Tag Archives: Weihnachten

Frohe Weihnachten

Die letzten Kekse sind fertig gebacken, die Geschenke eingepackt, der Familienbesuch wird erwartet und wir freuen uns auf die Weihnachtsfesttage. Der scheckenlaks ruht derweil weiter sanft, der erste Neujahrsvorsatz ist jedoch bereits gefasst. Dieser wird den blog in der Prioritätenliste deutlich nach oben schieben, so dass für das nächste Jahr berechtigte Hoffnung auf viele neue Rezepte besteht.

Damit wünsche ich euch allen fröhliche Weihnachten und erholsame Feiertage, ganz ohne Stress, dafür jedoch mit vielen Überraschungen und kulinarischen Genüssen in netter Familien- oder Freundesrunde.

Der scheckenlaks meldet sich ganz sicher plötzlich noch in diesem Jahr mindestens einmal zurück. Bis dahin und genießt die Weihnachtszeit!

Weihnachtsfavoriten 2015

Noch 4 Tage bis Weihnachten! Jede Familie hat ihre eigenen Weihnachtsessentraditionen, deshalb wird heute das Wochenmenü durch eine Zusammenstellung von Weihnachtsfavoriten ersetzt. Vielleicht sucht der eine oder andere von euch ja noch spontan nach einer Idee zur Gästebewirtung oder für ein Dessert. Wer weiß? Ich wünsche euch auf jeden Fall einen angenehmen und unstressigen Schlussspurt und vergesst nicht, genießt die Weihnachtszeit.

Gløgg – der skandinavische Luxusglühwein

Dieser mit Mandeln und Rosinen angereicherte Glühwein darf nicht fehlen, trotz der fast sommerlichen Temperaturen vor der Tür.

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Gebrannte Nüsse mit einem exotischen Gewürztouch

Diese Nüsse verbreiten bei der Herstellung nicht nur einen wunderbaren Duft in der Küche, sondern sie schmecken auch noch interessant – süß, leicht salzig, leicht scharf und nussig. Die perfekte Weihnachtsnascherei, die sich auch gut als Geschenk in letzter Not eignet.

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Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse und gebrannten Nüssen

Die gebrannten Nüsse können auch bei einem klassischen Abendbrot Verwendung finden. Dabei werden sie mit norwegischen Pfefferkuchen und Blauschimmelkäse kombiniert. Eine für uns ungewöhnliche, aber durchaus probierenswerte Leckerei aus Skandinavien.

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Lachstürme – für die abendliche Gästebewirtung

Man kennt das, am 2. Weihnachtsfeiertag abends sind alle Gäste schon ziemlich mit Leckereien gesättigt. Als Gastgeber hat man es da nicht leicht. Mit diesen Lachstürmen schafft man jedoch einen richtigen farbenfrohen Hingucker, der den Appetit dann doch noch einmal wecken kann. Die Türme lassen sich übrigens sehr gut vorbereiten und können im Kühlschrank auf ihren Auftritt warten.

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Knusprige Schinkenchips mit Forellenrogen und Creme fraiche

Nach all dem Süßen am Nachmittag benötigt ihr ein herzhaftes, leicht salziges Gegengewicht auf dem Abendbrottisch? Probiert mal diese knusprigen Schinkenchips. Sie sind einfach und schnell herzustellen.

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Norwegischer Gewürzrührkuchen – krydderkake

Ihr habt einen Rosinen-, Zitronat- bzw. Orangeathasser und damit Stollennichtmöger in der Familie? Oder gleich mehrere davon? Dann kann dieser saftige, weihnachtliche Rührkuchen die Lösung des Problems sein. Er schmeckt ein bisschen nach Pfefferkuchen und durch die beigemischten Preiselbeeren leicht fruchtig.

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Gesunde Himbeer-Kokoskugeln mit Kakaonibs

Es kommt immer einmal wieder vor, dass der eine oder andere Gast gerade zu Weihnachten auf Diät ist. Keine einfache Sache, weder für den Gast noch den Bewirter. Besonders beim Dessert ist guter Rat teuer. Einen Versuch kann man als Gastgeber mit diesen Himbeerkugeln wagen. Es sind jedenfalls nur wenige Kohlehydrate enthalten.

IMG_0832Verschleierte Bauernmädchen – tilslørte bondepiker

Dieses traditionelle norwegische Dessert darf bei den Favoriten nicht fehlen. Die Kombination aus Apfelmus, karamellisiertem Zwieback und Sahne ist einfach nur toll.

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Damit wünsche ich euch eine frohe und glückliche Weihnachtszeit! Der scheckenlaks nimmt eine kurze Weihnachtspause, meldet sich jedoch noch vor Neujahr wieder zurück.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar

IMG_1062Diese lichtgelben schwedischen mit Marzipan gefüllten Schnecken sind gewissermaßen die “neureichen Luxusverwandten” der gewöhnlichen lussekatter. Letztere durften sich zwar auch schon in einem der teuersten Gewürze der Welt, dem Safran, wälzen, mussten dafür jedoch auf eine Füllung verzichten. Stattdessen wickelten sie sich kunstvoll zu verschiedenen Gebilden.

Ganz anders diese “Luxusschnecken” hier, die eigentlich Knoten heißen müssten und in ihrem Äußeren keinem traditionellen Muster folgen. Durch die Füllung werden sie sehr schön saftig und angenehm süß. Beim Teig habe ich mich an das altbewährte Zimtschneckenrezept hier auf dem blog gehalten, so dass auch diese Safranschnecken ausgesprochen locker und fluffig werden.

Schwedische Safranschnecken mit Marzipanfüllung – saffransbullar (12 Stück)

Zutaten Teig:

  • 500 g Weizenmehl (550)
  • ca. 265 ml Milch (etwa 25 °C warm)
  • 12 g Frischhefe
  • 70 g Zucker
  • 0,5 g Safran
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • 75 g Butter, zimmerwarm

Zutaten Füllung:

  • 40 g Zucker
  • 50 g Marzipan (mind. 50 % Mandelanteil)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • knapp 1 TL Zimt

Zutaten Fertigstellung:

  • 1 verquirltes Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Als erstes lohnt es sich, die Safranfäden zu zermahlen. Das geht am einfachsten, indem man die Fäden mit 1 TL Zucker vermischt und in einem Mörser pulverisiert. Den Schritt kann man natürlich weglassen, wenn man Safranpulver gekauft hat. Da wir keinen Mörser besitzen, haben wir die Fäden pur verwendet, weswegen unser Teig etwas “gefleckt” aussieht.

Für den Teig das Mehl mit den weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter in einer Schüssel vermischen. Den Teig nun von Hand ca. 10 Minuten kneten, bis man einen mittelfesten, wenig klebenden Teig erhalten hat.

Die Butter in kleine Stückchen schneiden und auf dem Teig verteilen. Nun die Butter für weitere ca. 10 Minuten in den Teig einkneten. Diese Methode erscheint vielleicht zunächst ungewöhnlich, liefert jedoch sehr flaumig, lockere Hefegebäcke.

Nun den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort (24 °C) für 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen. Dabei sollte sich das Teigvolumen ungefähr verdoppeln. Je kälter die Temperatur, um so länger benötigt der Teig zum Aufgehen, daher sollte man ihm mehr Zeit lassen, wenn man die 24 °C nicht erreichen kann.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Marzipan, dem Zucker und dem Zimt vermengen.

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Wenn sich der Hefeteig entsprechend vergrößert hat, dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz ausstoßen und zu einem großen Rechteck ausrollen. Das Rechteck nun gedanklich in drei Streifen einteilen. Den mittleren Streifen mit der Hälfte der Füllung bestreichen.

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Jetzt einen der beiden Seitenstreifen auf den Mittelstreifen klappen und mit dem Nudelholz erneut etwas breit rollen. Darauf die zweite Hälfte der Füllung verteilen und den anderen Seitenstreifen daraufklappen. Erneut etwas ausrollen.

Jetzt hat man 3 Teigschichten mit 2 Füllungsschichten dazwischen erhalten. Um zu den Knoten zu kommen folgt man am besten diesem Video oder diesem oder probiert eine eigene Verknotungsweise. Aufpassen sollte man, dass alle Stücke ungefähr gleich groß werden, damit keine unterschiedlichen Backzeiten entstehen.

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Kurz beschrieben schneidet man den gefalteten Teig mithilfe eines Pizzarollers in 12 ungefähr gleich große Streifen. Diese verdreht man dann zu einer Art Kordel. Diese Kordel wickelt man zu einer Schnecke, wobei man das letzte Teigende unter die Schnecke legt und dort etwas festdrückt, damit der Knoten während des Backens zusammenhält.

Die Knoten mit einem Tuch abgedeckt erneut für ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sie ihr Volumen deutlich vergrößert haben. Unmittelbar vor dem Backen die Safranschnecken mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen.

Die Teiglinge nun im gut vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine schöne braune Färbung auf der Oberseite angenommen haben. Die Schnecken auf einem Rost unabgedeckt auskühlen lassen.

Alle Exemplare, die man nicht am gleichen Tag essen möchte, frostet man am besten nach dem Auskühlen ein. Bei Bedarf können sie dann aufgetaut und im Backofen mit Umluft bei 120 °C für 3-4 Minuten wieder aufgewärmt werden. Dadurch werden sie wieder wie “neu”.

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Schweizer Nusstaler

IMG_1028Sehen diese Taler nicht lustig aus? Ein bisschen wie durchgesägte Äste. Mit ihrem dunklen Rand aus Kakao sind sie auf jeden Fall ein Hingucker auf dem weihnachtlichen Keksteller.

Geschmacklich sind sie angenehm nussig und nicht so süß. Ich befürchte fast, dass richtige Süßschlecks die Zuckermenge etwas erhöhen müssten. Das ist wahrscheinlich einfach möglich, indem man vielleicht 20 g der Speisestärke durch Puderzucker ersetzt.

Nussplätzchen hatten wir bisher noch nie im Backprogramm, dieses Jahr standen sie jedoch plötzlich auf der familiären Wunschliste. Ich begab mich daher Anfang der Woche auf die Suche nach einem tauglichen Rezept mit hohem Nussanteil. Unsere 2 Keks-Backbücher enthielten eher fragwürdige Rezepturen, u. a. mit Diätsüße (was ist das denn?). Ich war daher durchaus froh, als ich u. a. hier über diese interessanten Taler gestolpert bin.

Sie haben uns nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, angenehm mürbe sind sie ohne dabei trocken zu sein.

Schweizer Nusstaler (2 Bleche, ca. 80 Stück)

Zutaten:

  • 130 g Haselnüsse (ganze Kerne)
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 250 g Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 100 g Speisestärke
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ca. 1 EL Kakao
  • 1 EL Zucker
  • ca. 1 EL Milch zum Einpinseln der Keksrollen

Zubereitung:

Die Haselnusskerne in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fettigkeit für mehrere Minuten unter häufigem Rühren anrösten, bis die braune Haut anfängt aufzuspringen. Die Haselnüsse entfalten dadurch ihr volles Aroma. Außerdem kann man so die Haut relativ einfach entfernen, wodurch der Keksteig heller bleibt.

Die Haselnusskerne kurz auskühlen lassen. Noch warm zwischen den Händen reiben, wodurch man einen Großteil der Haut entfernen kann. Man muss dabei übrigens nicht super perfektionistisch sein.

Die Nüsse nun fein zerhacken bzw. grob mahlen. Bleiben dabei einige etwas größere Stücke erhalten, macht das nichts.

Die Haselnüsse mit dem Mehl, dem Backpulver, dem Salz, der Speisestärke und dem Vanillezucker vermischen. Den Puderzucker darüber sieben. Zum Schluss die Butter in Stücke teilen und zu den weiteren Zutaten geben.

Alles zunächst mit einem Knethaken, danach am besten von Hand schnell zu einem gleichmäßigen, geschmeidigen Teig verrühren.

Den Teig vierteln und zu 4 Rollen mit ca. 3 cm Durchmesser formen.

Auf einem Teller das Kakaopulver mit dem Zucker vermischen.

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Die Rollen ringsherum mit Milch bepinseln und danach in der Kakaomischung wälzen.

IMG_1018Jetzt muss der Teig für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank wieder fest werden. Dazu legt man die Rollen am besten in eine flache Schale, die man mit Frischhaltefolie abdeckt, damit der Teig nicht austrocknet. So kann er ohne Probleme auch über Nacht stehen gelassen werden.

Die kalten Stangen nun in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Das geht übrigens nur gut, wenn der Teig wirklich kalt ist.

Die Taler mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Gebacken werden sie im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für ca. 15 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche eine leichte goldbraune Färbung angenommen hat.

Die Nusstaler vollständig abkühlen lassen und danach in einer dicht schließenden Dose aufbewahren.

Winterkekse mit Haferflocken, Schokolade und Orange

IMG_0974Mit Haferkeksen kann man viele Leute begeistern. Ich sage nur Kekskisten bei Ikea. Wer die mag, wird diese Winterkekse lieben. Haferflocken in Kombination mit dunkler Schokolade, versehen mit einer Orangennote schmecken nämlich einfach nur gut.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer vielleicht noch, dass diese locker knusprigen Kekse ganz und gar unkompliziert herzustellen sind.

Winterkekse mit Haferflocken, Schokolade und Orange (ca. 24 Stück)

Zutaten:

  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • 150 g Weizenmehl (405)
  • 50 g kernige Haferflocken
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 100 g Schokolade (gern 70 % Kakaogehalt)
  • Schale von 1 Bio-Orange

Zubereitung:

Zuerst die Schokolade mit einem stabilen Messer in Stücke hacken. Die Bio-Orange gut waschen und mit einem Zestenreißer oder ähnlichem dünn schälen. Dabei nur die orangen Teile er Schale verwenden, sonst schmecken die Kekse bitter. Eventuell die Schalenstücke mit einem Messer fein hacken.

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Die Butter mit einem Handrührgerät oder in einer Küchenmaschine cremig rühren. Den Zucker hinzugeben und so lange weiterrühren, bis eine helle, leicht schaumige Masse entstanden ist.

Danach das Ei in die Masse für ca. 2 Minuten einrühren.

Das Mehl mit den Haferflocken, dem Backpulver und dem Salz vermischen.

Die Mehlmischung unter die Butter-Zuckermasse mischen. Dazu benutzt man am besten einen stabilen Löffel. Zum Schluss noch Schokolade und Orangenschalen hineinkneten. Es entsteht ein ziemlich klebriger, feuchter Teig.

Den Teig auf eine Plastfolie geben und mithilfe dieser zu einer ca. 25 cm langen Rolle formen. Die Rolle für ca. 45 Minuten in den Gefrierschrank legen, so dass die Butter hart wird.

Die Plastfolie entfernen und die Rolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Kekse darauf mit relativ weitem Abstand verteilen. Wenn es notwendig ist, kann man die Kekse jetzt auch noch in eine runde Form zurecht drücken.

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Die Kekse im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für 12 – 14 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie eine goldbraune Farbe angenommen haben. Jeder Backofen weist andere Backeigenschaften auf, daher ist die Zeitangabe nur als Richtschnur zu verstehen. Nach dem Abkühlen sollten die Kekse knusprig, jedoch weder hart noch saftig-weich sein.

Mit dem 2. Blech ebenso verfahren.

Die Kekse ca. 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, ehe man sie auf ein Gitterrost zum vollständigen Abkühlen umsortieren kann.

Wenn die Kekse vollständig abgekühlt sind, sollte man sie in einer dicht schließenden Dose aufbewahren.

Der rohe Keksteig lässt sich gut einfrieren, so dass man im Bedarfsfall schnell frische Kekse backen kann. Der Teig sollte vor dem Backen jedoch aufgetaut sein, was aber nicht allzu lang dauert.

Genießt die Adventszeit!

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Alpenbrot

IMG_0957Nun haben auch wir mit dem weihnachtlichen Backen begonnen, ade schlechtes Gewissen. Als erstes sollte es ein neues Rezept sein, das einfach und schnell herzustellen ist. Wir wollten nämlich auch noch dem Weihnachtsmarkt in Freiberg einen Besuch abstatten und wenigstens ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen, damit das schlechte Gewissen es nicht so einfach haben sollte, sich von Punkt Keks auf Punkt Geschenke zu verlagern ;-). Immerhin hat diese Strategie ganz gut funktioniert. Ebenso gut wie das Alpenbrot-Keksrezept, das uns wirklich begeistert hat.

Es schmeckt pfefferkuchen-würzig, zitronig-frisch durch den Guss und schokoladig durch den Kakao. Darüber hinaus ist es wirklich unkompliziert in der Herstellung und damit auch sehr gut für Backanfänger geeignet.

Gesehen habe ich das Rezept bei Chili und Ciabatta und es bis auf eine Verlängerung der Backzeit genauso übernommen.

Alpenbrot (1 Blech)

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl (405)
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 250 g brauner Rohrzucker (Original Muscovadozucker)
  • 2 Eier (M)
  • 30 g Kakao
  • 1/2 EL Zimt
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 1/4 TL geriebene Muskatnuss
  • knapp 1/2 TL Salz

Guss:

  • 35 – 40 g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft, frisch gepresst

Zubereitung:

Zuerst das Mehl mit dem Kakao, den Gewürzen und dem Salz vermischen.

In einer anderen Schüssel die Butter mit einem Rührgerät cremig rühren.

Den Zucker hinzugeben und zusammen mit der Butter für mehrere Minuten kräftig weiter rühren, bis die Masse eine hellere Farbe angenommen hat und leicht schaumig aufgeschlagen ist.

Nun die Eier einzeln in die Masse geben und jeweils für ca. 2 Minuten unterrühren.

Die Mehl-Gewürzmischung hinzufügen und kurz einrühren. Es entsteht ein relativ fester, weicher Teig.

Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. Danach 6 Teile zu je ca. 190 g abstechen und diese zu Rollen formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

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Die Alpenbrote im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für ca. 25 Minuten backen. Im Original war die Backzeit mit 15 – 20 Minuten angegeben, da waren unsere Brote innen allerdings noch roh, das müsst ihr also mit eurem Herd individuell ausprobieren. Die Laibchen sollten noch etwas weich sein, die Oberfläche leicht gerissen.

Während die “Brote” backen den Guss zusammenrühren. Dafür den Puderzucker sieben und mit dem frisch gepressten Zitronensaft verrühren. Dabei entsteht ein sehr dünnflüssiger Guss, der vollständig in die Alpenbrote einzieht und ihnen dadurch eine Art Glanzstreiche verleiht, die man auch vom richtigen Brotbacken kennt.

Den Guss sofort nach dem Backen auf die Laibchen streichen.

Diese kurz auskühlen lassen und danach schräg in Scheiben schneiden.

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Auf einem Rost komplett auskühlen lassen, dabei werden sie etwas fester in ihrer Konsistenz.

In einer dicht schließenden Dose aufbewahren.

Mokka-Häschen: Kaffee-Kakao Kekse zum Ausstechen

IMG_9013Bei diesen wunderbaren, knusprigen Osterkeksen handelt es sich um enge Verwandte unserer traditionellen hellen Butterkekse zum Ausstechen. Seit ich denken kann, zählen diese Kekse zu meinen Lieblingssorten, übrigens gerade wegen des “verdünnten” Kaffeegeschmacks, von dem ich auch beim Karlsbader Softeis gar nicht genug bekommen konnte. Die dunklen Mokka-Kekse sind damit ein echter Klassiker in unseren Keksdosen, egal ob zu Ostern oder Weihnachten.

Der Keksteig lässt sich übrigens sehr gut bearbeiten und ist damit auch hervorragend für das Backen mit Kindern geeignet. Die Kekse sind mehrere Wochen in einer dicht schließenden Dose haltbar. 

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Mokka-Häschen: Kaffee-Kakao Kekse zum Ausstechen

Zutaten:

  • 525 – 550 g Weizenmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 10 – 15 g gemahlener Bohnenkaffee (wir: 15 g)
  • 30 – 35 g Kakao (wir: 30 g)
  • 275 – 300 g Zucker (je nachdem, wie süß man seine Kekse mag)
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier

Zubereitung:

Zuerst die Eier mit der Butter und dem Zucker in einer Schüssel gut verrühren. Danach 525 g Mehl mit dem Backpulver, der Prise Salz, dem Kaffee und dem Kakao vermischen und nach und nach in den Teig einrühren bzw. -kneten. Es sollte ein mittelfester Teig entstehen.IMG_9010

Nun eine Arbeitsfläche mit restlichen Mehl bestäuben und einen Teil des Teiges auf dieser mit einem Nudelholz gleichmäßig dünn ausrollen. Wenn der Teig beim Ausrollen am Nudelholz kleben bleibt, dann auch das Nudelholz dünn mit Mehl bestäuben. Sollte der Teig danach immer noch nicht ausrollbar sein, noch etwas mehr Mehl einkneten.

Nun mit Ausstechförmchen die Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Günstig ist es dabei, ungefähr gleich große Kekse pro Blech auszustechen, damit diese gleichzeitig fertig gebacken werden.

Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 170 – 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen.

Nach dem Backen die Kekse auskühlen lassen und danach in eine dicht schließende Keksdose umlagern.

Die Kekse ggf. mit Zitronenguss verzieren, wobei man jedoch in Kauf nehmen muss, dass sie nach einigen Tagen ihre Knusprigkeit einbüßen. Daher warten einige unserer Kekse bis kurz vor dem Osternest auf ihre Bemalung, während der Rest unbemalt bleiben wird.

Norwegischer Gewürzrührkuchen – krydderkake

IMG_8418Oh, ich bin ein Fan von diesen norwegischen Gewürzrührkuchen (krydderkake, krydder = Gewürze, kake = Kuchen). Für mich ist er ein richtiger Wintergenuss, besonders wenn draußen Schnee liegt und man mit müden Beinen und glühendem Gesicht nach dem Skifahren wieder in der Wärme sitzt und unbedingt etwas Süßes zum Kaffee naschen möchte.

Krydderkake gibt es in Norwegen in vielen Rezeptvarianten, wobei wichtig ist, dass klassische Wintergewürze wie Kardamom, gemahlene Nelken und Sternanis oder Anis verwendet werden. Dadurch schmeckt der Kuchen ähnlich wie ein weicher Pfefferkuchen und wäre natürlich auch als Weihnachtskuchen geeignet. In seinem Heimatland ist er jedoch nicht zwangsläufig mit Weihnachten verbunden, eher mit Herbst und Winter.

Der Gewürzrührkuchen ist dabei gut mit dem “friluftsliv” (Outdoor-Aktivitäten) verträglich, da er völlig unkompliziert und schnell herzustellen ist, aufgrund seiner Stabilität gern mit auf Tour gehen kann und gut verpackt mehrere Tage frisch bleibt. Es spricht also nichts dagegen, ihn, am besten ohne Glasur, zum Skifahren im Rucksack mitzunehmen. Dann muss man nur aufpassen, dass man nicht drauffällt ;-).

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Norwegischer Gewürzrührkuchen – krydderkake (Kastenform ca. 1,5 l)

Zutaten Kuchen:

  • 3 Eier
  • 120 g brauner Zucker
  • 5 dl Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 3 EL Kakao
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kardamom
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL Sternanis oder Anis
  • ca. 1 dl Milch
  • 100 g Butter, zerlassen
  • 100 g eingekochte Preiselbeeren im Glas oder Preiselbeermarmelade
  • Butter zum Fetten der Kastenform

Zutaten Glasur:

  • 125 g Puderzucker
  • 1,5 EL Cointreau oder anderer Orangenlikör
  • 1,5 – 2 EL Orangensaft
  • einige Zesten von einer Bio-Orange

Zubereitung:

Eier und braunen Zucker mit einem Handrührgerät schaumig aufschlagen bis eine Art lockerer Eischnee entstanden ist. Das dauert mehrere Minuten.

In einer anderen Schüssel das Mehl mit allen weiteren Trockenzutaten vermischen.

Die Butter zerlassen, dabei jedoch nicht bräunen. Abkühlen lassen.

Nun die Mehl-Mischung auf den Ei-Zucker-Schaum sieben und vorsichtig unterrühren. Dabei ebenfalls die Milch hinzufügen.

Zum Schluss die zerlassene Butter und die Preiselbeeren einrühren. Bei eingekochten Preiselbeeren sollte man bevorzugt die festeren Bestandteile ohne den gesamten Saft verwenden, da sonst der Teig zu flüssig wird.

Insgesamt den Teig nicht zu intensiv rühren, damit der Kuchen schön locker wird.

Eine Kastenform gut mit Butter fetten. Nun den dickflüssigen Teig gleichmäßig einfüllen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten für 50 – 60 Minuten backen.

Gegen Ende der Backzeit sollte man mithilfe der Holzstäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Dazu das Stäbchen mittig in den Kuchen einstechen, bleiben beim Herausziehen noch Teigkrümel hängen, dann die Backzeit verlängern. Ist das Stäbchen hingegen trocken, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen mit einem Geschirrtuch abgedeckt auskühlen lassen.

Bei der Glasur habe ich mich für eine fruchtig-frische Schnellvariante entschieden, die zudem an den Kuchenseiten so etwas wie “Eiszapfen” bilden sollte. Unordentliche Glasur kann man dazu durchaus auch sagen, gebe ich zu.

Dafür den Puderzucker in eine Schüssel sieben und nach und nach mit dem Cointreau und dem Orangensaft vermischen, bis die gewünschte eher dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Den Kuchen damit besteichen. Mit einigen Zesten einer Bio-Orange dekorieren. Danach den Kuchen kühl stellen, damit die Glasur fest wird.

So, jetzt nur noch ein gemütliches Plätzchen suchen, Kaffee hervorholen und den schönen Wintertag genießen.

Frohe Weihnachten – God Jul

PfefferkuchenhausFröhliche Weihnachten und erholsame Feiertage, ganz ohne Stress, dafür jedoch mit vielen Überraschungen und kulinarischen Genüssen in netter Familien- oder Freundesrunde wünsche ich euch allen.

Wir freuen uns auf Familienbesuch und natürlich den Weihnachtsmann, alias julenisse, der ganz vielleicht hier vorbeischauen wird. Wir sind gespannt. Der scheckenlaks legt indes eine kurze Weihnachtspause ein, meldet sich jedoch noch vor dem Jahresende wieder zurück. Bis dahin und genießt die Weihnachtszeit!

Weihnachtsfavoriten

IMG_8009Weihnachten steht nun förmlich vor der Tür. Wir haben uns heute mit einem Besuch in Annaberg-Bucholz und der Großen Bergparade darauf eingestimmt. Ein klarer Ausflugstip für alle die am 4. Adventssonntag in der Nähe sind.

Bei der Autofahrt haben wir auch das Weihnachtsmenü geplant, wobei wir unseren traditionellen Rezepten weitgehend treu bleiben werden. Nur bei der Pute wollen wir noch ein bisschen was Neues ausprobieren. Wenn es gelingt, kommt das Rezept in den scheckenlaks. Bis dahin gibt es jedoch erstmal den Blick auf unsere 6 Weihnachtsfavoriten. Dazu gehören unser Festkartoffelsalat mit gebratenem Lachsfilet, als Neuzugang Janssons frestelse aus Schweden, Glühwein natürlich, hier in der skandinavischen Luxusvariante und unser absolutes Lieblingsdessert – die verschleierten Bauernmädchen. Als Snack bieten sich die Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse an, ehe zu Sylvester an die Schnapstorte gedacht werden kann. Und ab Januar essen wir dann wieder gesund, ganz bestimmt und versprochen. Das wird sich auch auf dem scheckenlaks deutlich widerspiegeln. Bis dahin wünsche ich euch eine genussreiche Weihnachtswoche.

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Kartoffelsalat mit Matjes – unsere Festvariante
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Janssons frestelse = typisch Schwedisch
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Verschleierte Bauernmädchen – tilslørte bondepiker
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Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse: der besondere Snack
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Gløgg – der skandinavische Luxus-Glühwein
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Schnapstorte für den guten Rutsch ins neue Jahr