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Pfannkuchen mit American Bacon, Blauschimmelkäse und Ahornsirup

IMG_9446Pfannkuchen sind in unserer Familie jederzeit ein willkommenes Mittagessen. Gleichzeitig habe ich immer ein etwas schlechtes Gewissen, da sie zwar gut schmecken, aber nicht gerade sehr viele Wertstoffe enthalten. Stattdessen bieten sie jede Menge “leere” Kalorien aus hellem Mehl und Zucker durch die Füllung. Deshalb kombinieren wir die “Pfannkuchentage” immer mit entweder einer Gemüsesuppe oder einem Salat.

Dennoch bin ich immer wieder auf der Suche nach etwas gesünderen Alternativen für die Pfannkuchen, die weniger einfache Kohlehydrate enthalten. Eine Methode dafür ist, die Eimenge zu erhöhen und dunkleres Mehl zu verwenden. Auch die Füllung muss nicht immer nur süß sein. Stattdessen kann man eine super schmackhafte Kombination aus würzigem Blauschimmelkäse, knusprigem American Bacon und süßem Ahornsirup verwenden, die sicher den einen oder anderen an ein amerikanisches Frühstück erinnert. Würzig, süß, leicht salzig – namm.

Um das Gewissen endgültig zu beruhigen, haben wir natürlich auch zu diesen Pfannkuchen einen Salat aus Zucchini und Tomaten gegessen, damit das Gemüse beim Mittagessen nicht zu kurz kommt.

Pfannkuchen mit American Bacon, Blauschimmelkäse und Ahornsirup (9 Stück)

Zutaten:IMG_9442

  • 4 dl Dunkles Weizenmehl (1050)
  • 5 dl Milch
  • 4 Eier
  • 1/2 TL Salz
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 3 EL Ahornsirup
  • Butter zum Braten (1 Msp. pro Pfannkuchen)
  • 9 Scheiben American Bacon
  • ca. 100 g Blauschimmelkäse
  • Ahornsirup zum Beträufeln
  • grüner Salat nach eigenen Wünschen (wir: Zucchini, Tomate, Kräuter und Zitronen-Öl-Dressing)

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und in kleine Stücke hacken. Danach Mehl, Salz, Eier, Zwiebel, Ahornsirup und Milch in einem hohen Rührgefäß gut miteinander verschlagen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.

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Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten quellen lassen.

In einer mittelgroßen Pfanne etwas Butter heiß werden lassen und eine knappe Suppenkelle voll Teig darin verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braten, bis sie eine schöne braune Färbung angenommen haben. 

Während der Teig quillt, den Blauschimmelkäse zu Stückchen zerkrümeln und den American Bacon knusprig braten. Dazu die Baconscheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier versehenes Blech legen. Die Scheiben im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 12 – 15 Minuten backen, bis die Scheiben knusprig und braun geworden sind. Gegen Ende der Garzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, es soll nichts verbrennen.

Die Pfannkuchen mit Blauschimmelkäse und einer Scheibe gebratenem Schinken belegen, danach mit etwas Ahornsirup beträufeln. Nun die Pfannkuchen zusammenrollen und zusammen mit einem grünen Salat genießen.

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Grundrezept Eierkuchen (Pfannkuchen)

IMG_9088So einfach und so gut: Eierkuchen, wie sie hier in Sachsen eigentlich heißen, nach unserem Familienrezept. Als Kind habe ich sie schon geliebt, markierten sie doch, dass das Wochenende am Samstagmittag (DDR = Schule auch am Samstag) endlich anfangen konnte. Neben Nudeln mit Tomatensauce waren sie DAS Wunschessen für diesen Tag, an dem die Schulküche geschlossen blieb und man sich daher weder mit geschmackloser Graupensuppe noch mit explodiertem Huhn in der Frikassee noch mit tapetenkleisterartigen Makkaroni herumschlagen musste.

Stattdessen gab es etwas Leckeres, zu Hause Gekochtes. Natürlich musste es schnell und einfach zuzubereiten sein, schließlich kam meine Mutter, die Lehrerin war, auch erst mittags heim. Da boten sich die Eierkuchen, die immer nur mit Zimt und Zucker bestreut, nie mit Marmelade bestrichen wurden, als ausgezeichnete Lösung an, wahrscheinlich mehr zu meiner Freude als der meines Vaters, der viel lieber Keulchen aß. Die benötigten jedoch eine längere Zubereitungszeit, so dass ich ganz gute Gewinnchancen hatte.

Das Rezept kommt mit absoluten Basiszutaten aus, nichts Kompliziertes hier, auch nicht bei der Zubereitung. Trotzdem schmecken sie lecker. Manchmal ist eben doch das Einfache nicht das Schlechteste.

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Grundrezept Eierkuchen (Pfannkuchen) für 3 Personen (ca. 12 Stück)

Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl
  • 1 Pr. Salz
  • 2 große Eier (Größe L)
  • ca. 5 dl Milch
  • Butter zum Braten (1 große Messerspitze pro Eierkuchen)
  • Zimt und Zucker zum Bestreuen, Marmelade ist natürlich auch möglich

Zubereitung:

Mehl, Salz, Eier und ca. 4,5 dl der Milch in einem hohen Rührgefäß gut miteinander verschlagen. Es entsteht ein recht dünnflüssiger Teig. Seine Konsistenz sollte über die Milchmenge reguliert werden.

Den Teig ca. 10 Minuten quellen lassen.

In einer mittelgroßen Pfanne etwas Butter heiß werden lassen und eine knappe Suppenkelle voll Teig darin verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braten, bis sie eine schöne braune Färbung angenommen haben. 

Die Eierkuchen mit Zimt und Zucker bestreuen, zusammenrollen und den Samstag genießen.

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Apfelpfannkuchen mit Chèvre, Honig und Thymian

IMG_7405Also diese Pfannkuchen, was soll ich sagen! Sie sind perfekt, süß, frisch, salzig, luftig locker und angenehm würzig. Spannend und ungewöhnlich. Da wir genau für solche Kombinationen immer zu haben sind, war klar, dass wir diese Apfelpfannkuchen probieren müssten, nachdem ich sie bei Godt.no entdeckt hatte. Ergebnis? Sie lohnen sich.

Beim Kauf des Ziegenkäses (Chèvre) sollte man eine festere Sorte bevorzugen, die eine camembertähnliche Konsistenz hat. Hier im Supermarkt gibt es auch Chèvresorten, die ähnlich wie Frischkäse sind. Diese sind jedoch für diese Pfannkuchen ungeeignet. Neben der interessanten Geschmackskombination weisen die Pfannkuchen einen weiteren Vorteil auf, sie sind sehr gut in der Pfanne zu handhaben und deshalb auch für wenig erfahrene Pfannkuchenbäcker gut geeignet.

Apfelpfannkuchen mit Chèvre, Honig und Thymian für 3 Personen

Zutaten:

  • 3 dl Mehl
  • 3 dl Milch oder Kokosmilch
  • 2 kleine Eier (Größe M)
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 1,5 säuerliche Äpfel
  • etwas Butter zum Braten
  • ca. 150 g Chèvre
  • einige kleine Ästchen frischer Thymian
  • flüssiger Honig zum Beträufeln der Pfannkuchen, wir hatten Orangenblütenhonig

Zubereitung:

Zuerst Milch und Eier miteinander gut verquirlen. Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen und zum Teig hinzufügen. Alles gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.

Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch, gern mit Schale, grob raspeln. In den Teig einrühren. Der Teig sollte so dickflüssig sein, dass kleine pancakes gebacken werden können. Erscheint er dafür zu flüssig, dann noch etwas Mehl hinzufügen.

Etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Mit einem Esslöffel je 3 kleine Teigportionen nebeneinander in die Pfanne geben. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Wenn sie an der Oberfläche Bläschen werfen und etwas fest geworden sind, wenden. 

Die Pfannkuchen mit je einer Scheibe Chèvre belegen, die beim Fertigbacken leicht zerläuft.

Die fertigen Apfelpfannkuchen mit frischem Thymian bestreuen und mit flüssigem Honig beträufeln. Sofort genießen.

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Haferflocken-Beeren-Bananen Auflauf mit Walnüssen

IMG_8329Der Nebel wabert über alle Höhen, nieseliger Schneeregen fällt vom mausgrauen Himmel, das dünne Schneedeckchen auf der Laufstrecke reicht nicht, um den Schlamm von den Schuhen fernzuhalten, nein, so macht Winter keinen richtigen Spaß. Man könnte glatt einfach nur unter einer kuscheligen Decke und mit einem Buch ausgestattet auf dem Sofa sitzenbleiben. Könnte man, kann man aber nicht! Da die meisten von uns während des Arbeitstages sowieso schon viel zu viel sitzen, wir inklusive, haben wir für uns eine eiserne Regel aufgestellt – erst trainieren, dann essen. Umgedreht ist es sowieso keine gute Idee. Und wenn es danach unseren neuen Wintersüßspeisenfavoriten gibt, dann läuft man doch gleich doppelt so schnell.

Dieses Rezept beobachte ich schon eine Weile auf seinem Weg durch diverse norwegische Kochblogs. In allerlei Varianten tauchte es dort auf und begeisterte die meisten, auch die Haferflockensuppennichtmöger. Dazu muss man sagen, dass es mit einer klassischen Haferflockensuppe, die mit Wasser oder Milch gekocht wird, auch nicht viel gemeinsam hat.Dieser gebackene Haferflockenbrei ist viel spannender. Die Bananen liefern Süße, die Sommerbeeren eine angenehme frische Säure und die Walnüsse ein nussiges Röstaroma. Sehr lecker und nicht die ungesündeste Süßspeise, die man essen kann.

Schnell und einfach zubereitet ist sie außerdem, allerdings dauert es durch ihren etwas längeren Ofenaufenthalt etwas, bis sie fertig auf dem Tisch steht. In der Zeit kann man ja dann noch ein kurzes Krafttraining oder eine kleine Yogaeinheit einschieben. So, alle bereit und fertig trainiert? Dann kommt jetzt meine Variante dieses ofengebackenen Haferflockenbreis.

Haferflocken-Beeren-Bananen Auflauf mit Walnüssen für 4 Personen

Zutaten:

  • 200 g kernige Haferflocken
  • 80 g Walnüsse, grob gehackt
  • 50 g Zucker
  • 2 TL echter Vanillezucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1,5 TL Ceylon-Zimt
  • 0,5 TL Salz
  • 4,5 dl Milch
  • 30 g Butter, geschmolzen + etwas Butter zum Fetten der Auflaufform
  • 2 Eier (Größe M)
  • 2 reife Bananen
  • 300 g Beeren-Mix (frisch oder TK)
  • etwas Griechischer Joghurt zum Garnieren

Zubereitung:

Die Beeren auftauen lassen.

Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Zugabe von Fettigkeit kurz anrösten. Dabei die Nüsse regelmäßig wenden. Wenn sie anfangen zu duften, sind sie fertig und können zum Abkühlen gestellt werden.

In der gleichen Pfanne die Butter zerlassen und danach ebenfalls etwas auskühlen lassen.

In einer Schüssel alle Trockenzutaten und die Hälfte der Walnüsse miteinander vermischen.

Milch, Eier und die zerlassene Butter in einer anderen Schüssel gut miteinander verquirlen.

Eine Auflaufform mit etwas Butter fetten. Die Bananen in Scheiben schneiden und als unterste Schicht in die Form legen. Darauf ca. 2/3 der Beerenmischung verteilen. Als oberste Schicht die Haferflockenmischung in die Auflaufform geben.

Nun die Eimilch gleichmäßig über die Haferflocken gießen. Damit diese sich gut verteilt, mehrmals kurz an der Auflaufform rütteln. Die restlichen Beeren und Walnüsse auf den Auflauf legen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 190 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 45 Minuten backen, bis der Auflauf fest geworden und die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Den Auflauf zusammen mit etwas Griechischem Joghurt genießen.

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Sollte etwas übrig bleiben, kann man es im Kühlschrank bis zum nächsten Tag aufbewahren und für das Frühstück erneut kurz aufwärmen.

Advents-Pfannkuchen mit Zimt und Kefir

IMG_7758Noch jemand, der heute ein bisschen Comfort Food brauchte? Wir brauchten und hatten Lust auf schöne lockere, dicke Pfannkuchen. Wenn sie dann noch ein bisschen nach Advent und Weihnachten schmecken und man danach angenehm satt ist, ja dann sieht die Welt schon wieder viel besser aus. Energie für eine Trainingseinheit und zum Problemlösen liefern sie auch genug, damit sollte der Tag gerettet sein.

Advents-Pfannkuchen mit Zimt und Kefir für 3 Personen (7 – 8 Stück)

Zutaten:

  • 4 dl Mehl
  • 1,5 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 3 TL Ceylon-Zimt
  • 2 kleine Eier (Größe M)
  • 4 dl Kefir
  • Butter zum Braten (ca. 1 große Messerspitze pro Pfannkuchen)
  • Puderzucker und / oder säuerliche Marmelade zum Bestreichen

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Salz, Natron und Zimt in einer Rührschüssel miteinander vermischen. Eier und Kefir hinzugeben und alles zu einem glatten, eher dickflüssigen Teig verrühren. Für ca. 10 Minuten abgedeckt quellen lassen. Danach ggf. noch etwas mehr Flüssigkeit zugeben, wenn der Teig zu fest erscheint.

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In einer mittelgroßen Pfanne etwas Butter heiß werden lassen und eine knappe Suppenkelle voll Teig darin verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braten, bis sie eine schöne braune Färbung angenommen haben. Beim Braten lässt sich dieser stabile Teig sehr leicht handhaben.

Die Pfannkuchen mit Puderzucker bestäuben oder mit Marmelade oder Gelee bestreichen und genießen. Besonders geeignet ist übrigens die säuerlich frische Wintermarmelade aus Äpfeln, Grapefruits, Zitrone und Gewürzen, fanden wir. Danach gut gestärkt ans Problemlösen gehen und später das Training nicht vergessen.

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Kürbis-Apfel-Pfannkuchen

IMG_7270Na, noch jemand Kürbisfleisch vom Aushöhlen des Halloweenkürbisses übrig? Wenn ja, dann könnt ihr euch auf diese leckeren Herbst-Pfannkuchen freuen. Der Kürbis spielt bei diesen eine schöne Nebenrolle, was den Geschmack anbelangt, der Apfel drängt sich etwas mehr in der Vordergrund und liefert angenehme Frische und leichte Säuerlichkeit. Die lockeren Pfannkuchen sind dadurch sowohl pur als auch mit etwas Marmelade, vielleicht ja Apfel-Kürbis, bestrichen ein richtiger Leckerbissen. Am besten ihr probiert es aus, vielleicht morgen zum Wochenendbrunch?

Kürbis-Apfel-Pfannkuchen für 4 Personen (ca. 25 kleine Stück)

Zutaten:

  • 200 g Kürbisfleisch (geputzt gewogen)
  • 2 große säuerliche Äpfel
  • 2 Eier, getrennt
  • 250 ml Milch
  • 125 ml Kefir
  • 1/2 TL Natron + 1 TL Zitronensaft
  • 3 EL Zucker
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 1 EL Butter, zerlassen
  • ca. 350 ml Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • Butter zum Braten der Pfannkuchen
  • Marmelade oder Honig zum Servieren

Zubereitung:

Den Kürbis putzen, das Kürbisfleisch entweder reiben oder mit einem Mixer zu kleinen Schnitzen zerteilen.

Eier trennen, das Eiweiß in einer sauberen Schüssel zunächst zur Seite stellen.

Eigelbe mit Milch und Kefir verschlagen. Natron in Zitronensaft auflösen und zur Milchmischung geben.

Zitrone gut waschen, Zitronenschale abreiben. Die Butter zerlassen, jedoch nicht bräunen.

Zucker, zerlassene Butter, Zitronenschale und den Kürbis nun mit der Milchmischung verrühren.

Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach in den Teig einrühren. Je nach Saftigkeit des Kürbisses kann die Mehlmenge etwas variieren. Es sollte ein recht dickflüssiger Teig entstehen, da kleine Pfannkuchen gebacken werden sollen.

Den Teig abgedeckt für 30 Minuten quellen lassen. Nun die Eiweiße mit 1 Pr. Salz zu Eischnee schlagen. Diesen vorsichtig unter den Teig heben. Dadurch werden die Pfannkuchen schön locker.

Die zwei Äpfel waschen, aufschneiden, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in dünne Scheiben (ca. 5 mm) schneiden. IMG_7265

Wenig Butter in einer Pfanne erhitzen. Mit einem großen Esslöffel bzw. einer kleinen Saucenkelle den Teig für 3 bis 4 Pfannkuchen je Pfanne einfüllen. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze braten, bis sie von der Unterseite goldbraun geworden sind. Kurz vor dem Wenden jeden Pfannkuchen mit je 2 Apfelscheiben belegen und diese leicht andrücken. Danach von der anderen Seite fertigbraten.

Die Kürbis-Apfel-Pfannkuchen warm mit etwas Marmelade bestrichen oder pur genießen.

Happy Halloween!

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Mehlspeisen – unsere 3 Favoriten

Melanie vom blog kleine Chaosküche hat zu einem Blogevent aufgerufen. Es geht um unsere beste Mehlspeise. Da möchte sich der scheckenlaks nicht lumpen lassen, denn auch in Sachsen gibt es sie, die Mehlspeisen. Deshalb habe ich gleich im Archiv gefahndet und festgestellt, dass ich unmöglich nur eine Mehlspeise nominieren kann. Drei sind nämlich unsere derzeitigen Favoriten.

Los geht es mit hauchdünnen, zarten Crêpes, die mit Heidelbeeren gefüllt werden:

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Als nächstes hätten wir fluffig, lockere Hefeklöße mit Holunderbeer-Apfel-Sauce zu bieten:

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und zum Schluss gibt es noch etwas Sächsisches – die Buttermilchplinsen:

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Vielleicht findet ihr darunter ja auch einen neuen Favoriten.

Karamellisierte Äpfel auf Milchreis

IMG_2815Wer etwas Abwechslung zum ganz klassischen Milchreis mit Zimt, Zucker und zerlassener Butter sucht, sollte ihn mit karamellisierten Äpfeln probieren. Die Äpfel fügen eine angenehm frische und süß-säuerliche Note hinzu. Einfach perfekt für alle Süßschlecks unter uns. Und ja, wir bekennen uns dazu, einmal pro Woche kommt bei uns eine Süßspeise auf den Tisch, meist kombiniert mit einer kleinen Gemüsesuppe oder einem grünen Salat, damit es nicht so einseitig wird. Wer allerdings gerade an Gewicht verlieren möchte, der sollte jetzt besser wegschauen und auf diese kohlehydratreichen Essen und natürlich den Zucker verzichten. Für alle anderen kommt hier das Rezept.

Karamellisierte Äpfel auf Milchreis für 3 Personen als Hauptmahlzeit

Zutaten:

  • 450 g säuerliche, feste Äpfel (geputzt gewogen)
  • 50 g brauner Zucker
  • 40 g Butter
  • etwas Zimt
  • 250 g Milchreis
  • ca. 1,1 l Milch
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Für die Herstellung von karamellisierten Äpfeln sind säuerliche Exemplare mit festem Fruchtfleisch besonders gut geeignet. Die Äpfel waschen, vierteln und ggf. schälen. Dabei das Kerngehäuse entfernen. Die Äpfel nun in nicht zu dünne Spalten schneiden.

Die Butter in einer Pfanne zerlassen, den braunen Zucker einstreuen und so lange erhitzen, bis sich der Zucker verflüssigt hat. Die Apfelspalten dazugeben und mit etwas Zimt bestreuen. Die Äpfel unter vorsichtigem Wenden bei mittlerer Hitze so lange braten lassen, bis sie karamellbraun und weich geworden sind. Die Äpfel geben dabei einigen Saft ab, dieser sollte am Ende weitgehend eingekocht sein. Insgesamt dauert das Karamellisieren ca. 15 Minuten.

Für den Milchreis ca. 1 l Milch in einem großen Topf zum Kochen bringen, 1 Pr. Salz und den Milchreis hineingeben. Nun bei geringer Hitze den Reis unter häufigem Rühren ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis er weich ist (Garzeit siehe Milchreispackung). Gegen Ende der Kochzeit ggf. noch etwas mehr Milch hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Den Milchreis auf Teller verteilen und mit den karamellisierten Äpfeln anrichten. 

Die karamellisierten Äpfel passen sicher auch sehr gut als Dessert zu Eis oder auf Waffeln.

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Crêpes mit Blaubeeren

IMG_6471Luxus: hauchdünne, zarte Crêpes mit schneller aromatischer Blaubeermarmelade, muss ich mehr sagen außer “namm”?

Endlich sind unsere alten großen Heidelbeersträucher im Garten soweit, dass sie reife Beeren produzieren. Die haben nämlich noch richtig viel Aroma und stehen den Waldheidelbeeren nur geringfügig nach. Daraus haben wir eine schnelle Marmelade hergestellt und auf die zart luftigen Crêpes gestrichen und einen neuen Favoriten in unserem Pfann-, Eierkuchenrepertoire  gefunden.

Crêpes mit Blaubeeren für 3 Personen (ca. 15 Stück)

Zutaten:

  • 250 g Weizenmehl (405)
  • 3 Eier
  • 3 gestr. EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ca. 5 dl Milch
  • ca. 1 EL Butter zum Braten
  • 300 g Heidelbeeren
  • ca. 30 g Zucker
  • einige Johannis- oder Himbeeren zur Garnierung

Zubereitung:

Als erstes Eier und Zucker zu einer luftigen Masse verschlagen. Nun die Hälfte der Milch einrühren. Danach das Mehl und den Vanillezucker hinzufügen und alles gut verrühren, bis man einen dicken, klümpchenfreien Teig erhalten hat.

Den Rest der Milch hinzugeben, verrühren und den nun eher flüssigen Teig abgedeckt für ca. 30 Minuten quellen lassen. Auch nach dem Quellen sollte der Teig eher dünnflüssig sein, damit er gut in der Pfanne verläuft. Erscheint er zu dick, dann noch etwas mehr Milch zufügen.

Ca. 1/3 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und den Teig mit einer kleineren Schöpfkelle einfüllen. Durch Schwenken der Pfanne, den Teig gleichmäßig und dünn verteilen.

Sobald der Crepe auf der Oberseite gestockt ist, ihn mit einem Pfannenwender wenden und von der anderen Seite ebenfalls goldgelb backen.

Mit dem weiteren Teig ebenso verfahren, nach ca. jedem 5. Crêpe erneut Butter in die Pfanne geben, damit beim Wenden nichts festklebt.

Damit die Crêpes warm bleiben, kann man die bereits fertigen Exemplare bei ca. 70 °C in den Backofen stellen.

Für die schnelle Heidelbeermarmelade kann man frische oder tiefgekühlte (vor der Verwendung auftauen lassen) Beeren verwenden. Mehrere Blaubeeren zwecks Deko zur Seite legen. Die restlichen Beeren mit einer Gabel zerdrücken und den Zucker untermischen. Die Zuckermenge richtet sich nach der Süße der Heidelbeeren, deshalb füge ich zunächst nur wenig Zucker zu und schmecke dann ab.

Die Crêpes mit der Blaubeermarmelade bestreichen, wer möchte kann auch einige Beeren mit einfügen und dann entweder zusammenrollen oder -falten. Mit einigen Beeren dekorieren und warm genießen.

Hefeklöße mit Vanillesauce und Johannisbeeren

IMG_6427Leuchtend rote Johannisbeeren, jetzt sind sie bei uns hier auch richtig reif geworden und haben das Maximum ihrer Süße erreicht. Da das jedoch immer noch eine ganze Menge Säure bedeutet, ist es eine gute Idee, wenn man die Beeren mit etwas Süßem und Milderndem verbinden kann. Daher habe ich sie gestern mit einer Vanillesauce zu Hefeklößen kombiniert. Der Kontrast zwischen der Süße der Vanillesauce und der frischen Säure der Johannisbeeren führt zu einem spannenden Geschmackserlebnis. Farbenfroh sieht es auch noch aus, schön.

Einziger Nachteil ist, dass das Herstellen der Hefeklöße erfordert, dass man ca. 2,5 Stunden vor dem Essen zu Hause ist. Das klappt jedoch nicht immer, so dass wir auf die Fluffigkeit selbst hergestellter Hefeklöße in diesem Fall verzichten mussten und auf Industrieware zurückgegriffen haben. Das geht natürlich auch, wenn es notwendig ist. Wer die Klöße gern selbst herstellen möchte, der findet hier auf dem scheckenlaks ein Rezept.

Hefeklöße mit Vanillesauce und roten Johannisbeeren für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 dl Schlagsahne
  • 3 dl Milch
  • 6 Eigelb
  • 1 Vanilleschote
  • ca. 60 g Zucker (abschmecken)
  • 400 g rote Johannisbeeren
  • ca. 20 g Zucker

Zubereitung:

Die Hefeklöße entweder selbst nach diesem Rezept herstellen oder entsprechend der Packungsanweisung zubereiten. Unsere sollten 10 Minuten über Wasserdampf garen. Dazu haben wir Wasser in einem breiten Topf erhitzt, ein Tuch fest darüber gespannt, die Hefeklöße nebeneinander auf das Tuch gelegt und alles erneut mit einem Tuch abgedeckt.

Die Johannisbeeren waschen, entrispeln und mit dem Zucker mischen. Alles leicht zerdrücken und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Danach abschmecken, dabei jedoch bedenken, dass die Vanillesauce auch ordentlich Süße mitbringt.

Für die Vanillesauce zunächst die Eier trennen, es wird nur das Eigelb benötigt. Das Eiweiß kann man z. B. für eine Pavlova verwenden, dann hat man auch gleich einen Sonntagskuchen.

Schlagsahne und Milch in einem Topf mit dickem Boden vermischen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und in die Sahne-Milch-Mischung geben.

Danach die Eigelbe mit dem Zucker und etwas der Sahne-Milch-Mischung in einer Schüssel verquirlen.

Nun die Sahne-Milch-Mischung aufkochen, kurz abkühlen lassen, so dass sie nicht mehr kocht und unter ständigem Rühren mit einem dünnen Strahl in die Eigelb-Zucker-Mischung gießen.

Die Sauce danach zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sie leicht eindickt. Sie darf dabei nicht kochen, sonst erhält man Rührei. Während des Erwärmens ständig, besonders auf dem Topfboden, rühren, damit sich keine Eiklümpchen bilden.

Die Sauce abschmecken.

Die Vanillesauce auf Teller verteilen, je einen Hefekloß darauf setzen und mit einigen Löffeln Johannisbeeren garnieren. Den Sommer genießen.