Tag Archives: Schnellküche

Seelachs in Ei-Buttersauce mit Porree und Kartoffeln

img_2869Heute habe ich ein unkompliziertes, jedoch nahrhaftes und schnell herzustellenden Fischrezept für euch, das in unserer Familie immer einmal wieder auf dem Tisch steht. Hergestellt ist dieses Alltagsessen schnell und einfach, wodurch es sich besonders für das abendliche Kochen eignet. So auch bei uns zuletzt als wir abends ziemlich ausgehungert von unserem Ausflug nach Karlovy Vary (Karlsbad) zurückkehrten. Unsere Bäuche waren zwar mit dem dort überall sprudelnden “Heilwasser” und ein oder zwei Oblaten gefüllt worden, satt waren wir dadurch jedoch nicht. Deshalb musste es nach unserer Rückkehr noch etwas Ordentliches zu essen geben.

Wir hatten zudem das Glück, wunderbare rotschalige Bio-Kartoffeln kaufen zu können, wodurch man sich das Kartoffelschälen glatt ersparen kann.

Seelachs in Ei-Buttersauce mit Porree und Kartoffeln für 3 Personen

Zutaten:

  • Kartoffeln für 3 Personen (bei uns 6 – 9 kleine, ca. 450 g)
  • Salz für das Kochwasser
  • 1 große Porreestange
  • 3 Eier, hart gekocht
  • 70 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • 500 g Alaska-Seelachs Filets, alternativ Kabeljau
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 3/4 EL Olivenöl
  • frische gehackte Kräuter, z. B. Petersilie, Schnittlauch und Dill

Zubereitung:

Kartoffeln gut waschen, ggf. schrubben und danach mit Schale in Salzwasser gar kochen. Je nach Größe und Sorte der Kartoffeln dauert dies 20 – 30 Minuten. Das Wasser danach abgießen und die Kartoffeln ausdämpfen lassen, so dass die Schale trocken wird.

Die Eier für 7 – 8 Minuten kochen, danach mit kaltem Wasser abschrecken, schälen und in Stücke schneiden.

Die Fischfilets vor der Verwendung möglichst auftauen lassen. Danach von beiden Seiten salzen und pfeffern. Die Seelachsfilets in eine leicht eingeölte Auflaufform legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 200 °C für 14 – 18 Minuten backen. Je dicker die Filets, desto länger ist die Backzeit. Das gleiche gilt, wenn die Filets noch nicht vollständig aufgetaut waren. Sie sind fertig, wenn sich die Fischsegmente leicht voneinander trennen, wenn man vorsichtig auf das Filet drückt. Die Filets in Stücke teilen.

Währenddessen die Lauchstange waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und darin den Porree für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Zum Schluss mit den Eistücken vermischen.

Die Kartoffeln leicht zerdrücken, die Fischstücke darauf legen und die Ei-Buttersauce darübergießen. Mit frisch gehackten Kräutern bestreuen.

Kalte Kefir-Avocadosuppe mit Minze, Gurke und Stremellachs

IMG_2461Unsere Milch-Kefir Produktion läuft hervorragend, weshalb ich auf die Idee gekommen bin, den Kefir am nächsten heißen Sommertag in einer herzhaften, kalten Suppe auszutesten. Was soll ich sagen, der Milch-Kefir verträgt sich ausnehmend gut mit Avocados, Limetten, Gurke und Lachs. Es entsteht eine cremige, hellgrüne, erfrischende Suppe, die voller probiotischer Kulturen steckt. Da man bei der Suppe auf jegliches Kochen verzichtet, ist man außerdem in Rekordzeit fertig.

Unser Kefir hatte beim letzten Ansatz viel Nachwuchs an Kefirkörnern gebildet, so dass ich den Überschuss ebenfalls in die Suppe gemischt habe. Dort war er richtig gut untergebracht.

Sollte der Sommer sich noch einmal blicken lassen, steht diese Suppe bestimmt bald wieder bei uns auf dem Tisch.

Kalte Kefir-Avocadosuppe mit Minze, Gurke und Stremellachs für 3 Personen als kleine Hauptspeise

Zutaten:

  • 750 ml Milch-Kefir
  • 2 reife Avocados
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine kleine Handvoll frische Minzeblätter gemischt mit Zitronenmelisse
  • frischer Koriander oder ca. 1/2 TL getrockneter Koriander
  • Salz
  • 3 – 4 Pr. Zucker
  • einige Tropfen Tabasco
  • Saft von ca. 3 Limetten (abhängig von der Säure des Milch-Kefirs)
  • 1/2 Gurke
  • 3 Stremellachsfilets zu je 125 g

Zubereitung:

Avocados schälen, Stein entfernen sowie das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch ebenfalls schälen und grob hacken.

Alle Zutaten mit Ausnahme von Gurke, Lachs und Limettensaft in einen Becher geben und fein pürieren. Mit Salz, Zucker, Tabasco und Limettensaft abschmecken.

Die Gurke waschen, putzen und auf dem Reibeisen grob raspeln. Den Stremellachs in Stücke teilen.

Gurke und Lachs auf die Suppe geben und mit einigen Zitronenmelisseblättern oder Minze garnieren. Die kühlende Suppe genießen.

Paprikapfanne mit Kichererbsen und Chorizo: ein Verfall der Kochkultur?

IMG_2305Heute gibt es ein einfaches “Protestessenrezept” auf dem blog. Warum? Weil es gut schmeckt, sättigt, viel Gemüse enthält, passend gesund und alltagstauglich ist. Gut, das ist der Hauptgrund. Der Nebengrund ergibt sich aus einem Kommentar, der mich gestern erreichte, den ich jedoch nicht veröffentlichen soll. Normalerweise ignoriere ich diese Art von Kommentaren, da ich finde, dass man, wenn man es Ernst meint, auch zu einer Veröffentlichung stehen muss.

Trotzdem fand ich das, was der Schreiber zu sagen hatte, ganz interessant. Er kritisierte mich für meine “allzu simplen, langweiligen Rezepte mit alltäglichen Zutaten”, die ja wohl jeder ohne Anweisung spontan kochen könnte. Es gäbe also keinen Grund, mit so etwas Banalem das Internet vollzustopfen. Außerdem würden wir jüngeren Blogger damit jegliche noch vorhandene Kochkultur durch Absenken der Ansprüche verderben.

Während der erste Punkt ganz klar im individuellen Ermessen jedes Einzelnen liegt und niemand gezwungen ist, einen blog zu lesen, der ihn nicht inspiriert, habe ich zum zweiten Punkt eine ganz andere Meinung. Zur Kochkultur gehören für mich nämlich Gourmetessen genauso wie ganz normale Mittagessen, die ohne exklusive, ungewöhnliche oder teure Zutaten auskommen (müssen). Auch der Zeitfaktor spielt bei mir eine klare Rolle. So sehr ich aufwändig hergestellte Menüs an einem Festtag schätze und genieße, so sehr mag ich schnell und meinetwegen auch simpel zu kochende Rezepte für den Alltag, so lange sie wohlschmeckend, weitgehend gesund und keine reinen Fertigprodukte sind. Im Gegenteil, gerade durch so hohe Ansprüche an Exklusivität und zeitaufwändiges Essenkochen steht meiner Meinung nach die Kochkultur am heimischen Herd in Gefahr. Wird das tägliche Essenkochen als anstrengende, teure Küchenschlacht empfunden, für die man spezielle Ausrüstung und Kenntnisse benötigt, steigt die Verlockung, gleich auf billige Fertigpizza, -sauce und Fast Food umzusteigen. Dies wäre ohne Zweifel keine sehr gute Alternative.

Und genau deshalb gibt es heute auf dem scheckenlaks erneut ein simples Rezept für den Alltag. Die Paprikapfanne schmeckt nämlich ausgezeichnet, würzig unlangweilig, eignet sich zur Resteverwertung und ist unkompliziert hergestellt. Perfekt. Man benötigt sogar nur eine große Pfanne mit Deckel, so dass auch der Abwasch sich in Grenzen hält ;-).

Genießt das Kochen und lasst euch nicht einreden, dass nur “Gourmetessen” richtig gekochtes Essen sei!

IMG_2301

Paprikapfanne mit Kichererbsen, roten Bohnen und Chorizo für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 Paprikaschoten (rot, gelb)
  • ca. 200 g Chorizo (spanische Paprikasalami)
  • 1 Dose Rote Bohnen (Füllmenge 420 g)
  • 1 Dose Kichererbsen (Füllmenge 400 g)
  • 150 g Spinat (frisch oder TK)
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • ca. 3 TL Rotweinessig
  • Salz
  • ca. 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • ca. 1/2 TL Cayennepfeffer (Menge reduzieren, wenn ihr nicht gern scharf esst)
  • etwas getrockneter oder frischer Thymian
  • 1/2 Bund frische Petersilie
  • 150 – 200 g Feta
  • 3 – 4 EL Joghurt, naturell

Zubereitung:

Das Gemüse putzen bzw. waschen und in Stücke schneiden. Die Chorizo schälen und in Scheiben schneiden. Kichererbsen und rote Bohnen in ein Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser abspülen bis nichts mehr schäumt. Abtropfen lassen.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin anbraten, bis sie glasig geworden ist.

Knoblauch, Paprika und Chorizo hinzufügen und für mehrere Minuten mitbraten lassen. Danach Rote Bohnen, Kichererbsen, den Essig sowie die Gewürze hinzufügen und alles abgedeckt für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach sollte der Paprika bissfest gar sein. Achtung bei der Zugabe des Cayennepfeffers, wer nicht gern scharf isst, nimmt weniger oder lässt ihn ggf. ganz weg.

Den Spinat hinzufügen und so lange köcheln lassen, bis er zusammenfällt bzw. aufgetaut ist.

Die Paprikapfanne abschmecken, mit frischer, gehackter Petersilie sowie zerkrümeltem Feta bestreuen und mit etwas Joghurt garniert genießen. Der Joghurt mildert die Schärfe, er kann also ggf. weggelassen werden, wenn ihr auf den Cayennepfeffer verzichtet habt.

Kabeljau auf Spinat-Kartoffelmus mit Chorizo

IMG_1994

Heute sind wir wieder einmal bei einem gesunden, leicht herzustellenden Alltagsgericht angelangt. Kartoffelmus, das mit Spinat (oder Grünkohl) vermischt wird und zusammen mit würziger Chorizo sowie leckerem, ofengebackenem Kabeljau angerichtet wird. Einfach, schnell und gut mit wenigen Zutaten hergestellt und natürlich lecker. So lieben wir die Wochentagsküche.

Kabeljau auf Spinat-Kartoffelmus mit Chorizo für 2 Personen

Zutaten:

  • 250 – 300 g Kabeljaufilet
  • Salz
  • Olivenöl
  • 400 g Kartoffeln, gern mehlig kochende
  • 3 Knoblauchzehen
  • ca. 150 g Spinat (frisch oder TK, wir: TK “Schnipselspinat”)
  • etwas Olivenöl
  • 3 leicht gehäufte EL Saure Sahne
  • 1,5 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 6 dickere Scheiben Chorizo (spanische Paprikasalami)

Zubereitung:

Die Fischfilets vor der Verwendung möglichst auftauen lassen. Danach von beiden Seiten salzen.

Eine kleine Auflaufform mit Olivenöl einfetten, die Filets hineinlegen und ebenfalls mit etwas Öl beträufeln. Die Auflaufform in den vorgeheizten Backofen (mittlere Schiene) schieben und bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 15 – 20 Minuten backen lassen. Der Fisch ist fertig, wenn er auf leichten Druck hin anfängt, sich in Segmente aufzuteilen. Bei dünneren Filets daher unbedingt nach 15 Minuten prüfen, ob der Fisch fertig ist, bleibt er zu lange im Ofen, wird er trocken und schmeckt nicht mehr gut.

Für das Kartoffelmus die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in ungesalzenem Wasser ca. 15 Minuten gar kochen. Währenddessen die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Frischen Spinat waschen, abtropfen, verlesen und grob hacken. TK-Spinat zumindest leicht auftauen lassen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin kurz anrösten, er sollte dabei jedoch nicht braun werden. Den Spinat hinzufügen und so lange anbraten, bis er zusammenfällt bzw. bei TK-Spinat vollständig erwärmt ist. Mit etwas Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen.

Das Kartoffelkochwasser abgießen, die Kartoffelstückchen von Hand oder mithilfe eines Kartoffelstampfaufsatzes eines Stabmixers zu Mus zerdrücken. Dabei die Saure Sahne sowie die Butter zusetzen. Zum Schluss den Spinat einrühren. Das Kartoffelmus mit etwas Salz, Pfeffer und ggf. Muskatnuss abschmecken. Erscheint das Mus zu trocken, kann man noch etwas Milch hinzufügen.

Die Chorizo in Stücke schneiden und in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit knusprig anbraten.

Den Kabeljau auf dem Spinat-Kartoffelmus anrichten und mit der gebratenen, würzigen Chorizo belegen. Den Alltag genießen.

Pasta in Gemüsesauce mit sizilianischem Flair

IMG_2113Das ist komisch, die ganze Zeit denke ich, dass es bereits Mitte Juli ist, muss wohl an dem hochsommerlichen Wetter der letzten Wochen liegen. Aber nein, es ist erst Juni, der ganze lange schöne Sommer mit hoffentlich unzähligen Sonnentagen liegt noch vor uns. Damit bietet sich auch jede Menge Gelegenheit, dieses wunderbar sommerliche Rezept mit einer Gemüsesauce aus Aubergine, Zucchini, Kapern und Tomaten, die sich mit Sardellen und Mozzarella zusammengefunden haben, auszuprobieren. Für mich fühlt sich da die heimische Gartenterrasse gleich wie Süditalien oder eben Sizilien an. Am besten, ihr probiert das gleich selbst aus.

IMG_2120

Pasta in Gemüsesauce mit sizilianischem Flair für 3 Personen

Zutaten:

  • Vollkornnudeln für 3 Personen (bei uns reichen 180 – 200 g)
  • Salz für das Kochwasser
  • 1 Aubergine
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 große Zwiebel
  • 4 – 5 Knoblauchzehen
  • 2 reife Tomaten
  • 1 gut gefüllter EL Kapern
  • 8 Sardellenfilets (in Öl eingelegte)
  • 1 kleine Dose Tomatenmark (70 g)
  • 2 Mozzarella (je 125 g)
  • 2 – 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 – 2 TL Rotweinessig
  • geriebener Parmesan
  • frisches Basilikum oder frische Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Gemüse, Zwiebeln und Knoblauchzehen putzen und in Stücke schneiden. Die Sardellenfilets fein hacken. Den Mozzarella würfeln.

Die Nudeln entsprechend der Anweisung auf der Verpackung in gut gesalzenem Wasser gar kochen.

In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Auberginenstücke darin für mehrere Minuten bei relativ großer Hitze anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.

Zwiebel und Zucchini hinzufügen und ebenfalls für mehrere Minuten mit braten lassen.

Danach dürfen die Tomaten, das Tomatenmark, die Kapern und Sardellen sowie der Knoblauch hinzu. Alles gut vermischen und für kurze Zeit köcheln lassen. Dabei mit Rotweinessig, Salz und Pfeffer würzen. Beim Salz etwas aufpassen, da sowohl Kapern als auch Sardellen bereits salzig sind. Abschmecken.

Nun die fertig gegarten und abgetropften Nudeln in die Gemüsesauce mischen und den Mozzarella hinzufügen. Letzterem beim Schmelzen zusehen, dabei den Parmesan reiben.

Mit Parmesan sowie frischen Kräutern bestreut in der Sonne sitzend genießen und vielleicht vom nächsten Urlaub träumen.

Gazpacho – eine sommerlich erfrischende Gemüsesuppe

IMG_2110Gazpacho ist eine kalt zu genießende Gemüsesuppe mit spanischen Wurzeln. Sie ist denkbar einfach zuzubereiten. Hat man einen Stabmixer, kann man Smoothies oder eben auch Gazpacho in ca. 15 Minuten herstellen. Das Besondere an diesem Rezept ist, dass fast die gesamte Flüssigkeit der Suppe aus dem Gemüse stammt, so dass der Geschmack von Gurke, Tomate und Co. intensiviert wird.

Die Suppe schmeckt nicht nur gut, sie führt dem Körper auch jede Menge wichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie Flüssigkeit in der sommerlichen Wärme zu. Perfekt für alle, die in der Sonne etwas Frisches und wirklich Gesundes zu essen haben möchten.

IMG_2107

Gazpacho für 3 – 4 Personen oder 8 Personen als Vorspeise

Zutaten:

  • 1 kg wirklich reife Tomaten
  • 1 Gurke
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/2 frische Chilischote
  • 3 EL kaltgepresstes gutes Olivenöl
  • 3 – 4 EL trockener Rotwein, alternativ ca. 1 EL Rotweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • frische Kräuter zur Garnierung, z. B. Basilikum, Zitronenmelisse, Minze, Koriander

Zubereitung:

Das kühlschrankkalte Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Chilischote halbieren und die Kerne entfernen.

Alle Zutaten mit Ausnahme der Kräuter sowie von Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischen und mit einem leistungsstarken Stabpürierer / Mixer fein pürieren.

Mit Salz und Pfeffer würzen und die Suppe abschmecken.

Bis zum Verzehr kalt stellen, evtl. Eiswürfel verwenden.

Mit Kräutern bestreut eiskalt in der sommerlichen Wärme genießen.

Cremige Süßkartoffel-Blumenkohlsuppe

IMG_1802Da sind wir nach den ganzen Feiertagen im Mai zurück im mehr oder weniger schnöden Alltag. Das bedeutet jedoch nicht, dass man dadurch automatisch langweilige Mahlzeiten mit altbekannten Zutatenkombinationen essen muss. Stattdessen kann man einfach mal in der Küche seiner Phantasie freien Lauf lassen und herumexperimentieren. Im besten Fall kommt etwas Geniales heraus, häufig etwas Neues, das einfach nur gut schmeckt und selten etwas, bei dem man feststellen muss, dass die verwendeten Zutaten nicht gut zueinander passen.

Mit dieser Suppe bewegen wir uns in Kategorie zwei, Süßkartoffel und Blumenkohl sind sicher keine gewöhnliche Kombination, ergeben aber eine interessante, wohlschmeckende Alltagssuppe. Die Süßkartoffel kompensiert dabei den leicht bitteren Geschmack von püriertem Blumenkohl. Die angebratene Chorizo liefert extra Würze und Schärfe, die Minze besondere Frische. Insgesamt ergibt das eine durchaus leckere Suppe.

Cremige Süßkartoffel-Blumenkohlsuppe für 3 Personen

Zutaten:

  • 1/2 großer oder 3/4 kleiner Blumenkohl
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 mittlere Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 – 2 EL Olivenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • ca. 1 EL Butter
  • 50 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • evtl. etwas Zucker
  • Chorizo (spanische Paprikasalami)
  • einige Minzeblätter

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und in kleine Stücke schneiden.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin zunächst die Zwiebelstücke, danach das restliche Gemüse für wenige Minuten unter Rühren anbraten.

Die Gemüsebrühe angießen und alles für 15 – 20 Minuten kochen lassen, so dass Kartoffeln und Gemüse weich werden.

Währenddessen die Chorizo in Stücke schneiden und in einer Pfanne abraten. In der Regel benötigt man dafür keine extra Zugabe von Fettigkeit.

Butter und Sahne in die Suppe geben und alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und eventuell etwas Zucker abschmecken. Gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit hinzufügen, wenn die Suppe zu dickflüssig ist und nochmals aufkochen.

Die Suppe mit Chorizo und frischer Minze bestreut genießen.

Lachsburger mit Mango

IMG_1732Ohhh regengrauer Freitag, bald ist Wochenende. Wir schnellstarten einfach jetzt schon mit diesen oberleckeren und etwas gesünderen Lachsburgern. Mit ihren Fastfoodverwandten teilen sie nur einige äußere Gemeinsamkeiten, innerlich sind sie sehr verschieden. Obwohl, da ist doch noch eine weitere Ähnlichkeit, sie sind relativ schnell hergestellt, jedenfalls, wenn man schon über Burger Buns verfügt. Das würde man ihnen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zutrauen, ist aber so.

Die Lachsfrikadellen sind schön saftig und dank des enthaltenen Kartoffelmehls lassen sie sich auch völlig unkompliziert in der Bratpfanne handhaben. Dadurch sind sie bestens für uns Nichtküstenbewohner und “Frostfischesser” geeignet. Einmal gefrorener Fisch hält deutlich schlechter zusammen als Frischfisch. Deshalb wird häufig empfohlen nur letzteren für die Boulettenherstellung zu verwenden. Das nützt allerdings hier im Erzgebirge leider gar nix.

Die lockeren, aromatischen und trotzdem stabilen Burger Buns habe ich beim letzten Brotbacktag nach einem Rezept vom Brotdoc mitgebacken und danach eingefroren.

Als Dipp hatte ich eigentlich eine Avocadocreme vor meinem inneren Auge gesehen, nur leider stellte sich selbige Frucht als vergammelt heraus. Da musste schnell umdisponiert werden und so entstand spontan eine nicht minder schmackhafte Variante aus Crème fraîche und Sweet Chili Sauce. Zusammen mit der süß-säuerlichen Mango und den Zwiebelringen ein ordentliches Freitagshighlight, das bei uns die vollständige Wochenendstimmung hervorgelockt hat. Als Beilage eignen sich sowohl ein Salat als auch ofengebackene Süßkartoffelspalten.

IMG_1734

Lachsburger mit Mango (4 Stück)

Zutaten Lachsfrikadellen:

  • 250 g Lachsfilets (TK)
  • 1 Scheibe leicht trockenes Toastbrot
  • ca. 50 ml Milch oder Milch-Sahne-Mischung 50:50
  • 1 Ei
  • 1/2 – 1 EL Kartoffelmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Butter und Olivenöl zum Braten

Zutaten Dipp:

  • ca. 3 EL Crème fraîche
  • 1,5 – 2 EL Sweet Chili Sauce
  • etwas Salz

Zutaten Zubehör:

  • 4 Burger Buns, wir haben diese vom Brotdoc verwendet
  • 4 Salatblätter, z. B. Eisbergsalat
  • 1/2 Mango
  • 1 kleine rote Zwiebel

Zubereitung:

Burger Buns und Lachsfilets auftauen lassen.

Die Zutaten für den Dipp zusammenrühren und abschmecken.

Salatblätter waschen, trocken schütteln, Zwiebel schälen und in dünne Ringe, Fruchtfleisch der Mango in Scheiben schneiden.

Für die Fischfrikadellen müssen alle Zutaten vor der Verarbeitung kühlschrankkalt sein. Zunächst das Toastbrot in grobe Stücke reißen und mit der Milch oder einer Milch-Sahne-Mischung übergießen. Warten, bis das Brot schön vollgesogen ist. Eventuell vorhandene Restflüssigkeit abgießen.

Nun Toastbrot, Ei und 1/2 EL Kartoffelmehl in einem Mixer zu einer gleichmäßigen Masse zerschlagen. Die Lachsfilets danach hinzugeben und grob zerhacken. Das geht am einfachsten, wenn man den Mixer immer wieder kurz ein- und ausschaltet. Der Lachs soll nicht vollständig zermust werden.

Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig würzen. Erscheint der Teig sehr unverbunden, kann man noch etwas mehr Kartoffelstärke hinzufügen.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Unter die Fischmasse mischen und diese abschmecken.

Mit den Händen flache Frikadellen formen und diese in einer Mischung aus Butter und Olivenöl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten. Grob geschätzt dauert das ca. 3 Minuten je Seite.

Währenddessen die Burger Buns kurz entweder im Herd oder auf dem Toaster erwärmen.

Die Burger montieren und zusammen mit einem gemischten Salat oder zum Beispiel gebackenen Süßkartoffelspalten genießen.

Scharfe Tomatensuppe mit Möhren

IMG_1657Da ist also Ostern an uns in Rekordfahrt vorbeigerauscht ohne das Zeit zum bloggen blieb. Das war so nicht geplant, sorry. Dafür haben wir uns an den sonnigen freien Tagen unter anderem mit Familienbesuch, einer Schnitzeljagd im Wald, Ostereiersuche, einer Wanderung an der Talsperre Saidenbach sowie einer ganzen Menge guten Essens vergnügt.

Seit gestern sind wir jedoch auch wieder im Alltag zurück und damit stand uns nach der ganzen Völlerei der Sinn nach einer einfachen Suppe, möglichst etwas schärfer gewürzt, um der am Wochenende verzehrten Osterschokolade etwas entgegen zu setzen. Diese Tomaten-Möhrensuppe bedient alle diese Kriterien und noch ein weiteres. Man kann nämlich die restlichen gefärbten Ostereier als einfache Suppeneinlage verwerten. Perfekt!

Scharfe Tomatensuppe mit Möhren für 4 Personen

Zutaten:

  • 3 große Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • 1 große Dose stückige Tomaten (800 g)
  • 5 dl Gemüsebrühe
  • Saft von 2 Orangen, ca. 2 dl
  • 1 dl Sahne
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • einige Tropfen Tabasco
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 – 2 TL Zucker
  • 4 EL Créme fraîche oder Saure Sahne
  • frische Basilikumblätter
  • 4 hart gekochte Eier
  • Salz

Zubereitung:

Möhren und Zwiebeln schälen, putzen und in kleine Stücke schneiden.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel darin glasig anbraten. Danach die Möhrenstücke hinzufügen und ebenfalls für einige Minuten mit braten lassen.

Die Orangen auspressen.

Nun Gemüsebrühe, Orangensaft, Tomaten und Chiliflocken hinzufügen und alles abgedeckt für ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Möhrenstücke gar sind.

Mit einem Stabmixer pürieren.

Die Sahne angießen und die Suppe nochmals kurz erwärmen. Dabei mit Salz, Pfeffer, Zucker und einigen Tropfen Tabasco abschmecken. Wer nicht gern scharf isst, lässt die Tabascotropfen weg.

Die Eier schälen, halbieren und mit etwas Salz bestreuen. Die Suppe in Teller geben und mit den halbierten Eiern, Créme fraîche sowie einigen Basilikumblättern garnieren. Heiß genießen.

Buchweizen-Hafer-Brei mit Apfel, Rosinen und Kiwi

IMG_1400Nein, es handelt sich nicht um Babykost, vielmehr um Resteverwertung. Genau genommen um diese plastiksperrigen Tüten, die sich in den hintersten Winkel des Küchenschrankes verkrümeln, dort den Ablauf ihres Verfallsdatums in aller Seelenruhe abwarten, um schlussendlich dem armen im Vorratsschrank nichtsahnend etwas Suchenden urplötzlich vor die Füße zu springen ;-). So hat mich auf jeden Fall diese Tüte Buchweizen behandelt. Es hat ihr jedoch nichts genützt, wir haben sie trotzdem am Donnerstag, unserem Süßspeisentag, gegessen.

Beim Kochen entwickelt Buchweizen einen etwas eigenartigen Geruch, finde ich zumindest, der jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Geschmack des fertigen Essens hat. Das ist positiv und zusammen mit den milden Haferflocken, frischen Apfelstückchen und süßen Rosinen entsteht ein nahrhafter Brei, der gut schmeckt und sättigt. Die Kiwi bildet einen angenehmen säuerlichen Kontrast, die solltet ihr also nicht vergessen.

Buchweizen-Hafer-Brei mit Apfel, Rosinen und Kiwi für 3 Personen

Zutaten:

  • 2,5 dl Buchweizen, ganz
  • Wasser zum Spülen und Einweichen
  • ca. 7,5 dl Milch
  • 1 Pr. Salz
  • 1 dl Rosinen oder getrocknete Beeren (wir: getrocknete Beerenmischung)
  • 2 dl zarte Haferflocken
  • 1 großer, süßer Apfel
  • 2 Kiwis
  • evtl. Zimt und Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Buchweizen unter fließendem, warmem Wasser abspülen, danach am besten über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Vor der Zubereitung das Einweichwasser weggießen.

Den Buchweizen zusammen mit der Milch und der Prise Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Den Brei abgedeckt für ca. 15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

In der Zeit die Kiwis schälen und in Scheiben schneiden. Zunächst zur Seite stellen.

Den Apfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Stückchen schneiden.

Nun Haferflocken, Apfel und Rosinen bzw. die Trockenbeeren in den Brei einrühren und für weitere ca. 3 Minuten köcheln lassen, so dass die Haferflocken aufquellen. Jetzt sollte man auch die Konsistenz des Breis über die Milch- bzw. Haferflockenmenge anpassen. Ist er zu fest, mehr Milch zugeben, ist er zu flüssig, mehr Haferflocken benutzen.

Den Buchweizenbrei nun auf Teller verteilen, mit den Kiwischeiben belegen und ggf. mit Zimt und Zucker bestreuen. Den Tag genießen.