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Herzhafte Spinatwaffeln mit Räucherlachs, Dillsauce und Avocado

IMG_1493Wer sagt eigentlich, dass Waffeln immer nur als Süßspeise daherkommen müssen? Niemand, ok. Wie wäre es dann mit diesen herzhaften Spinatwaffeln, die noch dazu mit leckeren und gesunden Begleitern wie Räucherlachs, Avocado, frischer Zwiebel und grünem Salat bestechen? Nicht schlecht, fanden wir und geschmacklich mindestens ebenso gut wie die süße Verwandtschaft.

Den Spinat sieht man den Waffeln übrigens nicht so richtig an, er zieht sich während des Backens ins Innere des Teiges zurück und offenbart sein Grün erst beim Anschneiden in voller Pracht.

Wer sich jetzt fragt, wo die Avocado auf den Fotos ist, dem kann ich nur sagen, im Kühlschrank. Dort habe ich sie vorübergehend vergessen und erst am Ende des Essens wiederentdeckt. Nicht, dass ich die ganze Zeit das Gefühl gehabt hätte, dass noch etwas fehlt, bloß was? Also mit Avocado wird es noch etwas gesünder und sieht ohne Zweifel außerdem noch etwas spannender aus.

IMG_1500Herzhafte Spinatwaffeln mit Räucherlachs, Dillsauce und Avocado für 4 Personen (10 – 12 Stück)

Zutaten Waffeln:

  • 150 g frischer Spinat
  • 2 Eier
  • 2 dl Buttermilch
  • 2 dl Milch
  • 3 EL Olivenöl + ein wenig Öl zum Fetten des Waffeleisens
  • 250 g Weizenmehl
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • Salz
  • Pfeffer
  • frisch gemahlene Muskatnuss

Zutaten Zubehör:

  • ca. 150 g Räucherlachs
  • 2 Avocados
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 dl Saure Sahne
  • 1 kleine Handvoll frischer Dill
  • etwas Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • ein gemischter Salat eignet sich hervorragend als Beilage

 Zubereitung:

Für die Waffeln den Spinat waschen und sehr gut abtropfen lassen. Danach den Spinat grob mit einem Messer hacken.

Die Eier trennen. Die Eigelbe mit den restlichen nassen Zutaten des Waffelteiges gut verrühren. Die Eiweiße zu Eischnee schlagen, das ergibt etwas luftigere Waffeln.

In einer anderen Schüssel die Trockenzutaten des Waffelteiges miteinander vermischen und zu den Flüssigzutaten geben. Alles gut miteinander verrühren, so dass alle Klümpchen verschwinden. Nun den Spinat unterrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

Das Waffeleisen mit ganz wenig Öl fetten. Darin die Waffeln wie üblich backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Dillsauce den frischen Dill fein hacken und mit der Sauren Sahne, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker vermischen. Abschmecken nicht vergessen.

Den Räucherlachs ggf. in kleinere Stücke schneiden, das Fruchtfleisch der Avocados in Streifen schneiden und die rote Zwiebel fein hacken.

Die Spinatwaffeln mit etwas Dillsauce, Räucherlachs, Zwiebel und Avocado belegt genießen. Als Beilage eignet sich ein frischer, grüner Salat.

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Waffeln – gut nach dem Skandinavienurlaub

IMG_5898Frisch zurück aus Schweden und mit noch guter Erinnerung an unser eher ungewöhnliches Frühstück (Apfel mit Nutella, sage ich jetzt nur), durfte es am Sonntag schon etwas Besonderes geben. Waffeln standen oben auf der Wunschliste, nachdem wir dem verführerischen Waffelduft in Schweden mehrmals erfolgreich widerstanden hatten. Warum? Wir waren von der Idee gepackt zu zeigen, dass wir ohne Probleme uns 10 Tage lang komplett aus den in unseren zwei Faltbooten mitgeführten Vorräten ernähren könnten, auch ohne den geschlossenen Laden an der Strecke. Hat geklappt – nur gab es daher natürlich auch keine Waffeln. Dafür aber jetzt.

Meiner Beobachtung nach gibt es unter den Waffelessern drei unterschiedliche Typen: 1. diejenigen, die die Waffeln knusprig mögen, 2. diejenigen, die sie weich mögen und 3. diejenigen, denen die Waffelkonsistenz egal ist, die also beides mögen. Um es gleich zu sagen, das folgende Waffelrezept ist für Typ 2 und 3 geeignet, Typ 1 wäre eher mit diesem Rezept gut bedient. Geschmacklich erhalten die Waffeln durch Zimt und etwas Muskatnuss ihren besonderen und leicht außergewöhnlichen Charakter. Keine Angst, die Muskatnuss schmeckt ausgezeichnet in den Waffeln. Die Inspiration zu diesem Rezept habe ich mir von dem norwegischen Konditorblog krem.no geholt.

Waffeln (ca. 10 Stück)

Zutaten: IMG_5905

  • 2 Eier
  • 30 g Zucker
  • 60 g Butter, geschmolzen
  • 1/2 l Milch
  • 3,5 dl Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL geriebene Muskatnuss
  • Marmelade, Schlagsahne oder Creme fraiche zum Bestreichen der Waffeln

Zubereitung:

Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Eier mit dem Zucker schaumig aufschlagen. Das Mehl mit den weiteren trockenen Zutaten vermischen. Danach die geschmolzene Butter mit der Ei-Zuckermasse verrühren. Die Milch ebenfalls hinzugeben, ehe alles mit der Mehlmischung gründlich verrührt wird. Es dürfen keine Klümpchen mehr im Teig vorhanden sein. IMG_5889

Den Waffelteig für ca. 30 Minuten im Kühlschrank quellen lassen. Danach die Waffeln in einem Waffeleisen goldbraun backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit Marmelade, Schlagsahne oder Creme fraiche bestrichen genießen.

Sollte nach der Backaktion noch roher Waffelteig übrig sein, kann dieser gut eingefroren werden.

17. Mai – Waffeln für Norwegenfans

IMG_1979Gestern war der 17. Mai und damit norwegischer Nationalfeiertag. Vor 199 Jahren, also 1814, einigte man sich einstimmig in der riksforsamling (Reichsversammlung) auf die erste Verfassung Norwegens, wählte einen König und erklärte sich zum unabhängigen Staat. Vorher gehörte Norwegen zum dänischen Königreich, als Ergebnis des Napoleonkrieges fiel es an Schweden. Ehe der schwedische König jedoch mitsamt seinem Heer wieder in seiner Heimat zurück war, hatte sich Norwegen für unabhängig erklärt. Da dies dem schwedischen König natürlich ganz und gar nicht gefiel, war diese Phase nur von kurzer Dauer und noch im selben Jahr musste Norwegen in die Union mit Schweden eintreten, die bis 1905 andauern sollte. Die Verfassung blieb trotzdem, allerdings mit wenigen Änderungen bezüglich der Unabhängigkeit Norwegens in Kraft. In Eidsvoll, dem Geburtsort der Verfassung, befindet sich übrigens ein sehr interessantes “Verfassungsmuseum” – die Führungen durch das Museum sind bei Weitem nicht so trocken, wie man das bei dem Thema vielleicht erwarten würde, ein Besuch lohnt sich daher (für nähere Infos siehe: http://www.eidsvoll1814.no).
Nun jedoch zurück zum Nationalfeiertag, zu dem neben gehissten Flaggen und Festumzügen mit Musik natürlich auch verschiedene Leckereien wie Kuchen, Würstchen, Waffeln, Erdbeeren und/oder Eis gehören. Gern wählt man zur Deko von Eis, Dessert und Kuchen auch die Nationalfarben Norwegens, also rot, blau und weiß.

Bei uns werden traditionell am 17. Mai Waffeln gebacken und entsprechend dekoriert. Dieses Jahr hat sich noch die Farbe grün mit hinzugesellt, da sich unsere Zitronenenmelisse im Garten bereits sehr prächtig entwickelt hat. Daher nun ein Waffelrezept, das etwas üppiger ausfällt und sehr gut für Festtage geeignet ist.

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Waffeln (12 – 14 Stück)

Zutaten:

  • 2 Eier (getrennt)
  • 70 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Pr. Salz
  • 2 dl Buttermilch oder Kefir (im Original: skummet kulturmelk = fettarme gesäuerte Milch, bei uns mitunter im Bio-Laden als Schwedenmilch zu bekommen)
  • 1,5 dl Milch
  • 1,5 – 2 dl Mineralwasser (spritzig)
  • 50 g Butter (geschmolzen)
  • 360 g Weizenmehl
  • 0,5 TL Kardamom
  • 0,5 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • Marmelade, Schlagsahne, Heidelbeeren, Zitronenmelisse o. ä. zum Belegen der Waffeln

Zubereitung:

Die Eier trennen. Die Eigelbe zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Das Mehl mit den weiteren trockenen Zutaten vermischen. Danach Milch, Buttermilch, Mineralwasser und die Mehlmischung zu der Eigelb-Zucker-Masse geben und gut durchrühren. Die geschmolzene Butter zufügen und nochmals rühren. Die beiden Eiweiße zu Eischnee schlagen und unter den Waffelteig heben. Der Teig sollte eine dickflüssige Masse ergeben, sollte er zu dick sein, noch etwas mehr Mineralwasser hinzufügen. 

Den Waffelteig für ca. 30 Minuten im Kühlschrank quellen lassen. Danach die Waffeln in einem Waffeleisen backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Es entstehen sehr schön luftige Waffeln. Sollte nach der Backaktion noch einiges an rohem Waffelteig übrig sein, kann dieser auch gut eingefroren werden.

Das Rezept ist eine Variation der sehr guten Waffeln der norwegischen sjømannskirke. Möchte man “echte sjømannskirke Waffeln” backen, gibt man die Eier insgesamt in den Teig (also ohne Eischnee zu schlagen), erhöht die Buttermenge (geschmolzen) auf 125 g und reduziert die Wassermenge auf 1 dl.