Tag Archives: Suppe

Scharfe Tomatensuppe mit Möhren

IMG_1657Da ist also Ostern an uns in Rekordfahrt vorbeigerauscht ohne das Zeit zum bloggen blieb. Das war so nicht geplant, sorry. Dafür haben wir uns an den sonnigen freien Tagen unter anderem mit Familienbesuch, einer Schnitzeljagd im Wald, Ostereiersuche, einer Wanderung an der Talsperre Saidenbach sowie einer ganzen Menge guten Essens vergnügt.

Seit gestern sind wir jedoch auch wieder im Alltag zurück und damit stand uns nach der ganzen Völlerei der Sinn nach einer einfachen Suppe, möglichst etwas schärfer gewürzt, um der am Wochenende verzehrten Osterschokolade etwas entgegen zu setzen. Diese Tomaten-Möhrensuppe bedient alle diese Kriterien und noch ein weiteres. Man kann nämlich die restlichen gefärbten Ostereier als einfache Suppeneinlage verwerten. Perfekt!

Scharfe Tomatensuppe mit Möhren für 4 Personen

Zutaten:

  • 3 große Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • 1 große Dose stückige Tomaten (800 g)
  • 5 dl Gemüsebrühe
  • Saft von 2 Orangen, ca. 2 dl
  • 1 dl Sahne
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • einige Tropfen Tabasco
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 – 2 TL Zucker
  • 4 EL Créme fraîche oder Saure Sahne
  • frische Basilikumblätter
  • 4 hart gekochte Eier
  • Salz

Zubereitung:

Möhren und Zwiebeln schälen, putzen und in kleine Stücke schneiden.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel darin glasig anbraten. Danach die Möhrenstücke hinzufügen und ebenfalls für einige Minuten mit braten lassen.

Die Orangen auspressen.

Nun Gemüsebrühe, Orangensaft, Tomaten und Chiliflocken hinzufügen und alles abgedeckt für ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Möhrenstücke gar sind.

Mit einem Stabmixer pürieren.

Die Sahne angießen und die Suppe nochmals kurz erwärmen. Dabei mit Salz, Pfeffer, Zucker und einigen Tropfen Tabasco abschmecken. Wer nicht gern scharf isst, lässt die Tabascotropfen weg.

Die Eier schälen, halbieren und mit etwas Salz bestreuen. Die Suppe in Teller geben und mit den halbierten Eiern, Créme fraîche sowie einigen Basilikumblättern garnieren. Heiß genießen.

Linsensuppe mit Fenchel, Möhren und Orange

IMG_1261Das hört sich nach einer ungewöhnlichen Zutatenliste für eine Suppe an? Richtig, wir sind jedoch gerade beim winterlichen Aufräumen des Küchenvorratsschrankes. Dabei finden sich so einige Restbestände, einige rote Linsen und ein Restchen Quinoa, im Kühlschrank lungert noch ein Fenchel gemeinsam mit ein paar Möhren herum und in der Obstkiste gibt es noch eine Bio-Orange. Ja, auch wir haben trotz aller Planung immer einmal wieder etwas Gemüse oder Obst übrig, die dann kreativ mit oder ohne Rezept kreativ oder auch nicht verarbeitet werden dürfen. Manchmal kommt dabei nur etwas Essbares heraus, bei anderen Versuchen entsteht etwas Leckeres, was dann hier auf dem blog landen kann, wie diese vegane Linsenresteverwertungssuppe.

Linsensuppe mit Fenchel, Möhren und Orange für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 reichlicher TL frischer Ingwer, gehackt
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 kleinere Fenchelknolle
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • 1 dl rote Linsen
  • 1/4 dl Quinoa (alternativ mehr rote Linsen)
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Bio-Orange, Saft und Schale
  • knapp 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Kurkuma, evtl. etwas mehr
  • etwas getrockneter Koriander
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrocknete Chiliflocken
  • ggf. frischer Koriander

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauchzehe und Ingwer schälen und fein hacken. Möhren und Fenchel putzen und in Stücke schneiden. Vom Fenchel das Grün getrennt zur Seite stellen, damit wird dann die fertige Suppe bestreut.

Quinoa gut unter fließendem, warmem Wasser waschen und abtropfen lassen.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Fenchel und Ingwer für mehrere Minuten anbraten.

Linsen und Quinoa zusammen mit den Nelken, Kurkuma und getrocknetem Koriander hinzugeben und ebenfalls kurz mitbraten lassen. Vorsicht bei den Nelken, diese schmecken sehr intensiv, daher bloß nicht zuviel davon in die Suppe geben.

Die Gemüsebrühe hinzugießen und die Schale der gut gewaschenen Bio-Orange dünn abreiben. Ebenfalls zur Suppe geben.

Nun alles abgedeckt für ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis Quinoa und Linsen gar sind (Kochanweisung auf der Verpackung beachten).

Für eine etwas cremigere Konsistenz die Suppe nun mit einem Stabmixer anpürieren. Dabei jedoch einige Gemüsestücke ganz lassen.

Die Orange auspressen und mit dem Saft die Suppe zusammen mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren mit dem Fenchelgrün und / oder etwas frischem Koriander sowie einigen getrockneten Chiliflocken bestreuen.

Ei-Einlaufsuppe – traditionelle Vorsuppe aus Oberschlesien

IMG_1188Die Familie meiner Mutter stammt mehrheitlich aus dem Erzgebirge, dem “Kartoffelesserland”, diejenige meines Vaters hingegen aus Oberschlesien. Mit ihr kam eine etwas abwechslungsreichere, andere Küche in unsere Familie, die meine Mutter sowohl aus Interesse als auch einer gewissen Notwendigkeit heraus übernommen hat. Am Sonntag, so die oberschlesische Tradition, auf die mein Vater in den frühen Ehejahren noch großen Wert legte, musste nämlich ein ordentliches Drei-Gang-Menü auf dem Tisch stehen. Ein Bestandteil dieses Festessens war diese Ei-Einlaufsuppe, gefolgt von einem Fleischessen mit Rot- oder Sauerkraut und zumindest im Winter Klößen und einem Nachtisch. Wir sprechen jetzt mal nicht davon, was das für meine Vollzeit arbeitende Mutter für sonntagvormittäglichen Stress bedeutete, wenn gleichzeitig die Kinder um sie herumtanzten, ein Kuchen für den Nachmittag gebacken, die Wäsche gewaschen und die Wohnung besuchsfein aufgeräumt und geputzt sein sollte.

Genug von den Hausgeschichten, jetzt geht es zum Rezept, von dem ich nicht sicher weiß, ob es nur in unserer Familie den treffenden Namen Ei-Einlaufsuppe hat oder auch offiziell so heißt. Die Vorsuppe besteht traditionell aus einer ordentlichen selbst gekochten Fleischbrühe, Petersilie und eben dem Ei-Einlauf. Ziemlich minimalistisch und unglaublich wohlschmeckend.

Ei-Einlaufsuppe für 6 Personen als Vorsuppe oder 3 Personen als Hauptsuppe

Zutaten:

  • 750 ml selbst gekochte Fleischbrühe, bei uns auch Knochenbrühe genannt
  • 2 Eier (Größe M)
  • ca. 4,5 leicht gehäufte EL Mehl
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • frische Petersilie, gehackt
  • evtl. einige TK-Erbsen und / oder frische Möhrenwürfel (traditionell gehören die allerdings nicht in die Suppe)

Zubereitung:

Die Fleischbrühe im Suppentopf zum Kochen bringen. Je nachdem wie gut man beim Kochen der Knochenbrühe gewürzt hat, sollte man jetzt ggf. noch etwas Salz und Pfeffer ergänzen.

Möchte man in der Suppe einige Erbsen oder Möhrenstückchen haben, fügt man diese gleich hinzu und lässt alles für wenige Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist (Erbsen ca. 3 Minuten, Möhren ggf. bis zu 10 Minuten, je nach Größe der Würfel).

Währenddessen die Eier mit dem Mehl in einem Becher klümpchenfrei verquirlen und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Es sollte eine zähflüssige Masse entstehen, die schwer vom Quirl tropft.

Die Eimasse nun über den Quirl aus dem Becher in die kochend heiße Suppe tropfen lassen. Dazu den Quirl während des Tropfens regelmäßig drehen. Es sollen relativ lange, fast nudelförmige, dicke Fäden entstehen.

Die Suppe erneut bis kurz unter den Kochpunkt erhitzen und ca. 5 Minuten abgedeckt ziehen lassen. NICHT nochmals Aufkochen, sonst zerfasern die Ei-Einlauffäden.

Danach mit etwas gehackter Petersilie bestreuen und sofort heiß servieren.

IMG_1181

Fischsuppe mit Seelachs und Eismeergarnelen

IMG_1108Unsere Suppenliebe hat erneut zugeschlagen, wir haben uns hier auf dem blog wohl sowieso schon längst als richtige “Suppenkasper” geoutet. Dieses Mal gab es eine winterliche Fischsuppe mit Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Alaska-Seelachs und Eismeergarnelen.

Was ich an Fischsuppen so liebe? Sie schmecken und sättigen sehr gut, sie sind schnell und einfach zuzubereiten, sie sind gesund und hinterlassen wenig Abwasch. Zudem sind sie hinsichtlich ihrer begleitenden Gemüseauswahl hinreichend variabel, so dass man getrost im Gemüsefach des Kühlschranks auf Beutejagd gehen kann. Die Pastinaken lassen sich z. B. durch etwas Sellerieknolle oder Petersilienwurzeln oder Fenchel oder einen Rest Blumenkohl ersetzen. Außerdem benötigt man nicht “Gewürze aus aller Welt”, um eine schmackhafte Suppe herstellen zu können. Häufig sind die absoluten Basics wie Salz und Pfeffer schon ausreichend.

Damit erhält diese wohlschmeckende Fischsuppe von uns eine klare Alltagsempfehlung.

Fischsuppe mit Seelachs und Eismeergarnelen für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Kartoffeln
  • 4 Möhren
  • 2 Pastinaken
  • 4 dl Fischfond
  • 1 dl Wasser
  • 2 dl Sahne
  • 200 g Alaska-Seelachsfilet, alternativ ist auch Kabeljaufilet möglich
  • 250 g TK-Eismeergarnelen
  • Salz
  • Pfeffer
  • frischer oder TK-Dill

Zubereitung:

Zwiebel, Kartoffeln, Möhren und Pastinaken schälen, putzen und in Stücke bzw. Scheiben schneiden.

Das Öl in einem Suppentopf erhitzen. Darin die Zwiebel für 2 – 3 Minuten anbraten, bis sie glasig geworden ist. Kartoffeln, Möhren und Pastinaken hinzufügen und für weitere 2 – 3 Minuten mitbraten lassen.

Fischfond und Wasser angießen. Die Suppe nun für ca. 10 Minuten abgedeckt köcheln lassen, so dass Gemüse und Kartoffeln knapp gar werden. Gegen Ende der Kochzeit die Sahne hinzufügen.

In der Zwischenzeit die Seelachsfilets in nicht zu kleine Würfel schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Die TK-Eismeergarnelen unter fließendem Wasser mithilfe eines Siebes abspülen, danach abtropfen lassen.

Die Seelachswürfel in die Suppe geben. Achtung, ab jetzt sollte die Suppe nicht mehr kochen, sondern nur noch ziehen, damit der Fisch nicht zu trocken wird. Je nach Größe der Fischwürfel sind sie nach 4 – 8 Minuten fertig.

Zum Schluss die Eismeergarnelen hinzufügen und für ca. 2 Minuten mit erwärmen lassen. Auch hier gilt wieder, sie dürfen nicht gekocht werden, sonst bekommen sie eine ledrige Konsistenz.

Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Dill bestreut sofort genießen.

Kartoffel-Kokos-Suppe mit Ingwer, Kurkuma und Erbsen

IMG_1162Nach der Weihnachtsvöllerei beginnen wir den Alltag im neuen Jahr mit einer würzigen, cremigen Suppe, die durch Ingwer und Kurkuma nicht nur dem Verdauungssystem gut tut, sondern auch angenehm anders schmeckt als die klassischen einheimischen Winteressen.

Wie häufig bei Suppen ist die benötigte Küchenarbeitszeit sehr kurz, Aufwand und Abwasch bleiben ebenfalls überschaubar. Es bleibt also trotz des “Selberkochens” noch genug Zeit für die Umsetzung der Neujahrspläne.

Kartoffel-Kokos-Suppe mit Ingwer, Kurkuma und Erbsen für 3 Personen

Zutaten:

  • 1 große gelbe Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 400 g Kartoffeln, gern mehlig kochende
  • 20 g Ingwer (geschält gewogen)
  • 1,5 – 2 TL Kurkuma
  • ca. 1 EL Olivenöl
  • 600 ml Kokosmilch
  • 150 ml Wasser
  • 2 TL Gemüsebrühpulver
  • 200 g TK-Erbsen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Saft von ca. 1/2 Zitrone
  • 3 gehäufte EL Naturjoghurt (Veganer ersetzen diesen durch einen Pflanzenjoghurt)
  • Schnittlauch oder Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauchzehen, Ingwer und Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden.

Das Olivenöl im Suppentopf erhitzen. Darin die Zwiebel für 2 – 3 Minuten anbraten, bis sie glasig geworden ist. Kartoffeln, Ingwer, Knoblauchzehen und Kurkuma hinzufügen und alles für weitere 2 – 3 Minuten mitbraten.

Kokosmilch, Wasser und Gemüsebrühpulver hinzufügen. Die Suppe abgedeckt für 10 – 15 Minuten köcheln lassen, so dass die Kartoffelstücke weich werden.

Nun die Kartoffelsuppe mit einem Stabmixer pürieren. Danach die TK-Erbsen hinzufügen und die Suppe erneut kurz köcheln lassen (ca. 2 Minuten).

Mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe mit einem ordentlichen Löffel Naturjoghurt und frischem Schnittlauch oder Koriander bestreut genießen.

Minimalistische Rote Bete Suppe mit Chili und Joghurt

IMG_0999Als täglich selbst und weitgehend ohne Fertigprodukte Kochender hat man in der Regel einen gut gefüllten Gewürz- und Zutatenschrank, aus dem man mit vollen Händen unproblematisch schöpfen kann. Gleichzeitig kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und mit verschiedenen Geschmacksrichtungen experimentieren. Die gelungenen Ergebnisse gelangen dann auch auf den blog.

Was man dabei schnell aus den Augen verlieren kann, ist die Tatsache, dass Gelegenheitsköche häufig vor ellenlangen Zutatenlisten zurückschrecken. Das kann ich gut nachvollziehen, ich habe das vor mehreren Jahren ebenfalls nicht anders gehandhabt. Deshalb gibt es zukünftig auf dem scheckenlaks ab und zu auch einfachere Rezepte, die mit wenigen Zutaten, insbesondere Gewürzen, auskommen.

Diese tiefrote Suppe mit schneeweißer Joghurteinlage ist die Erste in dieser Serie. Sie schmeckt würzig und dank der Limette angenehm frisch, so dass der leicht erdige Geschmack der Roten Bete trotz der wenigen Gewürze nicht so deutlich zum Vorschein kommt. Sollte man Kakaonibs im Haus haben, ergänzen sie die Suppe hervorragend, sie sind jedoch keine absolut notwendige Suppeneinlage. Zum Schluss noch ein weiterer Vorteil des Rezeptes, es ist weder arbeits- noch zeitaufwändig.

Minimalistische Rote Bete Suppe mit Chili und Joghurt für 3 Personen

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Rote Bete
  • 1 große (rote) Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Möhre
  • 1 große Kartoffel
  • 1 – 2 EL Olivenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • getrocknete Chiliflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Saft von ca. 1/2 Limette
  • ca. 6 EL Joghurt naturell
  • ggf. einige (karamellisierte) Kakaonibs (geröstete, gehackte Kakaoschalen, kann man z. B. im Bioladen kaufen)

Zubereitung:

Rote Bete, Möhre und Kartoffel schälen und in Stücke schneiden.

Zwiebel und Knoblauchzehen ebenfalls schälen und relativ fein hacken.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen und darin die Zwiebel anbraten, bis sie glasig geworden ist. Das weitere Gemüse sowie die Knoblauchzehen hinzufügen und für mehrere Minuten unter gelegentlichem Rühren mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe angießen und das Lorbeerblatt hinzufügen. Topfdeckel auf den Topf und alles für 15 – 20 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich geworden ist.

Nun die Suppe mit einem Stabmixer pürieren. Danach mit getrockneten Chiliflocken, Salz, Pfeffer und dem frisch gepressten Limettensaft abschmecken.

Die Suppe auf Teller geben, mit dem Joghurt garnieren und mit einigen Kakaonibs bestreuen.

Kürbissuppe mit Süßkartoffeln, Kokosmilch und Ingwer

IMG_0780Diese vegane Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer stand am Montag bei uns auf dem Essensplan. Langweilig? Nö, überhaupt nicht, eher wohlschmeckend zwischen angenehm scharf durch Chili und Ingwer, wärmend und leicht süßlich-frischer Note durch Süßkartoffel und Kokosmilch. Darüber hinaus ist die Suppe durch ihren Gemüseanteil und die Gewürze durchaus gesund. Obendrein ist sie schnell zubereitet, wodurch sie sich endgültig als eine richtig gute Alltagssuppe für den Herbst qualifiziert.

Kürbissuppe mit Süßkartoffeln, Kokosmilch und Ingwer für 3 Personen

Zutaten:

  • ca. 500 g Kürbis, wir: Hokkaido
  • 2 kleine Süßkartoffeln
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 15 g frischer Ingwer
  • ca. 1/2 rote Chilischote
  • etwas Olivenöl
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • 300 ml Kokosmilch
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • etwas gemahlener Koriander
  • Saft von ca. 1/2 Limette
  • frischer Koriander
  • 1 Apfel als Suppeneinlage

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und würfeln. Die Chilischote der Länge nach aufschneiden, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch fein hacken.

Etwas Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin die Zwiebel glasig anbraten, jedoch nicht bräunen.

Kürbis, Süßkartoffeln, Knoblauchzehen, Ingwer und Chilischote hinzufügen und ebenfalls für mehrere Minuten mit braten lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt.

Die Gemüsebrühe angießen und die Suppe für 15 – 20 Minuten abgedeckt köcheln lassen, bis die Gemüsestücke weich geworden sind.

Nun die Kokosmilch angießen und die Suppe mithilfe eines Stabmixers fein pürieren. Sollte die Suppenkonsistenz jetzt zu dick sein, dann noch etwas Gemüsebrühe hinzufügen.

Die Suppe zurück auf die Herdplatte stellen und erneut erhitzen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss, gemahlenem Koriander, ggf. einigen getrockneten Chiliflocken und frisch gepresstem Limettensaft abschmecken.

Den Apfel putzen und in Scheiben schneiden. Die Suppe mit etwas frischem Koriander bestreut und einigen Apfelscheiben belegt genießen.

Suppe mit Blumenkohl und Grünkohl

IMG_0716Ich liebe Blumenkohlsuppe, seit letztem Jahr mag ich auch Grünkohl. Er schmeckt angenehm würzig und sieht mit seiner dunklen Grünfarbe toll aus. Leider gibt es den hier so gut wie nie frisch zu kaufen, das ist schade. In diesem Rezept kann man zum Glück genauso gut Tiefkühlware verwenden.

Darüber hinaus erfüllt diese gestern spontan kreierte Suppe alle Kriterien der Alltagsküche: sie ist schnell und einfach zuzubereiten, schmeckt richtig gut, ist gesund und preiswert. Perfekt.

Suppe mit Blumenkohl und Grünkohl für 2 Personen

Zutaten:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl
  • 1/2 mittlerer Blumenkohl
  • ca. 100 g Grünkohl (TK oder frisch)
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen zerteilen, den Grünkohl ebenfalls waschen, die groben Stielteile entfernen, die Blätter grob hacken.

Ihr könnt bei euch keinen frischen Grünkohl kaufen? Macht nichts, TK-Ware geht genauso gut.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin Zwiebeln und Knoblauch anbraten, bis die Zwiebeln weich und glasig geworden sind. Blumenkohlröschen hinzugeben und für wenige Minuten unter Rühren mit braten lassen.

Die Gemüsebrühe angießen und den Grünkohl dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen.

Die Suppe abgedeckt für 10 – 15 Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl weich geworden ist.

Die Sahne hinzugeben, die Suppe nochmals erhitzen und abschmecken. Fertig ist das Essen.

Borschtsch – eine Variante

IMG_0526Borschtsch gab es heute bei uns nach einem Rezept aus der Ukraine. Ich bin absolut kein Experte, was ukrainisches oder russisches Essen anbelangt, so dass ich hier nicht behaupten möchte, DAS Borschtsch-Rezept zu veröffentlichen, da es mit Sicherheit viele verschiedene Varianten gibt.

Grundlegend scheinen die Zutaten Tomaten, Rote Bete, Weißkraut, Möhren und Kartoffeln zu sein, die dank der Roten Bete allesamt wunderbar rot eingefärbt werden. Die Mengenangaben sind dabei nicht so wichtig, man kann also gut nach eigenen Vorlieben variieren. Wichtig ist nur, dass die Suppe sehr inhaltsreich wird. Wie auch bei deutschem Weißkrauteintopf schmeckt der Borschtsch gut durchgezogen am besten. Man kann ihn daher gut und gern abends kochen, wenn man ihn am nächsten Tag essen möchte.

Häufig wird für den Borschtsch im Vorfeld gekochtes Rindfleisch verwendet, wobei die dabei entstehende Brühe die Grundlage des Eintopfes bildet. Wir hatten kein geeignetes Fleisch und haben daher auf Gemüsebrühe und Fleischwurst als Einlage zurückgegriffen. Hervorragend geschmeckt hat er trotzdem.

Borschtsch für 3 Personen

Zutaten:

  • 750 ml gute Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 1/4 Weißkraut
  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • 2 – 3 kleine Rote Bete
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • einige getrocknete Chiliflocken
  • etwas Zucker
  • frische Petersilie
  • ggf. etwas fertig gekochtes Suppenfleisch oder Wurst
  • Saure Sahne oder Crème Fraîche beim Servieren

Zubereitung:

Das Weißkraut putzen und in feine Streifen schneiden. Kartoffeln, Möhren und Rote Bete schälen. Die Kartoffeln in Stücke schneiden, Möhren und Rote Bete in dünne Streifen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Die Fleisch- oder Gemüsebrühe in einem Suppentopf zusammen mit dem Weißkraut, den Kartoffeln und den Lorbeerblättern zum Kochen bringen. Danach die Hitzezufuhr reduzieren und alles abgedeckt weiter köcheln lassen.

Währenddessen Butter oder Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Darin Zwiebeln, Knoblauch, Rote Bete und Möhren anbraten, bis alles rot eingefärbt ist. Das dauert 7 – 8 Minuten. Das Tomatenmark einrühren und kurz mit braten lassen. Achtung, es darf dabei nicht anbrennen.

Den Pfanneninhalt nun in den Suppentopf zum Weißkraut und den Kartoffeln geben. Die Tomaten hinzufügen und mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und etwas Zucker würzen.

Den Borschtsch für 20 – 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse richtig weich geworden ist. Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Zucker abschmecken.

Zum Schluss die Fleischstücke oder die Wurststücke hineingeben und mit erwärmen.

Mit frischer, gehackter Petersilie bestreut sowie mit einem Klecks Saure Sahne oder Crème Fraîche versehen servieren.

IMG_0528

Cremige Möhrensuppe mit gebratenem Kabeljau und knusprigem Bacon

IMG_0461Man kann nie genug (Fisch-)Suppenrezepte auf dem blog haben, finde ich. Sie sind schnell zubereitet, enthalten eine ordentliche Portion Gemüse und wie in diesem Fall auch noch Fisch. So mag ich die Alltagsküche: gesund, lecker, gut sättigend, wenig Abwasch und ohne kostspielige Zutaten.

Zu dieser schönen Montagssuppe habe ich mich von Godfisk.no inspirieren lassen und sie mit kleinen Änderungen nachgekocht. Es hat sich gelohnt.

Cremige Möhrensuppe mit gebratenem Kabeljau und knusprigem Bacon für 3 Personen

Zutaten:

  • 500 g Kabeljau-Filets
  • 1,5 gestrichene EL grobes Meersalz
  • Olivenöl zum Braten
  • ca. 50 g American Bacon
  • 6 große Möhren
  • 1/3 kleine Fenchelknolle
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 rote Chilischote
  • ca. 2 EL frischer, gehackter Ingwer
  • etwas Olivenöl
  • 8 dl Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Pr. Zucker
  • Cayennepfeffer
  • Saft von ca. 1/2 Limette

Zubereitung Suppe:

Möhren, Zwiebel, Knoblauchzehe und Ingwer schälen und in Scheiben bzw. Stückchen schneiden. Fenchel waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Das Fenchelgrün ebenfalls klein schneiden und zunächst zur Seite stellen. Die Chilischote entkernen und fein hacken.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebel anbraten, bis die Stückchen leicht gebräunt sind. Danach das restliche Gemüse hinzufügen und alles für weitere ca. 3 Minuten mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe angießen und alles abgedeckt für 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich geworden ist.

Mit einer Schaumkelle einige Gemüsestücke aus der Suppe angeln, danach alles andere pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Cayennepfeffer und Limettensaft abschmecken.

Zubereitung Kabeljau und Bacon:

Den Bacon in Stücke schneiden und in einer heißen Pfanne ohne weitere Zugabe von Fettigkeit knusprig braun braten. Die fertigen Stücke auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die aufgetauten Kabeljaufilets von beiden Seiten mit dem groben Meersalz bestreuen und für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Die Filets nun gut unter fließendem kalten Wasser abspülen, danach gut mit Küchenpapier abtrocknen. Das Einsalzen gibt Geschmack und dem Fischfleisch etwas mehr Festigkeit.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Filets mit der Hautseite nach unten (auch wenn keine Haut mehr vorhanden ist) für 4 – 5 Minuten anbraten. Danach wenden und für weitere 2 – 3 Minuten weiterbraten. Die Bratzeit ist dabei von der Dicke der Filets abhängig und natürlich davon wie gar bzw. roh man seinen Fisch mag. Wir sind eher auf der “Nicht-so-roh-Seite”.

Die Suppe auf Teller geben, die Kabeljau-Filets in die Tellermitte setzen und alles mit den Gemüsestücken, dem Bacon sowie dem Fenchelgrün garnieren.

IMG_0463