Tag Archives: Spargel

Außergewöhnlicher Spargelsalat mit Räuchermakrele

IMG_6022Was ist denn das heute für Wetter? Dauerregen! Und ab morgen wollen wir 3 Tage wandern gehen mit Besuch, na da präsentiert sich das Erzgebirgswetter ja von seiner besten Seite ;-). Gut, dann freuen wir uns eben über Pfützenspringen und Wolkenfetzen, die über die Höhen und durch den Wald ziehen. Zum Auftakt unseres Wanderwochenendes werden wir uns heute zum Trost und zur Vorbereitung einen etwas außergewöhnlichen Spargelsalat mit geräucherter Pfeffermakrele, Ei-Dressing, Kartoffeln und Zwiebeln gönnen. Hört sich nach einer ungewöhnlichen Kombination an, schmeckt aber hervorragend und abwechslungsreich. Wir essen den Salat als Hauptspeise, er wäre jedoch auch als Vorspeise für ca. 8 Personen sehr gut geeignet.

Außergewöhnlicher Spargelsalat mit geräucherter Makrele für 3 Personen

Zutaten:IMG_6012

  • 1 kg weißer Spargel
  • 1/2 TL Salz pro l Spargelkochwasser
  • 1/2 TL Zucker pro l Spargelkochwasser
  • 1 TL Butter
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/3 Zitrone)
  • 300 g geräucherte Pfeffermakrele
  • 9 kleine Kartoffeln
  • etwas Salz
  • 1 große rote Zwiebel, möglichst mild
  • 3 hart gekochte Eier
  • 50 g Butter
  • ca. 1 EL Kapern
  • Saft 1/2 kleinen Zitrone
  • Petersilie
  • etwas Salz

Zubereitung:

Den Spargel ringsherum schälen, den unteren holzigen Teil abschneiden und die Stangen halbieren. Danach den Spargel kochen. Wird er liegend in einem großen Topf gekocht, dann sollte er geradeso mit Wasser bedeckt sein. Dem Kochwasser Salz, Zucker, Butter und Zitronensaft zufügen. Den Spargel 10 – 15 Minuten kochen lassen. Gegen Ende der Kochzeit vorsichtig mit einer Gabel am unteren Ende einer Stange prüfen, ob der Spargel schon gar ist. 

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe der Kartoffeln).

Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Die geräucherte Makrele häuten und in gabelgerechte Stücke teilen.

Die Eier in Wasser für ca. 8 Minuten kochen. Danach etwas abkühlen lassen, schälen und in kleine Stücke schneiden.

Für das Dressing Kapern und gewaschene Petersilie grob hacken, die Zitrone auspressen. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und leicht bräunen. Nun Butter, Eistückchen, Kapern und Petersilie vermischen. Um das Dressing etwas flüssiger werden zu lassen, ca. 3-4 EL des Spargelkochwassers hinzugeben. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und warm halten.

Nun den Salat dekorativ anrichten, das Dressing in die Mitte geben und alles lauwarm genießen. Freut euch auf das lange und hoffentlich auch bei euch aktivitätsreiche Wochenende.

Spargelsuppe – so einfach und so gut

IMG_5948Spargelsuppe, echte natürlich, nicht die aus der Tüte, ist super – und minimalistisch, wenige Zutaten, in kurzer Zeit zubereitet und deshalb besonders für Montage geeignet, an denen man nur wenig Zeit, dafür jedoch viele Projekte auf der Liste hat. Eine Suppe, die definitiv in die Kategorie einfach und gut fällt. Übrigens kommt die Suppe bei uns das nächste Mal mit noch einer Zutat weniger auf den Tisch. Die als farbgebende Suppeneinlage benutzten Tomaten sollte man weglassen, sie harmonieren geschmacklich einfach nicht so gut. Hätte ich zwar nicht vermutet, war aber so.

Mit grünem Spargel funktioniert die Suppe übrigens genauso, sie nimmt dann nur eine leicht mintgrüne Farbe an.

Spargelsuppe – so einfach und so gut für 3 Personen

Zutaten:

  • 750 – 1000 g weißer oder grüner Spargel
  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • etwas Salz
  • etwas weißer Pfeffer
  • 6 Scheiben American Bacon oder anderer Frühstücksschinken
  • einige Zitronenmelisseblätter zur Garnierung
  • KEINE Tomate

Zubereitung:

Weißen Spargel ringsherum schälen, dabei das untere holzige Spargelende abschneiden. Wir hatten Pech mit unserem Spargel, er war weit hoch sehr holzig, so dass wir viel wegschneiden mussten und daher 1 kg (ungeputzten) Spargel verwendet haben.

Bei grünem Spargel das untere Ende der Stange (ca. 2 cm) abbrechen, Schälen ist meist nicht nötig, wenn man dies doch tun möchte, dann nur das untere Stangenende bearbeiten.IMG_5938

Den Spargel in 1 – 2 cm lange Stücke schneiden.

Die Gemüsebrühe zusammen mit der Milch und der Sahne in einem Suppentopf zum Kochen bringen. Den Spargel hineingeben und für ca. 8 – 10 Minuten (weißer Spargel) bzw. ca. 5 Minuten (grüner Spargel) kochen lassen.

Nun mit einer Suppenkelle ca. 1/3 der Spargelstücke, interessant sind dabei besonders die Köpfe, aus der Suppe angeln und kurz zur Seite stellen. Die restliche Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren. Danach die Suppe nochmals aufkochen und wenn nötig mit ein wenig Salz und weißem Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, den Bacon in einer Pfanne knusprig braun braten, danach zum Abtropfen auf etwas Küchenpapier legen.

Die Zitronenmelisseblätter waschen.

Die Suppe in Teller geben, die Spargelstücke und den knusprigen Bacon hinzufügen und alles mit einigen Zitronenmelisseblättern garnieren. Einfach genießen.

Grüner Spargel mit Schinken aus dem Backofen

IMG_5767Spargelsaison! Besonders toll finde ich dabei die Möglichkeit, schnell und einfach eine schöne Vorspeise oder auch ein kleines, zugegebenermaßen etwas puritanisches, Mittagessen zubereiten zu können. Seit letztem Jahr bin ich ein großer Fan von grünem Spargel, da er für mich einen intensiveren Geschmack bei zarterer Konsistenz besitzt. Gleichzeitig ist er auch noch schneller geputzt, da er entweder gar nicht oder nur am unteren Ende dünn geschält werden muss. Die Kombination Spargel und Schinken ist sicher den meisten bekannt, im heutigen Rezept wird er allerdings im Backofen gegart, was sowohl Spargel als auch Schinken ein wohlschmeckendes Röstaroma verleiht.

Grüner Spargel mit Schinken aus dem Backofen für 3 Personen als Vorspeise

Zutaten:

  • 12 grüne Spargelstangen
  • 6 nicht zu magere Schinkenscheiben (z. B. American Bacon,  Serrano)
  • Olivenöl
  • etwas weißer Pfeffer
  • frische Zitronenmelisse, gehackt

Zubereitung:

Den Spargel waschen und den untersten Teil der Spargelstangen (ca. 2 cm) abbrechen. Die Spargelstangen im unteren Drittel dünn mit einem Kartoffel- oder Spargelschäler ringsherum schälen. IMG_5758

Je zwei Stangen mit einer Scheibe des Schinkens umwickeln. Günstig ist es dabei, direkt beim unteren Ende des Spargels zu beginnen und nicht wie auf dem Foto zu sehen in der Stangenmitte. Grund dafür ist, dass das Stangenende ansonsten etwas trockener wird als der Rest der Spargelstange.

Nun ein bis zwei Auflaufformen mit etwas Olivenöl einfetten und die Spargelstangen nebeneinander hineinlegen. Jetzt noch etwas Olivenöl über den Spargel träufeln und die Stangen mit etwas weißem Pfeffer würzen. Auf Salz habe ich verzichtet, da der Schinken dieses bereits gut zur Verfügung stellt.

Damit ist die Vorbereitung bereits abgeschlossen und der Spargel kann im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 20 + 5 Minuten gebacken werden. Für die erste Backzeit hatten wir die Formen auf der mittleren Schiene des Herdes, für die letzten 5 Minuten im oberen Drittel, um den Schinken noch etwas zu bräunen. Nach Ablauf der ersten 10 Minuten habe ich den Spargel einmal mithilfe einer Metallzange in der Form gewendet.

Während der Spargel im Backofen ist, kann man sich gut um die Fertigstellung des Hauptgerichts kümmern.

Den Spargel vor dem Servieren mit etwas gehackter Zitronenmelisse bestreuen und genießen.

Grüner Spargel mit gebratenem Lachs

IMG_2357

Nach einer sport- und arbeitsintensiven Woche melde ich mich nun hier im scheckenlaks wieder zurück. Der Sommer hat uns mit großer Hitze erreicht, auf den Feldern um uns herum brummen diverse Landwirtschaftsmaschinen und Traktoren, die Pferde auf der Weide wiehern und wir sind den ganzen Tag draußen – Sommeridylle pur. Was passt da besser als ein leichtes Sommeressen, das mit relativ wenigen Kohlehydraten, viel grünem Gemüse und Eiweiß (für die sportgestressten Muskeln) sowie Omega-3-Fettsäuren daherkommt?

Noch ist Spargelzeit, also am besten jetzt noch einmal einheimischen Spargel genießen.

IMG_2355

Grüner Spargel mit gebratenem Lachs für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Lachsfilet (3-4 Stück)
  • Saft 1/2 Zitrone
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • etwas Öl
  • 750 g frischer grüner Spargel
  • 1/2 TL Salz pro Liter Kochwasser
  • ca. 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Butter
  • 3 weich gekochte Eier
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • 1,5 EL Butter
  • 1,5 EL Dill, fein gehackt
  • etwas Pfeffer
  • etwas Salz

Zubereitung:

Wenn man Tiefkühllachs verwendet, diesen ca. 4 Stunden vor der Zubereitung aus dem Gefrierschrank nehmen und in einer Schale auftauen lassen. Ca. 1 Stunde vor der Zubereitung die Lachsfilets mit Zitronensaft beträufeln.

Die 3 Eier für 5 – 7 Minuten kochen, je nachdem wie weich man diese mag, danach mit kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen.

Die Zwiebel schälen, fein hacken und in einer kleinen Pfanne in ca. 1 EL Butter dünsten bis die Zwiebel weich und leicht gebräunt ist.

Den Spargel waschen und den untersten Teil der Spargelstangen (ca. 2 cm) abbrechen. Grünen Spargel muss man im Gegensatz zu weißem Spargel nicht unbedingt schälen, wer dies trotzdem tun möchte, sollte nur den untersten Teil der Stangen bearbeiten. In einem großen Topf Wasser, 1/2 TL Salz pro Liter Kochwasser, 1/2 TL Zucker sowie 1 TL Butter zum Kochen bringen. Den Spargel hineingeben und für ca. 10 – 12 Minuten kochen lassen.

Während der Spargel kocht, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die Lachsfilets ringsherum salzen und pfeffern und in der Pfanne für 4-5 Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze braten. Sind die Lachsfilets noch etwas gefroren oder sehr dick, erhöht sich die Bratzeit um 2-3 Minuten pro Seite. Der Lachs sollte innen rosa und saftig sein, jedoch nicht mehr glasig rot. Auch hier gilt wieder, es ist besser den Lachs etwas zu kurz als zu lang zu braten, da er sonst trocken wird.

Nun noch die gekochten Eier schälen und in kleine Stücke schneiden. Diese mit der angebratenen Zwiebel, der Butter und dem fein gehackten Dill vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit dem gekochten Spargel anrichten.

Wer möchte kann dazu auch eine Scheibe Vollkornbrot essen, dies muss jedoch nicht sein.

Spargel mit Kokos-Hollandaise und Kaviar

IMG_2054

Spargelzeit – nun ist das Erzgebirge ganz sicher nicht das typische Spargelanbaugebiet, obwohl ich mich sehr gut an die Versuche meiner Oma erinnern kann, Spargel im Hausgarten zu ziehen. Es war aufgrund des hier typischen eher lehmigen und festen Bodens nicht einfach, die Spargelstangen wuchsen mitunter krumm oder aufgrund des kühlen Frühjahrs auch zu langsam, so dass sie holzig wurden. Der Beweis konnte jedoch erbracht werden, prinzipiell ist es möglich, hier Spargel anzubauen, allerdings mit Abstrichen bei Ertragsmenge und mitunter auch Qualität.

Auch Norwegen würde man vermutlich nicht zuerst mit Spargelanbau assoziieren, im Süden wird jedoch tatsächlich, besonders in der Region Vestfold (an der westlichen Seite des Oslofjords gelegen), Spargel produziert. Die Spargelzeit beginnt dort witterungsbedingt erst im Mai und damit etwas später als in Deutschland, endet aber gleichermaßen am 24. Juni (St. Hans in Norwegen, Johannistag in Deutschland).

Damit bleiben noch ca. 4 Wochen, um “kurz gereisten” Spargel zu genießen. Wir haben uns heute für weißen Spargel und eine Abwandlung der klassischen Sauce Hollandaise entschieden. Da in Norwegen Spargel häufig mit einem Fischgericht kombiniert wird, haben wir zum Schluss noch Kaviar ergänzt, der durch seine salzige Note das Gericht bereichert.

Spargel mit Kokos-Hollandaise und Kaviar für 3 Personen

Zutaten Spargel:

  • 1 kg Spargel
  • 1-2 Stängel Zitronengras
  • 1 TL Butter
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz pro Liter Kochwasser

Zutaten Sauce:

  • 20 g Kokosraspel, geröstet
  • 125 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 3 EL Weißwein
  • 100 ml Kokosmilch
  • ca. 1 EL Limettensaft
  • etwas Salz
  • etwas weißer Pfeffer
  • 3-4 TL Lachs- oder Forellenkaviar zur Garnierung

Zubereitung:

Zuerst den Spargel ringsherum schälen, die Spitze dabei auslassen. Der Schäler wird am besten kurz unterhalb der Spitze angesetzt und nach unten gezogen. Die holzigen Enden der Spargelstangen abschneiden. Die fertig geputzten Stangen zunächst zur Seite legen.

Für die Sauce die Kokosraspel in einer kleinen Pfanne ohne Fett unter ständigem Rühren goldbraun rösten, zur Seite stellen.

Als nächstes die 125 g Butter für die Sauce klären, da sie vor der weiteren Verwendung etwas abkühlen muss. Die Butter in einen Topf mit dickem Boden geben und schmelzen lassen. Danach auf kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, dabei setzt sich die in der Butter enthaltene Molke als weißer Schaum auf der Butter ab. Diesen kontinuierlich mit einer Schaumkelle abschöpfen bis die Butter durchsichtig ist und wie Öl aussieht. Die Butter sollte dabei jedoch nicht braun werden. Man erhält ca. 100 ml geklärte Butter, die zum Abkühlen zunächst zur Seite gestellt wird.

Danach den Spargel kochen. Wird er liegend in einem großen Topf gekocht, dann sollte er geradeso mit Wasser bedeckt sein. Dem Kochwasser Salz, Zucker und Butter zufügen. Um dem Spargel eine leicht zitronige Note zu geben, kann man 1-2 Stängel Zitronengras mitkochen. Dafür wird das Zitronengras in zwei Teile geschnitten, das untere Ende wird mit einem Fleischklopfer breit geschlagen, damit das Aroma besser in das Wasser übergehen kann. Das Zitronengras wird nicht mitgegessen. Alternativ kann auch etwas Zitronensaft in das Kochwasser gegeben werden. Den Spargel ca. 15-20 Minuten kochen lassen. Gegen Ende der Kochzeit vorsichtig mit einer Gabel am unteren Ende einer Stange prüfen, ob der Spargel schon gar ist.

Während der Spargel kocht die Sauce herstellen, da sie möglichst frisch auf den Tisch kommen sollte. Für die Herstellung einer Sauce Hollandaise gibt es zwei Vorgehensweisen, wir haben uns hier für die schnellere entschieden, die ohne Reduktion auskommt. Die Sauce wird in einer Schüssel über Wasserdampf aufgeschlagen. Dazu Wasser in einem Topf zum köcheln bringen, eine Schüssel auswählen, die wie ein Deckel auf den Topf passt.

Die Eigelbe zusammen mit dem Weißwein in die Schüssel geben und unter ständigem Schlagen mit einem Schneebesen zu einer cremigen Masse verrühren. Die Masse darf dabei nicht zu heiß werden, also nicht mehr als 60 Grad annehmen, sonst produziert man Rührei und muss von vorn anfangen. In die Masse zunächst tropfenweise, später mit einem dünnen Strahl die etwas abgekühlte geklärte Butter einrühren. Die Butter darf nicht zu schnell zugefügt werden, sonst verbindet sie sich nicht mit der Eimasse. Es entsteht eine relativ dickflüssige Sauce, die durch Zugabe der ca. 100 ml Kokosmilch bis zur gewünschten Konsistenz verlängert wird. Danach mit Salz, weißem Pfeffer und dem Limettensaft abschmecken und die gerösteten Kokosflocken einrühren. Durch die Kokosmilch wird die Sauce heller als die klassische Variante der Hollandaise.

Den Spargel zusammen mit der Sauce anrichten und mit dem Kaviar garnieren. Dazu passen gekochte Kartoffeln.

Die Inspiration zu diesem Gericht stammte von “Chili und Ciabatta”, die Sauce haben wir jedoch etwas anders hergestellt und den Kaviar ergänzt.