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Ingwerquinoa mit ofengebackenem Gemüse

img_2909Ofengebackenes Gemüse könnte ich fünfmal pro Woche essen, wirklich. Besonders Wurzelgemüse entwickelt einen so guten Geschmack, wenn man ihm etwas Salz, Olivenöl und Zeit im Backofen gönnt. Als Neuerung dabei war dieses Mal auch Rosenkohl, der überraschenderweise einen leicht nussigen Geschmack bekommt.Das ganze haben wir mit Ingwerquinoa kombiniert, was für etwas Schärfe und ordentlich Wärme sorgt.

Ein weiterer Vorteil dieses Essens ist ganz klar, dass man Gemüsereste aus “allen” Ecken und Enden der Küche, des Kühlschranks oder des Kellers zusammenkramen und vor dem Verschimmeln retten kann. Welches Gemüse ihr nehmt, ist also nicht so wichtig.

Ingwerquinoa mit ofengebackenem Gemüse für 3 Personen

Zutaten:

  • 1,75 dl Quinoa
  • 3,4 dl mild würzige Gemüsebrühe
  • 1 – 1,5 EL sehr fein gehackter frischer Ingwer
  • 2 TL Olivenöl
  • evtl. etwas Salz
  • 1 große rote Paprikaschote
  • 3 – 4 Möhren (lila Möhren bleiben dabei so schön zweifarbig)
  • ca. 15 Rosenkohlröschen
  • 1 Stück Sellerieknolle (bei uns war es ein Rest, vielleicht 100 g)
  • 2 Pastinaken oder Petersilienwurzeln
  • 2 kleine Rote Bete
  • 2 große Zwiebeln
  • 4 – 6 Knoblauchzehen
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrockneter oder frischer Thymian
  • getrockneter oder frischer Rosmarin

Zubereitung:

Das aufwändigste beim Herstellen von Ofengemüse ist immer das Gemüseschnippeln. Alles andere macht sich eigentlich von selbst.

Wurzelgemüse, Zwiebel und Knoblauch schälen. Wurzeln und Paprika in Scheiben bzw. Stücke schneiden. Knoblauch kann bei uns gern ganz bleiben. Zwiebel in größere Stücke schneiden. Den Rosenkohl schälen und am Stielende über kreuz einschneiden.

Ein Blech mit etwas Olivenöl dünn einfetten. Das Gemüse mit dem restlichen Öl in einer Schüssel vermengen und danach gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Alles mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen. Da das Wurzelgemüse beim Backen viel Eigengeschmack entfaltet, benötigt man nur wenig Gewürz.

Das Blech nun im vorgeheizten Backofen bei 225 °C auf der mittleren Schiene mit Ober- und Unterhitze für 30 – 40 Minuten backen. Die Backzeit wird umso länger, je größer die einzelnen Gemüsestücke sind.

Währenddessen Quinoa unter warmem fließendem Wasser gut waschen, danach abtropfen lassen. Den Ingwer schälen und sehr fein hacken.

Das Öl in einem Topf erhitzen und darin den Ingwer leicht anbraten, bis er anfängt zu duften. Den Quinoa hinzüfügen und kurz mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe hinzugießen, aufkochen und alles für 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Nun den Deckel abnehmen und den Quinoa mit einer Gabel auflockern. Er sollte während des Kochens die gesamte Gemüsebrühe aufgesaugt haben.

Quinoa mit dem gebackenen Gemüse vermischen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.

Wir hatten einen Sesam- bzw.  Tahinidipp dazu genommen, was uns jedoch nicht so gut gefallen hat. Er war zu nussig intensiv. Das nächste Mal würde ich eher auf einen fruchtig frischen Dipp wie diesen mit Mangochutney setzen.

Gesunder Brei: Quinoa, Hirse, Buchweizen mit Apfel und Gojibeeren

img_2884Schon lange sind wir auf der Suche nach gesunden Süßspeisen bzw. einem richtig guten “grøt” (Brei). Die Dänen und Norweger haben uns da einiges voraus mit Kopenhagens “Grødbar” , verschiedenen trockenen Fertigmischungen sowie vielerlei Rezepten. Nach einigem experimentieren mit u. a. Amaranth, der nicht unser Freund geworden ist, haben wir jetzt endlich auch unseren ultimativen “Gesundheitsbrei” gefunden.

Er schmeckt angenehm nussig, sättigt aufgrund seiner langsam verdaulichen Kohlehydrate lange, ist glutenfrei, enthält einen Teil Protein, viele Mineralstoffe und geht zusätzlich auch noch unseren Apfelvorräten an den Kragen. Die geriebenen Äpfel steuern eine leichte Säuerlichkeit, Frische und Vitamine bei. Die Gojibeeren mussten einfach mit aufs Foto, sind sie doch zurzeit einer der Superfoodstars. Wer keine hat, nimmt Rosinen, hier geht es eigentlich mehr darum, dem Brei etwas Zucker zukommen zu lassen.

Wir haben den Gesundheitsbrei an unserem Süßspeisentag als richtige Mahlzeit gegessen, als Frühstück eignet er sich ebenso gut, vorausgesetzt man hat genug Zeit dafür.

Gesunder Brei: Quinoa, Hirse, Buchweizen mit Apfel und Gojibeeren für 4 Personen

Zutaten:

  • 1,5 dl Quinoa
  • 1,5 dl Hirse
  • 1,5 dl Buchweizen, ganz
  • 3 EL gehackte Mandeln
  • 3 EL gequetschter bzw. geschroteter Leinsamen
  • 2 Pr. Salz
  • 8 dl Wasser
  • ca. 4 dl Milch (alternativ Wasser)
  • ca. 1 TL Zimt
  • 3 mittelgroße Äpfel, gerieben
  • 1 Apfel in Scheiben
  • 4 EL Gojibeeren (alternativ Rosinen)
  • evtl. etwas Zimt und Zucker oder Honig

Zubereitung:

Am Abend vorher Quinoa, Buchweizen und Hirse mischen und mit kochendem Wasser übergießen. Etwa eine Minute ziehen lassen, danach in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser nochmals abspülen. Diese Prozedur entfernt einen Teil der im Quinoa enthaltenen Saponine (Bitterstoffe) sowie Gerbstoffe, die auch in Hirse und Buchweizen zu finden sind. Dadurch wird der Brei milder und ist für unseren Körper besser verdaulich.

Nun Mandeln, Leinsamen und Salz dazugeben und die Mischung mit 8 dl kochendem Wasser in einem Topf übergießen. Abdecken und über Nacht quellen lassen. Diese Prozedur verkürzt die Kochzeit am nächsten Tag.

Am “Kochtag” den Brei mit zunächst 3 dl Milch und dem Zimt zum Kochen bringen und für 15 – 20 Minuten köcheln lassen. Evtl. mehr Milch hinzufügen, je nachdem, welche Konsistenz ihr bevorzugt.

3 Äpfel grob reiben, den vierten in Scheiben schneiden.

Kurz nach Ende der Kochzeit die geriebenen Äpfel in den Brei einrühren. Sie sollen jedoch nicht mit gekocht werden.

Den Brei mit den Apfelscheiben belegen, Gojibeeren darüber streuen und mit etwas flüssigem Honig oder Zimt und Zucker versehen. Den Herbst gesund genießen.

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Gratinierte Cannelloni mit Zucchini Ricotta Füllung in Tomatensauce

img_2473Bei so viel Regenwetter ist Wochenendwohlfühlessen angesagt. Dafür braucht man etwas länger in der Küche, aber das macht ja nix, wenn Garten und Laufstrecke pudelnass sind. Da ich keinen Spinat vorrätig hatte, habe ich ihn in diesem klassischen italienischen Gericht kurzerhand durch Zucchini ersetzt. Das klappt ganz wunderbar und ergibt ein oberleckeres vegetarisches Wochenendessen.

(Hier auf dem Dorf war es übrigens nicht ganz so einfach an ungefüllte Cannelloni heranzukommen, ich bin letztendlich bei edeka fündig geworden.)

Gratinierte Cannelloni mit Zucchini Ricotta Füllung in Tomatensauce für 3 Personen

Zutaten Tomatensauce:

  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g Zucchini
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • Salz
  • Pfeffer
  • getrocknete Oregano
  • 1 – 2 TL Zucker

Zutaten Füllung:

  • 300 g Zucchini
  • 250 g Ricotta
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1 Ei
  • abgeriebene Schale von 1 kleinen Bio-Zitrone
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

Zutaten Cannelloni und Zubehör:

  • ca. 150 g Cannelloni (12 Stück)
  • 2 Bio-Mozzarella (150 – 200 g)
  • frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Die Zucchini waschen, putzen und relativ fein reiben. 300 g der Zucchini in ein Sieb geben, salzen und für ca. 10 Minuten abtropfen lassen.

Für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauch glasig anbraten. Die Tomaten und die Zucchini zugeben, würzen und für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Danach abschmecken.

Währenddessen die Füllung zubereiten. Die Zucchinischnitzel aus dem Sieb nehmen und ggf. noch etwas mit den Händen auspressen. Die Bio-Zitrone gut waschen und die Schale (nur das Gelbe) dünn abraspeln. Alle Zutaten für die Füllung miteinander verrühren und würzig abschmecken.

img_2467Die Füllung in einen Spritzbeutel oder eine Plastiktüte geben. Ein Loch in die gefüllte Tüte schneiden und jedes Cannellonirohr füllen. Das geht einfacher als man vermuten würde.

Nun etwa 1/3 der Tomatensauce in eine Auflaufform geben. Darauf die Cannelloni legen. Die restliche Sauce darüber schütten. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und auf den Cannelloni verteilen.

img_2469Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 30 Minuten backen, bis die Nudeln weich und der Mozzarella leicht gebräunt ist.

Vor dem Servieren mit frischen Basilikumblättern garnieren.

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Zucchini-Brokkoli Bratlinge mit Avocado und Joghurtdipp

IMG_2267Direkt nach unserer Urlaubsrückkehr machten wir eine Entdeckung beim ersten Gartenrundgang. Vor unserer Abreise hatten wir offenbar eine Zucchini übersehen, die während der Ferien munter weitergewachsen war und sich zu einem Riesenexemplar entwickelt hatte. Die Waage zeigte stolze 2,8 Kilo!!! Hilfe!!! Es gab daher sogleich reichlich Zucchini zu essen. Einen Teil haben wir zu Suppe verarbeitet, einen anderen süßsauer eingelegt (Rezept kommt demnächst) und den Rest in dieses Rezept gesteckt. 

Besonders nach dem Urlaub, bei dem wir die leichte Tendenz haben, etwas ungesünder zu essen, ist eine Extraportion Grüngemüse keine schlechte Idee. Diese Gemüsebouletten sind nicht nur so gesund wie sie aussehen, sondern schmecken auch noch richtig gut. In der Pfanne sind sie beim Braten einfach zu handhaben, da der Teig stabil zusammenhält. Mit einem Joghurtdipp und einigen Avocadoscheiben ergeben sie ein nicht zu schweres vegetarisches Mittagessen.

Zucchini-Brokkoli Bratlinge mit Avocado und Joghurtdipp für 3 Personen (ca. 8 Stück)

Zutaten:

  • 1 große grüne Zucchini (oder ein Stück davon), ca. 350 – 400 g
  • 1/2 Brokkoli, ca. 200 g
  • 1/2 rote, große Paprika
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 große Knoblauchzehe
  • ca. 1 EL gehackte, frische Petersilie
  • 2 große Eier (Größe L)
  • 4 EL Hafermehl (gemahlene Haferflocken)
  • evtl. 1 – 2 EL Kartoffelmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • gemahlener Koriander
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 große Avocado
  • Salz
  • Pfeffer
  • Saft von 1/2 – 1 Limette

Zubereitung:

Das Gemüse waschen, putzen und grob zerkleinern. Nun entweder alles auf einem Reibeisen grob raspeln oder mit mit einem Mixer / Gemüsezerkleinerer grob hacken. Über die Mischung etwas Salz streuen, verrühren und ca. 20 Minuten in einem Sieb durchziehen lassen.

Währenddessen Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen und ebenfalls kleinschneiden. Die Haferflocken ebenfalls im Mixer zu Mehl zerkleinern.

Die Zucchini-Gemüsemischung nach der Durchziehzeit gut ausdrücken, damit nicht so viel Mehl zum Binden der Flüssigkeit benötigt wird. Das dabei entstandene Gemüsewasser kann man pur trinken, wenn man das möchte und nicht zu viel Salz verwendet hat.

Danach Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Eier zu der Zucchini-Gemüsemischung geben, zum Schluss die Mehle unterrühren und alles mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzig abschmecken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Bratlinge von jeder Seite bei mittlerer Hitze goldbraun braten (ca. 3 Minuten pro Seite). Ein gut gehäufter Esslöffel Rohmasse entspricht dabei ungefähr einer Boulette. Am einfachsten lassen diese sich mit den Händen formen, am besten zu braten sind sie, wenn man sie etwas flach drückt.

Lassen sich die ersten Bratlinge nicht gut wenden, enthält der Teig wahrscheinlich zu viel ungebundene Flüssigkeit. In diesem Fall etwas mehr Kartoffelmehl hinzufügen, bis sich die Bouletten gut handhaben lassen.

Die Avocado schälen, halbieren, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden. Mit Limettensaft beträufeln sowie mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Zucchinibratlinge zusammen mit der Avocado sowie einem Dipp auf Joghurtbasis genießen.

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Kokospfannkuchen mit Vollkornmehl und Heidelbeeren

IMG_2384Es ist wohl kein Geheimnis, dass wir Pfannkuchenliebhaber sind. Neue Varianten, sehr gern auch welche mit gesünderen Zutaten (Vollkornmehl statt Kuchenmehl), sind bei uns immer Willkommen. Im heutigen Rezept habe ich zudem Kokosmilch und Kokosöl verwendet, was den Pfannkuchen eine neue, jedoch nicht zu intensive Geschmacksnote verleiht. Die Pfannkuchen sind relativ dick, eher wie Plinsen, dabei schön fluffig und locker. Beim Wenden sollte man allerdings etwas Vorsicht walten lassen, da sie nicht ganz so stabil sind wie herkömmliche Eierkuchen.

Besonders gut schmecken sie mit frisch zu einer Schnellmarmelade zusammengerührten Heidelbeeren. Der große Vorteil dieser Marmelade besteht darin, dass sie nicht gekocht wird. Dadurch bleiben alle Vitamine der blauen Beeren erhalten und man ist zudem auch noch schneller mit der Herstellung fertig. Außerdem benötigt man so deutlich weniger Zucker. Das geht natürlich auf Kosten der Haltbarkeit, man sollte sie also zügig aufessen, am besten auf den Pfannkuchen.

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Kokospfannkuchen mit Vollkornmehl und Heidelbeeren für 3 Personen (10 Stück)

Zutaten:

  • 5 dl Weizenvollkornmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 3 große Eier
  • ca. 6 dl Kokosmilch
  • 50 g Kokosöl
  • 2 EL Ahornsirup oder Honig
  • Butter oder Kokosöl zum Braten (1 Msp. oder 1/2 TL je Pfannkuchen)
  • ca. 300 g Heidelbeeren
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Pr. Sternanispulver (wenn vorhanden)
  • 1 EL Limettensaft
  • (bei uns sind noch ein paar fermentierte Rosinen aus dem Wasserkefiransatz mit enthalten, die sind jedoch nicht notwendig)

Zubereitung:

Mehl mit Salz und Backpulver mischen.

Das Kokosöl ggf. schmelzen, falls es aufgrund der Temperaturen nicht sowieso schon flüssig ist.

Eier mit Kokosmilch, Kokosöl und Ahornsirup verschlagen. In die Mehlmischung gießen und unterrühren bis ein klümpchenfreier Teig entstanden ist.

Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten quellen lassen. Der Teig sollte eine recht dickflüssige Konsistenz aufweisen. Erscheint er jedoch zu fest, noch etwas mehr Flüssigkeit unterrühren.

In einer mittelgroßen Pfanne etwas Butter oder Kokosöl heiß werden lassen und eine Suppenkelle voll Teig darin verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braten, bis sie eine schöne braune Färbung angenommen haben. Beim Wenden vorsichtig vorgehen, sie sind nicht ganz so robust wie herkömmliche Eierkuchen.

Für die Heidelbeermarmelade kann man frische oder tiefgekühlte (vor der Verwendung auftauen lassen) Beeren verwenden. Die Beeren zusammen mit dem Limettensaft, Vanillezucker und Sternanis kurz pürieren, bis man eine etwas stückige Masse erhalten hat.

Abschmecken und ggf. noch etwas mehr Sternanispulver hinzufügen. Die Sauce soll nicht direkt nach Sternanis schmecken, sondern nur eine interessante Note erhalten.

Die Pfannkuchen mit der Heidelbeermarmelade bestreichen und genießen.

Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse

IMG_2377Keine Lust auf mehr oder weniger sommerwärmegeschädigte belegte Schnitten für unterwegs? Keine Lust darauf, überteuerte und meist vollständig ungesunde Snacks von der Frittenbude oder ähnlichen Essensanbietern zu kaufen? Dann sind diese Mini-Frittatas vielleicht etwas für euch. Man könnte sie übrigens auch als herzhafte Eiermuffins bezeichnen.

Sie enthalten neben besagten Eiern weitere gesunde und nährstoffliefernde Zutaten. Sie schmecken ausgezeichnet und haben genug Transportstabilität für die Brotbüchse. Kombiniert mit etwas frischem Gemüse und / oder Obst ist der Ausflug oder der Schultag schwuppdiwupp mit einer spannenden Alternative zum klassischen Brot essenstechnisch abgedeckt.

Mini-Frittata mit Spinat und Cottage Cheese: gut für die Brotbüchse (8 Stück)

Zutaten:

  • 5 große Eier (Größe L)
  • 100 g TK-Spinat oder frischer Babyspinat
  • 200 g Cottage Cheese (körniger Frischkäse)
  • 2 – 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
  • ca. 1 EL gehackte Petersilie
  • ca. 1 EL gehackter Dill

Zubereitung:

Zuerst den frischen Spinat waschen und verlesen. Danach mit heißem Wasser überschütten, abtropfen lassen und ausdrücken, damit nicht die gesamte Flüssigkeit in den Muffins landet. Grob hacken.

TK-Spinat vollständig auftauen lassen und mit den Händen etwas ausdrücken, damit etwas Flüssigkeit entfernt wird.

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Röllchen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.

In einer Schüssel alle Zutaten miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Mischung abschmecken.

Ein Muffinblech mit 8 Papiertüllen auslegen und den Teig darin gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 20 – 25 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie beim vorsichtigen Wackeln am Blech auch in der Mitte eine feste Oberfläche aufweisen.

Die Mini-Frittatas auskühlen lassen und im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose bis zum Verzehr bzw. zur Mitnahme in der Brotbüchse aufbewahren.

Spannender Quinoasalat mit Heidelbeeren, Rosinen und Minze

IMG_2390Der halbe Sommer ist rum und damit ist es Zeit für einen neuen, interessanten Grillsalat, den es diesen Sommer so noch nicht gegeben hat. Es soll schließlich keine Langeweile aufkommen. Pünktlich zum Beginn der Heidelbeersaison kommt dieser herrlich frische, durch und durch gesunde Salat mit seiner Aromenvielfalt genau Recht. Die Rosinen verleihen unaufdringliche Süße, die Heidelbeeren sorgen zusammen mit der Minze für fruchtige Frische, Quinoa, Mandeln und Pinienkerne stehen für nussigen Geschmack, während die Frühlingszwiebeln Würze verleihen.

“Richtig gut”, so lautete der Kommentar in meiner Familie und “eigentlich benötigt man dann gar kein Grillgut mehr, wenn es so einen Salat gibt”, wobei diese Aussage vom Mann des Hauses nicht bestätigt wurde. Na dann, genießt mal die zweite Hälfte der Grillsaison.

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Spannender Quinoasalat mit Heidelbeeren, Rosinen und Minze für 4 Personen

Zutaten:

  • 2,3 dl Quinoa (wir: Tricolor, weißer ist genauso gut)
  • 4,5 dl mild würzige Gemüsebrühe
  • 1,5 dl Pinienkerne und gehackte Mandeln (mischt nach euren Vorlieben)
  • 1 Gurke
  • 10 – 12 Cherrytomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ca. 1/2 Handvoll frische Minze
  • 1 dl Rosinen
  • 200 g Heidelbeeren
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft von 1 Limette (bei unsaftigen Limetten etwas mehr)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Quinoa unter warmem fließendem Wasser gut waschen, danach abtropfen lassen.

Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen. Quinoa hinzufügen, aufkochen und für 15 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Nun den Deckel abnehmen, mit einer Gabel den Quinoa auflockern und auskühlen lassen. Er sollte während des Kochens die gesamte Gemüsebrühe aufgesaugt haben.

Während der Quinoa köchelt, kann man die restlichen Zutaten zubereiten. Zuerst Mandeln und Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten. Dabei häufig umrühren, damit nichts anbrennt. Sie sind fertig, wenn sie anfangen zu duften und eine hellbraune Farbe angenommen haben. Abkühlen lassen.

Das Gemüse waschen und putzen. Die Gurke längs vierteln und danach in Stücke schneiden. Die Cherrytomaten halbieren, die Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden.

Die Minzblätter von den Stielen zupfen, waschen und hacken.

Rosinen und Heidelbeeren waschen und ggf. verlesen.

Nun in einer großen Schüssel alle Zutaten mit Ausnahme der Mandeln und Pinienkerne mit dem abgekühlten Quinoa vermischen. Für das Dressing Limettensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer verquirlen und über den Salat schütten. Wenn möglich den Salat für mehrere Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen. Mandeln und Pinienkerne erst kurz vor dem Servieren untermischen, damit sie nicht so aufweichen.

Kurz vor dem Essen den Salat nochmals abschmecken. Er passt besonders gut zu Fisch, aber auch zu Bratwürsten oder Steaks.

“Geröstete” Auberginensuppe

IMG_2264Geröstete Suppe? Ehe ihr jetzt denkt, dass bei mir die Sommerhitze einen kleinen Schaden angerichtet hat, kläre ich lieber gleich auf. Die Suppe ist gekocht, natürlich, aber die Auberginen werden geröstet, bevor sie die Suppe bereichern dürfen.

Im Laufe der Zeit haben wir ja aus allen möglichen Gemüsesorten und -kombinationen schon Suppe gekocht, aber mit Auberginen? Auf diese Idee waren wir bisher noch nicht gekommen. Nun lungerten allerdings zwei Exemplare bei uns im Gemüsefach herum, die plötzlich in keinem Essen mehr unterkommen wollten. Es blieb also nur die wöchentliche Suppe. Zugegebenermaßen in Bezug auf Auberginen bin ich nicht sonderlich kreativ, so dass ich mir Inspiration bei einem türkisch-norwegischen Kochblog holte.

Etwas skeptisch war ich schon, wie die Aubergine als Hauptgemüse in der Suppe schmecken würde. Sie weiß jedoch zu überraschen und zu überzeugen. Sie schmeckt interessant, ein bisschen nach Pilzsuppe, aromatisch und wirklich gut. Dafür ist natürlich das Anrösten im Herd ein entscheidener Faktor.

Neben den Auberginen hatte ich auch noch ein Stück Blumenkohl im Gemüsefach aufgegriffen, aus diesem habe ich eine Art “Blumenkohlreis” hergestellt, den ich in Paprikabutter angebraten hatte. Das hat uns allerdings nicht so gut gefallen, der würzige Paprikageschmack war einfach zu stark für die delikate Suppe. Das würden wir also nicht wieder kombinieren.

“Geröstete” Auberginensuppe für 3 Personen

Zutaten:

  • 2 große Auberginen (ca. 600 g)
  • ca. 30 ml + 1,5 EL Olivenöl
  • ca. 10 Cherrytomaten
  • 1 mittlere gelbe Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3/4 – 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/4 Zitrone)
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver, edelsüß
  • frische Kräuter (Minze, Zitronenmelisse, Koriander, Schnittlauch)

Zubereitung:

Die Auberginen waschen, putzen und in dicke (ca. 1 cm) Scheiben schneiden. Die Scheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit ca. 30 ml Olivenöl einpinseln. Salzen und pfeffern.

Die Scheiben nun im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 35 – 40 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie weich und gebräunt sind.

Die Cherrytomaten waschen und halbieren. Die Hälften in den letzten 10 Minuten der Backzeit zu den Auberginen legen und leicht mit anrösten.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und hacken.

1,5 EL Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Darin die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig anbraten, nicht bräunen. Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriander hinzufügen und unter Rühren für ca. 1 Minute mit braten. Danach die Gemüsebrühe hinzugießen und alles einmal aufkochen.

Wenn die Auberginen und Tomaten fertig gebacken sind, einige Scheiben vierteln und zusammen mit 6 Tomatenhälften zur Seite legen. Sie dienen später als Suppeneinlage.

Das restliche Gemüse kommt sofort in die Suppe, die mit einem Stabmixer püriert wird. Die Sahne hinzugeben und alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Zitronensaft würzen. Abschmecken.

Die Suppe zusammen mit dem zur Seite gelegten Gemüse sowie den frischen, gehackten Kräutern bestreut genießen und sich hoffentlich positiv vom Geschmack überraschen lassen.

Kanarische Salzkartoffeln (Schnellvariante)

IMG_2289Kanaren = Sonne, Meer, Palmen, Strand, kurvige Straßen, Gebirge und Papas arrugadas, kleine kanarische Pellkartoffeln mit Salzkruste. Diese findet man, glaube ich, in jedem Restaurant bzw. jeder Kneipe. Wir begegneten ihnen mehrmals während unseres Urlaubs und waren begeistert.

Jetzt sollten sie auch auf den heimischen Tisch kommen als Beilage zu einem spanischen Fischgericht. Da ich nicht so viel Zeit in der Küche aufwenden wollte, habe ich mich in der Zubereitung der Kartoffeln für eine Schnellvariante entschieden, bei der nicht gewartet wird, bis das Kochwasser vollständig verdampft ist. Stattdessen wird ein Teil des Wasser nach Ende der Garzeit abgeschüttet, wodurch man natürlich mehr Salz bei der Herstellung benötigt. Es bleibt ja nur ein Teil an den Kartoffeln hängen. Trotz der zunächst wahnsinnig hoch erscheinenden Salzmenge schmecken die Kartoffeln angenehm und nur leicht salzig. Perfekt, fanden wir.

Leider traf das nicht so richtig auf die spanische Fischpfanne mit Tomaten und Paprika zu, die keine Begeisterungsstürme in der Familie auslöste. Schade eigentlich, aber so dürfen wenigstens die “Papas” die ihnen zustehende Hauptrolle spielen.

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Kanarische Salzkartoffeln (Schnellvariante) für 3 Personen als Beilage

Zutaten:

  • ca. 550 g kleine, festkochende Kartoffeln
  • 5 dl Wasser
  • 125 g Meersalz

Zubereitung:

Die Kartoffeln gut waschen, ggf. abschrubben. Dabei jedoch aufpassen, dass die Schale möglichst intakt bleibt.

Die Kartoffeln in einen großen Topf legen und so viel Wasser angießen, dass sie fast bedeckt sind. In unserem Topf reicht ein halber Liter.

Das Salz hinzufügen.

Die Kartoffeln nun für ca. 20 Minuten bei leicht geöffnetem Topfdeckel köcheln lassen bis sie gar sind. Dabei entweicht schon ein Teil des Wasser als Dampf. Das restliche Wasser nach Ende Kochzeit abgießen und die Kartoffeln auf der warmen Herdplatte im Topf für mehrere Minuten trocknen lassen. Dadurch entsteht die Salzkruste.

Alternativ kann man auch die Kartoffeln so lange kochen, bis das Wasser verdampft ist. Dann benötigt man deutlich weniger Salz als bei der oben beschriebenen Schnellvariante.

Die Kartoffeln eignen sich hervorragend als Beilage zu Fisch, Fleisch oder beim Grillen. Auch solo als Snack schmecken sie hervorragend und kombiniert man sie mit einer kanarischen Sauce wie Mojo verde oder Mojo rojo, dann kann man fast die Palmen rascheln hören.

Allseitiger Kartoffelsalat mit vielen gesunden Leckerbissen

IMG_0630Kennt ihr das auch? Ihr habt Familie, Freunde oder Bekannte zu Besuch und überlegt im Vorfeld, was ihr auf den Tisch stellen wollt. Schnell fällt euch ein, dass Bekannte x Vegetarierin ist, Freundin y keinen Käse isst, Familienmitglied 1 Avocados verabscheut, während Bekannter z darauf schwört, jeden Tag mindestens 1 Avocado zu essen. Familienmitglied 2 isst hingegen nichts, was mit Zwiebel, Knoblauch und deren Verwandtschaft in Berührung gekommen ist.  Und war nicht jemand allergisch gegen Nüsse? Die Liste ließe sich an dieser Stelle unproblematisch erweitern.

Nicht immer ist es bei so vielen individuellen Vorlieben (meine Großeltern hätten das noch Mäkelei genannt), Allergien und Überzeugungen für den Gastgeber einfach, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, der für alle passt und trotzdem nicht langweilig oder für die Allesesser ungewohnt bzw. ungewürzt schmeckt.

Abhilfe kann in so einem Fall zum Beispiel dieser bunte und allseitige Kartoffelsalat schaffen, bei dem alle Zutaten getrennt voneinander entweder auf einem großen Servierteller oder in einzelnen Schüsseln serviert werden. So kann sich jeder seine Leckerbissen auswählen und zu seinem individuellen Salat zusammenstellen. Für Restaurant- und Cateringbuffets ist das natürlich nichts Neues, ich habe mich nur gefragt, warum ich für die heimischen Festivitäten nicht schon längst auf so eine Idee gekommen bin.

Vor der nächsten Einladung zum Grillen habe ich den Salat in der Kernfamilie getestet, die sich, obwohl ansonsten allesessend, begeistert von der neuen Wahlmöglichkeit gezeigt hat. Besonders gut fanden sie die bunte Frische der Salateinlagen sowie das mayonnaisefreie Dressing. Dieser Individualsalat hat sich damit einen sicheren Platz für die nächste Sommerfesteinladung gesichert.

IMG_0628Allseitiger Kartoffelsalat mit vielen gesunden Leckerbissen für 4 Personen als Beilage

Zutaten:

  • 650 g kleine bis mittelgroße Kartoffeln, festkochende Sorte
  • 1/2 dl Olivenöl
  • 1 – 1,5 EL Weißweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 kleinere Lauchstange oder 5 Frühlingszwiebeln
  • 2 Tomaten
  • 1 große Avocado
  • Saft von 1/2 Limette
  • 1 große Handvoll Walnusskerne
  • 1/3 – 1/2 Gurke
  • ca. 100 g Schnittkäse, z. B. Gouda
  • 50 g grob geraspelter Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Als erstes die Kartoffeln mit Schale (ca. 25 Minuten, je nach Größe der Kartoffeln) gar kochen. Die etwas ausgekühlten Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.

Nun Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Pfeffer zu einem Dressing vermischen. Abschmecken, bis ihr die perfekte Würzigkeit gefunden habt. Das Dressing über die Kartoffeln geben und gut vermischen. Bis hierher lässt sich der Salat gut vorbereiten, da die Kartoffeln davon profitieren, wenn sie einige Zeit im Dressing durchziehen können.

Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit anrösten, bis sie anfangen zu duften.

Tomaten, Gurke und Porree waschen, putzen und in Stücke bzw. Ringe schneiden.

Die Avocado halbieren, den Stein entfernen, das Fruchtfleisch mithilfe eines Löffels aus der Schale heben und würfeln. Sofort mit dem Limettensaft beträufeln, damit die Avocado nicht braun wird.

Das Gemüse mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Den Schnittkäse in Stücke schneiden und den Parmesan grob raspeln.

Alles auf einem großen Servierteller streifenweise bzw. stückweise anordnen und zusammen mit den Kartoffeln servieren. Jetzt kann sich jeder selbst die für ihn passenden Leckerbissen aussuchen.

Der Salat passt zu gegrilltem Fleisch oder Fisch ebenso wie zu auf dem Herd Gebratenem. Wir hatten Bouletten mit karamellisierten Zwiebeln dazu, sehr gut.

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