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Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse: der besondere Snack

IMG_7994Eigentümliche Kombination denkt ihr jetzt wahrscheinlich. Richtig, sie kommt ja auch aus dem Land, in dem man Waffeln mit karamellisiertem, braunem Ziegenkäse isst. Da liegt es nahe, auch norwegische Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse zu essen. Als krönende Ergänzung sind die gebrannten Nüsse ein optimaler Begleiter. Solltet ihr also noch auf der Suche nach einem überraschenden, leckeren und etwas ungewöhnlichen Snack auf der Weihnachtstafel sein, dann probiert doch einfach mal diese Pfefferkuchen-Käse-Nuss Kombination.

Pfefferkuchen mit Blauschimmelkäse und gebrannten Nüssen

Zutaten:

Zubereitung:

Pfefferkuchen mit einem kleinen Stück Blauschimmelkäse belegen und darauf ein oder zwei gebrannte Nüsse oder Mandeln platzieren. Genießen.

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Hellgrünes Spritzgebäck mit Pistazien

IMG_7965Für unsere letzte Sorte Kekse haben wir uns von Annemarie Wildeisen und ihren Pistazien-Stängelchen verführen lassen. Sie sehen einfach so schön hellgrün aus und bilden sowohl farblich als auch geschmacklich einen interessanten Kontrast zu den sonstigen Keksen. Traditionell stehen wir mit Spritzgebäck eher auf dem Kriegsfuß, aber dieses hier funktioniert wirklich und schmeckt toll. Der Teig hat die passende Konsistenz und lässt sich gut spritzen, das Kaltstellen der Backbleche vor dem Backen verhindert ein Breitlaufen der Kekse. Schnell hergestellt sind sie außerdem. Wer möchte, kann sie wie im Original noch in Schokolade tauchen, wir fanden jedoch, dass sie ohne schon perfekt sind.

Hellgrünes Spritzgebäck mit Pistazien (40 – 50 Stück)

Zutaten:

  • 60 g + 10 g grüne Pistazien (gemahlen)
  • 150 g Butter, zimmerwarm
  • 110 g feiner Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 50 g süße, geschälte Mandeln (gemahlen)
  • 1 Eiweiß (ca. 45 g)
  • 150 g Mehl

Zubereitung:

Geschälte Mandeln und Pistazien getrennt in einem Mixer zu Mehl zerkleinern. Ca. 10 g der Pistazien zur Seite stellen, da mit diesen die Kekse vor dem Backen bestreut werden. Hat man normalen Zucker, sollte man ihm ebenfalls eine Runde im Mixer gönnen, damit er wirklich feinkörnig wird.

Weiche Butter und Zucker mit einem Handrührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Pistazien und Mandeln dazugeben und unterrühren. Nun das Eiweiß einrühren, ehe Mehl und Salz hinzugefügt werden.

Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und verschiedene Formen auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Dabei darauf achten, dass die Kekse ungefähr gleich groß sind. Das Spritzgebäck mit den 10 g gemahlenen Pistazien bestreuen.

Die Bleche vor dem Backen unbedingt für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Kekse beim Backen nicht breit laufen.

Das Spritzgebäck im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 8 – 10 Minuten backen. Dabei sollen die Kekse nicht braun werden, sondern hellgrün bleiben.

Die Kekse vollständig auskühlen lassen und danach in eine dicht schließende Keksdose umlagern.

Norwegische Pfefferkuchen

IMG_4739Diese Pfefferkuchen gehören seit Jahren zu unserem festen Backprogramm. Schon beim Kochen der Zucker-Gewürz-Masse wird die Küche von diesem herrlichen Duft nach Weihnachten erfüllt. Das Ausstechen der Pfefferkuchen gestaltet sich einfach, deshalb sind sie ausgezeichnet für das Backen mit Kindern geeignet. Beim Verzieren sind die Kleinen sowieso topp und haben einen Riesenspaß.

Das Rezept ergibt eine große Anzahl Pfefferkuchen, deshalb kann man es auch gern halbieren. Die genaue Stückzahl kann ich hier nicht angeben, da sie von der Größe der Ausstechförmchen abhängt.

Die norwegischen Pfefferkuchen habe ich das erste Mal in einem Backbuch in Trondheim entdeckt. Ich war als Austauschstudent auch über Weihnachten in Norwegen geblieben und hatte mir ein Koch- und Backbuch in der Bibliothek ausgeliehen, eigentlich mehr um meine Norwegischkenntnisse im Lebensmittelbereich zu verbessern. Ich blieb jedoch erstmal an den Fotos mit den Weihnachtskeksen und den Torten hängen. Dann begann ich, teilweise mithilfe des Wörterbuches, einige Rezepte zu übersetzen und abzuschreiben. Dabei waren auch die Pfefferkuchen, eigentlich Ingwerkuchen. Zum Glück hatte ich sie auf norwegisch abgeschrieben, so dass sich kein Übersetzungsfehler einschleichen konnte. Bis zum ersten Nachbacken dauerte es jedoch noch etwas, da dies mit der geringen Küchenausrüstung, die man als Austauschstudent besitzt, nicht wirklich möglich war. Seit ich sie jedoch das erste Mal gebacken habe, bin ich ein überzeugter Anhänger des Rezeptes.

Die Pfefferkuchen schmecken himmlisch nach Gewürzen, angenehm süß, sie fallen nach dem Backen nicht zusammen und sie werden unbemalt nicht steinhart. Sie sind also perfekt, behaupte ich jetzt einfach mal.

Norwegische Pfefferkuchen

Zutaten:IMG_7974

  • 2 dl Karamellsirup
  • 250 g Zucker
  • 1 EL Zimt
  • 1/2 EL Ingwer, gemahlen
  • 1/4 EL Nelken, gemahlen
  • 1/4 EL Kardamom, gemahlen
  • 1 große Pr. Salz
  • 1 EL Natron
  • 250 g Butter
  • 2 Eier (Größe M)
  • 800 – 850 g Weizenmehl

Zubereitung:

Die kalte Butter in mehrere Stücke schneiden und in eine Metallschüssel legen.

Karamellsirup und Zucker in einem Topf mit dickem Boden vorsichtig unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Dabei aufpassen, dass sich weder Zucker noch Sirup verbrennen.

Die Gewürze und das Salz hinzufügen und alles gut umrühren. Den herrlichen Duft genießen. Jetzt hat man eine fast kaffeedunkle Flüssigkeit.IMG_7976Das Natron hinzufügen. Rühren und einmal aufkochen lassen. Die Flüssigkeit wird jetzt hellbraun und ein bisschen cremig. Keine Angst, dass muss so sein.

IMG_7977Jetzt den heißen Topfinhalt auf die Butter in der Schüssel gießen. Achtung, eventuelle Spritzer sind sehr heiß auf der Haut. Rühren, rühren und nochmals rühren bis sich die Butter vollständig aufgelöst hat und die Masse erkaltet ist.

Die Eier in einer kleinen Schüssel miteinander verquirlen und in die erkaltete Pfefferkuchenmasse einrühren. Nun nach und nach das Mehl hinzufügen und in den Teig einkneten. Dabei soviel Mehl verwenden, bis man einen relativ festen und nur wenig klebrigen Teig erhalten hat. Diesen für mehrere Stunden, am besten jedoch über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Damit er nicht austrocknet, muss er dafür in Plastikfolie gewickelt werden.

IMG_4672Am nächsten Tag lässt sich der kühle Teig gut auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen, es ist jedoch etwas Kraft von Nöten. Am besten lässt sich der Teig rollen, wenn er 10 – 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank geholt worden ist. Da der Teig sehr gut zusammenhält, lassen sich auch große Pfefferkuchen bzw. Förmchen mit fitzeligen Teilen (z. B. Rehe oder andere Tiere mit dünnen Beinen) problemlos herstellen.

IMG_4707Die Pfefferkuchen mit relativ weitem Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Dabei aufpassen, dass auf dem Blech alle Kekse ungefähr gleich groß sind, damit sie eine identische Backzeit haben. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 7 – 10 Minuten backen, bis sie karamellbraun geworden sind. Gegen Ende der Backzeit unbedingt den Bräunungsgrad kontrollieren, da jeder Herd andere Backeigenschaften aufweist. Die Backzeit ist zudem von der Dicke des Teiges und der Größe der Pfefferkuchen abhängig. Je größer und dicker, desto länger die Backzeit.

IMG_4711Die Pfefferkuchen vollständig auskühlen lassen und danach in einer dicht schließenden Keksdose aufbewahren. Dort sind sie mehrere Wochen haltbar.

Nun kann man die Pfefferkuchen gern noch verzieren. Dafür kann man entweder Kuvertüre benutzen oder diesen Schokoguss und natürlich Zuckerstreusel oder Smarties. Der eigenen Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Allerdings werden bemalte Pfefferkuchen schneller weich als ihre unbemalten Kollegen. Deshalb sollte man sie innerhalb von 1 bis max. 2 Wochen aufessen.

IMG_4743Hier sind sie in schöner Vereinigung mit unseren Traditionskeksen zum Ausstechen zu sehen.

Lasst euch von dem Duft verführen und habt viel Spaß als Pfefferkuchenbäcker.

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Glutenfreie Christmas-Cookies oder eine Art Elisenkuchen

IMG_7834Wir haben dieses Jahr einfach zu viel zu tun und zu viel vor in der Weihnachtszeit. Heute Nachmittag Weihnachtsmarkt in Dresden, morgen Weihnachtskonzert, zwischendurch Lauftraining und Yoga, da kommen wir einfach nicht so richtig in die Gänge mit dem Weihnachtskeksebacken. Zu den 7 verpflichtenden Sorten fehlen uns immer noch 3, aber gut, immerhin liegen wir schon über der Hälfte :-). Hier der Beweis:

IMG_7903Sonst noch auf dem Teller: Schwarzweißkekse, Honigkuchenherzen als Sterne und unsere Traditionskekse zum Ausstechen

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass sicher auch andere Familien in der Vorweihnachtszeit etwas in die Zeitklemme geraten, dann kann ich diese Christmas-Cookies empfehlen. Sie schmecken saftig, angenehm süß, fruchtig und nach Mandeln und sie sind schnell hergestellt. Sie werden ohne Mehl gebacken und sind eng verwandt mit den Elisenkuchen, zumindest, wenn man sie kunstvoller verzieren und in eine etwas breitere Form bringen würde. Aber genau dazu fehlt uns eben die Zeit. Daher bleiben wir bei den weichen Cookies, denn eine stressfreie Adventszeit ist schließlich Priorität Nummer eins.

Glutenfreie Christmas-Cookies oder eine Art Elisenkuchen (ca. 35 Stück)

Zutaten:

  • 100 g süße, gemahlene Mandeln ohne Schale
  • 100 g gehackte Haselnüsse
  • 50 g Orangeat oder eine Mischung aus Orangeat und Zitronat, je nach Vorlieben
  • 50 g Korinthen
  • 2 große Eier (L)
  • 140 – 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 2 TL Rum
  • 1/2 TL Zimt
  • Schale von 1/2 Bio-Zitrone
  • 75 g Zartbitter-Kuvertüre zum Bestreichen

Zubereitung:

Korinthen waschen, ggf. verlesen und in 1 TL Rum sowie Wasser für ca. 1 Stunde einweichen. Mandeln ggf. mahlen, Haselnüsse in kleine Stückchen hacken. Orangeat und / oder Zitronat mit dem Wiegemesser in kleine Stücke schneiden. Die Bio-Zitrone gut waschen und dünn schälen.IMG_7824

Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Vanillezucker und Backpulver miteinander vermischen. Die restlichen Zutaten mit Ausnahme der Kuvertüre hinzufügen und alles zu einem relativ klebrigen Teig verrühren. Die Korinthen dabei ohne Einweichflüssigkeit hinzugeben.IMG_7828

2 Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig mit einem großen Teelöffel (gehäuft voll) mit weitem Abstand auf das Backblech setzen. Die Cookies leicht plattdrücken und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C mit Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene für 12 – 15 Minuten backen.

Auf einem Rost erkalten lassen. Die Kuvertüre in einem Topf, der sich in einem heißen Wasserbad befindet, unter Rühren schmelzen lassen. Die Cookies mit etwas Kuvertüre bepinseln. Kalt stellen bis die Kuvertüre wieder fest geworden ist, danach in einer Keksdose bis zum Genuss lagern.

Schoko-Mandel-Baiser oder auch Wespennester

IMG_4768Diese Baiser müsst ihr probieren, luftig, locker, knusprig, weihnachtlich mit Schoko- und Mandelstückchen. Eine richtig gute Ergänzung des Kekstellers, da sie deutlich anders sind als die üblichen Plätzchen und Pfefferkuchen. Nun weiß ich nicht, warum diese Baiser in Norwegen auch Wespennester heißen, so richtig ähnlich sehen sie selbigen nicht, aber der Bienenstichkuchen hat ja auch keine Ähnlichkeit mit seinem Namensgeber. Egal, sie schmecken auf jeden Fall gut und sind unkompliziert und schnell herzustellen, diese Nester. Das Rezept dafür habe ich bei Trines matblogg abgeschaut.

Schoko-Mandel-Baiser oder auch Wespennester (2 Bleche)

Zutaten:

  • 2 Eiweiß (Größe L)
  • 125 g feinkörniger Zucker
  • 1,5 TL echter Vanillezucker
  • 125 g gestiftelte Mandeln
  • 125 g Kochschokolade, zartbitter

Zubereitung:

Kochschokolade in nicht zu kleine Stücke hacken, mit den gestiftelten Mandeln vermischen und zunächst zur Seite stellen.

Wenn die Baiser optimal gelingen sollen, gilt es einige Grundregeln zu beachten.

  1. Immer sauberes und vor allem fettfreies Küchengeschirr und Besteck benutzen.
  2. Frische Eier verwenden.
  3. Die Eier sauber trennen, es darf kein Eigelb in das Eiweiß geraten, sonst wird der Eischnee nicht fest.
  4. Die Eiweiße sollten sich vor der Verwendung auf Zimmertemperatur erwärmt haben.
  5. Möglichst feinkörnigen Zucker verwenden.
  6. Baisermasse möglichst schnell verarbeiten, sie verträgt kein langes Stehen vor dem Backen.
  7. Fertige Baiser immer luftdicht aufbewahren, so sind sie sehr lange haltbar.IMG_4758

Die Eiweiße zunächst mit niedriger Geschwindigkeit aufschlagen. Wenn sie schaumig geworden sind, werden nach und nach der Zucker und der Vanillezucker hinzugegeben. Dabei wird das Eiweiß die gesamte Zeit, nun jedoch mit höherer Geschwindigkeit, weiter geschlagen, bis es eine glänzende und steife Masse geworden ist. Die Baisermasse ist fertig aufgeschlagen, wenn sich beim Herausheben der Rührhaken kleine, stabile Spitzen in der Masse bilden.

Die gehackten Mandeln und die Schokolade nun vorsichtig mit einem großen Löffel unter die Baisermasse heben. Mithilfe von 2 Teelöffeln kleine Baiser auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Da die Baiser sich während des Backens nur geringfügig vergrößern, können sie dicht nebeneinander platziert werden. Aufpassen, dass alle Baiser ungefähr gleich groß werden, da sie sonst unterschiedliche Backzeiten benötigen, um innen trocken zu werden.

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Den Herd auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Baiser auf der mittleren Schiene für 15 – 20 Minuten backen, bis sie innen trocken sind (die Schokolade ist beim Probieren noch flüssig, sonst jedoch nichts). Nun die Baiser vollständig auskühlen lassen, ehe man sie vorsichtig in eine luftdicht schließende, nicht zu große Dose umsortieren kann.

Jetzt fehlt nur noch ein guter Espresso dazu, um das samstägliche Naschglück perfekt zu machen. Genießt das Adventswochenende!

Schwarzweißkekse = Zebraalarm in der Küche

IMG_7854Sind sie nicht faszinierend, diese Zebrakekse? Ein bisschen erinnern sie mich auch an den Kalten Hund bzw. die Kellertorte, oder? Auf dem Plätzchenteller sind sie in jedem Fall nicht zu übersehen, diese sächsischen Klassiker. Deshalb waren wir froh, als wir ein altes Familienrezept gefunden haben, mit dem wir uns dieses Jahr ans Nachbacken machen konnten.

Der Teig überzeugte während der Verarbeitung, auch die Klebeeigenschaften zwischen den Teigschichten waren ausgezeichnet. Beim Verkosten fiel allerdings auf, dass man wohl früher für unseren Geschmack eher wenig Zucker in die Kekse gegeben hat. Deshalb haben wir beim Backen der zweiten Ladung die Zuckermenge erhöht, was bei sonstigen Rezepten sehr selten vorkommt. Bei den meisten bin ich nämlich geneigt, die Zuckermenge von vornherein zu reduzieren, da wir nicht so süß essen. Jetzt ist es aber genug der Vorrede, ruft stattdessen den Zebraalarm aus.

Schwarzweißkekse oder auch Zebrakekse (ca. 40 Stück)

Zutaten:

  • 150 g Weizenmehl
  • 100 g kalte Butter
  • 1 Pr. Salz
  • 1 leicht gehäufter EL echter Vanillezucker
  • 60 g Zucker
  • 1 Eiweiß von einem kleinen Ei (ein kleines M-Ei), verquirlt
  • 1 leicht gehäufter EL Kakaopulver

Zubereitung:

Mehl, Salz, Vanillezucker und Zucker miteinander mischen. Die kalte Butter in Stückchen schneiden und auf der Mehlmischung verteilen. Daraus schnell einen krümeligen Teig kneten. Das Eiweiß verquirlen und nach und nach in den Teig einkneten. Dabei soviel Eiweiß verwenden, bis der Teig eine geschmeidige Masse ergibt.

Den Teig halbieren und in die eine Hälfte das Kakaopulver einkneten. Wer die Kekse eher süß mag, sollte hier ggf. erneut etwas Zucker zufügen.

Die Teigverknetung muss rasch gehen, da sonst die Butter zu warm wird, wodurch die Kekse nach dem Backen eine zähe Konsistenz annehmen können. Beide Teighälften getrennt voneinander und eingewickelt in Plastikfolie für mind. 1 h im Kühlschrank kalt stellen.

Die Teigstücke nun am besten auf Backpapier ca. 3 mm dick ausrollen. Beide sollten ungefähr gleich groß werden. Das eine Stück nun mit etwas Wasser bestreichen. Das andere Teigstück darauf legen und mit dem Nudelholz leicht darüberrollen. Den Teig längs halbieren, erneut mit Wasser bestreichen und aufeinanderlegen. Damit solange fortfahren, bis man mehrere Streifen übereinander liegen und die gewünschte Keksgröße erreicht hat. Den Teig erneut in Folie einwickeln und für mind. 1 h kalt stellen.

Den nun wieder festen und kalten Teig mit einem scharfen Messer in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und wenn möglich noch einmal für ca. 20 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 175 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Kekse auf der mittleren Schiene für 12 – 13 Minuten backen. Danach auskühlen lassen, ehe man sie in eine Keksdose umlagern kann.

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Gebrannte Nüsse mit Chili, Kreuzkümmel und etwas Salz

IMG_7775Weihnachtsmarkt in der Küche, mit diesem Duft nach gerösteten Nüssen, karamellisiertem Zucker und Gewürzen kann man sich ein kleines bisschen des Marktgefühls nach Hause holen. Die gebrannten Nüsse sind eng verwandt mit den gebrannten Mandeln, jedoch mit dem Vorteil, dass man Mischung und Gewürze selbst bestimmen kann. Das lädt zum Experimentieren ein und vielleicht entsteht dabei auch das perfekte kleine Weihnachts- oder Nikolausgeschenk. In der Herstellung sind die Nüsse recht unkompliziert, man benötigt nur etwas Geduld beim Karamellisieren.

Die fertigen Nüsse, sie kleben übrigens im kalten Zustand nicht aneinander, sind allerdings für Naschkatzen auch ein bisschen gefährlich. Hat man nämlich erst einmal 2 oder 3 gegessen, kann man sich dabei ertappen, dass man unbewusst seine Hand schon wieder in der Dose hat. Daher am besten vorher die zu vernaschende Menge festlegen und die Dose sofort wieder möglichst unzugänglich verstauen, z. B. im obersten, nur mit Stuhlkletterei erreichbaren Fach des Küchenschrank :-). So, dann kann es jetzt ja losgehen mit dem Weihnachtsmarkt, oder?

Gebrannte Nüsse mit Chili, Kreuzkümmel und etwas Salz (500 g)

Zutaten:

  • 500 g Nüsse, gemischt nach eigenen Vorlieben (wir hatten: 100 g Mandeln, 100 g Haselnüsse, 100 g Walnüsse, 150 g Cashewkerne, 50 g Pistazien)
  • 50 ml Wasser
  • 120 – 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 – 3/4 TL getrocknete Chiliflocken
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 – 3/4 TL Salz
  • 1 EL Butter
  • etwas grobkörniges Meersalz

Zubereitung:IMG_7767

Den Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Nüsse darauf verteilen.

Die Nüsse auf der mittleren Schiene des Ofens für 5 – 7 Minuten rösten.

Währenddessen einen verhältnismäßig großen Topf mit dickem Boden auswählen und eine Zuckerlake aus den weiteren Zutaten mit Ausnahme der Butter und des Meersalzes herstellen. Die Lake ca. 2 Minuten kochen lassen, so dass sich der gesamte Zucker auflöst.

Wir bevorzugen nicht so süße und scharf gewürzte Nüsse, daher halten wir uns an die unteren Mengenangaben der Zutaten. Möchte man eine gleichmäßigere Karamellschicht auf seinen Nüssen haben, sollte man 150 g Zucker verwenden.

Die gerösteten Nüsse nun in die Zuckerlake schütten. Ab jetzt heißt es rühren, rühren und nochmals rühren, damit sich die Nüsse am Topfboden nicht verbrennen. Deshalb sollte auch die Hitze nicht zu stark sein. Meine Erfahrung ist, dass sich Cashewkerne besonders leicht verbrennen, deshalb auf diese besonders acht geben.IMG_7772

Nach wenigen Minuten kristallisiert der Zucker, wodurch die Nüsse grau und etwas unansehnlich werden. Keinen Schreck bekommen, das soll so sein.

Ab jetzt heißt es Geduld aufbringen und fleißig weiterrühren, am besten bei mittlerer Hitze, bis nach 15 bis 20 Minuten der Zucker zu Karamell geschmolzen ist. Hierbei darf man nicht ungeduldig werden, sonst verbrennen sich Nüsse und / oder Zucker, was überhaupt nicht gut schmeckt.

Nun kann man die Butter einrühren. Diese hilft dabei, dass die erkalteten Nüsse nicht in einem Haufen zusammenkleben. Außerdem schmecken die Nüsse mit ihr noch mal so gut. Auch hier wieder rühren, bis die Butter gleichmäßig verteilt und geschmolzen ist.

Jetzt die Nüsse auf das Blech mit dem Backpapier schütten. Das Meersalz ggf. noch etwas zerkleinern und über die Nüsse streuen. Die Menge sollte man gemäß der eigenen Vorlieben wählen, wir nehmen etwa einen knappen TL voll.

Die Nüsse auskühlen lassen. Sobald man sie anfassen kann, eventuell zusammengeklebte Nüsse voneinander trennen. Vollständig auskühlen lassen und danach in einem dicht schließenden Glas aufbewahren. Wie lange sie sich halten? Kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, bei uns verschwinden sie trotz der hochstellenden Maßnahme in max. 2 Wochen.

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Janssons frestelse = typisch Schwedisch

IMG_6191Lust auf ein echtes schwedisches Essen? Vielleicht nach dem Schwedenurlaub? Ja? Dann habe ich heute ein Rezept für euch und nein, es handelt sich nicht um die allseits bekannten schwedischen köttbullar mit brauner Sauce. Vielmehr gibt es eine Versuchung (frestelse) der ganz anderen Art, nämlich Janssons frestelse, einen Kartoffel-Anchovis-Auflauf. Wer dieser Jansson war, den das Rezept verführt hat? Nun, dazu gibt es mehrere Theorien, die mal von einem Opernsänger ausgehen, einem Filmtitel, einem Sektenführer oder einer Gaststättenbesitzerin, die einen gewissen Jansson beeindrucken wollte. Wer weiß. Letztlich ist es auch egal, Hauptsache das Ergebnis schmeckt. Dafür ist es wichtig, an den richtigen Fisch zu gelangen, was in Deutschland nicht ganz so einfach ist. Anchovisfilets können entweder Sardellen oder Sprotten sein, die in Salz-, Öl- oder Kräuterlake eingelegt sind. Für das schwedische Rezept sollte man auf Sprottenfilets zurückgreifen, evtl. sind diese auch als Appetitsild bezeichnet. Letzterer sollte jedoch nicht in einer Marinade aus z. B. Mayonnaise schwimmen, sondern wie ganz kleiner Matjes aussehen. Notfalls kann man Janssons frestelse auch mit Sardellenfilets, die in Öl eingelegt sind, herstellen. Das ist dann nicht ganz original, sollte jedoch trotzdem schmecken. Für das Rezept habe ich in mehreren Kochbüchern und blogs gestöbert und mir unsere Version aus den verschiedenen Angaben gebastelt. Hat hervorragend funktioniert.

In Schweden gehört das Essen wohl zum Weihnachtsfestschmaus, das habe ich allerdings erst nach der ersten Zubereitung gelesen. Nun gut, dann haben wir es eben mitten im Sommer gegessen, macht bei dem eher kalten Regenwetter auch nichts.

Janssons frestelse für 3 Personen

Zutaten:

  • 8 mittelgroße mehlig kochende Kartoffeln (ca. 900 g)
  • 2 Zwiebeln
  • 150 g Anchovisfilets (Erklärung siehe oben)
  • 2 EL Lake der Anchovisfilets
  • 3 dl Milch oder Sahne
  • 1,5 EL Butter
  • 2 – 3 EL Paniermehl
  • etwas Pfeffer
  • evtl. etwas Thymian
  • KEIN Salz

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden.

Die Zwiebeln in 1/2 EL Butter in einer Pfanne anbraten, bis sie weich und glasig geworden sind. Dabei darauf achten, dass sie nicht braun werden. IMG_6182

Eine Auflaufform gut mit Butter einfetten. Die Hälfte der Kartoffelstifte in der Form verteilen, darauf die angebratenen Zwiebeln geben. Danach die gut abgetropften Anchovisfilets in der Form verteilen. Nun alles mit den restlichen Kartoffelstiften bedecken.

Die Milch bzw. Sahne mit 2 EL der Anchovislake vermischen. Achtung, je nach Schärfe der Anchovis bzw. der Lake die verwendete Menge sowie die Pfefferzugabe anpassen. Da die Fischfilets bereits in Salz eingelegt sind, ist in der Regel keine Salzzugabe im Auflauf notwendig. Wer mag, kann etwas gehackten frischen oder getrockneten Thymian hinzufügen. Nun die Milchmischung über den Auflauf gießen. Zum Schluss das Paniermehl darüber bestreuen und den Auflauf mit Butterflöckchen versehen.

Da die Milch bzw. Sahne während des Backens von den Kartoffeln aufgesogen wird, ist es nicht notwendig, sie als Sauce anzuquirlen.

Janssons frestelse im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 200 °C für 50 – 60 Minuten (Ober- und Unterhitze) backen, bis die Kartoffeln gar sind und das Paniermehl leicht gebräunt ist. Bei unserem ersten Herstellungsversuch ist uns die Milch am Rand zu dunkel geworden. Daher haben wir beim zweiten Mal den Auflauf in den ersten 25 Minuten mit Alufolie abgedeckt, was das Problem erfolgreich beseitigt hat.

Dazu passt ein grüner Salat, den wir frisch aus dem Garten geerntet haben.

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Karfreitag mit Dauerregen = Osterkekse bemalen

IMG_5728Da es heute den gesamten Tag mehr oder weniger bei kalten 5 °C geregnet hat, haben wir uns hingesetzt und ein paar unserer Kekse mit Schokoguss bemalt, ein schöner Spaß, auch für Erwachsene, wann kommt man schließlich sonst schon noch zum Malen? Wir benutzen für die Schokobemalung so wie beim Keksteig ein Traditionsrezept, das schon lange in unserer Familie existiert. Aufgeschrieben worden ist es bisher allerdings noch nie, daher gibt es auch keinerlei Mengenangaben, sondern nur wie in vielen alten Rezepten üblich, eine Zutatenliste.

Schokoguss für unsere Traditionskekse

Man nehme:

  • Puderzucker (ca. 4-5 EL)
  • Kakaopulver (so viel, bis die Trockenmischung mit dem Puderzucker schön braun aussieht)
  • ca. 1 Würfel Palmin (Kokosfett)
  • etwas heißes Wasser
  • 1 Schuss Rum (kann man auch weglassen)

Zubereitung: 

Den Puderzucker in eine Metallschüssel sieben, Kakaopulver dazugeben und beides miteinander vermischen. Das Kokosfett in einem kleinen Topf zerlassen. Etwas Wasser im Wasserkocher erhitzen.

Nun unter ständigem Rühren das Kokosfett nach und nach in die Staubzucker-Kakao-Mischung einrühren. Danach so viel heißes Wasser und wer mag, einen Schuss Rum, einrühren, bis die gewünschte relativ flüssige Konsistenz des Gusses erreicht ist. IMG_5735

Die Schüssel mit dem Guss auf einen Topf mit heißem Wasser stellen, damit der Guss während des Bemalens nicht zu fest wird. Nun die Kekse mit einem Pinsel kreativ verzieren.

Danach die Kekse für mehrere Stunden in einem kalten Zimmer zwischenlagern, bis der Guss fest geworden ist. Nun kann man die Kekse wieder in eine Dose schichten, allerdings sollte man sie nicht mit unbemalten Keksen mischen, da sonst letztere ebenfalls ihre Knusprigkeit verlieren.

Damit wünsche ich Euch einen versteckfreudigen Osterhasen und ein schönes Osterwochenende.

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Unsere Traditionskekse zum Ausstechen

IMG_5721Ich weiß nicht, ob ihr auch in euren Familien die Tradition habt, zu Ostern Kekse zu backen. In unserer Familie ist das der Fall, natürlich unter Verwendung anderer Ausstechförmchen als zu Weihnachten und in insgesamt kleinerer Menge und Auswahl. Ein Keksrezept ist bei beiden Keksbackanlässen immer dabei – unser Familienkeksrezept für Ausstechkekse. Das Rezept lässt sich bis zum handschriftlichen Backbuch meiner Oma (1930er Jahre) zurückverfolgen, vermutlich ist es jedoch noch älter. Die Kekse sind locker, knusprig und natürlich mit ihrem Geschmack nach Butter lecker. Verglichen mit heutigen Keksrezepten sind sie nicht so süß, was unserem Geschmacksempfinden jedoch entgegenkommt.

Die Kekse kann man natürlich auch nach Herzenslust mit Schokoladen- oder Zitronenguss verzieren, dabei muss man jedoch in Kauf nehmen, dass sie nach einigen Tagen ihre Knusprigkeit einbüßen. Daher warten einige unserer Kekse bis kurz vor dem Osternest auf ihre Bemalung, während der Rest unbemalt bleiben wird.

Der Keksteig lässt sich sehr gut bearbeiten und ist damit auch hervorragend für das Backen mit Kindern geeignet. Die Kekse sind mehrere Wochen in einer dicht schließenden Dose haltbar, also durch und durch unkompliziert.

Unsere Traditionskekse zum Ausstechen

Zutaten:

  • ca. 600 g Weizenmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 250 – 300 g Zucker (je nachdem, wie süß man seine Kekse mag)
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier

Zubereitung:

Zuerst die Eier mit der Butter und dem Zucker in einer Schüssel gut verrühren. Danach das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz vermischen und nach und nach in den Teig einrühren bzw. -kneten. Es sollte ein mittelfester Teig entstehen.

Nun eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und einen Teil des Teiges auf dieser mit einem Nudelholz dünn ausrollen. Wenn der Teig beim Ausrollen am Nudelholz kleben bleibt, dann auch das Nudelholz dünn mit Mehl bestäuben. Sollte der Teig danach immer noch nicht ausrollbar sein, dann noch etwas mehr Mehl in diesen einkneten.

Nun mit Ausstechförmchen die Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Günstig ist es dabei, ungefähr gleich große Kekse pro Blech auszustechen, damit diese gleichmäßig fertig gebacken werden. IMG_5709

Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 170 – 180 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene für 10 – 12 Minuten backen, bis sie eine leichte goldbraune Färbung angenommen haben.

Nach dem Backen die Kekse auskühlen lassen und danach in eine dicht schließende Keksdose umlagern und ggf. mit Schoko- oder Zitronenguss verzieren.

Damit wünsche ich euch bereits jetzt frohe Ostern, genießt die Sonne, die frühlingsgrüne Natur  und natürlich den einen oder anderen Keks ;-)!

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