, diese in etwas Rum oder Wasser für ca. 15 Minuten einweichen.

Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen und am besten per Hand kurz verkneten.

Nun die Quarkmasse auf dem ausgerollten Hefeteig gleichmäßig verstreichen. Darauf dicht an dicht die Apfelspalten legen. Rosinen (ohne Einweichflüssigkeit) und Mandelblättchen darüberstreuen. Zum Schluss die Streusel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen nochmals abgedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 50 Minuten backen.

Vor dem Anschneiden den Kuchen auf einem Rost erkalten lassen.

Genießt den Herbst.

Mit Puddingcreme gefüllter Streuselkuchen

IMG_2751Frischer, duftender mit Vanillepudding gefüllter Streuselkuchen ist neben Dresdner Eierschecke so ziemlich das Leckerste, was ich an Bäckerkuchen kenne. Noch besser ist es, ein solches Kuchenblech aus dem heimischen Backofen ziehen zu können. Namm!

Ob der gefüllte Streuselkuchen nun ein echter Sachse ist, weiß ich nicht. Sicher bin ich mir jedoch, dass er sich hier ausgesprochen wohl fühlt und weit verbreitet ist. Daher erdreiste ich mich jetzt mal, ihn in die Kategorie “sächsisch” einzuordnen.

Mit Pudding gefüllter Streuselkuchen (1 Blech)

Zutaten Boden:

  • 400 g Weizenmehl
  • 1 Pr. Salz
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 75 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei (Größe M), zimmerwarm
  • 200 ml Milch, zimmerwarm
  • 60 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Streusel:

  • 300 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 175 g Butter, zimmerwarm
  • 50 g gemahlene Mandeln (ohne Schalenbestandteile)

Zutaten Füllung: 

  • 1 l Milch
  • 4 leicht gehäufte EL Zucker
  • 2 Pck. Vanillepuddingpulver
  • 80 g Butter, zimmerwarm
  • ca. 50 g Kochschokolade, zartbitter

Zubereitung:

Für den Teig das gesiebte Mehl mit der Trockenhefe vermischen. Danach alle weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter hinzugeben. Den Teig von Hand oder mit einer Küchenmaschine für ca. 5 Minuten langsam kneten. Danach die in kleine Stücke geteilte Butter für weitere ca. 5 Minuten schneller in den Teig einkneten. Der Teig sollte sich leicht klebend von der Arbeitsfläche und den Händen lösen. Den relativ weichen Teig abgedeckt in einer leicht bemehlten Schüssel an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Er sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln.

Nun den Teig aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech gleichmäßig ausrollen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und alles mit einem Tuch abdecken.

Für die Streusel alle Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen und am besten per Hand kurz verkneten. Die Streusel gleichmäßig auf dem Hefeteig verteilen. Den Kuchen nun nochmals abgedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Den Streuselkuchen im vorgeheizten Backofen bei 200 °C mit Ober- und Unterhitze (wer hat, kann auch gern Hydrobacken verwenden) auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad beobachten, die Streusel sollten goldgelb sein.

Den Kuchen auf einem Rost vollständig erkalten lassen.

Jetzt kommt ein etwas schwieriger Schritt, denn nun muss man den Kuchen aufschneiden. Dazu viertelt oder achtelt man ihn am besten. Die Viertel bzw. Achtel schneidet man dann knapp unterhalb der Streuselschicht mit einem großen scharfen Messer auf. Da man meist nicht ganz gerade geschnitten hat, ist es günstig die oberen Viertel bzw. Achtel genauso neben den unteren Bodenteil zu legen, wie man sie nach dem Füllen wieder montieren möchte.

Für die Füllung den Vanillepudding mit der Milch und dem Zucker entsprechend der Anweisung auf der Puddingpulvertüte kochen. Da die Puddingmenge für den Kuchen etwas reichlich ist, 2 normalgroße Nachtischportionen abnehmen.

Den restlichen Pudding unter häufigem Rühren abkühlen lassen. Dabei darauf achten, dass keine Haut entsteht. Wenn der Pudding lauwarm ist, die zimmerwarme Butter nach und nach in kleinen Portionen einrühren. Die Puddingcreme gleichmäßig auf der unteren Bodenhälfte verteilen. Nun vorsichtig die obere Kuchenschicht wieder gerade darauf setzen.

Die Kochschokolade in einem Topf, der im heißen Wasserbad steht, unter Rühren schmelzen lassen. Die Schokolade darf dabei keinesfalls mit dem Wasser in Verbindung kommen. Mit einem Löffel ein Muster über die Streusel ziehen. Nun den Kuchen bis zum Verzehr kühl stellen und anschließend genießen.

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