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Pfefferkuchenmarkt und Nostalgie in Pulsnitz

IMG_7408Dieses Wochenende findet in Pulsnitz der 12. Pfefferkuchenmarkt statt. Bei der kleinen Stadt Pulsnitz, östlich von Dresden gelegen, handelt es sich um nichts weniger als DIE Pfefferkuchenherstellungsstadt in Sachsen. Mit 8 verschiedenen Pfefferküchlereien und einer Pfefferkuchenfabrik mangelt es nicht an überaus leckerer Pfefferkuchenauswahl. Grund genug für uns und viele, viele andere Besucher einen Ausflug zum Markt und zum Pfefferkuchenmuseum zu unternehmen.

In Pulsnitz angekommen, offenbarte sich uns unerwarteter Weise mit jedem Schritt, dass diese Stadt noch deutlich mehr zu bieten hatte als die Pfefferkuchen. Nach einem kurzen Marktrundgang und einem längeren Anstehen in der Toilettenschlange kamen wir zum Pfefferkuchenmuseum. Ein Schild an der Eingangstür verkündete: “Besichtigung nur mit Führung, Führungen alle 30 Minuten”. Wir stellten uns neugierig in die bereits vorhandene Schlange und warteten bis zum Einlass, der uns laut Ankündigung in 15 Minuten gewährt werden sollte. Die Tür öffnete sich pünktlich, jedoch: leider zu früh gefreut. Die Türbewacherin teilte uns nämlich in bestimmtem Tonfall mit, dass jetzt nur für eine angemeldete Gruppe Platz wäre und wir daher draußen bleiben müssten. Wir könnten ja später wiederkommen und es erneut versuchen. Leichtes Stirnrunzeln bei uns und ein Verdacht: Konnte es denn sein, dass hier die Zeit stehen geblieben war, so ca. vor 25 Jahren? Wir beschlossen zunächst einen Stadtrundgang zu unternehmen, dabei Pfefferkuchen zu kaufen und unsere Hypothese zu testen.

Also auf zu einer Pfefferküchlerei – Groschkys Rietschelkuchen haben es uns besonders angetan, daher zuerst in die Rietschelstraße. Das Schlangestehen in einem finsteren, schmalen Gang steigert die Vorfreude und wird mit einer großen Auswahl an verschiedenen Pfefferkuchen im Verkaufsraum belohnt.

IMG_7371Mit 2 Beuteln bepackt, weiter vorbei am Schlosspark mit herrlicher spätherbstlicher Laubfärbung, die einen eigentümlichen Kontrast zu den grauen Häusern bildet. Je weiter wir gehen, um so mehr beginnen wir, uns zurückversetzt zu fühlen.

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IMG_7399An einer Steinmauer finden wir Schaukästen, ja so etwas gibt es noch, mit Auslagen zum Angebot, stilecht mit Filzstift beschriftet.

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Weiter auf dem Weg zurück zum Markt durch einen öffentlichen Hausdurchgang – und plötzlich ist die Illusion perfekt.

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Auf der anderen Seite vor den Marktständen: Schlangestehen für Pfefferkuchen.

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IMG_7392Auch wir erliegen dem Reiz des Anstehens – wer weiß, ob und wann es wieder Pfefferkuchen zu kaufen geben wird ;-).

Inzwischen ist es Nachmittag geworden und wir haben Hunger. Daher begeben wir uns auf die Suche nach einem Café.

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IMG_7400Keine ganz leichte Aufgabe, aber schließlich finden wir eines – mit verlockender und vielfältiger Kuchenauswahl und nach etwas Warten auch einem freien Tisch. Wir bestellen, den Kuchen können wir gleich mit zum Tisch nehmen, Kaffee dauert noch, meint die Bedienung, die sich an der Kaffeemaschine zu schaffen macht. Etwas ratlos sieht sie dabei aus, auch die 2. und die 3. Bedienung, die hinzugerufen werden, können offenbar das Problem nicht lösen. Schließlich kommt unsere Tischverantwortliche zurück und teilt uns mit: “Kaffee ist gerade nicht, sie können nur schwarzen Tee haben.” Ihr nicht DDR-authentisches “Tut mir leid” geht schon in unserem etwas mühsam unterdrückten Lachen unter. Jetzt ist uns wirklich klar, dieser Ausflug hat uns nicht nur nach Pulsnitz zum Pfefferkuchenmarkt geführt, sondern auf eine kleine Zeitreise zurück in die Welt unserer Kindheit in der DDR.

Ob wir noch im Pfefferkuchenmuseum waren? Nein, auch beim zweiten Versuch wurde wieder nur eine angemeldete Gruppe hineingelassen, aber was solls. Wir haben uns köstlich amüsiert und zum Abschluss auch die Wende authentisch im Stil von 1990 vollzogen – als waschechte Ossi-Beutelgermanen, schon mit “Westwagen”, älteren Jahrgangs selbstverständlich, ausgestattet.

IMG_7405Noch ein kleines Schlusswort – die Pfefferkuchenstadt Pulsnitz mag in meinem Bericht durch unsere nostalgische Stimmung ein kleines bisschen schlecht wegkommen sein, sie hat jedoch viel Charme und die Pfefferkuchen sind oberlecker. Also schaut mal vorbei, wenn ihr in der Nähe seid und wer weiß, was euch in dieser Stadt ganz nebenbei begegnen wird.

Kurze Pause bis zum Samstag

Der scheckenlaks muss Pause machen bis zum Samstag (16.8.), die Internetverbindung in unserer Ferienwohnung ist so langsam, dass leider keine updates aus Ulm mehr möglich sind. Sorry an alle für die erneute Unterbrechung und ein Wunsch an alle deutschen Hoteliers, Landgasthof- und Pensionsbesitzer: “Bringt bitte eure WLAN Verbindungen in Ordnung! Das ist peinlich, dass man mitten in Deutschland nicht vernünftig ins Internet gehen kann”. Nützt jetzt aber trotzdem nichts, daher wünsche ich euch eine schöne Woche, der scheckenlaks meldet sich am Samstag wieder aus heimischen Gefilden zurück.

Zurück aus Schweden

IMG_2963Wir sind wieder da! Wohlbehalten zurück aus einem erlebnisreichen, interessanten, entspannt sportlichen Natururlaub in Schweden. Zuerst führte uns die Reise an den Vättern nach Motala zur Vätternrundan, einem Radrennen über 300 km Länge, bei dem der See einmal umrundet wird. Nachdem der männliche Teil unserer Reisegemeinschaft das Rennen erfolgreich bestritten hatte, konnten wir gemeinsam die einmalige Stimmung in Motala genießen. Beeindruckend fanden wir u.a. die hervorragende Organisation des riesigen Sportevents, bei dem dieses Jahr knapp 20.000 Teilnehmer gestartet sind. Toll.

Als nächstes Ziel und Kontrastprogramm stand Dalsland mit seinen vielen Seen, dem Dalslandkanal, herrlichem Wald und einsamen Seeinseln auf unserem Urlaubsplan. Genau das Richtige für uns und die Faltboote. Auf unserer 9-tägigen Paddelrunde fanden wir neben abwechslungsreichen Seenlandschaften, wunderschöne Seeinseln oder Landzungen zum Übernachten, wenig andere Menschen, dafür jedoch unzählige Biber und viel Entspannung. Sehr schöne Natur, herrliche Sonnenuntergänge und ein bisschen Einsamkeit mit outdoor-Feeling:

Trotz unseres ständigen Begleiters, dem teils kräftigen Nordwind, kamen wir mit unseren voll beladenen Booten gut voran und so ein paar Schaukelwellen sind doch eine coole Abwechslung, oder? JA, zumindest wenn sie nicht von schräg hinten kommen. So mühsam es an einigen Tagen war, gegen den ständigen Gegenwind anzupaddeln, so entspannend war es an anderen Tagen, an denen wir gen Süden wollten. So ein Regenschirm ist doch der perfekte Segelersatz, Luxus pur und Ruhepause für die Arme. Da ist es dann auch nicht schlimm, wenn sich die nächste Umtragestelle nähert und die Boote eine mehr oder weniger lange Strecke auf der Landstraße unterwegs zum nächsten See sind. Tipp: Bootswagen nicht vergessen, sonst macht das Umtragen keine Freude. Andere Seen sind durch teils mehrkammerige Schleusen verbunden. Ein besonderes Highlight stellt die Håverud Schleusenanlage mit ihrem Aquädukt dar, eine technische Meisterleistung der damaligen Ingenieure.

Da die Haupturlaubssaison noch nicht begonnen hatte, war es nicht schwer, wunderschöne, einsame und von der Abendsonne beschienene Lagerplätze zu finden. Feuerstellen waren meistens schon angelegt, genug Totholz für ein mückenvertreibendes, wärmendes Lagerfeuer ebenfalls zu finden. Und dann nur noch den Abendhimmel, Sonnenuntergang, Midtsommer und den Seeblick samt warmem Essen genießen. Die Midtsommerfestivitäten hatten uns allerdings einen kleinen Streich gespielt. An der von uns gewählten Paddelrunde gibt es genau einen Lebensmittelladen, praktischerweise auf einer der Umtragestellen. Dort kamen wir am Tag 5 unserer Tour vorbei und hatten geplant, unseren Brotvorrat aufzustocken. Als wir kurz nach 14:00 Uhr in dem kleinen Ort mit unseren Booten eintrafen, hatte sich das gesamte Dorf zu einem Festumzug mit ausgelassener Stimmung versammelt, der Laden war natürlich zu. Hätte man sich denken können, hatten wir jedoch vorher nicht. Für die weiteren Tage war daher jetzt Kreativität beim Frühstück gefragt, zum Schluss landeten wir bei Müsliriegeln wahlweise mit Nutella oder Streichkäse, Apfel mit Nutella (namm) und einer Handvoll Studentenfutter. Super Frühstück, oder?

Was uns jetzt noch zu unserem vollständigen Schwedenglück fehlte? ELCHE, was sonst. Keinen einzigen hatten wir gesichtet, nicht beim Paddeln und auch nicht beim anschließenden Wandern im Tiveden Nationalpark. Da musste eine Lösung her. Diese bot sich ca. 150 km nördlich von Trelleborg auf dem Rückweg zur Fähre. In Markaryd kann man sie sehen, bei einer Safaritour, wahlweise mit eigenem Auto oder in einem Minizug. Wie sich herausstellte, war einer der Jungbullen enorm neugierig und technikinteressiert, besonders die Scheibenwischer und der Blinker, wohlgemerkt der am Lenkrad, hatten es ihm angetan.

Nun haben wir uns wieder “zivilisiert” und sind schön energiegeladen und voller Ideen für den weiteren Sommer.

Jetzt ist er 1 Jahr alt – der scheckenlaks

IMG_1481Da wird der blog also heute 1 Jahr alt: Herzlichen Glückwunsch og til lykke med dagen – scheckenlaks!

Aus Anlass des Geburtstages möchte ich einen kleinen Blick auf die blog-Statistik werfen. Interessant zu sehen, welche Rezepte eure Lieblinge sind. Besonders erfreut war ich, dass sich unter den ersten Drei der am meisten angeklickten Rezepte sowohl ein sächsisches als auch ein norwegisches Traditionsrezept befinden. Das ist natürlich für den scheckenlaks, als norwegisch sächsischem Koch- und Backblog besonders schön. Gespannt, wer die “Gewinner” sind? Hier kommen sie.

1. Platz
Eierschecke ohne Boden
2. Platz
Kirschkuchen mit Schoko-Nuss-Boden
3. Platz
Plötziade-Beitrag: Vassgraut – ein norwegisches Traditionsessen

Ganz klare Favoriten sind bei euch die sächsischen Kuchenrezepte, so sind unter den ersten 10 auch noch der Mohnkuchen, der Kokoskuchen und die Schnapstorte enthalten. Das hat mich durchaus überrascht. Die sächsischen Kuchenfans können sich auf jeden Fall freuen, es liegen schon spannende neue Rezepte in der pipeline, vom gefüllten Bienenstich, über den Quarkkuchen bis zum ganz traditionellen Grießkuchen.

Passend zum nächsten Feiertag, dem 17. Mai, Norwegens Nationalfeiertag, liegt das norwegische Waffelrezept auf Platz 4.

Neben den vielen Kuchen befinden sich auch noch ein paar Mittagessensrezepte unter den ersten 10. Vorn liegen die Krautrouladen, gefolgt vom Lachs-Gemüse-Wok mit Mie-Nudeln, ein guter Mix zwischen Tradition und Moderne. Auch in dieser Rezeptkategorie erwarten euch im nächsten Blogjahr wieder so einige hoffentlich für euch interessante neue Fisch- und Fleischrezepte.

Nicht unerwähnt soll der grüne Smoothie mit Zitronenmelisse bleiben, der ist nämlich ebenfalls auf den ersten Plätzen zu finden. Das beruhigt mein Epidemiologenherz ganz leicht, nach so vielen Kuchen, gibt es doch auch wenigstens einen kleinen Gemüseausgleich ;-).

Wo es Gewinner gibt, gibt es natürlich auch Verlierer. Ich finde den Blick auf das Ende der Liste und damit auf die am wenigsten angeklickten Rezepte ebenso interessant wie auf die ersten 10, daher folgen jetzt die Verlierer.

letzter Platz
Spaghetti Bolognese
vorletzter Platz
Honigkuchenherzen
vorvorletzter Platz
Erdbeer-Lassi
vorvorletzter Platz
Holunderblütentee
vorvorletzter PlatzBanana Pancakes
Banana-Pancakes

Ich nehme an, am Ende des Tages sind die Rezepte etwas weiter oben in der Blogstatistik zu finden, vielleicht mit Ausnahme der Honigkuchenherzen als reine Weihnachtspfefferkuchen. Na ich bin gespannt.

Damit wünsche ich euch allen einen genussreichen und tollen Tag, vielen Dank für eure Besuche und Kommentare auf dem scheckenlaks.

Sauerteig: gut fürs Brot – Anzucht und Pflege

IMG_5415In letzter Zeit wurde ich immer wieder nach dem mysteriösen Sauerteig gefragt, der die meiste Zeit in unserem Kühlschrank lebt, sich gelegentlich auch in der Küche aufhält und beim Brot- oder Brötchenbacken seinen großen Auftritt hat. Eins vorweg, man kann natürlich auch ohne Sauerteig backen, wenn man nicht zu viel Roggenmehl verwendet, mit der Hefe sparsam umgeht und dem Brot genügend Zeit zur Entwicklung des Geschmacks gibt ist das kein Problem. Der Sauerteig erweitert jedoch die Möglichkeiten beim Backen deutlich und hat u.a. folgende Vorteile zu bieten:

  • er sorgt für ein würzig-säuerliches Aroma im Gebäck
  • er lockert die Brotkrume
  • er ist ein ausgezeichnetes Triebmittel, so dass man ganz ohne Hefe backen kann
  • er sorgt für eine längere Frischhaltung des Brotes, d.h. es wird langsamer trocken als Hefebrot
  • er verringert die Schimmelgefahr, dadurch ist das Brot länger haltbar
  • und er macht Roggenteige backfähig, d.h. man kann ggf. auch nur mit Roggenmehl backen und ein lockeres, nicht klitschiges Brot erhalten.

Ein ziemlicher Zauberkünstler dieser Sauerteig, oder? Verantwortlich für diese Effekte sind die im Sauerteig enthaltenen Hefen und Milchsäurebakterien, die sich jedoch zunächst während des Anzüchtens des Sauerteigs bilden müssen und danach regelmäßig gepflegt werden wollen.

Wie macht man das nun, zuerst das Anzüchten und dann die Pflege? Dazu kann ich als erstes sagen, dass es relativ einfach ist und man nur zwei Zutaten (Mehl und Wasser), eine Schüssel mit Deckel, einen Löffel und ein warmes Plätzchen benötigt. Den Rest erledigen die Hefen und Milchsäurebakterien von allein. Deshalb vorweg die Ermutigung an alle Brotbackinteressierten, probiert es aus.

Eine konkrete Anleitung zum Anzüchten und zur Pflege des Sauerteigs möchte ich hier nicht einstellen, sondern stattdessen auf die exzellente Beschreibung im plötzblog, dem Brotbackblog von Lutz Geißler, verweisen. Ich bin nach diesen Anleitungen vorgegangen und sie funktionieren hervorragend, daher hier jetzt der link: Anzucht und Pflege von Sauerteigen.

Meiner noch nicht sehr langen Erfahrung nach ist Roggensauerteig etwas einfacher zu handhaben als Weizensauerteig. Letzterer hat bei mir nach einiger Zeit deutlich an Triebkraft verloren und ich hatte immer den Eindruck, er benötigt bei der Pflege mehr Wärme als sein Roggenpendant. Daher würde ich zunächst mit Roggensauerteig beginnen.

Dann kann es jetzt losgehen und bald habt ihr auch schon so einen hoffentlich nicht zu mysteriösen Mitbewohner im Kühlschrank.

Schnapstorte für den guten Rutsch ins neue Jahr

IMG_4835Schon ist das erste spannende und lehrreiche Jahr als kochender und backender Blogger vorüber, der scheckenlaks ging im Mai online und ist seitdem knapp 5000 Mal aufgerufen worden, nicht schlecht. Daher vielen Dank an alle Blogleser für euer Interesse, ich hoffe, ihr konntet das eine oder andere interessante, neue Rezept finden und erfolgreich nachkochen bzw. – backen. Für das neue Jahr wünsche ich euch allen viel Glück, Gesundheit, Kreativität und natürlich ein gutes Gelingen bei euren Koch- und Backaktivitäten.

Wir werden das Feuerwerk heute Nacht von unserer prima Aussichtsposition oberhalb des Dorfes genießen und uns auch ein bisschen selbst an der “Feuerwerkerei” beteiligen. Das benötigte Geld dafür “verdienen” wir uns übrigens durch die Aufwandsentschädigung beim Blut- oder Plasmaspenden im Dezember. Damit ist für uns der Spendetermin im Dezember genauso wichtig wie alle anderen Verpflichtungen und kann nicht aus Zeitmangel auf Januar verschoben werden. Das ist unser kleiner Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung von Patienten mit Blutkonserven, auch während der Feiertage. Vielleicht ist dies auch eine Idee für andere, die aufgrund der Geldausgabe für das Feuerwerk ein leicht schlechtes Gewissen haben. Für uns erhöht es die Freude am Feuerwerk deutlich.

Leckeres Essen wird heute Abend natürlich auch nicht fehlen, es gibt u. a. unseren Festkartoffelsalat mit Bratwürsten und unsere traditionelle Schnapstorte, für den guten Rutsch ins neue Jahr. Eigentlich wollte ich die Torte nicht posten, da sie aus Traditionsgründen nicht von Grund auf selbst hergestellt wird. Da sie jedoch gut schmeckt sowie einfach und schnell zubereitet ist, habe ich mich trotzdem für eine Rezeptvorstellung entschieden. Hier also unsere Silvester-Schnapstorte – nur für Erwachsene. Für Kinder kann ich z. B. die Biskuitrolle empfehlen, die partymäßig sehr schön bunt dekoriert und ebenfalls in Rekordzeit zubereitet werden kann.

Schnapstorte

Zutaten:

  • 1 Biskuit-Tortenboden
  • 450 ml Milch
  • 2 gehäufte EL Zucker (40 g)
  • 1 Pck. Vanillepudding
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 1,25 Pck. helle Butterkekse (z. B. Bahlsen Kekse)
  • ca. 90 + 30 ml Chantré (ca. 3 + 1 kleines Schnapsglas) oder anderen Weinbrand
  • 3 gestrichene EL Kakao
  • 5 EL Puderzucker
  • 1,25 Würfel Palmin (ca. 30 g) oder anderes Kokosfett
  • etwas heißes Wasser
  • weiße Schokoladenraspel, Kokosflocken oder bunte Zuckerstreusel zur Garnierung

Zubereitung:

Zuerst den Vanillepudding zubereiten. Dazu das Puddingpulver mit dem Zucker mischen und mit einer kleinen Menge der kalten Milch verquirlen. Den Rest der Milch aufkochen, das angequirlte Puddingpulver einrühren und den Pudding unter Rühren einmal kurz aufkochen lassen. Danach den Pudding unter gelegentlichem Rühren zur Verhinderung der Hautbildung auskühlen lassen.

Die zimmerwarme Butter nach und nach in kleinen Stückchen in den Pudding einrühren, bis er eine cremige Konsistenz aufweist.

Den Tortenboden vorsichtig in der Mitte aufschneiden und mit knapp der Hälfte der Puddingcreme füllen. Den Rest des Puddings auf dem Tortenboden gleichmäßig verstreichen.

Mit der ersten Lage der Kekse durchgehend belegen. Daran anschließend die Kekse mit einem Drittel des Chantrés bepinseln. In gleicher Weise eine zweite und dritte Lage “Schnapskekse” hinzufügen.

Für den Schokoladenguss den Puderzucker sieben und in einer Schüssel mit dem Kakaopulver mischen. Das Kokosfett zerlassen und nach und nach unter Rühren in die Staubzucker-Kakaomischung gießen. Das vierte Schnapsglas Chantré in den Guss einrühren. Den Schokoladenguss nun mit etwas heißem Wasser bis zur gewünschten dickflüssigen Konsistenz verlängern.

Die Keksschicht vorsichtig mit dem Schokoladenguss überziehen. Die Torte danach mit Schokoladenraspeln, Kokosflocken oder Zuckerstreuseln dekorieren und bis zum Verzehr kalt stellen.

IMG_4862Rutscht gut ins neue Jahr!

Echter Vanillezucker

IMG_4556Ich habe mich früher immer darüber geärgert, dass man von den teuer gekauften Vanilleschoten nur so wenig wie das Mark verwenden kann. Dann habe ich während einer sehr langen nächtlichen Autofahrt im Radio gehört, dass man aus dem “Rest” der Vanilleschote seinen eigenen Vanillezucker herstellen kann. Super! Darauf hätte man jetzt natürlich auch selbst kommen können, bin ich aber nicht. Deshalb jetzt das “Rezept”.

Echter Vanillezucker ist übrigens auch eine kleine, aber feine Geschenkidee zu Weihnachten oder zum Nikolaus.

Echter Vanillezucker

Zutaten:

  • 1 möglichst frische Vanilleschote
  • 200 g Zucker

Zubereitung:

Die Vanilleschote kann man mit oder ohne Mark verwenden.

Die Schote in kleinere Stücke schneiden. Diese zusammen mit dem Zucker in einen Food Processor füllen und so lange zerkleinern, bis sowohl Zucker als auch Schotenstücke sehr fein zerhackt sind.

Wer mag, kann den Vanillezucker danach sieben, um verbliebene größere Stücke der Schote auszusortieren.

Danach den echten Vanillezucker in dicht schließende Behälter füllen und beschriften. Fertig zum Einsatz bei der Weihnachtsbäckerei.

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