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Salat mit Spargel, Erdbeeren, Schinkenchips und Lakritzdressing

Ungewöhnliche Kombinationen? Für die sind wir immer zu haben, auch wenn sie manchmal nicht funktionieren. Diese hier war jedoch außerordentlich interessant und wirklich schmackhaft. Spargel und Schinken sowie Spargel und Erdbeeren sind schon lange als gute Partner bekannt, aber Lakritz im Dressing? Das war wirklich spannend. Dem Salat bringt es übrigens eine angenehm frische Note.

Gefunden habe ich das Rezept hier, jedoch sowohl den Salat als insbesondere auch das Dressing ganz erheblich abgewandelt. Im Original stimmen meiner Meinung nach die Mengenverhältnisse überhaupt nicht und zumindest mit unserem Lakritzpulver würde die Lakritzdosis viel zu hoch ausfallen. Das Lakritzpulver habe ich übrigens bei Johann Bülow auf dem Copenhagener Flughafen gekauft, alternativ kann man es auch im Internet bestellen (ich bin nicht gesponsert).

Salat mit Spargel, Erdbeeren, Schinkenchips und Lakritzdressing für 3 Personen

Zutaten:

  • Pflücksalat, z. B. Lollo Rosso
  • 1 große Handvoll Rucola
  • 1 Avocado
  • 9 Erdbeeren (oder mehr)
  • 30 g Schinkenchips
  • 1 kg weißer Spargel
  • ca. 1/2 TL Salz für das Spargelkochwasser
  • ca. 1/2 TL Zucker für das Kochwasser
  • etwas Zitronensaft (1/3 Zitrone) für das Kochwasser

Zutaten Dressing:

  • 100 g Ricotta
  • ca. 4 EL Saure Sahne (20 % Fett)
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zucker
  • 1/2 – 3/4 TL Lakritzpulver
  • einige frische Blätter Zitronenmelisse

Zubereitung:

Man beginnt am besten mit dem Dressing, damit es noch etwas durchziehen kann. Dafür die Zitronenmelisseblätter grob hacken und mit allen anderen Zutaten vermischen. Zunächst nur wenig Lakritzpulver zugeben, das Dressing soll schließlich nicht wie ein Lakritzbonbon schmecken, sondern nur eine interessante Note erhalten. Zum Schluss abschmecken, bis ihr die richtige Balance zwischen säuerlich, salzig, würzig und süß-lakritzig gefunden habt.

Danach den Spargel schälen, das untere holzige Ende abschneiden und die Stangen in ca. 1,5 cm lange Stücke schneiden. Je näher man der Spitze kommt, desto länger können die Stücke werden.

In einem Topf etwa 1 l Wasser mit Salz, Zucker und dem Zitronensaft zum Kochen bringen. Die Spargelstücke hineingeben und für ca. 5 Minuten kochen lassen, bis sie gar sind. Den optimalen Zeitpunkt findet man am besten durch das Kosten von einem dickeren Spargelstück heraus. Nun den Spargel aus dem Kochwasser nehmen und gut abtropfen lassen.

Den Salat waschen, trockenschütteln und in kleinere Stücke reißen. Die Avocado schälen, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren.

Den Salat zusammen mit dem Rucola, den Erbeeren, Schinkenchips, der Avocado sowie dem Spargel auf Tellern anrichten und mit dem Dressing beträufeln.

Alternativ zum Lakritzdressing passt zu diesem Salat sicher auch ein ganz normales Joghurtdressing.

Kleine glutenfreie Buchweizenpfannkuchen

Nach zwei arbeitsintensiven Wochen melde ich mich heute mit einem wohlschmeckenden Pfannkuchenrezept zurück. Wir, als große Pfannkuchenfans, sind immer auf der Suche nach etwas gesünderen Varianten derselben, so dass wir schon einige Experimente hinsichtlich der Vermeidung von einfachem Weizenmehl durchgeführt haben. Nicht alle waren von Erfolg gekrönt, das trifft jedoch nicht auf diese kleinen, glutenfreien Buchweizenpfannkuchen zu. Sie schmecken interessant, leicht nussig und etwas herzhafter als ihre Weißmehlverwandten. Deshalb habe ich mich auch für die Beigabe von etwas Sirup bzw. Honig im Teig entschieden. Sie würden sicher mit einem herzhaften Belag ebenfalls sehr gut schmecken.

Kleine glutenfreie Buchweizenpfannkuchen für 3 Personen

Zutaten:

  • 3,8 dl Buchweizenmehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • ca. 3 dl Milch
  • 2,5 – 3 EL Ahornsirup oder 1,5 EL Honig
  • 2 kleinere Eier (Größe M)
  • 1 Pr. Salz
  • ca. 40 g Butter, geschmolzen + etwas Butter zum Braten der Pfannkuchen
  • Bananen und Beeren zum Belegen + evtl. Marmelade, Gelee oder Ahornsirup

Zubereitung:

Die Butter zerlassen und ganz leicht bräunen. Etwas abkühlen lassen.

Mehl und Backpulver miteinander vermischen.

In einer anderen Schüssel Milch, Sirup bzw. Honig, Eier und Salz miteinander gut verschlagen. Die Butter zum Schluss unterrühren.

Nun die Mehl-Backpulvermischung gut einrühren, so dass ein klümpchenfreier und recht dickflüssiger Teig entsteht. Diesen für 15 Minuten quellen lassen.

Etwa einen halben TL Butter in einer Pfanne erhitzen und mit einem großen Löffel Teig für 3 – 4 kleine Pfannkuchen hineingeben. Diese bei mittlerer Hitze braten. Sobald der Teig auf der Oberseite Bläschen zeigt und etwas angetrocknet ist, die Pfannkuchen wenden und von der anderen Seite goldbraun braten.

Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Die Pfannkuchen mit Bananenscheiben und frischen Beeren belegen sowie ggf. mit Marmelade oder Ahornsirup gesüßt genießen.

Pasta mit vegetarischer Linsenbolognese

An Wochentagen essen wir in der Regel vegetarisch oder Fisch und kochen gern so, dass das Essen ziemlich schnell auf dem Tisch steht. Ich weiß, “schnell” ist relativ, ich habe es so definiert, dass 30 Minuten oder weniger aktiver Küchenzeiteinsatz dieser Kategorie entspricht. Soviel meiner eigenen Zeit ist mir die Mittagessenszubereitung auf jeden Fall wert.

Diese vegetarische “Bolognese” mit Linsen und Staudensellerie ist genau so ein Rezept, das unkompliziert in der Zubereitung ist und richtig gut schmeckt. Die Linsen ersetzen das Hackfleisch und liefern Eiweiß. Fenchel, Basilikum und Oregano lassen die Sauce angenehm würzig werden und schmecken nach Italien. Einfach, schnell, gut und somit perfekt für einen hektischen Wochenstart geeignet.

Pasta mit vegetarischer Linsen”bolognese” für 4 Personen

Zutaten:

  • 350 – 400 g (Vollkorn)Pasta / Spaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • 2,3 dl rote Linsen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 – 4 Stangen Staudensellerie
  • ca. 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • ca. 4 dl Gemüsebrühe
  • 2 TL Fenchelsamen, zerdrückt
  • ca. 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter Oregano
  • 1 große Handvoll frisches Basilikum
  • geriebener Parmesan zum Bestreuen
  • 3 kleine Handvoll Rucola

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauchzehen und Staudensellerie putzen und in kleine Stücke schneiden. Fenchelsamen in einem Mörser zerkleinern. Die frischen Basilikumblätter von den Stielen zupfen und fein hacken.

Die Linsen unter fließendem, kaltem Wasser gut abspülen, danach abtropfen lassen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin anbraten, bis sie glasig geworden ist. Danach Knoblauchzehen und Staudensellerie hinzugeben und für wenige Minuten mitbraten lassen. Zuletzt die Linsen und den Fenchelsamen zufügen und ebenfalls 2 Minuten mitbraten.

Nun die Gemüsebrühe sowie die Dosentomaten in den Topf schütten, mit Zucker, frischem Basilikum, getrocknetem Oregano, Salz und Pfeffer würzen und abgedeckt für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Kochzeit richtet sich dabei nach der Garzeit der Linsen, diese ist auf der Verpackung angegeben. Wird die Sauce zu trocken, dann noch etwas mehr Gemüsebrühe / Wasser angießen.

Die Nudeln in gut gesalzenem Wasser gar kochen (Kochzeit siehe Verpackung).

Den Rucola waschen, abtropfen lassen und verlesen.

Die Sauce vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer, Basilikum und ggf. Zucker abschmecken.

Pasta mit der vegetarischen Linsenbolognese auf Teller geben und mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen. Rucola eignet sich sehr gut als frische, würzige Beilage.

Cremige Fenchelsuppe mit gebratenen Seelachswürfeln

Wir haben in den letzten Jahren schon aus vielerlei Gemüse Suppen gekocht, eine beinahe reine Fenchelsuppe war jedoch noch nicht dabei. Höchste Zeit also das Fenchelknollenangebot im Supermarkt auszunutzen, um daraus diese wohlschmeckende, cremige Suppe mit gebratenem Seelachs herzustellen.

Fenchel passt hervorragend zu Fisch und wer jetzt Bedenken hat, nein, es schmeckt nicht wie Fencheltee. Die Knolle entwickelt beim Kochen einen würzigen Geschmack, der durch etwas Sternanis und Koriander betont werden kann.

Wem es zu aufwendig ist, die Fischstücke zu braten, der kann sie auch in den letzten 10 Minuten der Suppenkochzeit mit in der Suppe durchziehen lassen.

Cremige Fenchelsuppe mit gebratenen Seelachswürfeln für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 kleine, gelbe Zwiebel
  • 1 mittlere Möhre
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 1/2 Chilischote (mehr oder weniger, je nach Schärfe der Schote)
  • 3 größere Fenchelknollen
  • 1 EL Butter
  • 7 dl milde Gemüsebrühe
  • 100 g Creme fraiche
  • Salz
  • Pfeffer
  • Sternanis
  • gemahlener Koriander
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/4 Zitrone)
  • 400 g Seelachsfilet
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL Butter zum Braten

Zubereitung:

Zwiebel, Möhre und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden. Die Chilischote längs halbieren und die Kerne entfernen.

Von den Fenchelknollen das Grün abschneiden, hacken und zunächst zur Seite legen. Das wird später zum Bestreuen der Suppe benutzt. Die Knollen putzen und den inneren harten Strunk herausschneiden. Den Rest in Streifen schneiden.

1 EL Butter in einem Suppentopf erhitzen und darin Zwiebel, Knoblauch sowie Möhren für mehrere Minuten anbraten. Die Zwiebel sollte dabei glasig werden. Danach Fenchel und Chilischote hinzufügen und ebenfalls kurz mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe angießen sowie mit gemahlenem Koriander und etwas Sternanis würzen. Die Suppe aufkochen und abgedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Während die Suppe kochte, die Seelachsfilets in Würfel schneiden sowie salzen und pfeffern. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und darin die Fischstücke anbraten. Das dauert ca. 10 Minuten.

Creme fraiche in die Suppe geben und diese anschließend fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Ist die Suppe zu dick, hilft die Zugabe von etwas mehr Gemüsebrühe bzw. Wasser.

Die Suppe auf Teller geben, die gebratenen Seelachswürfel in die Mitte setzen und alles mit dem Fenchelgrün bestreuen.

Avocadosalat mit Orangen, Tomaten, Feldsalat, Feta und Ei

Die Sonne strahlt vom frühlingsblauen Himmel und wir laden mit diesem einfachen, gesunden Salat den Körper mit einer guten Dosis Vitaminen und Mineralstoffen auf. Die Avocado liefert gesundes Fett, die gekochten Eier sorgen für Eiweiß, so dass der Salat locker als leichtes Mittagessen daher kommen kann.

Denkbar einfach in der Zubereitung ist er außerdem, wodurch er perfekt in den Alltag passt. Die einzige Schwierigkeit bei diesem Salat besteht darin, dass man reife, weiche Avocados verwenden sollte und keine harten, da diese häufig einen leicht bitteren Geschmack aufweisen, was sich im Salat nicht sehr gut macht. Ansonsten ist dieser Salat tipptopp für einen noch etwas frühlingsmüden Körper.

Avocadosalat mit Orangen, Tomaten, Feldsalat, Feta und Ei für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 Orangen
  • 3 eher kleine Möhren
  • 2 Tomaten
  • ca. 15 Cherrytomaten
  • ca. 1/4 Porreestange, grüner Anteil
  • 2 große Avocados
  • 100 – 120 g Feta
  • 2 Handvoll Feldsalat
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 4 hart gekochte Eier
  • etwas Paprikapulver

Zubereitung:

Die Eier für ca. 8 Minuten kochen. Danach mit kaltem Wasser abschrecken, etwas abkühlen lassen, schälen und vierteln. Mit etwas Paprikapulver und Salz bestreuen.

Die Orangen schälen und filetieren. Den dabei entstehenden Saft in der Salatschüssel auffangen. Den nach dem Filetieren verbleibenden Orangenrest ebenfalls über der Salatschüssel auspressen.

Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Cherrytomaten halbieren und die beiden großen Tomaten in Scheiben schneiden. Das Stück Porreestange gründlich waschen und in dünne Ringe schneiden.

Die Avocados ebenfalls halbieren, den Stein mithilfe eines Messers entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben. Dieses in Stücke schneiden.

Den Feldsalat waschen, verlesen und gut abtropfen lassen. Den Feta würfeln.

Alle Salatzutaten miteinander vorsichtig vermischen und mit Salz, Pfeffer sowie Zitronensaft würzen. Abschmecken und zusammen mit den Eivierteln genießen.

Sonniger Vorfrühlingssalat mit Quinoa, Möhren, Orangen und Granatapfel

Bei diesem wechselhaften Märzwetter mit eingestreuten Schneeregenschauern und all den Schnupfennasen um uns herum, benötigen wir nicht nur Sonne auf dem Teller, sondern auch alles, was wir an Vitaminen und Mineralstoffen bekommen können, um gesund zu bleiben. Dieser bunte Vorfrühlingssalat erfüllt genau diese Kriterien, dazu schmeckt er fruchtig und frisch. Durch die roh verwendeten Möhren hat er Biss und ist gleichzeitig schnell zubereitet. Damit ist er ein ausgesprochen guter Alltagssalat.

Sonniger Vorfrühlingssalat mit Quinoa, Möhren, Orangen und Granatapfel für                   3 Personen

Zutaten:

  • 2,3 dl Quinoa
  • 4,6 dl mild würzige Gemüsebrühe
  • 3 eher kleinere Möhren
  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 2 große Orangen
  • 1 Avocado
  • ca. 125 g Feta
  • 1 Handvoll (gestiftelte) Mandeln
  • ca. 1/2 großer Granatapfel + ca. 1/4 Granatapfel als Saft
  • 2 EL frische, gehackte Petersilie
  • 1 – 2 EL frische, gehackte Minze
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung:

Quinoa unter warmem fließendem Wasser gut waschen, abtropfen lassen.

Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen. Quinoa hinzufügen, aufkochen und für 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Nun den Deckel abnehmen, mit einer Gabel den Quinoa auflockern und kurz auskühlen lassen. Er sollte die gesamte Gemüsebrühe aufgesaugt haben.

Während der Quinoa köchelt, kann man die restlichen Zutaten zubereiten. Möhren, Zwiebel, Orangen und Avocado schälen sowie in Würfel schneiden. Den Feta ebenfalls in Stücke schneiden.

Petersilie und Minzeblätter abzupfen und fein hacken. Einen Teil der Granatapfelkerne auslösen.

Alle Salatzutaten vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronen- und einem Teil des Granatapfelsaftes übergießen. Vorfrühlingshaft gesund genießen.

Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas

Back to the 80th! Mit Dosenananas und Schinken im Essen! In den 80er war ich Kind in der DDR, damit wusste ich natürlich sehr genau, welchen ungeheuren Wert Dosenananas oder eigentlich jegliche Konserve mit Südfrüchten hatte. Die waren nämlich Mangelware und kamen eigentlich nur in Form von weihnachtlichen Westpäckchen zu uns.

Eines Tages besuchte uns jedoch unsere “Tante”, eigentlich eine Cousine meiner Mutter, aus den USA. Das allein war schon so aufregend, als ob man heute Besuch von einem Marsbewohner bekäme. Dem aussergewöhnlichen Anlass entsprechend gingen wir in den besten Gasthof essen, den wir kannten. Um eventuell schuhsohlenlederzähes Fleisch auf dem Teller unseres Besuchs zu verhindern, orderten wir für sie gleich mit. Mangels fleischfreier Auswahl landeten wir bei Toast Hawaii, das musste schließlich etwas Supertolles sein. War es auch, für uns. Toastbrot, Schinken und Ananas mit roter Belegkirsche! So etwas hatte ich noch nie gegessen und fand es himmlisch. Unser Besuch war hingegen weniger beeindruckt und hätte vermutlich lieber ein richtiges, zu Hause gekochtes, erzgebirgisches Essen genossen. Aber so viel Normalität hielten wir damals für den USA-Besuch nicht für ausreichend, obwohl meine Mutter sehr gut kochte.

Daran haben wir uns beim letzten Familientreffen erinnert und deshalb gibt es jetzt diese One-Pot-Pasta im 80er Jahre Style. Sie ist schnell und unkompliziert zubereitet und schmeckt fantastisch. Schinken und Dosenananas zusammen mit einem Getreideprodukt ist eine spannende Geschmackskombination, bei der nicht viel schief gehen kann. Auf etwas Gemüse kann bei uns natürlich auch nicht verzichtet werden, deshalb durften Zucchini, Tomaten (aus der Dose), Zwiebel und Knoblauch ebenfalls in den Topf huschen, ehe alles mit Mozzarella überbacken wird.

Gratinierte One-Pot-Pasta mit Schinken und Ananas für 3 Personen

Zutaten:

  • 100 g American Bacon
  • evtl. 1/2 EL Olivenöl
  • 1 mittlere (rote) Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • ca. 375 ml Gemüsebrühe
  • ca. 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • knapp 1 TL getrockneter Oregano
  • 100 g Kochschinken
  • 220 g Vollkornnudeln
  • ca. 1 dl Sahne
  • 1 kleine Dose Ananas (ca. 200 g)
  • 2 Mozzarella (zusammen 200 – 250 g)
  • frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Zucchini waschen, putzen und würfeln. Bacon und Schinken ebenfalls zerteilen.

In einem großen Topf, der auch im Backofen stehen kann, den American Bacon bei mittlerer Hitze knusprig anbraten. Dabei ggf. etwas Olivenöl hinzufügen, wenn der Bacon eher fettarm ist.

Kurz bevor der Bacon fertig ist, Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und so lange mitbraten lassen, bis die Zwiebel ebenfalls leicht gebräunt und weich ist.

Danach die Zucchiniwürfel hinzufügen und für 1 – 2 Minuten anbraten lassen.

Nun den Kochschinken, die Tomaten, die Sahne sowie die Gemüsebrühe dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Aufkochen lassen. Die Nudeln in den Topf schütten, umrühren und abgedeckt köcheln lassen, bis die Nudeln knapp gar sind (Kochzeit siehe Nudelverpackung). Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, etwas Wasser nachgießen.

Die Ananasringe gut abtropfen lassen und in kleine Stücke teilen. Einen Mozzarella in dünne Scheiben, den anderen in Stücke schneiden.

Ananas und Mozzarella-Stücke unter die Nudeln mischen, die Mozzarella-Scheiben auf den Nudeln verteilen.

Den Topf ohne Deckel in den Backofen unter das Grillelement stellen und den Mozzarella schmelzen sowie leicht bräunen lassen. Wie lange das dauert, ist sehr von eurem Backofen abhängig, bei uns sind es ca. 5 Minuten.

Die One-Pot-Pasta mit frischen Basilikumblättern garnieren und genießen.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffel und Staudensellerie in Kokosmilch

Gestern waren bei uns morgens -18 °C, der Himmel leuchtete in kaltrosa und hellblau, während die Sonne langsam aufstand und ein herrliches Licht über die Schneelandschaft zauberte. So schade, dass ich genau da keinen Fotoapparat im Auto dabei hatte. Obwohl das magische Licht am Nachmittag natürlich “nur” blauem Himmel und glitzerndem Schnee gewichen war, konnte ich eine wunderbare Skitour genießen.

Wieder zurück war der Hunger groß und damit musste ein schnelles Essen auf den Tisch, mit Gemüse und gut durchwärmend sollte es sein. Dieser Kichererbseneintopf erfüllt genau diese Kriterien, wobei das Gemüse variabel ist und sich nach dem Inhalt des Gemüsefachs richten kann. Super im Geschmack, einfach in der Herstellung = Alltagsessen, das wir gern haben.

Kichererbseneintopf mit Süßkartoffeln und Staudensellerie in Kokosmilch für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große Süßkartoffel (ca. 350 g)
  • 4 – 5 Stangen Staudensellerie
  • 3 Möhren
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • etwas Olivenöl zum Anbraten
  • 1 – 2 TL Currypulver (je nach Schärfegrad des Pulvers)
  • ca. 1 TL Kurkuma
  • ca. 1/2 TL Korianderpulver
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • 1 – 2 TL frischer, fein gehackter Ingwer
  • Pfeffer
  • Salz
  • ca. 250 g gekochte Kichererbsen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • ca. 2 dl Wasser
  • etwas Zitronensaft
  • frische Petersilie oder frischer Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

Das Gemüse schälen, putzen und in kleine Stücke bzw. Scheiben schneiden. Den Ingwer ebenfalls schälen und sehr fein hacken.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Darin die Zwiebel glasig anbraten. Das Currypulver hinzufügen und kurz mitbraten lassen, bis es anfängt intensiv zu duften.

Das restliche Gemüse mit Ausnahme der Kichererbsen hinzufügen und unter mehrmaligen Rühren für einige Minuten anbraten. Dabei die Gewürze zugeben.

Die Kokosmilch sowie das Wasser angießen, abdecken und alles für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Kichererbsen hinzugeben und für 3 – 5 Minuten mit kochen lassen.

Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischer gehackter Petersilie oder frischem Koriander bestreut genießen.

Spaghetti mit Rosenkohl und Bacon in Sahnesauce

Nun hatten wir diese Woche zwar bereits eine Rosenkohlsuppe gekocht, jedoch damit nicht das gesamte 1 kg schwere Netz mit frischem Rosenkohl verbrauchen können. Was mit dem Rest anstellen? In meiner Vorstellung sollte das Essen auch noch schnell zubereitbar sein, da ja immer noch Schnee liegt und damit beste Skifahrzeit ist.

Ich schaute daher abends ein bisschen im Internet umher und ließ mich durch diverse Fotos inspirieren. Entstanden ist dabei diese vielleicht eher ungewöhnliche Kombination von Spaghetti mit Rosenkohl und Schinkenspeck, die übrigens hervorragend würzig schmeckt. Durch das Anbraten entwickelt der Rosenkohl einen leicht nussigen Geschmack, so dass die Bitterstoffe so gut wir gar nicht zu schmecken sind. Ein Ausprobieren lohnt sich also!

Spaghetti mit Rosenkohl und Bacon in Sahnesauce für 3 Personen

Zutaten:

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • Salz für das Kochwasser
  • ca. 300 g Rosenkohl (geputzt gewogen)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Bacon
  • ca. 150 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • geriebener Parmesan

Zubereitung:

Rosenkohl, Zwiebel und Knoblauchzehen putzen und schälen. Zwiebel und Knoblauch in kleine Stückchen schneiden. Kleinen Rosenkohl kann man ungeteilt verwenden, große Röschen halbieren oder vierteln.

Den Bacon ggf. ebenfalls in Stücke oder Würfel schneiden.

Zuerst den Bacon in einer Pfanne bei nicht so starker Hitze knusprig braun braten. In der Regel ist keine extra Zugabe von Fett notwendig. Den Bacon auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und zunächst zur Seite stellen.

In derselben Pfanne nun die Zwiebeln glasig anbraten. Danach Rosenkohl und Knoblauch hinzufügen und so lange mitbraten lassen, bis der Rosenkohl ganz leicht gebräunt ist.

Nun 150 ml Wasser angießen, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und den Rosenkohl abgedeckt für 5 – 10 Minuten köcheln lassen, bis er weich geworden ist. Je kleiner der Rosenkohl, desto kürzer die Garzeit.

Danach die Sahne hinzufügen, einmal aufkochen lassen und würzig abschmecken.

Währenddessen die Spaghetti in reichlich Salzwasser entsprechend der Anweisung auf der Verpackung gar kochen.

Die Spaghetti abgießen und sofort mit der Sauce vermischen.

Auf Teller geben, mit dem knusprigen Bacon und dem geriebenen Parmesan bestreuen.

Den Winter mit Rosenkohl genießen.

Heilbuttsuppe mit Chorizo

img_3044Diese Fischsuppe ist ja super lecker. Das meinte mein Vater, als er sie zum ersten Mal bei mir zum Kosten bekam. Das traut man dem Heilbutt nicht unbedingt zu. Die Filets bringen nicht sehr viel Eigengeschmack mit und sind so zart, dass sie bei Bratversuchen den Koch ganz ordentlich in Schwitzen oder wahlweise auch zur Weißglut bringen können. Nein, der Heilbutt ist kein ganz einfacher Fisch.

In dieser Suppe benimmt er sich jedoch mustergültig. Er hat sich mit der Chorizo einen würzigen Begleiter gesucht, der der ansonsten eher milden Suppe Pfiff verleiht. Die zerbrechlichen Heilbuttfilets werden in Würfel geschnitten und gen Ende der Zubereitung in der Suppe nur erwärmt. Dadurch hat man keine Zerfallprobleme und bekommt diese fast cremige, typische Heilbuttkonsistenz.

Insgesamt ist die Suppe übrigens schnell hergestellt, so dass sie wirklich gut in einen nicht langweiligen Alltag passt.

Heilbuttsuppe mit Chorizo für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Heilbuttfilet
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 100 g Chorizo
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 4 – 5 Stangen Staudensellerie
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 400 ml Fischfond
  • 100 ml Wasser
  • 200 ml Sahne
  • 1 Lorbeerblatt
  • ca. 1/2 TL mildes Paprikapulver
  • ca. 3/4 TL Currypulver
  • ca. 150 g TK-Erbsen
  • etwas Zitronensaft (knapp 1/4 Zitrone)
  • etwas Schnittlauch zum Garnieren

Zubereitung:

Heilbuttfilets auftauen lassen, in nicht zu kleine Würfel schneiden sowie salzen und pfeffern.

Chorizo in Stücke schneiden.

Zwiebel und Kartoffeln schälen, Staudensellerie waschen und putzen sowie alles in Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin die Chorizo bei mittlerer Hitze braten, bis sie knusprig geworden ist. Das dauert 4 – 5 Minuten. Die Chorizostücke aus dem Topf löffeln und in einer Schüssel zwischenlagern. Das Öl jedoch im Topf belassen.

Darin Zwiebel, Staudensellerie und Kartoffelstücke für ca. 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten.

Fischfond, Wasser und Sahne angießen, die Gewürze hinzufügen und alles für 10 Minuten köcheln lassen. In den letzten 2 Minuten die Erbsen hinzufügen.

Die Temperatur reduzieren und die Heilbuttwürfel in die Suppe geben. Für 5 – 6 Minuten ziehen, jedoch nicht mehr kochen, lassen.

Die Suppe mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller geben, mit der angebratenen Chorizo sowie etwas Schnittlauch garnieren und heiß genießen.